Gedankenhüpfer | Geek

Die Flow, Wil Wheaton und das Bloggen

10. März 2014

Als Kind hatte ich keinen eigenen Fernseher. Wenn ich etwas sehen wollte, dann musste das im Wohnzimmer geschehen. Glücklicherweise musste ich mich nicht mit Geschwistern um die Fernbedienung streiten – aber auch die Programmvorstellungen meiner Eltern und mir gingen gelegentlich leicht auseinander. Vor allem mein Vater wollte immer Dinge schauen, die mich von meinen heiß ersehnten Sendungen abhielten. So kommt es, dass ich mich zwar beim besten Willen nicht erinnern kann, was ich eigentlich sehen wollte – aber noch sehr genau weiß, was stattdessen lief. Am schlimmsten fand ich Highlander und Raumschiff Enterprise. Diese Sendungen fand allerdings auch meine Mutter blöd, und so bürgerte sich der wunderbare Name „Raumschiff Entenscheiß“ als fest stehender Begriff in unserer Familie ein. Erwähnte ich eigentlich schon mal, dass meine Familie äußerst anfällig für wirklich schlechte Wortspiele ist?

So oder so fand ich Raumschiff Enterprise absolut unmöglich, denn es hielt mich ja von anderen wunderbaren Fernseherlebnissen (welchen auch immer) ab! Und deshalb stand ich Science Fiction an sich und Star Trek im Besonderen immer recht kritisch gegenüber. Während sich die SF-Abneigung in den kommenden Jahren nach und nach legte, wurde ich mit Star Trek nie wirklich warm (ich bin da nachtragend). Tatsächlich habe ich vermutlich eine halbe Stunde Star Trek in meinem Leben gesehen. Zusammengerechnet, nicht am Stück.

So kam es, dass ich völlig unwissend war, als der Held und ich eines schönen Abends The Big Bang Theory schauten und Wil Wheaton auftauchte. Wer zum Henker…? Die Tatsache, dass der gute Wil sich in der Serie selbst spielt, half nicht gerade, denn da sollte man doch besser wissen, wer er eigentlich ist. Der Held erklärte es mir also, und eine kurze Recherche ergab, dass Wil Wheaton nicht nur seine besten Teenager-Jahre bei Raumschiff Enterprise verbracht hatte, sondern als Kind auch in Stand By Me mitgespielt hatte, einen Film, den wir sogar in der Schule gesehen hatten!

Ab diesem Moment kam mir Wil Wheaton ständig unter die Nase. Vor allem online. Er produziert die großartige YouTube-Serie Tabletop, bei der man einer Runde Mehr-oder-weniger-Promis beim Spielen von Gesellschaftsspielen zusieht (was deutlich unterhaltsamer ist, als es klingt); er tweetet lustige Sprüche; er hat schon mehrere Bücher veröffentlicht; und er hat einen Blog, auf dem er aus seinem Leben erzählt.

Was Wil Wheaton nun mit der Flow und dem Bloggen zu tun hat, fragst du dich? Die Zeitschrift Flow, die es nach langer Wartezeit endlich auch bei uns in Deutschland gibt, hat in dieser Ausgabe das Thema „Mut und Verletzlichkeit“. Und gleich beim Leitartikel musste ich direkt an Wil Wheatons Blog denken. Es geht darum, mehr Gefühle zu zeigen, Verletzbarkeit zu wagen und auch nach außen hin zuzugeben, dass man vielleicht mal Hilfe benötigt, dass nicht immer alles perfekt ist. Denn sind wir doch mal ehrlich: In unserer Blog-Blase herrscht meistens Heile-Welt-Stimmung. Wenn jemand mal über etwas Ernsteres schreiben möchte, wird sich meist gleich zu Beginn des Artikels dafür entschuldigt. Aber es kommt generell auch sehr selten vor – ernstere Themen vielleicht, aber persönliche eben nicht so sehr. Bei mir auch nicht! Dabei sind die Artikel, bei denen ich es vielleicht doch mal gewagt habe, einige meiner liebsten und auch von Kommentatoren am meisten gelobten (hier meist unter der Kategorie „Gedankenhüpfer“ zu finden).

