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Irgendwas ist immer. Ein Umzugsbericht

Der Umzug ist erledigt. Fertig, finished, vorbei. Das erleichterte Aufatmen hat man vermutlich durch halb Münster gehört, denn ich stand in den Umzugstagen ordentlich unter Strom. Noch an dieses denken, noch eben jenes erledigen. Dann wurden wir in diesen Tagen auch noch erneut Tante und Onkel, verkauften die alte Küche und schlugen uns mit Ebay Kleinanzeigen rum, reklamierten die neue Küche, telefonierten täglich mit Amazon wegen des Termins für die Lieferung des neuen Kühlschranks und, und, und.

Eine Woche vor dem Umzug bauten Eltern und Schwiegereltern die neue Küche auf und stellten neben zahlreicher lösbarer Mängel fest, dass die Spülmaschine nicht zu benutzen war, weil das Anschlusskabel fehlte. Außerdem ging die Heizung in der neuen Wohnung nicht, so dass sie bei 16 Grad arbeiten mussten (sorry!!!).

Fünf Tage vor dem Umzug setzte mich ein dicker Schnupfen außer Gefecht.

Vier Tage vor dem Umzug hatten wir unsere alte Küche immer noch nicht verkauft, obwohl wir schon mehrfach den Preis gesenkt hatten.

Drei Tage vor dem Umzug versuchte ich verzweifelt, herauszufinden, ob unser Kühlschrank überhaupt noch geliefert werden würde.

Zwei Tage vor dem Umzug erlitt ich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, als ich unsere geliebte Batman-Lampe mit dem Staubsaugerkabel von der Fensterbank fegte.

Einen Tag vor dem Umzug kam der Techniker von UnityMedia und verkündete uns die frohe Botschaft, dass das Internet in der neuen Wohnung wegen einer Leitungsstörung nicht ginge. Der Kühlschrank wurde doch noch geliefert. Abends packte ich Kartons bis Mitternacht, obwohl eigentlich schon alles gepackt war. Am Ende warf ich alles hin und krabbelte ins dreckige Bett (auf dem wurden die Schranktüren auseinandergebaut und staubten alles voll). Der Held machte heldenhaft (wie der Name schon sagt halt) die Wohnung noch für die Umzugshelfer fertig.

Der Umzugstag war erstaunlicherweise der entspannteste und schönste von allen. Wir hatten so viele tolle Helferinnen und Helfer, die ohne große Worte anpackten und trugen und auseinander- und wieder zusammenbauten und am Ende mit uns sogar noch die ersten Kartons ausräumten. Dabei hatten sie noch jede Menge Spaß und es fühlte sich fast gar nicht nach Arbeit an. Dass die Pizzeria, mit der wir die Helfer verpflegen wollten, an dem Tag unvorhergesehen geschlossen hatte, konnte uns da auch nicht mehr aufhalten. Es gibt ja mehr als eine (sogar in unserem Dörfchen). Dass am gleichen Tag die alte Küche abgeholt wurde, war allerdings dann eher wieder Stressfaktor für mich.

Die Liste der Dinge, die in der neuen Wohnung nicht oder nicht richtig funktionierten, war dann aber trotzdem erst einmal lang: Fernsehen. Internet. Telefon. Spülmaschine. Backofen (da flog immer die Sicherung raus). Der Stöpsel vom Spülbecken. Die Duschkabine (da setzte man immer das halbe Bad unter Wasser beim Duschen).

Mittlerweile sind wir jetzt aber schon seit 14 Tagen umgezogen, und die meisten Baustellen konnten in der Zwischenzeit glücklicherweise abgehakt werden. Seit gestern gehen sogar Telefon und Internet. Es wird richtig gemütlich bei uns. Und bald muss ich sicher auch nicht mehr lange überlegen, zu welchem Haus ich jetzt fahren muss, wenn ich Feierabend mache. Dann ist es ein Zuhause!

 

Kartons, Kugelschreiber und andere Umzugsthemen.

Wenn man Kugelschreiber und Kartons essen könnte, würden wir den Welthunger im Alleingang besiegen. Es ist unglaublich! Keine Schublade, die ohne einen gewissen Bodensatz von Kugelschreibern auskommt; und auch an den unmöglichsten Stellen lauern sie, in irgendwelchen Boxen, auf der Ablage unterm Wohnzimmertisch, auf dem Nachttisch, im Kleiderschrank (!). Und aus den Massen an Kartons, die wir im Keller in sämtlichen Ecken und dazwischen gefunden haben, könnten wir uns im Prinzip ein neues Haus bauen. Versandkartons, Produktverpackungen, alles, was man sich so vorstellen kann.

