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Irgendwas ist immer. Ein Umzugsbericht

Der Umzug ist erledigt. Fertig, finished, vorbei. Das erleichterte Aufatmen hat man vermutlich durch halb Münster gehört, denn ich stand in den Umzugstagen ordentlich unter Strom. Noch an dieses denken, noch eben jenes erledigen. Dann wurden wir in diesen Tagen auch noch erneut Tante und Onkel, verkauften die alte Küche und schlugen uns mit Ebay Kleinanzeigen rum, reklamierten die neue Küche, telefonierten täglich mit Amazon wegen des Termins für die Lieferung des neuen Kühlschranks und, und, und.

Eine Woche vor dem Umzug bauten Eltern und Schwiegereltern die neue Küche auf und stellten neben zahlreicher lösbarer Mängel fest, dass die Spülmaschine nicht zu benutzen war, weil das Anschlusskabel fehlte. Außerdem ging die Heizung in der neuen Wohnung nicht, so dass sie bei 16 Grad arbeiten mussten (sorry!!!).

Fünf Tage vor dem Umzug setzte mich ein dicker Schnupfen außer Gefecht.

Vier Tage vor dem Umzug hatten wir unsere alte Küche immer noch nicht verkauft, obwohl wir schon mehrfach den Preis gesenkt hatten.

Drei Tage vor dem Umzug versuchte ich verzweifelt, herauszufinden, ob unser Kühlschrank überhaupt noch geliefert werden würde.

Zwei Tage vor dem Umzug erlitt ich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, als ich unsere geliebte Batman-Lampe mit dem Staubsaugerkabel von der Fensterbank fegte.

Einen Tag vor dem Umzug kam der Techniker von UnityMedia und verkündete uns die frohe Botschaft, dass das Internet in der neuen Wohnung wegen einer Leitungsstörung nicht ginge. Der Kühlschrank wurde doch noch geliefert. Abends packte ich Kartons bis Mitternacht, obwohl eigentlich schon alles gepackt war. Am Ende warf ich alles hin und krabbelte ins dreckige Bett (auf dem wurden die Schranktüren auseinandergebaut und staubten alles voll). Der Held machte heldenhaft (wie der Name schon sagt halt) die Wohnung noch für die Umzugshelfer fertig.

Der Umzugstag war erstaunlicherweise der entspannteste und schönste von allen. Wir hatten so viele tolle Helferinnen und Helfer, die ohne große Worte anpackten und trugen und auseinander- und wieder zusammenbauten und am Ende mit uns sogar noch die ersten Kartons ausräumten. Dabei hatten sie noch jede Menge Spaß und es fühlte sich fast gar nicht nach Arbeit an. Dass die Pizzeria, mit der wir die Helfer verpflegen wollten, an dem Tag unvorhergesehen geschlossen hatte, konnte uns da auch nicht mehr aufhalten. Es gibt ja mehr als eine (sogar in unserem Dörfchen). Dass am gleichen Tag die alte Küche abgeholt wurde, war allerdings dann eher wieder Stressfaktor für mich.

Die Liste der Dinge, die in der neuen Wohnung nicht oder nicht richtig funktionierten, war dann aber trotzdem erst einmal lang: Fernsehen. Internet. Telefon. Spülmaschine. Backofen (da flog immer die Sicherung raus). Der Stöpsel vom Spülbecken. Die Duschkabine (da setzte man immer das halbe Bad unter Wasser beim Duschen).

Mittlerweile sind wir jetzt aber schon seit 14 Tagen umgezogen, und die meisten Baustellen konnten in der Zwischenzeit glücklicherweise abgehakt werden. Seit gestern gehen sogar Telefon und Internet. Es wird richtig gemütlich bei uns. Und bald muss ich sicher auch nicht mehr lange überlegen, zu welchem Haus ich jetzt fahren muss, wenn ich Feierabend mache. Dann ist es ein Zuhause!

 

Kartons, Kugelschreiber und andere Umzugsthemen.

Wenn man Kugelschreiber und Kartons essen könnte, würden wir den Welthunger im Alleingang besiegen. Es ist unglaublich! Keine Schublade, die ohne einen gewissen Bodensatz von Kugelschreibern auskommt; und auch an den unmöglichsten Stellen lauern sie, in irgendwelchen Boxen, auf der Ablage unterm Wohnzimmertisch, auf dem Nachttisch, im Kleiderschrank (!). Und aus den Massen an Kartons, die wir im Keller in sämtlichen Ecken und dazwischen gefunden haben, könnten wir uns im Prinzip ein neues Haus bauen. Versandkartons, Produktverpackungen, alles, was man sich so vorstellen kann.

