Alltagshüpfer

Was ihr nie über mich wissen wolltet

21. März 2012

Huch – jetzt wurde ich doch tatsächlich schon 2 x mit diesem „Stöckchen beworfen“. Zuerst von der werten Frau Nord, und jetzt auch noch von der lieben Gesa! Ja, dachte ich mir, da wird es doch mal Zeit, hier die Hosen herunterzulassen. 5 Dinge, die ihr nie über mich wissen wolltet! 😉

1. Ich lasse Dinge notorisch herumliegen.
Das Ordnungsgen war am Tag meiner Geburt wohl gerade ausgegangen oder krank, anders ist meine notorische Unordnung nicht zu erklären. Wenn ich allein zuhause bin, lasse ich fast alles einfach herumliegen. Das kann dann auch dazu führen, dass mein Blick zehnmal am Tag auf den Briefumschlag, der nach dem Öffnen der Post versehentlich zu Boden geflattert ist, fällt und ich jedes Mal denke „Den müsste man mal…“ Oder dass ich tagelang über die Stoffe, die noch vom Zuschneiden im Wohnzimmer liegen, steigen muss und denke „Die müsste man mal…“ „Man“ ist all diesen Fällen aber offenbar nicht „ich“ und so bleibt alles liegen. Wenn ich Besuch kriege, bin ich immer ganz froh, denn das zwingt mich zum Aufräumen! 😉

2. In the town where I was born…
Wenn ich ein doofes oder nerviges Lied im Kopf habe und zu mir sage „Du musst jetzt dringend mal an ein anderes Lied denken“, dann kommt mir immer wieder und jedes Mal wieder der Anfang von „Yellow Submarine“ von den Beatles in den Sinn. Jedes Mal. Und ich kann es in dem Moment dann eigentlich echt nicht mehr hören. 😉

3. Ich kann nicht richtig sitzen.
Egal, wo ich sitze, ich kann die Füße ganz schwer auf dem Boden lassen dabei. Selbst im Büro sitze ich quasi auf meinen Füßen. Früher sorgte das für Probleme, weil meine Eltern das am Essenstisch gar nicht gut fanden („Setz dich mal ordentlich hin!“) – heute sorgt das für Probleme, weil mir immer öfter davon die Knie wehtun. Tja, man wird nicht jünger… 😉

4. Ich mag nicht feige sein.
Und deswegen werde ich jede Herausforderung annehmen, denn ich will immer die Coolste, die Draufgängerischste von allen sein. Das führt auch dazu, dass ich keinen Rückzieher machen kann, selbst wenn ich es wollte. Hat schon zu interessanten Gesprächen geführt (natürlich gilt das bei Gesprächen auch, wenn jemand sagt „Naja lassen wir das Thema, das ist dir bestimmt zu peinlich“, bin ich sofort Feuer und Flamme, denn ich bin COOL und mir ist nichts peinlich). Ich glaube, das fing als Teenie an, weil ich für die Jungs nie eine Tussi sein wollte. Sondern eher eine, über die man sagt „Also deine Freundin, die ist echt cool drauf.“ Also: Beim Cachen in die tiefsten Gänge und unsichersten Stockwerke, bei Gesprächen mit Vollgas in die intimsten Bereiche, und Männer, haltet euch bloß bei nichts zurück, nur weil ich ein „Mädchen“ bin, dann werde ich ganz fuchsig! (… und dann trau ich mich nicht, an der Wursttheke zu bestellen …)

5. Ich habe das schlechteste Filmgedächtnis der Welt.
Ehrlich – wenn du mich nach dem Film fragst, wie die Hauptperson hieß, kann ich dir das vielleicht noch sagen. Nach einer Woche weiß ich nicht einen Namen mehr, und ansonsten kenne ich auch nur noch Schlüsselszenen. Nach einem Monat kann ich dir grob sagen, worum es in dem Film ging. Und nach einem Jahr weiß ich noch (wenn’s gut läuft), ob ich den Film gesehen habe und vielleicht, ob ich ihn gut oder nicht so toll fand. Deshalb habe ich immer ganz schlechte Karten bei Leuten, die gern Filmzitate benutzen und zu mir sagen „Hihi, das ist ja wie in XYZ“ Dann kommt immer die Frage „Hast du XYZ etwa nicht gesehen!? Aber das war doch DIE Szene des Films“, und ich kann diese Story hier herunterspulen! 😉 (Filme, die ich oft gesehen habe, sind natürlich eine Ausnahme!)

