Leseliste 2015

Alles, was ich in diesem Jahr gelesen habe… Und ein kleiner Kommentar dazu!

Colin Meloy: Wildwood (englische Ausgabe/deutsche Ausgabe). Zauberhafte Geschichte über zwei Kinder, die im Wald vor der Stadt plötzlich eine magische Welt entdecken. Wunderschön aufgemachtes Buch mit tollen Illustrationen. Erster Teil einer Trilogie, die weiteren Bücher folgen sicherlich. 5 von 5 Sternen, ein Volltreffer! Zur Rezension im Blog

Morgan Callan Rogers: Eisblaue See, endloser Himmel. Die Fortsetzung vom ebenfalls zauberhaften “Rubinrotes Herz, eisblaue See” – wo andere Bücher mit der Hochzeit enden, fängt in diesem Buch die Geschichte gerade erst an. Es gibt sehr viel Alltag, wunderschön geschrieben wie auch Teil Eins. Leseempfehlung – 5 von 5 Sternen!

David Petersen: Mouse Guard – Autumn 1152 (englische Ausgabe/deutsche Ausgabe). Ein Graphic Novel mit wunder-wunderschönen Bildern und einer netten Grundidee für die Geschichte, die mich aber doch nicht ganz fesseln konnte. Ich bin wohl kein Graphic Novel-Typ. 3 von 5 Sternen.

Susan Waggoner: Simple Country Wisdom. “501 Old-Fashioned Ideas to Simplify Your Life”. Es fing so schön an, mit Tipps, wie ein Haus ein Heim wird und wie man es einladend gestaltet. Leider wurde es dann genau das, was der Untertitel ankündigte: eine Aufzählung von Tipps, teilweise sehr amerikanisch. 3 von 5 Sternen.

Tom Liehr: Sommerhit. “Ost-West-Story” mit einem für meinen Geschmack etwas zu positiv gezeichneten Protagonisten und – Spoiler – meines Erachtens viel zu happy Happy End. Ließ sich aber ganz hervorragend lesen und hat Spaß gemacht, weil einfach gut geschrieben. Daher gibt es von mir trotzdem 4 von 5 Sternen.

Anne Geesthuysen: Wir sind doch Schwestern. Eine Familiengeschichte am Niederrhein. Drei Schwestern feiern den 100. Geburtstag der ältesten. Dabei lassen sie ihre Leben noch einmal Revue passieren. Super geschrieben, allerdings hatte ich das Hörbuch und da fehlte der komplette Epilog – total doof. Aber das Buch an sich bekommt 5 von 5 Sternen!

Chad Harbach: The Art of Fielding (Die Kunst des Feldspiels). Amerikanischer Coming-of-Age-Roman, der sich um die Leben von 5 Menschen und um Baseball dreht. Die Baseball-Stellen fand ich auf Englisch etwas schwierig, der Rest war aber wirklich schön geschrieben und die Personen waren alle interessant und glaubwürdig. 4 von 5 Sternen.

Raquel J. Palacio: Wunder. August ist zehn Jahre alt und geht zum ersten Mal auf eine richtige Schule. Aber August ist kein gewöhnlicher Junge. Aufgrund einer Genmutation sieht er anders aus als andere Kinder. Und so hat er es nicht leicht. Das Buch schildert sein erstes Schuljahr, und das ganz großartig geschrieben! 5 von 5 Sternen! Zur Rezension im Blog

T. Michael Martin: The End Games. Der 17jährige Michael und sein 5jähriger Bruder müssen in einer Welt voller Zombies überleben. Ihr Ziel: die Safe Zone. Zum Glück ist alles nur ein Spiel! Der Gamemaster gibt ihnen jede Nacht neue Aufgaben. Aber wer ist er? Ein spannendes Buch in sehr moderner Sprache, aber die Auflösung kam mir etwas früh. 4 von 5 Sternen.

Rebecca Gablé: Das Haupt der Welt (Hörbuch). Ich mag Gablés Romane, aber dieser hat mir nicht so gut gefallen. Die Figuren waren sehr schwarz-weiß, die Sexszenen überflüssig und peinlich (“pralles Glied” olé). Religion hat zu oft “funktioniert”. Alle haben sich auf den ersten Blick verliebt und waren dann glücklich für immer. 3 von 5 Sternen.