Ja, es ist wieder Umzugszeit im Hause bunt, gestreift und hüpfig. Und schon seit Tagen sind wir fleißig dabei, unsere Einrichtigung in große Kisten zu räumen. Jeden Tag wird es etwas leerer in der Wohnung, aber die Vorfreude steigt gleichermaßen. Wir ziehen gar nicht weit weg – nur ca. 150 Meter die Straße runter – aber ein Abenteuer ist es ja trotzdem, irgendwie. Ich freue mich auf die neue Wohnung, auf das riesige Wohnzimmer, auf die neue Küche, auf das große Nähzimmer statt dem kleinen Mini-Raum (dieses Mal wird auch eine Couch drin Platz finden, die als Gästebett ausgezogen werden kann! Yay! Besucht mich!). Anderes ist natürlich nicht mehr so toll – der Luxus, in einem eigenen, kleinen Häuschen gewohnt zu haben, wird beendet. Jetzt haben wir wieder Menschen, die unter uns wohnen und auf die wir Rücksicht nehmen werden. Ungewohnt, aber machbar.

Dieser Umzug wird ganz anders als der letzte. Wir wechseln nicht die Stadt, wir müssen uns von nichts verabschieden. Selbst vom Haus nicht so richtig, denn dort werden die Schwiegereltern einziehen. Also kein Abschiedsschmerz, dafür hauptsächlich ein Haufen Arbeit, ein Haufen Kosten (denn klar: es gibt dieses und jenes neue Möbelstück – manches braucht man, manches will man einfach nur). Die “letzten Male” sind andere, unspektakuläre: Das letzte Mal in dieser Küche kochen, das letzte Mal ein Paket von den Schwiegereltern annehmen lassen, das letzte Mal mit dem Fahrrad in die Garage fahren.

Die ersten Möbel wurden schon in die neue Wohnung getragen, der große Rest folgt dann in zwei Wochen. Ich freue mich schon so!

Verliebt in eine Kamera

Zum Geburtstag habe ich mir in diesem Jahr mal richtig was gegönnt. Oft habe ich keine großen Wünsche, sondern freue mich über kleinere Überraschungen. Ich packe meist lieber viele kleine als ein großes Päckchen aus. Dieses Jahr war das anders, ich habe mir von allen Seiten Geld gewünscht, und dieses dann direkt umgesetzt… In eine digitale Spiegelreflex-Kamera!

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Selbstverständlich hatte ich keine große Ahnung, aber ich wollte endlich mal “was ordentliches”. So oft gehe ich Kompromisse ein, weil mir etwas zu teuer ist, und dann ärgere ich mich hinterher über die Qualität! Aber nicht dieses Mal, so war zumindest der Plan. Also begab ich mich auf die Suche.

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Beim Bloggerfrühstück hatte ich sie dann zum ersten Mal in der Hand, und Nina sprach so verliebt über ihre neue Kamera, dass sie mir einfach nicht mehr aus dem Kopf wollte. Also, die Kamera, nicht Nina. Lange habe ich also hin- und herüberlegt, Testberichte gelesen, im Kopf gedacht “Das muss doch auch günstiger gehen”, mit dem Kopf geschimpft, mir das technische OK vom Helden geholt (der in solchen Dingen einfach objektiver ist als ich, denn wenn ich mich einmal in ein Ding verguckt habe…).

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Und nun – Zeit für einen Trommelwirbel – war es tatsächlich so weit und ich konnte am Samstagmorgen noch vor dem Frühstück mein Paket auspacken! Eine Canon EOS 70D ist also bei mir eingezogen, inklusive dem 18-55mm Kit-Objektiv (welches vermutlich nicht das beste ist, aber hey, ich bin Anfänger und mit Objektiv kostete die Kamera schlappe 80 Euro mehr als ohne)!

