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Gilmore Girls, Fahrradlicht und ein paar Blog-Gedanken.

Ich bewundere ja immer die Bloggerinnen, die es schaffen, täglich zu bloggen. Frau Brüllen zum Beispiel. Oder ganz generell die, die mich mit ihren ganz normalen Alltagsgeschichten faszinieren. So wie Suomalainen Päiväkirja, Frische Brise oder Leitmedium auf vier plus eins. Alle haben sie kein “festes” Thema, sondern sind eher klassische Tagebuch-Blogs. Vielleicht würde man heute Familienblogs sagen, aber es gibt sicher auch genug Menschen, die ohne Kinder über ihren Alltag schreiben. Ich mag ihren Stil, ich lese gern ihre im Prinzip völlig irrelevanten Geschichten über Kleinigkeiten, die ihnen im Leben halt so begegnen.

Jedenfalls bin ich immer top-motiviert, das auch einfach so zu machen. Euch zu erzählen, dass ich es nicht geschafft habe, in einer Woche 31 Folgen Gilmore Girls zu schauen und somit immer noch 27 Folgen fehlen, bis morgen die neuen Folgen auf Netflix starten. Wie ist das eigentlich? Kommen alle auf einmal? Oder muss man wieder warten zwischen den Folgen, so wie früher, als ich die Folgen alle im Fernsehen geschaut habe? Als ich immer exakt im gleichen Lebensabschnitt wie Rory war und mich so, so verstanden gefühlt habe? Als meine WG-Freundin und ich nach der Uni zusammen im WG-Wohnzimmer saßen und uns, wenn es mal nicht klappte, per SMS auf dem Laufenden gehalten haben (einen Videorecorder hatten wir nicht und so gab es kein “nachträglich schauen”)? Ich erinnere mich noch genau an den Inhalt einer dieser Nachrichten: “LUKE UND LORELAY HABEN SICH GEKÜSST!!!” Es war sehr aufregend.

Ich könnte auch von meinen Fahrradplänen erzählen – ich habe ja momentan ein “Sommerfahrrad” und wollte mir im Herbst eigentlich ein neues kaufen. Nun kam aber ein Umzug mit dem einen oder anderen Kostenpunkt dazwischen, und gleichzeitig meinte ein Kollege: “Wieso willst du dir denn ausgerechnet im Herbst ein neues Rad kaufen? Nimm doch das günstige mit über den Winter, wo es nass und dreckig werden kann, und kaufe dir dann ein neues, wenn’s wieder schön ist draußen?” Und während ich immer noch die Idee eines Sommer- und eines Winterfahrrads mag (und außerdem hoffe, im Winter vielleicht ein günstiges Schnäppchen machen zu können, vielleicht nach Weihnachten, weil es außerhalb der Saison ist), fahre ich also erst mal noch mit meinem Sommerfahrrad. Das Problem: Das Sommerfahrrad hat nur einen stinknormalen Dynamo, das Frontlicht ist ein hübscher Nostalgie-Scheinwerfer, aber etwas funzelig, und wenn es regnet oder matschig ist, geht das Licht nicht. Nicht so hilfreich! Nun habe ich mir ein extra Aufstecklicht besorgt und bin wieder sicher unterwegs. Ein paar Tage war es allerdings ziemlich (viel zu!!!) aufregend. Immerhin habe ich meine Reflex-Jacke wieder an und bin so ziemlich gut von Autos sichtbar. Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass tatsächlich an der Hauptstraße mal ein Autofahrer angehalten hat, ausstieg und auf mich zukam? Ich war sehr irritiert, aber er war ganz begeistert von meiner Jacke. “Ich habe Sie schon öfter gesehen auf dem Heimweg nach Feierabend und MUSS Sie das jetzt fragen: Wo gibt es denn SO eine tolle Jacke?”

Dann könnte ich noch von meinem Ärger mit Alma Küchen, von unserer tollen neuen Wohnzimmerlampe, von der Wichtel-App, die ich für die Schwiegerfamilie ausprobiert habe oder von meinem ersten Besuch eines Poetry Slams erzählen. Vielleicht mache ich das einfach mal. Und bringe Alltagsgeschichten mit. Ohne Fotos. Ich erzähle gern und bearbeite Fotos ungern. Das ist eigentlich ein sehr, sehr gutes Argument. Im Prinzip das beste Argument von allen.

Queen of the Fahrradschlüssel

Meine spezielle, geheime Superkraft: Niemand mag mein Fahrrad klauen. Münster, Hauptstadt des Fahrraddiebstahls zumindest in Westdeutschland, will meine Fahrräder offenbar nicht. Das ist ganz gut, denn ich kombiniere diese Superkraft mit einer großen Schwäche: Ich bin nicht in der Lage, mein Fahrrad regelmäßig abzuschließen.