David Nicholls: Zwei an einem Tag. Dieses Buch hat mir wieder gezeigt, dass Liebesromane nichts für mich sind. Es langweilt mich, wenn ein Buch keine andere Handlung hat als die Beziehung zwischen zwei Menschen – auch wenn die Idee mit den Tagen gut ist. Leider konnte ich Dexter und Emma auch nicht besonders gut leiden. 2 von 5 Sternen.

Bernard Beckett: Das neue Buch Genesis. Ich bin eigentlich kein großer Fan von philosophischen Themen. Hier geht es um Roboter und Menschen: Was unterscheidet die Maschine vom lebenden Wesen? Die kurze Geschichte spielt in der fernen Zukunft, und das Ende hat mich dann doch so überrascht, dass ich dem Buch 4 von 5 Sternen gebe.

Gillian Flynn: Gone Girl – Das perfekte Opfer (Hörbuch). Nicks Ehefrau verschwindet, und er wird schnell zum Hauptverdächtigen. Hat er es wirklich getan? Ein hochgelobtes Buch! Ich fand es okay, die Auflösung natürlich überraschend, aber jetzt auch kein Über-Highlight. 3 von 5 Sternen.

Jane McGonigal: Besser als die Wirklichkeit – Warum wir von Computerspielen profitieren und wie sie die Welt verändern. Ein Sachbuch, das ich verschlungen habe (das kommt selten vor). Ich habe mich oft wiedererkannt und versuche, Teile davon in meinem Leben umzusetzen.  Ausführliche Rezension folgt. 5 von 5 Sternen! Zur Rezension im Blog

Philipp Meyer: Der erste Sohn. Eine texanische Familiensaga, die sich von den 1800er-Jahren bis fast in die Gegenwart streckt. Indianer, Öl, Rinder, Cowboys, Schießereien, Klassenunterschiede – hier wird vieles abgedeckt und entsprechend dick ist das Buch. Ich fand es spannend, aber es hatte auch seine Längen. 4 von 5 Sternen. Zur Rezension im Blog

Rick Yancey: Die fünfte Welle. Der erste Teil einer der derzeit so beliebten Young-Adult-Dystopien – man könnte es satt haben, aber ich fand es großartig! Wirklich spannend, interessante Protagonisten, neue Ideen, und ich will unbedingt wissen, wie es nun weitergeht. Leider gibt es bislang erst 2 Bände auf Deutsch. 5 von 5 Sternen!

John Matthews: Stadt in Angst. Ein Krimi, der im 19. Jahrhundert in New York spielt – es geht um Jack the Ripper. Ich lese nicht häufig Krimis, mag aber historische Bücher. Hier bin ich leider gar nicht warmgeworden mit der Geschichte und habe es bald abgebrochen. 2 von 5 Sternen – es lag an mir, nicht am Buch. 😉 Zur Rezension im Blog

Kristine Bilkau: Die Glücklichen. Das Porträt einer Ehe, vielleicht einer ganzen Generation. Isabell und Georg, Ende 30, ein Kind, kreativ, ganz gut situiert, aber nicht reich. Doch plötzlich wird alles anders, als beide ihre Arbeit verlieren. Fein beobachtet, elegant geschrieben. 5 von 5 Sternen! Zur Rezension im Blog

Jeanette Walls: Die andere Seite des Himmels. Eine Kindheit in Kalifornien, 1970. Die 12jährige Bean und ihre ältere Schwester Liz ziehen mit ihrer Mutter häufig um. Eines Tages verschwindet die Mutter aber für längere Zeit, und die beiden müssen allein klarkommen. Berührende Geschichte, die stellenweise richtig wütend machte – 5 Sterne von mir!

Rachel Joyce: Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry. Eigentlich will Harold, Rentner in England, nur kurz zum Briefkasten gehen, um eine Karte für seine todkranke Bekannte einzuwerfen. Dann denkt er sich: Wieso nicht zu Fuß hingehen? Allerdings sind es über 1.000 km… Eine unterhaltsame, leicht philosophisch angehauchte Reise. 4 von 5 Sternen.

