Alltagshüpfer

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Hausputz und die richtige Lese-Haltung

14. September 2014

Fühlt ihr auch schon, wie langsam das Bedürfnis in euch wächst, Kittelschürzen zu tragen? Sehr gut, sehr gut, lasst es ruhig raus! Unser Hausfrauen-Level ist jetzt schon mindestens auf Stufe 7, und heute werden wir mit dem Buchstaben H die achte Stufe erreichen!

Wie schon gesagt: Ich denke, die meisten von euch lesen gern. Achtet dabei unbedingt darauf, dass ihr euch richtig positioniert. Nicht, dass ihr noch unattraktiv wirkt:

Haltung, richtige, beim Lesen: Wenn es auch nicht immer möglich ist, beim Lesen die Beine hochzulegen, ws für die Entspannung des Körpers am besten ist, so muss auf jeden Fall das Buch zum Kopf gehoben werden, um zu vermeiden, dass sich ein Doppelkinn bildet. Ganz falsch ist es, mit vorgebeugtem Oberkörper und krummem Rücken zu lesen. Der Kopf hängt dabei so tief herunter, dass er mit der Hand gestützt werden muss. Das sieht nicht nur hässlich aus, es ist auch ungesund.

Jetzt sind all die Kinderlosen unter uns glücklich – Erwachsene sind nämlich deutlich sauberer, wie es sich herausstellt. Der große Hausputz ist kein Zuckerschlecken! Übernehmt euch nicht, sonst könntet ihr die eure anderen Aufgaben vernachlässigen. Vielleicht holt ihr euch Hilfskräfte dazu (ihr solltet mittlerweile gelernt haben: der Gatte zählt hier nicht!). Ansonsten packt schon mal eurer gesamtes Putzutensilienarsenal aus:

Hausputz, großer, rationalisiert und dadurch leichter. Ob der große Hausputz im Frühjahr (also nach der Heizperiode) oder im Herbst (vor dem Kälteeinbruch) durchgeführt wird, vielleicht gar zweimal im Jahr, hängt von der Größe des Haushaltes ab und auch davon, wie die Räume gebraucht werden. Erwachsene verursachen wenigr Staub und nutzen die Böden nicht so ab wie Kinder. – Je nachdem ob Hilfskräfte zur Verfügung stehen oder ob die Hausfrau alles allein bewältigen muss, den Hausputz auf mehrere Tage verteilen. Es wäre ganz falscher Ehrgeiz, alles in kürzester Zeit schaffen zu wollen. Kinder und Mann würden unter diesem Blitzeinsatz leiden, die Hausfrau danach „am Boden zerstört“ sein. In der Woche vor dem eigentlichen Hausputz Schränke und Schubladen ausräumen und auswischen. Was nicht mehr gebraucht wird, wegwerfen und die Fächer gut geordnet wieder einräumen. Bücherschrank oder -regale ausräumen, Bücher absaugen, ebenso die Polstermöbel. Bücher wieder aufstellen. Möbel mit Möbelpolitur bearbeiten, Türklinkeln polieren. Spiegel und Bilder säubern, Betten und Matratzen lüften und absaugen, Kissenbezüge und Decken waschen. Nun ist schon vieles geschafft. Wenn Vorhänge und Gardinen aus Chemiefaserstoffen gearbeitet sind, können sie erst am gleichen Tage gewaschen werden, an dem das betreffende Zimmer geputzt wird, denn sie müssen ja feucht aufgehängt werden. Die anderen Gardinen (Vorhänge) vorher waschen, bügeln oder spannen, und so aufbewahren, dass sie nicht knittern. Hier hilft am besten die Spezialwäscherei, die dann zum gewünschten Termin die „Sauberen“ liefert. Am Abend vor dem „großen Tag“ alles restlos vorbereiten: Staubsauger, Teppichklopfer, Eimer, Besen, Mop, Schrubber, Staublappen, Putzlappen, Fensterleder, Bodenwachs, Stahlwolle und Stahlspäne fürs Parkett, falls dieses nicht versiegelt ist, Spezialmittel zur Möbelpflege, für Badewanne, Waschbecken, WC, Pinsel zum Abstauben, Schlüssel für Doppelfenster, außerdem alte Tücher oder Plastikdecken zum verhängen von bereits gesäuberten Regalen (Bücher) und Polstermöbeln. Gute Stehleiter nicht vergessen! Zum Hausputz bindet sich die Hausfrau die Haare ein, zieht eine Kittelschürze mit Taschen (für Staubtücher usw.) an und krallt die Fingernägel in ein Stück Seife, damit sich der Schmutz nicht an den feinen Nagelhäutchen festsetzt, sehr praktisch sind aber auch Gummihandschuhe. (…)

Ich hoffe nun, ihr glaubt nicht, damit sei es getan? Natürlich muss nicht nur einmal im Jahr geputzt werden. Es ist viel schlimmer: Täglich gibt es etwas zu tun! Aber vielleicht schlagt ihr zwischendurch noch mal bei E wie Entspannung nach. Nicht, dass ihr am Dienstag versucht, das ganze Wohnzimmer auf einmal zu putzen, und plötzlich seid ihr am Abend, wenn der Gatte heimkommt, erschöpft:

Hausputz, täglicher: Einmal in der Woche werden alle Räume etwas gründlicher gepflegt. Die Fensterbretter werden dabei feucht abgewischt, die Fußböden gewachst. Für die Hausfrau ist es eine große Erleichterung, wenn sie sich die anfallenden Arbeiten ihren Kräften entsprechend über die Wochentage verteilt. Sie hat ja auch Verpflichtungen ihrer Familie gegenüber. Eine von der Hausarbeit „erledigte“ Mutter und Frau kann niemals die Atmosphäre um sich verbreiten, die für ein harmonisches Familienleben notwendig ist. Hausfrauen, denkt daran!

