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Show your inner geek

Dass ich mich fröhlich und etwas verschroben als Geek identifiziere, sollte mittlerweile bekannt sein. Vor allem Instagram-Follower merken das, wenn ich mal wieder die neueste Batman-Figur poste oder kleine Roboter bastle. Aber auch, wenn man mich auf der Straße trifft, kann man das sehen. Häufig zumindest. Denn mein Stapel an Fan-T-Shirts ist mittlerweile bedenklich angewachsen. Ich könnte mich quasi wochenlang nur in Geek-Shirts kleiden! Doctor Who ist ganz vorne mit dabei, aber auch anderes findet seinen Platz. Selbstgemacht oder gekauft ist mir dabei ganz schnuppe.

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Kürzlich bekam ich eine Anfrage von Likoli, eines ihrer T-Shirts zu testen und vorzustellen. Und weil es in dem Shop auch ein Batman-Shirt gab, konnte ich nicht Nein sagen (ihr versteht das, oder?).* Und schon lange wollte ich mal meine komplette Sammlung zeigen! Also habe ich an einem sonnigen Tag die Kamera ausgepackt und mich mit Selbstauslöser in den Garten gestellt.

Leider hat kurz vor Schluss mein Handy den Kampf mit dem Akku verloren – es ist ja praktisch, dass ich die Kamera mit dem Handy fernsteuern kann, aber es ist echt anstrengend für das arme kleine Ding. Die restlichen Fotos hat der Held gemacht, aber dabei wurde die Kamera leicht verschoben. Schade, ich hatte mir mein GIF noch perfekter vorgestellt (aber ich bin so schon sehr glücklich damit)!

Und damit ihr die Bilder auch in Ruhe betrachten könnt, habe ich auch noch eine kleine Collage gemacht:

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Nicht alle diese Shirts trage ich übrigens in der Öffentlichkeit. Dobby wird beispielsweise nur zum Schlafen getragen. Und einige Shirts habe ich, von denen ich gar keine Ahnung habe. Beispielsweise das Power Rangers-Shirt. Deswegen pose ich da auch so bekloppt. Weil ich nämlich keine Ahnung habe, was die Power Rangers so treiben. Das war mal in einer meiner Abo-Boxen, genau wie das Shirt mit dem Dungeons & Dragons-Logo. Andere sind wunderbar unauffällig – das “Hello Sweetie”-Shirt gehört da zu meinen Favoriten, da es auch ein x-beliebiger Schriftzug sein könnte. Ist es aber nicht! 😉 Ein paar Shirts habe ich auch erst nach dem Fotoshooting wieder im Schrank entdeckt.

Und, wie viele Referenzen erkennt ihr? 😀


* Das T-Shirt habe ich von Likoli unentgeltlich zugesendet bekommen. Im Shop kann man auf jeden Fall mal stöbern, wenn man auf Motiv-Shirts steht, weil es unsagbar viele verschiedene Motive gibt. Leider ist der Shop etwas unübersichtlich gestaltet. Das T-Shirt passt in meiner üblichen Größe gut und die Qualität ist in Ordnung.

Buchtipp: Besser als die Wirklichkeit von Jane McGonigal*

Bei mir ist es Diablo 3. Ich habe das Spiel eigentlich schon längst durchgespielt. Aber dann kann man ja einen neuen Charakter anfangen. Oder mit dem alten, den man schon so schön ausgerüstet und hochgelevelt hat, noch mal von vorne beginnen. Oder im Abenteuer-Modus verschiedene Quests erfüllen oder Dungeons aufräumen. Es nimmt einfach kein Ende.

Über 500 Millionen Menschen weltweit spielen regelmäßig Videospiele. Jane McGonigal gehört auch dazu. Ihre Begeisterung führt soweit, dass sie ein Buch geschrieben hat. In Besser als die Wirklichkeit! will sie laut Untertitel erklären, “warum wir von Computerspielen profitieren und wie sie die Welt verändern”. Ein Sachbuch? Normalerweise nicht unbedingt mein Ding, aber hier hat mich schon das Titelbild direkt angesprochen. Und tatsächlich saß ich dann tagelang lesend auf dem Sofa, weil ich mich nicht losreißen konnte. Kompliment an Frau McGonigal, die es geschafft hat, mich mit einem Sachbuch so zu fesseln wie mit einem Roman!

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Warum Spiele uns glücklich machen

Im ersten Teil des Buches beschreibt die Autorin die Welt von Gamern, und ich habe mich an vielen Stellen wiedererkannt, obwohl ich gar nicht so ein riesiger Spieler bin. Ich schalte äußerst selten die Konsole an, wenn der Held nicht da ist. Naja, mal abgesehen von Diablo 3 natürlich. 😉 Aber wir spielen gern gemeinsam, außerdem zocke ich auch gerne mal am Smartphone oder am Computer.

Zunächst einmal wird geklärt, was ein Spiel eigentlich ist und weshalb es uns Spaß macht. Klingt langweilig, war aber wirklich aufschlussreich. Was ist beispielsweise deiner Meinung nach das Gegenteil von Spielen? Laut der These von McGonigal ist es nicht Arbeit, wie man vielleicht meinen mag – sondern Depression. Spielen hingegen kann man sogar als Arbeit betrachten – “Ein Spiel zu spielen bedeutet, aus freien Stücken zu versuchen, unnötige Hindernisse zu überwinden”. Dabei bewegen wir uns in einem guten Spiel stets an der Obergrenze unserer Fähigkeiten, werden also herausgefordert, und stürzen auch mal ab – wollen es aber gleich wieder versuchen. Der Schwierigkeitsgrad steigt, sobald wir besser werden, damit uns nicht langweilig wird. Außerdem werden “alle unsere neurologischen und physiologischen Systeme, die dem menschlichen Glücksgefühl zugrunde liegen – sprich: die Aufmerksamkeits-, Belohnungs-, Motivations-, Gefühls- und Erinnerungszentren im Gehirn” durch Spiele aktiviert. Wir erhalten lösbare (wenn auch schwierige) Aufgaben, und wenn wir diese erfüllt haben, werden wir belohnt und können mit dem nächsten Quest beginnen. Es gibt also jederzeit erreichbare Ziele, und es gibt gute Gründe, weshalb wir diese Ziele erreichen sollen. Gute Spiele sind also genau darauf ausgelegt, uns glücklich zu machen, indem sie uns fordern – ein Versprechen, was unsere tatsächliche Arbeit nicht halb so gut erfüllen kann.

Dabei ist es aber nicht nur von Belang, diese Ziele tatsächlich zu erreichen. Spiele, in denen wir sofort alles können und jede Aufgabe mit minimalem Aufwand lösen, langweilen uns bald. Während ich dies schreibe, sitzt der Held neben mir und spielt Dark Souls 2 auf der XBox – ein Spiel, das als überaus schwierig gilt. Unglaublich, wie oft ich den Helden hier schimpfen höre und das große, rote “Ihr seid gestorben” auf dem Bildschirm erblicke. Trotzdem hört er nicht auf und spielt in jeder freien Minute. “Spiele bringen uns bei, trotz einer potenziellen Niederlage höchst optimistisch zu bleiben, und diese wichtige emotionale Stärke lässt sich auch im wahren Leben nutzen.” Das ist dann auch der Grund, weshalb wir ein Spiel nicht ewig spielen: Irgendwann haben wir erreicht, was der Spieledesigner uns zu erreichen ermöglicht hat, und dann wird es langweilig.

Das Buch erklärt noch sehr viel mehr Gründe, weshalb Spiele uns glücklich machen – ich habe hier nur die für mich interessantesten herausgepickt. Unter anderen wird noch beschrieben, wie uns Spiele das Gefühl geben, ein Teil von etwas größerem zu sein oder wie wir dank Spielen stärkere soziale Bindungen eingehen (beispielsweise durch stellvertretenden Stolz und sogar durch “Trash Talk”, also Sticheleien).

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Die Wirklichkeit neu erfinden

Im zweiten Teil des Buchs geht es um sogenannte Alternate Reality Games (ARGs). Das klingt wilder, als es ist. Bei ARGs geht es im Grunde einfach nur darum, ein Spiel in die Wirklichkeit zu integrieren. Während wir bei Videospielen aus der Realität abtauchen in eine andere Welt, handelt es sich bei ARGs um “antieskapistische Spiele”. Sie sollen es ermöglichen, die Vorteile von Videospielen auch in der Wirklichkeit zu erzeugen, “mehr aus unserem echten Leben herauszuholen” und uns im Alltag genauso engagiert einzusetzen wie in Videospielen.

Dementsprechen gibt es natürlich unglaublich viele Möglichkeiten, ARGs einzusetzen. Da gibt es beispielsweiseChore Wars“, bei dem die einzelnen Mitspieler Punkte für das Erledigen verschiedener Haushaltstätigkeiten erlangen können (der Held und ich haben das ca. 3 Wochen ausprobiert, es war zu Beginn wirklich enorm motivierend, ließ dann aber sehr schnell nach, weil man mit den dort erlangten Punkten irgendwie nichts anstellen kann). Andere ARGs versuchen beispielsweise, Depressionen zu bekämpfen oder alte und junge Menschen miteinander in Kontakt zu bringen. Oder das Bildungswesen zu revolutionieren, wie es eine Schule in New York City versucht: “Quest to Learn” ist die erste spielebasierte Schule der Welt, in der die Schüler ihre Ausbildung als “Quest” verfolgen, mit dem Ziel, aufzuleveln (= gute Noten bekommen), geheime Missionen zu erfüllen (= zusätzliche Aufgaben lösen) oder Bosslevel (= Abschlussprüfungen) zu überstehen. Wer wäre als Kind nicht gern auf so einer Schule gewesen?

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Wie Computerspiele die Welt verändern

Der letzte Teil des Buchs zeigt uns, an welchen Stellen Spiele bereits unsere Welt verändern und verbessern. Beispiel: Wikipedia. Ein Spiel? Für uns als Nutzer eher nicht. Wir nutzen Wikipedia als Lexikon, oder um in einer Diskussion schnell nachzuschauen, wer Recht hat. Als Spiel kann es aber für die Autorinnen und Autoren der Plattform gelten, weil sie sich freiwillig der Herausforderung stellen, das Wissen dort zusammenzutragen und aktuell zu halten. Dabei gibt es eine riesige Spielwelt (über 3 Millionen Artikel), eine klare Spielmechanik mit sofort sichtbaren Ergebnissen und verschiedenen Schwierigkeitsgraden (man kann über Quantenphysik genauso schreiben wie über den Tatort am vergangenen Abend), sowie eine gute Spielgemeinschaft unter den “Wikipedianern”. Über zehn Millionen “Spieler” füllen Wikipedia weltweit – und verändern damit eindeutig die Welt dadurch, dass für viele Menschen der Zugriff auf Wissen enorm erleichtert wird.

Ein anderes Beispiel gab es im Jahr 2009 in Großbritannien: Es war bekannt geworden, dass Hunderte Parlamentsabgeordnete überhöhte oder falsche Spesen in Rechnung stellten und den Steuerzahler damit jährlich mehrere Zehntausend Pfund kosteten. Die Spesenanträge lagen jedoch nur als unsortierte Sammlung eingescannter Zahlungsbelege im Bildformat vor, die man nicht durchsuchen oder automatisiert analysieren konnte. Die Spesenanträge wurden der Öffentlichkeit freigegeben, aber es handelte sich um über eine Million Dateien – viel zu viel für einzelne Personen. Die Zeitung Guardian entwickelte daraufhin mit relativ geringem Aufwand ein Crowdsourcing-Spiel – jeder Bürger konnte sich anmelden und beliebig viele Dokumente prüfen. Wenn ihm etwas auffiel, was ihm verdächtig vorkam, drückte er einfach auf den Button “Untersuchen”. Somit wurde die Zahl der tatsächlich zu prüfenden Dokumente enorm verringert, denn die Experten konnten sich auf die als verdächtig gemeldeten Dokumente beschränken. Das Projekt war ein großer Erfolg – innerhalb von 3 Tagen waren bereits 170.000 Dokumente analysiert! Im Anschluss traten mindestens 28 Parlamentsmitglieder zurück, es wurden Strafverfahren gegen 4 Abgeordnete eingeleitet und neue Gesetze verabschiedet.

 

Fazit

Computerspiele können die Welt tatsächlich verändern, und sie tun es bereits! Videospiele als kindische Zeitverschwendung abzutun, ist daher an vielen Stellen zu kurz gedacht. Das Buch von Jane McGonigal zeigt dies anschaulich und stellt dabei insbesondere die Mechanismen von Computerspielen sehr gut dar. Der erste Teil von Besser als die Wirklichkeit hat mir daher auch am besten gefallen. Die weiteren Teile waren ebenfalls interessant und gut geschrieben, allerdings bin ich mit der Autorin nicht immer einer Meinung und war häufig der Ansicht, dass sie Spielen und ihrer Wirkung nun doch etwas zu viel zutraut. Nichtsdestotrotz hat sie auch anhand vieler Beispiele gezeigt, wie Spiele bereits jetzt Einfluss haben und dass ihre Thesen daher sicherlich nicht unberechtigt wird. (Allerdings hätte sie dazu nicht jedes ARG, das sie in ihrem Leben erfunden hat, detailliert vorstellen müssen. 😉 ) Das Buch war dennoch ein absolutes  Highlight in meinem bisherigen Lesejahr. Gamern sei es daher auf jeden Fall zu 100% ans Herz gelegt – aber auch für Nichtspieler eine interessante Lektüre, der ich 5 von 5 Sternen gebe!


* Sponsored Post: Dieses Buch habe ich vom Verlag kostenlos zur Verfügung gestellt bekommen. Meine Begeisterung ist aber echt und die Meinung selbstverständlich ausschließlich meine eigene. Weitere Vergütung ist nicht geflossen und ich bin auch nicht verpflichtet, diesen Artikel zu schreiben.

Unfall im Lego-Labor oder: Ein Stempel-Workshop bei Binedoro

Es war ein ganz gewöhnlicher Tag im Labor, der Frau Professor Doktor Knudstorp bevorstand. Ein ganz normaler Tag im Lego-Klonlabor, denn bekanntermaßen können Lego-Männchen sich nicht selbst reproduzieren (es fehlen ihnen jegliche biologischen Voraussetzungen dazu). Ihr Job war es also, neue kleine Lego-Männchen herzustellen, damit alle Kinderzimmer genauso wie die Wohnzimmer von jung gebliebenen Erwachsenen jederzeit mit den gelbhäutigen Wesen bevölkert werden könnten.

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Doch heute war etwas anders. In Gedanken war Frau Professor Doktor Knudstorp noch bei ihrer Nachbarin, die sich heute Morgen darüber beschwert hatte, sie würde das Treppenhaus nicht häufig genug putzen. Pff! Sie, als Wissenschaftlerin, wusste genau, wie häufig und gründlich man etwas reinigen musste, damit es einwandfrei war. Doch diese Lego-Kreise (der Fachbegriff war Nupsis) waren zwar rutschfest, aber wahnsinnig schwer zu reinigen.

Da passierte es. Frau Professor Doktor Knudstorp stolperte über einen dieser dämlichen Nupsis! Die Gefäße für mindestens 23 Lego-Klone rutschten ihr aus der Hand und vermischten sich auf dem Fußboden.

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Was geschah nun?! Frau Professor Doktor Knudstorp war entsetzt. Statt 23 einzelner Lego-Klone entstand… ein einzelner Riesenklon! Schnell rief sie die Werkspolizei. Kriminaltechnikerin Abby war schnell zur Stelle. Gemeinsam begutachteten sie das Problem.

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“Meine Lupe hätte ich wohl nicht mitbringen müssen”, staunte Abby fasziniert. Frau Professor Doktor Knudstorp war immer noch außer sich. “Das kann gar nicht sein! Das darf gar nicht sein! Was tun wir denn nun?!” Abby überlegte einen Moment. “Ich muss das näher untersuchen.” Sie rief den Hausmeister, Herrn Gelbkopf, für eine kleine Vergleichsanalyse herbei.

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“Es ist eindeutig”, konstatierte Abby. “Er ist genau wie einer von uns, aber viel, viel größer. Irgendwann wird er versuchen, die Macht über Legotham an sich zu reißen. Das ist eine Nummer zu groß für uns. Wir brauchen professionelle Hilfe.” Gesagt, getan. Herr Gelbkopf schloss ihnen die Tür zum Dach des Laborgebäudes auf. Frau Professor Doktor Knudstorp richtete den Signalstrahler aus, und Abby schaltete das Licht ein. Und es dauerte nicht lange – da war der schwarze Rächer schon herbeigeeilt!

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“Ein überdimensionierter Lego-Klon?”, durchdrang Batmans heisere, tiefe Stimme das Labor. “Gar kein Problem. Lasst mich damit kurz allein, und ich regle das.” Die Frauen verließen den Raum, und nach nur zehn Minuten kam Batman zurück. “Das ist erledigt. Kein Problem. Doch sollten sich die Kräfte des Bösen irgendwann wieder erheben, und ihren Schatten auf das Herz dieser Stadt werfen, so ruft mich.”

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Und so blieb nur noch für Herrn Gelbkopf die nicht ganz so glorreiche Aufgabe übrig, das Labor sauberzufegen, bevor Frau Professor Doktor Knudstorp sich wieder in Ruhe an die ganz normale Klon-Arbeit machen konnte.


In einer alternativen Welt war es Bine, die uns vor einiger Zeit zum DIY-Workshop einlud, und ich, die Lego-Männchen klonte stempelte. Stempel aus Moosgummi waren das Thema. Und so trafen wir uns eines Samstag Nachmittags in ihrer wirklich schnuckelig-gemütlichen Wohnung und waren auf einen Tag voller Basteln eingestellt!

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Bine hatte nicht nur ein hervorragendes Kuchenbuffet vorbereitet, sondern uns allen auch total großartige Bastelmaterialien bereitgelegt. Alles, um Stempel zu basteln, natürlich – aber auch alles, um sie zu verwenden. Kissenhüllen, Stofftaschen, und sogar das Rohmaterial für ein kleines Täschchen, das wir bestempeln durften, und das Bine anschließend für jeden von uns zusammengenäht und per Post zugeschickt hat! Meines beinhaltet nun Legosteine (denn der Lego-Stempel wollte nun einmal benutzt werden):

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Es war ein wirklich lustiger Tag – ich wiederhole mich vielleicht, wenn ich sage, dass Kreativität gemeinsam unglaublich viel Spaß macht, und die Damen an diesem Tag bildeten eine fröhliche, gesellige und natürlich kreative Runde! 🙂 Vertreten waren neben Bine noch Sabine von LiebesSeelig, Janine von Schnins Kitchen, Monika von Mo’Beads und Janine von JOs Creativ.

Mein erster Gedanke war – ihr mögt es schon erraten haben – ein Lego-Männchen. Das war filigran und durchaus etwas Fummelarbeit, aber es hat sich gelohnt. Glücklicherweise habe ich damit gleich auch noch Monika inspiriert, die dann aus mehreren größeren Stempeln das Riesen-Legomännchen gebastelt hat. So konnten wir uns wunderbar austauschen und unsere Designs ergänzen. Auf dem Sofa darf das Kissen nun manchmal mit der Mega-Seite und manchmal mit der Mini-Seite vorn glänzen – natürlich neben meinem liebsten Original-Binedoro-Kissen:

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Außerdem habe ich gleich zwei Stofftaschen gestaltet. Die Punkte auf der Hurra-Tasche habe ich einfach mit Wattestäbchen gestempelt (der Schriftzug ist frei Hand gepinselt), für Pacman und seinen Geisterkumpel in eleganter Kupferfarbe durfte ich wieder Stempel basteln.

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Liebe Bine, vielen Dank noch einmal für einen wirklich spaßigen Nachmittag! Und allen anderen, die bis zum Ende dieses Mega-Artikels durchgehalten haben: Respekt! 😉 Was würdet ihr auf euer Kissen stempeln?

“Ich hab das mal gegooglet”: Was Google über dich weiß

Kürzlich las ich in Miris Jahrbuch diesen Artikel darüber, wie sie immer so viel googlet. Und fühlte mich ertappt. Denn: Das bin ja ich! Ich glaube, in der Top Ten der Sätze, die ich am häufigsten sage, ist “Ich hab das mal gegooglet” ziemlich weit vorn. Noch vor “Boah, jetzt ‘n Stündchen schlafen und dann ins Bett” nach der Mittagspause und knapp hinter “Erst mal ‘n Kaffee.” Ich google nämlich so ziemlich alles.

Ich google, welche Allergie man nur morgens hat (Hausstaub), ob man auf dem Game Boy seinen Tetris-Highscore speichern kann (nein, zumindest nicht auf meinem) und wie die Sicht in der ersten Reihe des Londoner Queen’s Theatre ist (nicht so super, daher saßen wir dann auch in Reihe 12). Ich google, wie man unförmige Geschenke einpackt (die Lösung findet ihr im Adventskalender), ob man den oder das Tribut zollt (den) und regelmäßig wieder die Öffnungszeiten unseres lokalen Schreibwarengeschäfts.

Wusstet ihr, dass man sich – sofern man ein Google-Konto hat und beim Suchen auch damit angemeldet ist – ansehen kann, wonach man gesucht hat? Unter www.google.de/searchhistory kann ich sehen, dass ich insgesamt (Stand heute) 3884 Google-Anfragen gestellt habe, dass ich freitags am häufigsten google und auf welche Suchergebnisse ich am häufigsten klicke. Das sind übrigens in meinem Fall die Postleitzahlen-Suche, die Kontakt-Seite meines Zahnarztes (ich sollte mir mal die Telefonnummer speichern) und erstaunlicherweise auch die meines Frisörs (von dem habe ich mir übrigens kürzlich tatsächlich die Nummer aufgeschrieben).

Man kann sich seine letzten Bildersuchen (mein Top-Tipp übrigens dieser hier) genauso ansehen wie seine letzten bei Google Maps angezeigten Routen,  und man sieht sämtliche (sämtliche! Ever!) Suchbegriffe sowie die Links, auf die man daraufhin geklickt hat. Ich muss zugeben, diese Datenmenge hat mich ganz schön umgehauen, obwohl ich natürlich weiß, dass Google alles speichert, was man ihm nur gibt. Eigentlich ist es wirklich amüsant, noch mal nachzublättern, was man in den letzten Wochen so alles gegooglet hat. Von “ausgesetztes Kaninchen einfangen” über “DM Foto Entwicklung Dauer” bis hin zu “Wasser im Ohr” (ich erwähnte, dass ich alles google?) kann ich quasi nachlesen, was mich so beschäftigt hat. Erstaunlich.

Übrigens kann man seine Google-History löschen und auch verhindern, dass Google neue Suchen speichert. Im Zuge der Datensicherheit habe ich das gleich mal gemacht. Aber das heißt natürlich nicht, dass die Daten nicht trotzdem gespeichert werden. t3n erklärt, wie’s geht und sagt dazu:

Mit den hier aufgezeigten Schritten verhindert ihr, dass Google die Daten aus allen Diensten im Google-Kosmos, zum Beispiel YouTube und Google+, mit eurem Webprotokoll kombiniert und für interne Zwecke verwendet. Leider funktioniert das nur eingeschränkt. Tatsächlich sammelt Google auch dann weiter Daten über euch, wenn das Webprotokoll, wie oben gezeigt, angehalten wurde. Erst nach 18 Monaten anonymisiert Google die zusammengetragenen Daten teilweise und einige Features, wie die personalisierten Suchergebnisse, fallen weg. Lässt man das Webprotokoll hingegen eingeschaltet, speichert und verarbeitet Google eure Daten in nicht anonymisierter Form theoretisch unbegrenzt lange.

Also: Kann man mal machen, denn außer Amüsement in diesem Artikel habe ich die Google-Suchhistory bislang überhaupt nicht genutzt und bin auch erst bei der Recherche für diesen Post darüber gestolpert. (Ja. Ich habe beim Schreiben dieses Artikels “Google History” gegooglet, um euch meine Such-Beispiele geben zu können.)

Ebenfalls in den Einstellungen zu finden: Die interessenbezogenen Google-Anzeigen. Diese versuchen, anhand deiner Surfgewohnheiten deine Interessen herauszufiltern, um dir personalisierte Werbung anzuzeigen. Funktioniert das? Erstaunlich gut. Ich interessiere mich demnach – durchaus korrekt – beispielsweise für Blogging-Ressourcen und -Dienste, Backwaren, Kameraobjektive, Internet-Phänomene und “Haushalt und Inneneinrichtung”. Von 41 vorgeschlagenen Interessen fand ich nur genau drei, denen ich nicht unbedingt zustimmen würde: Wintersport, Hunde und Abendgarderobe. Auch die interessenbezogenen Anzeigen habe ich daher nun erst einmal deaktiviert.

Wenn ihr also gerade sowieso schon in den Google-Einstellungen seid: Es lohnt sich, einfach mal alles durchzuklicken. Jetzt kriege ich zum Beispiel hoffentlich keine nervigen Benachrichtigungen mehr zu Google+, was ich überhaupt nicht nutze (“Kennst du den Helden? Kennst du deinen Vater?” Ja, die kenne ich alle, aber ich muss sie nicht auf Google+ hinzufügen!).

Und? Was sind eure Top-Suchanfragen? 😉

Die Flow, Wil Wheaton und das Bloggen

Als Kind hatte ich keinen eigenen Fernseher. Wenn ich etwas sehen wollte, dann musste das im Wohnzimmer geschehen. Glücklicherweise musste ich mich nicht mit Geschwistern um die Fernbedienung streiten – aber auch die Programmvorstellungen meiner Eltern und mir gingen gelegentlich leicht auseinander. Vor allem mein Vater wollte immer Dinge schauen, die mich von meinen heiß ersehnten Sendungen abhielten. So kommt es, dass ich mich zwar beim besten Willen nicht erinnern kann, was ich eigentlich sehen wollte – aber noch sehr genau weiß, was stattdessen lief. Am schlimmsten fand ich Highlander und Raumschiff Enterprise. Diese Sendungen fand allerdings auch meine Mutter blöd, und so bürgerte sich der wunderbare Name “Raumschiff Entenscheiß” als fest stehender Begriff in unserer Familie ein. Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass meine Familie äußerst anfällig für wirklich schlechte Wortspiele ist?

So oder so fand ich Raumschiff Enterprise absolut unmöglich, denn es hielt mich ja von anderen wunderbaren Fernseherlebnissen (welchen auch immer) ab! Und deshalb stand ich Science Fiction an sich und Star Trek im Besonderen immer recht kritisch gegenüber. Während sich die SF-Abneigung in den kommenden Jahren nach und nach legte, wurde ich mit Star Trek nie wirklich warm (ich bin da nachtragend). Tatsächlich habe ich vermutlich eine halbe Stunde Star Trek in meinem Leben gesehen. Zusammengerechnet, nicht am Stück.

So kam es, dass ich völlig unwissend war, als der Held und ich eines schönen Abends The Big Bang Theory schauten und Wil Wheaton auftauchte. Wer zum Henker…? Die Tatsache, dass der gute Wil sich in der Serie selbst spielt, half nicht gerade, denn da sollte man doch besser wissen, wer er eigentlich ist. Der Held erklärte es mir also, und eine kurze Recherche ergab, dass Wil Wheaton nicht nur seine besten Teenager-Jahre bei Raumschiff Enterprise verbracht hatte, sondern als Kind auch in Stand By Me mitgespielt hatte, einen Film, den wir sogar in der Schule gesehen hatten!

Ab diesem Moment kam mir Wil Wheaton ständig unter die Nase. Vor allem online. Er produziert die großartige YouTube-Serie Tabletop, bei der man einer Runde Mehr-oder-weniger-Promis beim Spielen von Gesellschaftsspielen zusieht (was deutlich unterhaltsamer ist, als es klingt); er tweetet lustige Sprüche; er hat schon mehrere Bücher veröffentlicht; und er hat einen Blog, auf dem er aus seinem Leben erzählt.

Was Wil Wheaton nun mit der Flow und dem Bloggen zu tun hat, fragst du dich? Die Zeitschrift Flow, die es nach langer Wartezeit endlich auch bei uns in Deutschland gibt, hat in dieser Ausgabe das Thema “Mut und Verletzlichkeit”. Und gleich beim Leitartikel musste ich direkt an Wil Wheatons Blog denken. Es geht darum, mehr Gefühle zu zeigen, Verletzbarkeit zu wagen und auch nach außen hin zuzugeben, dass man vielleicht mal Hilfe benötigt, dass nicht immer alles perfekt ist. Denn sind wir doch mal ehrlich: In unserer Blog-Blase herrscht meistens Heile-Welt-Stimmung. Wenn jemand mal über etwas Ernsteres schreiben möchte, wird sich meist gleich zu Beginn des Artikels dafür entschuldigt. Aber es kommt generell auch sehr selten vor – ernstere Themen vielleicht, aber persönliche eben nicht so sehr. Bei mir auch nicht! Dabei sind die Artikel, bei denen ich es vielleicht doch mal gewagt habe, einige meiner liebsten und auch von Kommentatoren am meisten gelobten (hier meist unter der Kategorie “Gedankenhüpfer” zu finden).

In seinem Blog schreibt Wil Wheaton über seinen Alltag, über seine TV- und YouTube-Projekte, aber eben auch über seine Depressionen, über die Ablehnung, die er im Job erfahren hat (nach Star Trek ging seine Filmkarriere ziemlich den Bach runter), über Unsicherheit und über sehr viele persönliche Gefühle. Ich finde das unglaublich mutig. Immerhin sind wir hier zum einen im Internet (irgendwer trollt garantiert), zum anderen ist er sehr bekannt. Und wer hätte schon mal von einem Hollywood-Star gehört, der sich hinstellt und sagt “Ja, ich hab die Rolle nicht bekommen, und das finde ich total scheiße und mir geht’s jetzt gerade richtig mies”? Wil wagt das, aber gleichzeitig (oder vielleicht eher: an anderen Tagen) ist er unglaublich lustig und begeisterungsfähig. Deswegen ist er einer der Prominenten, die ich wirklich bewundere!

Während ich diesen Artikel schrieb, musste ich übrigens mehrfach den Impuls bekämpfen, mich für seine Länge zu entschuldigen. Oder gar für sein Thema (siehe oben), wer weiß, wen das überhaupt interessiert. 😉 Aber ich möchte sehr gern mehr wirklich schreiben und dabei vielleicht auch selbst einmal mehr Verletzlichkeit wagen. Ganz nach Wil Wheatons Vorbild, denn die fröhlichen Seiten, die sollen natürlich ebenfalls bleiben!  Wenn ich dann mal wieder denke “Das ist das Internet… Das kann ja jeder lesen!” (ich bin ja schließlich nicht mehr anonym), denke ich einfach an Wil und dass er noch viel weniger anonym ist und sich dabei dennoch deutlich verletzlicher zeigt. Und hat es ihm geschadet? Nein, ich finde ihn gerade deshalb sympathisch!

Was meint ihr? Böses Internet und lieber eine Fassade bewahren aus Gründen der Privatsphäre, oder gehören ernstere Themen grundsätzlich nicht in DIY- und Alltagsblogs, oder würdet ihr solche Gedanken und Themen mit euren Lesern teilen?

Geronimooooo!

…alle, die beim Titel noch nicht wissen, um wen es hier geht, seien gewarnt: Hier kommt Geek-Content! Quasi ein absoluter (und langer, langer) Insider-Bericht! Genießt den Einblick, amüsiert euch über uns Bekloppte und schlendert weiter durch die Weiten des Internets. ODER schaut euch die eine oder andere Folge Doctor Who an und werdet ein Teil von uns. Ihr habt die Wahl!

50 Jahre Doctor Who – das feiert die BBC am Wochenende. Vielleicht etwas gestrunzt, denn von diesen 50 Jahren pausierte die Fernsehserie immerhin 16 Jahre. Aber unbestritten ist, vor 50 Jahren wurde die erste Episode ausgestrahlt und so kann man den Geburtstag ja doch irgendwie guten Gewissens feiern. 🙂 Wir mussten zum Glück gar nicht sehr lange auf den Termin warten, denn wir haben erst vor einigen Wochen die letzten Folgen gesehen. Der grandiose Vorteil von Spät-Einsteigern in Serien! (Der Nachteil ist, dass man viel zu oft über Spoiler im Internet stolpert, aber man kann nicht alles haben.) Allerdings ist der Vorteil jetzt, wo wir die Serie sozusagen eingeholt haben, auch wieder vorbei. Das nächste Special kommt zu Weihnachten und dann heißt es wieder ca. ein Jahr auf die neue Staffel warten…

Wie auch immer, zunächst einmal wollte ich ja vom Jubiläum berichten! Unsere Vorbereitungen für die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen schon vor einigen Wochen. Als angekündigt wurde, dass das Geburtstags-Special im Kino zu sehen sein würde, war klar, dass wir dabei sein wollten – der Held, unser Freund C. und ich. Die Kino-Liste zeigte uns, dass wir wohl am günstigsten in Essen buchen würden, immerhin nur ca. eine Stunde Fahrt. Das Münsteraner Kino äußerte sich nicht, ob es das Special zeigen würde. So saß ich zum Vorverkaufsstart noch abends um Mitternacht vorm Rechner, drückte F5 zum Aktualisieren der Seite und chattete dabei aufgeregt mit Katha, die das gleiche bei sich zuhause (leider für ein anderes Kino) machte.

Tja, leider gab es die Karten aber noch gar nicht um Mitternacht. Also war ich am nächsten Tag leicht abgelenkt im Büro, weil ich ja im Browser immer wieder F5 drücken musste. 😉 Es war sehr nervenaufreibend und überraschend stressig und Herzrasen verursachend! Aber gegen Mittag hatte ich endlich unsere Karten gesichert (Katha musste noch etwas länger warten, die arme), puh. (Eine ganze Woche später verkündete das Münsteraner Kino, dass es nun auch Karten für das Special im Vorverkauf hätte. Pfffff. Als ob man so lange ohne Ankündigung warten könnte.)

Mir war schnell klar, dass ich nicht “einfach so” ins Kino gehen wollte. Nein, das wäre zu langweilig. Da hat man einmal die Chance, Gleichgesinnte zu treffen, denn das Special würden sich natürlich nur Fans ansehen – da wollte ich auch ein besonderes Outfit haben! Und da ich keine halben Sachen machen wollte, überlegte ich mir schnell: Ich wollte der Doctor sein. Aber welcher? Mehrere Schauspieler verkörperten den Doctor im Laufe der Jahre (da er nicht stirbt, sondern regeneriert), und alle haben ihr eigenes Outfit, an dem man sie wiedererkennen kann. Da ich aber nicht allzu viel Aufwand betreiben wollte, fiel meine Wahl auf den aktuellen Doctor, gespielt von Matt Smith. Dazu brauchte ich nämlich kaum Zubehör, das nicht sowieso im Haus war: Ich kaufte lediglich ein Paar Hosenträger sowie einen Fez und nähte eine Fliege. Fertig!

fezzesarecool

Dann verging wieder einige Zeit. Wir waren aufgeregt, und planten unsere Outfits, und spekulierten, und schließlich war das große Event ganz, ganz nah! Damit wir auch alles verstehen würden, trafen wir uns kurz vorher, um noch einmal die letzte Folge anzusehen. Stilecht gab es…

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Oo2RKAHu-kI&w=560&h=315] …fish fingers and custard! Also Fischstäbchen und Vanillepudding! (Eigentlich ja Fischstäbchen und Vanillesauce, aber bei uns gab es eben Pudding…)

fishfingers

Der Held war genau an diesem Tag aus dem Krankenhaus entlassen worden und wir wollten ihn zwar nicht direkt mit einer neuen Entzündung wieder zurückschicken. 😉 Aber C. und ich mussten probieren, und tatsächlich hat sich dann auch der Held drangewagt und sogar noch ein zweites Fischstäbchen gegessen!

c

C. sieht skeptischer aus, als er ist! Er war nämlich begeistert. Es war wirklich erstaunlich. Obwohl mein erster Gedanke (und mein erstes Wort nach dem Reinbeißen) war “Weird…”, also “Seltsam”, wurde es tatächlich mit jedem Bissen besser! Der Held hat direkt eine ganze, großartige Fotostrecke von mir gemacht:

fishfingersnele

Gestern war dann endlich der große Tag da! Nachmittags schmiss ich mich in Schale, ganz nach dem Vorbild des Doctors:

neledoctorOk, Matt Smith rockt das Outfit um Längen besser als ich. 😉 Aber der gute Wille zählt. Die Herren kriegten noch ein paar Striche ins Gesicht, waren aber nur mäßig begeistert von dem Gedanken, noch mehr verkleidet zu werden. Dann ging es los.

Wir wollten schön früh und pünktlich da sein, um noch ein bisschen die Atmosphäre zu genießen, andere Verkleidungen zu bewundern und vielleicht ins Gespräch zu kommen. Leider machte uns die Stadt Essen direkt einen Strich durch die Rechnung. Das erste Parkhaus war schon voll, beim zweiten war der Kartenautomat defekt (so dass man gar nicht erst die Schranke hochbekam und rückwärts wieder rausfahren musste), Parkhaus 3 und 4 machten schon um 20 Uhr zu. Parkhaus 5 wurde es dann endlich, ich wurde fast schon nervös. Dann durften wir noch 20 Minuten am im Kino anstehen, bis wir die Karten hatten, und dann noch fix (haha!) in die Schlange vorm Klo. Kaum saßen wir auf unseren Kinosesseln, gingen das Licht aus und der Vorhang auf. Puuh, gerade noch pünktlich!

Trotzdem war es ein grandioses Erlebnis – mal ganz abgesehen davon, dass ich das Special super fand (darüber möchte ich mich hier aber nicht detailliert auslassen)! Schon an der Ampel wurde ich angesprochen, malte noch einem weiteren Fan “Tally Marks” (s.o.) ins Gesicht und in der Kartenschlange haben wir uns wirklich nett mit anderen Fans unterhalten.

Die Vorstellung fand dann auch ich großartig. Als das Licht ausging, hielt erst mal die Hälfte der Zuschauer ihre Sonic Screwdriver in die Luft (für Nichteingeweihte in der Kurzfassung: so eine Art Taschenlampe mit buntem Lämpchen) – das Kino leuchtete in grün, blau und sogar rot, Gänsehautfeeling pur! Die verschiedenen Schauspieler wurden enthusiastisch begrüßt, es gab Szenenapplaus, kollektives “Ooooh”, Gejohle und Lachanfälle bei den entsprechenden Szenen – es war einfach eine großartige Stimmung! Eine ganz andere Stimmung als in “normalen” Kinofilmen.

Ich fand es wirklich toll, eine Doctor Who-Folge mal mit vielen anderen Fans gemeinsam zu sehen statt immer nur allein auf dem Sofa. Sich gegenseitig im Vorbeigehen verstohlen zuzugrinsen als Zeichen, dass man das Kostüm oder die Anspielung verstanden hat. Zu merken, dass andere genau die gleichen Sachen bemerken oder toll finden. Ich weiß natürlich, dass es andere Fans gibt – gelobt sei die wunderbare Welt des Internets! – aber im wahren Leben mit diesen auch zusammenzutreffen, das war wunderbar und ich möchte das unbedingt noch mal erleben!

Und am Ende des Specials, als das Licht wieder anging, saß ich in meinem Kinosessel und sagte nur…

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=KFQQVEd5LoM&w=420&h=315]

11 Stunden und 28 Minuten

11 Stunden und 28 Minuten voller Großartigkeit – das erlebt man, wenn man alle 3 Herr der Ringe-Filme in der Extended-Version anschaut. Damals, vor mittlerweile schon 10 Jahren (!), wollte ich schon alle 3 Filme im Kino hintereinander sehen, aber selbst in der “normalen” Version hatte da außer mir keiner Lust zu. Der Held streikte und auch sonst kassierte ich eher seltsame Blicke.

Aber zum Glück gibt es ja das große, weite Internet und nachdem ich diese Idee das erste Mal öffentlich kundtat, meldete sich bald Maufeline und bot sich als Sofa-Partnerin an. Das war vor über anderthalb Jahren, und wir kannten uns im Prinzip überhaupt nicht – ich muss zugeben, ich war da noch etwas skeptisch. Es macht mich sehr froh, dass wir uns mittlerweile schon mehrmals getroffen haben und mittlerweile ist ja auch Kathas Krümel etwas älter, so dass sie am Wochenende doch glatt für zwei kinderfreie Tage nach Münster kommen konnte, um den Herr der Ringe-Marathon in die Tat umzusetzen! Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum von Teil 3! 😀

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Der Samstag glänzte mit strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen, die optimalen Bedingungen für eine großartige Cache-Tour, einen Waldspaziergang oder einen Flohmarktbesuch. Oder eben für einen Marathon vor dem Fernseher. Wir ließen also die Rolläden herunter, sperrten die böse Oktobersonne aus und fingen schon um 12:30 Uhr an, fernzusehen. Ein seltsames Gefühl – aber nicht unbedingt schlecht! 🙂

Katha fühlte sich förmlich vogelfrei – nicht nur, dass sie mehrere Stunden am Stück ungestört DVD schauen konnte, sie durfte auch noch die Füße auf den Tisch legen (!) und vor dem Fernseher ZU ABEND ESSEN!!! 😀

Zwischendurch gab es Wegzehrung, die Katha mitgebracht hatte! Nachdem mir zunächst nur eine mysteriöse Zwergentüte überreicht wurde, bekam ich endlich in Lothlorien die Erlaubnis, sie zu öffnen – und ich fand: Lembas!

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One small bite is enough to fill the stomach of a grown man.” Allerdings sind Katha und ich keine Männer, was ja bekannermaßen eine Rolle spielt im Herrn der Ringe; oder wir sind Hobbits, zumindest war das wohlgeformte Lembas nicht das einzige, was wir an diesem Tag aßen. 😉 Da aber der vorbereitete Eintopf zwar mundete, aber nicht gerade fotogen war und ich für die Bezeichnung “Rosinenstütchen” immer ausgelacht werde, bekommt ihr stattdessen lieber noch ein Bild des ausgepackten Lembas-Brots – sehr hübsch, oder?

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Wir schafften unseren Marathon noch am selben Tag – um 23:48 Uhr begann der Abspann von Teil 3! Dabei kam es uns gar nicht so lange vor und ging eigentlich erstaunlich schnell. Das lag sicherlich überhaupt nicht daran, dass wir die Hälfte der Zeit blöde Sprüche zum Film gedroschen haben, den Rücken entlastend durchs Wohnzimmer liefen oder einfach nur gequatscht haben. 😉 Ein wahres Lebensereignis!

Trotzdem waren wir natürlich erst viel, viel später im Bett. Gestern fühlte ich mich dann topfit, aber wie das so häufig ist, holt mich die Müdigkeit heute ein. Gähn! Daher blogge ich gerade auch lieber, als mich dem DIY-Adventskalender-Endspurt zu widmen oder gar eines der anderen Dinge in Angriff zu nehmen, die ich mir so vorgenommen hatte, weil doch während der Herbstferien keine Chorprobe ist.

RUMS: Neue T-Shirt-Liebe

Ich kann’s nicht lassen. Nach dem ersten und dem zweiten T-Shirt dachte ich eigentlich, jetzt hätte ich keine überflüssigen, einfarbigen Shirts mehr im Schrank. Aber nachdem Katha so fleißig weiter-freezerte (unter dem Label “Kreativ” die letzten 6 Posts! Wow!), juckte es mich auch in den Fingern. So wurde der Kleiderschrank auch mal wieder gründlich aufgeräumt – kann ja auch nicht schaden. 😉 Ich fand gleich noch eine Handvoll an T-Shirts, denen etwas “pimpen” nicht schaden würde! Und als erstes wollte ich mein neues Lieblings-Fan-Objekt umsetzen.

Also machte ich mich daran und schnitt die komplizierteste Vorlage, die ich so finden konnte, aus! 😉 Was für ein Fitzelkram. Ich erklärte mich zwischendurch echt ein bisschen für verrückt. Zum Glück besitze ich neuerdings eine Silhouettenschere, mit der ich besser klarkam als mit dem Skalpell.

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Dann kam das ganze aufs T-Shirt. Und ich musste warten. Uaaargh, ich hasse warten! Und ich war wirklich neugierig, ob es wohl etwas geworden wäre. Bei dem ganzen Fitzelkram! Aber: Es klappte!

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Erkennt ihr ihn? Also… Abgesehen davon, dass es Dr. Horrible ist! Neben dem Kopf gab es dann noch ein kleines, feines Filmzitat in einer Schrift, die mir so wirklich gut gefällt:

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Ich habe dann versucht, ein Foto von mir im Shirt zu machen. Und habe feststellen dürfen, dass das viel schwieriger ist, als es aussieht, ein Foto von etwas zu machen, was man gerade trägt!

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Zum Glück kam mir der Held zur Hilfe. Allerdings konnte ich mich nicht zurückhalten und musste euch mein tolles Schild zeigen, und so ist das Shirt nicht unbedingt perfekt zu sehen. Egal, die Details habt ihr ja schon gesehen!

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Während dieses “Fotoshootings” kam mir nämlich der Gedanke, dass ich noch gar nicht gezeigt habe, was ich auf dem Crafternoon in Hamburg so fabriziert hatte! Zum Beispiel nämlich dieses absolut tolle Schild, was jetzt auf unserem Balkon hängt:

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Ich liebe diesen Spruch so! Neben dem Schild habe ich unter anderem niedliche Mini-Pinnwände gemacht.

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Total süß und total easy! Ins Gesamtbild im Nähzimmer fügen sie sich ganz ausgezeichnet ein.

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Und hier schließt sich der Kreis: An der Pinnwand hängt nämlich die Vorlage fürs T-Shirt! 😉

Meine selbstgemachten Dinge möchte ich heute auch zum ersten Mal bei RUMS auflisten! Dort zeigen donnerstags jede Menge bloggender Ladies die Dinge, die sie so für sich gewerkelt haben. Einzige Bedingung: Es muss für sie selbst sein! Ich hole mir dort gerne Inspiration. Nächste Woche will ich dort mein neuestes T-Shirt zeigen, was ich am Wochenende genäht habe. Allerdings sind die Fotos, die der Held heute gemacht hat, leider nichts geworden. Hmm, ich brauche offenbar doch einen Profi-Fotografen.

Schnipsel

Seit ich die 101-Dinge-Liste fertig habe, fallen mir ständig andere Dinge ein, die ich gaaanz furchtbar dringend machen muss. Zum Beispiel, mir ein T-Shirt zu bemalen mit einem Satz, den ich viel zu häufig sagen muss. Und ich weiß, dass er technisch gesehen falsch ist. Aber aufs T-Shirt passte so schlecht “Es gibt zwar ein Versalien-Eszett, aber das, was die meisten dafür verwenden, ist das falsche Zeichen und sieht grauenhaft aus und man sollte es lieber durch ein Doppel-S ersetzen, denn das korrekte Versalien-Eszett hat sich einfach in der Schrift noch nicht durchgesetzt.” 😉

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Gestern durften wir unser neues Auto abholen, und der Held bekam direkt eine mittelschwere Krise, denn das Radio geht nicht. Also, das Radio ist gesperrt, weil zu oft der falsche Code eingegeben wurde, und der Händler hat “vergessen”, das vorher zu regeln. Jetzt fahren wir erst mal ohne Radio und müssen morgen zu einem Fordhändler in der Gegend, denn höchstwahrscheinlich muss das Radio eingeschickt werden. Heute nutzen wir aber erst einmal den Feiertag und fahren auf die Fronleichnams-Kirmes nach Oberhausen. Da zieht es ja doch die meisten Oberhausener fast jährlich hin zurück, und eine gute Freundin treffen wir dort auch noch. Und Samstag darf das Auto ja dann einige Bloggerinnen nach Hamburg kutschieren – ich freue mich schon!

Kürzlich hatten wir eine Honigmelone in der Biokiste, und eigentlich wollte ich sie ganz normal als Obst essen. Aber dann habe ich einfach mal bei Chefkoch nach Honigmelone gesucht, und gedacht, man könnte man wieder ein Experiment wagen. Es gab dann Tomatensalat mit Honigmelone und Schafskäse und war hinreißend lecker! Beim ersten Bissen musste ich erst mal lauthals “Oh, wow” durchs Zimmer rufen, weil es so überraschend gut schmeckte.

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Maufeline
hat mir dieses Video ans Herz gelegt, und ich habe es mir an einem ruhigen Freitag Abend angemacht. Der Held war im Keller, und irgendwann schickte er mir eine besorgte Nachricht, ob ich noch Luft kriegen würde? Ich lachte nämlich so laut und so lange, dass er es bis nach unten hörte. 🙂 Ich habe dann festgestellt, dass “Dr. Horrible” schon aus dem Jahr 2008 stammt, und es ist mir unerklärlich, wie es so lange an mir vorbeigehen konnte. Aber ich dachte mir, ehe es euch ähnlich geht, zeige ich es euch kurz. 🙂 Warnung: Es wird gesungen. Auf Englisch (man kann aber Untertitel einschalten!). Und es ist gar nicht dauerhaft nur lustig. Es ist auch etwas traurig. Auf jeden Fall ist es großartig – von Joss Whedon, mit Neil Patrick Harris in der Hauptrolle und Nathan Fillion (Firefly, Castle) als Gegenspieler. Und mehr möchte ich jetzt auch gar nicht verraten, außer, dass ich mir direkt das MP3-Album kaufen musste. *hüstel*

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=esiIFLI3ryI] Dank dem praktischen Geburtstagsgeschenk eines Tachos kann ich jetzt sagen, dass die “kurze” Strecke zur Arbeit 6,8 km lang ist, die “lange” aber 7,8 km. Zeitlich macht es aber kaum einen Unterschied. Außerdem habe ich festgestellt, dass wieder die Jahreszeit begonnen hat, in der man beim Durchqueren von Waldstücken den Mund möglichst fest zupressen sollte, damit man nicht 20 Fliegen und andere Insekten verschluckt. Das war es für heute aus der Kategorie “Jahreszeiten, die nur ein Radfahrer kennt”. Das ist übrigens einer der Kollegen, denen ich jeden Tag mein fröhliches “Guten Morgen” zurufe:

schwein

Ein Serienjunkie lernt vom Leben

Es gibt Serien, da kann man problemlos den Vorspann wegzappen und gemütlich direkt zum spannenden Teil übergehen. Zum Beispiel hat Six Feet Under einen ziemlich langen Vorspann, den man sich nach den ersten Malen schenken kann. Es gibt aber auch Serien, bei denen man genau das nicht tun sollte. Wenn man das zum Beispiel bei Mad Men versucht, dann überspringt man mit einem Klick nicht nur den 30sekündigen Vorspann, sondern auch die ersten 5 Minuten der Folge. Spannend, wenn einem das erst bei Staffel 2 auffällt. Und es erklärt die manchmal etwas irritierend lückenhafte Handlung!

Man kann ohne Probleme mehrere Serien gleichzeitig gucken. Das ist auch nötig! Fünf sollten parallel schon drin sein, mindestens. Die derzeitige Liste umfasst sogar sechs: Eine aktuelle mit dem Helden, bei der wir wöchentlich auf neue Folgen warten müssen (Game of Thrones); eine mit dem Helden, die wir jederzeit weiterschauen können (Firefly); eine geliehene (Mad Men); eine, die man endlich weitergucken kann, weil man neue Staffeln auf Ebay ergattert hat (Brothers and Sisters); eine, die man online angefangen hat und bei der man auf die neuen Folgen erst mal auf die Lieferung aus England warten muss (Doctor Who); und eine alte, die man statt Mittagsschlaf am Wochenende gucken kann, und bei der es nicht so schlimm ist, wenn man ein paar Minuten wegdöst (Gilmore Girls).

Es ist wichtig, den Serienvorrat nie ausgehen zu lassen, damit man nicht in allzu tiefe Depressionen verfällt, wenn eine Serie zu Ende geht. Aufs Gucken warten bei uns noch: Sopranos, Breaking Bad, True Blood, The Wire, Modern Family, Big Bang Theory, Torchwood.

Für eine Serienstaffel zahlt man nicht mehr als 10 Euro. Falls doch, muss man sie sich schenken lassen. 😉 Ansonsten hilft es nur, sehr sehr sehr geduldig zu sein (wir warten immer noch auf die fünfte Dexter-Staffel, die mal eben schlappe 35 Euro kosten soll!).

Es ist gefährlich, sich bei Pinterest in der Geek-Section umzusehen, wenn man besonders geliebte Serien noch nicht bis zum aktuellen Stand gesehen hat. Die Spoilergefahr ist insbesondere sehr hoch für Doctor Who und Sherlock, die beide einen riesigen Fankreis haben (letzteres habe ich zum Glück schon zu Ende geschaut, großartig!). Es ist aber auch ganz wunderbar, denn man sieht, wie viele andere Serienverrückte es gibt!

Wenn man einen Mann gefunden hat, der damit leben kann, dass man jede Woche von einem anderen schwärmt (“Ohh, der Doctor und sein britischer Akzent, just genius” – “I believe in Sherlock Holmes!” – “Ich schwöre, Mr. Bates ist unschuldig!” – “Oh Mann, von Dexter würde ich mich auch umbringen lassen”) und beim Schlafengehen ständig wirr und zusammenhangslos von den neuesten Serienentwicklungen berichtet (“Und dann waren da diese Moleküle, weißt du, die wollten die Leute heilen, aber sie dachten, die Menschen hätten Gasmasken im Gesicht, und dann sind allen Menschen Gasmasken gewachsen” oder auch “Ist es zu fassen, die hat ihren Selbstmord wirklich so geplant, dass es aussieht, als hätte ihr Mann sie ermordet!”), und der sogar damit leben kann, wenn man die Serien gern wahllos durcheinander wirft (“Wieso benutzen die bei Firefly eigentlich nicht auch einen Sonic Screwdriver, das wäre so praktisch” oder “Also bei Six Feet Under ist Dexter mal überfallen worden, das war sehr dramatisch”), dann sollte man ihn ganz schnell heiraten! 😉