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Probeaufnahmen mit der Kamera konnte ich bisher übrigens nur im Haus und im Garten machen. Aber ich bin jetzt schon begeistert! Heute ist dann endlich die passende Kameratasche angekommen, so dass die Kleine endlich das Heim verlassen und bald auch mit in den Urlaub fahren darf. 😉

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Jetzt muss ich mich natürlich noch etwas einarbeiten. Zum Glück ist im Urlaub Zeit dafür, und anschließend hat mir der Held auch noch einen Fotokurs zum Geburtstag geschenkt.

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Ansonsten wollte ich einfach nur mal meine Begeisterung mit euch teilen und einige vollkommen zusammenhanglose Fotos zeigen! 😉

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Analogliebe #2: Zuhause.

Vor zwei Wochen habe ich meine kleine Reihe zur Analogliebe gestartet – mit Bildern aus der Vergangenheit. Dort habe ich auch erklärt, weshalb meine analogen Bilder eher einen dokumentierenden als künstlerischen Charakter haben.

Das heutige Analogliebe-Thema lautet “Zuhause” und zeigt Bilder, die im vergangenen Jahr entstanden sind. Die Fotos sollen mich in der Zukunft daran erinnern, wie es war, als wir in diesem Häuschen lebten, als kinderloses Ehepaar mit einem Hang zu Schnickschnack, mit Gemüsekiste und Bastelzimmer.

Zum Beispiel unser Eingangsbereich – ich nenne dieses Bild auch “Home is where the Müllabholplan an der Pinnwand hängt”:

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Unsere Gemüsekiste, wie eben schon erwähnt, sorgt natürlich auch immer für Foto-würdige Motive. Wobei ich zugeben muss, dass wir die Kiste nicht immer so vorbildlich ausräumen. Oft genug nehmen wir uns unsere Äpfel einfach eine Woche lang direkt aus der Kiste. Hüstel. Aber auch in der fotografischen Dokumentation muss man ja nicht ZU ehrlich sein. Was sollen denn später mal die Leute denken? 😉

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Zu unserem Heim gehört natürlich auch der Balkon. Hier ein Bild aus dem Sommer, als ich lange draußen saß, das Sonnenglas leuchtet, und ich erkenne am Netzteil, dass der Laptop bei mir war, denn dankbarerweise hat der Balkon eine Steckdose (unser Häuschen aus den 70er Jahren ist nicht gerade großzügig mit Steckdosen, aber immerhin, draußen gibt es eine).

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Unser Balkongeländer, als es frisch gestrichen war. Das Foto hält zwar die Farbe nicht wirklich korrekt fest, aber ich mag es trotzdem.

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Das Bastelzimmer im Fischauge. Ich bin immer noch ganz verliebt in die Aufbewahrungslösung mit dem Ikea-Küchenzubehör! Derzeit halte ich mich definitiv zu selten im Bastelzimmer auf, aber das wird schon wieder (im Bild übrigens: eine von zwei Steckdosen des Zimmers – ich bräuchte ungefähr zehn?! 😉 )!

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Beim Blick aus der Küche. Später werde ich sagen: “Oh, diese Stühle hatten wir ewig. Und den Toaster auch.” Und der Held wird sagen: “Oh, dieses nervige Metallschild in der Tür, wo ich immer gegen gerannt bin und dann hat’s Lärm gemacht.” 😉

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In der Küche wird gekocht. Häufiger als Fenster geputzt jedenfalls. Aber das macht nichts.

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Außerdem wird hier Tee getrunken und gespült. Naja, eigentlich wird der Tee hier gar nicht getrunken, sondern nur zubereitet. Aber wir wollen mal nicht so sein. Ich liebe meine Teekanne von Le Creuset!

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Auf ins Wohnzimmer, wieder mit Fischauge. Ich erwähnte, dass wir Freunde von Schnickschnack sind? 😉 Ich mag dieses Foto wirklich sehr.

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Und, wie sieht euer Zuhause aus? Haltet ihr es manchmal fest, um euch in zehn Jahren über den merkwürdigen Einrichtungsgeschmack zu wundern, über kleine Details zu freuen oder euren Kindern zu zeigen, wie ordentlich es war, bevor es sie gab? Dann zeigt eure Fotos!

 

Lego in der Küche / Machen, nicht pinnen

“Pinnst du noch oder machst du schon?”, fragt uns Geschwister Gezwitscher. Anne und Eva geht es wie mir: Sie scrollen sich durch Pinterest & Co., finden jede Menge tolle Ideen, “pinnen” sie und vergessen sie dann wieder. Schade, oder? Deshalb wollen sie in der Aktion “Machen, nicht pinnen” ab sofort jeden Monat ein Pinterest-Projekt umsetzen und zeigen – da bin ich doch sofort dabei!

