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Glück {Schreibzeit}

Diesen Monat fragt Bine uns in der Schreibzeit nach dem Glück. Was bedeutet Glück, und wie erleben wir es? Dazu hat sie übrigens einen sehr schönen Text geschrieben, den ich euch allen ans Herz legen möchte.

Es gibt viele Dinge, die mich glücklich machen. Beispielsweise die kleinen Dinge im Leben, denen ich daher eine ganze Kategorie gewidmet habe. Momentan merke ich aber, dass es etwas gibt, was mich komplett ohne eigenes Zutun, egal was um mich herum passiert, wahnsinnig und fast schon völlig übertrieben glücklich macht – und das ist der Sommer.

Ich bin glücklich, wenn ich morgens im T-Shirt auf dem Fahrrad sitzen kann. Mich sanft der Fahrtwind umspielt. Ich meine Sonnenbrille aufsetze, den Sommerduft nach Blumen und abends auf dem Heimweg nach Grillen und Sonnencreme einatme.

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Ich bin glücklich, wenn ich mich in den Garten in die Sonne setze, mit einem Buch und einem kühlen Getränk. Ich kann mich von Eis ernähren. Ich würde mich niemals beklagen, dass es zu warm ist. (Die heiße, drückende Luft im Schatten – die, die dich erschlägt, wenn du zur Tür rauskommst – mag ich übrigens nicht ganz so. Daher gehe ich immer komplett in die Sonne, es mag heißer sein, aber es fühlt sich ganz anders an.)

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Ich bin glücklich, wenn ich abends vor dem Schlafengehen noch einmal im Schlafanzug auf den Balkon gehe. Die laue Luft ist nicht kalt, sondern wunderbar sanft auf der Haut. Alles fühlt sich irgendwie anders an. Weicher und wärmer und schöner. Die Wärme fühlt sich an wie eine freundliche Umarmung, anders als die Hitze des Tages.

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Ich bin glücklich, wenn die Wäsche im Garten flattert. Später, wenn ich sie anziehe, duftet sie nach Sonnenschein und Sommer und Glück. Das ist wunderbar. Im Sommer kann ich der Wäsche beim Trocknen zusehen.

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In den letzten Tagen habe ich erstaunt beobachtet, wie meine Laune an den Sonnenschein gekoppelt war. Faszinierend! Vom einen auf den anderen Tag war ich glücklicher. Vor allem morgens auf dem Rad macht das echt einen großen Unterschied! Nachmittags habe ich die Sonne im Garten genossen und dabei ein komplettes Buch eingeatmet. Ich behaupte gern, dass ich alle Jahreszeiten mag, und das stimmt auch. Aber ich glaube, wirklich glücklich macht mich nur der Sommer.

Jährliches Spektakel

Wie jedes Jahr waren wir kürzlich wieder auf dem Mittelalterlichen Phantasie Spectaculum in Telgte (der Grammatik-Geek in mir will da jedes Mal Bindestriche setzen)! Es war etwas anders als sonst, denn während wir mit dem gleichen befreundeten Pärchen da waren wie immer, hatten wir dieses Jahr noch eine weitere Begleitung:

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Zwar war der Knirps auch schon im letzten Jahr dabei – da war er aber gerade mal ein paar Wochen alt und lag die ganze Zeit brav im Kinderwagen. Dieses Jahr war das ganz anders, er wollte selber laufen und entdecken, und so haben wir uns hauptsächlich von einem Heuballen zum nächsten bewegt. 😉

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Denn natürlich gab es für den jungen Mann so einiges Neues zu sehen. Macht nix – eine komplette Runde haben wir geschafft, unser Essen haben wir gekriegt und sogar Svea haben wir getroffen – sehr schön!

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spectaculum-telgte-6Die meisten Bands habe ich somit auch nur gehört und nicht gesehen. Daher kann ich auch die ganzen Fotos, die der Held gemacht hat, nicht zuordnen! 😉 Tanzen konnte ich trotzdem:

spectaculum-telgte-8spectaculum-telgte-7Es war wie üblich ein wunderbarer Tag und da man das alles so oder ähnlich ohnehin schon oft gesehen hat, wenn man jedes Jahr dort ist, hat es mir viel Spaß gemacht, es durch unseren kleinen Begleiter mit anderen Augen noch einmal komplett neu zu entdecken!
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Der Sommer ist zu kurz für Schattenplätze

In the summertime, when the weather is high… Mein persönlicher Sommer-Ohrwurm. Ich liebe es, wenn es richtig heiß wird, und nutze jedes Sonnenfleckchen aus! Am Ende des gestrigen Sonntags lag ich auf meiner Decke fast an den Zaun gekuschelt, wo sich noch ein Reststreifen Sonne versteckte… Davon gibt’s zum Glück keine Bilder.