In seinem Blog schreibt Wil Wheaton über seinen Alltag, über seine TV- und YouTube-Projekte, aber eben auch über seine Depressionen, über die Ablehnung, die er im Job erfahren hat (nach Star Trek ging seine Filmkarriere ziemlich den Bach runter), über Unsicherheit und über sehr viele persönliche Gefühle. Ich finde das unglaublich mutig. Immerhin sind wir hier zum einen im Internet (irgendwer trollt garantiert), zum anderen ist er sehr bekannt. Und wer hätte schon mal von einem Hollywood-Star gehört, der sich hinstellt und sagt „Ja, ich hab die Rolle nicht bekommen, und das finde ich total scheiße und mir geht’s jetzt gerade richtig mies“? Wil wagt das, aber gleichzeitig (oder vielleicht eher: an anderen Tagen) ist er unglaublich lustig und begeisterungsfähig. Deswegen ist er einer der Prominenten, die ich wirklich bewundere!

Während ich diesen Artikel schrieb, musste ich übrigens mehrfach den Impuls bekämpfen, mich für seine Länge zu entschuldigen. Oder gar für sein Thema (siehe oben), wer weiß, wen das überhaupt interessiert. 😉 Aber ich möchte sehr gern mehr wirklich schreiben und dabei vielleicht auch selbst einmal mehr Verletzlichkeit wagen. Ganz nach Wil Wheatons Vorbild, denn die fröhlichen Seiten, die sollen natürlich ebenfalls bleiben!  Wenn ich dann mal wieder denke „Das ist das Internet… Das kann ja jeder lesen!“ (ich bin ja schließlich nicht mehr anonym), denke ich einfach an Wil und dass er noch viel weniger anonym ist und sich dabei dennoch deutlich verletzlicher zeigt. Und hat es ihm geschadet? Nein, ich finde ihn gerade deshalb sympathisch!

Was meint ihr? Böses Internet und lieber eine Fassade bewahren aus Gründen der Privatsphäre, oder gehören ernstere Themen grundsätzlich nicht in DIY- und Alltagsblogs, oder würdet ihr solche Gedanken und Themen mit euren Lesern teilen?

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Alltagshüpfer | Geek

Trips aufgrund relativer Dimension im Sternenzelt

24. Januar 2014

Besser spät als nie! Unser Besuch bei Katha ist ja schon fast wieder verjährt, aber ich wollte doch trotzdem noch ein bisschen was darüber schreiben. Zumal ich viel mehr tolle Bilder gemacht habe, als Katha das geschafft hat!

Zum Glück kann man hier ja gar nicht sehen, wann das Ereignis tatsächlich stattgefunden hat. 😉 Ich erzähle euch also nur, dass wir uns an einem zeitnahen vergangenen Wochenende ins Auto gesetzt haben und stundenlang zu Katha gedüst sind (2 Stunden. Da kann man schon von stundenlang sprechen!). Zum einen, weil wir zusammen das Doctor Who-Christmas Special sehen wollten. Zum anderen, weil wir das eine oder andere Gesellschaftsspiel auf den Tisch bringen wollten. Spoiler: Beides hat geklappt! 😀

Am ersten Abend, als die aufgeregten Kids dann doch irgendwann im Bett verschwunden waren, war also das Christmas Special und Matt Smiths Regeneration dran. Hmm. Ich glaube, wir alle waren nur mäßig begeistert und hatten uns etwas mehr erhofft. Ich kann ja über Plotlücken hinwegsehen, wenn dafür wenigstens die Unterhaltung stimmt. Hier war das Verhältnis zwischen beiden aber nicht so super. Na – warten wir mal auf die neuen Folgen mit Peter Capaldi, aber ich hätte Matt Smith eine schönere Abschiedsfolge gegönnt.

