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Projekt Stoffabbau: Mrs. Klassik {MeMadeMittwoch}

Der Abbau meiner Stoffberge (oder ist es schon ein Stoff-Gebirge?) geht weiter – langsam, aber stetig. Seit dem erfolgreichen Auseinanderschnibbeln des Schnittmusters neulich bin ich motiviert, auch meine letzten Reste Sweat- und Jerseystoff aufzubrauchen. Und so fand ich mich neulich erneut auf dem Fußboden des Nähzimmers wieder, wo ich Schnittteile von A nach B schob, Kombistoffe ans Licht hielt und überlegte, wo man das Schnittmuster nun am besten würde teilen können.

Den hellblauen und den cremeweißen Sweatstoff habe ich schon ewig. Den geblümten Jersey noch nicht so lange – allerdings habe ich bei diesem keine Ahnung, wo er herkommt. Die Farben gefallen mir gut, die Qualität ist wunderbar, aber es ist nichts, was mich so umhauen würde, dass ich es dringend brauche. Daher vermute ich, dass ich ihn mal auf dem Stoffmarkt beim Couponstand eingepackt habe, wo es dann drei Stücke für zehn Euro (oder so was in der Richtung) gab, und mir noch ein dritter fehlte. Nun jedenfalls hatte ich einen ganzen Meter von diesem Jersey. Aber ein Shirt oder einen kompletten Pulli daraus konnte ich mir nicht vorstellen. Das hätte – befürchtete ich – zu sehr nach Schlafanzug oder Kittelschürze ausgesehen.

Mir war schnell klar, dass ich nur in Kombination mit dem verbliebenen hellblauen Sweatstoff keinen Hoodie hinbekommen würde – für eine Kapuze war es nicht definitiv nicht mehr genug. Alles schrie also förmlich danach, endlich mal “Mrs. Klassik” von Konfetti Patterns zu nähen. Das Schnittmuster hatte ich schon vor Ewigkeiten bei einem Makerist-Sale für kleines Geld ergattert und besonders der Kragen gefiel mir besonders gut.

Womit ich allerdings nicht gerechnet hatte: Trotz bereits geteiltem Vorderteil reichte der Stoff nicht. Rückteil, geteiltes Vorderteil und ein Ärmel. Mehr ging beim besten Willen nicht. Ich ärgerte mich etwas, beim ursprünglichen Nähprojekt so viel von dem Stoff verwendet zu haben, obwohl ich das Teil eigentlich nie trage. Der Hoodie ist mir zu lang, steht mir nur mittel, die Daumenlöcher, auf die ich damals so stolz war, finde ich unpraktisch (man bekommt jedes Mal nasse Ärmel, wenn man sich die Hände wäscht), und das Bündchen aus Sweatstoff war ausgeleiert und der Pulli somit total “bollerig” geworden. Meh. Dann kam mir die rettende Idee. Wenn ich den Pulli sowieso nie trage… Und BÄÄM, schon hatte ich die Schere angesetzt und aus dem Rückenteil den zweiten Ärmel zugeschnitten! 😀 Da ich den Hoodie so selten anhatte, ist der Stoff auch kaum gewaschen worden und es fällt nur auf, wenn man ganz nah herangeht.

Mrs. Klassik an zerschnibbelter Kanga. Mal sehen, was ich mit dem restlichen Stoff noch machen könnte.

Der Kombistoff für den Kragen und das geteilte Vorderteil war wiederum ein Rest dieses Projekts – ein Hoodie, der sicherlich nicht zerschnitten wird, weil ich ihn immer noch gern und häufig trage.

Als mir meine Aufteilung dann nach langem Hin- und Hergeschiebe endlich klar war, konnte es ans Nähen gehen. Und was soll ich sagen? Die Anleitung hat mir richtig gut gefallen. Alles war sehr gut erklärt und bebildert, so dass man eigentlich den Kopf fast ausschalten konnte. Besonders toll fand ich die Erklärung, wie der Kragen eingenäht wird. Gar kein Knoten im Kopf, wie ich es sonst manchmal habe bei Nähanleitungen. Nur bei dem Armpatches hat meine Nähmaschine rumgezickt, aber dafür kann das Schnittmuster ja nichts und sie hat sich dann glücklicherweise mit einer neuen Nadel auch bald wieder eingekriegt. 😉

Einzig bei der Größe hab ich versagt. Anhand der Oberweite sollte ich Größe 42 nähen – in der Taille lag ich hingegen bei Größe 36. Ähm… Wenn ich einen gut passenden Pulli aufs Schnittmuster legte, landete ich ungefähr bei Größe 40. Nun ja, da mein Sweatstoff nicht sonderlich gut dehnbar ist, bin ich lieber auf Nummer sicher gegangen und habe alles – wie in der Anleitung für nicht dehnbare Stoffe empfohlen – in Größe 42 zugeschnitten (sonst hätte ich vielleicht einen Mittelwert gewählt). Und natürlich war am Ende alles viel zu groß… 😉 Ich habe dann mit der Overlock einfach die Seiten jeweils um ca. 2 cm gekürzt, bevor ich Bündchen angenäht habe. Entsprechend sitzt der Pulli gerade unter den Armen halt nicht optimal. Aber es geht schon, finde ich, wenn man nicht so sehr darauf achtet. (Wer von euch Profis verrät mir, woran das liegt, damit ich es beim nächsten Mal ändern kann? Oder ist da “nur” meine Freestyle-Anpassung Schuld dran? 😀 )

