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Buchtipp: 20 Kilo weniger dank “Fettlogik überwinden”

Mir fällt es etwas schwer, diesen Beitrag zu beginnen. Immerhin leben wir irgendwie zwischen zwei Polen. Zwischen Magerwahn und Body Positivity, zwischen Schlank im Schlaf und Fat Acceptance. Das Buch, das ich empfehlen möchte, hat auf Twitter auch in meiner Timeline Staub aufgewirbelt, das Wort “Sektenanhänger” fiel, und der Satz “Ich dachte, übers Kalorienzählen wären wir als Gesellschaft mittlerweile hinaus”. Das ist die eine Seite; auf der anderen Seite lese ich von Menschen, denen nach Jahren plötzlich wieder die Jeans passen und die plötzlich Spaß an der Bewegung haben. Ich habe mich bisher selten dazu geäußert: Das Thema Gewicht ist sehr persönlich, ich habe keine Lust auf Grabenkriege und von mir aus soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Wer mich nicht fragt, kriegt zumeist auch nichts gesagt und selbst bei meiner Meinung nach offensichtlichem Bullshit seufze ich zumeist nur innerlich und schweige. Der Mensch will ja in der Regel nicht belehrt werden und die Reaktion ist in den seltensten Fällen positiv. Dann sollen die Leute doch glauben, was sie gern glauben möchten; da bin ich mit den Jahren offen gestanden etwas resigniert.

Dieser recht lange Beitrag wird daher vor allem nicht: Anleitung zum Abnehmen. Regeln für alle. Vorschriften darüber, wer welche Figur haben sollte. Leute! Ihr wisst selbst, wie ihr euch am wohlsten fühlt und wenn ihr Menschen, die abnehmen möchten oder Kalorien zählen oder davon erzählen, dass sie zu dick sind,  grundsätzlich blöd findet, solltet ihr jetzt das Browserfenster schließen.

Selbstdiagnose: Huch, ich bin dick!

In unserer Familie bin ich ja so was wie die Fotografin. Bei allen wichtigen Ereignissen schleppe ich die große Kamera an – neulich bekam ich sogar den offiziellen Auftrag, die Taufe der Mini-Nichte festzuhalten. Das hat eine logische Konsequenz, die vermutlich die meisten Bloggerinnen kennen: Auf den meisten Fotos bin ich nicht zu sehen. Viel lieber dokumentiere ich, wie die Kinder groß werden – die sind ja auch viel niedlicher.

Umso erschrockener war ich, als ich Weihnachten 2015 die Kamera doch mal aus der Hand gab. Plötzlich war ich nämlich auch auf den Bildern. Und nicht von mir selbst möglichst vorteilhaft in Pose gesetzt. Denn natürlich war mir aufgefallen, dass ich mir dafür mittlerweile etwas mehr Mühe geben musste. Gewisse Winkel sehen einfach besser aus als andere. Oder man hält sich einfach dekorativ-unauffällig einen Puschel vors Doppelkinn. Aber auf familiären Schnappschüssen klappt das eben nicht. Und so sah ich mich damit konfrontiert:

Ein Schritt auf die Waage bestätigte: Ich kratzte langsam, aber sicher am Rand des starken Übergewichts, wenn man meinen BMI ausrechnete. Die 30 hatte ich nämlich so gerade überschritten. Hallo, Adipositas! Und da der BMI nicht mit dem Alter identisch sein sollte (naja, außer vielleicht, man ist gerade Anfang 20), sollte sich etwas tun.

Fettlogik überwinden? Nadja to the rescue!

Den Blog von Nadja Hermann lese ich schon lange: erzählmirnix. Er steht auch seit Jahren auf meiner Blogroll. Als ich angefangen habe, dort mitzulesen, war Nadja selbst noch stark übergewichtig. Also, deutlich mehr noch als ich. Wenn ich mich recht entsinne, wog sie um die 150 Kilo. Sie postete gelegentlich darüber – eher in Richtung Fat Acceptance denn kritisch. Mir war’s recht, im Grunde genommen war es mir egal, ich mochte ihren Blog eher wegen der politischen, feministischen Grundeinstellung und natürlich der Comics, die zum Lachen bringen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Irgendwann jedoch begann Nadja, auf dem Blog Artikel zum Thema Abnehmen einzustreuen. Und sie nahm ab (im Buch erfährt man, dass eine Verletzung und andere Gesundheitsprobleme der Auslöser waren). Und sie beschäftigte sich mit dem Thema, recherchierte, las Studien, las Gegenstudien, und sicherlich gibt es auch Gegen-Gegenstudien, las Bücher, Foreneinträge, Artikel. Und schließlich und endlich veröffentlichte sie ein Buch zum Thema: Fettlogik überwinden.

Aufgrund der regelmäßigen Begleitung des Themas auf ihrem Blog bekam ich das schnell mit. Trotzdem kaufte ich mir das Ebook erst, als es bei mir selbst akut wurde. Und ganz klassisch, am 1. Januar 2016, begann ich: mit dem Abnehmen. Mit der Diät? Mit der Lebensumstellung? Nahrungsumstellung? Von allem etwas, nehme ich an.

Erkenntnisse: Das nehme ich mit

Nun bin ich weder Neuling in Sachen Abnehmen (ich habe vor zehn Jahren schon einmal rund zehn Kilo abgenommen und danach mehrere Jahre mein Gewicht gehalten), noch ernähre ich mich unfassbar ungesund. Tatsächlich ist es bei mir die schiere Menge, die das Übergewicht langsam, aber sicher angefuttert hat. Ein Gummitierchen nach dem anderen, eine Portion Nudeln extra, eine große statt kleiner Pizza, und zum Überbacken die Hand großzügig in die Tüte mit dem Reibekäse.

Innerhalb von 9 Monaten verlor ich ungefähr 15 Kilo. Keine Frage wurde mir seither so oft gestellt wie: Wie hast du das gemacht? Und meine Antwort lautet stets: weniger essen, mehr bewegen. Die meisten sind dann enttäuscht. Sorry, aber das ist das ganze Geheimnis. Weniger essen, als man verbraucht. Das wusste ich auch, bevor ich “Fettlogik überwinden” gelesen habe. Und ja: So revolutionär, wie es oft dargestellt wird, ist das Buch vermutlich nicht. Es stellt im Grunde gängige Ernährungsmythen bzw. übliche Ratschläge und “Allgemeinwissen” zum Thema Gewicht nacheinander auf den Prüfstand und untersucht sie einzeln anhand von Studien. Und ich wette, jeder fühlt sich bei wenigstens einer dieser so genannten “Fettlogiken” irgendwie ertappt. Hier eine Checkliste für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben – welchen dieser Aussagen würdet ihr zustimmen:

  • Es ist gefährlich, wenig zu essen, dann hat man keine Energie und baut Muskeln ab!
  • Im Alter nimmt man zu, weil der Stoffwechsel langsamer wird.
  • Leichtes Übergewicht ist sogar gesünder als Normalgewicht!
  • Jojo-Diäten sind viel schädlicher als Dicksein!
  • Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt unweigerlich zu.
  • Von Diätprodukten nimmt man zu!
  • Wer abnehmen will, sollte mehr Obst essen.
  • Kalorien zählen ist essgestört und genussfeindlich.
  • Man sollte maximal ein Pfund pro Woche verlieren.
  • Manche Menschen können nie wirklich schlank sein, dafür sind sie körperlich einfach nicht gebaut.
  • Kalorienzählen funktioniert bei mir nicht. Ich esse nur 1.000 Kalorien am Tag und nehme trotzdem nicht ab! Mein Stoffwechsel ist ruiniert!
  • Bei zu schnellem Abnehmen oder zu viel Gewichtsverlust rutscht man ganz schnell in die Magersucht.
  • Das Idealbild der dünnen Frau ist ein Phänomen unserer Zeit, früher war das ganz anders.
  • Abnehmen ohne Sport geht nicht.
  • Das Übergewichtsproblem ist überbewertet. (Das ist doch noch nicht adipös!)
  • Tägliches Wiegen ist schlecht oder sogar gefährlich.

Und? Also, ich muss zugeben, obwohl ich “weiß, wie es geht” und quasi frei Schnauze schon mal erfolgreich abgenommen hatte, hätte ich einigen dieser Sätze zugestimmt. Vor allem der Aussage, dass man langsam abnehmen soll, damit es gesund bleibt; aber auch, dass leichtes Übergewicht gesünder sei als Normalgewicht oder dass man maximal einmal in der Woche auf die Waage steigen sollte. Tja. Ich werde jetzt nicht Punkt für Punkt widerlegen, aber allen diesen Punkten (und zahlreichen mehr) widerspricht Nadja Hermann in dem Buch. Sämtliche Aussagen untermauert sie dabei mit Studien, bezieht auch Studien ein, die vermeintlich das Gegenteil beweisen, und nimmt diese Studien Schritt für Schritt auseinander, was den Aufbau und die Aussagekraft betrifft.

Jojo-Effekt und Hungerstoffwechsel: Kann man nix machen!

Zum Beispiel der Jojo-Effekt: Das weiß man doch, dass der Körper nach einer Diät froh ist, endlich wieder genug zu essen zu bekommen, und alles einlagert, was er kriegen kann. In Vorbereitung auf die nächste Hungersnot. Der Stoffwechsel fährt runter und man nimmt plötzlich viel schneller zu – gibt’s doch Studien zu und hat auch jeder schon mal erlebt, nach einer Diät wiegt man ganz schnell und quasi urplötzlich wieder mehr als vorher, obwohl man nicht anders isst.