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Am nächsten Tag hatte Katha für Verstärkung gesorgt, damit die Kinder beschäftigt waren. Daher kam Sara mit ihrer „Bande“ auch noch dazu. Also waren wir nun 5 Erwachsene und 7 Kinder. Wow, das sind der Held und ich ja nun nicht so gewohnt. Es hat gereicht, uns kurzzeitig an jeglichem Kinderwunsch zweifeln zu lassen. 😉 Nicht, dass die Kinder schlimm gewesen wären. Eigentlich waren alle sehr lieb (den Krümel könnt ich ja sowieso fressen). Es ging schlicht um die Lautstärke… Das bleibt wohl nicht aus.

sara

Am Tag haben wir hauptsächlich zusammen in der Küche gesessen und gequatscht, zwischendurch gab es eine Runde Hanabi und wir haben auch zum ersten Mal The Resistance gespielt, was ich sehr cool fand (und ich werde normalerweise auch nicht rot, wenn ich Spion bin…). Aber erst, als der Besuch weg war und die beiden kleinen Kinder im Bett lagen, konnten wir Die Legenden von Andor rausholen – eines der Spiele, was wir unbedingt mal zusammen spielen wollten. Wir beschlossen, die dritte Legende zu spielen, weil der Held und ich diese noch nicht geschafft hatten. Der große Sohn von Katha tönte noch rum: Die wäre doch sooo langweilig, weil sie ja viiiiel zu einfach sei…

Tja, was soll ich sagen? Dieses völlig ungestellte Foto *hüstelhüstel* beschreibt den Spielverlauf ganz gut:

doh

Wir haben sehr viel gegrübelt, uns die großartigsten Strategien ausgedacht und am Ende doch wieder Mist gewürfelt.

pasch

Ein Pasch mit roten Würfeln ist bei diesem Spiel übrigens immer ganz, ganz schlecht… 😉 Jedenfalls lief es nicht so richtig rund. Da bei diesem Spiel aber alle zusammen spielen, beschlossen wir so manches Mal, dass wir doch jetzt einfach mal alle so tun könnten, als hätten wir das nie gewürfelt. Und würfelten erneut. Und erneut. Und machten unseren letzten Spielzug rückgängig. Probierten einen neuen – Fehlschlag. Machten auch diesen Zug wieder rückgängig. Ähem. Wir brauchten ganz offensichtlich Hilfe. Aaaber wir hatten zum Glück eine völlig plausible Erklärung für diese ganze Hin- und Herspringerei in der Zeit…

tardis

Der Doctor war nämlich auf unserer Seite und hatte seine Tardis mitten auf dem Spielfeld abgestellt. Das ist seine Zeitmaschine (und der Titel dieses Blogposts ist die Ausführung dieser Abkürzung in der deutschen Version – schrecklich, aber wenn man ehrlich ist, macht das englische „Time and relative dimension in space“ auch nur bedingt mehr Sinn).

betreteneblicke

Kathas und Superpapas etwas betretene Blicke zeigen, dass es trotzdem nicht so richtig rund lief. (Wie nenne ich den Superpapa eigentlich hier? Er ist ja nicht mein Papa… Und nicht mal Kathas Papa! 😉 Egal, da müsst ihr jetzt durch.) Der Sohn schaute übrigens ähnlich betreten drein, aber da er zudem noch ziemlich müde aussieht, erspare ich ihm mal, so im Internet aufzutauchen. Er sah dann doch noch ein, dass die Legende doch nicht soo einfach war. Blieb ihm auch wenig anderes übrig, denn wir verloren gnadenlos trotz aller neuen Ansätze und Versuche. Irgendwann mussten wir uns einfach eingestehen, dass es heute beim besten Willen kein Sieg mehr werden würde.