So, das waren meine 5 Dinge. Habt ihr auch Lust? Ich würde gerne etwas von Svü, Von Currywurst zu Weißwurst und Katharina erfahren – wenn ihr mögt, natürlich nur! 🙂

weiterlesen

Gedankenhüpfer

Wachsen

7. März 2012

Kürzlich waren der Held und ich in einer schließenden Kaufhof-Filiale unterwegs, wo alles herrlich reduziert war. (Weniger herrlich fand ich, dass der Kaufhof schließt, denn die Innenstadt Oberhausens hätte es verdient, ihn zu behalten. Aber das ist ein ganz anderes Thema.) Dort fand ich (neben einer lang ersehnten grünen Sweatjacke) eine CD für nur noch einen Euro: „Sing when you’re winning“ von Robbie Williams.

Diese CD konnte ich nicht liegen lassen, denn ich hatte sie schon einmal: Als ich 16 war und in England, da besaß meine Gastmutter genau dieses Album. Und in meinem Discman (wie Oldschool!) lief es auf und ab. Also legte ich die CD zuhause in den Player, und irgendwann katapultierte es mich dann urplötzlich ungefähr 12 Jahre zurück in der Zeit: Track 7 – „Singing for the lonely“.

Ich saß wieder im Schulbus 343, letzte Reihe, Füße auf dem Nebensitz, Discman in den Ohren. Um mich herum Kinder in bordeauxroten Schuluniformen (da ich bereits in einer Art Oberstufe war, brauchte ich die nicht, nur „normaler“ Chic war angesagt mit Blazer und Blusen) und Gerufe und Lachen. Ab und zu werde ich mit einbezogen, und dann bin ich froh, aber meistens lasse ich mir in ungesunder Lautstärke von Robbie ins Ohr singen – „So scared of what I’m doing all the time“ und denke wie jeder Teenager: „Hat er das etwa nur für mich geschrieben? That’s so me!“

I don’t wake up early every morning
‚Cause the more I sleep the less I have to say
Scared of you, always thinking that I’m boring
Stop me yawning my life away

Ich war allein in einem fremden Land, aber das war nicht das Hauptproblem. Ich war einfach so unglaublich unsicher, so verängstigt vor dem Leben und der Zukunft und der Gegenwart, immer in der Angst, etwas verkehrt zu machen. Eigentlich wollte ich mich nur in meinem Zimmer einschließen und die Decke über den Kopf ziehen. Alle sollten mich in Ruhe lassen, außer meinen Freunden, aber die sollten mich gefälligst auch einfach so akzeptieren, wie ich war und ich sollte bitteschöndankeschön sofort perfektes Englisch mit M’bro-Dialekt und ohne blöden deutschen Akzent sprechen und überhaupt, wieso lief nicht alles genau so, wie ich das wollte?!

I’m so sick of people’s expectations
Leaves me tired all the time
If your home’s full of useless aggravation
Then don’t bring it to mine

Wenn ich heute in meinem Tagebuch von damals lese, schreibt dort eine fremde Person. Ich merke deutlich, dass ich das nicht mehr bin – und das ist auch gut so. Ich bin gewachsen – der Aufenthalt in England war schon der erste Schritt, der nächste war später dann das Studium und der Auszug von zuhause, und inzwischen und mit der Zeit bin ich wohl tatsächlich erwachsen geworden.

Wenn ich mir das Lied anhöre und mich in der Zeit zurückversetzt fühle ins Jahr 2000, bin ich froh darüber – dass ich eben nicht mehr ständig Angst habe vor dem, was ich mache. Dass ich selbstsicher geworden bin und optimistisch, dass ich mit den meisten Situationen umgehen kann. Als Jugendliche wollte ich niemals erwachsen werden, das war sogar eine meiner größten Ängste. Aber mal ehrlich, eigentlich ist es viel toller! Auch wenn es natürlich Nachteile hat. Aber diese innere Haltung, diese innere Standfestigkeit und das Wissen, dass alles schon irgendwie gutgehen wird, dass nicht immer alles nur auf mich bezogen ist und dass vieles gar nicht so schlimm ist, wie es auf den ersten Blick wirkt; dass man einfach mal über sich selbst lachen kann und dass man sich nicht ständig seines eigenen Körpers so unglaublich bewusst ist; und dass man nicht mehr andauernd die Angst hat, irgendetwas, egal was, falsch zu machen – das ist schon was wirklich Feines. Ich möchte wirklich nicht noch einmal Teenager sein. Das war mir bisher gar nicht so bewusst…

weiterlesen

Alltagshüpfer

Fragestunde

29. Januar 2012

Es geistert durch die Blogs… Und wird (mir) trotzdem nicht langweilig: Blogger fragen Blogger! Dadurch, dass jedes Mal wieder neue Fragen überlegt werden, bleibt die Sache spannend und jetzt wurde auch ich ausgefragt, und zwar von Andrea. Da mache ich doch gerne mit!

