Alltagshüpfer

Januar 2015 / Willkommen, neues Jahr!

2. Januar 2015

Ihr Lieben, ich wünsche euch allen ein wunderbares neues Jahr! Ich hoffe, ihr hattet einen guten Start. Bei uns war es gaaanz ruhig, wir waren im Ferienhaus und sind erst heute zurückgekommen. Schön war es, wir hatten zum Beispiel einen herrlichen Schneespaziergang, einen entspannten Tag in der Sauna, Besuch von einer guten Freundin, die wir zu selten sehen und außerdem haben wir viel gelesen. Großartig!

winter2014

Jetzt sind wir wieder im Lande, und urplötzlich ist es 2015. Das neue Jahr kommt immer noch viel plötzlicher als Weihnachten, finde ich. Und habt ihr auch den Eindruck, dass es einen neuen Trend gibt? Das Gute-Vorsätze-Bashing. Seit Tagen höre ich im Radio nur noch davon, wie albern es doch ist, sich etwas vorzunehmen, weil man es sowieso nicht einhält. Wenn man den Damen und Herren glauben darf, dann sollte man sich am besten vornehmen, möglichst dick zu werden, ungesund zu leben, sein Geld aus dem Fenster zu werfen und ab sofort zwei Schachteln Kippen am Tag zu rauchen. Denn: Sobald man sich etwas vornimmt, ist es schon zum Scheitern verurteilt.

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Ich teile diese Meinung ja nun bekanntermaßen nicht ganz. Klar ist es sinnfrei, sich an Neujahr zu überlegen, dass man sein Leben nun ab sofort von Grund auf umkrempeln müsste. Ab sofort nur noch Früchte zu essen, die von selber vom Baum gefallen sind und jeden Morgen vor dem Frühstück einen Halbmarathon zu laufen. Oder die zwanzig Jahre alte Gewohnheit des Naschens vor dem Fernseher sofort ersatzlos zu streichen. Ich bin ein Freund von wohl überlegten, passenden „Jahresplänen“. Die funktionieren bei mir seit drei Jahren hervorragend und ich weiß schon seit Wochen, was es bei mir 2015 werden soll. Nämlich: Ein ruhiges Jahr. Auch wenn ich jetzt schon weiß, dass ich das teilweise bereuen werde. Weil nämlich so viele meiner Freunde einfach so weit weg wohnen (doofes Internet), dass ein Treffen am Nachmittag nicht geht und somit gleich ein Wochenende verplant ist, wenn man sich sehen will.

Aber dennoch: 2015 soll nach dem ereignisreichen und vollgepackten Jahr 2014 ein Jahr der Entspannung werden. Guter Vorsatz: Mindestens ein Wochenende im Monat bleibt frei von Plänen. Wenn möglich sogar zwei. Bitte ladet mich trotzdem weiter zu Bloggertreffen, Kreativtagen, Workshops ein! Ich will ja keine Stubenhockerin werden. Auch wenn ich vielleicht nicht mehr an jedem Event teilnehmen kann…

schneeschaf

Eine weitere Idee, die ich gern übernehme: Svü hat die 12 Monate im neuen Jahr unter 12 Themen gestellt. Eine schöne Sache, wenn man wie ich abends manchmal von der Fülle der Möglichkeiten überfordert ist. Schon vor einigen Jahren hatte ich den Jahresvorsatz, meine Hobbys positiver zu betrachten und nicht immer das Gefühl zu haben, etwas zu verpassen, wenn ich gerade etwas anderes mache. Wenn ich lese, kann ich nun einmal nicht fernsehen. Wenn ich fernsehe, kann ich nun einmal nicht nähen. Eigentlich klappt das auch sehr gut, aber die Entscheidung, was ich nun tun soll, ist immer noch etwas schwierig. So much to do, so little time! 😉 Also: 12 Monate, 12 Schwerpunkte:

Januar: Lesen. Weihnachtsgeschenke, lang geplante Lektüre, Spontankäufe im Buchladen.
Februar: Serien/Filme. Mit dem Helden schaue ich schon regelmäßig, aber meine „eigenen“ Serien gehen irgendwie immer nur weiter, wenn ich krank bin.
März: Fotografie. Fotografieren, Bilder einkleben, darüber bloggen.
April: Post. An Menschen denken, die ich nicht so häufig sehe. Oder auch mal an Menschen, die ich ständig sehe.
Mai: Nähen. Die neue Nähmaschine steht bislang fast nur rum. Das kann ja nicht sein!
Juni: Urlaub. Hoffe ich. Normalerweise sind wir jedenfalls im Juni im Urlaub.
Juli: Sommer. Viel draußen sein, den Garten genießen, die Nase in die Sonne strecken. Man wird ja noch hoffen dürfen.
August: Entdecken. Die Stadt besser kennenlernen, Abenteuer erleben, eine Stadtführung mitmachen. Was man sonst nie so macht in der Heimat.
September: Urlaub. Denke ich. Wir lieben unseren September-Urlaub.
Oktober: Kreativ sein. Basteln, Pinterest-Pins umsetzen, mich inspirieren lassen.
November: Zocken. So oft der Held mich an die XBox lässt. Ohne schlechtes Gewissen.
Dezember: December Daily/Adventstagebuch. Ist eh gesetzt. 🙂

Ich habe keine starren Vorgaben für diesen Jahresplan, und ich werde sicher auch im April mal ein Buch lesen oder im August etwas basteln. Aber so gefällt mir das schon recht gut – ob es eine gute Idee ist, wird sich dann wohl im Laufe des Jahres herausstellen! 😉

Ganz kurzfristig ist ja nun aber erst einmal Januar, und meine Pläne für den Monat sind noch erfrischend wenige:

  • natürlich viel lesen, siehe oben!
  • viel Lego bauen mit dem Helden
  • der Lieblingsmama zum Geburtstag gratulieren
  • zum Spiele-Wochenende fahren und neue Spiele entdecken
  • das Adventstagebuch fertigstellen (aber immerhin bin ich schon bei Tag 19)
  • zum Frisör gehen
  • den Weihnachtsschmuck abnehmen – ein bisschen darf er noch bleiben

Wie haltet ihr es mit den „guten Vorsätzen“? Habt ihr welche, oder ist das Humbug?

  1. Bei mir beantwortet sich die Frage ja quasi von selbst… meine guten Vorsätze sind das „Mehr machen.“ und das „Mehr erleben.“ Bei letzterem muss ich aufpassen, dass es nicht massiv in Freizeitstress ausartet, weil es so unfassbar viele Dinge sind, die wir mit der Ruhrtopcard erledigen wollen… Beim „Mehr machen.“ hoffe ich natürlich, dass sich ein paar schlechte Angewohnheiten langsam ausschleichen und ich einiges für meine Gesundheit dabei tun kann. Egal ob physisch oder psychisch. 🙂

  2. Wunderschönes erstes Foto! Die Idee mit den 12 Monaten 12 Mottos finde ich toll! Ich glaub ich mach das auch und lege das Motto aber immer erst kurz vorm neuen Monat fest! Das mit den guten Vorsätzen sehe ich ähnlich wie du. Vom Couchpotato zum Marathonläufer braucht es halt mehr als eine verrückte Neujahrsidee, aber am Ende des Jahres mal überlegen was gut war und was blöd kann ja nicht schaden! Ich setzt mir jedes Jahr ein paar Ziele und ich wünsche mir auch immer etwas für das neue Jahr!

  3. Tolle Idee, jedem Monat ein Motto zu geben. Das ein oder andere könnte glatt von mir sein. 😉

    Ich wünsche Dir jedenfalls, ganz viel Zeit für Dich und für genau das, was sich für Dich richtig anfühlt.

    Liebe Grüße
    Nicole

    PS: Schnee… Den hätte ich mir auch gewünscht. Hier ist nur Regen, Regen, Regen… Buh!

