Ostsee-Liebe 2015: Zu Gast im Mittelalter

Musste tatsächlich erst der nächste Urlaub anbrechen, damit ich die Zeit finde, über den letzten Urlaub zu berichten? Es scheint fast so! Immerhin: So kann ich noch etwas in Erinnerungen schwelgen und euch mitnehmen. Heute geht es aber noch viel weiter zurück in der Zeit als nur bis in den Juni. Wir befinden uns heute nämlich im Mittelalter!

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In Oldenburg in Holstein steht das Wallmuseum, das die Geschichte der Slawen in Ostholstein darstellt. In mehreren alten Bauernhäusern (siehe oben) ist dies ganz klassisch zu besichtigen, mit Schautafeln und den üblichen Ausstellungsstücken.

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Das Highlight sind aber nicht diese beiden hübschen Reetdach-Häuser (auch wenn die Geschichte wirklich spannend ist und auch ansprechend umgesetzt wird), sondern das Drumherum. Auf einer künstlichen Insel ist nämlich als kleines Freilichtmuseum ein slawisches Dorf aufgebaut.

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Wir hatten das Glück, an einem Mittwochvormittag bei strahlend blauem Himmel dieses Gelände ganz allein erkunden zu können. Ich mag das ja, wenn nicht so viel los ist.

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Um den See, in dem die Insel liegt, herum befindet sich noch mehr Museumsgelände. Dort hat das Museum im vergangenen Jahr weitere Häuser aufgestellt. Das besondere: Diese Häuser werden von ambitionierten Ehrenamtlichen eingerichtet und bewohnt, teilweise verbringen sie ganze Wochen im mittelalterlichen Ambiente und informieren zwischenzeitlich die Museumsgäste. Bei unserem Besuch waren zwei Hütten bewohnt und wir haben nette Gespräche geführt.

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Solltet ihr mal in der Gegend sein: Es lohnt sich, dem Oldenburger Wallmuseum einen Besuch abzustatten. Gerade unter der Woche und außerhalb der Ferien hat man das Gelände fast für sich und kann sich alle Zeit der Welt lassen, das Gelände zu erforschen und alle Details zu entdecken. Für Kinder gibt es eine kleine Schnitzeljagd, damit die Tour nicht langweilig wird.

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Das war der vorletzte Beitrag aus unserem Ostsee-Urlaub; demnächst möchte ich euch noch auf eine kleine Tour durch den Hafen mitnehmen! 🙂

1 Antwort

  1. Wow! Tolle Bilder – und die Idee eines “lebendigen” Museums finde ich klasse. Sowas mag ich sehr gerne. Etwas (naja fast) ähnliches findet man auf der Bonner Museumsinsel; dort arbeiten und “leben” Künstler, man kann ihre Kunst in ihren offenen Ateliers “hautnah” erleben, das fand ich toll, so mitten in der ansonsten “älteren” Kunst.

    Liebe Grüße
    Nicole

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