1. Liest du Tageszeitung?
Wenn ich irgendwo bin, wo es eine gibt! 😉 Zuhause habe ich immer beim Frühstück Zeitung gelesen, in der Uni hatten wir in der WG ein paar Monate ein taz-Abo. Jetzt wohne ich allein und habe auch mal über ein Abo nachgedacht. Dann habe ich mich gefragt, ob ich wirklich morgens vor dem Frühstück 3 Stockwerke nach unten und wieder hoch laufen möchte. Zumal ich auch nur 10 Minuten Zeit zum Frühstücken habe (selbst Schuld, ich weiß, aber ich komm doch so schlecht aus dem Bett!). Das lohnt sich nicht. Am Wochenende würde es sich lohnen. Aber das ganze Altpapier… Ich brauche ein iPad! 😉

2. Was war Dein Lieblingsessen als Kind?
Ich hatte, glaube ich, nie DAS Lieblingsessen. Ich würde jetzt mal Nudeln mit Tomatensauce und hartgekochten Eiern nennen, weil es so ein klassisches Familienrezept ist. Aber wenn Nudeln im Spiel waren oder Pizza, war ich glücklich. Viel mehr hatte ich so einige verhasste Rezepte… (Zwiebeln? Igitt! Paprika? Nur roh! Alles was grün ist, außer Spinat? Pfui! – Zum Glück ist das heute anders…)

3. Was ist es jetzt?
Ich bin immer noch glücklich, wenn nur Nudeln dabei sind! Ich esse auch Nudeln mit Ketchup. Oder sogar nur Butter. Oooh, Nudeln, ich liebe sie… 🙂

4. Wo in Deiner Wohnung hältst Du Dich am liebsten auf?
Im Wohnzimmer. Oder in der Küche? Im Wohnzimmer kuschle ich mich gern in den Sessel und lese. Oder liege auf dem Sofa mit Laptop oder einer schönen DVD auf dem Fernseher. Und auf dem Boden schneide ich Stoffe zu. Aber in der Küche ist es schön, wenn Besuch da ist. Wir sitzen um den Küchentisch und quatschen, spielen, kochen. Manchmal sitze ich auch einfach in der Küche, wenn ich Ruhe brauche, und schaue mir meine schöne Wohnung an. Das geht im Wohnzimmersessel aber genauso gut.

5. Welche Farbe haben Deine Wände?
Weiß. Langweilig, oder? Das ist bedingt durch meine Arbeitsverträge. Als ich eingezogen bin, hatte ich noch 9 Monate Vertrag. Wer weiß, ob ich nicht wieder ausziehen muss bald schon? Lieber nicht streichen. Dann folgte ein Jahresvertrag. Hmm… Naja, jetzt war ja eh schon alles eingerichtet und ehrlich, ein Jahr ist ja auch nicht so lang. Dann waren der Held und ich arbeitslos. Wozu da die Wände streichen, wer weiß, wo der nächste Job kommt? Wir haben dann doch noch einen hübschen blauen Streifen in die Küche gemalt. Immerhin. Naja, und seither bin ich in Zeitarbeit (mit Verträgen, die sich im Monatsbereich bewegen) und der Held woanders. Da ich ja eh zum Helden will, lohnt es sich nun ganz sicher nicht mehr…

6. Schreibst du Tagebuch oder reicht Dir Dein Blog?
Ich schreibe seit dem Bloggen nur noch selten Tagebuch. Allerdings muss ich sagen, dass ich auch alles, was ich zuvor in mein Tagebuch geschrieben habe, kaum gebloggt hätte. Und umgekehrt hätte ich den Bloginhalt nicht in mein Tagebuch geschrieben. Im Tagebuch schreibe ich eigentlich nur Gefühlssachen auf… Und das Blog ist ja doch eher praktisch orientiert! Dann hab ich noch das Ankreuztagebuch von meiner Freundin zugeschickt bekommen, ab und an kreuze ich da auch noch an. 😉