Ja, denkt daran (das Zitat klingt so dazugedichtet, aber das ist es definitiv nicht!), liebe Leserinnen! Die Hausaufgabe diese Woche: Beim Lesen kein Doppelkinn bilden. Dafür doppelt so viel lesen. Der Hausputz kann dann ausfallen. Man muss sich seine Kräfte einteilen! Nächste Woche an dieser Stelle: der richtige Umgang mit Jugendlichen, und die passende Kleidung für die Hausfrau.

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Alltagshüpfer

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Gäste, Geschenke und Geschirrspülautomaten

7. September 2014

Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich ein Ratgeberbuch wie „Das 1×1 des guten Haushalts“ tatsächlich genutzt hätte, wenn ich vor 50 Jahren gelebt hätte. Nicht umsonst ist einer meiner am häufigsten verwendeten Sätze: „Ich hab das mal gegooglet“. Und ich google sicherlich einiges, was ich auch in dem Buch finden könnte. Wie hätte ich vor 50 Jahren gewusst, womit man welche Flecken entfernt, was ich verschenken soll oder wie ich einen Kindergeburtstag zu veranstalten habe? Im Grunde ist das Buch nichts anderes als das Google der 1960er Jahre!

Ich finde es übrigens super, wie toll ihr mitmacht. Katha hat zum Beispiel ein Bild gepostet, wie sie die letztwöchige Hausaufgabe umsetzt. Das ist natürlich gern gesehen und gibt Bonuspunkte! 😉 Heute wenden wir uns in unserem kleinen Hausfrauen-Seminar den Buchstaben F und G zu.

Eine halbe Stunde sollte man den Kindern schon widmen. Aber mal ehrlich, am Abend muss man ja schließlich auch mal seine Ruhe haben:

Feierabendgestaltung mit größeren Kindern: Die beste Zeit ist ein halbes Stündchen anschließend ans Abendessen. Dann kommen die Kinder noch rechtzeitig ins Bett, Vater hat noch genügend Zeit für sein Hobby, und die Hausfrau nimmt sich nach der genossenen Atemause gern eine Flick- oder Handarbeit vor, falls sie nicht lieber liest oder Briefschulden erledigt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten diese Entspannungszeiten so zu gestalten, dass die Kinder, aber auch die Erwachsenen damit zufrieden sind. An einem Abend werden Schallplatten gehört, die der Jugend Spaß machen, am nächsten Abend wählen die Eltern aus, was ihnen gefällt. Außer dem beliebten Rommé gibt es noch viele lustige Gesellschaftsspiele, alles Belehrende sollte am Abend gemieden werden.
Der Hauptgrund des gemeinsamen Feierabends ist: Aufregungen, vielleicht auch Spannungen des Tages zu vergessen und damit die Grundlage für einen guten Schlaf zu schaffen.

Die Frage, die sich mir hier stellte, war: Zählt der Gatte als Hilfskraft? Aber ich Dummerchen konnte mir die Antwort eigentlich ziemlich schnell selbst geben. Die zweite Frage war schon etwas schwieriger: Was sind eigentlich Fischmarinaden?

