Alltagshüpfer

Veränderungen

25. Januar 2011

Es hat sich viel getan in den letzten Wochen. Der Telefonanruf aus dem letzten Eintrag führte zu einem Vorstellungsgespräch, das wiederum führte für  meinen Helden zu einem Praktikumsvertrag mit Option auf Übernahme, wenn es passt.

Alles ist nicht perfekt. Ich habe einen Zeitarbeitsvertrag und fühle mich bei der Arbeit halb wohl, halb unwohl. Mein Held kriegt einen zweimonatigen Praktikumsvertrag ungefähr 150 km von mir entfernt. Aber alles, worauf ich gehofft habe, wofür ich gebetet habe, ist erst einmal eingetreten. Arbeit – mehr wollte ich doch gar nicht. Arbeit für mich, Arbeit für ihn. Wie es dann weitergeht, muss man sehen.

2011 wird unser Jahr – du wirst es schon sehen, Welt.

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Alltagshüpfer

Telefon!

10. Dezember 2010

…rief ich, und prompt wurde mein Held zu einem Vorstellungsgespräch für die nächste Woche eingeladen. Endlich mal wieder! Das heißt zwar noch nichts, aber es ist auf jeden Fall eine Chance, über die wir uns sehr freuen.

Ich muss mich jetzt gleich mal auf den Weg machen zum Unterschrift abgeben…

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Alltagshüpfer

Sie haben ab Montag einen neuen Job!

9. Dezember 2010

…hörte ich heute am Telefon. 🙂 Was sich bereits seit dem letzten Freitag abgezeichnet hatte, soll morgen schriftlich besiegelt werden. Ich hoffe, da werfen sich mir keine größeren Steine mehr in den Weg! Auch wenn es nur ein befristeter Job bis Ende April 2011 ist, ist es eine Stelle, die mir Spaß machen wird und im Lebenslauf sieht die Firma auch gut aus, denke ich. Ein schönes Weihnachtsgeschenk vom Leben, über das ich mich in der letzten Zeit so geärgert habe… Jetzt wäre noch ein Job für meinen Helden hochwillkommen und das Leben wäre perfekt.

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Alltagshüpfer

Auf und ab (da tut sich nix)

1. Dezember 2010

Heute mal wieder ein sehr abwechslungsreicher Tag. Er begann mit einem bitterkalten Anstehen bei der Arge, heute früh um halb 7. Dort fertig war ich dann um halb 12. Das meiste war natürlich Wartezeit… Achja, ich hab ja Zeit. Die Sachbearbeiterin war so gar nicht mein Fall, sehr kurz angebunden und ich habe mich schon fast nicht getraut, noch eine Frage zu stellen, nachdem sie mit mir fertig war. Ich fand sie jedenfalls wenig hilfreich und fühlte mich extrem überfordert. Als ich wieder draußen war, war ich auch erst mal fertig mit der Welt…

…bis ich dann zuhause einen Anruf bekam, dass ich am Freitag Probearbeiten darf. Da ging es mir schon wieder etwas besser und inzwischen ist alles wieder halbwegs gut. Ich sitze hier im weihnachtlich geschmückten Wohnzimmer und höre das Weihnachtsoratorium, habe mir einen Tee gekocht und eine Räucherkerze angezündet (neben diversen Kerzen, natürlich). Dazu den Laptop auf dem Schoß – was will man mehr? Mal sehen, wie alles weitergeht…