Danach – der große Sohn verschwand im Bett – spielten wir Erwachsenen noch eine Runde Munchkin Apokalypse. Das hatte mir das Christkind in Form des Helden gebracht und ich fand es super, es gibt nämlich als Klasse „Blogger“ und das fand ich schon an sich so großartig, dass mich der Rest des Spiels gar nicht mehr enttäuschen konnte. Hat er aber sowieso nicht, denn Munchkin ist einfach immer wieder super. Die verschiedenen Karten waren dann auch wieder super auf die neuen Klassen abgestimmt. Am lustigsten fand ich die Karte „Supergeheime Pläne“, die „nicht von Bloggern nutzbar“ ist – wobei „eigentlich ist sie schon von Bloggern nutzbar, aber nur einmal“. 😀 Ich fühlte mich etwas ertappt! Und wer die Munchkin-Runde gewonnen hat, dürft ihr nun einmal raten.

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Am nächsten Morgen spielten wir noch ein paar Spiele mit den Kleineren, aber bald machten der Held und ich uns auch auf den langen, beschwerlichen Heimweg. Diesen kleinen Krümel hätte ich dabei ja am liebsten in die Tasche gepackt:

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Er wollte dann aber doch nicht mit (aber wie könnte ich es nicht versuchen, wo er doch schon morgens darauf bestand, sich den grünen Pulli anzuziehen, weil ich auch in Grün aufgetaucht war? Wir sind offensichtlich Seelenverwandte!)…

Das Wochenende war auf jeden Fall super (wenn auch… laut 😉 ) und sollte auf jeden Fall wiederholt werden!

einherzfürmandarine

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DIY-Hüpfer | Geek

Last-Minute-Weihnachts-DIY

14. Dezember 2013

Wow, was für ein Titel! Und so viel Denglisch! 😉

Nur noch 10 Tage bis Weihnachten – habt ihr schon alle Geschenke? Mir fehlen nur noch Kleinigkeiten. Und natürlich ist noch nichts eingepackt. Ich hasse Geschenke einpacken! Aber darum soll es heute ja auch gar nicht gehen, zum Glück.

Wenn ihr noch eine Kleinigkeit braucht, die ihr dem Lieblingskollegen, der besten Tante von allen oder der Schwiegermama schenken könnt, hätte ich hier einen kleinen Tipp für euch. Es ist wirklich nicht schwierig und kann perfekt individualisiert werden!

Ich hatte schon vor längerer Zeit einen Porzellanmaler gekauft, und auch 2 schlichte, weiße Becher (die gibt’s bei Ikea, wahrscheinlich kennt sie jeder). Aber ich kann nicht besonders gut zeichnen, meine Handschrift ist häufig eine Sauklaue (vorzugsweise, wenn ich mir besonders viel Mühe gebe!). Deshalb wusste ich lange nicht, wie ich die Becher gestalten sollte. Bis ich diesen Blogpost mit hervorragender Anleitung von Ganz und Garn las! (Ihre Anleitung ist perfekt und super bebildert, daher eine absolute Klick-Empfehlung.)

Schnell wusste ich, was es werden sollte: Eine geekige Doctor-Who-Tasse für den Helden zu Nikolaus. Und für die auswandernde Freundin eine Tasse zur Erinnerung an die vielen Orte, wo wir Kaffee getrunken haben (bzw. es noch tun werden!). Beide Becher sind mittlerweile überreicht, daher kann ich sie hier endlich zeigen.