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Sommerliebe:

morgens schon bei 22 Grad auf dem Fahrrad zur Arbeit fahren
Wassereis in grün, blau, rosa
eine Schüssel kaltes Wasser für die Füße, und ab und zu für das Gesicht

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der Duft von Sonnencreme
die Luft, wenn man abends nach Hause fährt und es langsam abkühlt
nackt schlafen

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das kühlere Wohnzimmer genießen
lesen mit Sonnenbrille
auf der Wiese liegen

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kühl duschen
Spaghetti mit kalter Tomatensauce
blühende Beete, die abends gierig das Wasser aufsaugen

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sonnengetrocknete Wäsche
Autofahren mit offenen Fenstern und Sommermusik (siehe oben)
Grillgeruch in der Luft

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die fröhliche Amsel im Vogelbad
Cachen gehen
FlipFlops

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Schnipsel

Ich weiß nicht so recht, wo mir der Kopf steht. In der aktuellen Woche war ich jeden Abend verabredet, und das nur einmal bei uns daheim. Wirklich jeden Abend, und jedes Mal mit anderen Leuten! Es ist wunderbar, ich habe mich gefreut über ein Chor-Sommerfest, einen Besuch aus Düsseldorf oder einen Spieleabend, aber hallooooo, Zeit?! Daher heute mal wieder nur ein paar kleine Schnipsel!

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Zum Beispiel wollte ich doch noch meine neueste Anschaffung zeigen. Sie ist klein, war günstig, und man kann damit unfassbar viel Spaß haben. Den Tipp dazu habe ich bei der Ja-Sagerin entdeckt. Und bei der nächsten Bestellung musste er mit in den Warenkorb: Der DYMO Junior!

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Natürlich war es nicht so, dass ich ihn gerade dringend brauchen würde. Aber ausprobiert wollte er natürlich trotzdem werden, daher habe ich die unmöglichsten Dinge etikettiert. Ein Traum!

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Die Begeisterung über den Haushaltszuwachs war nicht bei allen gleich groß. 😉 Aber ich habe auch schon das erste Geschenk damit beschriftet, was sehr cool war, aber leider nicht fotografisch festgehalten wurde.

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Der Sommer ist traumhaft bei uns eingekehrt, und ich trage ein Kleid nach dem anderen (ich besitze ganze 3 Sommerkleider, und davon waren 2 noch ungetragen!) – wunderbar! Natürlich sitze ich fast den ganzen Tag im Büro, aber ich nutze die Mittagspause und hoffe jetzt ganz stark auf das Wochenende, wo es weiterhin heiß und sonnig sein soll. Ich glaube fest daran, dass es jetzt bis Ende August so bleibt, dann in einen sonnigen 23-Grad-September übergeht, einen goldenen Oktober und ab November Schnee. Halt. Nein. Habe ich Schnee gesagt? Das habe ich nie gesagt. Ich hasse Schnee!

Jedenfalls, jetzt ist es sowieso noch nicht so weit und ich wollte euch diese großartige Fotostrecke der New York Times nicht vorenthalten: “Here comes the sunscreen” – Kinder werden eingecremt, herrlich! 😉 Ich selbst bin natürlich auch immer eingecremt. Immer. Hust, hust.

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Demnächst – wenn ich mal wieder Zeit habeso in zwei bis drei Jahren – habe ich noch für euch: Ein Frage-Antwort-Spielchen, unser allerliebstes Familienrezept und tolle Bilder und ein Bericht von der Ballonfahrt. Woran soll ich mich zuerst setzen? 😀

Sommer, Sonnenschein und Promi-Blogger

Der Sommer ist da! Ich jubiliere und strahle übers ganze Gesicht. Das Radfahren macht plötzlich noch mehr Freude, das Wäscheaufhängen wird zum reinsten Vergnügen und abends kann man bis 22.15 Uhr auf der Terrasse sitzen und lesen!

