Alltagshüpfer

Das Happiness-Projekt: Mehr Liebe im Februar

3. März 2018

Ein weiterer Monat ist vorbei – Zeit für einen Rückblick auf die Aufgaben des Happiness-Projekts im Monat Februar! Wer noch nicht weiß, worum es geht: Im Buch „Das Happiness-Projekt“ von Gretchen Rubin geht es jeden Monat um ein anderes Oberthema, um „glücklicher“ (ich bevorzuge „zufriedener“) zu werden. Diesen Monat gab es offiziell das Oberthema „Ehe“. Ich hätte es ja eher „Partnerschaft“ genannt, aber nun gut. Folgende Aufgaben gab es:

  • Hören Sie auf, herumzunörgeln
  • Erwarten Sie weder Lob noch Anerkennung
  • Kämpfen Sie mit fairen Mitteln
  • Laden Sie Ihre Problemchen nicht beim Partner ab
  • Zeigen Sie Ihre Liebe.

Ich glaube, dass wir generell schon viele dieser Punkte erfüllen. Auch Konmarie sagt (zwischen den Zeilen), dass man nicht auf Lob und Anerkennung warten soll – man räumt für sich selbst auf. Die Erfahrung, dass es sehr zufriedenstellend sein kann, Dinge zu erledigen, einfach weil sie mich gestört haben, habe ich schon oft gemacht. Trotzdem erwartet man zugegebenermaßen immer noch ein bisschen Lob… So habe ich kürzlich den Helden darauf hingewiesen, dass ich vor sicherlich schon drei Wochen was in unserem Haushalt repariert habe. Das war längst erledigt, ich hatte es sogar selbst schon fast wieder vergessen, aber ihm war es gar nicht aufgefallen. Das hat mich dann doch etwas geärgert. Gretchen Rubin sagt: Lass das mal lieber, du hast es für dich selbst gemacht. Und das stimmt, hätte ich es nicht repariert, hätte es mich die ganze Zeit genervt, dass es defekt ist. Wieso brauche ich das zusätzliche Schulterklopfen? Ansonsten sind wir aber im Loben und Anerkennen hier eigentlich sehr gut. Während ich das Kapitel gelesen habe, fiel mir auf: Wir bedanken uns ständig beieinander. „Danke fürs Kochen“ ist hier eine absolute Selbstverständlichkeit, genauso wie „fürs Einkaufen“, „fürs Wäsche wegräumen“, … You get the picture. Doch, das ist schon top und daher hier kein Punkt, auf den ich besonders achten musste.

Der Punkt „Laden Sie Ihre Problemchen nicht beim Partner ab“? Den fand ich ehrlich gesagt etwas blöd. Es geht darum, den Partner nicht mit kleinen Problemchen zu belasten, die großen Themen soll man natürlich schon ansprechen. Aber ist eine Partnerschaft nicht auch dazu da, sich gegenseitig im Alltag zu unterstützen? Natürlich muss man nicht über alles übermäßig jammern, klar. Ab und zu eine tröstende Umarmung zu erhalten, weil es ein nerviger Tag ist (obwohl kein lebensbedrohliches Problem im Raum steht), tut aber doch einfach gut und gehört dazu. Also, hier bekam Frau Rubin ein eindeutiges NEIN von mir!

Aber der letzte Punkt, der hat super funktioniert bei mir: „Zeigen Sie Ihre Liebe“. Besonders spannend fand ich dabei ein Experiment, das ich gern nachmachen wollte: Eine Woche lang „extrem nett“ sein. Und ja, natürlich möchte man immer nett sein. Man liebt den Partner schließlich, will man da also rumnörgeln, quengeln und zanken? Nein! Und so setzte ich an, eine Woche lang „ekelhaft nett“ (wie ich es in meinem Kopf nannte) zum Helden zu sein. Jedes Mal, wenn ich vom Sofa aufstand, fragte ich, ob ich ihm etwas mitbringen solle. Wenn beim Frühstück auffiel, dass noch etwas fehlte, machte ich es mir zur Regel, auf jeden Fall aufzustehen und es zu holen. Ich machte ihm Komplimente und schickte ihm lustige GIFs. Aber am wichtigsten: Ich riss mich zusammen, wenn ich schlechte Laune hatte. Besonders gefährlich ist bei mir Müdigkeit, da werde ich sehr … nennen wir es mal … anstrengend. 😉 Aber da ich ja extrem nett war, versuchte ich, mich zusammenzureißen und zu denken „Da kann der Held nun auch nichts für“ und freundlich zu sein. Ich fand, das hat sehr gut funktioniert. Allerdings habe ich den Helden hinterher gefragt, ob er einen Unterschied gemerkt hätte – er war natürlich vorher nicht informiert. Tja. Er hat es nicht gemerkt… Aber ich glaube dennoch, dass „extrem nett“ mein neuer Standardmodus sein sollte, zumindest was die Freundlichkeit betrifft. Und ja, das macht MICH glücklicher, weil es sich einfach besser anfühlt, freundlich zu sein als zickig. Sogar (oder vor allem?) in dem Moment, in dem man sich die Zickigkeit bewusst verkneifen musste. Das ist vielleicht wie in der Januar-Aufgabe „eine unangenehme Aufgabe erledigen“ – das Gefühl, etwas geschafft zu haben und sich überwunden zu haben, sorgt für einen kleinen Höhenflug und das Gefühl, sich positiv verhalten zu haben, obwohl man sich dafür besonders anstrengend musste, sorgt für einen Boost an guter Laune. Allerdings – die Angewohnheit, früher schlafen zu gehen, die ich im Januar geübt habe, sollte ich noch mal wieder auf meinen Schirm packen. Das hat doch schon so manche Situation gar nicht erst entstehen lassen und ist in diesem Monat irgendwie wieder völlig aus dem Ruder gelaufen…

Der März steht unter dem Thema Arbeit. „Streben Sie nach Höherem“ ist die Kapitelüberschrift… Da bin ich mal gespannt. Die Aufgaben lauten:

  • Erstellen Sie einen Blog (hihi)
  • Genießen Sie den Spaß am Versagen
  • Bitten Sie um Hilfe
  • Arbeiten Sie mit Verstand
  • Genießen Sie die Gegenwart.

Na, da bin ich ja mal gespannt. Gelesen habe ich das Kapitel nämlich noch nicht, damit werde ich jetzt gleich meinen Samstagabend verbringen. Aber zumindest den ersten Punkt kann ich wohl guten Gewissens abhaken! 😉

  1. Das ist ja ein spannendes Projekt und ich merke gerade, dass ich viel zu selten hier auf deinem Blog vorbeischaue. Das Thema Partnerschaft wäre ein guter Anfang und früher ins Bett zu gehen auch. Im Job groß denken muss ich gerade eh, da ich tatsächlich eine ganz tolle Anfrage habe, die ich jetzt erarbeiten muss und austarieren, ob das für uns und mich machbar ist.
    Den Blog habe ich zumindest schon einmal gefunden 😉

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