Tatsache ist, dass mein Fahrrad zwar in der Regel abgeschlossen sein sollte, wenn ich mich nicht in seiner Nähe befinde. Doch oft, wenn ich denke, ich hätte das auch getan, entpuppt sich dieses “hätte” als Bestandteil des so passenden “hätte, hätte, Fahrradkette” und somit als Irrglaube meinerseits. Man sollte meinen, als tägliche Radfahrerin hätte ich eine gewisse Routine entwickelt… Schließlich parke ich mein Rad von Montag bis Freitag täglich an der gleichen Stelle. Doch offenbar gibt es da eine Synapse in meinem Gehirn, die ab und zu ausfällt.


Zu Beginn meiner Karriere als Königin der unabgeschlossenen Fahrräder* sorgte das regelmäßig dafür, dass ich in Panik verfiel, wenn ich mein Rad wiederum aufschließen wollte. Wo zum Kuckuck war mein Fahrradschlüssel? Hektisch wurden Taschen durchwühlt, Oberkörper abgetastet (in der Regel nur mein eigener), Schubladen aufgerissen. Das habe ich sogar vor viele, vielen Jahren mal im Blog dokumentiert – das war 2010! Mittlerweile läuft das ungefähr so ab: “Oh, wo ist denn mein Fahrradschlüssel? *wühl* Ach, der steckt sicher noch.”

Und so ist es dann auch: Wenn die Bürotür hinter mir zufällt, wartet mein Fahrrad draußen auf mich, nicht abgeschlossen oder mit geduldig im Schloss wartendem Schlüssel. Kein Problem. Die Menschen sind gar nicht so schlecht, wie man denkt. Oder es fällt ihnen nicht auf. Oder sie wittern eine Falle. Oder: keiner will mein Rad klauen.

Queen of Fahrrad abschließen, I am.

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

Gestern jedoch, da war alles anders. Es fing an wie so oft. Ich steckte die Hand in die Tasche (ein großes “Yay!” für Kleider mit Taschen!) – kein Schlüssel. Ich schaute flüchtig in die Handtasche – kein Schlüssel. Nun denn, also auf nach unten, wo das nicht abgeschlossene Fahrrad sicher auf mich warten würde. So war es auch. Fast. Denn unten wartete mein Fahrrad.

Abgeschlossen.

Öhm. Okay. Ich hatte es also offensichtlich doch abgeschlossen. Mist, dann war der Schlüssel wohl in den Untiefen meiner Handtasche verschwunden, wie blöd. Ordentlich wühlen würde da wohl helfen. Also wühlte ich. Und wühlte. Und wühlte noch ein bisschen. Nichts.

Ach so ein Mist, dann lag der Schlüssel doch noch oben auf dem Schreibtisch. Also: Handtasche wieder vom Fahrrad entfernen, Bürotür aufschließen, Treppen hochflitzen, zweite Bürotür aufschließen, Schreibtisch durchsuchen – nichts.

Langsam wurde ich misstrauisch. Aber hey, irgendwo musste der Schlüssel ja sein! Ich räumte meine riesige Tasche komplett aus (und entsorgte ungefähr 34 alte Kassenzettel, Bonbonpapiere und ein “Erfrischungstuch”). Ich öffnete alle Schubladen, in die ich nie etwas lege. Ich nahm meinen Fahrradhelm ab und prüfte, ob ich den Schlüssel dort hineingelegt und dann beim Aufsetzen nicht bemerkt hätte (mache ich manchmal, aber WTF, das hätte sowas von gedrückt). Ich suchte akribisch den Boden meines Büros ab und das Treppenhaus, schaute in allen Büroräumen, in der Küche und auf dem Klo. Nichts.

Dann dämmerte es mir. Und ein erneuter Blick auf das Fahrrad bestätigte: SO schließe ich mein Fahrrad nicht ab. Oder sollte die Betonung sein “So schließe ICH mein Fahrrad nicht ab”? Jemand anders hatte mein Rad abgeschlossen! Als grenzenlose Optimistin war mir klar: Das waren meine Kollegen. Irgendwer war draußen, stellte fest, dass ich mal wieder mein Rad nicht abgeschlossen hatte, war dann so nett, hatte aber vergessen, mir den Schlüssel zu geben. Doch eine kurze Rundnachricht an alle stellte fest: Nööö. Keiner wusste, wovon ich rede, und ich musste fünf Mal erklären, was passiert war (jedem Kollegen einmal – schwer von Begriff sind sie nun auch wieder nicht!).

Tja. Letzten Endes stellte ich das Fahrrad ins Treppenhaus und machte mich auf den Fußweg (immerhin gut für die Schrittstatistik – Pokemon Go war allerdings down). Heute ließ ich mich vom Helden mit dem Auto ins Büro bringen und habe den Ersatzschlüssel eingepackt.

Nur meine geheime Superkraft, die hat sich wieder bestätigt. Keiner, wirklich keiner, möchte mein Fahrrad klauen. Auch wenn ich es auf dem Präsentierteller hinstelle. Das hat ja auch wieder was, oder?

* Kann man als Königin überhaupt Karriere machen? Oder ist man schon automatisch auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen? Höher geht’s ja eigentlich kaum…

“Sicher bin ich nur dahinter?” Gefährliches Radfahren in Münster.