Die Armbündchen musste ich übrigens auch wieder um zwei Zentimeter kürzen, ich scheine einfach recht kurze Arme zu haben. Beim nächsten Mal würde ich vermutlich Größe 38 zuschneiden – zum Glück kann man das Schnittmuster ja einfach noch ein bisschen zurechtschneiden, in Höhe der Oberweite bleibt es vielleicht etwas größer. 😉

Nichtsdestotrotz bin ich außerordentlich zufrieden mit meiner Mrs. Klassik! Ich habe alles an einem Abend genäht, weil ich so im Flow war. Und wenn die Anleitung so gut erklärt ist, macht es ja auch viel mehr Spaß! (Der Abend, an dem ich den Rock “Amy” genäht habe, ist mir in nicht so guter Erinnerung geblieben – da wurde deutlich mehr geflucht!) Den Schnitt werde ich sicherlich noch einmal nähen, dann vielleicht mit Kapuze (davon gibt es auch zwei Varianten im Schnittmuster). Aber auch der Kragen gefällt mir so gut, dass es mich schon in den Fingern juckt, davon noch ein, zwei, siebenundzwanzig Varianten in meinen Kleiderschrank zu legen. Das Projekt Stoffabbau schiebt dem erst einmal einen Riegel vor (ich hab jetzt nicht mehr so viel Sweatstoff auf Lager), aber danach… Und auch die anderen Schnittmuster von Konfetti Patterns werden garantiert einen zweiten Blick von mir bekommen!

Meine Mrs Klassik verlinke ich auch wieder beim MeMadeMittwoch! 🙂

Color Blocked Lucille {MeMadeMittwoch}

Das Projekt Stoffabbau geht weiter!

Ich hatte noch ziemlich viel von dem dunkelblauen Jersey, den ich mal für ein Kleid gekauft hatte (das seither in der Schublade liegt, weil es leider zu kurz geraten ist). Und da ich kürzlich mal wieder meine erste Lucille aus dem Schrank gezogen hatte und die mir echt gut gefällt, beschloss ich, dass man davon eine zweite vertragen könnte. Ich malte mir eine hübsche Kombination mit den Hamburger Liebe-Tulpen, von denen ich noch ein Reststück hatte, aus… Doch so sehr ich das Schnittmuster auch puzzelte, es wollte einfach nicht passen.

Natürlich war es Pinterest, das mich letzten Endes auf die Idee brachte, ein geteiltes Shirt zu nähen. Vom Tulpenstoff war nichtsdestotrotz nicht ausreichend übrig, aber ich hatte noch einen knappen halben Meter weißen Jersey. Und so las ich diese, diese und diese Anleitung und machte mich ans Werk!

Erst mal passte ich das Schnittmuster etwas an. Lucille ist eigentlich ein Kleid, ich trage es als Longsleeve. Die Ärmel hatte ich schon bei der ersten genähten Variante relativ freestyle angepasst, das übertrug ich jetzt ins Schnittmuster, genau wie die Änderungen in der Weite. So hat das Shirt jetzt gar nicht mehr so viel mit dem Original-Schnitt zu tun. Im Prinzip blieb nur noch die Kragenlösung unberührt, die finde ich nämlich super und ist ja auch das tolle an dem Schnittmuster!

Leider kann man die Kragenlösung in dunkelblau recht schwer erkennen, auch auf den anderen Bildern. Aber glaubt mir einfach, dass es schick ist. 😉

Das angepasste Schnittmuster übertrug ich anschließend auf Malerfolie aus dem Baumarkt. Das war nicht nur nötig, damit ich das Schnittmuster nicht zerschneiden musste (so dass ich es nicht hätte wiederverwenden können), sondern auch, weil ich ja die gesamte Breite benötigte und nicht das im Stoffbruch zu verwendende Teil. Praktisch war außerdem, dass die Folie durchsichtig ist. So konnte ich die Teilungslinien des Vorderteils problemlos auf das Rückenteil übertragen.

Jetzt hieß es wieder: Puzzeln. Denn auch wenn ich von dem weißen Stoff mehr hatte als vom Tulpenstoff, war es doch knapp. Insbesondere der blaue Stoff, und so musste die eine oder andere Nahtzugabe recht knapp geschnitten werden.

Nachdem die einzelnen Stoffstücke zu den “normalen” Schnittmuster-Teilen zusammengenäht worden waren, konnte der Schnitt dann ganz normal genäht werden. Und: Es hat geklappt! Ich bin ganz begeistert von meiner geteilten Lucille. Sogar der Held bezeichnete sie als “sehr professionell”.