Gäste zum Familienfest sind herzlich willkommen, wenn die Hausfrau beizeiten Vorsorge getroffen hat, dass alles klappt. Die erste Frage, die zu beantworten ist: Wieviel Gäste können bequem untergebracht werden? Die zweite Frage: Ist eine Hilfskraft vorhanden, die kochen kann? Sind diese beiden Fragen gewissenhaft beantwortet, dann kann geplant werden. Muss die Hausfrau die Küchenarbeit selbst übernehmen, wird zur Kaffeetafel eingeladen. Sie bietet Gelegenheit, die Gäste auch an mehrere Tische zu setzen. Der Kuchen kann schon vorher gebacken oder bestellt werden; dann gilt es nur noch, alles festlich zu schmücken. Einen Vorteil bietet die Placierung an verschiedenen Tischen auch noch: Das Kaffeegeschirr braucht nicht für alle Gäste übereinzustimmen. In die Tischmitte kommt ein farblich geschmackvoll zusammengestelltes Blumenarrangement, auf oder neben die Kuchenteller die Servietten. – Nehmen an einem Familienfest (Taufe oder Geburtstag) nur wenige Gäste teil und ist eine Haushaltshilfe vorhande, die in der Küche nach dem Rechten sehen kann, dann ist eine festliche Mittagstafel das richtig. Außer dem Hauptgericht hat die Hausfrau Suppe oder Vorspeise und einen leckeren Nachtisch vorbereitet. Mit Hilfe von Tiefkühlkost ist alles kein Problem mehr. Das Gedeck für jeden Gast besteht aus einem flachen Teller, auf den der Suppenteller (die Suppentasse) oder der kleine Teller für die Vorspeise gestellt wird. Links neben dem Essteller steht der Teller für die Süßspeise. Beiderseits des flachen Tellers sind die Bestecke gelegt, und zwar in der Reihenfolge ihrer Benutzung von außen nach innen. Über dem Teller liegen – mit dem Stiel nach rechts – Suppen- und Dessertlöffel. Die Gläser finden ihren Platz rechts über dem Teller. Auch hier, wie bei der Kaffeetafel, sind die Servietten gefaltet, und die Tischmitte ziert eine Schale mit niedrigen Bumen, damit sie nicht die Aussicht auf das Gegenüber verdeckt. – Die meiste Vorbereitungszeit fordert das „Kalte Büffet“, das aber trotzdem sehr beliebt ist. Es wirkt festlich wie ein großes Abendessen, es können aber mehr Gäste bewirtet werden, ohne unter Raumnot leiden zu müssen. Die Gäste bedienen sich selbst, leckere Salate, kaltes Geflügel, Aufschnitt, Fischmarinaden und Käse stehen bereit, ebenso Brot und Butter, Süßspeisen und Früchte, natürlich auch Getränke, wobei alkoholfreie für die motorisierten Gäste nicht vergessen werden dürfen. Bestecke, Teller und Gläser stehen auf einem kleinen Tischchen daneben, zusammen mit Gewürzen und Papierservietten. Auch bei den Vorbereitungen für das „Kalte Büffet“ wird sich die kluge Hausfrau der Tiefkühlkost – vielleicht sogar aus eigenem Vorrat (siehe Tiefkühlkost und Tiefkühlschränke) – bedienen.

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Nachdem wir schon geklärt haben, was mit den größeren Kindern anzufangen ist (siehe oben), will manchmal natürlich auch der kleinere Nachwuchs beschäftigt werden. Umso mehr, wenn ein Geburtstag ins Haus steht! Ich weiß ja, einige von euch planen schon die dollsten Kinderpartys, aber macht ihr das auch wirklich richtig?! Ich warte zum Beispiel noch auf die erste Luftschnapp-Polonaise meines Lebens:

Geburtstagsfest für die Kleinen zwischen drei und sechs Jahren bedarf einer vernünftigen Zeiteinteilung, wenn alles wie am Schnürchen laufen soll. Sechs kleine Geburtstagsgäste sind ausreichend, wenn Mutti alles allein bewältigen muss; sind größere Geschwister vorhanden, kann die Zahl auf zehn erhöht werden. Die Mütter der kleinen Gäste sind unerwünscht! Ein zweistündiges Fest ist für alle Beteiligten das beste. Zweimal je 45 Minuten zum Spielen, dazwischen eine halbstündige Schmauspause, bei der natürlich nur das gegeben wird, was nicht schmiert und die kleinen Mägen nicht zu sehr belastet. Buttercremetorten sind also ebenso fehl am Platz wie Süßspeisen mit Schlagsahne. In der kalten Jahreszeit ist Kakao das richtige Getränk, an heißen Tagen sollte außer Limonade auch kalter Pfefferminz- oder Lindenblütentee mit Zitrone bereitgestellt werden, um durstige Kehlen zu erfrischen. Ein schöner Gugelhupf, Marmorkuchen oder auch ein leckerer Quarkkuchen sind bei Kindern stets willkommen. Zum Abschluss des Festes kann es auch noch Würstchen mit Weißbrot geben; dazu werden weder Messer noch Gabeln gebraucht, dafür aber umso mehr Papierservietten! Um Spieleifer und Spannung zu steigern, kleine Preise bereithalten. Luftballons, Sandförmchen, Würfel, Autos, Püppchen kosten wenig und machen den Kindern, die eine Vorliebe für Miniaturausgaben haben, viel Freude. Steht ein Garten zur Verfügung und ist gutes Wetter, lässt sich die kleine Rasselbande leicht beschäftigen; im Zimmer muss zwischen den einzelnen Spielen eine kleine „Luftschnapp-Polonaise“ eingeschoben werden. Dabei fassen sich alle Kinder an der Hand. Mutti führt die „Schlange“ an und geht nun langsam durch das Zimmer, erst im Kreis, dann auf den Korridor und wieder zurück ins Zimmer; dabei wird ein kleines Liedchen gesungen. Aber auch die Polonaise darf nicht zu lang ausgedehnt werden; kleine Kinder haben keine große Ausdauer, sondern wollen immer wieder etwas Neues erleben. Wichtig ist’s, die kleine Geburtstagsfeier so rechtzeitig zu beenden, dass die Gäste nicht mehr da sind, wenn Vati heimkommt. Nach einem anstrengenden Arbeitstag ist er dem Ansturm vieler kleiner Kinder sicher nicht mehr gewachsen! Anregungen für Spiele: Siehe Kinderspiele.