Für den Anfang habe ich mir ein sehr einfaches Projekt ausgesucht. Davon habe ich jede Menge auf meinen Pinnwänden. Ich denke beim Pinnen dann “Ach wie nett, das ist ja schnell gemacht!” – und dann versauert es doch auf der Pinnwand. Aber damit ist jetzt Schluss! Diesen Monat gibt es ein kleines Projekt, um unsere Küche aufzupimpen.

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Ihr seht: unsere Küche. Und zwar in einem außergewöhnlich ordentlichen Zustand. 😉 Rechts seht ihr einen roten Blumentopf. Darin befindet sich alles, was man in der Küche so braucht. Scheren, Suppenkelle, Spaghettilöffel, Kartoffelstampfer und unsere Salatbestecke, von denen wir aus nicht näher bekannten Gründen gleich drei haben. Man könnte sagen: Alles in Ordnung. Aber eigentlich ist der Topf zu groß. Und langweilig ist er auch ein bisschen. Daher sollte mein erstes Projekt dieses hier werden: eine Aufbewahrungsbox aus Lego!

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Also schnappte ich mir letztes Wochenende meine alte Lego-Kiste aus dem Keller und setzte mich an den Esstisch, wo ich erstaunlich lange wühlte und suchte, um die perfekten Steine für meine neue Küchenaufbewahrung zu finden. Ich war ganz fasziniert, was ich alles in der Kiste fand. Ich muss damals vor allem Häuser gebaut haben – gefühlt die Hälfte der Kiste war gefüllt mit Dachziegel-Steinen!

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Anders als im Original-Pin habe ich nicht eine große Box gebaut, sondern die Aufbewahrung in mehrere kleinere Fächer unterteilt. So konnte ich mit unterschiedlichen Höhen spielen (eigentlich sollte das Fach ganz rechts noch höher werden – aber mir gingen tatsächlich die Steine aus) und die einzelnen Teile fallen nicht um, sondern stehen halbwegs aufrecht. Die hässliche Spüli-Flasche habe ich direkt auch versteckt, und links gibt es ein kleines “Gärtchen” für unsere Schwämme, die sonst einfach lose herumlagen.

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Der kleine Mann hilft uns in Zukunft beim Sauberhalten der Küche – seinen Besen hat er immer dabei. Und natürlich konnte ich außerdem nicht widerstehen, ein Reflektionsbild zu machen. Der Salatlöffel lächelte mich förmlich an. Ich mag das Bild sehr, weil sich unten sogar noch die Legosteine spiegeln.

Wie haltet ihr es mit Pinterest? Sammelt ihr nur, oder setzt ihr auch um? Ich überlege schon jetzt, welches Projekt ich mir als nächstes aussuche! Vielen Dank an Geschwister Gezwitscher für die Inspiration, einfach mal zu machen. Mehr Projekte findet ihr hier – ich freue mich schon aufs Stöbern!

Pimp my Balkon mit Vorher-Nachher-Bildern

Unseren Balkon wollten wir eigentlich schon aufhübschen, seit wir eingezogen sind. Mittlerweile wohnen wir schon fast zwei Jahre hier, es wurde also wirklich langsam Zeit! Das Geländer unseres Balkons ist von innen mit zusätzlichen Holzbrettern verkleidet, die – einer lang vergangenen Mode gehorchend – in einem sehr dunklen Flaschengrün gestrichen waren. Weil das erstens schon aus Prinzip nicht besonders hübsch ist und zweitens auch die Bretter selbst nicht mehr wirklich gut aussahen, wurden sie hinter einem Bambus-Vorhang versteckt. Leider hatte aber auch dieser seine besten Tage schon länger hinter sich, war dreckig und hing auf Halbacht.