Tja, nun. Das denkt man so. Und ja, es stimmt. Nimmt man ab, verbraucht man weniger Kalorien und kann nicht mehr so viel essen wie vorher. Zudem man ja auch schon vorher mit eben dieser Menge an Nahrung offenbar zugenommen hat, sonst wäre ja die Diät nicht nötig gewesen. Aber ja, auch abgesehen von den Kalorien, die man aufgrund von geringerer Körpermasse weniger verbraucht, benötigen laut einigen (längst nicht allen) Studien einige Menschen nach einer Diät plötzlich weniger Kalorien als erwartet. Und zwar ungefähr 50-80 täglich. Das ist nicht besonders viel. Es ist also nicht so, als dürfte man nach einer Diät keinen Apfel mehr ansehen, ohne zuzunehmen. Und selbst dieser Effekt trat nur bei Menschen auf, die bei der Abnahme völlig auf Sport verzichtet hatten. Warum der Hungerstoffwechsel Unsinn ist, wird im Buch ausführlich und nachvollziehbar erklärt.

Umsetzung: Wiegen, wiegen, wiegen oder Quantifizierung ist alles

Fettlogik überwinden” sagt dem Leser nicht, was er tun soll. Es will keine Anleitung zur Abnahme sein. Nadja erzählt von ihrem eigenen Weg und stellt ansonsten eben die üblichen Mythen auf die Probe. Daraus kann sich jeder selbst mitnehmen, was ihm weiterhilft. Mein Weg war der folgende: Ich habe Kalorien gezählt. Alle. Ich habe mir eine Mini-Waage fürs Büro gekauft und mein Mittagessen abgewogen. Ich habe beim Kochen jede Zutat einzeln auf die Waage gelegt und in die FDDB-App eingetragen. Ich hatte kein festes Kalorienziel; möglichst wenig halt, ohne zu viel Hunger zu haben (und oh Wunder, Hunger kann man manchmal aushalten, wenn man das will). An manchen Tagen war das mehr, an anderen weniger. Ich habe ganz normal auswärts gegessen, wenn es Anlässe gab; aber das Essen dort habe ich dann eben geschätzt und trotzdem in die App eingetragen. So war ich eben manchmal nur knapp unter meinem täglichen Kalorien-Gesamtumsatz und manchmal sehr viel.

Nicht nur mein Essen habe ich gewogen; auch mich selbst. Täglich. So lernte ich, dass Schwankungen ganz normal sind und konnte auch ein bisschen abschätzen, woran sie lagen. Bei bisherigen Abnahme-Aktionen hatte ich mich maximal einmal in der Woche gewogen. Das kann sehr frustrierend sein, wenn die Waage dann genau am Wiegetag einen Ausreißer nach oben hatte. Außerdem gab es mir Routine, sich halt jeden Tag draufzustellen. Wenn mir das Ergebnis gefiel, freute ich mich; wenn nicht, gab ich nicht allzu viel drum.

Die dritte Säule meines “Quantifizierungswahns” kam nach ein paar Monaten hinzu. Ich erstand nämlich günstig ein gebrauchtes Fitbit-Fitnessarmband. Yay, ein Gerät, das alle meine Bewegungen aufzeichnet und auf dubiosen Servern in den USA speichert! Was tut man nicht alles. Das Armband zählte zuverlässig meine Schritte und zeichnete meinen Sport auf. Außerdem rechnete es erstaunlich genau meinen Kalorienverbrauch aus, was natürlich fürs Zählen äußerst hilfreich war. Und das tägliche Schrittziel von 10.000 Schritten zu erreichen – und sich womöglich gar in Wettbewerben mit anderen Nutzern zu messen – hat mich enorm motiviert. Vor allem, weil ich sehen konnte, was ein Tag mit 3.000 Schritten für einen Kalorienverbraucht hat im Vergleich zu einem mit 10.000. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Der Unterschied ist erstaunlich. So ein paar Schritte durch die Wohnung, da erwartet man ja nix. Aber doch, es bringt etwas, definitiv. (Mittlerweile habe ich ein neues Armband, das die Kalorien weitaus ungenauer ausrechnet, aber ich kann den Verbrauch relativ zuverlässig selbst abschätzen.)

Sportlich bin ich also viel gegangen (dazu kam ja auch noch Pokemon Go in der Zeit, yay!). Und mit dem Bouldern habe ich in der Zeit angefangen. Was das so verbraucht, weiß ich aber nicht, doch Muskelaufbau kann ja schließlich auch nicht schaden und der Spaß stand dabei im Vordergrund.

Ein Fazit und zwei Sätze, die ich nicht mehr hören kann


Bis September 2016 hatte ich also 15 Kilo abgenommen. Aber in der Überschrift steht doch 20? Bin ich danach etwa auf meinen ominösen Setpoint gestoßen, ab dem es nicht mehr weitergeht? Nö, es ist viel banaler. Ich habe pausiert. Im Oktober sind wir umgezogen und danach bin ich irgendwie nicht mehr richtig in den Tritt gekommen. Wie sagt Nadja so schön? Es ist nicht schwierig, aber es ist trotzdem schwer. Ungefähr im März habe ich wieder angefangen, und seither sind wieder etwa fünf Kilo runter. Also, keine Sorge: Es klappt. Außerdem keine Sorge: Ich bin weder magersüchtig noch zu dünn, noch werde ich zu dünn, wenn ich mein Gewichtsziel eines mittleren Normalgewichts erreicht haben werde. Denn das ist einer der beiden Sätze, die ich nicht mehr hören kann – in verschiedensten Variationen: Wo willst du denn noch abnehmen? Jetzt ist es aber gut. Das reicht doch jetzt. Vor der Magersucht hat mich noch niemand gewarnt, aber hey, ich schmiere es auch nicht allen aufs Butterbrot, dass ich noch nicht fertig bin. Ich finde dennoch, das muss eigentlich niemand kommentieren. Ich sage ja auch niemandem, dass er unbedingt abnehmen sollte; wieso sollte es besser sein, jemandem zu sagen, dass er das auf keinen Fall tun sollte?

Die zweithäufigste Satzvariation kommt nach meiner Antwort auf die Frage, wie ich das denn gemacht hätte (zur Erinnerung: weniger essen, mehr bewegen). Dann kommt nämlich gefühlt in der Hälfte der Fälle eine Rechtfertigung, wieso das bei mir zwar geklappt hat, aber bei meinem Gegenüber auf keinen Fall so klappen kann: Ach, in deinem Alter geht das ja auch noch. Dafür habe ich keine Zeit. Das klappt bei mir nicht, habe ich schon probiert. Wenn das mal so einfach wäre. Das ist zu kompliziert. Das ist ja auch Typsache. Leute, echt jetzt? Ihr braucht euch nicht zu rechtfertigen. Mir ist das doch egal, was ihr wiegt. Ihr habt mit dem Thema angefangen. Allerdings ist die Hälfte von dem, was ihr sagt, durch Studien widerlegt. In der Regel habe ich aber keine Lust auf Diskussionen und steige aus dem Gespräch aus. Manchmal erwähne ich das Buch – das ich mir mittlerweile gleich zwei Mal als Printversion gekauft habe, weil ich gern darin blättere, es aber auch regelmäßig verleihe.

Alle Jahre wieder – ein Liebster-Award

Wenn ich mein Blog-Archiv durchforste, kann ich euch sagen, dass es jetzt schon gut zwei Jahre her ist, dass ich zum letzten Mal dran war. Und noch weitere anderthalbe Jahre, dann findet man meine erste Teilnahme. Es wird also mal wieder Zeit, oder? Der “Liebster-Award” zieht seine Kreise und dazu gehört es, dass man immer wieder neue Fragen beantworten darf. Dieses Mal hat mich Frauke nominiert und die Fragen sind so wunderbar jahreszeitlich passend, dass ich nicht widerstehen konnte!

1. Welche ist deine liebste Jahreszeit?
Ehrlich? Ich mag sie alle. Sie kommen alle zur rechten Zeit. Der Frühling kommt und ich  freue mich, dass es wärmer und heller wird, und grüner. Der Sommer kommt und ich freue mich über Hitze, Farben, Tage, die man draußen verbringen kann. Der Herbst kommt und ich freue mich über bunte Farben und goldenes Licht. Der Winter kommt und ich freue mich über Gemütlichkeit, Kaminfeuer und natürlich die Weihnachtszeit. Das ist schon ganz gut alles so eingerichtet. Entscheiden könnte ich mich nicht – aber Sommer und Herbst schlagen Frühling und Winter.

2. In welchem Monat bist du geboren und hat dich das irgendwie geprägt?
Ich bin im Mai geboren. Ob mich das geprägt hat? Ich glaube nicht, eigentlich.

3. Wie zelebrierst du den Herbst?
Ich mache viele, viele Herbstfotos, zünde abends mal wieder ein Kerzchen an oder den Kamin, trinke mehr Tee und kuschle mich abends auf dem Sofa in die weiche Decke ein.

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4. Kerzen oder Glühbirnen?
Kerzen! Sogar am Tannenbaum, wobei wir da beides haben. Lichterketten für den Alltag und wenn man nicht ständig im Raum ist – Kerzen eigentlich nur für Heiligabend.

5. Wo wohnst du und was gefällt dir an deiner Heimatstadt am besten?
Ich wohne in Münster. Was übrigens nicht meine Heimatstadt ist, aber für den Zweck dieser Frage werde ich sie mal als solche behandeln. 😉 Am besten gefällt mir, dass die Stadt so überschaubar ist. Ständig trifft man Leute, die man kennt, und man kommt überall mit dem Fahrrad hin.