Zunächst sucht man sich ein Motiv nach Wahl aus. Ich hatte nur einen schwarzen Porzellanmaler, daher konnte ich auch nur einfarbige Motive nehmen. Für beide hatte ich schnell eine Idee, hier die erste Skizze für die Heldentasse – man sieht, dass ich besser eine Vorlage nehme und keinen Dalek frei Hand zeichne… 😉

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Dann wird die das Motiv ausgedruckt und die Rückseite wird mit Bleistift bemalt. Möglichst weich, möglichst dick (ich hatte aber nur einen Bleistift, weder besonders hart noch weich, und es klappte hervorragend!). Dies hinterlässt übrigens auch Spuren auf dem Untergrund, die zwar leicht wieder abgehen, die man aber vor dem Eintreffen der zu Beschenkenden besser entfernen sollte. Man kann nämlich da schon das Motiv gut erkennen… 😉

Das ganze wird dann auf die Tasse geklebt und mit einem Stift wird jede Linie nachgezeichnet. Das geht ganz schön in die Hand, da man etwas Druck ausüben sollte.

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Nach dem Entfernen der Vorlage hat man das Motiv mit Bleistift auf der Tasse und braucht nur noch nachzuzeichnen!

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Je nach Stift darf es nicht allzu filigran werden (ich hatte mit den Feinheiten beim Dalek schon echte Probleme, und bei der Schrift auf der zweiten Tasse teilweise auch), aber es geht erstaunlich gut. Vom Ergebnis bin ich wirklich begeistert! Den Schriftzug auf der Rückseite der Doctor-Who-Tasse habe ich sogar tatsächlich frei Hand geschrieben. Concentrate! Concentrate!*

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Mein Stift ist übrigens angeblich nach 3 Tagen gewöhnlichen Trocknens (also ohne Einbrennen) sogar spülmaschinenfest. Trotzdem habe ich die Dalek-Tasse nach dem ersten Gebrauch lieber per Hand gespült und die Farbe ist direkt ein kleines bisschen abgegangen (beim Abtrocknen)! Vielleicht solltet ihr euch also vorher besser ein bisschen informieren, welche Stifte qualitativ gut sind. Ich habe meinen einfach im Bastelladen eingepackt und jetzt ärgere ich mich etwas.

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*für alle Nicht-Whovians: Das Ding auf der Tasse ist ein Dalek, der Erzfeind des Doctors. Er will immer alles umbringen und ruft normalerweise „Exterminate! Exterminate!“ – was natürlich zu zahlreichen Wortspielen führt! 🙂

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Erlebt | Geek

Geronimooooo!

24. November 2013

…alle, die beim Titel noch nicht wissen, um wen es hier geht, seien gewarnt: Hier kommt Geek-Content! Quasi ein absoluter (und langer, langer) Insider-Bericht! Genießt den Einblick, amüsiert euch über uns Bekloppte und schlendert weiter durch die Weiten des Internets. ODER schaut euch die eine oder andere Folge Doctor Who an und werdet ein Teil von uns. Ihr habt die Wahl!

50 Jahre Doctor Who – das feiert die BBC am Wochenende. Vielleicht etwas gestrunzt, denn von diesen 50 Jahren pausierte die Fernsehserie immerhin 16 Jahre. Aber unbestritten ist, vor 50 Jahren wurde die erste Episode ausgestrahlt und so kann man den Geburtstag ja doch irgendwie guten Gewissens feiern. 🙂 Wir mussten zum Glück gar nicht sehr lange auf den Termin warten, denn wir haben erst vor einigen Wochen die letzten Folgen gesehen. Der grandiose Vorteil von Spät-Einsteigern in Serien! (Der Nachteil ist, dass man viel zu oft über Spoiler im Internet stolpert, aber man kann nicht alles haben.) Allerdings ist der Vorteil jetzt, wo wir die Serie sozusagen eingeholt haben, auch wieder vorbei. Das nächste Special kommt zu Weihnachten und dann heißt es wieder ca. ein Jahr auf die neue Staffel warten…

Wie auch immer, zunächst einmal wollte ich ja vom Jubiläum berichten! Unsere Vorbereitungen für die Jubiläumsfeierlichkeiten begannen schon vor einigen Wochen. Als angekündigt wurde, dass das Geburtstags-Special im Kino zu sehen sein würde, war klar, dass wir dabei sein wollten – der Held, unser Freund C. und ich. Die Kino-Liste zeigte uns, dass wir wohl am günstigsten in Essen buchen würden, immerhin nur ca. eine Stunde Fahrt. Das Münsteraner Kino äußerte sich nicht, ob es das Special zeigen würde. So saß ich zum Vorverkaufsstart noch abends um Mitternacht vorm Rechner, drückte F5 zum Aktualisieren der Seite und chattete dabei aufgeregt mit Katha, die das gleiche bei sich zuhause (leider für ein anderes Kino) machte.