7. Kannst Du gut allein sein?
Ja, eigentlich schon. Ich kann auch erstaunlich gut Nichtstun, also wirklich einfach auf dem Sessel sitzen und Löcher in die Luft starren. Das braucht man ja auch manchmal, oder nicht? Als der Held noch hier gewohnt hat, hatte ich auch so Tage, da brauchte ich eher meine Ruhe. Da kam von mir dann schon mal ein „Ich hab jetzt keine Lust zu reden!“

8. Welches ist für Dich der schönste Ort auf der Welt?
Ähm. Das ist aber eine schwierige Frage! Vielleicht ganz schlicht meine Wohnung, die ein wahres Zuhause geworden ist? Oder unser Ferienhaus, wo ich sofort Urlaubsgefühle kriege, auch wenn ich nur ein paar Tage dort bin? Oder ist es Münster? Das kommt natürlich auch darauf an, wie man „Ort“ definiert. Als Stadt wäre es zum Beispiel sicher nicht Düsseldorf, auch wenn meine Wohnung dort zufällig steht!

9. Was machst Du in einer fremden Stadt als erstes?
Mir ein Ticket für die öffentlichen Verkehrsmittel besorgen! 😉 Eigentlich komme ich meistens recht gut vorbereitet in eine fremde Stadt, wenn ich sie touristisch besuche zumindest. Dann weiß ich ja schon, was ich sehen will. Und das mache ich üblicherweise zu Fuß (dann ist das erste, was ich tu, mich auf dem Stadtplan orientieren) oder mit Bus & Bahn!

10. Mit wem möchtest Du unter keinen Umständen im Fahrstuhl stecken bleiben?
Mit humorlosen Menschen. Bzw. Menschen, die meinen Humor nicht verstehen. Ich mache viel zu viele ironische bis sarkastische Bemerkungen und jeeede Menge blöde Sprüche, die natürlich nicht ernst gemeint sind und bin ganz verzweifelt, wenn mein Gegenüber die dann quasi ernst beantwortet. Das finde ich sooo anstrengend! (Als Beispiel fällt mir immer ein Gespräch vom Helden mit seinem Vater ein – der Held ist genauso, zum Glück! Der Vater, Sonderschullehrer, meinte, seine Schüler würden sich immer so auf die Schuldisco freuen. Darauf der Held „Hach, ich seh sie schon vor mir in ihren Glitteranzügen“ und der Vater „Nein, natürlich nicht, aber sie freuen sich so!“ – ja, NATÜRLICH nicht, das hat doch niemand ernst gemeint! 😉  – ich schweife ab…)

11. Kochst Du nach Rezept oder nach Gefühl?
Sowohl als auch, wenn auch eher nach Rezept. Die Grundidee entstammt zumeist einem Rezept, aber ich bin da recht großzügig, was die Zutaten betrifft. Meistens habe ich keine Lust, in speziellen Geschäften nach exotischen Zutaten zu suchen, jedenfalls nicht beim ersten Ausprobieren eines Rezepts. Und wenn es dann auch so klappt, wieso sollte ich die Zutat noch nachträglich hinzufügen? Ich ersetze also munter Gemüsesorten, Gewürze, Milch/Sahne/ähnliches, Joghurt und Schmant… Aber ich bin eigentlich schon eher der Rezeptekocher. Vor allem auch beim Backen.

Und jetzt 11 Fragen von mir? Na gut, ich frage die freundlichen Autorinnen von: Von Currywurst zu Weißwurst, leben.lieben.lachen.genießen, ella pirella, Frau Olsen und laut und bunt!

1. Wie sieht dein typischer Sonntagabend aus?
2. Was ist dein absolutes Lieblingsbuch, und warum?
3. Was ist deine früheste Erinnerung im Leben?
4. Wenn du jetzt 1.000 Euro geschenkt kriegen würdest, mit der Bedingung, sie so schnell wie möglich auszugeben: Was würdest du kaufen?
5. Was möchtest du gerne noch lernen?
6. Wie reist du am liebsten? (Auto? Zug? Flugzeug? Schiff? Irgendwas, was mir total entgeht?)
7. Auf welcher „Seite“ warst du als Kind: Playmobil, Barbie oder Lego? 😉
8. Welche ist deine liebste und welche deine meist gehasste Aufgabe im Haushalt?
9. Worauf freust du dich schon jetzt im Jahr 2012?
10. Und wovor graust es dich jetzt schon in diesem Jahr?
11. Wo würdest du am liebsten wohnen, wenn es dabei nicht (auch) um die Menschen ginge? (Also ich würde z. B. immer gern in der Nähe meiner Freunde und Familie wohnen, aber angenommen, die würden alle mitgehen 😉 )

Natürlich ist die Teilnahme freiwillig und ihr könnt die Fragen auch einfach nur beantworten und nicht weitergeben, wenn ihr möchtet!

weiterlesen

Alltagshüpfer

Glücksvogel

3. November 2011

„Glücksvogel“ – den Begriff habe ich kürzlich in der niederländischen „Flow“ gelesen, als Gegensatz zu einem Pechvogel. Fand ich ein schönes Wort, das ich im Deutschen noch nie gehört habe!

Jedenfalls – wenn jemand ein Glücksvogel ist, dann ich. Ich habe im Studium, das ich gar nicht wollte, den tollsten Helden der Welt kennen gelernt, ich habe direkt nach der Diplomarbeit eine Arbeit gefunden, bei Unfällen ist mir noch nie schlimmeres passiert und wenn ich mal irgendwas anstelle, werde ich garantiert nicht erwischt. Gut, ich stelle auch nicht besonders viel an, das dürfte die Quote verbessern.

Der Held ist da das Gegenteil. Wenn er auch nur einen dicken Zeh über eine verbotene Linie schiebt, kriegt er einen drauf. Bei ihm klingelt die GEZ, bei ihm trudelt die Abmahnung wegen heruntergeladener Inhalte ein und er bezahlt der Ordnungsamt-Streife in Zivil 15 Euro, weil er eine Kippe auf den Boden geworfen hat. Bei ihm kommt die Hartz-4-Streife nach Hause (!), wird die Sendung aus China vom Zoll überprüft (alles in Ordnung – trotzdem darf man sie am anderen Ende der Stadt abholen) und fällt der Holzstapel direkt auf das neue Auto.

Bei mir? Nichts dergleichen. Mein Glücksvogel-Gen zeichnet sich aber auch gerne bei Gewinnspielen ab. Ich gewinne nämlich gerne, und ich gewinne relativ häufig. Von der Schwiegerfamilie werde ich gerne mit „Und, was hast du zuletzt gewonnen?“ begrüßt. Und oft sage ich dazu, wenn ich irgendetwas überflüssiges Neues habe: „Hab ich gewonnen“. Ich habe schon Fahrradkörbe, Bierfässer, CDs, DVDs, Schnuller, T-Shirts, Plüschtiere, Schokolade, einen iPod, Blechschilder, Brotdosen, Bücher, Wellnesstage und Friseurbesuche, Seife, Filmplakate, Computerspiele, Stifte, und einmal sogar ein Los der Aktion Mensch Lotterie (mit dem ich dann aber letzten Endes nichts gewonnen habe – schade).

„Du hast aber auch ein Glück“, höre ich dann, und meinen Lieblingssatz: „Ich gewinne nie was!“ Tja, sage ich dann, um etwas zu gewinnen, gibt es eine große und wichtige Voraussetzung: Man muss schon auch mitmachen. (Da muss ich immer an diesen doofen Witz denken, wo der Mann Abend für Abend betet, dass Gott ihn im Lotto gewinnen lassen soll, und nach 30 Jahren antwortet plötzlich Gottes Stimme „Himmel noch mal, gib mir eine Chance, füll endlich einen Schein aus!“) Und der Aufwand dahinter wird sicherlich unterschätzt. Als ich arbeitslos war, habe ich das fast professionell gemacht. Natürlich alles ganz brav von Hand, nicht mit irgendwelchen Gewinnspiel-Services. Ich hatte ja Zeit. Letztes Jahr um die Weihnachtszeit waren es bestimmt 60 (!) Adventskalender-Gewinnspiele, an denen ich täglich (!!!) teilgenommen habe. Davon gab’s dann vielleicht 2 Gewinne. Inzwischen habe ich nicht mehr so viel Zeit, und die Gewinne? Trudeln auch nicht mehr ein.

Aaaaber halt! Inzwischen habe ich ja mein Bloggen ausgebaut! Und was gibt es im Bloggerland? Blog-Gewinnspiele! Hier hatte ich bisher wenig bis überhaupt kein Glück. Hier mache ich aber auch nicht wahllos überall mit, sondern nur bei Blogs, in denen ich auch regelmäßig lese. Manchmal ist es mir auch zu blöd, mitzumachen, da ich in dem Blog zwar lese, aber selten kommentiere – und dann wirkt es doch komisch, wenn man nur zur Verlosung aus den Löchern krabbelt. (Manchmal mache ich es aber doch 😉 ) Und ich mache nicht bei Gewinnspielen mit, die ich auf meinem eigenen Blog verlinken soll, denn nichts finde ich nerviger als einen Blog, der nur aus „bei X gibt es ein Gewinnspiel“ und „Y verlost das und das“ besteht.