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6. Welchen Park/Grünanlage/sonstiges draußen bei dir in der Nähe sollte ich mir unbedingt mal ansehen?
Wir haben viel Natur und Grün um uns herum. In der Stadt bietet sich eine Runde um den Aasee an, oder ein Besuch im tollen Botanischen Garten hinterm Schloss. Etwas weiter raus ist die Burg Hülshoff, wo man sich bei schönem Wetter auch wunderbar auf die Wiese legen kann.

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7. Gibt es ein Lied über deine Stadt und wenn ja, welches?
Ja! Als erstes fällt mir da “Parken in Münster” von Astra Kid ein. Sehr treffend. Hier kann man es anhören, wenn man auf den entsprechenden Titel klickt! Es gibt auch ein mehr oder weniger offielles Münster-Lied, verrät mir Google. Aber ehrlich?

Alter Giebel Zickzackreihe, frischer Jugend Übermut,
dazu Sonntagssonnenweihe; ach, wie reimt sich das so gut!
Blonde Zöpfe, bunte Mützen, kecke Worte, leiser Schrei.
Und die alten Giebel blitzen, waren schon so oft dabei.

“Kecke Worte, leiser Schrei”? Was soll das überhaupt bedeuten? Ich bleib bei Astra Kid.

8. Wann fängst du mit der Weihnachtsdeko an?
Üblicherweise so gegen Ende November. Dieses Jahr ist ja schon Ende November der erste Advent, da bietet sich das Wochenende ja förmlich an. Aber wenn der erste Advent erst im Dezember wäre, würde ich vermutlich trotzdem schon im November dekorieren.

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9. Ab wann isst du Weihnachtsgebäck?
Ebenfalls so ungefähr Ende November. Aber da bin ich nicht dogmatisch. Der Held isst schon seit Wochen Lebkuchen und ich nasche mal ab und an. Aber ich bin eh kein großer Weihnachtsgebäck-Fan. Abgesehen von selbstgebackenen Plätzchen.

10. Was ist dein liebster Weihnachtsfilm?
Auf jeden Fall “Tatsächlich Liebe” und “Das Wunder von Manhattan”. Ersterer muss mindestens einmal im Jahr gesehen werden, mit dem einen oder anderen Glühwein dabei. Den zweiten schaffe ich nicht unbedingt immer, aber er ist auch sooo schön!

11. Stelle dir selbst eine Frage und beantworte sie.
Was ist der Sinn des Lebens? Oh, ok, vielleicht sollte ich etwas kleiner anfangen. Was sollte dieses Jahr in deinen Adventskalender (jetzt noch schnell dem Helden den Link geschickt, bääm, ich bin so clever!)?
In meinen Adventskalender gehört auf jeden Fall ein Anhänger für den Weihnachtsbaum, außerdem vielleicht eine Kleinigkeit von Butlers oder aus der Buchhandlung. Oder etwas von Lego.

So, jetzt bin ich erst mal total in Weihnachtsstimmung! 🙂 Geht es euch auch schon so?

Weiblich, männlich, ganz egal? #wasanderswäre

Habt ihr schon die Aktion #wasanderswäre mitbekommen? “Ich mach mir die Welt” haben dieses Blogstöckchen ins Leben gerufen, und ich finde das Thema sehr interessant. Es geht nämlich darum, was in eurem Leben anders wäre, wenn ihr mit einem anderen Geschlecht geboren worden wäret. Also in meinem Fall, wenn im Mai 1984 keine kleine Nele, sondern ein kleiner Felix auf die Welt gekommen wäre. Dazu gibt es sechs Fragen, die ich versuche, zu beantworten. Und ich entschuldige mich jetzt schon bei meiner Mutter, falls ich irgendwelche Aspekte aus meiner Kindheit falsch darstelle oder interpretiere.

Geburtskarte

Rosa, nicht hellblau wie die vom Helden: Kategorisiert schon im Krankenhaus.

 

Was wäre anders in deinem Leben, in deinem Alltag, wenn du ein Mann wärst?

In meiner Erziehung wurde sehr viel Wert auf Geschlechtergerechtigkeit gelegt. Ich habe immer vermittelt bekommen, dass ich alles genauso gut kann wie ein Junge/Mann, dass es eigentlich keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern gibt. Ich lernte mehr Handwerk als Handarbeit, hatte niemals Barbies und habe im Kinderzimmer gleichwertig mit Matchbox-Autos und Puppen gespielt, war Fußballfan und mochte Boygroups. Ich würde mich weder als “typisches Mädchen” bezeichnen, noch würde ich sagen, dass ich das genaue Gegenteil war, wie man es häufig (oft mit einem Hauch von Stolz) hört von Frauen, die als Kind mit Autos gespielt haben. Ich war einfach ich, und ich habe meine Puppen genauso geliebt wie meine Bücher, meine Autos, meine Playmobil- und Lego-Kisten. Nur Schminken war ein Thema, mit dem ich (eigentlich bis heute) nie zu tun hatte.

Und wenn ich tatsächlich ein Junge gewesen wäre? Hätte ich dann die gleiche Erziehung bekommen, in der die Gleichberechtigung, Gleichwertigkeit so eine große Rolle spielte, oder war das ein “Mädchenthema”, damit ich lerne, dass ich gleichberechtigt bin? Hätte ich auch mit Puppen gespielt, oder das doof gefunden? Ich hätte sicherlich andere Freunde gehabt (und mir sowohl in der Grund- als auch in der weiterführenden Schule einigen Zickenkrieg ersparen können), denn meine beste Freundin hätte sich in der 5. Klasse vermutlich nicht neben mich gesetzt und zu ihrer Freundin erkoren, wäre ich ein Junge.

Vielleicht hätte ich etwas anderes studiert, hätte mein Interesse für Informatik und Computerthemen mehr verfolgt. Vielleicht aber auch nicht, denn eigentlich bin ich ja nicht unglücklich mit meinem Weg – ich hatte nie das Gefühl, dass ich lieber etwas technischeres machen würde, aber nicht kann, weil ich ein Mädchen bin. Vermutlich hätte ich es beim Bewerben leichter gehabt – als junge Frau im gebärfähigen Alter ist man ja oft nicht ganz oben auf der Wunschliste. Aber das ist Spekulation, da ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann, ob es jemals daran lag, dass ich einen Job nicht bekommen habe.

Ich wäre mit Sicherheit nicht mit dem Helden verheiratet. 😉 Aber vielleicht wäre ich mit einer anderen Person, männlich oder weiblich, glücklich. Vielleicht hätte ich schon Kinder, ohne mir über die Arbeit und Beruf so große Gedanken machen zu müssen.

Und im konkreten Alltag, wenn wir jetzt einfach mal annehmen, dass der Held eine Frau wäre und ich ein Mann? Es wäre wohl vieles ähnlich. Ich würde vermutlich nicht unbedingt das Nähen als Hobby angefangen haben, sondern mehr Xbox zocken – aber das mache ich auch. Vielleicht würde ich nicht im Chor singen, sondern in den Fußballverein gehen. Vielleicht würde ich mehr Geld verdienen. In der generellen Aufgabenverteilung im Haushalt wäre es vermutlich gleich, das ist bei uns sehr ausgeglichen. Im Büro hätte ich es vielleicht sogar schwerer, da mir die Kollegen in der Werkstatt , mehrfache Nachfragen zu technischen Themen durchaus verzeihen. Allerdings müsste ich mir vermutlich weniger Kommentare zum Thema Familienplanung anhören (definitiv aber andere, und es würde weniger vorausgesetzt, dass ich zuhause bleibe und mich um potentielle Kinder kümmere).

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Ich konnte auch ohne rosa!

 

Was tust du nur deshalb, weil du eine Frau bist?

Bei Einladungen in der Küche oder beim Abräumen helfen, because that’s what you do. Ich sehe ein, dass es nur höflich ist, “Kann ich dir helfen?” zu fragen. Aber ich mache es nicht, weil ich Spaß daran habe, sondern eben, weil es sich so gehört. Das ist auch ok und ich finde es nicht schlimm, aber: Die Männer fragen das nie. Oder erst nach einem strengen Blick und Tritt unterm Tisch von ihrer Partnerin. (Disclaimer: Der Held schwört, dass das bei ihm anders ist.)

Mich an bestimmten Körperstellen rasieren und meine Haare in einer mehr oder minder weiblichen Frisur tragen (ich hasse Frisörbesuche und ich hasse es, mir zu überlegen, wie mein Haar aussehen soll. Als Mann hat man es da leichter, denke ich. Kurz und gut.)

Als Teenager hatte ich außerdem ein wahnsinniges Bedürfnis, mich zu beweisen. Meine Coolness unter Beweis zu stellen, zu zeigen, dass ich genauso viel trinken kann wie die Jungs (Spoiler: kann ich nicht), dass ich kein “Mädchen” bin, dass ich mutig bin und selbstbewusst und ganz sicher nicht schwach und “weiblich”. Urgs. Heute taucht das noch gelegentlich auf, aber ich versuche, es im Griff zu haben.

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Aber in rosa gab’s mich auch!

 

Was tust du nicht / welche Dinge lässt du lieber, weil du eine Frau bist?