Ursula K. LeGuin: Der Magier der Erdsee (erster Teil der Erdsee-Saga). Stand bei uns schon ewig im Regal und ist ein Klassiker der Fantasy-Literatur. Ehrlich gesagt war ich nicht ganz so begeistert, mir war es etwas zu philosophisch, die Figuren wurden nicht richtig lebendig, die Geschichte zog sich. 3 von 5 Sternen.

Maria Semple: Wo steckst du, Bernadette? Das hat Spaß gemacht! Ein außergewöhnliches Buch über eine außergewöhnliche Frau, nämlich Bernadette, die verschwindet. Wie es dazu kommt, wird hier nicht chronologisch in Romanform erzählt, sondern in Form von Mails, Rechnungen und vielem mehr. 5 von 5 Sternen!

Zsusa Bánk: Die hellen Tage. Die Geschichte dreier Kinder – Resi, Aja und Karl – die in den 60er Jahren in einer süddeutschen Kleinstadt aufwachsen. Oder ist eigentlich Ajas Mutter Evi die Hauptfigur? Mit wunderschönen Worten malt die Autorin förmlich Bilder, die den Wechsel der Jahreszeiten spüren lassen. 5 von 5 Sternen.

Rick Yancey: Das unendliche Meer (2. Teil von Die fünfte Welle). Noch immer leben wir in einer Dystopie, noch immer versuchen sich die Protagonisten aus Teil 1 durchzuschlagen. Es ist alles extrem mysteriös und auch etwas verwirrend, nichtsdestotrotz spannend – ich empfehle keine zu lange Pause zwischen Teil 1 und 2. 😉 4 von 5 Sternen!

Dina Nayeri: Ein Teelöffel Land und Meer. Wow! Eines meiner Buchhighlights des Jahres bisher! Die 11jährige Saba wächst im Iran zur Zeit der islamischen Revolution auf. Die Kindheit im Dorf, als Tochter eines wohlhabenden Mannes, ist geprägt von Rebellion und Geschichten. Aber was ist mit Sabas Mutter und Zwillingsschwester geschehen? 5 von 5 Sternen!

Nicolas Barreau: Das Lächeln der Frauen. Schon wieder ein Liebesroman, ich lasse mich da gern von positiven Rezensionen ködern, nur um dann festzustellen, dass es mich langweilt. Die Beschreibungen von Paris waren schön, die Story niedlich. Kann man so weglesen, tut nicht weh, und ist stellenweise sogar ganz witzig. 3 von 5 Sternen.

Daniel Krause: Goodbye Arschgeweih – Von der Kunst, beschissene Tätowierungen zu vermeiden. Als großer Ratgeber-Fan brauchte ich natürlich auch ein Buch, bevor ich mich für ein Tattoo entscheiden würde. Dieses hat mir gut gefallen. Mehr dazu habe ich hier geschrieben. 5 von 5 Sternen – für das Thema! 😉

Kevin Maher: Nichts für Anfänger. Ein Roman aus dem Irland der 80er Jahre über den jungen Jim, der als einziger Junge unter 4 Schwestern aufwächst. Eigentlich läuft alles gut, er ist verliebt, doch dann trifft er den Pfarrer O’Culligan und von da an läuft eigentlich alles schief. Zynisch,  aber nicht unsympathisch. 4 von 5 Sternen.

Dörte Hansen: Altes Land (Hörbuch). Ein toller Roman über mehrere Generationen Frauen im “alten Land” bei Hamburg. Auch als Hörbuch, gelesen von Hanneloge Hoger, sehr angenehm und nicht auffällig gekürzt. Allerdings fand ich die Beschreibungen der Vergangenheit noch besser als die der Gegenwart. Trotzdem 5 von 5 Sternen!

John Green: Paper Towns (Margos Spuren). Ein Jugendroman. Margo verschwindet und Q, ein Freund ihrer Kindheit, versucht sie zu finden. Dabei lernt er vor allem etwas darüber, dass andere Menschen andere Menschen sind. Tatsächlich auch in meiner Jugend eine gewichtige Erkenntnis. Wird jetzt auch verfilmt! 5 von 5 Sternen.

Riad Sattouf: Der Araber von morgen. Ein autobiografischer Graphic Novel. Riad Sattouf beschreibt seine Kindheit – Sohn eines Syrers und einer Franzosin, größtenteils aufgewachsen in Syrien und Libyen, 1978-1984. Vor meiner Zeit und so kenne ich mich kaum aus. Spannend zu lesen, aber Vorkenntnisse wären hilfreich. 4 von 5 Sternen.