Wo wir gerade beim Thema sind: Nicht nur zu Geburtstagen, auch an vielen anderen Terminen sind Geschenke angesagt. Mit den heutigen Amazon-Wunschzetteln haben wir es schon etwas komfortabler als früher. Aber sollte der Beschenkte einen solchen nicht haben, kann man ja immer noch aus der folgenden Liste auswählen (vielleicht kann man das auch als Drohung verwenden gegenüber Menschen, die sich partout nichts wünschen mögen):

Geschenke zu Familienfesten (Taufe, Konfirmation, Kommunion, Verlobung, Hochzeit) sollen erfreuen und „Einzelgänger“ sein. Um die Gefahr auszuschalten, dass ein Geschenk in drei- oder vierfacher Ausführung überreicht wird, ist es ein hübscher Brauch, dass Mutter oder Schwester eine Liste mit den Wünschen zusammenstellt (besonders wichtig bei jungen Paaren, die einen neuen Hausstand gründen wollen). Diese Liste zirkuliert im Verwandten- und Bekanntenkreis, und jeder kreuzt das an, was er zu schenken beabsichtigt. – Größere Geschenke werden schon einige Tage vor dem eigentlichen Festtag geschickt. Die Geschäfte übernehmen dies gern, auch in schöner Geschenkverpackung. Die Schenkenden bitten um Entfernung des Preisschildes und legen ein Kärtchen in weißem Umschlag bei. Am Festtag werden alle Geschenke hübsch aufgebaut, auch die kleinste Gabe darf dabei nicht vergessen werden. Nicht die Kostbarkeit eines Geschenks ist entscheidend, sondern der Geist, aus dem es gegeben wird.
Geschenke sollten dem Schenkenden ebensoviel Freude bereiten wie dem Beschenkten. Geschenke, die aus Berechnung gemacht werden, also um Rückgeschenke zu erhalten, sind unaufrichtig. Dies erkannte bereis 1962 Christoph Lehmann, der unter anderem schrieb: „Man schenkt keinem Wurst, man weiß dann, dass er eine Sau werd schlachten.“ Auch „Rundreisegeschenke“ sollten nicht auf den Weg gebracht werden. Wie peinlich, wenn das Geschenk dem ersten Geber anderswo wieder unter die Augen kommt. Verpflichtende Geschenke sind ebenfalls zu streichen. Ein Herr wird deshalb einer befreundeten Dame keine Wäsche, Strümpfe oder andere Kleidungsstücke schenken. Hier sind Bumen, Konfekt , Schallplatten oder Bücher besser am Platz. Das richtige auszuwählen wird nicht schwerfallen, da der Geschmack bekannt sein dürfte.

Vorschläge:
Für die Hausfrau: Vasen, Taschentücher, Cocktailschürze, Nähkasten, Saftservice, Konfekt, Briefpapier, Bücher
Für den Hausherren: Zubehör fürs Auto, Zigarettenkasten, Bücher, Weinkühler, Aktenmappe, Korkenzieher, Handwerksschrank, Schallplatten
Für den jungen Herrn: Schallplatten, Fotozubehör, Fotoalbum oder Diarahmen, Bücher, Krawatten
Für die junge Dame: Maniküreetui, Seidenschal, Handtasche, Schallplatten, Bücher
Für die Kinder: Warmhalteteller, Sparbüchsen, Roller, Dreirad, Laubsägegarnitur, Kinderbücher
Fürs Baby: Spieltiere aus Gummi, Würfelpyramide aus Plastig, Rassel, Löffel und Essensschieber, Spielhöschen

Wenn die Gäste dann weg sind und alle Partys vorbei, ist die fleißige Hausfrau froh, wenn sie das gesamte Geschirr nicht von Hand spülen muss. Den Gatten tangiert das eher peripher:

Geschirrspülautomaten. Ob sich die Anschaffung eines Geschirrspülautomaten lohnt, kann nur die Hausfrau entscheiden, die sich täglich mit der etwas lästigen Arbeit des Geschirrspülens beschäftigen muss. Den Hausherrn interessiert die Angelegenheit nur am Rande; falls er nicht täglich bei der etwas unbeliebten Küchenarbeit mithilft. (…)

Die 50 Jahre alten Tipps zur Auswahl des richtigen Geschirrspülers erspare ich euch mal, da voraussichtlich nicht mehr wirklich relevant. 😉 So, Hausaufgabe für die kommende Woche: Fischmarinade probieren. Danach vielleicht eine kleine Luftschnapp-Polonaise. Sofern ihr einen Geschirrspülautomaten habt. Solltet ihr ohne ein solches Gerät leben müssen, habt ihr frei. Das tägliche Spülen ist schon Stress genug. Nächstes Mal geht es um die richtige Haltung beim Lesen und ums Thema Hausputz!

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Alltagshüpfer

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Durchdrehen in der Küche, Entspannung und noch eine Party

31. August 2014

Na, ist die Veränderung schon eurer Mutter oder der neugierigen, älteren Nachbarin aufgefallen? War eure Cocktailparty ein Erfolg? Heute wenden wir uns den Buchstaben D und E zu.