Heute Morgen fuhr ich wieder einmal mit meinem Fahrrad zur Arbeit. Es ist reine Faulheit, dass ich mittlerweile den Weg an den Hauptstraßen entlang gegenüber dem idyllischen Feld-, Wald- und Wiesenweg bevorzuge: Er ist einen Kilometer kürzer, und über die komplette Strecke kann ich einen Radweg benutzen. Heute radelte ich an einem ellenlangen Auto-Stau vorbei, das freut mich ja heimlich immer etwas. An einer Kreuzung regelte die Polizei den Verkehr, obwohl die Ampeln alle funktionierten, und ich wunderte mich etwas.

Später klärte sich dies bei einem Blick in die Polizeimeldungen: Kaum 45 Minuten, bevor ich über die Kreuzung radelte, versuchte dies auch eine 23jährige Münsteranerin. Doch ein LKW-Fahrer, der rechts abbiegen wollte, missachtete die Vorfahrt, erfasste das Fahrrad samt Fahrerin mit seinem LKW und verletzte die junge Frau lebensgefährlich. Ein “klassischer” Abbiege-Unfall – wieder einmal. Nicht nur heute, sondern auch schon vergangene Woche, vor 14 Tagen, vor einem Monat sogar am selben Tag zwei Mal wurden Radfahrer in Münster das Opfer von abbiegenden Kraftfahrzeugen. Und ich könnte sicherlich mehr aufzählen, hätte ich Lust, das Meldungsarchiv weiter als zwei Monate zurückzudurchforsten.

In der Presse liest sich das dann so: “Dabei übersah er eine 53-jährige Fahrradfahrerin”, “Nach ersten Erkenntnissen der Polizei übersah der 56-jährige Schwetzinger die Radlerin”, “Eine 72-jährige Frau ist an der Kanalstraße von einem Lkw-Fahrer übersehen worden”. Der Hinweis auf Verkehrsbehinderungen durch den Unfall darf nie fehlen, und in manchen Fällen wird der Artikel von einer Bilderserie des zermalmten Fahrrads illustriert. Wirklich, liebe Medien? Aber darum soll es heute nicht gehen.

Spuren des heutigen Unfalls.

Spuren des heutigen Unfalls.

 

Polizei warnt Radfahrer

Im Zuge dieser viel zu zahlreichen Unfälle hat die Lokalzeitung kürzlich einen Artikel veröffentlicht, in dem die Polizei erhöhte Aufmerksamkeit fordert. Man solle aufpassen und an den toten Winkel denken. Logisch, denkt man sich, wenn man sich an die Sätze aus den vorangegangenen Artikeln erinnert, in denen das Wort “übersehen” die Hauptrolle spielt. Aber wen warnt die Polizei? Die Radfahrer. Und zwar ausschließlich die Radfahrer.

Ungelogen, ich zitiere diesen Artikel: “Mit einem Blick in die Unfallstatistik rät die Polizei Radfahrern eindringlich zu einer erhöhten Aufmerksamkeit bei abbiegenden Kraftfahrzeugen. So sind im vergangenen Jahr 23 Radler bei sogenannten Abbiege­unfällen schwer verletzt worden, wobei die Zusammenstöße mit Lkw oftmals die folgenschwersten waren. (…) In vielen Fällen wurde der Radfahrer, der zumeist parallel zur Fahrbahn unterwegs war, übersehen.” Der Radfahrer solle sich doch bitteschön darauf besinnen, dass der LKW im Zweifel stärker sei, und im Zweifel “nicht auf sein Recht beharren”.

Fassen wir zusammen: Der Radfahrer verhält sich regelkonform. Der Kraftfahrer biegt ab und hat die Pflicht, zu schauen – Stichwort Schulterblick, zumindest bei Autofahrern. Der Kraftfahrer “übersieht” den schwächeren Verkehrsteilnehmer, fügt ihm in vielen Fällen ernsthaften Schaden zu. Und wer soll besser aufpassen? Der Radfahrer. Liebe Polizei Münster, ist das dein Ernst?

 

Schuldumkehrung: Pass doch auf, wenn dir jemand die Vorfahrt nimmt!

Natürlich verstehe ich diese Warnung. Und ich beherzige sie in meinem Fahrrad-Alltag. Niemals neben Fahrzeuge an der Ampel stellen, lediglich davor oder besser noch dahinter. Was mir herzlich wenig weiterhilft, wenn ich an der Ampel bereits stehe, aber das nachkommende Fahrzeug sich neben mich stellt (fahre bzw. stehe ich weiter mittig, wird oft geschimpft und sogar gehupt). Oder wenn ich auf dem Radweg fahre. Ich gucke vor jeder Kreuzung, ob jemand abbiegt, und fahre nur, wenn ich sicher bin, dass der Fahrer mich gesehen hat – durch Blickkontakt (bei LKW schwierig, so hoch oben) oder wenn er sichtbar verlangsamt. Trotzdem bin ich letztes Jahr von einem Auto angefahren worden, in genau so einer Situation.*

Also, es ist nicht der Punkt, das Radfahrer selbstverständlich aufmerksam sein müssen im Straßenverkehr, da sie im Zweifel der schwächere Verkehrsteilnehmer sind. Niemand will auf seine Vorfahrt bestehen und im festen Glauben, im Recht zu sein, überfahren werden. In solchen Fällen wünsche ich mir übrigens laute Autohupen, damit die Kraftfahrer, die mir gerade die Vorfahrt genommen haben, das wenigstens merken und bei der nächsten Kreuzung aufmerksamer sind. Leider sind laute Hupen für Fahrräder in Deutschland verboten.