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Dieses Wochenende hatten wir endlich Zeit und Lust! Der Plan besagte, den Bambus zu entfernen, die Bretter zu erneuern und in einer schöneren, helleren Farbe zu streichen. Außerdem wollten wir den Balkon auch von außen streichen – das war nicht ganz so dringend nötig, aber es geht ja auch besser, wenn es noch nicht zu spät ist! So sah es noch heute Morgen aus:

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Die oberen Querlatten fielen fast alle schon von selbst ab. Es stellte sich aber heraus, dass die unteren Bretter noch vollkommen in Ordnung waren (abgesehen von der Tatsache, dass sie, nun ja, grün waren). Das hat uns die Arbeit erheblich erleichtert! So mussten wir viel weniger messen und sägen und schrauben…

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…und konnten uns viel mehr aufs Streichen konzentrieren! Außen war es gar kein Problem (ich habe auch nicht ein einziges Foto davon gemacht), aber innen brauchten wir zwei dieser Dosen:

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Aber es war natürlich vorn auch einfacher, Weiß auf dreckiges Weiß zu malern, als innen Blau auf dunkles Grün. Jedenfalls machte uns nach ungefähr einem halben Tag dieses Bild glücklich:

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Und ich erfreue mich immer noch an diesem wunderschönen, maritimen Kontrast, den das Geländer nun von oben präsentiert:

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Eigentlich war es erstaunlich, wie schnell alles ging. Wenn man sich einmal aufrafft! Wir hatten es schon so lange vor uns hergeschoben, und heute brauchte es nur ein bisschen Einsatz. Nun sieht es um Längen besser aus! Die Farbe ist zwar etwas dunkler geworden, als ich es mir vorgestellt hatte (ich dachte an ein zartes, helles Pastellblau), aber dem Helden gefällt es so viel besser und auch ich finde es sehr schön.

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Dieses Foto ist natürlich absolut ungestellt, ich so in meinem Maler-Shirt. 😉 Jetzt fehlen nur noch vielleicht ein paar Blumenkästen, oder eine größere Pflanze in der Ecke. Allerdings kenne ich uns und unsere braunen Daumen, man weiß nicht, ob das so eine gute Idee ist. Vielleicht nähe ich stattdessen eine Wimpelkette? Die Bank könnte vielleicht auch noch etwas Farbe vertragen, sie ist mittlerweile ordentlich angegraut. Aber erst einmal macht mich dieses Ergebnis außerordentlich glücklich! Eben habe ich tatsächlich noch auf dem Balkon gelesen und jedes Mal, wenn ich aufgeschaut habe, musste ich grinsen über dieses strahlende Blau!

…lass uns das am Wochenende machen!

Den obigen Satz gab es hier in den letzten Tagen häufig zu hören. Die Wäscheberge wachsen in die Höhe? Ach, ich kann ja am Wochenende bügeln. Dringende Grundreinigung der Küche? Können wir doch am Wochenende machen. Betten frisch beziehen? Am Wochenende haben wir da Zeit für! Das Auto zum Reifenwechsel bringen? Lass uns das am Wochenende machen!

So kam es, dass die To-Do-Liste, die ich gestern beim Frühstück aufstellte, erstaunlich lang wurde (auf dem Foto fehlen sogar noch Punkte). Aber mittlerweile kann ich vermelden: Bis auf einen Punkt ist alles erledigt! Wir konnten keine Steine kaufen, weil das Geschäft am Samstag schon um 12 Uhr geschlossen hat (was wir telefonisch um 11.30 Uhr erfragten). Aber ansonsten haben wir: die Betten frisch bezogen, Wäsche gewaschen, in der Stadt umgetauscht, gebügelt, eingekauft, das Auto abgeholt und die Winterreifen in den Keller gebracht, die Zahnarztrechnung bezahlt und bei der Zusatzversicherung eingereicht, die Küche grundgereinigt. Und: Wir hatten endlich Zeit, uns um das Kabelchaos unter den Schränken zu kümmern!

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Kürzlich hatte ich über den hässlichen Kabelsalat nämlich laut gejammert, was mir einige gute Tipps von euch einbrachte. Am besten fand ich Nikes Idee, doch übrig gebliebenes Laminat für eine Abdeckung zu verwenden. Vielen Dank euch allen! Nach einigem Gegrübel, wie wir das denn am cleversten anstellen, kann ich nun berichten: Es ist vollbracht!

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Im direkten Vergleich:

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Es war erstaunlich wenig Aufwand! Natürlich ist es weit davon entfernt, perfekt oder auch nur professionell zu sein. 😉 Bei uns ist eigentlich fast alles selbst gebaute eher improvisiert. “Mal gucken, ob es so geht – hält halbwegs – na dann kann man das jetzt so machen!” ist unser handwerkliches Vorgehen! Erst haben wir überlegt, die Laminatbretter einfach unter das Regal zu klemmen. Aber da muss man schon recht genau sägen, und hinterher kriegt man es auch nicht mehr so super wieder gelöst, wenn man mal ein Kabel wechseln muss zum Beispiel.