Gar keine. Das wiederum lässt sich wahrscheinlich auf die Erziehung zurückzuführen, die mich ja schließlich gelehrt hat, dass ich alles genauso gut kann wie ein Mann. Und zu einem gewissen Teil auf meine Persönlichkeit (die aber genausogut ebenfalls von der Erziehung beeinflusst sein kann, wer weiß das schon). Ich habe keine Angst, im Dunkeln allein unterwegs zu sein – diesen Satz habe ich in anderen Beiträgen am häufigsten gelesen. Ich habe einfach nie negative Erfahrungen in dieser Hinsicht gemacht (glücklicherweise) und sehe gar nicht ein, dass ich mich einschränken soll aufgrund diffuser Ängste und weil einige Menschen (Männer) Arschlöcher sind. Pfff. Ich denke mir immer “Je mehr ehrliche Menschen jetzt hier unterwegs sind, desto sicherer wird die Gegend.” Das habe ich mir vor allem in meiner Zeit in Düsseldorf oft gedacht, wo ich nicht im besten Viertel in Bahnhofsnähe gewohnt habe. Ich hatte drei Möglichkeiten, zum HBF zu laufen. Einen sehr langen, “sicheren” Weg, einen sehr kurzen durch einen Park und einen mittellangen, unter einer Brücke hindurch an der Drogenberatungsstelle mit Spritzenautomaten (also wie Zigarettenautomat, nur für Spritzen) vorbei. Ich bin eigentlich immer durch den Park, meine Nachbarin hat immer den langen Weg genommen und das hat mich persönlich schon irgendwie genervt, obwohl es ja wirklich nicht mein Problem war. Aber Angst ist sowieso kein vorherrschender Charakterzug meinerseits.

In der Oberstufe gab es zwei Kurse, einen mit Fußball als Schwerpunktthema und einen mit Badminton und Tanz. Im Fußballkurs waren aber ausschließlich Jungen, daher habe ich den anderen gewählt. Nunja, letzten Endes wären glaube ich beide Kurse dank ihrer Lehrer nicht die beste Erfahrung meines Lebens geworden.

Im Studium habe ich in verschiedenen WGs gewohnt, und ich hätte keine “gemischte” WG gewollt. Dafür gibt und gab es keinen sachlichen Grund, und vielleicht hätte ich es auch besser mal riskieren sollen. Im Studentenwohnheim im Auslandsjahr waren auch Jungs, und es war gar kein Problem.

 

Durch welches Klischee fühlst du dich persönlich beeinträchtigt?

Durch jedes. Erwähnte ich den Drang, mich zu beweisen? 😉 Ich kann Autofahren und Einparken, Handwerken, schwere Dinge tragen und eigentlich alles (muss da noch wer an Lotta denken?). Und was ich nicht kann, das kann ich lernen.

Im Alltag fühle ich mich persönlich aber eigentlich nicht eingeschränkt. Wenn, dann gebe ich direkt Contra, und das muss ich nicht besonders oft.

Ich mag es allerdings nicht so gern, wenn Leute sich Sorgen machen, dass ich (vor allem nachts/abends) nicht sicher nach Hause kommen könnte. Obwohl sie es alle nur nett meinen. Das würden sie vermutlich nicht machen, wenn ich ein Mann wäre.

 

Erzähle von einer Situation, in der du bemerkt hast, dass es von Vorteil ist, zur Gruppe der Frauen zu gehören.

Wenn es um körperliche Arbeit geht, hat man es als Frau leichter, diese an einen Mann abzugeben. Ich habe lange gebraucht, bis ich zugeben konnte, dass Männer nun mal in den meisten Fällen stärker sind als ich – aber nun, meine Güte, dann lass sie doch meinen Koffer tragen, die Möbel aus dem Auto schleppen oder die Einkaufstasche übernehmen. Welche Rolle spielt es, ob ich das wirklich nicht kann? Wenn’s sie glücklich macht, der starke Gentleman zu sein… Aber ich möchte bitte selbst fragen. Männer, um Himmels Willen, hört bitte auf, mir Hilfe anzubieten oder zu fragen “Sollen wir nicht lieber warten, bis XY da ist, der helfen kann?” Ich bin auch stark! Unterschätzt mich nicht, verdammt! Ja, das ist verwirrend. Ich habe nie behauptet, dass alle meine Überlegungen und Gefühle zwangsläufig logisch sind. 😉

 

Gibt es Situationen, in denen das Geschlecht keine Rolle spielt?

Ich möchte behaupten, die meisten in meinem Leben, glücklicherweise. Bei uns im Büro spielt das Geschlecht keine Rolle, im Haushalt bei uns spielt das Geschlecht keine Rolle (wenn man den Helden fragt, ist er für das Auto verantwortlich, weil er der Mann ist – wenn man mich fragt, dann wasche ich es deshalb nicht, weil es mich nicht interessiert und weil ich Waschstraßen etwas gruselig finde, und es ihm persönlich wichtiger ist). Ich habe es da tatsächlich ganz gut.

Für die Allgemeinheit fallen mir jetzt nicht wirklich Situationen ein, in denen das Geschlecht egal ist. In den meisten Fällen spielt es wohl schon eine Rolle. Sei es im Job, im Sport (Frauenfußball, anyone?), in der Schule oder schon im Kindergarten, im Straßenverkehr, im Restaurant, im Baumarkt, in der Buchhandlung, … Das einzige könnte eventuell der Supermarkt sein. Ja, ich glaube, im Supermarkt ist das Geschlecht nicht so wichtig. Vielleicht. Wer weiß. Man muss ja nicht gerade die Chips kaufen, die nach Geschlecht getrennt vermarktet werden…


 Inspiriert wurde ich zur Teilnahme an dieser Aktion von der lieben Nike, die die Fragen selbst sehr lesenswert beantwortet hat – und ihr Mann hat sich ebenfalls daran gesetzt, was ich super finde! Und auch ich möchte jemanden zum Mitmachen aufrufen, nämlich Katha, Jana und Steffi. Katha, weil ich einfach neugierig bin. 😉 Jana, weil sie mir auf Facebook immer wunderbare feministische Links in die Timeline spült, die ich höchst interessiert lese (das mache ich, Jana, auch wenn ich nicht immer etwas dazu schreibe!). Und Steffi, weil wir das Thema letztens gaaaanz kurz am Rande gestreift hatten (es ging um Teilzeitjobs & Co.). Ich hoffe, ihr habt Lust! Alle anderen sind natürlich auch herzlich eingeladen, mitzumachen, ich finde es sehr spannend – und ich selbst habe mir das Stöckchen schließlich auch “einfach so” gemopst, ohne direkt nominiert gewesen zu sein. 😉

Im Moment {Schreibzeit}

Bine fragt uns im aktuellen Schreibzeit-Thema nach der Gegenwart. Das Prinzip kenne ich, unter der Überschrift “Currently” habe ich so schon häufiger private Tagebuch-Einträge verfasst. Aber wieso nicht auch mal auf dem Blog einen Einblick geben, was gerade so auf der Tagesordnung steht?

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Im Moment…

denke ich über ein Tattoo nach. Wieder einmal. Alle paar Monate packt es mich, und dann suche ich stundenlang nach Motiven und Inspiration, und dann lasse ich es doch. Mal sehen, ob ich es dieses Mal durchziehe. Es macht auf jeden Fall Spaß, darüber nachzudenken und zu überlegen, was man so sehr liebt, dass man es immer sehen möchte.

mag ich freie Tage. Der Mai hat so wunderbar viele davon! Außerdem mag ich das Radfahren im Frühling, und wie grün alles ist. Alles links und rechts vom Weg sprießt, blüht und wächst. Das ist wunderbar.

mag ich nicht, dass ich so oft nass werde auf dem Arbeitsweg, weil der Mai sich wettertechnisch doch sehr april-artig verhält. Außerdem mag ich es nicht, dass ich abends so müde bin und dann schlechte Laune bekomme.

fühle ich mich fröhlich und optimistisch.

trage ich Jeans und T-Shirt mit einer Jacke darüber, im Regelfall. Ich wünschte, es würde endlich warm genug werden, um Röcke und Kleider auszuführen.

brauche ich Geduld.

höre ich Spotify. Was zugegebenermaßen nicht sehr aussagekräftig ist. Auf meiner All-Time-Favoriten-Liste steht derzeit das neue Album der Donots (auf Deutsch!) ganz oben, dann Kraftklub, Queen (immer), The Doubleclicks, Chameleon Circuit und Sven van Thom.

mache ich viel zu wenig und sehe zu viel fern, aber meine Serie ist einfach zu spannend.

lese ich gar kein Buch (auch wenn meine Sidebar etwas anderes behauptet), denn das letzte hat mich nicht gefesselt. Ich lese nicht einmal Zeitschriften, denn im Moment reißen mich die meisten leider gar nicht vom Hocker (nicht einmal die Flow, die ich im Abo habe). Stattdessen lese ich herzzerreißende Sherlock-Fanfiction online, außerdem meine geliebte Calvin & Hobbes-Gesamtausgabe (im Zusammenhang mit der Tattoo-Recherche).

trinke ich Kaffee. Meine Kaffee-Gewohnheiten haben sich im vergangenen Jahr urplötzlich geändert – ohne Süßstoff, dafür mit normaler Milch statt Kaffeemilch wie die letzten 15 Jahre. Dazu passend haben wir eine neue Kaffeemaschine gekauft, so dass es bei uns jetzt wieder Filterkaffee statt Senseo gibt.

vermisse ich das Geocachen. Eine ganze Weile haben wir das in fast jeder freien Minute gemacht, und nun haben wir selten Zeit und auch oft nicht die Motivation. Man hat auch schon so vieles gesehen. Und ehrlich gesagt vermisse ich auch, dass das Hobby zunächst unbekannter und irgendwie geheimnisvoller war als heute, wo dank Smartphones und GPS und TV-Beiträge jeder Geocaching kennt und mal ausprobiert. Ok, es hat vielleicht was Elitäres, dass ich das vermisse. Aber es war schön, so etwas aufregendes und geheimnisvolles als Hobby zu haben, und jeder Cacher, den man getroffen hat, war etwas besonderes.

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schaue ich Arrow, zusammen mit dem Helden habe ich gerade Fargo beendet (siehe Bild), außerdem haben wir die erste Folge Adventure Time geschaut (was verwirrend war, was wiederum zu erwarten war) und überlegen nun, was als nächstes auf dem Programm steht. Wir sind uns da nicht immer einig. Supernatural? Homeland? The Americans? Daredevil? Agents of S.H.I.E.L.D.? Oder doch endlich mal die letzte Staffel von Dexter? Ihr seht, die Möglichkeiten sind endlos.

träume ich von einem Lottogewinn. Eigentlich träume ich von einem Eigenheim, aber nach einer kleinen Recherche scheint mir, dass der Lottogewinn da der erste Schritt sein sollte. Vielleicht sollte ich dazu erst einmal Lotto spielen, oder?

Liebe Bine, vielen Dank für das schöne Schreibzeit-Thema!

short stories 2014: Leidenschaft

“Fotos gehören zu unseren Blogs genauso, wie ein gutes Buch auf einem Nachttisch, wie langes Ausschlafen am Wochenende, wie eine warme Mütze zum eiskalten Winter, wie ein dicker Klecks Nutella auf eine Stulle! Aber: viel wichtiger, interessanter und persönlicher sind die Geschichten, die wir alle zu erzählen haben. Wir, Andrea und ich, möchten beim Bloggen wieder mehr ans Schreiben und Lesen appellieren und nicht nur Bilder-Gucken.”

Das schreibt Bine auf ihrem Blog zur Aktion “short stories”, die sie gemeinsam mit Andrea in die Welt gerufen hat. Na, wenn das mal nicht zu meinem Artikel von neulich passt, in dem ich mir vornahm, mehr zu erzählen und wirklich zu schreiben im Blog. Zum Februar-Thema Freundschaft werde ich bestimmt noch nachträglich etwas schreiben, aber das aktuelle März-Thema lautet Leidenschaft.

Puh, dachte ich beim ersten Lesen. Leidenschaft? Habe ich überhaupt eine Leidenschaft? Ich habe doch so viele Hobbys… Lesen, Bloggen, Nähen, Basteln, Serien, Geocaching, Fotografieren, Musik… Da könnte ich gar keine Leidenschaft benennen! Also fragte ich den Helden, der gerade auf dem Sofa seiner Leidenschaft – dem XBox-Spielen – nachging: “Was meinst du, was ist meine Leidenschaft?” Der Held überlegte … und überlegte … und meinte schließlich: “Ich weiß nicht, du machst so viele Dinge!”

Nach dem Lesen der bisherigen Beiträge zum Thema stellte ich fest, dass es vielen so geht. Hobbys, ja, aber Leidenschaft? Nope. Aber während ich so darüber nachdachte, stellte ich fest: Eigentlich versuche ich, alles mit Leidenschaft zu machen. Vor mittlerweile schon 2 Jahren nahm ich mir nämlich etwas vor. Ich war unzufrieden mit meiner Freizeit, obwohl ich doch nur das machte, was mir Spaß machte. Trotzdem fühlte ich mich gestresst – auch dadurch, dass mir eben so viele Sachen Spaß machen. Denn während ich nähte, konnte ich nicht bloggen. Während ich bloggte, konnte ich nicht lesen. Während ich las, konnte ich meine Serie nicht weiterschauen. Und während ich meine Serie weiterschaute, konnte ich mich nicht mit Freunden treffen. Das Gras auf der anderen Seite ist immer grüner.

Ich nahm mir also als guten Vorsatz fürs Jahr 2012 vor, “meine Hobbys positiver zu betrachten“, wie ich es formulierte. Also: Nur das zu tun, worauf ich gerade Lust habe; und dabei kein schlechtes Gewissen haben, weil ich etwas anderes währenddessen nicht tun kann. Und ich muss wirklich feststellen, zwei Jahre später, dass dieser Vorsatz erfolgreich war. Ich achte auf meine Bedürfnisse und mache in meiner Freizeit nur, worauf ich Lust habe (abgesehen selbstverständlich von festen Verabredungen oder anderen Verpflichtungen!). Und das schlechte Gewissen hat sich mit der Zeit – es brauchte etwas Übung – komplett abgestellt.

Tatsache ist, dass man dies auch am Blog und seinen gelegentlichen “Durststrecken” sehen kann. Wenn ich keine Lust habe, dann schreibe ich eben nicht. Der Blog ist meine Leidenschaft, nicht meine Verpflichtung. Weder verdiene ich Geld damit noch schulde ich irgendwem, dass ich schreibe. Genauso kann es vorkommen, dass ich mehrere Abende hintereinander etwas veröffentliche – weil es mir eben gerade wieder Spaß macht.

Das klingt jetzt vielleicht nicht gerade leidenschaftlich, wie ich das hier beschreibe. Vielleicht wirkt es, als ginge es eher darum, etwas nicht zu tun. Aber das stimmt nicht. Dieser Ansatz, in den Dingen, die mir gerade jetzt Spaß machen, aufzugehen, war für mich der Schlüssel zur Leidenschaft – weil ich mich ganz auf eine Sache konzentrieren kann. Yeah, Abende lang die aktuelle Lieblingsserie schauen, Fischstäbchen mit Vanillesauce essen und mit Fez und Fliege ins Kino gehen? Kein Problem! Die sieben Harry Potter-Bände zum sicherlich achten oder neunten Mal lesen, obwohl man Passagen schon auswendig kann? Kein Problem? Das neu entdeckte Album in Dauerschleife zwanzig Mal hintereinander hören? Kein Problem (solange der Held nicht da ist)! Jetzt-unbedingt-sofort-ganz-schnell einen Hoodie nähen? Kein Problem!

“Zeit, die du mit Vergnügen verschwendest, ist nicht verschwendet” – über diesen Spruch bin ich irgendwann in den Weiten von Pinterest gestolpert. Und das war wirklich die Lösung. Anstatt abends brummig ins Bett zu gehen, weil ich schon wieder den ganzen Abend im Internet gesurft habe, anstatt etwas Produktives zu schaffen, denke ich mir: Hast du dabei Spaß gehabt?

Ich plädiere also für mehr Leidenschaft bei allem, was wir tun, und weniger Verbissenheit bei allem, was wir nicht tun. Aus diesem Grund lese ich blöde Bücher nicht mehr zu Ende, zwinge mich nicht dazu, langweilige Serien weiterzuschauen oder lasse nicht alles stehen und liegen, um beim RUMS etwas präsentieren zu können. Alles hat seine Zeit, und hier geht es um meine persönliche Freizeit und nicht darum, eventuell die Ansprüche von anderen zu erfüllen. Und dieser kleine, aber feine Unterschied hat mich in den vergangenen zwei Jahren erheblich glücklicher und leidenschaftlicher werden lassen!

20 facts about me

Es geistert mal wieder durch die Blog-Welt, und ich kann es mir nicht nehmen lassen, mitzumachen: 20 random facts about me – Dinge, von denen ihr selbst noch gar nicht wusstet, dass ihr sie über mich wissen wolltet! Ich fühlte mich nach der Lektüre bei Jessica inspiriert, denn ich liebe solche Listen und finde es immer total lustig, wenn andere Leute genau die gleichen Schrullen haben wie ich selbst. Hoffentlich habe ich noch nichts davon bei anderen, ähnlichen Aktionen aufgeführt… 😉

1. Von Anfang an – ich muss Serien immer von Beginn an und in der richtigen Reihenfolge schauen oder lesen. Das gilt auch für mehrteilige Filme. Ich würde z.B. gerne den neuen Star Trek-Film mit Benedict Cumberbatch sehen, aber das geht nicht, weil ich sonst noch nie irgendwas Trekkiges geschaut habe. Wenn ein Bestseller erscheint und ich ihn unbedingt lesen will, muss ich leider erst die ersten 38 Teile der Reihe lesen. Das kann ganz schön nerven. Aber ich habe immer Angst vor Spoilern und außerdem habe ich Angst, sonst irgendetwas nicht zu verstehen… Und hey, in dieser Reihenfolge ist es doch nun mal gedacht, oder nicht?

2. Es stört mich überhaupt nicht, dass meine beste Freundin nach Kanada ziehen möchte. Mal abgesehen davon, dass ich mir natürlich etwas Sorgen um sie mache und hoffe, dass alles so klappen wird, wie sie es sich vorstellt, macht es für mich so gar keinen Unterschied, ob nun 500 km Luftlinie wie derzeit, oder 5000 km wie in Zukunft zwischen uns liegen. Der modernen Technik sei Dank werden wir uns genauso oft schreiben wie bisher, und wenn wir uns mal besuchen, wird es genauso sehr etwas besonderes sein wie jetzt auch schon.

3. Ich habe überhaupt kein Problem mit Radarfallen und rege mich über Leute auf, die sich über Radarfallen aufregen. 😉 Ich finde, Radarfallen sind keinesfalls “Abzocke”, egal wo sie stehen. Denn wenn man sich einfach an die zulässige Höchstgeschwindigkeit hält, kann einem nichts passieren und man kommt im Normalfall auch nicht viel später an. Über die Höchstgeschwindigkeit selbst kann man sich gerne aufregen, dass sie unangemessen wäre – die Blitzer sind auf jeden Fall völlig legitim. Ich halte mich im Normalfall auch an die 50 innerorts und alle anderen Begrenzungen, und habe das Gefühl, ich bin der einzige Trottel, der das tut. Trotzdem bin ich im Urlaub geblitzt worden und musste 25 Euro bezahlen, weil ich 11 km/h zu schnell in den Ort hineingefahren bin.

4. Ich schaue viel auf Englisch und lese viel auf Englisch. Daher kommt es vor, dass ich auf Englisch denke und mir deutsche Worte nicht einfallen wollen. Manchmal unterhalte ich mich auf Englisch mit dem Helden, aber meistens ist er davon bald genervt. Wenn ich meine Lieblingsserien schaue, merke ich gar nicht mehr, dass es eine andere Sprache ist. Außer bei Doctor Who, denn Eleven nuschelt.

5. Meine besten und eloquentesten Blogposts verfasse ich auf dem Heimweg vom Büro, wenn ich auf dem Fahrrad lange geradeaus neben der Hauptstraße entlangradle. Ich verfasse die Postings Wort für Wort und feile an den Formulierungen, bis ich irgendwann wieder auf den Verkehr achten muss. Wenn ich zuhause bin, das Fahrrad abgestellt habe, den Helden begrüßt und meine Jacke aufgehängt habe, bin ich froh, wenn ich noch halbwegs das Thema weiß, um das es in meinem imaginären Post ging. Daher entgeht euch meine schönste Formulierungskunst und ihr müsst euch mit diesem Geschreibsel zufriedengeben.

6. Wenn etwas nicht so klappt wie geplant, ärgere ich mich meistens nicht. Wenn eine Zutat fürs Essen schlecht geworden ist, wenn etwas kaputtgeht, wenn ich geblitzt wurde 😉 oder wenn das Computerspiel abstürzt, ohne dass ich gespeichert habe. “Da kann man jetzt auch nix dran machen, das ist jetzt das eben so” sage ich dann meistens. Der Held hingegen regt sich über solche Sachen tierisch auf und dann rege ich mich über den Helden auf – auch nicht besser. 😉 Statt mich zu ärgern, überlege ich meistens eher, was wir nun stattdessen machen können. Ich glaube, das kommt von dem “Try and Error”-Prinzip, das wir zuhause oft beim Handwerken, Kochen oder ähnlichem angewendet haben. Manchmal habe ich das Gefühl, ich bin total stoisch. Ich weiß nicht so recht, ob das gut oder schlecht ist.

7. Seit neuestem habe ich das dringende Bedürfnis, eine Tätowierung zu haben. Allerdings weiß ich nicht, was und wo, und deshalb werde ich es wohl eher noch lange vor mir herschieben. Es soll etwas bedeuten und daher möchte ich auf gar keinen Fall einen Schnellschuss wagen. Daher werde ich wahrscheinlich nie tatächlich ein Tattoo haben. 😉

8. Ich verstehe Instagram nicht. Eigentlich ist das hier ja eine Instagram-Aktion, dort habe ich zwar einen Account, aber der hat vielleicht 3 Bilder. Ich hätte kein Problem damit, meine Bilder dort zu posten (aber meistens fotografiere ich mit der Kamera und nicht mit dem Handy), aber mir ist nicht ganz klar, wieso ich noch ein soziales Netzwerk verfolgen soll (ich bin mit Facebook und den Blogs schon ausreichend ausgelastet) und mir dann Hunderte von Bildern ansehen soll. Ich glaube, damit wäre ich zeitlich total überfordert. Ach, Twitter ist mir übrigens auch immer fremd geblieben.

9. Zahlen, zum Beispiel Telefonnummern oder Hinweise beim Cachen, muss man mir in einzelnen Ziffern diktieren und nicht in Zweierblöcken. Wenn man mir eine 59 als “Neunundfünfzig” vorliest, steht auf meinem Zettel hinterher meistens 95, weil ich die 9 nun mal zuerst höre und dann erst die 5. Das kriegt mein Hirn irgendwie nicht so gut sortiert. Wenn ich mir auf der Arbeit Zahlen merken muss und z.B. irgendwo eintragen muss, merke ich mir die Zahl oft verkehrt herum, schreibe sie aber trotzdem richtigherum auf. Das verwirrt mich selbst enorm. 😉

10. Ich kann bei Filmen und Büchern nicht mehr so schön weinen wie früher und finde das richtig schade. Ein-zwei Tränchen kullern zwar über mein Gesicht, aber dieses richtig emotionale Schluchzen, das kommt einfach nicht mehr. Andererseits muss ich zwar mittlerweile weniger bei den richtig traurigen Stellen heulen, dafür kommen mir bei den schönen Stellen ziemlich oft die Tränen…

11. Ich liebe Musicals und kann bei meinen Lieblingsmusicals alle Parts mitsingen. Naja, “kann” ist vielleicht zuviel gesagt – sagen wir lieber, ich singe einfach alle Parts mit und liebe es. Mein Lieblingsmusical ist Les Misérables, was ich auch mehrfach live gesehen habe, als es noch in Duisburg lief. Mein skurrilstes Musical ist das Käpt’n-Blaubär-Musical, was tatsächlich richtig gut ist und welches ich gerne im Auto mitgröle (“Ich bin nuuuuuuuuuur eine schleeeeechteee Ideeeeeee….”)!

12. Ich trage meine wenigen, aber sehr geliebten Geek-Shirts nur zu sorgfältig ausgewählten Anlässen und bin dann immer etwas enttäuscht, wenn mich niemand darauf anspricht (also so gut wie jedes Mal).

13. Ich verfahre mich erst mal lieber, als das Navi einzuschalten. Einfach um zu beweisen, dass ich den Weg kenne und dieser Technik-Schnickschnack reine Zeitverschwendung ist. In 90% der Fälle geht das gut. Die anderen 10% reibt mir der Held dann aber sehr gern unter die Nase.

14. Im Bürokühlschrank liegt eine Packung mit Kinderriegeln, die ich glaube ich im Juli gekauft habe, als es noch richtig heiß war (daher im Kühlschrank). Ab und zu esse ich einen und dann vergesse ich die Packung wieder. Generell kann ich mich aber bei Schokolade äußerst gut zurückhalten, viel besser als bei Weingummi oder Chips.

15. Ich habe recht viele Hobbys und deswegen für keines davon so richtig Zeit. Ich sag nur: Bloggen, Nähen, Scrappen, Lesen, Serien schauen und im Chor singen. Außerdem natürlich Geocaching und mit dem Tablet spielen. Ab und zu will man auch noch telefonieren und Freunde treffen. Der Tag braucht mehr Stunden.

16. In der Grundschule gehörte ich zu den größeren Kindern. Dann habe ich irgendwann einfach aufgehört zu wachsen. Ich messe mit viel gutem Willen 163,5 cm! Zum Glück ist der Held auch nicht der größte (für mich natürlich schon – aber nicht in der Länge).

17. Ich merke, dass ich älter werde, denn ich kann mir Liedtexte kaum noch merken. Früher hat es gereicht, ein Lied einige Male zu hören, dann konnte ich den Text und habe außerdem keinen Einsatz verpasst. Inzwischen kann ich von neueren Liedern immer nur Fragmente mitsingen. Ich finde das sehr schade.

18. Ich mache gerne Smalltalk. Wenn ich mit der Frau bei der Post, dem Busfahrer oder dem Kassierer im Supermarkt 3 freundliche Worte wechseln kann, gehe ich zufriedener durch den Tag. Allerdings telefoniere ich total ungern mit fremden Menschen und schiebe Anrufe, z.B. zum Termin vereinbaren beim Arzt, zu lange vor mir her.

19. Ich kaufe noch CDs. Und höre sie. Mit den “neuen Medien” werde ich nicht so ganz warm. Auch wenn ich mittlerweile Spotify durchaus zu schätzen weiß, habe ich es doch lieber, wenn ich im Auto nur ein Album einwerfen muss. Das hat dann seine Ordnung, wurde so zusammengestellt vom Künstler (auch wenn ich vielleicht jedes 2. Lied überspringe – hüstel) und wenn es zu Ende ist, kann ich ein neues aussuchen. Ich mag es auch, wenn ich am Ende eines Liedes schon weiß, welches als nächstes kommt. Mit dem Helden höre ich dann aber doch meistens Spotify und muss ja zugeben, dass es eigentlich doch praktischer (und günstiger, und platzsparender) ist…

20. Ich kann mich nicht kurz fassen. Beweis: siehe 1-19. Das soll es zu diesem Punkt gewesen sein. 😉

Fragestunde, die zweite

Was lange währt, wird endlich gut! 😉 Das liebe Goldengelchen hat mir schon vor über einem Monat 10 Fragen gestellt, die ich mir vorgenommen hatte zu beantworten! Ich habe das zwar schon einmal gemacht (Damals gab es noch 11 Fragen! Alles wird teurer….), aber das ist ja erstens schon eeewig her, zweitens beantworte ich gerne Fragen und drittens sind es ja jedes Mal wieder andere Fragen… Also, allons-y!

1. Was sind deine (Urlaubs-)Pläne für den Sommer?

Ich mag zwar ewig getrödelt haben mit diesem Beitrag, aber unser Urlaub steht trotzdem noch vor der Tür. 🙂 Wir fahren nämlich im September weg, das hat sich bewährt. Ich freue mich auf zwei freie Wochen mit dem Helden im Ferienhaus. Wir werden viel lesen und faul sein, in die Sauna gehen, nach Holland zum Shoppen fahren, Cachen… Je nach Lust, Laune und Wetter!

ferien


2. Bevorzugst du ein “richtiges” Buch oder einen E-Reader?

Ich habe beides. Derzeit lese ich ja gerade mein Bücherregal leer und habe somit eher “richtige” Bücher in der Hand. Das mag ich sehr gern. Aber ich nehme mein aktuelles Buch meistens mit und lese in der Mittagspause oder wenn ich irgendwo warten muss, und da ist ein E-Reader wirklich praktisch! Tatsächlich habe ich damals den 5. Band von “A Song of Ice and Fire” als Hardcover gekauft. Das ist ein dermaßen dicker Schinken (dick und groß!), dass ich dann tatsächlich doch lieber das Ebook gelesen habe, obwohl das “Original” im Regal stand.