Ja, es ist wieder Umzugszeit im Hause bunt, gestreift und hüpfig. Und schon seit Tagen sind wir fleißig dabei, unsere Einrichtigung in große Kisten zu räumen. Jeden Tag wird es etwas leerer in der Wohnung, aber die Vorfreude steigt gleichermaßen. Wir ziehen gar nicht weit weg – nur ca. 150 Meter die Straße runter – aber ein Abenteuer ist es ja trotzdem, irgendwie. Ich freue mich auf die neue Wohnung, auf das riesige Wohnzimmer, auf die neue Küche, auf das große Nähzimmer statt dem kleinen Mini-Raum (dieses Mal wird auch eine Couch drin Platz finden, die als Gästebett ausgezogen werden kann! Yay! Besucht mich!). Anderes ist natürlich nicht mehr so toll – der Luxus, in einem eigenen, kleinen Häuschen gewohnt zu haben, wird beendet. Jetzt haben wir wieder Menschen, die unter uns wohnen und auf die wir Rücksicht nehmen werden. Ungewohnt, aber machbar.

Dieser Umzug wird ganz anders als der letzte. Wir wechseln nicht die Stadt, wir müssen uns von nichts verabschieden. Selbst vom Haus nicht so richtig, denn dort werden die Schwiegereltern einziehen. Also kein Abschiedsschmerz, dafür hauptsächlich ein Haufen Arbeit, ein Haufen Kosten (denn klar: es gibt dieses und jenes neue Möbelstück – manches braucht man, manches will man einfach nur). Die “letzten Male” sind andere, unspektakuläre: Das letzte Mal in dieser Küche kochen, das letzte Mal ein Paket von den Schwiegereltern annehmen lassen, das letzte Mal mit dem Fahrrad in die Garage fahren.

Die ersten Möbel wurden schon in die neue Wohnung getragen, der große Rest folgt dann in zwei Wochen. Ich freue mich schon so!

Feels like home

Wir sind umgezogen! Seit Dienstag wohnen wir in unserer Wohnung. Vorher gab es jede Menge Schrauben, Hämmern, Bohren – gestrichen war ja schon, jetzt liegt wunderschönes Laminat im Wohnzimmer, alle Möbel stehen, alle Regale und Lampen hängen. Und ich schlafe wie ein Baby, endlich wieder im eigenen Bett! 😉 Ein paar Tage war ich – bis aufs Smartphone für Emails – völlig offline.  Auch, weil wir erst seit ein paar Tagen Internet haben hier. Jetzt warten noch 150 ungelesene Blogeinträge 😯 und ich wollte euch auch mal ein paar Bilder zeigen!

Wir haben schon Ecken, da sieht es überhaupt nicht mehr nach Umzug aus. Zum Beispiel im Wohnzimmer, sieht man einmal über einige wenige leere Regalfächer und ab und zu einen Schraubenzieher im Regal hinweg! Meine aktuelle Blogging-Zentrale (solange das Nähzimmer noch eher als Abstellkammer dient 😉 ):

Nur noch das Bild über dem Kamin fehlt hier. Andere Ecken sind schon wieder so “körmelig” (= leicht unordentlich und mit Kram in allen Ecken), dass es wie der Normalzustand wirkt. 😉 Wie in der Küche. Uns fehlt immer noch der Geschirrspüler, was bei uns zwei Leutchen aber auch (noch) nicht wirklich ein Problem ist. Ich hoffe aber, bis zur Einweihungsparty in zwei Wochen haben wir einen! 😉

Es gibt aber auch noch genügend Stellen, die nach Baustelle bzw. Umzug aussehen. Der eine oder andere Karton steht noch herum, der Keller (in dem der Held ja sein Computerquartier beziehen wird) sieht aus wie Hulle und das Nähzimmer ist derzeit eben eine Abstellkammer für alles, was noch keinen Platz hat. Aber meinen Stoffschrank habe ich schon eingeräumt – ein Träumchen! 😉

So langsam fühlt es sich nach Zuhause an, und so langsam sieht man auch nicht mehr an JEDER Ecke Baustellen, die erledigt werden müssen. Ein bisschen ungewohnt ist es immer noch jeden Morgen, wenn man aufsteht. Noch keine Routine, ins Bad zu gehen, noch nicht völlig normal, durchs Wohnzimmer zur Küche zu tapsen. Aber es wird. Vor allem, wenn der Kamin prasselt.