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Gedankenhüpfer

Liebe Personalmenschen…

18. November 2010

…wieso sagt ihr eigentlich immer wieder, nach jedem Vorstellungsgespräch, Dinge wie „Wir melden uns dann am Freitag / übermorgen / in etwa 1-2 Wochen“? Ich verstehe nicht, wieso ihr so konkret werdet, wenn ihr euch ohnehin nicht daran haltet. Die Bewerber sitzen auf heißen Kohlen und wissen nicht, woran sie sind. Sie machen riesige Forumsdiskussionen auf, um darüber zu streiten, wann man sich in welcher Form und mit welchen Worten am besten bei euch meldet. Sie schreiben eine Email fünf mal um, um euch bloß nicht vor den Kopf zu stoßen (auf keinen Fall darauf hinweisen, dass der Personaler seinen Termin nicht eingehalten hat!). Vielleicht ist es ja auch das, was ihr wollt – zu überprüfen, wie wichtig dem Kandidaten der Job ist. Aber mal ehrlich. Ihr wisst doch genau, wie nervös die Bewerber sind. Ich finde das unfair. Ich finde es überflüssig (Absagen sind doch auch nicht so schwer, oder?). Und vor allen Dingen finde ich es unglaublich unhöflich und unzuverlässig. Geht eure Firma so auch mit ihren Kunden um?!

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Gedankenhüpfer

Gute Tage, schlechte Tage

30. Oktober 2010

Im Moment schwankt meine Tagesform ganz enorm. Ich habe viele gute Tage, aber ich habe auch viele schlechte Tage. Heute ist ein besonders energieloser Tag. Ich sitze hier herum und mir ist ein bisschen schlecht von den Fertigcannelloni, die es zu Mittag gab. Mein Held ist arbeiten und ich bin den ganzen Tag allein, da habe ich keine Lust zu kochen. Die Cannelloni waren ganz lecker, wenn man sie nicht angeschaut hat, denn sie sahen aus, als seien sie mit Sägespänen gefüllt…

Jedenfalls habe ich mir doch so viel vorgenommen für heute. Ich muss noch Wäsche aufhängen (eigentlich meine liebste Haushaltsbeschäftigung), fertig spülen (nicht einmal das schaffe ich „am Stück“ – ich brauche Pausen) und ein Brot backen, und eigentlich wollte ich auch noch Brötchen zum Abendbrot machen. Das ist nicht viel, aber es türmt sich vor mir auf wie ein riesiger Berg.

Bald habe ich ein Vorstellungsgespräch. Ich habe beim Schreiben der Bewerbung einen kurzen Blick auf die Firmenhomepage geworfen und weiß ganz grob, was die Firma so tut. Seit Dienstag weiß ich von dem Termin und ich kann mich beim besten Willen nicht aufraffen, mich genauer zu informieren. Mir fehlt die Kraft für alles. Eigentlich möchte ich den ganzen Tag nur am Küchentisch sitzen. Der Sessel im Wohnzimmer wäre auch okay.

Die halbe Zeit bin ich kurz davor, in Tränen auszubrechen. Ich fühl mich nicht gut. Alles ist so anstrengend. Wozu das alles? Heute ist ein schlechter Tag.

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Alltagshüpfer

Alltag

15. Oktober 2010

Ja, ich lebe noch. Auch wenn ich schon seit Ewigkeiten hier nichts mehr geschrieben habe. Ob ich jetzt wieder häufiger schreibe? Ich weiß es nicht. Tatsache ist, dass ich momentan versuche, mit meinem Alltag als Arbeitslose zurechtzukommen. Ja, ich habe noch immer keine neue Stelle. Nein, dass liegt nicht daran, dass ich mich nicht bewerbe. Und mehr möchte ich an der Stelle auch nicht dazu sagen, außer vielleicht, dass alle, die auf Bewerbungen (auf ausgeschriebene Stellen) nicht reagieren, doof sind. 😉

Mein Alltag wird momentan geprägt (in dieser Reihenfolge) von unserem neuen Hobby: Geocaching, vom akuten Bedürfnis, das Leben und den Haushalt besser und anders zu organisieren und vom Bewerbungen schreiben und Stellen suchen.