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Also haben wir einfach hinten an die Bretter kleine Winkel geklebt (ja, geklebt, mit doppelseitigem Klebeband – nicht geschraubt. Pssst – sieht ja keiner). Schon standen die Bretter wie eine Eins unterm Schrank und präsentierten sich von ihrer hübschesten Seite! Es sei denn, man kam irgendwie kurz mit dem Staubsauger, dem Fuß oder sonstigem dran. Schon verschob man das erste Brett, das zweite fiel um und so weiter.

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Aber unser Improvisationstalent war ja noch nicht eingeschlafen. Also haben wir einfach an die Winkel sowie auf die entsprechenden Stellen des Fußbodens Klettband geklebt. Schon hält alles bombenfest, aber wenn man mal ein Kabel wechseln möchte, ist es schnell wieder gelöst. Und man muss auch nicht gleich alle Bretter auf einmal rausholen, es reicht, eines der drei Bretter zu bewegen – die anderen stört das nicht.

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Alles in allem war das ein Aufwand von vielleicht einer Stunde (zuzüglich: Winkel kaufen fahren, die Stichsäge vom Schwiegerpapa ausleihen, auf dem Weg etwas mit der Nichte spielen, einen Kaffee mit der Schwiegermama trinken, den Boden unterm Regal erst mal staubfrei bekommen. Aber das gehört sicherlich nicht zwangsläufig bei jedem dazu 😉 ). Wie gesagt, es ist nicht perfekt – ich bin ganz erstaunt, wie wellig unser Boden ist, so dass die Bretter nicht überall ganz glatt aufliegen. An den Seiten ist es offen, wie oben zu sehen. Das absolute Kabelgewirr dahinter (eigentlich unglaublich!) sieht man aber nur, wenn man sich wie ich auf den Boden legt! Aber das alles stört nur bei genauerem Hinsehen und ansonsten bin ich absolut zufrieden.

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So sehe ich übrigens aus, wenn ich auf dem Fußboden liege, um für euch Fotos von unserem Kabelversteck zu machen! 😉 Als Belohnung werden wir uns einen Staubsauger-Roboter bestellen, der sich nun nicht mehr im Kabelsalat verirren kann – sehr aufregend, ich denke schon seit Tagen über einen Namen für unseren kleinen Robi nach!

Draußen – drinnen

Draußen:

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Weihnachtsmarkt in Münster. Trubel und viele, teilweise zu viele Menschen. Aber auch ruhige Ecken, wenn man sich von den Glühweinständen fernhält. Erstaunlich viele moderne, neue Stände – nicht immer nur das alljährlich gleiche, an dem man ohnehin nur mit einem müden Lächeln vorbeiläuft, ohne stehenzubleiben.

Drinnen:

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Während des Advents ist die Chance, an meinem Schreibtisch irgendetwas anderes als das “December Daily” zu machen, verschwindend gering. Deshalb gibt es auch mal wieder keine genähten Weihnachtsgeschenke. Wo sollte denn das Nähmaschinchen auch stehen?!

Bild der (vergangenen) Woche

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Stromausfall im Ort. Wann passt der besser als in der Adventszeit, wenn man sowieso schon alle Kerzen draußen stehen hat? Und wo passt der besser als in einem Cacher-Haushalt, wo die Zahl (und Qualität) der Taschenlampen den Bundesdurchschnitt vermutlich stark übersteigt?

Fast war ich enttäuscht, als nach ein paar Minuten das Licht schon wieder anging.

Die Party kann beginnen

Bald stehen die Gäste der Einweihungsparty auf der Matte, und mit bestem Dank an Ms. 101Things kann ich sie auch prima verpflegen – so ein einfaches Rezept kam mir gerade recht, denn ich hatte noch genug anderes zu tun heute! Jetzt freue ich mich auf ein Stündchen auf dem Sofa, bevor es richtig losgeht.

Achja, und als wir heute am Stapeln waren, fiel mir auf, dass ich euch einen Lieblingsplatz noch gar nicht gezeigt habe – ohne den würde der Kamin nämlich auch herzlich wenig bringen: