Alltagshüpfer

Februar 2014

1. Februar 2014

Ich habe ja die Hoffnung, dass der Februar in etwa so bleibt wie der Januar – vielleicht etwas weniger grau, dafür von mir aus auch ein paar Grad kälter. Alles, was ich mir wünsche, ist: KEIN SCHNEE!!! Ich fürchte aber ganz anderes, denn die letzten Jahre wurde es doch immer erst jetzt so richtig winterlich, wenn ich mich recht erinnere…

Im Februar möchte ich gern:

  • am mittlerweile schon traditionellen Spielewochenende teilnehmen, dieses Wochenende schon (so früh im Februar, das ich es schon versehentlich in den Januar-Post aufgenommen hatte!)
  • meinen Eltern beim Umzug helfen und mich vom Elternhaus verabschieden
  • noch ein bisschen nähen, ich habe gerade wieder richtig Spaß daran gefunden
  • auf dem Sofa unter der neuen Decke liegen, lesen und dem Kaminprasseln lauschen
  • mit dem Chor neue Lieder lernen – unser Kirchenkonzert ist vorbei und jetzt kommt mal was moderneres, ich bin gespannt
  • unserer Nichte (3) einen Brief schicken, mit der Post

Irgendwie habe ich diesen Februar mal etwas weniger Pläne. Auch gut, ich möchte gerne mal ein bisschen Ruhe haben. Was ich auf jeden Fall im Februar hoffentlich nicht mehr muss: Morgens in den Sonnenaufgang hineinfahren. Das sieht zwar wunderschön aus. Aber ich habe es doch lieber, wenn es früher und länger hell ist.

sonnenaufgang1 sonnenaufgang2

(Februar 2012, Februar 2013)

weiterlesen

Foto-Hüpfer

12tel Blick im Januar 2014

27. Januar 2014

Wer mich kennt, weiß, dass ich eigentlich ganz gerne bei Blog-Aktionen mitmache. Allerdings weiß der geneigte Leser dann auch, dass sich dieser Enthusiasmus recht schnell wieder legen kann. Das einzige, was ich mehr oder minder regelmäßig durchziehe, sind die 12 von 12. Das ist mittlerweile richtig zur Gewohnheit geworden und ich mag es, in den Beiträgen zurückzublättern und zu sehen, was ich vor genau einem Jahr oder sogar zweien (und bald dann dreien!?) gemacht habe.

Ein weiteres Projekt, das ich im letzten Jahr bei einigen Blogs neugierig verfolgt habe, ist der „12tel Blick“. Einmal im Monat fotografiert man das gleiche Motiv und kann so den Fortgang der Jahreszeiten verfolgen. Spannend! Da möchte ich auch gerne mitmachen. Aber weil ich genau weiß, dass ich sowas gerne vergesse und weil es mir garantiert irgendwann zu aufwändig sein wird, zu einer speziellen Foto-Stelle zu fahren, habe ich die einfache Variante gewählt: Nix mit extra hübscher Aussicht – es gibt ein Foto aus meinem Büro-Fenster! Dort bin ich oft genug 😉 und einen Reminder zum Fotografieren kann ich mir direkt dort in den Kalender eintragen.

Und den Wechsel der Jahreszeiten kann man dort auch sicher sehr gut sehen. Der Januar zeigt sich schon mal so, wie ich ihn auch in Erinnerung behalten werde: Grau, nass und diesig. Mit matten Farben. Ungemütlich. Nicht warm, nicht kalt. Permanenter Nebel, der dazu führt, dass man sich draußen ständig irgendwie klamm und feucht fühlt. Fast novembrig.

Januar-30prozentoriginal+shadow

Tabea sammelt die 12tel-Blicke und hier findet ihr noch viel mehr Teilnehmer!

weiterlesen

Alltagshüpfer

Draußen – drinnen

16. Dezember 2013

Draußen:

???????????????????????????????

Weihnachtsmarkt in Münster. Trubel und viele, teilweise zu viele Menschen. Aber auch ruhige Ecken, wenn man sich von den Glühweinständen fernhält. Erstaunlich viele moderne, neue Stände – nicht immer nur das alljährlich gleiche, an dem man ohnehin nur mit einem müden Lächeln vorbeiläuft, ohne stehenzubleiben.