Mit Geocaching haben wir Ende Mai angefangen – gerade, als mein Arbeitsvertrag ausgelaufen war. Gut so, denn ohne dieses Hobby wäre mir sicherlich das eine oder andere Mal die Decke hier auf den Kopf gefallen. So aber waren wir draußen, unterwegs, in der Natur oder in der Stadt,  aber immer auf der begeisterten Suche nach Dosen. Die Tatsache, dass mein Held und ich jetzt schon 200 Caches gefunden haben (in gut 4 Monaten), zeigt, wie oft wir hier unterwegs waren. Kann man eigentlich noch Shoppen gehen / Freunde besuchen / Blutspenden / wasauchimmer, ohne zu Cachen? Schwer vorstellbar!

Der Drang, den Alltag und den Haushalt im Besonderen neu zu organisieren… Der kommt wohl erstens daher, dass ich häufiger zuhause bin und zweitens daher, dass ich wahnsinnig gern und häufig amerikanische „Mom Blogs“ lese, wo das ein sehr großes Thema ist. (Ich bin im Übrigen am Wochenende Tante geworden und wär so viel lieber Mama… Aber das ist ein ganz anderes Thema!) So habe ich die Küche geschrubbt, versuche jeden Morgen, unsere Betten zu machen (klappt… ähmm… ungefähr gar nicht), lese Kochbücher und schreibe Essenspläne, kaufe neue Regale, räume die Küchensachen um, sortiere die Schuhe neu und versuche generell, weniger vor mir herzuschieben und mehr Ordnung zu halten. Und es macht mir einen riesigen Spaß! Ja, es macht mir Spaß, den Backofen sauberzumachen, stundenlang den Herd zu schrubben oder die Fenster zu putzen. Nur, wenn ich gerade Lust dazu habe, aber die kommt ganz von selbst (ich musste mit dem Backofen reinigen noch ein paar Tage warten, weil ich das passende Putzmittel nicht im Haus hatte – Himmel, was hat mich das nervös gemacht!)! Faszinierend.

Naja, vielleicht schreibe ich jetzt mal wieder häufiger, vielleicht aber auch nicht. Hier liest ja doch kaum jemand, aber ich schreibe einfach gern, also mal sehen! 🙂

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Gedankenhüpfer

Alternativen

5. März 2010

Ja, ich rede viel über Jobsuche & Co. im Moment. Heute könnte ich zum Beispiel erzählen, dass mich der nicht kommende Anruf nach dem Vorstellungsgespräch so genervt hat, dass ich voller Elan die nächste Bewerbung geschrieben und verschickt habe. Oder dass mein Held nächste Woche 30 wird und immer noch keine Stelle hat. Es wäre seine erste, wohlgemerkt.

Ich könnte aber auch den Kopf hochnehmen, die Brust rausstrecken und weiterlaufen. Ich könnte mich über den nahenden Frühling freuen, mit Krokussen, die am Straßenrand schon blühen, und strahlend blauem Himmel (leider soll es heute schon wieder schneien). Ich könnte mich darüber freuen, dass heute Freitag ist und somit so gut wie Wochenende. Darüber, dass wir am Wochenende gar nichts vorhaben außer faul sein und unsere gemeinsame Zeit genießen. Ich könnte mich auf die Hochzeit meiner Schwägerin-in-spe freuen und auf den 50. Geburtstag meiner Zweit-Mama, ich könnte mich darüber freuen, dass ich endlich mal wieder Ahoj-Brause gekauft habe und Waldmeister immer noch besonders gut schmeckt. Ich könnte mich auf den Geburtstag meines Helden und seine tollen Geschenke freuen, von denen ich auch etwas habe.  😉  Ich könnte mich auf seine Geburtstagsfeier freuen und darauf, dass wir endlich mal wieder in seine Heimatstadt fahren und die Familie besuchen. Ich könnte mich auf die nächste Folge einer spannenden TV-Serie freuen und auf die nächste Chorprobe.

Es gibt immer Alternativen, und an der blöden beruflichen Situation zu verzweifeln oder nur immer darüber nachzudenken, bringt ja überhaupt nichts. Solange man trotzdem daran arbeitet, sie zu verändern – Kopf hoch, Brust raus, weiterlaufen – kann man sich gedanklich genauso gut mit anderen Dingen beschäftigen. Also los!