Und nun? Habe ich doch tatsächlich bei einem Blog-Gewinnspiel gewonnen! Und zwar bei der lieben Johanna von der Flamingo-Avenue. Ich habe mich riesig gefreut! Das niedliche Wand-Tattoo ist schon angebracht und jedes Mal, wenn ich im Bad bin, grinse ich vor mich hin. Denn auch beim hundertsten Gewinn freue ich mich immer noch wie ein kleines Kind! 🙂

weiterlesen

Alltagshüpfer

Random facts about little me

8. Juni 2011

Die Damentoilette im Büro hat zwei Türen. Man geht durch die erste, steht am Waschbecken und hinter der zweiten ist dann die Toilette. Soweit nicht ungewöhnlich. Man schließt allerdings die erste Tür ab. Und jedes Mal, wenn ich auf dem Klöchen sitze, frage ich mich, ob ich auch WIRKLICH die Tür abgeschlossen habe. (Habe ich natürlich bislang immer gemacht. Keine Ahnung, wo diese Sorge herstammt!)

Immer, wenn ich die Wohnung verlasse, checke ich, ob ich meinen Schlüssel habe. Auch wenn der Ablauf so ist: Ich bin komplett fertig, nehme den Schlüssel in die Hand, stecke ihn in die Tasche, öffne die Wohnungstür und bevor ich sie hinter mir zuziehe, suche ich noch mal in der Tasche, ob er auch WIRKLICH da ist. Wenn ich die Tür dann zugemacht habe, gehe ich im Kopf durch, wo meine Ersatzschlüsselbewahrer derzeit sind und wie schnell sie im Falle eines Falles hier sein könnten. (Im Moment sieht das mau aus, der Held ist 150 km entfernt und mein Vater in Ostdeutschland im Urlaub.) Im Gegensatz zur Klo-Frage weiß ich hier genau, woher die Sorge kommt: Ich habe mich nämlich tatsächlich einmal ausgesperrt. Den Ersatzschlüssel hatte meine Freundin, die zu dem Zeitpunkt auch bei mir war und mit mir ausgesperrt war. Der Clou: IHR Schlüssel lag nun in MEINER Wohnung. MEIN Schlüssel lag in IHRER Wohnung. Ein einprägsames Erlebnis, soll man meinen, ist es doch schon mindestens sechs Jahre her.

Wenn ich im Bus sitze und jemand setzt sich neben mich, der bereits vor mir wieder aussteigt, habe ich das unerklärliche Gefühl, „gewonnen“ zu haben. Was und wobei auch immer. Auch kann ich mich im Bus tierisch über die Leute aufregen, die sich auf leeren Zweiersitzen auf den äußeren Sitz setzen. Ich habe dann immer das Bedürfnis, sie darauf hinzuweisen. Im Kopf frage ich sie, warum sie das tun. In Wahrheit würde ich mich das nie trauen.

Manchmal habe ich Hunger und keine Lust, etwas zu essen. Ich mag dann nicht aufstehen, habe sowieso keinen Appetit auf gar nichts und so zögere ich das Essen immer weiter raus, bis es echt nicht mehr schön ist. Mein Held hat immer das Abendbrot gemacht. Das fehlt mir.

weiterlesen

Kleine Glückshüpfer

Welch Ehr‘

5. Februar 2010

Ein Award! Für mich! Für mein kleines Blögli! Von der Frau Olsen! Boah ey (da kommen meine ruhrgebiet’schen Gene durch)!

Die Regeln sind ganz einfach: 10 Dinge aufschreiben, die mich glücklich machen und den Award an 10 weitere Personen schicken.

Da ich nicht so’n großer Regel-Fan bin (außer im Straßenverkehr – da werde ich ganz fuchsig, wenn mir einer die Vorfahrt nimmt), werde ich die Weiterschick-Regel ignorieren. Wie üblich kann jeder mitmachen, der mag… Hier zehn Dinge von mir:

  1. Mein Held! Ich weiß, nicht sehr originell. Aber wenn’s so ist?
  2. Meine Wohnung! Ich sitze oder stehe sehr gern dort herum und schaue sie mir einfach nur an. Sie ist perfekt und wunderbar, meine erste gaaaanz eigene Wohnung (nicht WG), auch wenn ich sie jetzt seit Mai mit meinem Helden teile. Egal, ob ich meine Küche bewundere oder die Bilder an der Wand im Wohnzimmer…
  3. Kleine spaßige Momente mit meinen Kollegen
  4. Sonnenschein! Jetzt im Winter kommt er ja nicht so häufig vor, da genieße ich ihn ganz besonders, aber auch im Sommer kann er mich immer wieder glücklich machen.
  5. Bei Gewinnspielen gewinnen. Ja, das kommt bei mir gelegentlich vor. 😀
  6. Nachts aufwachen und beim Blick auf die Uhr feststellen, dass man noch gaaaanz lange schlafen kann!
  7. Blinke-Licht am Anrufbeantworter, eine Postkarte im Briefkasten: Jemand hat an mich gedacht.
  8. Neue Bücher, egal ob gekauft, geliehen oder gewonnen.
  9. Ein Job mit regelmäßigem Einkommen… Mal sehen, wie lange noch.
  10. So viele große und kleine Dinge – von der Gleitzeit, die mir (wenn nötig) das längere Schlafen ermöglicht, über das Kaufen neuer Klamotten bis hin zu Musik, die mir ein Grinsen aufs Gesicht zaubert. Tune in to „Kleines Glück“! 😀

weiterlesen

Alltagshüpfer

Meine sieben Sachen

9. Oktober 2009

Sylvia hat mit einem Stock nach mir geworfen… Ich hab versucht auszuweichen, aber dann hat’s mich doch erwischt. 🙄  Sieben Dinge soll ich über mich verraten. Außerdem soll ich das ganze an sieben Blogger weiterreichen. Aber das lasse ich lieber, so viele kenne ich noch gar nicht gut genug 😉 und außerdem mag ich es lieber, wenn das auf freiwilliger Basis passiert.

Aber zur Sache: Sieben Dinge über mich!

  1. Ich habe noch nie im Leben eine Zigarette geraucht. Ich vermute, das liegt auch daran, dass ich in dem Alter, in dem man am ehesten zum Rauchen verführt wird durch Gruppenzwang & Co., nicht wirklich viele Freunde hatte. Und später war ich dann schon „gefestigt“ genug, um Nein zu sagen.
  2. Ich hasse Rechtschreib- und Grammatikfehler und würde am liebsten einen Imbissbuden-Speisekarten-Korrekturdienst eröffnen. Zur Not würde ich die Karten sogar kostenlos korrigieren. Korrekturlesen macht Spaß! 🙂
  3. Ich bin sehr schlecht im in-Kontakt-bleiben mit Menschen, die ich eigentlich mag. Später bereue ich das dann oft.
  4. Ich spiele sehr gern Gesellschafts- und auch Kartenspiele, aber ich hasse Poker.
  5. Im Büro sage ich häufig nicht meine Meinung und denke mir nur meinen Teil, um nicht „anders“ zu sein als meine sehr netten Kollegen, die ich gern beeindrucken möchte.
  6. Meine Lieblings-Klamottenmarken sind adidas und Esprit.
  7. Ich bin begeistert von Stiften. Neue Stifte sind super. Als Schülerin habe ich oft lange Zeiten im Schreibwarenladen verbracht (mit meiner besten Freundin gemeinsam) und wir haben uns auch schon oft Stifte (schicke Kulis oder Füller z.B.)  zum Geburtstag oder Weihnachten geschenkt.

weiterlesen

Alltagshüpfer

Schon wieder ein Stöckchen

17. September 2009

Das geht hier jetzt aber ratz-fatz mit den Stöckchen!  😆  Da ich ein braver Blogger sein will, fülle ich natürlich auch dieses aus…

Es kommt von Sylvia und ihrer Rasselbande (na gut, vielleicht doch eher nur von Sylvia persönlich :lol:) und besteht erneut aus drei Fragen. Die Regeln sind wieder die gleichen: Man beantwortet die 3 gestellten Fragen und stellt danach 3 neue Fragen, das Stöckchen wirft man dann an 3 weitere Blogger. Erneut werde ich nicht werfen, sondern liegenlassen… Vielleicht findet’s ja jemand. Ich mache trotzdem mit, weil ich so gerne Fragebögen beantworte! 🙂

1.) Wenn du noch mal „von vorne anfangen könntest“ … was würdest du anders machen?
Hmm, gute Frage. Die meisten Dinge würde ich wieder genau so machen. Allerdings würde ich die Trennung von meinem Ex schneller durchziehen und mich (und ihn – und meinen Neuen, der immer noch der aktuelle ist) nicht mehr so lange rumquälen.