Gestern ging es schon los, es war ein wunderbarer Tag. Nicht nur, dass ich schon beim Aufwachen topfit war (kommt ja selten genug vor), in der Mittagspause konnte ich auch noch mit dem Rad in die Stadt fahren (ganze 7 Minuten brauche ich dafür) und unsere neuen Sonnenbrillen abholen. Dann habe ich selbige auf die Nase gesetzt und bin noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert, denn es war wunderschön!

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Während ich mein Panino mit gegrilltem Gemüse verputzte, gab es auch noch extra für mich eine Action-Vorstellung auf Prinzipalmarkt und Domplatz:

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Im Dachstuhl eines Modehauses war ein Feuer ausgebrochen, und alles war voll mit Polizei und Feuerwehr. Zum Glück war es soweit ungefährlich und schnell unter Kontrolle! Ich habe ein wenig nach meinem Schwager, dem Feuerwehrmann, Ausschau gehalten, aber hauptsächlich habe ich meine Nase in die Sonne gestreckt.

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Auf dem Rückweg ins Büro durfte dann noch ein Milchshake mit – was will man mehr an einem Montag?

Abends habe ich dann einen Punkt meiner 101 Dinge-Liste abgehakt: Ich war bei einer Probe-Probe eines Chors! 🙂 Dieser probt praktischerweise bei uns gegenüber und es hat viel Spaß gemacht, ich denke, ich werde öfter hingehen.

Aber eins der absoluten Highlights meines Tages erwartete mich dann abends, als ich schon im Bett lag. “Nur noch mal eben Mails checken”, murmelte ich zum Helden, und da erschien dieser Link auf meinem Handy, dank der lieben Eva: Diese zehn Blogs aus der Region sollte man nicht verpassen, behauptet nämlich unter anderem die Münstersche Zeitung! Und da steht mein Blog! In einer Reihe mit beispielsweise Fräulein Ordnung oder HeimatPOTTential! Woaah! Ich bin berühmt!

Mir stand jedenfalls der Mund offen und ich staunte nicht schlecht. Und ja, jetzt bin ich etwas stolz! 🙂 “Die Mischung macht Spaß, das Blog ist spannend bebildert und fühlt sich an wie eine digitale Wundertüte.” Geht runter wie Öl, oder? Fragt sich nur: Was mache ich jetzt mit meiner Berühmtheit?

Zur Feier des Tages habe ich mich jedenfalls heute erst mal schick gemacht, wer weiß, wie lange der Sommer hierbleibt. Kleidchen und Hochzeitsschuhe (die blauen Schleifen waren ja zum Glück abnehmbar):

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Und so konnte ich auch heute wieder die Mittagspause in der Sonne verbringen, allerdings dieses Mal nur in der kleinen Grünanlage hinterm Haus. Dafür gab’s im Anschluss Eis vom Kollegen, und später natürlich die herrliche Heimfahrt mit dem Fahrrad durch den Sommer (obwohl sich diese im Kleid immer etwas schwieriger gestaltet als sonst)!

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PS: Liebe Münsteraner und andere, die durch diesen Artikel hierhergefunden haben: Ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht. 😉 Wenn ihr mich in der Stadt seht, könnt ihr mich immer gern ansprechen. Besonders dringend, wenn ihr mich in meinem neuen Dr. Horrible-Shirt seht und auch Fans seid! 😀 Die vom Autor versprochenen Büchertipps findet ihr am schnellsten hier.

Wolken gucken

Macht auch glücklich: Im Garten liegen. Wenn möglich in der Sonne. (Die Sonnenliege der Schwiegereltern muss ich wohl heimlich mopsen, wenn ich ausziehe. Sooo bequem! 😉 ) Und dann: in die Wolken schauen und Figuren finden!

Seht ihr, was ich sehe? Einfach klicken und dann hab ich es euch höööchst künstlerisch wertvoll hineingemalt! 😉

Spectaculum 2011

Am vergangenen Wochenende waren wir auf dem Spectaculum. Ein Highlight im Jahr, auf das wir uns schon lange freuen.

