Alltagshüpfer

Schnipsel

19. Januar 2018

Friederike hat Münster erwischt. Bei uns persönlich zum Glück nicht. Ein Blumentopf auf dem Balkon ist zerdeppert – den hätte man natürlich vorher reinstellen können, wäre man ein vorbildlicher Bundesbürger und würde die Warnungen von „Nina“ ernstnehmen. Ich habe Nina nicht einmal installiert, aber der Held schon und er las mir auch die Warnung vor. Tja. Schade um den Blumentopf. Ich bin gestern sogar mit dem Fahrrad gefahren. Vor der Arbeit war noch nichts („Büschen windig heute“ hätte ich an normalen Tagen vielleicht gesagt), nach der Arbeit war schon alles vorbei. Da musste ich dann ein paar Kurven um heruntergefallene Dinge fahren und ab und zu mal auf die Straße ausweichen, da der Bürgersteig samt Radweg wegen herunterfallender Dachziegel abgesperrt war. Alles in allem: keine Sturm-News bei uns.


Freitag haben wir Weihnachtsfeier. Ja, unsere Firma macht die Weihnachtsfeier immer im Januar. Wir nennen sie dann halt Neujahrsfeier. Das entspannt alle ungemein. Die Terminsuche ist einfacher, man bekommt problemlos Tische reserviert für viele Menschen, und wann man feiert, ist ja letzten Endes auch schnuppe. Dieses Jahr machen wir mal was ganz neues und gehen auf ein Konzert. Die Band eines Kollegen spielt. Eine Metal-Band. Ich finde es saucool, die meisten anderen auch, einige maulen. Aber irgendwer hat halt immer was zu meckern. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.


Unser regelmäßiger Essensplan funktioniert immer noch. Jeden Abend, wenn ich nach Hause komme und nur noch die Zutaten aus den Schubladen bzw. dem Kühlschrank holen muss, freue ich mich wieder darüber. Wir essen seither früher und sparen sicherlich Unmengen an Sprit, weil der Held nicht mehr nach jedem Arbeitstag einkaufen muss. Dank automatischer Erinnerung per „Wunderlist“ am Sonntagnachmittag planen wir auch den Rest unserer Woche dadurch etwas besser durch (der Held wird beispielsweise nicht mehr Donnerstag Mittag dadurch überrascht, dass ich ihm sage, dass ich abends Buchclub habe – das taucht ja alles schon bei der Essensplanung auf). Der Miracoli-Montag wird selbstverständlich trotzdem beibehalten. Traditionen und so.


Vom Leben gelernt: Mit dem Auto zur Arbeit fahren zu dürfen ist Luxus, der höchstens eine Woche lang richtig toll ist. Zwischen Weihnachten und Mamas Geburtstag Mitte Januar durfte ich ihr Auto ausleihen. Und weil ich es konnte, bin ich damit dann auch täglich zur Arbeit gefahren. Am Anfang war das super. In der ersten Januarwoche war es ja auch noch richtig leer auf den Straßen und ich war in kürzester Zeit am Büro angekommen. Außerdem war Mistwetter. In der zweiten Woche war es langsam nichts besonderes mehr, auf das ich mich jeden Tag freute. Außerdem wurden die Straßen immer voller und ich musste beim Hineinfahren in die Stadt ewig an den Ampeln warten. Mit dem Fahrrad flitze ich immer an diesen Schlangen vorbei und freue mich. Daher war es gar nicht so schlimm, als die Luxuszeit nach zwei Wochen vorbei war.

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