Drinnen:

???????????????????????????????

Während des Advents ist die Chance, an meinem Schreibtisch irgendetwas anderes als das „December Daily“ zu machen, verschwindend gering. Deshalb gibt es auch mal wieder keine genähten Weihnachtsgeschenke. Wo sollte denn das Nähmaschinchen auch stehen?!

weiterlesen

Erlebt

…die schwarz-weiß-grüne Fahne in der Hand!

27. September 2013

Als Kind/junger Teenie war ich großer Fußballfan. Ich weiß gar nicht mehr so recht, wie das passiert ist – in der Familie gab es eigentlich keine besondere Begeisterung für Fußball, aber in der Schule war das Thema ganz groß. Jedenfalls sammelte ich zusammen, was ich mir so leisten konnte. Auf jedes T-Shirt, jede Mütze mit Vereinslogo war ich äußerst stolz, der Schal hing mir fast ständig um den Hals und das absolute Highlight war das schönste Trikot aller Zeiten, das irgendwann unter dem Weihnachtsbaum lag. Ich habe es heute noch. Im Stadion war ich in dieser ganzen Zeit glaube ich ganze zwei Mal – aber jedes Spiel habe ich am Radio verfolgt, die Zeitungsartikel ausgeschnitten und an meine Zimmerwand gehängt (!) und emotionale Tagebucheinträge darüber verfasst.

(Achja, und ich kann heute noch darüber schimpfen, dass Michael Tarnat vom FC Bayern damals im DFB-Pokalfinale vor 15 Jahren unseren Stürmer Bachirou Salou fies foulte und deswegen, nur deswegen der MSV verlor, obwohl er zur Halbzeit schon 1:0 führte und eindeutig besser war. Jawollja, so war das! Das hat uns Duisburger so stark traumatisiert, dass es Leute gibt, die darüber heute noch bei YouTube Videos hochladen.)

Irgendwann flaute meine Leidenschaft für den Fußball aber ab – ich war wohl zu sehr mit Schule, der großen Liebe und anderen Dingen beschäftigt. Geblieben ist eine gewisse Sympathie für den Sport und das Gefühl, immer ein bisschen zur Heimatmannschaft halten zu müssen. Womit ich nicht nur meine alte Heimatmannschaft von damals meine, sondern meine stets aktuelle. Und so freue ich mich über jeden Sieg vom MSV Duisburg, der Fortuna aus Düsseldorf und jetzt eben Preußen Münster, obwohl das alles nicht so die Top-Vereine sind.

Ein Freund von uns hingegen geht regelmäßig zu Preußen ins Stadion. Für die DFB-Pokalspiele bekam er Tickets von der Arbeit und so waren auch der Held und ich zum ersten Mal seit langer Zeit wieder in einem Fußballstadion zu Besuch! Beim ersten Spiel vor einigen Wochen klappte das ganz hervorragend und Preußen Münster besiegte den FC Sankt Pauli mit 1:0, was zur Folge hatte, dass wir diese Woche wieder zu einem Spiel durften: Preußen Münster spielte wie schon im letzten Jahr in der 2. Runde gegen Augsburg.

preussen1

Also fix ins schwarz-weiß-grüne Outfit geschmissen und auf ins Preußenstadion! Tatsächliche Fan-Artikel besitze ich leider keine, aber da Grün eine meiner Lieblingsfarben ist, bestand zumindest bei der Kleidung genügend Auswahl.

Dieses Mal lief es nicht so rund wie beim letzten Spiel. Auch wenn wir vor dem Anpfiff noch guter Dinge waren:

preussen2

Hinterher sah das mit den großen Pappschildern übrigens so aus. Ich war ja wie schon beim ersten Mal fasziniert von dieser Fan-Choreographie, die zum Einlauf der Mannschaft ins Stadion gestartet wurde. Plakate bzw. beim letzten Mal Fahnen wurden verteilt und vorn auf dem Zaun saß dann ein Megaphon-Mensch und wies uns an, wann wir die Dinger hochhalten mussten und wie lange. Ich habe ein Video gesehen vom letzten Mal (von diesem Mal habe ich keins gefunden) und es sah wirklich toll aus, man selbst sieht es ja leider nicht! Darüber, dass so etwas ja vorbereitet und koordiniert werden muss, habe ich mir noch nie Gedanken gemacht, wenn ich Fans im Fernsehen gesehen habe. Aber es wird gemacht, und zwar nicht vom Verein, sondern von Fans.