Bücherei

 

Andererseits liebe ich Bücherregale – ich finde sie dekorativ und schaue mir sehr gerne bei anderen Leuten an, was sie so im Regal stehen haben. Bücher kann man außerdem vernünftig verleihen, verschenken, mittendrin aufschlagen und spontan die Lieblingsstelle lesen… Wenn ich auf dem Sofa sitze und unsere Bücherregale sehe, sehe ich auch viele Geschichten und Erinnerungen. Ich würde alle meine Lieblingsbücher niemals nur als Ebook haben wollen.

 

3. Womit verbringst du neben schlafen und Arbeit/Uni/Ausbildung die meiste Zeit?

Ich fürchte mit dem Schauen von Serien, auch wenn ich da lieber Lesen, Nähen oder Basteln lesen würde. Aber Serienschauen ist das, was ich mit dem Helden gemeinsam mache, außerdem mache ich es allein und ab und zu kommt noch ein Freund zu diesem Zwecke ins Haus, also sitze ich sicherlich 3 oder 4 Abende pro Woche vor dem Fernseher. Naja, besser DVDs als niveauloses TV-Programm. 🙂


4. Hast du ein Lieblingsrezept, wenn du wenig im Haus hast, du aber Hunger hast und es daher schnell gehen muss (so à la “sch… was koche ich heute!?”)?

Für Notfälle und Montage haben wir immer Miracoli im Haus. Also nicht Original-Miracoli, das eher selten, aber diese Nudel-Fertiggerichte, die es eigentlich überall gibt. Am besten schmecken übrigens die aus dem Real (hier spricht die Expertin! 😉 ). Ansonsten schnelle Alternativen: Schupfnudeln mit Speck und Pflaumen, Brokkoli-Kichererbsen-Salat, überbackene Tomatenbrote. Allerdings müssen wir für diese drei immer noch extra einkaufen gehen. Macht nix – direkt unter meinem Büro ist ein Edeka.


5. Was ist dein Lieblingseinrichtungsgegenstand und wieso?

Am ehesten noch unser Esstisch, der ursprünglich zu Uni-Zeiten mal mein Schreibtisch war. Er ist eines der ersten Möbelstücke, die ich mir gekauft habe. Man sieht heute noch die Kratzer auf der Tischplatte, die von einer Party in meiner ersten WG stammen. Er ist schön groß und hell, ich habe daran studiert und meine Diplomarbeit geschrieben und seit er in Düsseldorf zum Küchentisch wurde, hat er so manchen Spieleabend unterstützt!

tisch
Wie man sieht, ist er optimal geeignet zum Legobauen, Scrappen, Spielen oder Schreibmaschine drauf abstellen. Gelegentlich, so wird gemunkelt, essen wir sogar an unserem Esstisch. Verrückt, aber wahr.


6. Wofür gibst du am liebsten Geld aus?

Für Bücher! Und für Sneakers. 😀


7. Hast du etwas, ohne das du nicht verreist/weiter wegfährst (außer die typischen Sachen wie Schlüssel, Portemonnaie, Papiere, Handy, Kamera)?

GPS-Gerät zum Cachen, Buch zum Lesen, sonst eigentlich nichts.


8. Was würdest du an dir ändern, wenn du es so einfach könntest (Charakter oder Aussehen)?

Oh, ich wäre gern ordentlicher! Ich weiß gar nicht, wie es bei uns immer so schnell so chaotisch wird…


9. Was tust du, um deine Laune aufzubessern, wenn du so einen richtig miesen Tag hattest?

Laut Musik hören. Und vielleicht ein bisschen weinen. Nudeln essen.


10. Was wolltest du immer schon von mir wissen?

Fotoooooos!!! 😉

Nanu, wer bist denn du?

Andere haben es vorgemacht. Zuletzt Frollein Pfau. Bine von “was eigenes” hat ihre Gedanken dazu öffentlich aufgeschrieben. Und jetzt bin auch ich soweit. Ich oute mich! Kurz, schmerzlos und in Farbe – wir sind hier schließlich bunt, gestreift und hüpfig:

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Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mich hier mal “so richtig” öffentlich zu präsentieren. Es macht auch die Bildauswahl einfacher, wenn man nicht immer so fürchterlich “zensieren” muss. Und ich selbst bin doch auch immer so neugierig, wenn ich auf anderen Blogs unterwegs bin. Weder schreibe ich über Peinlichkeiten (na gut – manchmal schon, aber keine dramatischen), noch habe ich Geheimnisse hier stehen (na gut – manchmal schon, aber nur, wenn es um Geschenke für den Helden geht, und der kriegt dann ein paar Tage Blogverbot).

Genauer gesagt habe ich sogar schon ein paar Mal mein Gesicht gezeigt, hier im Blog. Allerdings nur sehr selten, und meist verborgen in einem Haufen anderer Fotos. Einmal habe ich es in die 12 von 12 “geschafft”, und ab und zu war ich auf den beliebten so-ein-bisschen-schräg-von-oben-links-dass-man-eigentlich-nichts-erkennen-kann-Fotos zu sehen. 😉

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Jetzt ist Bloggen ja nun nichts Schlimmes, und nichts Peinliches. Wieso habe ich also kein Bild auf meiner About-Seite, und wieso ist mein Avatar und Bloglogo dieser hübsche Ballon und nicht mein Gesicht? Am Anfang war mein Blog “geheim”. Ich schreibe schon seit Ewigkeiten online, und zu Beginn war es ein richtiges Tagebuch, und damit bin ich etwas auf die Nase gefallen. Tja, so ist das manchmal mit Sweet Little Sixteen. Es blieb hängen, und ich erzählte lieber niemandem davon. Nur der Held wusste davon. Es hat ja auch ein bisschen was, diese Anonymität, und das Wissen, dass man offenbar von Wildfremden gelesen wird.

Inzwischen ist es nicht mehr geheim – aber ich hänge es auch nicht an die große Glocke. Ich würde nicht lügen, um den Blog geheimzuhalten, aber ich gehe auch nicht auf Leute zu, stelle mich vor und sage, ich blogge. Manchmal gerate ich dadurch in schwimmend-schwammige Aussagen, wenn ich zum Beispiel beim Bloggerfrühstück bin und meiner Schwiegermama in spe erzähle, dass ich mich mit “Freundinnen aus dem Internet” treffe. 😉 Oder ich habe die 12von12-Fotos ausgedruckt im Fotoalbum und erwähne im winzigen Nebensatz, dass sie aus dem Blog stammen – und keiner fragt nach, und ich bin etwas erleichtert. Wieso? Eigentlich finde ich das etwas bekloppt, und ich werde versuchen, das ab jetzt anders zu handhaben. Wenn irgendetwas von dem, was ich mache, mit dem Bloggen zu tun hat, werde ich das auch sagen. Denn ich blogge gern und schäme mich nicht dafür!

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Ach übrigens … Der genaue Anlass, mich ausgerechnet heute zu “outen”, ist natürlich, dass ich endlich auch die passenden Fotos dazu habe. Diese hat unser großartiger Hochzeitsfotograf bei seinem “Vor-Shooting” gemacht. Was ich toll finde, ist es doch ein Shooting, bei dem wir schon mal “üben” können, Fotomodels zu sein, ohne so schrecklich aufgeregt wie bei der Hochzeit selbst zu sein. (Aber seien wir ehrlich: Ich war natürlich trotzdem total aufgeregt. Hüstel. Aber wenn ich das mit der Hochzeitsaufregung multipliziert hätte, wäre ich wahrscheinlich vor Aufregung gestorben.) Ich hatte überlegt, etwas tolles beim Fotoshooting zu machen. Zum Beispiel, es auf der Kirmes zu machen, was sicherlich total tolle Motive gegeben hätte, aber zeitlich  nicht passte. So habe ich dem Fotografen freie Hand gelassen, und er hat eine großartige Fotolocation ausgewählt, die super zu uns passte.

Tagebuch-Blogging à la Kl. Brüllen

Frau Brüllen ist neugierig und möchte gerne in unseren Alltag reinschnuppern. Kenne ich – ich bin nämlich auch neugierig, deshalb mag ich ja auch die 12 von 12 so gerne! Hier geht es um ein “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?”, eine Frage, die sich mir selbst bei vielen Menschen stellt, deren Berufsbezeichnung mit wenig sagt. Und da ich nicht unfair sein will und nur selbst “lünkern” (Kennt noch jemand dieses Wort?), mache ich natürlich brav mit. Heute geht’s los!

6:30 Uhr Der Heldenwecker geht morgens vor meinem, aber inzwischen höre ich das nicht mehr. Ich merke nur irgendwann, wie er aufsteht, und stelle dann enttäuscht fest, dass er gar nicht nur auf einem nächtlichen Badezimmer-Besuch ist, sondern dass es tatsächlich schon fast Zeit ist, aufzustehen. Mein Wecker schließt sich dieser Meinung um 6.50 Uhr an. Ich brauche dann noch einige Zeit, um richtig wach zu werden, und checke mit meinem Smartphone erst das Wetter und dann die Nachrichten.

