Alltagshüpfer

Noch 99 Tage

11. Januar 2013

Woah! Nur noch 99 Tage, bis wir heiraten. Ist es zu fassen?

Diese Woche habe ich mich um Ringe und Kleid gekümmert (die Themen angestoßen – gekauft ist noch nichts), am Wochenende geht es um die Flitterwochen (nur eine kurze, nicht zu teure Reise) und die Einladung (ein befreundeter Designer kommt vorbei).

Ich muss mir dringend Gedanken machen zu den Themen Hochzeitsfotos (wo?), Hochzeitsstyling (wer?), Hochzeitsablauf (wie?).

Beim Ablauf diskutieren wir gerade etwas: Wir planen ja eher eine Party als eine Hochzeit und so war der Plan, nach der Trauung im Standesamt (15 Uhr) zur Location zu fahren. Dort sollte es erst Kuchen geben und später dann Gegrilltes. Jetzt meint der Held, wir hätten beschlossen, es soll nur Gegrilltes geben, aber dafür schon früher und mit mehr Beilagen-Zeugs. Die Kuchen hätten ausgewählte Gäste mitbringen sollen, stattdessen sollen sie nun Salate, Brot und ähnliches mitbringen. Angeblich hätten wir das zusammen überlegt, ich kann mich gar nicht erinnern. 😉 Jetzt bin ich hin- und hergerissen, was ich besser finde. Kuchen und später grillen, oder direkt grillen und dafür mehr Beilagen? Hach. Meinungen dazu?

Außerdem werde ich jetzt wohl mal bald mit dem Basteln der Deko anfangen müssen, zunächst will ich mein December Daily noch fertigkriegen, aber das ist nur noch eine Sache von wenigen Abenden. Vielleicht ja heute. Ich muss dazu zunächst mal Fotos drucken lassen, Papiere und anderes Material aussuchen und kaufen, und ein paar Musterstücke erstellen. Ich habe schon einen ganz tollen Hochzeitsstempel bestellt. Damit muss ich dann auch noch die Gastgeschenke verzieren.

Ich bin schon ganz aufgeregt und freue mich, dass es jetzt langsam wieder losgeht!

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Alltagshüpfer | Foto-Hüpfer

Jetzt ist’s offiziell

23. Oktober 2012

…oder: Wie wir einmal ein Kochbuch für 212 Euro kauften! 😉

So langsam rückt nicht nur der Umzugstermin immer näher (noch 5 Tage!), sondern auch der gewünschte Hochzeitstermin (noch, ähem, 179 Tage). Nachdem wir nun ja schon so einiges gebucht hatten, fehlte noch immer das wichtigste: die Anmeldung beim Standesamt! Die kann man nämlich erst 6 Monate vor dem gewünschten Datum machen – und diese magischen 6 Monate hatten wir nun endlich unterschritten. Also machten wir uns auf ins Standesamt – und das in aller Frühe, denn wir wollten ja unseren Wunschtermin unbedingt haben (und außerdem mussten wir danach auch noch zur Arbeit)!

Nachdem wir den Wagen im Parkhaus abgestellt hatten, liefen wir durch die dunklen Gassen zum Standesamt. Hier hatten wir in den letzten Monaten schon relativ viele Hochzeiten besucht… Immer wieder schön, wenn das Brautpaar frisch verheiratet die Stufen herabschreitet!

Aber auch wenn wir ziemlich früh da waren, war es doch noch verflixt dunkel da hinter den Scheiben. Seltsam. Andere Brautpaare waren auch nicht in Sicht. Und wieso stand auf dem Schild eigentlich „Standesamt Trausäle“? Oha! Eine schnelle Google-Suche ergab: Ja, hier wird getraut, aber angemeldet nicht. Das passiert im Stadthaus… Gut, dass wir überpünktlich waren und das Münster so überschaubar ist! Binnen 10 Minuten eilten wir durch die Stadt an die richtige Stelle!

Aber – oh Wunder! – als wir hier um 5 vor 8 ankommen, sind wir trotzdem noch die ersten! 🙂 „Unser“ Termin scheint so beliebt nicht zu sein. Ein Glück! (Die Uhr im Standesamt geht übrigens offensichlich falsch!) Und so hatten wir nicht nur die 001, sondern wurden auch noch vor der offiziellen Öffnung von einer sehr freundlichen Beamtin ins Büro gebeten.

Es gab sogar unsere Wunsch-Uhrzeit – und der Rest war dann ziemlich einfach. Hier eine Unterschrift, da eine Unterschrift, dürfen wir Ihre Eheschließung in der Zeitung veröffentlichen (nein), dürfen wir Ihre Eheschließung mit der Webcam online übertragen (ja – wir Nerds), suchen Sie sich ein Stammbuch aus… Und natürlich die Frage nach dem Namen. Ich werde den Namen des Helden annehmen (warum, erzähle ich vielleicht ein anderes Mal) und das ist ja auch in Ordnung, aber nachdem mir mehrfach unter die Nase gerieben wurde, dass das dann absolut unwiderruflich sei, musste ich schon schlucken. Immerhin gebe ich damit einen Teil meiner Identität ab!