  4. Hach, das sind ja tolle Bilder! Besonders das erste am See ist echt schön!
    Ja, so ein paar Tage ohne wirkliche Pläne und einfach in den Tag hinein leben sind echt mal schön, ne?
    Die Idee mit den verschiedenen Vorsätzen für verschiedene Monate klingt gut, aber ich glaube, für mich wäre das nichts. So sehr „behindern“ sich meine Hobbies nicht gegenseitig. Serien und Xbox fällt bei mir weg, und die Bücher schnappe ich mir immer abends vor dem Schlafen gehen. Ich würde gerne noch mehr basteln, auch Richtung Memory Book oder auch mehr in Sachen Fotos machen. Aber am meisten Freude bringt mir doch irgendwie das nähen, die Mittwoch Abende im Nähkurs machen immer Spaß 🙂
    Das mit der Entschleunigung und den wenig Plänen klingt gut. Das ist immer so eine Krux, meist sind es ja schöne Termine, die man da in der Freizeit und am Wochenende hat, aber irgendwann wird es doch zu viel, ne? Aus diesem Grund war ich zum Beispiel letztes Jahr auf sehr wenig Konzerten, das wäre mir sonst zu viel geworden.

    Tja, bzgl. der Wünsche fürs neue Jahr… ich glaube nicht, dass wir die gleichen Wünsche so kryptisch verpackt haben 😉 Aber who knows… 😉
    Ach und wegen meinen Januar-Plänen. Ich muss noch die Steuererklärung 2013 machen ;-))

    Liebe Grüße und eine schöne Woche!
    Goldengelchen

  5. Keine Vorsäteze, denn die gehen eh schief, werden nicht verfolgt. Ich habe da eher Wünsche. Wenn die sich erfüllen, freue ich mich noch mehr. Nichts desto trotz gefällt mir Deine Auflistung wieder ausgesprochen gut 😉

    Ganz liebe Grüsse
    Susi

  6. Liebe Nele,

    ich habe keine klassischen „guten Vorsätze“, aber Ziele, die ich mir gesteckt habe. Von denen ich aber JETZT schon weiß, dass ich sie nicht alle erreichen werde. Dennoch finde ich es gut, zu Jahresende einfach mal innezuhalten und Pläne zu schmieden. Anders tritt man immer nur auf der Stelle. Wichtig ist einfach, nicht zu streng zu sich zu sein, wenn nur die Hälfte klappt. Dass ist immerhin deutlich mehr als hätte man sich gar keine Gedanken darüber gemacht.

    Meine Ziele reichen von kleinen konkreten Dingen wie Erste-Hilfe-Kurs und mehr Post verschicken bis hin zu ganz großen Projektideen. In zwölf Monaten wissen wir, was geklappt hat. Mein Motto bei allem: „Mehr Hingabe!“. Ich neige zu „schnell, schnell, schnell“ und verpasse dabei immer die wichtigen Momente. Das soll sich etwas ändern.

    Ich wünsche Dir viel Freude und Geduld für Deine Vorhaben. Und hoffe, dass wir uns bald wiedersehen!

    Sandra

  7. Huhu!
    Witzig, das mit den Themenmonaten. Das wäre mir glaube ich dann auch schon wieder eine Art von Druck 😀 Aber berichte mal, wie es für dich funktioniert!
    Die Stadtführung können wir ja zusammen machen, inklusive Stadt besser kennenlernen 😉
    Liebe Grüße!

  8. Hey Nele,
    ich bin auch ein riesen Fan von Neujahrsvorsätzen. Man braucht doch ein Ziel? Und mir ist auch aufgefallen, dass dies Jahr alle irgendwie alle dagegen wettern. Ich finde deine Idee mit den Themenmonaten super. Mir gehts auch immer so, dass ich denk och ich könnt ja auch nähen aber ich will jetzt auf Netflix schauen…
    Ich habe mittlerweile 2 posts zu Vorsätzen geschrieben und unterteile meine Ziele in monatliche Teilziele. So wird das definitiv etwas.
    Hab ein schönes Wochenende, Tobia

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