November 2012

Es ist soweit! Der lang ersehnte November ist da. Dieser Monat wird natürlich ganz im Zeichen des Umzugs stehen! 🙂 Nachdem wir doch schon ein paar Tage eher reinkonnten (nämlich am vergangenen Sonntag), ist sogar schon so einiges erledigt. Streichen wird heute abgehakt und am Wochenende kommt mein Papa zum Laminat verlegen (das ist hier etwas tricky wegen der offenen Raumaufteilung).

Im November möchte ich…

  • uns einrichten und die Wohnung zu einem Zuhause machen
  • den Kamin anmachen
  • endlich wieder selbst kochen und backen – ich habe schon so viele Ideen gesammelt!
  • einfach auf dem Sofa sitzen und UNSER Wohnzimmer genießen
  • eine dicke Jacke kaufen, um die Wintersaison auf dem Fahrrad zu überstehen
  • Glühwein und Apfelpunsch trinken
  • eine Woche Urlaub genießen, die für den Umzug geplant war – aber da wir ja schon so weit sind, gibt es sicherlich auch Erholung
  • mit dem Helden in die Sauna gehen
  • zum Frisör gehen, vielleicht klappt’s ja mal mit einer vernünftigen Frisur
  • eine Einweihungsparty feiern! Yeah! 😀

Das wird ein aufregender Monat, in dem sich viel bewegen wird! Ich freu mich so, so, so! 😀

(November 2011)

Streichquartett

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Der Held, die Schwiegereltern und ich. Ein Sonntag. Eine fast komplett gestrichene Wohnung! Es fehlt nur noch der Flur, und neue Farbe.

To Do, bevor wir einziehen:

  • Flur streichen
  • Schlafzimmer und Nähzimmer farbig streichen
  • Laminat im Wohnzimmer verlegen
  • Zu Ikea fahren
  • Möbel aufbauen
  • 🙂

Fragen beim Umzug

Wie viele Plastiktüten kann man eigentlich besitzen? Und woher hat man die aus den Läden, in denen man garantiert noch nie irgendetwas eingekauft hat? Ist es anstrengender, schwere Möbel 3 Stockwerke herunterzutragen, oder sie ohne Möbel in der Hand hinaufzusteigen? Darf man die Frikadellen schon vor dem ersten Gang nach unten anbrechen? Wohin stellt man die Kaffeemaschine, wenn kein Tisch mehr in der Wohnung steht? Muss man auch am allerletzten Tag noch nett zur nervigen Nachbarin sein? Wenn die Lieblingsnachbarin am Umzugstag nicht da ist, kommt man dann noch mal wieder? Wie hat man eigentlich so viel Kram zusammengesammelt? Warum findet man immer nur Schrott hinter den Möbeln, aber nie 100-Euro-Scheine? Ist es legitim, von der Straße zum Fenster hochzubrüllen, wenn man etwas möchte? Wieso verschwinden beim Umzugswagen-Tetris die vollen Reihen nicht (das wäre sooo praktisch)? Sieht es sehr seltsam aus, wenn man auf dem Bürgersteig ein gemütliches kleines Wohnzimmer einrichtet, bis der Umzugswagen endlich da ist? Wozu hat man eigentlich 20 verschiedene Putzmittel, und wieso ist am Ende, wenn man noch mal die Wohnung durchwischen will, keins davon mehr da?

Fragen über Fragen! 😉

12 von 12 im August 2012

Schon ist wieder ein Monat um! Eigentlich dachte ich, ich könnte euch heute gar nicht viel zeigen, denn nach dem großen Umzugstag gestern wollten der Held und ich den ganzen Tag in der Sauna unsere müden Knochen ausruhen. Was sind wir Treppen gestiegen! Zum Glück ziehen wir jetzt ins Erdgeschoss. Möbel aus dem 3. Stock schleppen ist kein Vergnügen – aber immer noch besser runter als rauf.