Natürlich musste ich sie gleich am nächsten Tag tragen – Ehrensache. Aber irgendwie war der Wurm drin. Mittags im Büro bekleckerte ich den weißen Teil (denn natürlich kleckert man IMMER auf den weißen Teil, oder?) – und zwar mit roter Bete, ausgerechnet! (Ich war sooo vorsichtig – ahnt ja keiner, dass das blöde Rote Bete-Glas von AUSSEN klebrig ist.) Panisch riss ich mir das Shirt vom Leib, weichte es im Badezimmer ein und saß anschließend in meiner Winterjacke am Computer, denn im Unterhemd wollte ich nicht dasitzen. 😉 Fürs Fotoshooting habe ich sie dann wieder angezogen – immer noch leicht feucht. Abends beim Spülen spritzte ich dann auch noch mit dem Spülwasser herum, in dem schon die tomatige Pfanne gespült war – platsch, ein hellroter Fleck. Auf dem weißen Stoff. Aaah! Wieder aus damit und eingeweicht. Unfassbar: Beide Flecken sind anstandslos wieder rausgegangen. Yeah! Sonst hätte ich mich auch wirklich sehr geärgert.

Alles in allem bin ich jetzt angefixt – es muss ja nicht Lucille sein, aber das Teilen ist eine super Möglichkeit, auch kleinere Stoffreste aufzubrauchen und gerade bei Musterstoffen kann man so auch etwas unaufdringlichere Kleidungsstücke nähen, wenn man nur einen kleinen Teil des bunten Stoffs verwendet. Yeah!

Ich muss nur ein ganz kleines bisschen schief stehen, damit alle Nähte genau aufeinandertreffen! 😀

P.S.: Und weil es im MeMadeMittwoch-Post gewünscht ist und heute Weltfrauentag ist – ja, ich habe auch einen Pussyhat, aber natürlich habe ich beim Fotografieren des Shirts nicht daran gedacht, dass heute der 8. März ist. Daher ein Bonusfoto – zeigt Flagge, meine Damen:

Im Nähwahn {MeMadeMittwoch}

Lange, lange Zeit stand meine Nähmaschine nur in der Gegend rum und guckte vor sich hin. Guckte sich mein Nähzimmer in der alten Wohnung an, guckte sich den Umzug an, guckte sich das neue Nähzimmer in der neuen Wohnung an… Und staubte ein bisschen ein.

Irgendwann postete dann Julia aber ihren “Traumanzug“. Ein Onesie, kuschelig und niedlich und mit Kapuze und – wie sie es auf Instagram so vortrefflich formulierte: mit “Toilettenfeature”! Woah! Ich war geflasht. Denn ich mag solche Einteiler zum Rumlümmeln sehr, stellte sie mir immer total gemütlich vor, bis mir der Gedanke kam: Aber wenn ich mal aufs Klo muss… Dann müsste man sich zumindest als Frau ja wirklich jedes Mal aus dem Overall schälen und halb nackt auf dem stillen Örtchen sitzen. Das hatte mich also jedes Mal abgehalten davon, so ein Gemütlichkeits-Outfit zu kaufen. Aber jetzt! Der Traumanzug! Mit Toilettenfeature!

Ich tat also meine Begeisterung kund und Julia schlug direkt vor, den Onesie mit mir gemeinsam zu nähen (denn gewisse Teile wie der Reißverschluss flößten mir doch noch ordentlich Respekt ein). Und so kam es dann auch. Und während ich überlegte, welchen Stoff ich verwenden sollte, öffnete ich meinen Stoffschrank. Und war ein bisschen erschlagen von den Stoffmengen. So. Viel. Stoff!!!! Ich wählte als Grundlage für meinen Traumanzug einen rot-weiß geringelten Jersey, den ich vor Jahren mal auf dem Stoffmarkt gekauft hatte. Wofür, weiß ich auch nicht so richtig. Aber jetzt hatte er seine Bestimmung gefunden!

Dazu bestellte ich dann noch ein bisschen grauen Jersey mit süßen, kleinen Fahrrädern sowie das übrige Zubehör (Reißverschluss, Druckknöpfe…) – so hat mich das ganze letzten Endes doch mehr gekostet, als ich normalerweise bereit wäre, für einen Schlafanzug zu bezahlen, aber hey. Selbst gemacht ist bekanntermaßen nicht unbedingt günstiger – häufig sogar im Gegenteil.

Und eines schönen Samstags war es dann so weit, Julia schlug bei mir auf zur “Garn-Party”, wie der Held es so schön betitelte. Und der Anzug war dann letzten Endes auch gar nicht schwer zu nähen. Innerhalb eines Tages waren wir beide fertig. Und hatten ein traumhaftes Resultat:

So! Was! Von! Kuschelig! Und das “Toiletten-Feature” – die Poklappe mit Druckknöpfen – funktioniert auch einwandfrei. Am liebsten hätte ich das Teil die nächsten Tage gar nicht mehr ausgezogen. Gemütlichkeits-Overkill! Aber ich musste natürlich doch. Spätestens Montag, als es wieder zur Arbeit ging. 😉

Anschließend war ich ein bisschen im Nähwahn. Und bin es immer noch. Die Entdeckung des rot-weißen Ringeljerseys im Schrank wollte mir nämlich nicht aus dem Kopf. Ich besitze so viel Stoff! Mir kam der Gedanke, dass ich den doch eventuell auch einfach mal verwenden könnte. Und weil ich eine Schwäche für Challenges habe, wurde daraus das “Projekt Stoffabbau” – und der Vorsatz, sämtlichen Stoff zu verbrauchen. Hüstel.

Es ist wirklich unglaublich, wie viel festen Baumwoll-Dekostoff ich habe. Den habe ich zu Beginn meiner “Nähkarriere” wirklich meterweise angeschafft. Ich habe mich also durch Pinterest geklickt, dieses und jenes gefunden und ausnahmsweise nicht nur gepinnt, sondern direkt umgesetzt. Das kleine Nadelkissen an der Nähmaschine beispielsweise, oder das Wolken-Mobile. Außerdem (das schaffte wenigstens mal was weg) einen neuen Bezug fürs Bügelbrett und noch ein paar bunte Tischsets. Nicht im Bild: ein paar weitere Spüllappen (die liebe ich nach wie vor) und eine verschenkte Einkaufstasche. Alles nur mäßig erfolgreiche Projekte, was die Menge an Stoff betrifft, die sie wegschaffen. Aber ich bin sehr wählerisch bei dem, was ich nähe. Vieles gefällt mir nicht oder ich finde es einfach überflüssig. Ich benötige keine 500 weiteren Täschchen und Einkaufstaschen, keine Körbchen und Utensilos, und ich will eigentlich nichts nähen, was völlig überflüssig ist.

Neben den Dekostoffen befindet sich aber auch noch jede Menge Kleidungsstoff in meiner Sammlung. Als erstes ging ich ein Projekt an, für das ich schon vor ziemlich exakt 3 Jahren das Material gekauft hatte: ein roter Cord-Rock! Das Schnittmuster war Amy – allerdings hat es mich ziemliche Nerven gekostet und ich werde es vermutlich nicht noch einmal nähen. Außerdem war der Rock am Ende viel zu groß (trotz Messen im Voraus), so dass ich improvisieren musste. Zum Glück hat das wenigstens geklappt und der Rock gefällt mir jetzt sehr gut. Ein tolles Foto hab ich allerdings nicht, da es ein Ich-mach-das-jetzt-noch-fertig-obwohl-Mitternacht-schon-durch-ist-verdammt-noch-mal-Projekt war. Kennt ihr die? Wo man noch unbedingt das an dem Abend fertig kriegen will? Aber ich hab natürlich trotzdem ein Bild gemacht. Mit Ringelsocken. Und Stoffchaos im Hintergrund. Und leicht verfälschten Farben. Und unpassender Bluse:

Und tatsächlich: Der Stoffberg schrumpfte schon etwas!

Allerdings war ich betrübt, dass ich meinen Traumanzug immer nur nachts anziehen konnte. Also tauchte ich wieder ins Stoffmeer ein und ja: Es war noch genug für einen weiteren Traumanzug vorhanden! Aus etwas dickerem Sweatstoff, quasi als Hausanzug. Ohne Kapuze, aber immerhin. Sogar sämtliches Zubehör wie Reißverschluss und Druckknöpfe hatte ich auf Lager. Letztere noch aus den Beständen meiner Mama:

Hammer-Design, oder? 😀

Allerdings musste ich bei diesem Anzug etwas improvisieren. Teils klappte das gut – teils nicht so. Improvisation Nummer 1: kein Bündchenstoff. Stattdessen Bündchen aus dem Sweatstoff. Funktioniert immer nur so mittelmäßig gut – nervt aber hauptsächlich beim Nähen, stört später nicht beim Tragen. Allerdings sollte die Poklappe eigentlich auch aus Bündchenstoff genäht werden – das sollte mir noch zum Verhängnis werden, denn ich entschied mich für den dünnen Muster-Jersey. Impro Nummer 2: der Reißverschluss, den ich noch auf Lager hatte, war nur 45 statt 50 cm lang. Ich wollte das Oberteil aber sowieso etwas kürzen, da der Schritt beim ersten Traumanzug etwas auf Halbmast hängt. (Die Beine hab ich auch gekürzt.)

Problem durch diese Improvisationen: Der Anzug sitzt etwas strammer am Po. Keineswegs ZU stramm, sollte man meinen. Hätte er keine Poklappe, wäre alles easy und sehr bequem. Er hat aber eine. Und die besteht aus dünnem Jerseystoff ohne Verstärkung (hatte ich nämlich nicht, und es sollte ja ein ABBAU-Projekt sein, für das ich nichts neues kaufen musste) – der nun relativ stark gedehnt wird, wenn ich auf dem Sofa rumlümmel. So kam es, wie es kommen musste – einer der Druckknöpfe riss schon am ersten Abend aus. Schade. Aber ich denke mal, ich kann es relativ problemlos reparieren. Und man lernt ja schließlich aus seinen Fehlern. Und: den Gemütlichkeits-Overkill hat das Teil trotzdem noch. (Und im Zweifel hat das Ding halt einen Druckknopf weniger. Ich bin ja nur zu Hause damit.)

Fällt irgendwem zufällig was auf? Also, langjährigen Leserinnen, meine ich? Aus dieser Stoff-Kombination habe ich schon mal einen Hoodie genäht. Vor VIER JAHREN. Seitdem liegt der Stoff bei mir rum. Es wurde also wirklich mal Zeit.

So, und jetzt muss ich diesen Mammut-Post beenden (ein vorbildlicher Blogger hätte vermutlich eine fünfteilige Serie daraus gemacht) und nach weiteren Näh-Ideen googeln… 😉 Und bis dahin verlinke ich diesen Post beim Me Made Mittwoch!

Große Fuchsliebe in Hoodie-Form {RUMS}

So, dieses Mal schaffe ich es, den RUMS-Beitrag auch am RUMS-Tag zu veröffentlichen. 😉 Letzten Monat war mein Näh-Monat und ich war wahnsinnig fleißig. So habe ich einiges zu zeigen, aber heute kommt bereits mein Lieblingsstück:

fuchs-hoodie-gesamt

Ein Fuchs-Hoodie! Ich bin sehr, sehr glücklich mit ihm. Genäht habe ich ihn nach einem Schnipp-Schnapp-Schnitt, nach dem ich auch schon diesen Hoodie genäht hatte. Die Anleitung finde ich nach wie vor verbesserungswürdig, aber der Schnitt sieht super aus und passt mir gut. Und mit den Erfahrungen vom ersten Kapuzenpullover konnte ich einige Verbesserungen anbringen, zum Beispiel:

fuchs-hoodie-selbstgenaeht-aermel

Die Ärmel! Die waren beim ersten Versuch viel, viel zu lang geraten und die Bündchen waren auch noch quer angenäht (ich habe das noch mal nachgeprüft und bin der Ansicht, dass es in der Anleitung falsch eingezeichnet ist – oder es ist Absicht, aber “richtig” herum gefällt es mir besser). Außerdem habe ich es geschafft, die Kapuzenteile vorn vernünftig überlappen zu lassen. Beim ersten Modell hat das nicht ganz geklappt.

fuchs-hoodie-selbstgenaeht

Den Sweatstoff in Beige (nicht Weiß, falls das auf den Fotos so wirkt) hatte ich schon zusammen mit dem braunen Stoff vom ersten Hoodie bestellt! Er lag also mal eben 2 Jahre lang oder länger im Schrank herum. Ich hatte ihn sogar mit einer bestimmten Idee vor Augen bestellt, aber die war mir mittlerweile völlig entfallen. Nun hatte ich also diesen Stoff und fand ihn eigentlich ziemlich blöd. Aber dann habe ich mir einfach online einen passenden Kombistoff gesucht. Der Fuchsstoff passte perfekt! Das Beige der Fuchsbäckchen hat genau die Farbe des Sweatstoffes und der Stoff selbst fühlt sich wunderbar an.

fuchs-hoodie-selbstgenaeht-stolz

Auf diesem Foto könnt ihr daher feststellen, wie ich aussehe, wenn ich sehr stolz bin. 😉 Und das bin ich auch, ich bin 100% zufrieden mit dem Hoodie. Ich habe mir aber auch sehr viel Zeit genommen beim Nähen, sehr langsam genäht (ich bin so glücklich, dass man bei der neuen Nähmaschine die maximale Geschwindigkeit einstellen kann!) und sehr präzise gearbeitet, was sonst nicht meine Stärke ist. Und es hat sich gelohnt! Bei der Gelegenheit habe ich dem ersten Hoodie übrigens direkt auch mal die Ärmel um sicherlich 10 cm gekürzt.

Das einzige, was ich beim nächsten Mal evtl. noch anders machen würde, wäre, den Schnitt im Ganzen einen Ticken zu verlängern. Er passt zwar gut, aber nur, solange ich nicht die Arme in die Luft strecke. Und das macht man häufiger, als man so gemeinhin glaubt – sei es an Küchenschränken oder bei Aufwärmübungen im Chor, und überhaupt, ab und zu sollte man einfach mal was zum Jubeln haben und dann soll ja auch der Pulli noch passen! 😉

Ankerliebe {MeMadeMittwoch}

Ich bin ein optimistischer Mensch. Daher habe ich beim Packen für unseren Urlaub auch die Wettervorhersage ignoriert, die 14 Grad und Wolken ankündigte. Ich habe kurze Hosen, Kleider, Röcke und Tops eingepackt, obwohl alles dagegen sprach. Und was ist? Es wurde belohnt! Seit Montag sind wir an der Ostsee, und seit Montag strahlt die Sonne vom wolkenlosen Himmel und macht uns sehr, sehr glücklich.