Diese Fans waren es dann auch, die während des Spiels richtig Stimmung verbreiteten. Leider waren sie in der absoluten Minderheit. Natürlich war beim DFB-Pokalspiel das Stadion viel, viel voller als sonst – wir beispielsweise waren ja auch absolute Newbies und sind sonst nie da. Und so standen eben die meisten Besucher um uns herum und guckten. Ich fand es ganz, ganz furchtbar. Rechts von uns die Ultras, die durchgehend vom Anfang bis zum Ende sangen, Fahnen schwenkten und ihre Mannschaft anfeuerten. Na gut, zwischendurch stieg auch ein bisschen grüner Rauch auf und es wurden Ermahnungen über die Lautsprecher abgegeben. Aber das war immer noch hundert mal besser als die Menschen links von mir, die wie Fische waren und nicht einmal mitgebrüllt oder gesungen haben (und es sah ehrlich gesagt sehr cool aus).

Es ist nicht so, als hätte ich die Lieder vorher gekannt. Aber nach 2-3 Wiederholungen kann ich mir durchaus merken, dass wir gerade „Ale, ale, Preußen Münster ale“ rufen oder zum 100. Mal wiederholen „Wir ziehen durch das Land, wir ziehen durch das Land, die schwarz-weiß-grüne Fahne in der Hand“. Stattdessen wurde sich um mich herum darüber beklagt, dass man wegen der Fahnen gelegentlich nicht alles vom Spiel sehen konnte. Ähm. Hallo? Wir sind im Stadion? Da schwenkt man Fahnen, singt und grölt? Wer jede Minute sehen will und zwischendurch eine Nahaufnahme und Zeitlupe braucht, sollte sich das Spiel vor dem Fernseher angucken. Ins Stadion gehe ich wegen der Atmosphäre. Meine Meinung jedenfalls.

preussen3

Natürlich hat Preußen Münster an diesem Abend auch 0:3 verloren, was der Gesamtstimmung sicherlich nicht zuträglich war. Aber auch beim letzten Spiel war ich jetzt nicht unbedingt berauscht von diesen „Fans“. Dieses Mal stand ich aber wirklich da, sang als einziger weit und breit lauthals mit den Ultras mit und beschwerte mich zwischendurch beim Helden über die mangelnde Begeisterung um mich herum… Ich fand es einfach deprimierend. Der Held meinte schon, nächstes Mal gibt er mich einfach vor Spielbeginn bei den Ultras ab: „Hier, die Kleine möchte auch mal mitsingen!“ Die waren aber auch wirklich die einzigen, die richtig Stimmung gemacht haben!

Kurz habe ich hinterher mit dem Gedanken gespielt, jetzt häufiger zum Fußball zu gehen. Mir macht das Anfeuern im Stadion wirklich sehr viel Spaß und die stummen Fisch-Fans sind ja sicherlich bei den normalen Ligaspielen sowieso nicht da, und so eine kleine Mannschaft kann jeden Unterstützer gebrauchen. Aber sind wir mal ehrlich, auch wenn ich da durchaus in Euphorie verfallen kann, so finde ich es tief in meinem Herzen doch immer noch etwas seltsam, Spielern zuzujubeln, die nach einem Jahr sowieso wieder weg sind, und unfassbar unkreative Schmäh-Schlachtrufe wie „Scheiß Sankt Pauli!“ wollte ich schon beim letzten Mal nicht mitbrüllen. Daher bleibe ich bei meiner anderen Freizeitaktivität: Beim Chor darf ich auch singen, jede Woche, und werde zwischendurch nicht davon unterbrochen, dass ein Tor gefallen ist. 😉

weiterlesen

Alltagshüpfer

Sommer, Sonnenschein und Promi-Blogger

18. Juni 2013

Der Sommer ist da! Ich jubiliere und strahle übers ganze Gesicht. Das Radfahren macht plötzlich noch mehr Freude, das Wäscheaufhängen wird zum reinsten Vergnügen und abends kann man bis 22.15 Uhr auf der Terrasse sitzen und lesen!