Der eigentliche Kritikpunkt, den ich an dieser Stelle anmerken möchte, ist folgender: Die Reduzierung des Warnhinweises auf die Radfahrer ist eine absolut ungerechtfertigte Schuldumkehrung, die letzten Endes den Radfahrer selbst dafür verantwortlich macht, wenn er überfahren wird. Wäre es nicht sinnvoll, die Kraftfahrer mindestens genauso, eher mehr zu Aufmerksamkeit beim Abbiegevorgang aufzufordern? Das “Übersehen” durch den Kraftfahrer ist ein aktiver Vorgang des Unfallverursachers. Nicht des Radfahrers, der hier passiv übersehen wird und auch überfahren wird. Aber die Polizei erwähnt mit keinem Wort, dass auch Auto- und LKW-Fahrer eine “erhöhte Aufmerksamkeit” walten lassen sollten. Die können ja nichts sehen. Ist ja nicht ihre Schuld. Ist eben so. Das wird nicht gesagt, jedoch eindeutig impliziert. Aber stimmt das?

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Die Unfallkreuzung. Tatsächlich warten Fahrräder hier teilweise sogar etwas vorgelagert zu den Autos.

 

Sicher bin ich nur dahinter

Der tote Winkel bei LKW und Bussen ist sicherlich ein Problem. In Münster wird dies schon seit Jahren mit der Kampagne “Sicher bin ich nur dahinter” angegangen, die Radfahrer dazu auffordert, nicht neben oder vor, sondern eben hinter großen Kraftfahrzeugen zu fahren und zu stehen. Ausgehebelt wird dies allerdings sehr schnell, wenn man von der Fahrbahn separierte Radwege hat, wie es gerade an den Hauptstraßen gängig ist. Auf diesen Wegen fühlen sich die meisten Hobby-Radler sicherer, und auch ich fahre im Grunde lieber dort als auf der Straße. Problematisch wird es auch erst an Kreuzungen, denn klar – hier fährt man als Radfahrer immer bis an die Ampel heran. Man hält ja nicht ernsthaft mitten auf dem Radweg zehn Meter vor der Ampel, weil dort ein LKW steht. Schon ist man – zack! – im toten Winkel, so schnell geht das. Statistisch sind separierte Radwege daher deutlich weniger sicher als das Fahren direkt auf der Straße, auch wenn es sich anders anfühlt. Allerdings ist in vielen Fällen das Benutzen des Radwegs Vorschrift, und selbst wenn nicht, akzeptieren Autofahrer es in der Regel kaum, wenn man trotz Radwegs auf der Straße fährt.

Es ist also ein Problem, wenn man zeitgleich an einer roten Ampel wartet und auf dem Radweg steht. Ein anderes Problem ist es, wenn es evtl. gar keine Ampel gibt oder man schon Grün hat. Meiner Ansicht nach ist es dann die Pflicht eines Kraftfahrers, zu wissen, ob ein Fahrrad auf der Strecke ist. Man hat es schließlich höchstwahrscheinlich gerade erst überholt. Selbst im Video, das die Aktion “Vorsicht Toter Winkel” zur Veranschaulichung auf ihre Webseite gestellt hat (hier ganz unten), sieht man, dass der LKW zunächst am Radfahrer vorbeifährt, um ihn dann im toten Winkel urplötzlich zu übersehen. Ganz ehrlich? Wenn ich mit dem Auto unterwegs bin und weiß, dass ich gleich rechts abbiegen muss, achte ich schon weit vorher auf Radfahrer auf dem Radweg. Als Radfahrer wird man ja nicht plötzlich in den toten Winkel hineingezaubert, man war schon vorher da.

 

Lösungen sind nicht in Sicht – leider

Meiner Meinung nach gibt es mehrere Lösungsmöglichkeiten für das offensichtlich vorhandene Problem:

Sicherlich wichtig sind technische Lösungen. Zum einen gibt es die Black Spot-Spiegel, die in Münster nun schon an diversen Kreuzungen installiert wurden. Auch LKW könnte man mit weiteren Sicherheitssystemen ausstatten – mehr Spiegel, anders gestaltete Kabinen, Computersysteme oder mehr. Vieles ist in Arbeit – allein, es fehlt die Vorschrift und somit wohl auch der Wille der Unternehmen, das Geld zu investieren (der einzelne LKW-Fahrer hat vermutlich wenig dagegen, wenn es ihm das Fahren erleichtert).

Sinnvoller, aber auch erheblich teurer und schwieriger umzusetzen ist eine komplette Umstrukturierung des Verkehrsraums. Radfahrer und Kraftfahrer müssen im Prinzip gleichberechtigt zusammengelegt werden. Raum wird in unserem Verkehr viel zu selbstverständlich von Autos eingenommen.** Es macht im Grunde für jeden Verkehrsteilnehmer wenig Sinn, rechts von Rechtsabbiegern unterwegs zu sein (sehr lesenswert dazu der erste Absatz dieses Kommentars, um zu illustrieren, wie absurd das eigentlich ist). Kreuzungen, bei denen die Radfahrer ihre eigene kleine “Wartebox” eben vor den Autofahrern haben, sind ein guter Anfang. Generell sollte man aber den kompletten Rad- und Autoverkehr zusammenlegen, was ja erwiesenermaßen sicherer ist. Die Frage ist, ob dies nicht wiederum viele Hobby-Radler davon abhält, überhaupt Rad zu fahren, weil es sich eben auf der Straße rein subjektiv unsicherer anfühlt.

Bis dahin hilft eben nur eins: Aufmerksamkeit. Auf beiden Seiten – natürlich muss ein Radfahrer im Eigeninteresse besonders aufpassen. Aber meiner Meinung nach liegt die Verantwortung insbesondere auf Seiten des stärkeren Verkehrsteilnehmers. Wenn ich nicht sehen kann, ob jemand kommt, dann muss ich eben anhalten und genauer gucken. Punkt. Wenn ich einen Radfahrer kurz zuvor noch überholt habe, dann löst er sich nicht einfach in Luft auf, weil er im toten Winkel ist. Die einseitige Ermahnung an Radfahrer, sich an den toten Winkel zu erinnern, halte ich jedenfalls für unverschämt gegenüber den Opfern solcher Unfälle.

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An dieser Kreuzung gibt es einen Spiegel (keinen Black Spot-Mirror) und ein blinkendes Warnlicht, das Autos und LKW vor Radfahrern und Fußgängern warnen soll. Das hat der 23jährigen heute aber leider auch nicht geholfen.

 

Aber die Radfahrer…

Übrigens, weil es an dieser Stelle gern und häufig kommt: Ja, es halten sich nicht alle Radfahrer an die Verkehrsregeln. Aufschrei: Rüpelradler!!! Falls es euch neu sein sollte, das tun auch nicht alle Autofahrer. Das eine wie das andere hat aber überhaupt nichts mit diesem Thema zu tun – und wenn man es doch unbedingt miteinander verknüpfen möchte, dann sollte man diese britische Studie nachlesen. Dort wurde 2007 untersucht, wieso Frauen häufiger als Männer Opfer solcher Abbiegeunfälle wurden, obwohl ihr Gesamtanteil am Radverkehr viel geringer ist (übrigens, dort sind es natürlich Linksabbieger, nicht verwirrt sein). Der Grund: Frauen halten sich eher an die Verkehrsregeln, während Männer häufiger mit dem Fahrrad über rote Ampeln düsen und somit schon lange auf und davon sind, wenn der LKW losfährt. Deal with it.


* Nicht hilfreich ist es übrigens, liebe Autofahrer, wenn ihr mit unverminderter Geschwindigkeit herankommt und erst im letzten Moment recht kräftig bremst. Im Zweifelsfall bremse ich nämlich, und dann darf ich wieder von Null lostreten, und wir beide müssen länger warten.

** Ein Beispiel: “Kurzes Halten” auf dem Radweg ist eine absolute Selbstverständlichkeit für deutsche Autofahrer (in anderen Städten als Münster, beispielsweise Düsseldorf, ersetze “Kurzes Halten” durch “Dauerhaftes Parken”). Beim Abbiegevorgang auf eine größere Straße steht das Auto auf dem Radweg, geht ja auch nicht anders, sonst kann der Fahrer ja nichts sehen. Weicht der Radfahrer auf die Straße aus, weil ein Auto auf dem Radweg steht, wird gehupt und geschimpft. Wie gesagt: selbstverständliche Vereinnahmung des öffentlichen Raums durch Autofahrer.

Dieser Beitrag wird bei der Aktion “Like2Bike” von Bikelovin verlinkt.

Radfahren im Dunkeln: Wie ich unübersehbar wurde

Es war dunkel, und es regnete. Ich hatte endlich Feierabend, wenige Tage vor Weihnachten. In Gedanken war ich schon zuhause bei den letzten Vorbereitungen, bei den letzten Weihnachtsgeschenken, bei der Verabredung, die wir abends noch hatten. Natürlich war ich dick eingepackt, hatte den Fahrradhelm auf dem Kopf und die reflektierenden Armbänder über dem schwarzen Mantel.

14 Sekunden, nachdem ich am Büro losgefahren war (die genaue Zahl zeigte mein Tacho später an), kam ich an die erste Ampel. Ich wollte geradeaus – das Auto wollte rechts abbiegen. Tatsächlich sah ich das Auto sogar kommen – es war aber so langsam, dass ich absolut davon überzeugt war, dass der Fahrer mich gesehen hätte und anhalten würde. Stattdessen fuhr der Wagen aber einfach weiter, und ich erlebte das sehr merkwürdige Gefühl, wie in Zeitlupe volle Breitseite von der Motorhaube erwischt zu werden und daran herunterzurutschen.

Glück im Unglück: Das Auto war tatsächlich sehr langsam, da es gerade erst an der grün gewordenen Ampel losgefahren war. Die junge Frau am Steuer war mindestens genauso schockiert wie ich, ansonsten hatte ich nur eine leichte Prellung und mein Fahrrad musste in die Werkstatt. Wirklich passiert war also eigentlich gar nichts. Wir haben nicht einmal die Polizei gerufen, denn: Ich konnte die Fahrerin wirklich gut verstehen. Ich bin mir sicher, als Autofahrerin hätte mir das genauso passieren können. Es ist dunkel und nass, alle Lichter reflektieren auf dem Asphalt und sonstwo, und Radfahrer sind einfach nicht besonders gut sichtbar. Fußgänger in solchen Situationen übrigens auch nicht. Keine Entschuldigung, aber es hätte viel schlimmer kommen können.

Kurz nach diesem Unfall erzählte Goldengelchen mir, sie habe einen Radfahrer gesehen, der eine komplett reflektierende Jacke trug. Wow, so etwas gibt’s? Eine kurze Internetrecherche ergab: Ja, gibt es. Allerdings nicht gerade günstig – zunächst fand ich nur ein Modell von Nike, dass nicht nur 300 Euro kosten sollte, sondern auch fitzeldünn war. Ähm, danke, nein. Doch nach etwas intensiverer Suche fand ich tatsächlich ein Modell, das bezahlbar war: die Proviz Reflect 360! Und tatsächlich – es funktioniert:

proviz-reflect-360-reflektierende-jackeDas spektakuläre an dieser Jacke ist die unfassbare Reflektion, das ist wirklich der absolute Hammer. Den Rest vom Fahrrad sieht man fast nicht dagegen! Faszinierend ist, dass man davon selber überhaupt nichts mitbekommt. Die Jacke sieht ganz normal aus, wenn es hell ist oder man nah dran ist. Sie ist einfach grau, etwas glitzernd, aber wirklich kaum sichtbar. Am Anfang fand ich das auf dem Rad sehr irritierend, weil ich mich fragte: Sehen mich die anderen jetzt wirklich? Funktioniert das?

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Aber plötzlich tritt man ins Licht, und dann sieht man es sofort. Auch die Bilder mit Blitz sprechen da ja eigentlich eine deutliche Sprache. Kurz darauf gab es übrigens auch bei Tchibo ähnliche Modelle, aber nur für Damen. Die Herren müssen mit einer Weste vorlieb nehmen, da kann man auch bei der ollen Warnweste bleiben, oder? Ich persönlich finde die Jacke sehr viel praktischer und cooler als eine Warnweste. Die Jacke zieht man einfach an und gut ist, und mehr oder weniger schick ist sie auch noch. Für mich eindeutig die eierlegende Wollmilchsau unter den Fahrradjacken!

Wie ist es bei euch – kann man euch sehen auf dem Rad oder beim Joggen?

Auf Bikelovin sammelt Christiane unter dem Motto Like-2-bike Beiträge rund ums Thema Radfahren – dort verlinke ich diesen Artikel!

Herbstliebe 2014

Liebe Leute, ich glaube, ich habe eine Lieblings-Jahreszeit und habe es nur bislang noch nicht gewusst. Kürzlich habe ich nämlich mal mein Blog-Archiv durchstöbert. Und was fand sich? Mickrige vier Frühlings-Artikel, schlappe 8 Sommer-Posts und ganze ZEHN Herbst-Beiträge! Na gut, unter Winter hat sich der Advent gemischt, der eine Sonderstellung einnimmt. Aber was die Jahreszeiten betrifft, ist der Herbst ganz eindeutig vorn.

Aber ehrlich? Das kann ich auch vollkommen verstehen. Das Licht! Die Farben! Der Himmel! Hmm… Da müsste man doch einen Foto-Post draus machen können? 😉

1. Das Licht!

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Wenn ich im Herbst mit dem Rad unterwegs bin, lohnt sich der “lange” Weg nach Hause. Da geht es nämlich durch die Felder (auch wenn man das auf dem Foto oben noch nicht sieht). Ich fahre übrigens morgens in den Sonnenaufgang und abends in den Sonnenuntergang. Manchmal ist die Aussicht dabei so schön, dass es ein ganz warmes Gefühl im Bauch gibt.

Herbst-Baumstumpf

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2. Die Farben!