2.) Angenommen es gibt die „Wiedergeburt“ … als was würdest du gerne noch einmal auf diese Welt kommen?
Als eine geliebte und etwas (aber nicht zu) verwöhnte Hauskatze, die faul rumliegen kann, wenn sie will, aber auch durch die Umgebung streunen kann, wenn ihr danach mehr ist!

3.) Glaubst du, daß Tiere ähnliche Gefühle empfinden wie wir? (sorry, aber die Frage musste einfach sein!)
Da habe ich mir, wenn ich ganz ehrlich sein soll, noch nie so große Gedanken drüber gemacht… Ich vermute aber doch, dass es so ist. Vielleicht nicht bei allen Tieren (ich würde jetzt einer Fliege oder Wespe eher weniger Gefühlswelt unterstellen), aber bei Säugetieren schon.

Soo, hier drei neue Fragen:
1) Könntest du auf dein Handy verzichten? Wie lange? 😉
2) Wirst du am 27. September wählen gehen – und warum / warum nicht?
3) Schickst du Postkarten in die Heimat, wenn du im Urlaub bist?

weiterlesen

Alltagshüpfer

Schleifenlegastheniker

16. September 2009

Wo war ich eigentlich, als das Talent fürs Schuhe zubinden verteilt wurde? Ich meine, das ist doch wirklich nichts besonders schwieriges. Wir müssen es zwar erst lernen, wenn wir klein sind, aber wer hat schon im Erwachsenenalter noch Ärger mit dem Schuhe zubinden!?

Ich oute mich: ICH! Ich hasse das Zubinden von Schuhen. Naja, nicht das Zubinden an sich. Das ist ja easy und schnell erledigt. Nur, dass meine Schuhe grundsätzlich drei Schritte später wieder auf sind. Erst der eine. Dann bleibe ich stehen und sage zu meiner Begleitung „Wart mal kurz, mein Schuh ist auf“. Dann gehen wir weiter, und der andere Schuh geht zwei Meter später auf. Ich sage „Moment, jetzt noch der andere“. Soweit, so gut. Doch wenn wir dann weitergehen und wenige Meter später schon wieder mein Schuh auf ist, wird es langsam peinlich… Ich schieb’s dann gerne auf die Schnürsenkel („An den Schuhen halten die aber auch immer schlecht…“) – aber eigentlich ist es immer so.

Ich habe mal von einer Bekannten einen Trick beim Schuhzubinden gelernt. Den benutzen Körperbehinderte, bzw. sie hat ihn bei ihrem behinderten Sohn benutzt. Mit dem kann der Schuh nicht mehr aufgehen, hieß es. Aber trotzdem kriegt man ihn leichter wieder auf als eine Doppelschleife… Tja. Geht bei mir trotzdem auf. Mitten auf dem Laufband – lebensgefährlich. Was mach ich falsch? 😉

weiterlesen

Alltagshüpfer

Mein erstes Stöckchen

14. September 2009

Anetta hat mir mein erstes Stöckchen zugeworfen! Juchuh! 🙂

Die Regeln: man beantwortet die 3 gestellten Fragen und stellt danach 3 neue Fragen, das Stöckchen wirft man dann an 3 weitere Blogger.

1.) Was mögt ihr mehr: Herbst oder Winter?
Ich mag beides ganz gern, aber den Herbst mag ich eigentlich lieber, zumal ich fast nur mit dem Rad unterwegs bin (das kann im Winter fies kalt sein). Die Weihnachtszeit liebe ich aber auch über alles, und die ist nun mal im Winter…

2.) Was ist deine Leibspeise als Kind gewesen?
Spezialrezept von Mama, die es von Oma hat: Nudeln mit Tomatensauce und hartgekochten Eiern. *fingerschleck* Mag ich heute noch gern. Überhaupt alles mit Nudeln.

3.) Wo würdest du gerne mal Urlaub machen?
Hmm, da gibt es viele Ziele. Supercool wäre zum Beispiel mal Island. Oder als Gegenstück Neuseeland. 🙂

Hmm, jetzt weiß ich nicht, an wen ich weiterwerfen soll… Also lass ich das einfach und schreibe hier drei Fragen hin, die sich jeder abholen kann, der gern mag – und mir Bescheid sagt! 🙂

Meine 3 Fragen:

1) Wer war der Held / die Heldin deiner Kindheit, und wie denkst du heute über ihn / sie?
2) Trinkst du lieber Tee oder Kaffee?
3) Gehst du gern zur Arbeit? Warum / nicht?

weiterlesen