Das Tolle am Spectaculum? Bis auf die Preise alles. 😉 Die Stimmung, die Atmosphäre. Die Musik. Das Essen und Trinken. Die Menschen. Das Wetter (eigentlich war es bisher immer gut). Das absolute und totale Abschalten, da es so gar nichts mit der aktuellen Welt, mit den persönlichen Problemen, mit Technik, Jobs & Co. zu tun hat.

Musik, die zum Tanzen einlädt… Mein Favorit: Vermaledeyt. Hach… 🙂

Es gibt so viel zu entdecken, zu sehen. Vor allem die Kinder  wirken irgendwie so besonders begeistert und glücklich…

Man muss gar nichts tun. Nur zusehen, staunen, klatschen. Zwischendurch ein bisschen auf der Wiese sitzen. Ein Bier trinken, eine Kleinigkeit essen. Handwerkskunst ebenso bewundern wie starke Schwertkämpfer und faszinierende Feuerkünstler. Und dabei ein kleines bisschen vergessen, dass alles nur Show ist…

Und wenn dann am Abend die Sonne untergeht, die Feuer und Lampen angezündet werden, dann hat das einfach sein ganz besonderes, beeindruckendes Flair… Mitten zwischen den lagernden Menschen, die dort leben – nur für ein Wochenende – wie vor Hunderten von Jahren.

Hach. Nun wieder ein Jahr bis zum “großen Tag”. Bis zur 12-Stunden-Auszeit. Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt ist zwar auch toll, aber nicht dasselbe.

Beschwerdebrief

Lieber Sommer!

Ich dachte immer, wir wären Freunde. Zumindest haben wir uns verhalten wie gute Bekannte. Ich habe mich immer sehr gefreut, wenn du zu Besuch gekommen bist. Ich habe mich über jeden Sonnenstrahl und jedes Grad mehr gefreut, und ich habe ganz arg aufgepasst, nicht zu jammern, es sei mir zu warm (denn ich hebe mir das Jammern lieber für den kalten Winter auf und mal ehrlich, wer mag schon die Leute, die über wirklich jedes Wetter jammern?). Jedes Jahr warst du da, mal warst du furchtbar heiß, mal nur lauwarm, aber du bist immer eine gewisse Zeit geblieben und dann wieder verschwunden.

Dieses Jahr ist das anders. Was habe ich dir getan, dass du immer nur kurz vorbeischaust und dann sofort wieder abdrehst? Gefällt es dir nicht mehr bei uns? Einen Tag, vielleicht zwei, tust du so, als wäre alles beim Alten. Wir kramen unsere T-Shirts hervor, kaufen Sonnencreme und hängen die Jacken in die Abstellkammer. Wir packen die Kissen für die Balkonstühle aus, holen kiloweise Grillfleisch und Kohle und legen Bier kalt. Und dann? Dann verschwindest du wieder und lässt uns zurück mit grauem Himmel, Regen und völlig unberechenbaren Temperaturen. Mal sind es 13 Grad, mal doch wieder 25, aber der Blick aus dem Fenster ergibt beide Male das gleiche Bild. So wissen wir gar nicht so recht, ob wir jetzt das T-Shirt oder doch die Jacke brauchen – nur die Tatsache, dass die Sonnencreme kaum genutzt im Badezimmerschrank verstaubt, die lässt sich nicht leugnen. Das Grillfleisch liegt seit Wochen im Tiefkühlschrank, denn wenn es einmal schön wird, will man es nicht herausholen – bis es aufgetaut ist, regnet es sowieso wieder.

Die Wetter-App auf dem Handy zeigt in der Wochenvorschau stets traumhaftes Wetter – in ein paar Tagen. Je näher diese Tage kommen, desto schlechter wird die Voraussage (aber “in ein paaar Tagen” ist es immer gut!).

Es ist ja nicht so, als hätten wir nicht schon einige schöne Tage gehabt. Nein, wirklich nicht, ich habe dieses Jahr schon Röcke getragen und Sandalen und T-Shirts. Aber hey, Sommer. Entscheide dich doch mal. Ich war dieses Jahr auch durchaus schon im Büro und habe unfassbar geschwitzt, weil es viel wärmer wurde als angekündigt. Oder gefroren – weil die Anzeige des Thermometers einfach nicht hinaufklettern wollte bis zu den Zahlen, die die Wettervorhersage mir noch morgens im Bett aus dem Radio vorgelesen hatte.