Jedenfalls ergab es sich doch etwas anders, da wir gestern nicht ganz fertig geworden sind. So mussten wir heute noch mal hin und der Tag wurde doch etwas ereignisreicher. 😉

Er startete aber erst mal vergnüglich. Beim Umzug habe ich auch einige meiner alten Spielsachen mitgebracht. Unter anderem meine Playmobil-Kisten. Als wir die in durch den Garten in den Keller bringen wollten, erspähte aber meine kleine Nichte sie. Sie ist zwar eigentlich mit 20 Monaten noch viel zu klein dafür, aber sie hat schon einen riesigen Spaß daran und unter Aufsicht ist das ja kein Problem. So gab es heute früh schon eine Zirkusvorstellung…

…und einen Test, ob die Schwimmwesten auch halten, was sie versprechen!

Dann sollte es losgehen. Aber irgendwie waren wir beim Packen der Saunatasche (dort sollte es doch noch hingehen, aber erst am Nachmittag) nachlässig. Wir mussten zwei Mal wieder aussteigen und Dinge einpacken. Das zweite Mal sogar erst, nachdem wir die ersten 500 Meter schon gefahren waren. 😉 Hier warte ich drauf, dass der Held mit Badehose und Bikini wieder aus dem Haus kommen. Unwichtige Kleinigkeiten, wenn’s ins Schwimmbad gehen soll…

Dann sind wir in Düsseldorf angelangt. Dort ist hauptsächlich Kram über – all das, was nicht in Kartons passte, was man gestern noch brauchte, und natürlich Putzsachen und Kaffeemaschine. Wir räumen und saugen und wischen und ärgern uns ein letztes Mal über die nervige alte Dame im Erdgeschoss. 😉

Jetzt nur noch fix den Stromzähler ablesen!

Und dann ging es mit dem superpraktischen Begleiter, dem “Saunaführer” in die überfüllte Sauna. Das Buch ist quasi ein Gutscheinbuch für Sauna-Freunde, nur einer muss (bei den meisten Gutscheinen) den Eintritt bezahlen. Das lohnt sich enorm. Schade nur, dass wir nun aus dem Einzugsgebiet unserer Ausgabe wegziehen, wo wir doch erst ein paar Saunen ausprobiert haben!

Hier war es heute ziemlich voll, aber hauptsächlich im Schwimmbad, wo wir dann auch nur kurz waren. Im Saunabereich hat sich alles sehr verlaufen und es war wunderbar. Am besten hat mir der Ruheraum gefallen, der im ersten Stock lag. Die Fenster waren so riesig und offen, dass man fast das Gefühl hatte, draußen zu liegen, und dabei hatte man einen traumhaften Blick über die grünen Felder.

Anschließend auf nach Hause. Wir haben versucht, aus dem Auto heraus den wunderbaren Sonnenuntergang zu fotografieren… Es hat nicht geklappt. 😉

In Münster noch eben schnell ausladen – das geht immer viel schneller als einladen, wenn nicht 3 Stockwerke dazwischen liegen!

Und dann noch etwas futtern.

Jetzt bin ich total platt und werde im Bett verschwinden. In den anderen 12 von 12 werde ich daher erst morgen stöbern können – mir tun alle Knochen weh! 😉 Gute Nacht!

Umzugs-Dingsbums

Kartons, Kartons, Kartons. So viele Kartons! Das Schlafzimmer, der Flur, das Wohnzimmer leer. In der Kammer (ebenfalls leer) stapeln sich die vollen Kartons in schwindelerregende Höhen. Die Möbel stehen alle noch und schauen mich etwas traurig an. Immerhin kommt jetzt die mit Stoff bespannte Rückwand der Bücherregale mal wieder zur Geltung.

Den Nachmieter, der seine Eltern mitbringt (jetzt fühle ich mich doch verdächtig erwachsen), empfange ich im Chaos. Essen wird nur noch bestellt, weil Kühl- und Gefrierschrank schon aus sind. Deswegen gibt’s auch nur noch Kaffeemilch in Portionstöpfchen. Geschirr wird von Hand gespült. Morgens wachen wir im kahlen Schlafzimmer auf. Gehen durch den leeren Flur ins undekorierte Bad. Seltsam fühlt sich das an. Am meisten das Abfahren im vollgepackten Auto. Bis nächste Woche, Düsseldorf. Mein Zuhause.

Eine Woche

Eine. Woche.

In sieben Tagen um diese Zeit werde ich den ersten Arbeitstag im neuen Job schon hinter mir haben. In vier Tagen werde ich bepackt mit Brownies, Donuts und Mini-Amerikanern ins Büro fahren. In sechs Tagen werde ich diese Wohnung – mein Zuhause! – fürs erste verlassen und nur noch an Wochenenden wiederkommen.