Günstig ist das ganze übrigens keineswegs. Allein 130 Euro mehr, weil wir an einem Samstag heiraten. Oder jeweils 6 Euro für die „Aufenthaltsbescheinigung“, was bedeutet, dass die Dame einmal auf unsere Personalausweise geschaut hat. Seufz. Naja, das ist ja nun nicht der teuerste Posten unseres Hochzeitsbudgets. 😉 Und nicht zu vergessen: Es gab ja dann auch schon gleich das erste Hochzeitsgeschenk. Von unserem Oberbürgermeister. Das ist das teuerste Kochbuch, was ich je hatte!

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Alltagshüpfer

Feiern statt feierlich

24. September 2012

„Lässig statt Classic“ – das ist unser Hochzeitsmotto! 😀 Wir wollen eine große Feier, auf der alle ihren Spaß haben. Angestaubte Hochzeitsbräuche können uns dabei gestohlen bleiben. Alles soll so sein, wie es uns gefällt.

Deswegen gibt es ein buntes Kleid für mich, und der Held kriegt einen schwarzen Anzug mit schwarzem Hemd – und farblich zum Kleid passenden Chucks und Krawatte (find ich absolut cool!). Mein Brautstrauß wird voraussichtlich aus Filz und Knöpfen sein – so wie dieser, mal sehen, ob selbst gemacht oder gekauft. Die Gäste sollten jetzt nicht unbedingt im Jogginganzug kommen, aber wenn jemand nun mal überhaupt keinen Bock auf Krawatte oder Kleid hat, bitteschön, man soll sich ja wohlfühlen.

Einen Eröffnungstanz sparen wir uns definitiv (wir haben kein Problem damit, im Mittelpunkt zu stehen – aber bitte nicht mit Dingen, die uns beiden überhaupt keinen Spaß machen!) und auch so Spielchen wie Schleiertanz & Co. darf meine Trauzeugin abbügeln. Nichts gegen Spiele an sich! Aber es sollte dabei doch nicht peinlich, sondern spaßig zugehen. Und in unserem (bzw. meinem) Fall wäre so was wie ein Schleiertanz doch eher eine Qual als ein Vergnügen.

Auch beim Essen und Trinken soll’s lässig sein. Beim Sektempfang gibt’s nicht nur Sekt, sondern auch Bier. Ein großes Buffett mit penibel geplanter Sitzordnung? Ersteres können wir uns nicht leisten, wenn wirklich alle Gäste dabei sein sollen, letzteres ist doch irgendwie langweilig. Ich war übrigens am Wochenende auf einer Hochzeit, bei der das auch ohne Sitzordnung ganz prima geklappt hat. Stattdessen gibt es erst mal Kaffee und Kuchen für alle (damit auch die ältere Verwandtschaft glücklich ist), und abends gibt es Currywurst und vielleicht den einen oder anderen Salat!

Die Deko wird auch nicht kitschig-romantisch. Ich frage mich da immer, wie der Mann sich wohl fühlt zwischen Rosen, weißen Tauben und überall Herzchen? Wir dekorieren mit Fotos, Stempeln und Fähnchen. Hauptsache fröhlich, und es soll beiden gefallen und nicht nur der Braut!

Seit wir Samstag wieder mal auf einer Hochzeit waren – auf der ersten, seit wir selbst planen – habe ich riesig Lust darauf, dass es endlich losgeht. Aber mein Handy sagt mir, dass es noch 208 Tage sind und in vier Wochen müssen wir uns erst mal beim Standesamt anmelden!

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Alltagshüpfer

Noch 236 Tage

27. August 2012

Als ich diese kleine App auf meinem Smartphone installiert habe, kam ich mir etwas doof vor. Meine Kollegin fragte mich allerdings täglich „Und, wie viele Tage sind’s noch?“ und so machte ich es doch, obwohl sie zu dem Zeitpunkt noch über 365 Tage anzeigte:

Seitdem geriet die App etwas in Vergessenheit. Sie ist zwar da, aber man sieht sie ja nicht jedes Mal bewusst. Aber jetzt wird es doch so langsam Ernst, was da vor ein paar Monaten leichtfertig begonnen wurde… 😉

Das Datum steht ja schon lange, obwohl es mehr oder minder zufällig gewählt wurde. Inzwischen haben wir den Ablauf des Tages grob skizziert, haben Ringe ausgewählt, ich war mit Mama und Trauzeugin Brautkleider anprobieren und habe mich dann doch für ein ganz anderes entschieden und das Pinterest-Board füllt sich immer weiter mit realistischen und völlig absurden Großartigkeiten.

