Alltagshüpfer

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? #WMDEDGT

5. Februar 2018

Es ist der fünfte Februar, und Frau Brüllen fragt sich (oder vielmehr: uns), was wir eigentlich den ganzen Tag machen. Da erzähle ich doch auch mal wieder ein bisschen.

Es ist Montag. Um 7 Uhr geht der Wecker, da bin ich allerdings schon wach, weil er Held schon vor mir aufgestanden ist und ich das mitbekommen habe. Auch gut. Ich habe ein bisschen Ärger mit meinem neuen Smartphone, der Wecker macht nun immer ein nerviges Geräusch, bevor der eigentliche Weckton startet, und ich weiß nicht, wie ich das abschalten kann. Es ist die gleiche Wecker-App wie vorher, daher irritiert mich das. Aber nun ja.

Zum Helden, der schon aufgestanden war, habe ich nur ein freundliches „Mhmm“ gebrummt, als er mir einen Guten-Morgen-Kuss verpasst hat. Somit sind die ersten Worte, die ich heute spreche: „Hey Google! Was liegt heute an?“ Am Wochenende haben wir ein Google Home Mini im Schlafzimmer eingerichtet. Das habe ich bei einem Gewinnspiel gewonnen! 😀 Ich hatte überlegt, es als Wecker zu benutzen, um das Smartphone aus dem Schlafzimmer verbannen zu können. Der erste Test am Wochenende hat mich aber noch nicht ganz überzeugt. So erzählt mir Google am Morgen aber erst einmal, wie das Wetter ist, und spielt mir anschließend die neuesten Nachrichten vor. Das ist eigentlich ganz sympathisch, auch wenn’s dafür nicht unbedingt so ein neumodisches Gerät bräuchte, sondern auch ein Radiowecker seinen Zweck erfüllt hätte. Aber nun ja, gewonnen ist gewonnen.

Nach den Nachrichten schäle ich mich aus dem warmen Bett und stolpere kurz ins Bad. Danach werfe ich mich in die Sportklamotten. Montag, Mittwoch, Freitag ist ja DVD-Hüpf-Zeit. Das mache ich dann auch – „eingedrehter Seitstütz“ und „umgekehrtes Schulterdrücken“ ist heute dran. Ächz! Danach schnell noch unter die Dusche, anziehen, Haare föhnen, Betten machen, aus dem Haus! Es ist kalt auf dem Fahrrad, aber auszuhalten. Ich höre die letzte Folge vom Podcast „Dunkle Heimat – Hinterkaifeck“, die Geschichte eines Sechsfachmords, der vor fast 100 Jahren in Bayern geschehen ist. Unterhaltsam! Kurz vor Ende der Fahrt kommt im Podcast dann merkwürdige Musik, und ich brauche ein bisschen, bis ich kapiere, dass das der neue Klingelton meines neuen Smartphones ist. Der Name am anderen Ende sagt mir dann auch erst mal nichts. Es stellt sich heraus, es ist die Freundin eines Arbeitskollegen, die selbigen krankmeldet.

Das gebe ich im Büro angekommen natürlich gleich an alle weiter und starte dann mit der Arbeit. Montag! Viele Emails, aber generell ist es im Januar und Februar eher etwas ruhiger bei uns. Da bleibt Zeit, Dinge zu optimieren und zu reparieren. Mittags geht es eine Runde mit dem Hund raus, es ist immer noch echt frisch, aber die frische Luft ist ja auch ganz angenehm. Meine Mama schickt mir ein Bild, dass bei ihr die Sonne scheint – bei uns ist es leider nur grau in grau.

Nachmittags wird die Arbeit von einem Anruf meiner Mutter unterbrochen. Ob ich Lust hätte, mit ihr nach London zu fliegen, und zwar am Donnerstag? Ich bin etwas irritiert. Es stellt sich heraus, dass mein Papa die Grippe hat und nicht mitfliegen kann. Es würde also alles verfallen – die Flugtickets, die Wohnung, die vor Ort bereits gebuchten Tickets und Eintrittskarten. Ähm, tja. Schnell in den Urlaubstag geschaut und mich mit dem Kollegen, der Rosenmontag frei hat um Karneval zu feiern, abgesprochen. Könnte klappen! Mutter verspricht, die Fluggesellschaft zu kontaktieren und dann sehen wir mal weiter. Ich bin ganz gespannt!

Um 17:30 Uhr fahre ich den Rechner runter. Ich bin mal wieder die letzte im Büro – aber das ist okay, bin ich ja morgens schließlich auch. 😉 Mama hat inzwischen angerufen: ES KLAPPT! Donnerstag fliege ich spontan und unerwartet für ein paar Tage nach London. Die Umbuchung des Flugs auf meinen Namen hat 110 Euro gekostet. Aber immer noch besser, als alles verfallen zu lassen. Ganz verarbeitet hab ich das ganze allerdings noch nicht und bin noch etwas durcheinander den Rest des Tages.

Ich fahre mit dem Rad heim (immer noch so kalt!) und setze schon mal Nudelwasser auf. Der Held ist einkaufen, ich räume ein bisschen Wäsche weg und dann ist es Zeit für den Miracoli-Montag, heute mit einer Folge Modern Family dabei. Danach lese ich noch ein bisschen in meinem aktuellen Buch und schon ist es Zeit für die Chorprobe. Wir singen „For the longest time“, „Here, there and everywhere“, „With a little help from my friends“ und „Mama Lou“ – spaßig! Nun bin ich wieder daheim und wollte „nur noch eben“ den Post zu Ende schreiben. Windows dachte sich aber, es müsse erst mal ein 20minütiges Update machen… Schnarch! Letzten Endes war ich dann eben geduldig, tippe noch eben diese Zeilen ein und jetzt wird gleich noch die neue Star Trek-Folge auf Netflix geschaut. Meine Twitter-Timeline ist bei Star Trek Discovery ziemlich hin- und hergerissen. Ich finde es bislang ziemlich unterhaltsam, bin aber auch kein Die Hard-Star Trek-Fan – im Gegenteil, dies ist meine erste Star Trek-Serie und ich habe bisher nur die neueren Filme gesehen, wie ich zu meiner Schande gestehen muss.

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