Persönlich haben wir habe ich (ich lerne dazu, die Küche ist schließlich mein Revier) ja eine ziemlich kleine Küche. Für die hier vorgestellte Technik wäre sie sicherlich prädestiniert, allerdings hat sich die Methode anders als prognostiziert offenbar nicht durchgesetzt:

Drehstuhl in der Küche sollte nicht fehlen; denn er gibt die Möglichkeit, sitzend an verschieden hohen Tischen zu arbeiten, der Stuhl lässt sich mühelos für jede Höhe einstellen, also stets im richtigen Verhältnis zur Arbeit wie Gemüseputzen, Spülen, Bügeln. Da sich der Stuhl nach allen Seiten dreht, kann frei und leicht hantiert werden. Eine kleine Anlaufzeit des Eingewöhnens muss allerdings in Kauf genommen werden, aber danach wird der Drehstuhl seinen Platz in der Küche behaupten.

Fehlt in dieser Küche: der Drehstuhl.
Fehlt in dieser Küche: der Drehstuhl.

Steht bei euch gerade ein Umzug an? Dann ist der folgende Beitrag für euch. Beachtet bitte: Eine gute Woche nach dem Einzug ist es bereits ordentlich, und man ist wieder vollkommen erholt (siehe nächster Beitrag „Entspannung“). Ich glaube, unsere Einweihungsparty fand ungefähr 2 Monate nach dem Einzug statt. Aber da war ich ja auch noch keine gute Hausfrau!

Einzugsfeier in eine neue Wohnung möglichst nicht mit Pauken und Trompeten begehen, sonst gibt’s Ärger mit den übrigen Hausbewohnern. Verwandte und Freunde an der Freude am neuen Heim (meist ist auch ein wenig Stolz dabei) teilnehmen zu lassen, ist sehr nett. Die Einladung erfolgt etwa acht Tage nach dem Einzug. Dann herrscht bereits Ordnung in den vier Wänden, und die von den Strapazen hervorgerufene Müdigkeit ist überwunden. Zur Wahl steht die Einladung zum Nachmittagskaffee (anschließend gibt es ein Glas Wein zum Anstoßen) oder zum Plauderstündchen nach dem Abendessen. Hier kann die Hausfrau einen pikanten Salat, ein paar belegte Brote, salziges und süßes Kleingebäck reichen, ohne eine großartige Tafel decken zu müssen. Als Getränke stehen Bier, Wein, Obstsaft und Sprudel für die Gäste bereits. Da nie vorausgesehen werden kann, ob die Fröhlichkeit der Gäste etwas lautstark wird, ist es gut, vorher bei den übrigen Hausbewohnern um freundliches Verständnis für diesen Ausnahmefall zu bitten.

Ja, auch eine Hausfrau hat es nicht immer leicht! Aber keine Sorge: Auch ihr seid sicherlich für eine entspannende Tätigkeit begabt genug. Ich selbst habe ja den Vorschlag mit dem Schwimmen mittlerweile fest in den Alltag integriert. Fürs Kegeln war ich einfach nicht grazil genug – die Männer haben sich über meinen Anblick beschwert:

Entspannung. Auch die Hausfrau braucht Entspannung, wenn sie „fit“ bleiben will, um all den Aufgaben gewachsen zu sein, die ihr im Haushalt, bei Kinderpflege und -erziehung und als Ehefrau gestellt werden. Ist die Hausfrau daneben auch noch berufstätig, wird das Problem immer schwieriger; denn nun muss sie vom frühen Morgen bis zum späten Abend dauernd in Spannung sein. Wie kann sich nun die stark belastete Frau täglich wenigstens für kurze Zeit von ihren Pflichten lösen? Die Entscheidung muss jede Frau selbst treffen; die Gestaltung der Freizeit hängt von Veranlagung, Begabung, Interessen und nicht zuletzt auch davon ab, ob die berufstätige Hausfrau tagsüber viel auf den Beinen ist oder eine „sitzende“ Tätigkeit ausübt. Hier ein paar Vorschläge: Je nach Begabung stricken, häkeln oder sticken. Handarbeiten entspannt, und es macht zugleich Freude, wenn unter geschickten Händen etwas Hübsches entsteht. Oder wie wäre es, den Einkauf nicht in kürzester Zeit zu erledigen, sondern dabei gemächlich durch die Straßen zu gehen, mal einen Blick in dieses oder in jenes Schaufenster zu werfen und dadurch neue Anregungen zu sammeln? – Außer dem Sonntagsspaziergang mit der Familie tut ein „Alleingang“ am Wochentag sehr gut. Wer es einrichten kann, den Weg zum Arbeitsplatz zu Fuß zurückzulegen, sollte es tun. Allerdings sind dann Hauptverkehrsstraßen in den Großstädten zu meiden (die mit Abgasen durchsetzte Luft ist keineswegs gesundheitsfördernd!), ein kleiner Umweg durch Grünanlagen ist erholsamer. – Während in den Sommermonaten das Freibad zum Schwimmen lockt, sollte dieser gesunde Sport im Winter wenigstens einmal in der Woche im Hallenbad fortgesetzt werden. Dies ist übrigens auch eine gute Freizeitgestaltung zusammen mit den Kindern.  – Ob das bisher nur den Männern vorbehaltene Kegeln die richtige Entspannung ist? Vielen Frauen bringt die wöchentliche Kegelstunde die rechte Erholung. Kegeln ist kein Kraftsport, verlangt aber Konzentration und eine gewisse Grazie, damit die kegelnde Frau einen netten Anblick bietet. – Wer den Alleingenuss liebt, wird sicherlich ein Stündchn Zeit erübrigen, um ins Museum zu gehen, eine Ausstellung zu besuchen. – Der Besuch beim Friseur bringt Entspannung, dazu noch die Freude, danach besonders gut auszusehen (was von den anderen Familienmitgliedern übrigens nicht übersehen werden sollte), wodurch das Selbstvertrauen gehoben wird. – Ein Leseviertelstündchen – besser noch ein halbstündiges – sollte jeden Tag möglich gemacht werden. Es entspannt, gibt Anregungen und kann zur Weiterbildung sehr beitragen.