Tja, leider gab es die Karten aber noch gar nicht um Mitternacht. Also war ich am nächsten Tag leicht abgelenkt im Büro, weil ich ja im Browser immer wieder F5 drücken musste. 😉 Es war sehr nervenaufreibend und überraschend stressig und Herzrasen verursachend! Aber gegen Mittag hatte ich endlich unsere Karten gesichert (Katha musste noch etwas länger warten, die arme), puh. (Eine ganze Woche später verkündete das Münsteraner Kino, dass es nun auch Karten für das Special im Vorverkauf hätte. Pfffff. Als ob man so lange ohne Ankündigung warten könnte.)

Mir war schnell klar, dass ich nicht „einfach so“ ins Kino gehen wollte. Nein, das wäre zu langweilig. Da hat man einmal die Chance, Gleichgesinnte zu treffen, denn das Special würden sich natürlich nur Fans ansehen – da wollte ich auch ein besonderes Outfit haben! Und da ich keine halben Sachen machen wollte, überlegte ich mir schnell: Ich wollte der Doctor sein. Aber welcher? Mehrere Schauspieler verkörperten den Doctor im Laufe der Jahre (da er nicht stirbt, sondern regeneriert), und alle haben ihr eigenes Outfit, an dem man sie wiedererkennen kann. Da ich aber nicht allzu viel Aufwand betreiben wollte, fiel meine Wahl auf den aktuellen Doctor, gespielt von Matt Smith. Dazu brauchte ich nämlich kaum Zubehör, das nicht sowieso im Haus war: Ich kaufte lediglich ein Paar Hosenträger sowie einen Fez und nähte eine Fliege. Fertig!

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Dann verging wieder einige Zeit. Wir waren aufgeregt, und planten unsere Outfits, und spekulierten, und schließlich war das große Event ganz, ganz nah! Damit wir auch alles verstehen würden, trafen wir uns kurz vorher, um noch einmal die letzte Folge anzusehen. Stilecht gab es…

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=Oo2RKAHu-kI&w=560&h=315] …fish fingers and custard! Also Fischstäbchen und Vanillepudding! (Eigentlich ja Fischstäbchen und Vanillesauce, aber bei uns gab es eben Pudding…)

fishfingers

Der Held war genau an diesem Tag aus dem Krankenhaus entlassen worden und wir wollten ihn zwar nicht direkt mit einer neuen Entzündung wieder zurückschicken. 😉 Aber C. und ich mussten probieren, und tatsächlich hat sich dann auch der Held drangewagt und sogar noch ein zweites Fischstäbchen gegessen!

c

C. sieht skeptischer aus, als er ist! Er war nämlich begeistert. Es war wirklich erstaunlich. Obwohl mein erster Gedanke (und mein erstes Wort nach dem Reinbeißen) war „Weird…“, also „Seltsam“, wurde es tatächlich mit jedem Bissen besser! Der Held hat direkt eine ganze, großartige Fotostrecke von mir gemacht:

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Gestern war dann endlich der große Tag da! Nachmittags schmiss ich mich in Schale, ganz nach dem Vorbild des Doctors:

neledoctorOk, Matt Smith rockt das Outfit um Längen besser als ich. 😉 Aber der gute Wille zählt. Die Herren kriegten noch ein paar Striche ins Gesicht, waren aber nur mäßig begeistert von dem Gedanken, noch mehr verkleidet zu werden. Dann ging es los.