Heute wurde mir erst einmal bewusst, was das bedeutet. Ich schrieb ja schon über die “letzten Male”, aber jetzt wird es wirklich akut. Im Büro meint die Kollegin “Oh, das ist ja dein letzter Montag hier” (ob ich das jetzt jeden Tag hören werde – dein letzter Dienstag, dein letzter Mittwoch?). Und zuhause kann ich im Grunde schon genau sagen, was ich hier noch tun werde und was nie wieder. Das ist gruselig, denn ich möchte hier ja eigentlich gar nicht weg.

Die ersten Kartons sind gepackt, einiges hat der Held schon mitgenommen. Ich freue mich auf die Zeit mit ihm – allerdings habe ich mich auch ans allein Wohnen inzwischen sehr gewohnt und ich genieße die Ruhe nach Feierabend und die Freiheit, tun und lassen zu können, was und wann und wie ich möchte. Laute Musik hören, nackt durch die Wohnung laufen oder wie jetzt bei geöffnetem Fenster im dunklen Wohnzimmer sitzen, ganz allein, den Laptop auf dem Schoß – das alles fällt in den nächsten 2 Monaten erst einmal flach, weil ich ja kurzzeitig mit dem Helden bei den Schwiegereltern in spe einziehe. Wenig Platz, wenig Ruhe. Wenig “meins”, wenig “zuhause” – auch wenn ich mich dort pudelwohl fühle, bin ich ja doch irgendwie immer Gast. Bisher war das zumindest immer so, wer weiß, wie es jetzt wird. Ich bin mal gespannt.

Hier also: Endspurt. Morgen ist der letzte Spieleabend. Mittwoch muss ich noch einmal Wäsche waschen. Donnerstag werde ich für die Kollegen backen. Freitag ist mein letzter Arbeitstag und abends kommt der Held. Und Sonntag fahren wir dann. Gemeinsam. Und lassen die Wohnung ganz allein. Schnüff!

Letzte Male

Seit heute ist mein Urlaub vorbei. Und als ich gestern so nach Hause fuhr, vom Helden zum Bahnhof gebracht, dämmerte mir: Jetzt kommt die Zeit der “letzten Male”. Das war das letzte Mal, dass der Held mich so zum Bahnhof brachte, damit wir die Arbeitstage getrennt voneinander verbringen würden (denn die nächsten Wochenenden kommt er zu mir). Das war auch das letzte Mal, dass ich meinen Koffer vom Düsseldorfer Hauptbahnhof nach Hause zog. Und dass ich den Fortgang dieser riesigen Baustelle auf dem Heimweg sehen würde. Das fertige Gebäude werde ich wohl nie zu Gesicht bekommen.

In den nächsten Tagen werden dann wohl noch einige letzte Male folgen. Der letzte Spieleabend. Der letzte Arbeitstag. Das letzte Mal morgens auf den Bus warten. Die letzten Bücher in die Stadtbücherei bringen. Die letzte Gemüsekiste (eine neue kann ich frühestens ab September bestellen, wenn wir die Wohnung haben). Das letzte Mal Tatort mit Handy-Chat schauen. Meinen netten Allergologen zur letzten Spritze besuchen. Das letzte Mal mich mit der Nachbarin im Flur festquatschen. Das letzte Mal an der anderen Nachbarin im Flur unauffällig vorbeihuschen, um eben nicht festgequatscht zu werden. 😉

Es sind Dinge, um die es mir Leid tut, und Dinge, die mir nicht fehlen werden. Ich freue mich auf die neue Situation, aber ich bin auch etwas wehmütig. Ich habe gern hier gewohnt, die Wohnung ist ein echtes Zuhause geworden. Einige Menschen sind mir ans Herz gewachsen (zum Glück zieht meine Freundin im Oktober sowieso ebenfalls weg, um wiederum ihre Fernbeziehung zu einer Nahbeziehung zu machen – perfektes Timing). Der Job hat Spaß gemacht, die Kollegen sind nett – wäre da nicht die ewige Befristung und die Entfernung natürlich gewesen. Ich werde versuchen, die kommenden 2 Wochen noch zu genießen und etwas draus zu machen!

(Übrigens gab es auch ein “erstes Mal” diese Woche: Ich habe zum ersten Mal, seit ich dabei bin, die “12 von 12” verpasst. Ich war noch im Urlaubsmodus und wir haben sowieso nicht viel gemacht außer Ausschlafen und zum Frisör gehen…)