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Alltagshüpfer

Stimmung, Spaß und Freude mit der Bundesagentur für Arbeit

Ich habe nichts gegen Beamte. Im Gegenteil. Meine halbe Familie besteht aus Beamten. Ich würde mich niemals über „diese Beamten“ aufregen, über „diese Ämter“ oder „die da oben“. Allerdings kann ich so häufig bei Kontakten mit Ämtern den Kopf schütteln… Allen voran natürlich die Bundesagentur für Arbeit sowie die Arge. Das liegt sicher (hoffentlich) nicht daran, dass dort besonders inkompetente Menschen arbeiten oder dort besonders viele Fehler passieren, es liegt hauptsächlich daran, dass das die einzigen Ämter sind, mit denen ich leider regelmäßig Kontakt haben darf.

Ich habe mich ja, wie neulich schon beschrieben, arbeitssuchend gemeldet und daraufhin auch die entsprechenden Unterlagen zugesandt bekommen. Inklusive einem Termin, am 6. März um 9 Uhr. Alles klar. Gestern allerdings saß ich am Abendbrottisch und warf einen kurzen Blick auf den Kalender. Nanu – der 6. März ist doch ein Samstag?

Prompt habe ich heute beim Frühstück (beim Abendbrot war es nämlich schon zu spät) bei der Bundesagentur für Arbeit angerufen und mein Problem geschildert. Eigentlich hatte ich erwartet, dass der Mitarbeiter sich das anhört, im Computer nachsieht und mir dann sagt „Achso ja, da hat der Kollege sich wohl verschrieben, der Termin ist natürlich am 5. März“ oder ähnlich. Pustekuchen. Der Herr von der Bundesagentur war erst mal völlig verwirrt – „Was haben die denn DA gemacht?!“

Es folgte ein nur teilweise verständliches, brummelndes Gespräch mit sich selbst. „Da muss ich hier mal gucken – ah ja – nee – ach guck mal an – Moment – hää? – was soll das denn? – wo ist denn eigentlich… – na aber jetzt! – seltsam… – das ist doch ein Freitag – nee – ach in XY-Stadt!“ Dann fragte er mich: „Wir haben doch 2010, oder?“ Ähm… „Ja…?“ Woraufhin er in ein tatsächlich lautes, mich erschreckendes „Aaaargh!“ ausbrach. 😯 Ah ja. Dann meinte er: „Und was glauben Sie, was hier steht?“

Junger Mann. Ich sitze hier beim Frühstück. Mein Müsli wird matschig. Ich muss ins Büro. Ich habe eine kostenpflichtige Hotline angerufen. Ich will keine Ratespielchen. Ich will einen Termin!

Ich: „6. März 2011?“ Er (triumphierend): „Nein! 6. März 2009!“ Ach du lieber Himmel. Ich habe meinen Termin verpasst.

Gnarf, letzten Endes lief es wieder auf die Diskussion hinaus, ob die Arge oder die Bundesagentur für mich zuständig sei. Einen neuen Termin konnte er mir nicht geben. Ich habe erneut gesagt, dass mir das völlig gleichgültig ist, solange mir jemand einfach SAGT, wer zuständig ist. Erneut wurde mir ein Rückruf versprochen. Der kam auch recht schnell, ich war allerdings inzwischen auf dem Fahrrad auf dem Weg zur Arbeit, aber naja. Das Ende vom Lied: „Die Zuständigkeit ist noch nicht geklärt. Wir melden uns. Und der Termin 6. März, da müssen Sie sich verguckt haben. Bei uns ist noch kein Termin für Sie eingetragen. Das ist der Termin, zu dem Sie Ihre Unterlagen eingereicht haben sollen.“ Ähm ja. Klar. Deswegen steht das auch bei „Ihr Termin“, ist mit einer Uhrzeit versehen und wurde eben noch von Ihnen persönlich mit „Oh, der Termin ist ja für das Jahr 2009“ kommentiert. Gnarf-gnarf-gnarf.

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