Wir wollten schön früh und pünktlich da sein, um noch ein bisschen die Atmosphäre zu genießen, andere Verkleidungen zu bewundern und vielleicht ins Gespräch zu kommen. Leider machte uns die Stadt Essen direkt einen Strich durch die Rechnung. Das erste Parkhaus war schon voll, beim zweiten war der Kartenautomat defekt (so dass man gar nicht erst die Schranke hochbekam und rückwärts wieder rausfahren musste), Parkhaus 3 und 4 machten schon um 20 Uhr zu. Parkhaus 5 wurde es dann endlich, ich wurde fast schon nervös. Dann durften wir noch 20 Minuten am im Kino anstehen, bis wir die Karten hatten, und dann noch fix (haha!) in die Schlange vorm Klo. Kaum saßen wir auf unseren Kinosesseln, gingen das Licht aus und der Vorhang auf. Puuh, gerade noch pünktlich!

Trotzdem war es ein grandioses Erlebnis – mal ganz abgesehen davon, dass ich das Special super fand (darüber möchte ich mich hier aber nicht detailliert auslassen)! Schon an der Ampel wurde ich angesprochen, malte noch einem weiteren Fan „Tally Marks“ (s.o.) ins Gesicht und in der Kartenschlange haben wir uns wirklich nett mit anderen Fans unterhalten.

Die Vorstellung fand dann auch ich großartig. Als das Licht ausging, hielt erst mal die Hälfte der Zuschauer ihre Sonic Screwdriver in die Luft (für Nichteingeweihte in der Kurzfassung: so eine Art Taschenlampe mit buntem Lämpchen) – das Kino leuchtete in grün, blau und sogar rot, Gänsehautfeeling pur! Die verschiedenen Schauspieler wurden enthusiastisch begrüßt, es gab Szenenapplaus, kollektives „Ooooh“, Gejohle und Lachanfälle bei den entsprechenden Szenen – es war einfach eine großartige Stimmung! Eine ganz andere Stimmung als in „normalen“ Kinofilmen.

Ich fand es wirklich toll, eine Doctor Who-Folge mal mit vielen anderen Fans gemeinsam zu sehen statt immer nur allein auf dem Sofa. Sich gegenseitig im Vorbeigehen verstohlen zuzugrinsen als Zeichen, dass man das Kostüm oder die Anspielung verstanden hat. Zu merken, dass andere genau die gleichen Sachen bemerken oder toll finden. Ich weiß natürlich, dass es andere Fans gibt – gelobt sei die wunderbare Welt des Internets! – aber im wahren Leben mit diesen auch zusammenzutreffen, das war wunderbar und ich möchte das unbedingt noch mal erleben!

Und am Ende des Specials, als das Licht wieder anging, saß ich in meinem Kinosessel und sagte nur…

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=KFQQVEd5LoM&w=420&h=315]

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Erlebt | Geek

11 Stunden und 28 Minuten

21. Oktober 2013

11 Stunden und 28 Minuten voller Großartigkeit – das erlebt man, wenn man alle 3 Herr der Ringe-Filme in der Extended-Version anschaut. Damals, vor mittlerweile schon 10 Jahren (!), wollte ich schon alle 3 Filme im Kino hintereinander sehen, aber selbst in der „normalen“ Version hatte da außer mir keiner Lust zu. Der Held streikte und auch sonst kassierte ich eher seltsame Blicke.