Hausaufgabe diese Woche: Prüft doch mal nach, wie grazil ihr beim Kegeln wirkt. Und stellt den Schreibtischstuhl testweise in die Küche. Nächste Woche geht es um die großen Gs im Haushalt: Gäste, Geschenke, Geburtstagsfeiern und Geschirrspülautomaten!

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Alltagshüpfer

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Babyausstattung, Cocktailparty und mehr

24. August 2014

Willkommen zurück in unserem kleinen Hausfrauen-Kurs! Habt ihr mittlerweile schon verinnerlicht, euer Haar mindestens 20 Mal in alle Richtungen zu bürsten, bevor ihr schlafengeht; und hat euch der Gatte endlich einmal beim Kohle schleppen geholfen, während ihr im Gegenzug immer hübsch adrett zum Frühstück erschienen seid? Dann seid ihr jetzt bereit für die nächste, eher kurze Lektion. Wir fassen heute B und C zusammen.

Schwanger, anyone? Denkt nur immer daran: Rot kommt nicht in Frage! Und eigentlich ist jetzt, wo man schon frühzeitig erkennen kann, ob mal einen kleinen Fußballer oder eine niedliche Ballerina bekommt, auch Gelb oder Grün keine Option mehr. Rosa und Hellblau it is:

Babyausstattung. Schon lange bevor der kleine Erdenbürger das Licht der Welt erblickt, sorgt die junge Mutter für die Ausstattung, die bis zum siebenten Monat der Schwangerschaft fertig sein sollte. Das ist der Zeitpunkt, von dem an bereits mit der Geburt des Kindes gerechnet werden muss. Ob die werdende Mutter alles selbst näht, strickt, häkelt, was natürlich eine große Freude wäre, hängt von ihrem Befinden und der ihr zur Verfügung stehenden Zeit ab. Zukünftige Großmütter und Tanten werden ebenso wie Freundinnen gern das eine oder andere Stück beisteuern. Ob der Ausputz rosa oder hellblau zu halten ist, bringt häufig Kopfzerbrechen mit sich; denn bisher ist’s ja noch nicht möglich, vor der Geburt festzustellen, ob Mädel oder Bub. Die ganz Vorsichtigen wählen eine neutrale Farbe, also Gelb oder Grün.

Ich weiß, dass ihr alle Bücher zu schätzen wisst. Aber wisst ihr auch, wie sie gepflegt werden? Es ist eigentlich ganz einfach:

Bücher verleihen jedem Raum Leben und Wärme. Sie legen Zeugnis ab vom Geschmack, von den geheimen Wünschen, von den Interessen des Besitzers. Bücherfreunde stellen ihre Bücher frei in offene Regale, also gewissermaßen griffbereit. Hausfrauen sehen die Bücher lieber in einem Schrank hinter Glas, wo sie vor Staub geschützt sind. Natürlich bereitet das Sauberhalten eines Bücherregals mehr Arbeit, aber mit einem guten Staubsauger ist das Reinigen wirklich kein Problem. Beim Großputz werden die Bücher – ob offen oder hinter Glas stehend – sowieso einzeln herausgenommen und dadurch entstaubt, dass die Buchdecke fest gegen die Seiten geschlagen werden. Für broschierte Bücher ist diese Behandlung zu „hart“. Diese Bücher sind geschlossen gegeneinander zu schlagen.

Die meisten von uns können sich durchaus noch – vielleicht mit etwas gutem Willen – zu den „jungen Leuten“ zählen. Ein Glück, denn so können wir auf den gedeckten Tisch erst einmal verzichten – diese Lektion kommt schließlich erst unter G wie Gäste und T wie Tisch!

Cocktailparty. Zu dieser zwanglosen Geselligkeit wird zur Cocktailstunde, zwischen 18 und 20 Uhr, eingeladen. Zu Mixgetränken (Cocktails) – für die motorisierten Gäste sollte auch an alkoholfreie gedacht werden – gibt es kleine, pikante Appetithappen und Käsegebäck. Diese neue Form der Einladung wird besonders von jungen Leuten bevorzugt. Man braucht keinen gedeckten Tisch, aber etwas Platz für ein Tänzchen.

Also, Hausaufgabe für die nächste Woche: Zur Cocktailparty laden, das Tanzbein schwingen und die Bücher abstauben. Die Schwangeren unter uns können vielleicht auch ein hellblaues oder rosafarbenes Mützchen stricken. Auf keinen Fall ein rotes! Nächste Woche beschäftigen wir uns mit der richtigen Küchenausstattung, Einzugspartys und – auch das ist wichtig! – der korrekten Art zu entspannen.