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Die Herbstfarbe schlechthin ist wohl Orange. Daher werde ich meinen Besuch auf dem Kürbisfeld hier auch gnadenlos ausnutzen und euch eine Bilderflut bieten, die sich gewaschen hat. Bei den Bildern konnte ich mich nämlich einfach nicht entscheiden, welche die schönsten sind. Ich habe deutlich länger fotografiert als Kürbisse ausgesucht. Es war aber auch einfach so unglaublich hübsch!

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Diesen Kürbis hatte ich auf Instagram schon gezeigt, und Andrea stellte gleich fest, dass er aussähe wie ein Vogel. Tatsächlich heißt diese Sorte “Schwanenhals” und als ich die Bilder für diesen Beitrag sortierte, stellte ich entzückt fest, dass ich sogar ein “richtiges” Foto vom Vogel-Kürbis gemacht hatte!

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Herbst-Kuerbisfeld

Wenn ihr ein Kürbisfeld in der Nähe habt – hin mit euch! Auch wenn ihr keine Deko kaufen wollt und Kürbis nicht schmecken mögt (so wie ich, das muss ich hier mal offen zugeben).

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3. Der Himmel!

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Dass ich noch nicht vom Rad gefallen bin, weil ich ständig nach oben schaue, ist auch alles. Der Himmel präsentiert sich in so vielen Facetten und manchmal mit solch wunderbarer Dramatik, dass man einfach nicht wegsehen kann!

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Herbst-Blumensilhouette

Und wenn ich diese Aussicht vor mir sehe, bin ich schon fast zu Hause:

Herbst-Himmel

Was ist deine liebste Jahreszeit? Wenn ihr auch so in den Herbst verliebt seid wie ich, dann schaut euch doch mal Julis Aktion #halloherbst14 an. Dazu gibt es viele zauberhafte Bilder auf Instagram zu sehen, aber auch auf Ihrem Blog sammelt Juli Beiträge zur Aktion. Stöbern lohnt sich!

Jahreszeiten eines Radfahrerlebens, subjektiv betrachtet.

Es gibt bestimmte Jahreszeiten, die kennt man einfach nur als regelmäßiger Radfahrer. Nicht Sommer, Herbst, Winter, Frühling – sondern viel spezifischere Zeiten im Jahr, die manchmal sogar nur einige Tage andauern.

Zum Beispiel momentan: Die Jahreszeit, zu der man beim Radfahren den Mund geschlossen halten muss, weil man sonst jede Menge Pollen und – noch fieser – Insekten im Mund hat.

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Oder, jetzt fast schon vorbei: Die Jahreszeit, zu der man Schlangenlinien fährt, um morgens nicht allzu viele Nacktschnecken zu zerquetschen.

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Aber das ist ja noch lange nicht das ganze Repertoire. Da gäbe es noch…

…die Jahreszeit, zu der man nachmittags nicht weiß, wohin mit der dicken Jacke, die man morgens noch brauchte; und die dann entweder die Tasche vollkommen blockiert oder auf den Gepäckträger gequetscht wird, so dass man ständig besorgt nach hinten greift, um zu überprüfen, ob sie noch da ist…

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…die Jahreszeit, zu der man die kurzen Regenpausen sorgsam abpasst…

…die Jahreszeit, zu der man schon an der ersten Ampel froh ist, dass Rot ist, weil man jetzt endlich die Handschuhe anziehen kann, die hinten in der Tasche sind…

…die Jahreszeit, zu der man schon an der ersten Ampel froh ist, dass Rot ist, weil man jetzt endlich die Sonnenbrille aufsetzen kann, die hinten in der Tasche ist (ich bevorzuge diese Variante vor der zuletzt genannten)…

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…die Jahreszeit, zu der man andauernd anhalten muss, weil man fotografieren muss (das kommt ja häufig vor, aber ganz besonders oft im Frühling und Herbst, wenn das Licht so schön ist)…

…die Jahreszeit, zu der man sich wie ein Michelin-Männchen fühlt, weil man so dick eingepackt ist…

…die Jahreszeit, zu der man hofft, dass unter den dicken Blätterschichten keine Scherben oder andere unangenehmen Überraschungen lauern…

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…die Jahreszeit, zu der die Radwege geräumt werden; aber nur die Radwege, so dass alle Fußgänger auf dem Radweg laufen und man es eigentlich gleich vergessen kann…

…die Jahreszeit, zu der man sich wie ein Weihnachtsbäumchen fühlt, weil man sich so gut beleuchtet hat (ja, ich blinke zu dieser Jahreszeit, und zwar in Rot)…

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…die Jahreszeit, zu der die Radwege plötzlich total voll sind und man an den Ampeln Schlange stehen muss (quasi das Gegenteil von dem hier)

…die Jahreszeit, in der alle fragen “Und, bist du heute mit dem Rad gefahren?” und ganz erstaunt tun, wenn man sagt, dass man eigentlich immer mit dem Rad fährt…

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…die Jahreszeit, wo man so sommerlich gekleidet hat, dass man überhaupt keine Taschen hat für sein Handy, mit dem man doch eigentlich Musik oder einen Podcast hören wollte…