Dieses Wochenende, lieber Sommer, war doch wohl mal wieder ein Musterbeispiel. Am Samstag hast du uns nicht im Stich gelassen, als wir auf dem Spectaculum waren, strahlte die Sonne vom Himmel. Mehr sogar – sie brannte, und da wir die Sonne lange nicht mehr gesehen hatten und ihre Kraft schon ganz vergessen, holte ich mir prompt einen ziemlich roten Sonnenbrand auf den Schultern. Es war ein wunderbarer Tag, nicht zu warm, nicht zu kalt. Sonntag dann? Hmm, es war immer noch warm, aber es war grau und regnerisch. Ich glaube, Zweck dieser Aktion war es, mich in der Nacht dazu zu zwingen, das Fenster offen zu lassen. So konnte nicht nur die einzige Mücke dieses Sommers in mein Schlafzimmer gelangen (Sonnenbrand und Mücken – das klingt fast nach einem ganz normalen, perfekten Sommer 😉 ), ich wurde auch ständig von den lärmenden Menschen auf der Straße geweckt (was auch immer die Sonntag Nacht um 3 draußen verloren hatten). Dann schaute ich heute früh auf meine Wetter-App und sah eine strahlende Sonne mit einer winzigen Wolke und 25 Grad. Jacke konnte ich also zuhause lassen… Pustekuchen, den ganzen Tag ließ sich die Sonne nicht blicken. Das ganze Spektakel also schon wieder vorbei… Und ich merke nur noch die juckenden Mückenstiche und die schmerzenden Schultern (BH? Autsch! Schultertasche? Jaul!).

Lieber Sommer. Ich gebe dir jetzt noch eine Chance. Du musst gar nicht viel tun. Eine Woche nur musst du durchhalten und uns strahlendes Wetter schenken. Sonne pur, mit einem kleinen bisschen Wind und Temperaturen um die 24 Grad, das würde ich mir wünschen. In der zweiten Septemberwoche, auf Fehmarn, okay? Dann bin ich wieder voll mit dir versöhnt und wir können wieder Freunde sein! Anderenfalls… Nun, du wirst schon sehen, was du davon hast! 😉

Sommer

Samstag. Es ist der 4. Juni. Es ist ein perfekter Sommertag.

Frühstück gibt es auf dem Balkon. Toastbrötchen, Kaffee und ein gutes Buch. Ich bin allein, aber das macht mir heute nichts. Ich habe genug vor. Nach dem Frühstück fahre ich zum Stoffladen. Mit dem Fahrrad, das ich seit langem nicht mehr aus dem Keller geholt hatte. Mit meiner neuen, roten, gepunkteten Fahrradtasche, die ich zum Geburtstag bekommen habe (sie ist ein Traum!). Und in meinem dünnsten Sommerrock, den ich im Schrank gefunden habe und seit ungefähr 10 Jahren besitze – etwa genauso lange habe ich ihn nicht mehr in der Öffentlichkeit getragen, aber dieses Jahr gefällt er mir wieder richtig gut.

Im Stoffladen ist’s nett, auch wenn ich etwas verschüchtert bin. Aber dafür melde ich mich direkt für einen Näh-Crashkurs an (und darf nachmittags wieder absagen, als ich zuhause feststelle, dass ich an dem Termin gar nicht kann). Auf dem Rückweg hüpfe ich in die Stadtteilbibliothek und entdecke, dass direkt daneben Stadtteilfest ist. So schlendere ich mit meiner schicken roten Tupfentasche und in meinem luftigen Röckchen durch den Sonnenschein über den Flohmarkt und bin mit der Welt und mir selbst außerordentlich zufrieden…

Anschließend muss noch was zu futtern gekauft werden, und dann meldet sich der Held. Ob wir uns morgen “in der Mitte” zum Cachen treffen wollen? Er hat ja jetzt ein Auto und ich habe gerade auch eins geliehen. Perfekt. Hoffentlich regnet es nicht.

Den Rest des Tages verbringe ich auf dem Balkon und sauge die Sonne auf. Was braucht man mehr für den perfekten Sommertag?

Spaghetti mit kalter Tomatensauce

Sommerrock

Flohmarktschätzchen