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Ostsee-Liebe 2015: Ein Besuch in Lübeck

Kürzlich habe ich euch ja die schönen Türen präsentiert – aus Lübeck. Aber Lübeck hat noch mehr zu bieten als hübsche, blau-graue Türen! Mal abgesehen davon, dass es hier einen Block House gibt (Wir müssen jedes Mal dort essen gehen, wenn wir in der Nähe eines Block House sind. Steht im Ehevertrag. Oder so.), haben wir auch beeindruckende Bauwerke, tolle Geschäfte und sogar einen Chor gesehen. Aber der Reihe nach.

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Dieser Anblick begrüßte uns nach dem Parken. Ich war direkt verliebt, denn Städte mit Flüssen sind einfach was tolles. Ich muss es wissen, schließlich habe ich in Duisburg, Düsseldorf und Nimwegen gewohnt und hier in Münster haben wir zumindest einen Kanal, an dem man entlangspazieren kann und sogar einen Hafen (ob man es glaubt oder nicht). Wir bewunderten also die tolle Skyline der Stadt – Lübeck wird auch die “Stadt der sieben Türme” genannt, weil es von den Türmen der insgesamt 5 gotischen Kirchen überragt wird. Man kennt die Türme beispielsweise auch vom Schwartau-Firmenlogo – drei davon sieht man auf diesem Bild.

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Wir flanierten ein bisschen an der Trave entlang, zählten die Türme und gelangten schließlich zum nächsten Wahrzeichen Lübecks: dem Holstentor. Das ist massig, vor allem wenn man direkt davor steht. Insgesamt geht es aber in der Umgebung doch etwas unter und ist auf beiden Seiten von Straßen umgeben, die man auf Fotos aber gut ausblenden kann. Übrigens wäre das Holstentor einmal beinahe abgerissen worden – 1863 fiel der Entschluss gegen einen Abriss nur mit einer Stimme Mehrheit in der Lübecker Bürgerschaft.

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Direkt neben dem Holstentor befinden sich die historischen Salzspeicher. Wunderschön (und der wolkenlose Himmel dazu)! Wir schauten uns übrigens heute das meiste nur von außen an, weil das Wetter so toll war.

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Wir gingen also auch am Spielzeugmuseum nur vorbei (und kauften hier lediglich eine Postkarte mit dem Räuber Hotzenplotz für unsere Nichte) und schlenderten durch die Gassen, um Details zu entdecken.

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Als nächstes wollte ich unbedingt das Rathaus sehen, weil ich davon im Reiseführer so tolle Bilder gesehen hatte. Leider war das halbe Gebäude gerade eingerüstet – schade, es sah dadurch leider recht unspektakulär aus.

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Dafür war uns das Vergnügen vergönnt, einem schwedischen Chor zu lauschen, der dort einige Lieder zum Besten gab. Und das war auch irgendwie toll.

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Für zwei Euro Eintritt haben wir uns die Lübecker Marienkirche angesehen. Die war wirklich beeindruckend riesig! Ich bin nicht allzu schnell von Kirchen beeindruckt – der ganze Prunk und Gold und Kitsch schrecken mich einfach ab. Das hat man aber in dieser Kirche eher weniger. Dafür gibt es ein fast 40 Meter hohes Gewölbe, das mich echt zum Staunen brachte. Wenn man sich vorstellt, dass man das bereits im Jahr zwölfhundertirgendwas gebaut hat, kann ich die Steine immer nur ehrfürchtig anstarren. Nun ja, in diesem Fall muss man dazu ausblenden, dass die Kirche im 2. Weltkrieg bei einem Luftangriff zerstört und anschließend wieder aufgebaut wurde.

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Die Glocken, die bei diesem Brand im Jahr 1942 herabstürzten, wurden als Mahnmal liegengelassen. Sehr beeindruckend, diese riesigen Glocken dort liegen zu sehen, beide schon mehrere hundert Jahre alt.

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Nach dem Kirchenbesuch sind wir dann wie gesagt durch die kleinen Gassen flaniert (und haben unter anderem Türen fotografiert).

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Blauer Himmel! Sonnenschein! Kein Wölkchen! Ich möchte Lübeck noch einmal dafür loben.

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Hinter dem nächsten Lübecker Stadttor nach dem Holstentor, nämlich dem Burgtor, fanden wir sogar ein bisschen Hafen-Flair. Und ein paar Wolken. Die haben wir erst später auf den Fotos entdeckt und waren ganz überrascht, weil wir uns gar nicht an sie erinnern konnten.

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Vorbei an den vielen kleinen Gängen und Gässchen ging es zurück Richtung Auto. Diese Gänge sind recht bekannt, allerdings haben wir uns in die meisten nicht reingetraut. Man hatte das Gefühl, den Leuten direkt auf dem Hinterhof oder im Garten zu stehen. Und wie schon bei den Türenfotos will ich ja auch wirklich niemanden belästigen, auch wenn es vielleicht erlaubt ist und andere Touristen es einfach machen. Aber hier konnte ich es mir doch nicht verkneifen, weil es einfach so wunderschön idyllisch aussah (und niemand zu sehen war).

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Auf dem Rückweg gingen wir auf der anderen Seite der Trave entlang und hatten so die Gelegenheit, uns noch ein paar der Schiffe aus der Nähe anzusehen – und schon ging es wieder “nach Hause”, denn ein Stündchen mussten wir schon noch mit dem Auto fahren.

In Lübeck hatten wir einen tollen Tag – ich kann euch allen nur ans Herz legen, die Stadt zu besuchen, solltet ihr einmal in der Nähe sein!

Türen {Beauty is where you find it}

Im Urlaub waren wir ja nicht nur am Strand, sondern haben auch die Umgebung erkundet. Unter anderem waren wir Lübeck. Eine wirklich schöne Stadt, die uns mit strahlendem Sonnenschein empfangen hat! Wir hatten keinen großen Plan, sondern spazierten einfach nur durch die Stadt, zwischenzeitlich unterstützt vom GPS-Stadtplan auf dem Smartphone (sehr praktisch), und ließen uns treiben.

So landeten wir in einem Wohnviertel mit vielen kleinen Gassen und Sträßchen. Ich liebe solche verwinkelten Gegenden, und so haben wir einfach nur geschaut und genossen (und fotografiert)!

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Dass mir dabei hauptsächlich Türen vor die Linse geraten sind, war sicher kein Zufall. Türen sind einfach wunderbare Fotomotive, vor allem wenn sie so liebevoll gestaltet und dekoriert sind wie hier. Dass es hingegen ausschließlich blaue und graue Türen waren, ist mir erst heute beim Bearbeiten der Fotos aufgefallen. Blau und Grau scheinen in Lübeck wohl zum guten Türenton zu gehören.

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Ich frage mich bei so etwas ja immer, ob es die Anwohner wohl stört, wenn Touristen Fotos von ihren Haustüren machen. Ich meine – ich bin schon ein bisschen stolz auf unsere eigene Haustür mit ihren coolen Space Invader-Aufklebern, aber ich fände es trotzdem etwas seltsam, wenn ständig Leute stehenblieben, um sie zu fotografieren. Daher spare ich mir Bilder meist, wenn Anwohner gerade in der Nähe des Hauses unterwegs sind. Auch wenn diese das wahrscheinlich schon gewohnt sind.

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Beauty is where you find it ist ein Fotoprojekt von Luzia Pimpinella. Das aktuelle Motto lautete “Türen”. Ein Blick in die Linkliste lohnt sich!