…die Jahreszeit, zu der man morgens und abends die Menschen in ihren Wohnungen beobachten kann, weil alle schon Licht anhaben; und dann wird man etwas neidisch, weil die es schön warm und gemütlich haben, während man selbst durch die Kälte muss…

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…die Jahreszeit, zu der nach und nach immer mehr einzelne Handschuhe in der Gegend herumfliegen und man sich bei jedem fragt, ob der Besitzer jetzt wohl gerade eine kalte Hand hat…

Ich möchte nicht behaupten, dass ich das (fast) tägliche Radfahren liebe und jederzeit genieße. Aber ich glaube schon, dass ich so einiges mehr von den Jahreszeiten mitbekomme. Außerdem mache ich erstaunlich viele Fotos von meinem Fahrrad.

Habe ich noch welche vergessen? 😉

10 von 12 im Mai 2014

Heute war mal wieder einer dieser Tage, an denen ich keine 12 Fotos geschafft habe. Erstaunlich, früher habe ich das doch immer geschafft? Wie auch immer, fangen wir vorne an:

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Ich wachte zum Prasseln des Regens auf, aber der Held war schon losgefahren. Mir blieb also keine Alternative zum Fahrrad, ich warf mich in die Regenhose und raus auf die Strecke!

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Entsprechend begeistert mein Blick bei der Ankunft. 😉 Und jetzt – fast forward 9 Stunden! – kommt schon der Feierabend! Wäre es mal im wahren Leben so einfach… Jedenfalls schwinge ich mich hier schon wieder aufs Fahrrad:

3

Im Handy mein aktuelles, neues Lieblingslied: “Der Tag wird kommen” von Marcus Wiebusch (seines Zeichens Sänger von Kettcar!). Ich finde das Lied großartig und glaube fest daran, dass wir “dem Tag” mit dem Sieg von Frau Wurst am Wochenende einen Schritt näher gekommen sind.

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Der Weg wurde nicht nur von guter Musik begleitet, sondern auch von einem ziemlichen Aprilwetter. Die Sonne schien und es regnete. Leider war trotzdem kein Regenbogen zu sehen, aber dieses Bild finde ich auch sehr schön.

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Zuhause dann die Enttäuschung: Ich hatte fest damit gerechnet, die neue Ausgabe der “Flow” im Briefkasten zu finden. Tatsächlich war er dann aber völlig leer (außerdem nach dem Handy-Foto ein weiteres Bild aus der unbeabsichtigten Serie “Ich spiegle mich selbst in meinen 12 von 12-Bildern”).

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Der Held wuselte anschließend in der Küche, während ich wie üblich aufräumte. Dann schmiss ich mich in meine absolut coolen neuen Schuhe, die ich am Wochenende als Schnäppchen ergattern konnte…

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…und machte mich auf den Weg zum Singen! Hier mal wieder ein Lieder-Ratespiel, das hatten wir schon länger nicht mehr:

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Danach galt es noch, etwas Hausarbeit zu bewältigen…

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Und dann eine Dosis dieser Zuckertabletten, die ich mir vor einiger Zeit in der Apotheke habe aufschwatzen lassen und deren Packung die beruhigende Aufschrift trägt “Das Arzneimittel ist ein traditionelles Arzneimitte, das ausschließlich aufgrund langjähriger Anwendung für das Anwendungsgebiet registriert ist.” Sprich: Wirkt zwar nicht, haben wir aber schon immer so gemacht.

10

Tja, wird schon nicht schaden, selbst wenn es vielleicht nicht hilft. Aber vielleicht hat es wenigstens eine winzige (oder eine Placebo-) Wirkung gegen das Kratzen und Ziehen im Hals, das ich seit heute früh verspüre. Grummel. Daher werde ich mich jetzt auch nach nur 10 Fotos ins Bett verkrümeln und vielleicht noch einen Podcast hören!

Mehr 12 von 12 findet ihr bei Caro!

(Mai 2011, Mai 2012, Mai 2013)

Juli 2012

“Wer hat an der Uhr gedreht?” – oder eher gesagt am Kalender, denn plötzlich ist es schon Juli?! Nachdem der Juni wie im Flug vergangen ist, hatte ich schon am ersten Juli die Befürchtung, dieser Monat könne sich hinziehen wie Kaugummi… Schauen wir mal, wie es wirklich wird. Im Juli möchte ich…

  • meine neuen Kollegen kennen lernen
  • so oft wie möglich mit dem Rad zur neuen Arbeit fahren – eine tolle Strecke, wie man auf dem Foto unten sieht – es macht Spaß und ist gesund!
  • in der alten Wohnung noch mehr Kartons packen und entrümpeln
  • meinem (Stief-) Papa zum 50. Geburtstag gratulieren
  • beim Libanesen essen gehen
  • die Urlaubsfotos verbasteln (das hat im Juni kein bisschen mehr geklappt)
  • die Hochzeit noch weiter planen
  • ruhig bleiben, mich nicht ärgern lassen und versuchen, meine Klappe zu halten 😉

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