So konnte ich auch direkt mein neues Lieblings-Top ausführen, das so perfekt an den Strand passt. Der hellblaue Stoff mit den weißen Ankern war Liebe auf den ersten Blick! Auf Instagram gab’s schon mal einen Eindruck:

ankerliebe-instagram

Das Top habe ich nach dem Ebook “Livia” von Pattydoo genäht. Ein Probe-Top hatte ich vorher genäht, um die Größe zu bestimmen, und es saß perfekt. Also habe ich den tollen Ankerstoff angeschnitten und alles so ordentlich wie selten genäht. Aber bei der Anprobe gab’s plötzlich wieder Flatterflügel unter den Armen! Also habe ich das Top noch mit Freestyle-Brustabnähern versehen. Etwas, von dem ich zuvor gar nicht wusste, dass ich es kann. Und ob es so richtig ist, weiß ich auch nicht – ist aber auch egal, es passt und sieht sehr viel besser aus. (Bei einem zweiten Top habe ich es besser gewusst und die Brustabnäher direkt gemacht, und anschließend die Armlöcher gesäumt. Hier musste es jetzt so gehen.) Hier sieht man das sehr gut:

Ankerliebe-Seebruecke-Top

Ansonsten müssen der Held und ich wohl noch mal an den Outfit-Fotos arbeiten. Das einzige, auf dem das Top komplett zu sehen ist, ist dieses:

ankertop-livia-seebruecke

Naja, aber so sonderlich spektakulär ist so ein Top ja auch eigentlich nicht, daher wird das schon reichen. Für mich ist es aber doch etwas tolles, es ist so ein schöner Stoff und ich bin wirklich sehr glücklich mit dem Ergebnis und stolz darauf, dass ich es auf eigene Faust angepasst habe! Daher verlinke ich diesen Beitrag bei RUMS und lasse euch noch ein Urlaubsbild da:

flipflops-strand-grossenbrode
P.S.: Ihr sucht eure Ferienwohnung doch auch danach aus, ob sie WLAN haben, oder?!

P.P.S.: So lange habe ich nicht mehr mitgemacht, dass mir entfallen ist, dass Donnerstag und nicht Mittwoch RUMS-Tag ist. Upps. Dann disponiere ich spontan um und verlinke zum ersten Mal beim MeMadeMittwoch, wo genauso wie beim RUMS tolle Bloggerinnen tolle Nähprojekte zeigen! 😉

Upcycling: Volle Spülkraft voraus!

Die vergangenen Monate hat meine Nähmaschine eher im Winterschlaf verbracht. Ich weiß selbst nicht, weshalb. Doch nun hatte ich wieder einmal Lust, etwas mit meinen Händen zu machen. Nachdem einige Flickarbeiten erledigt waren, hatte ich aber nur noch Zeit für ein kleines Projekt – quasi zum Aufwärmen nach der langen Pause.

upcycling-spuellappen-bunt

Vor einiger Zeit hatte ich diese Idee schon einmal ausprobiert (links sieht man es, schon etwas ausgewaschen), und sie eignet sich wirklich optimal zum Testen verschiedener Techniken oder halt zum (Wieder-) Einstieg: selbst genähte Spüllappen!

upcycling-spuellappen

Was, wer braucht schon selbst genähte Spüllappen, höre ich euch fragen? Niemand! 😉 Aber die Vorteile liegen auf der Hand: Man kann das Format selbst bestimmen (die gekauften “Mehrweg-Lappen” sind mir meist zu groß). Man kann die hübschesten Stoffe wählen und sich daher jedes Mal beim Spülen freuen. Und: Man kann upcyclen! Eine Seite der Lappen besteht aus einem alten, etwas abgewetztem Frottee-Handtuch, das ich im Bad nicht mehr sehen wollte. Die andere Seite besteht aus Stoffresten – viel braucht man ja wirklich nicht!

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Da mein erstes Exemplar (bei dem ich das freihändige Nähen üben wollte) schon lang und gern im Gebrauch ist, durfte jetzt ein zweiter, wunderschön bunt karierter Lappen einziehen. Zeitaufwand: 5 Minuten. Ergebnis: Freude beim Spülen. Und mal ehrlich, für mehr Freude beim Spülen lohnt sich das doch wohl in jedem Haushalt, oder?

upcycling-lappen

(Man ignoriere auf diesem Foto den nicht auf Hochglanz polierten Wasserhahn und die Tatsache, dass ich ein Haus für unsere Spüli-Flasche gebaut habe, die neue Spüli-Flasche aber zu dick dafür ist und jetzt im Garten wohnen muss.)

Nina sammelt im Werkeltagebuch jeden Monat Upcycling-Ideen, und mit diesem Post bin auch ich zum ersten Mal dabei! Ich freue mich! 🙂

RUMS: Meine Frühlings-Kanga

Mit den Schnitten von Jolijou hatte ich bisher nur gute Erfahrungen gemacht. Daher, und weil ich mit meiner letzten Anleitung für einen Hoodie nicht so zufrieden war, wollte ich gerne auch einmal eine Kanga nähen. Der Stoff lag schon lange bereit und so nutzte ich einen “freien Abend” zuhause, um das Schnittmuster vorzubereiten und den Stoff zuzuschneiden.