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Alltagshüpfer

Zur besseren Hausfrau von A bis Z – Heute: Der Einstieg mit Abendkosmetik, täglichen Arbeiten & Co.

17. August 2014

Kürzlich bin ich ja 30 geworden. Verheiratet bin ich auch. Ich lebe seit mittlerweile 11 Jahren nicht mehr bei meinen Eltern, wasche meine Wäsche selbst und fast jeden Tag gibt es etwas frisch gekochtes in unserem Hause. Aber bin ich auch eine gute Hausfrau?

Nein, sicherlich nicht! Jedenfalls nicht, wenn es nach diesem Büchlein geht, das über familiäre Umwege zu mir gefunden hat: Das 1×1 des guten Haushalts – Tausend Tips von A-Z aus dem Jahr 1966! Und weil ich befürchte, dass auch im Haushalt der meisten meiner Leserinnen der „unentbehrliche Ratgeber für die moderne Hausfrau“ fehlt, werden wir jetzt gemeinsam lernen, eine gute Hausfrau und Gattin zu sein. Von A wie Abendkosmetik bis Z wie Zeiteinteilung im Haushalt geht es in einem etwa 3 Monate andauernden Kurs rund um die Themen Ordnung, gut gedeckte Tische oder die tägliche Wohnungspflege. So werden wir es sicherlich gemeinsam schaffen, uns von einer modernen, unordentlichen, gestressten und wenig organisierten Frau des Jahres 2014 in eine tüchtige, auf alle Situationen vorbereitete, ordentliche Hausfrau des Jahres 1966 zu verwandeln! Die Teilnahme am Kurs lohnt sich selbstverständlich: Nicht nur, dass euer Haushalt und euer Gatte (oder euer zukünftiger Gatte, oder eure Gattin, wir sind ja trotz allem modern) profitieren werdet – am Ende gibt es unter allen Teilnehmerinnen der Abschlussprüfung auch etwas zu gewinnen!

Und weil ich euch leider nicht sämtliche Tipps mitteilen kann, zögert nicht, zu fragen, sollten bei euch noch Fragen zur Pflege von Badekappen, der richtigen Besenstiel-Länge für eure Körpergröße oder der Aufbewahrung von Fischvollkonserven aufkommen!

Wir beginnen unseren kleinen Kurs natürlich mit dem A!

Wie häufig bürstet ihr euer Haar am Abend? Lasst euch gesagt sein: Es ist mit Sicherheit nicht oft genug:

Abendkosmetik vor dem Schlafengehen ist ebenso wichtig wie das Zähneputzen, damit sich die gereinigte Haut während der Nacht ausreichend von den Anstrengungen erholen kann. Auf jeden Hauttyp einzugehen, ist unmöglich. Bei normaler Haut (in abweichendem Fall muss eine Kosmetikerin zu Rate gezogen werden) Gesicht, Hals und Ohrläppchen mit Gesichtsmilch, Reinigungscreme oder Reinigungsöl bedecken. Beim Brustansatz beginnend, über das Kinn hin bis zu den Haarwurzeln vorsichtig mit den Fingerspitzen reiben. Um dem Reinigungsmittel die richtige Wirkung zu verschaffen, muss es Zeit haben. Inzwischen werden die Haare gebürstet, und zwar zwanzigmal nach vorn, zwanzigmal zur Seite und zwanzigmal nach hinten. Der Kopfhaut tut die Massage gut, und aus den Haaren wird der Staub herausgebürstet. Dann geht es mit der Haut weiter. Unter sanftem Druck das Reinigungsmittel entfernen. Das Gesicht anschließend mit lauwarmem Wasser abduschen, leicht abtupfen; nicht reiben! Das Gesicht sollte möglichst nicht mit Seife gewaschen werden. Zum Abschluss der abendlichen Hautbehandlung ist als „Nahrung“ eine Nährcreme aufzutragen. Hierzu den Mund öffnen wie zum „A“-Sagen, nur so ist zu vermeiden, dass die Haut ausgedehnt oder gezerrt wird. Mit zwei Fingerspitzen und kleinen kreisenden Bewegungen die Creme verreiben, dabei vom Kinn aus zu den Ohren und von der Stirnmitte zu den Schläfen vorgehen.

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Wir leben in unsicheren Zeiten! Wer weiß, ob nicht morgen schon der Notfall eintritt – beispielsweise ein Atomkrieg oder der Besuch der Schwiegermutter? Besser, man ist vorbereitet:

Aktion Eichhörnchen. Einen kleinen Lebensmittelvorrat im Haus zu haben, schafft Beruhigung. Wie schnell können dann unerwartete Gäste bewirtet werden, und wie gut ist’s, auf die Vorräte zurückgreifen zu können, wenn die Zeit zum Einkauf nicht mehr ausreicht. Wieviel wichtiger sind aber solche Vorräte in Notzeiten! Deshalb sollte in jedem Haushalt – je nach Personenzahl – ein Vorrat angelegt werden, der allerdings so gelagert werden muss, dass er vor Verderbnis geschützt ist. Wenn vom Vorrat etwas verbraucht ist, gleich wieder ersetzen! – In unruhigen Zeiten ist damit zu rechnen, dass Strom und Gas ausfallen können, deshalb vorwiegend solche Lebensmittel lagern, die man auch kalt verzehren kann. Für die Zusammenstellung der „eisernen Ration“ hier ein paar Anregungen:
Fleisch-, Wurst-, Fischkonserven, Schmalz, Pflanzenfett, Öl, Hülsenfrüchte, Haferflocken, Reis, Teigwaren, Zwieback, Dauerkeks, Dosenbrot, Dosenmilch, Milchpulver, Honig, Marmelade, Zucker, Dauerwurst, geräucherter Speck, Kakao, Tee, Pulverkaffee, Gemüse- und Obstkonserven, Trockenobst, Tomatenmark, Dosen- und Würfelsuppen, Schokolade, Fruchtbonbons.

Falls ihr euch gefragt habt, welche Aufgaben eigentlich auf euch als Hausfrau so zukommen – langweilig wird euch sicher nicht. Wählt also eure Zugehfrau sorgfältig aus und wenigstens im Winter kann auch der Gatte einmal eingespannt werden:

Arbeiten, tägliche, die in einem normalen Haushalt (4 Personen) anfallen, umfassen zuerst alle Dinge, die mit der Ernährung der Familie zusammenhängen, also:
Einkaufen, Essenszubereitung, Tisch decken und abräumen, Abwaschen. Es folgen dann die hygienischen Obliegenheiten, wie Betten machen, Zimmer lüften, Schuhe putzen, Staub wischen, Kehren, Staub saugen, Mülleimer leeren. Täglich sind Blumen zu gießen, Schnittblumen mit neuem Wasser zu versorgen, Tiere zu füttern und Hunde „Gässchen“ zu führen, Futter besorgen, Vogelbauer und Aquarium zu säubern, Streu zu wechseln.
Wöchentlich sind zu erledigen: Kleinwäsche mit anschließendem Bügeln, Stopfen, Nähen, Küche gründlich säubern, Fußböden wischen, bohnern; Hausordnung beachten.
Und jeden Monat einmal die große Wäsche erledigen, Fensterputzen.
Für den reibungslosen Ablauf all der Arbeiten, die zur Haushaltführung gehören, ist die Hausfrau verantwortlich, das heißt aber nicht, dass sie alle Arbeiten allein ausführen muss. Einmal wöchentlich eine Zugehfrau für mehrere Stunden zur Hilfe zu haben, bedeutet schon eine Erleichterung, aber auch der Hausherr sollte ebenso wie heranwachsende Kinder für manche Hilfeleistung zur Verfügung stehen. Doch dies ohne Murren! Kohlen holen, Asche wegtragen und Schnee schippen sind Arbeiten, die auf jeden Fall vom Mann oder vom großen Sohn erledigt werden sollten; auch wenn sie Schuhe putzen, fällt den Kindern keine Perle aus der Krone! Und wie schnell ist der Abwasch fertig, wenn Mutter und Kinder ihn gemeinsam schaffen. Diese Zeit kann dann gleich zu einem Plauderstündchen verwendet werden, bei dem die Kinder ihre kleinen oder größeren Probleme mit der Mutter besprechen.

Ja, ich sehe es ein – es ist viel zu tun. Das ist aber keine Entschuldigung, sich zu vernachlässigen. Denn sonst sucht der Mann sich ganz schnell eine Hübschere, Pflegeleichtere, die nicht so viel jammert:

Aussehen, gepflegtes, ist für Berufstätige und Hausfrauen sehr wichtig. Ein ungepflegtes Äußeres kann die Liebe des Mannes ebenso zum Erliegen bringen wie lieblos zubereitete Mahlzeiten. Deshalb am Morgen nicht mit schmuddeligem Morgenrock zum Kaffeetisch kommen, ein sauberes Morgenkleid ist ebenso rasch übergezogen. Wenn die Zeit zum Ordnen der Haare nicht ausreicht, werden sie unter einem zum Turban geschlungenen Tuch versteckt. Und wenn der Mann abends nach Hause kommt, sollte es für die Frau selbstverständlich sein, dass alle Hausarbeiten beendet sind und sie ihn, nett angezogen, freundlich begrüßt. Berichte über Unannehmlichkeiten des Tages, Unarten der Kinder oder hohe Reparaturrechnungen (Telefonrechnungen) haben Zeit, bis der Mann gegessen und sich ausgeruht hat. Natürlich hat auch die Hausfrau und Mutter täglich viel zu bewältigen – noch viel mehr die berufstätige Hausfrau -, und doch sollte sie jeden Tag danach sinnen, ihrem Mann das Leben im Hause so schön wie nur irgend möglich zu gestalten.

Kleiner Disclaimer: Die Rechtschreibung habe ich beim Abtippen willkürlich angepasst, so dass die Texte nun einen wilden Mix aus alter und neuer Rechtschreibung beinhalten. Damit müsst ihr jetzt leben! Jammert’s nur nicht eurem Mann vor, denn solche Banalitäten solltet ihr wirklich von ihm fernhalten. Zumindest direkt nach Feierabend. Und jetzt freut euch auf die nächste Lektion, in der es um Bücherregalpflege und Cocktailpartys gehen wird!

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