Felicia Day: You’re never weird on the internet (almost). Ach, Felicia Day. Queen of Geeks wird sie genannt, auch wenn sie das nicht gern hört. Das Buch ist eine Biografie, und ich habe sie gern gelesen. Faszinierend fand ich, wie erfolgreich sie trotzdem das Privatleben ausklammern konnte. Wohl eher was für Fans, dann aber 5 von 5 Sternen, weil Felicia toll ist!

Andy Weir: Der Marsianer. Mark Watney strandet bei einer Mars-Mission allein auf dem roten Planeten und muss ums Überleben kämpfen. Klingt trocken, ist aber unfassbar gut. Watney ist herrlich sarkastisch. Der Film ist übrigens auch ganz gut, aber: Read the book first! 5 von 5 Sternen!

Yrsa Sigurdardottir: Nebelmord. Ein spannender Island-Thriller. Viele, einzelne Handlungsstränge, bei denen man sich lange fragt, wie sie zusammengehören – aber dann ist plötzlich alles ganz logisch. Eins dieser Bücher, die man mit dem Wissen der Auflösung gleich noch mal von vorn lesen möchte. 4 von 5 Sternen.

Jon Bauer: Steine im Bauch. Der Protagonist kehrt zu seiner Mutter zurück, die alt und dement geworden ist. An seine Kindheit hat er nur schlechte Erinnerungen, denn er fühlt sich vernachlässigt. Ob dies wirklich geschehen ist, wissen wir nicht. Leider war mir der Protagonist nur unsympathisch, die Story war auch nicht meins. 2 von 5 Sternen.

Paula Hawkins: Girl on the Train. Aus dem Zug heraus beobachtet Rachel täglich ein Paar, das an der Bahnstrecke wohnt. Sie erträumt sich ein Leben, auf das sie neidisch sein kann – bei ihr läuft’s nicht gut. Ich will nicht zu viel verraten, aber es entwickelt sich zu einem wirklich spannenden Thriller, bei dem man mitfiebert. 5 von 5 Sternen.

Gavin Extence: Das unerhörte Leben des Alex Woods oder warum das Universum keinen Plan hat. Alex Wood wird als Kind von einem Meteor am Kopf getroffen. Wie sein Leben danach weitergeht, erzählt dieses Buch. Eine Feelgood-Coming of Age-Geschichte, nett und sympathisch zu lesen, aber kein absolutes Highlight für mich. 4 von 5 Sternen.

Wally Lamb: Die Musik der Wale. Ein weiterer Roman, der mit der Kindheit der Protagonistin beginnt und in ihrem Erwachsenenalter endet. Dolores’ Kindheit in den 50ern, Scheidung der Eltern, sie isst sich dick, lügt und stiehlt, muss in Therapie. Das alles gibt das faszinierende Buch nur unzureichend wieder. Definitiv John Irving-artig – 5 von 5 Sternen!

Kelly Williams Brown: Adulting: How to Become a Grown-up in 468 Easy(ish) Steps. Ein amüsant geschriebener Ratgeber, teilweise hilfreich, teilweise eher für Anfang Zwanzigjährige, teilweise auf amerikanische Verhältnisse zugeschnitten. Dennoch: Ein bisschen was lernt man, und ist unterhalten. 4 von 5 Sternen.

Veronika Peters: Aller Anfang fällt vom Himmel. Korbinian ist nach dem Tod seiner Frau allein, verschlossen und pedantisch. Durch verschiedene Zufälle landet die 17jährige obdachlose Billa bei ihm. Natürlich sorgt das für Unruhe. Alles ist etwas wirr und die Personen bleiben blass und klischeehaft. Schade. Dafür gibt’s nur 2 von 5 Sternen.

Fredrik Backmann: Ein Mann namens Ove. Noch ein alter, verwitweter Mann. Ove will sich eigentlich umbringen, um wieder bei seiner Frau zu sein, doch dank neuer Nachbarn kommt immer wieder etwas dazwischen. Natürlich wird sein Leben umgekrempelt. Deutlich amüsanter als das Buch davor, aber kein Muss. 3,5 von 5 Sternen!