Dunkelblau mit nur ein bisschen Hamburger Liebe sollte es werden. Keine Ahnung, welcher Teufel mich im letzten Sommer bei der Stoffbestellung geritten hat, aber von dem dunkelblauen Stoff hatte ich nur ungefähr halb so viel, wie ich benötigen sollte. Natürlich war auch ausgerechnet genau dieser Stoff nicht mehr lieferbar und so musste ich kombinieren. Das Ergebnis: Eine deutlich frischere Variante als die, die mir vorschwebte. Ich will mich also nicht beschweren, es ist nun weniger elegant und mehr frühlingshaft geworden. Naja, soweit ein Hoodie elegant sein kann…

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Mit dem Schnittmuster war ich schon zufriedener als bei meinem anderen Hoodie, aber die eine oder andere Anfängerfalle war trotzdem eingebaut. Ja, ich bin immer noch Anfänger mit meinen 5-6 selbst genähten Kleidungsstücken. Und gerade weil die Farbenmix-Ebooks sonst sowas von idiotensicher sind, stellt man schon mal ab und zu sein Hirn aus und verpeilt völlig, dass man beispielsweise gewisse Teile vielleicht gegengleich zuschneiden sollte. In meinem Fall zum Beispiel die Taschen. Vor den Ärmeln habe ich zum Glück noch mal gegooglet. Dann war ich so verunsichert, dass mir das Zuschneiden der Kapuze einen halben Knoten ins Gehirn gemacht hat und ich lieber erst mal eine Nacht drüber geschlafen habe. 😉

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Als der Pulli fertig war, sah die große hellblaue Fläche ganz schön leer aus… Ich habe nämlich die mittlere Variante von Kanga genäht (es gibt kurz, mittellang und lang), nächstes Mal würde ich eher zu kurz tendieren, da es unten doch etwas sackartig aussieht… Jedenfalls hat meine Schwiegermutter mit ihrer tollen Stickmaschine kurzerhand noch ein Blümchen für die Brust gestickt und so kann ich als Tulpenfrau glänzen!

An den Armen habe ich Daumenlöcher nach diesem tollen Tutorial eingearbeitet, die so vom Schnittmuster nicht vorgesehen waren. Aber da ich grundsätzlich zu doof bin, Ärmelbündchen zu nähen (ich klappe die Teile immer verkehrt herum zusammen und habe dann lange, schmale Bündchen statt kurzer breiter – und außerdem verkehrt herum im Fadenlauf), passte das ganz gut. Ich musste dann nur auch noch total Freestyle am eigentlich schon fertig genähten Pulli die Ärmel verschmälern, weil sonst die schmalen Bündchen nicht gepasst hätten. Der Hoodie ist also ein Unikat, das ich so nie wieder hinbekommen werde! 😉

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Mit diesem Wissen werde ich Kanga bestimmt noch mal nähen, in einer etwas anderen Variante. Der passende Stoff liegt schon bereit. Genauso gerne würde ich übrigens auch mal ein Kleid oder eine Hose nähen, wie ich sie so oft und so toll beim RUMS oder beim Me Made Mittwoch sehe. Aber an diese ganzen “normalen” Schnittmuster traue ich mich irgendwie nicht ran… Ich fürchte, ich bin für solche Arbeiten nicht gewissenhaft und ordentlich genug. Habt ihr Einsteigertipps, z.B. für ein schönes Kleid?

Mehr RUMS findet ihr heute übrigens hier!

Bunter kuscheln!

Auf meiner 101-Dinge-Liste stand auch: einen Quilt nähen (bzw. eine Patchwork-Decke stand dort, aber technisch ist es wohl eher ein Quilt?). Das hatte ich tatsächlich schon sehr lange vor, aber ich habe es immer wieder vor mir hergeschoben: So ein großes, aufwändiges, schwieriges Projekt…

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Tatsache ist: Es war viel einfacher als gedacht! Und mein Motto “Einfach mal machen” hat sich wieder mal bewährt. Hat man nämlich einmal angefangen, ist das ganze zwar nicht unbedingt blitzartig erledigt, aber doch schneller als erwartet. Insgesamt habe ich mich vielleicht 3-4 Abende mit dem Teil beschäftigt. Also, nicht mal komplette Abende meistens.

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Tatsächlich darf man vermutlich nicht zu genau hinsehen, aber das ist bei meinen Nähprojekten fast immer so. Man hätte ordentlicher zuschneiden und definitiv beim Zusammennähen von Vorder- und Rückseite sich mehr Mühe geben können. Hätte. Denn in der Praxis ist es jetzt kein bisschen perfekt, aber erstens ist es fertig (“Fertig ist besser als perfekt”) und zweitens ist es ganz typisch für mich, dass es nicht so ordentlich ist. Und drittens fällt es niemandem auf, der sich darunter kuscheln will.

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Tatsächlich haben meine Quadrate hinterher doch überraschend gut aneinander gepasst und die Übergänge sehen an den meisten Stellen richtig gut aus!