Gestern ging es schon los, es war ein wunderbarer Tag. Nicht nur, dass ich schon beim Aufwachen topfit war (kommt ja selten genug vor), in der Mittagspause konnte ich auch noch mit dem Rad in die Stadt fahren (ganze 7 Minuten brauche ich dafür) und unsere neuen Sonnenbrillen abholen. Dann habe ich selbige auf die Nase gesetzt und bin noch ein bisschen durch die Stadt geschlendert, denn es war wunderschön!

prinzipalmarkt-münster2

Während ich mein Panino mit gegrilltem Gemüse verputzte, gab es auch noch extra für mich eine Action-Vorstellung auf Prinzipalmarkt und Domplatz:

münster-prinzipalmarkt-feuerwehr

Im Dachstuhl eines Modehauses war ein Feuer ausgebrochen, und alles war voll mit Polizei und Feuerwehr. Zum Glück war es soweit ungefährlich und schnell unter Kontrolle! Ich habe ein wenig nach meinem Schwager, dem Feuerwehrmann, Ausschau gehalten, aber hauptsächlich habe ich meine Nase in die Sonne gestreckt.

prinzipalmarkt-muenster1
Auf dem Rückweg ins Büro durfte dann noch ein Milchshake mit – was will man mehr an einem Montag?

Abends habe ich dann einen Punkt meiner 101 Dinge-Liste abgehakt: Ich war bei einer Probe-Probe eines Chors! 🙂 Dieser probt praktischerweise bei uns gegenüber und es hat viel Spaß gemacht, ich denke, ich werde öfter hingehen.

Aber eins der absoluten Highlights meines Tages erwartete mich dann abends, als ich schon im Bett lag. „Nur noch mal eben Mails checken“, murmelte ich zum Helden, und da erschien dieser Link auf meinem Handy, dank der lieben Eva: Diese zehn Blogs aus der Region sollte man nicht verpassen, behauptet nämlich unter anderem die Münstersche Zeitung! Und da steht mein Blog! In einer Reihe mit beispielsweise Fräulein Ordnung oder HeimatPOTTential! Woaah! Ich bin berühmt!

Mir stand jedenfalls der Mund offen und ich staunte nicht schlecht. Und ja, jetzt bin ich etwas stolz! 🙂 „Die Mischung macht Spaß, das Blog ist spannend bebildert und fühlt sich an wie eine digitale Wundertüte.“ Geht runter wie Öl, oder? Fragt sich nur: Was mache ich jetzt mit meiner Berühmtheit?

Zur Feier des Tages habe ich mich jedenfalls heute erst mal schick gemacht, wer weiß, wie lange der Sommer hierbleibt. Kleidchen und Hochzeitsschuhe (die blauen Schleifen waren ja zum Glück abnehmbar):

sommer1

Und so konnte ich auch heute wieder die Mittagspause in der Sonne verbringen, allerdings dieses Mal nur in der kleinen Grünanlage hinterm Haus. Dafür gab’s im Anschluss Eis vom Kollegen, und später natürlich die herrliche Heimfahrt mit dem Fahrrad durch den Sommer (obwohl sich diese im Kleid immer etwas schwieriger gestaltet als sonst)!

sommer2

PS: Liebe Münsteraner und andere, die durch diesen Artikel hierhergefunden haben: Ich hoffe, ihr seid nicht enttäuscht. 😉 Wenn ihr mich in der Stadt seht, könnt ihr mich immer gern ansprechen. Besonders dringend, wenn ihr mich in meinem neuen Dr. Horrible-Shirt seht und auch Fans seid! 😀 Die vom Autor versprochenen Büchertipps findet ihr am schnellsten hier.

weiterlesen