Dabei wird es, genau wie alle gesagt haben, doch irgendwie immer teurer als geplant. Allein heute, als wir den Satz „Das wären dann 170 Euro mehr“ hörten und NICHT sofort entsetzt ablehnten, sondern es ernsthaft in Erwägung ziehen. Oder der Fotograf, der sagt „Na gut, aber da würde ich schon empfehlen, die 250 Euro extra zu investieren“ und man ertappt sich dabei, wie man ihm innerlich eigentlich zustimmt. Obwohl das ja nicht so die mal-eben-nebenbei-Summen sind. Aber gern tappt man in die „Man heiratet ja nur einmal“-Falle! (Die 170 Euro Zusatz-Investition werden wir uns wohl sparen, die 250 Euro werde ich aber ausgeben…)

Es ist wirklich ganz erstaunlich, was man alles so bezahlen muss. Dabei wird das eine kleine Hochzeit! Nicht hinsichtlich der Gästezahl, da wollen wir alle dabei haben. Aber dafür gibt es dann kein großartiges 3-Gänge-Menü oder Buffett, sondern Kuchen und später wird gegrillt. Wir lassen die Einladungen von einem befreundeten Grafiker designen (statt Geschenk), mein Kleid kostet nur einen Bruchteil der durchschnittlichen Summe, die Eheringe sind „nur“ Silber.

Trotzdem gönnen wir uns natürlich auch etwas! Die Location, in die wir uns beim ersten Besuch verliebt hatten. Die Hochzeitsreportage vom Fotografen (das wird sooo toll!). Den Super-DJ, bei dem wir auf den letzten Partys bis 4 Uhr durchgetanzt haben. Und sooo viele Kleinigkeiten – da kommt einiges zusammen!

Nun ja, eigentlich wollte ich gar nicht über die Kosten jammern. Vielmehr wollte ich berichten, wie aufregend das alles ist. Wie viel Spaß es macht! Wie sehr ich mich auf den Tag freue. Erst mal freue ich mich jetzt aber auf das Gestalten der Einladung, denn noch geht das ja nicht: wir haben ja immer noch keinen Termin. Wir heiraten ausschließlich standesamtlich und dort kann man sich erst 6 Monate vorher anmelden. Na Hauptsache, das klappt, wo doch jetzt schon DJ, Fotograf, Stylistin (hui! Da sind sie, die 250 Euro!) und Location auf das Datum schon gebucht sind! 😉

Naja, aber so war das jetzt eben erst mal ein Kosten-Post und über den ganzen anderen Kram lasse ich mich ein anderes Mal aus. Es gibt ja so viel zu erzählen zu dem Thema! 🙂

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Alltagshüpfer

Aufregende Entscheidungen

2. April 2012

… ja, da hatte ich ja schon so einiges versprochen und euch neugierig gemacht! 😉 Dabei war gar nicht ich es, die die aufregende Entscheidung treffen würde – nein, ich hatte meine Entscheidung schon länger gefällt. Jetzt war der Held an der Reihe.

Ich bereitete in aller Heimlichkeit alles vor. Kontaktierte einen Cache-Owner, der mir vorab die Final-Koordinaten eines besonders tollen Caches verriet. Schrieb und bastelte ein Briefchen. Designte online eine Geocoin mit unserem Foto. Reservierte einen Tisch im chicen Restaurant. Überreichte das Briefchen meinem Papa, der es im Cache verstecken wollte – als mich die Nachricht erreichte, dass besagter Cache leider zerstört worden war. Also zurück auf Los.

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Ich kontaktierte einen anderen Owner, der mir vorab die Final-Koordinaten eines anderen besonders tollen Caches verriet. Musste dann am Sonntag vor dem Cachen mit einer guten Ausrede den Helden allein zu Hause lassen, um den Brief selbst dort zu verstecken. Absolvierte dann mit dem Helden aufgeregt den Cache und verhielt mich möglichst unauffällig, als wir an die Finalstelle kamen, die ich natürlich schon kannte. Ließ den Helden die Dose finden und öffnen und fand seine absolut baffe und verblüffte Reaktion erst im Nachhinein ziemlich amüsant – in dem Moment war ich zu aufgeregt. Stolperte, während er den Brief las, unschlüssig von rechts nach links und überlegte, wo ich ihm am besten die Geocoin mit der Frage darauf in ihrer hübschen Schatulle präsentieren könnte. Stand dann hinter ihm und wartete, dass er sich umdrehte.

Zum Glück brauchte der Held gar nicht lange für seine aufregende Entscheidung.

Er hat Ja gesagt!

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