7:30 Uhr Der Held hat aus dem Fenster geschaut und Schnee festgestellt. Daher will ich heute nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, sondern mich chauffieren lassen. Während ich meine 7 Sachen noch zusammensuche, fegt der Held noch schnell Schnee und räumt das Auto frei. Unsere Beifahrertür ist zugefroren – ich sitze heute hinten, und fühle mich wie eine edle Dame. 😉 Unterwegs diskutieren wir mal wieder über den schnellsten Weg. Heute setze ich mich durch und der Held gibt mir hinterher sogar Recht!

8:00 Uhr Im Büro gibt’s erst mal Kaffee in der Küche und ein paar Plaudereien über das Wochenende, dazu die üblichen Klagelieder über den Schnee. Ich stelle ein paar Brownies für meine Kollegen ab, die von gestern übrig geblieben sind. Praktisch: Da ich viel weniger Kollegen habe als der Held (nämlich vor Ort nur 4), dürfen die jetzt den übrig gebliebenen Geburtstagskuchen futtern, beim Helden hätte es nie gereicht für alle. Ich selbst frühstücke übrigens auch erst im Büro. Ein vorletztes Stück California Cheesecake (das letzte Stück steht noch im Kühlschrank, für den Helden).

8:30 Uhr “Mein” Shop funktioniert nicht, genauso wenig wie sein Backend. Ich bin unter anderem zuständig für unsere Kunden in der Schweiz, die müssen nun leider ein bisschen warten, bis ich mich um sie kümmern kann. Ich lese dann erst mal die deutschen Emails. Nach einer halben Stunde geht wieder alles, und ich kümmere mich um unsere Schweizer: Zahlungseingänge abgleichen, Bestellungen versandfertig machen (das heißt in meinem Fall aber lediglich, Lieferscheine und Rechnungen zu erstellen und diese dann ans Lager zu mailen), Emails beantworten, Bestände checken. Ich bin übrigens offiziell als Medienkauffrau eingestellt. Da ich vorher was ganz anderes gemacht habe und in diesem Beruf auch gar nicht ausgebildet bin, weiß ich aber nicht, ob das ein normaler Medienkauffrauenalltag ist. Ist mir auch egal, es ist jedenfalls schön abwechslungsreich.

9:00-12:30 Uhr Arbeit. 😉 Etwas konkreter: Ich stelle eine neue Lieferung von Waren in die Schweiz zusammen (dazu prüfe ich die vergangenen Verkaufszahlen und wähle dann passende Artikel aus, rechne Preise aus, fülle Tabellen aus), schreibe Texte zu unseren neuen Artikeln (die neue Jahreskollektion trudelt nach und nach ein) und erledige nebenbei noch die eine oder andere Kundenanfrage, Chef-Anfrage und Kleinigkeit.

12:30-13:15 Uhr Pause. Die Brownies haben sich bis auf ein letztes Anstandsstückchen verflüchtigt, das ich mir schnell selbst sichere. Der Nachmittag kommt schließlich! Ich gehe erst mal einen Blick in den Kühlschrank werfen, es ist noch Käse da. Also hole ich mir jetzt erst mal ein Brötchen beim Bäcker! In meinem Portmonee ist allerdings Ebbe, ich hätte noch mal am Geldautomaten vorbeischauen sollen. Nachdem ich mir ein Krusti für 38 Cent gegönnt habe, verbleiben noch königliche 6 Cent in der Börse! Wieder im Büro setze ich mich zu einigen meiner KollegInnen in die Küche, wir essen und unterhalten uns über Privates wie Berufliches. Bürohund Lulu schaut auch mal rein, um uns mit traurigen Augen dazu zu bringen, ihr etwas abzugeben. Machen wir nicht, aber nach dem Essen gibt’s noch eine Runde Hundekuscheln. 😀

13:15-17:20 Uhr Arbeit. Ich bin schon so ab 16:45 Uhr ganz allein im Büro, aber muss noch auf meinen Bus warten. Dafür schaffe ich ganz schön was weg, und zwischendurch bleibt noch Zeit für eine klitzekleine Surf-Runde, bei Kaffee und Brownie natürlich! Die Software nervt mich, denn sie stürzt dauernd ab. So kann ich Teile der Arbeit einfach gar nicht erledigen, die verschiebe ich auf morgen. Der Held bietet an, mich abzuholen, aber damit wäre ich auch nicht wirklich eher zuhause. Die Zeit, die er spart, soll er lieber schon mal zum Aufräumen nutzen, die Küche haben wir nämlich gestern als kleines Schlachtfeld hinterlassen.

17:20-17:50 Uhr Heimweg. Ein paar Minuten Fußweg zum Bus. Es liegt zwar kein Schnee, aber er stöbert um mich herum und es ist bitterkalt. Ich bin froh, nicht mit dem Rad unterwegs zu sein! Meine Fellmütze über den Ohren dämpft alle Geräusche ab. An der Haltestelle muss ich noch einige Minuten warten, hier stehen mit mir jede Menge Schüler. Die Armen, dass sie so lange Schule haben! Trotzdem fühle ich mich in Gegenwart von fremden Teenagern immer etwas unwohl. Ich weiß auch nicht warum. Ich stehe abseits der Haltestelle und starre dem Bus entgegen. Die Fahrt geht dann fix: 7 Haltestellen.

17:50-18:45 Ich komme nach Hause und sehe als erstes, dass der Held die Glühlampe im Flur endlich ausgetauscht hat. Juchuh! Dann beichtet er aber, dass er dabei den Glaszylinder besagter Lampe kaputtgemacht hat. Ein bisschen Schwund ist immer… Er räumt wie versprochen die Küche auf, ich koche schnell. Montags ist bei uns Miracoli-Tag, also eigentlich ist es meistens gar kein Original-Miracoli, aber es gibt halt eine Packung Nudeln mit Sauce. Wir haben nämlich nicht so viel Zeit. Heute darf ich viel mehr als die Hälfte der Nudeln futtern, denn der Held hat ja noch sein Kuchenstück. Ich bin pupsatt, als wir fertig sind. Ich räume fix weg und schmeiße die Spülmaschine an.

18:45-20:00 Uhr Montags hat der Held “Fußball”. Also… Es kommen ein paar Freunde und sie spielen zusammen Fußball auf der X-Box. 😉 Bis alle da sind, spiele ich noch ein bisschen mit den Jungs andere X-Box-Spiele. Gestern hat der Held das “Rayman Raving Rabbids” für X-Box Kinect zum Geburtstag bekommen und deshalb gibt es heute lustige Kinect-Spielereien, die uns richtig ins Schwitzen bringen. Es muss von außen sehr lustig aussehen, wie wir uns zu dritt plötzlich alle auf den Boden werfen, in die Luft springen, Luftgitarre spielen oder wie wild zu zappeln anfangen! 😉 Um 20 Uhr sind alle da und ich lasse die Herren in Ruhe.

20:00-20:30 Telefonat mit Muttern.

20:30-21:25 Uhr Wildes Rumsurfen! 🙂

21:25 Ich kriege einen Koller wegen des Chaos’ um mich herum und räume endlich mal wieder meinen Schreibtisch auf. Dabei finde ich eine unbezahlte Rechnung, die seit 2 Wochen überfällig ist – zum Glück nur über 11 Euro. Upps. So erledige ich gleich noch ein paar mehr Überweisungen und erfreue mich an der Armfreiheit auf dem Schreibtisch. Hey, ich kann die Maus wieder bewegen! 😉

22:15 Uhr Jetzt, wo ich wieder Platz habe, kann ich den Laptop nach hinten schieben und vorn Hochzeitskram basteln. Ganz gemütlich, dabei lasse ich eine Folge Doctor Who über Lovefilm laufen. Die Serie habe ich nicht zuletzt dank Katha und natürlich dank der gesamten Begeisterung im Netz mal angefangen zu schauen! Ich muss zugeben, dass es mich heute leicht gruselt. Und dann ist es auch noch eine Doppelfolge und das Ende gruselt weiter! (Und beim Basteln hab ich auch nicht viel geschafft…)

23:00 Uhr Meinen guten Vorsätzen zufolge müsste ich jetzt im Bett liegen. Wenn ich 8 Stunden schlafe, geht’s mir am besten. Aber ganz ehrlich? Das schaffe ich nie. Auch heute nicht. Gerade bringe ich noch letzte Basteleien zu Ende und höre das Elisabeth-Musical dabei. Ich werde danach noch duschen gehen, ich bin ein Abendduscher, weil mir morgens jede Minute so wertvoll ist. 😉 Dann ab ins Bett und so schnell wie möglich schlafen, und hoffen, dass die Herren im Wohnzimmer beim Fußball nicht so gut spielen, dass ich von Jubelschreien geweckt werde! 🙂

Vatertag

Das mit den Vätern, dass ist bei mir etwas schwierig. Dank Patchwork habe ich nämlich gleich zwei davon. Zum Glück war das bei uns nie weiter kompliziert. Heute ist nun Vatertag – das spielt bei uns so gar keine Rolle, übrigens genauso wie der Muttertag. Für mich als Kind sehr entspannt! 😉

Trotzdem musste ich heute an meinen Vater denken – an meinen leiblichen, denn ich niese und schnufe vor Heuschnupfen nur so vor mich hin. Danke, Papa, dass du mir das vererbt hast! 😉

Außerdem habe ich kürzlich beim Stöbern in alten Kartons dieses herrliche Foto gefunden. Ich finde es total schön und an die Tasse, die ich da fest umklammere, kann ich mich sogar noch erinnern. Als die Schwester des Helden das Bild gesehen hat, merkte sie direkt an, dass ich offenbar die Nase vom Papa hätte. Hmm. Ob mir das so gefällt? Man weiß es nicht! 😉

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