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Ich hatte sooo viele Stoffe und so ist der Quilt dann auch recht bunt geworden. Meine Quadrate (die nach dem Zusammennähen nicht mehr unbedingt quadratisch sind, zumindest an den Rändern) habe ich dann wild durcheinandergewürfelt. Einfach, weil es mir so gefiel und weil ich nicht von allen Stoffen gleich viel im Schrank hatte. Daher nur ein gelbes Quadrat 😉 und die vier niedlichen Schaf-Quadrate. Ich wollte unbedingt Vorräte aufbrauchen und das ist gelungen.

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Die Rückseite ist eine kuschelige Fleece-Decke. Ich weiß, ich weiß: Nicht quilt-korrekt. 😉 Ist mir aber egal. Die Decke hat auch keine Füllung und ersetzt somit einfach eine der etwas schäbig gewordenen Decken auf dem Sofa. Zum abends reinkuscheln reicht’s allemal und mehr wäre dann auch zu warm geworden. Der einzige Nachteil der Fleece-Decke waren die abgerundeten Ecken (verringerte die offiziellen Maße überraschend) und ihre Dehnbarkeit, der ich zu verdanken habe, dass die Quadrate am Rand eben nicht mehr sehr quadratisch sind.

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Für meine Decke habe ich diese Anleitung von Pech und Schwefel genutzt. Auch wenn mir einiges schon klar war, gab es doch viel Sicherheit und beim “Binding” (das ist der Stoffstreifen drumherum) war sie ganz besonders hilfreich (ich habe immerhin damit 2 von 4 Ecken zufriedenstellend hinbekommen – und die zwei anderen lagen nicht an der Anleitung, sondern wie üblich an meinem unordentlichen Zuschnitt).

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Schon vor ziemlich langer Zeit nähte ich übrigens das Kissen, was neben der Decke liegt. Solange spukt die Vorstellung von der Decke schon in meinem Kopf rum! Jetzt passt beides perfekt zusammen.

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Ich bin sehr glücklich mit meiner superflauschigen bunten Decke und sogar der Held äußerte einen Kommentar des Gefallens. Ob aus Höflichkeit oder Wahrheit – die Tatsache, dass er zuvor noch meinte, wir bräuchten doch keine neue Decke, macht dieses Lob doppelt wertvoll. 🙂

Petition

Für die Einführung einer Strg-Z-Tastenkombination* an jeder Nähmaschine!

Wer ist dabei?

auftrenner

* Für alle, die diese grandiose Tastenkombination nicht so häufig brauchen wie ich: Damit lässt sich so ungefähr alles wieder rückgängig machen.

Bunt, gepunktet und hüpfig

Ich habe es geschafft! Es war überraschend einfach, tatsächlich einen Hoodie zu nähen, wie es auch auf meiner Liste steht. Mit dem Ergebnis bin ich sehr, sehr glücklich, das wird sicherlich ein Lieblingsstück!

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Ob ich den Helden wohl beim nächsten Mal überreden kann, fürs Fotografieren vom Sofa aufzustehen, und nicht immer nur Bilder von schräg unten zu machen? 😉

Das Schnittmuster , das ich verwendet habe, hat mich übrigens mäßig überzeugt. Naja, im Endergebnis ist es toll geworden und mir gefällt auch die geteilte Front, denn ich liebe den Punktestoff, aber einen ganzen Pulli hätte ich daraus niemals gemacht für mich. Aber als “anfängertauglich”, wie es in der Produktbeschreibung steht, würde ich es nicht unbedingt bezeichnen. Einige Schritte musste ich zusätzlich googlen und beim Zuschneiden ganz ordentlich meinen gesunden Menschenverstand anstrengen (trotzdem habe ich die Armbündchen, glaube ich, verkehrt zum Fadenlauf zugeschnitten – oder es war direkt falsch eingezeichnet – oder es muss so?).

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Alles in allem habe ich gar nicht mal so lange für den Pulli gebraucht. Ich habe mich abends immer mal wieder drangesetzt und war dann ganz erstaunt, wie viel ich geschafft hatte, wenn ich wieder fertig war. Allerdings habe ich manchmal auch nur 2 Nähte am Abend geschafft (eben kurz zwischen Abendbrot und Kinobesuch), so dass ich beim besten Willen nicht sagen kann, wie lange es nun wirklich gedauert hat. Aber: Am Sonntag habe ich das Schnittmuster ausgedruckt und am Donnerstag war ich fertig. Das ist für mich eine absolute Top-Zeit. 🙂

In so einem Hoodie kann man übrigens auch ganz schön viel Quatsch machen. Wieso mag ich eigentlich Hoodies? Die Kapuze habe ich bei meinen sämtlichen Exemplaren so gut wie nie auf – wie ich beim Fotoshooting direkt feststellte, ich wusste gar nicht, wie ich gucken sollte! 😉 Eigentlich sind Hoodies glaube ich unpraktisch – aber auch wahnsinnig cool. 😀

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Mein neues Lieblingsstück poste ich heute auch bei RUMS!