Aber zum Glück gibt es ja das große, weite Internet und nachdem ich diese Idee das erste Mal öffentlich kundtat, meldete sich bald Maufeline und bot sich als Sofa-Partnerin an. Das war vor über anderthalb Jahren, und wir kannten uns im Prinzip überhaupt nicht – ich muss zugeben, ich war da noch etwas skeptisch. Es macht mich sehr froh, dass wir uns mittlerweile schon mehrmals getroffen haben und mittlerweile ist ja auch Kathas Krümel etwas älter, so dass sie am Wochenende doch glatt für zwei kinderfreie Tage nach Münster kommen konnte, um den Herr der Ringe-Marathon in die Tat umzusetzen! Pünktlich zum 10jährigen Jubiläum von Teil 3! 😀

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Der Samstag glänzte mit strahlendem Sonnenschein und hohen Temperaturen, die optimalen Bedingungen für eine großartige Cache-Tour, einen Waldspaziergang oder einen Flohmarktbesuch. Oder eben für einen Marathon vor dem Fernseher. Wir ließen also die Rolläden herunter, sperrten die böse Oktobersonne aus und fingen schon um 12:30 Uhr an, fernzusehen. Ein seltsames Gefühl – aber nicht unbedingt schlecht! 🙂

Katha fühlte sich förmlich vogelfrei – nicht nur, dass sie mehrere Stunden am Stück ungestört DVD schauen konnte, sie durfte auch noch die Füße auf den Tisch legen (!) und vor dem Fernseher ZU ABEND ESSEN!!! 😀

Zwischendurch gab es Wegzehrung, die Katha mitgebracht hatte! Nachdem mir zunächst nur eine mysteriöse Zwergentüte überreicht wurde, bekam ich endlich in Lothlorien die Erlaubnis, sie zu öffnen – und ich fand: Lembas!

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One small bite is enough to fill the stomach of a grown man.“ Allerdings sind Katha und ich keine Männer, was ja bekannermaßen eine Rolle spielt im Herrn der Ringe; oder wir sind Hobbits, zumindest war das wohlgeformte Lembas nicht das einzige, was wir an diesem Tag aßen. 😉 Da aber der vorbereitete Eintopf zwar mundete, aber nicht gerade fotogen war und ich für die Bezeichnung „Rosinenstütchen“ immer ausgelacht werde, bekommt ihr stattdessen lieber noch ein Bild des ausgepackten Lembas-Brots – sehr hübsch, oder?

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Wir schafften unseren Marathon noch am selben Tag – um 23:48 Uhr begann der Abspann von Teil 3! Dabei kam es uns gar nicht so lange vor und ging eigentlich erstaunlich schnell. Das lag sicherlich überhaupt nicht daran, dass wir die Hälfte der Zeit blöde Sprüche zum Film gedroschen haben, den Rücken entlastend durchs Wohnzimmer liefen oder einfach nur gequatscht haben. 😉 Ein wahres Lebensereignis!

Trotzdem waren wir natürlich erst viel, viel später im Bett. Gestern fühlte ich mich dann topfit, aber wie das so häufig ist, holt mich die Müdigkeit heute ein. Gähn! Daher blogge ich gerade auch lieber, als mich dem DIY-Adventskalender-Endspurt zu widmen oder gar eines der anderen Dinge in Angriff zu nehmen, die ich mir so vorgenommen hatte, weil doch während der Herbstferien keine Chorprobe ist.

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DIY-Hüpfer | Geek

Neues Pinterest-Experiment

22. Mai 2013

Ich habe ja eine Schwäche für spontane Kreativität. Wenn ich, sagen wir, abends um 20 Uhr noch einen Haufen Bügelwäsche vor mir habe, bevor wir am nächsten Morgen ins Pfingstwochenende starten können, kommt diese Experimentierfreude besonders zur Geltung. Und wenn ich eine tolle Idee sehe und dafür auch noch zufällig alles im Haus habe – dann muss es auch sofort umgesetzt werden, schlafen kann man schließlich, wenn man tot ist.

Schon länger hatte ich eigentlich diesen Pin auf meiner Pinnwand, aber der letzte Funke zum Ausprobieren war noch nicht so ganz übergesprungen. Bis ich dann beim Stöbern dieses Bild entdeckte. Und dank meiner Vorliebe für besonders einfache Vorlagen *hüstel hüstel* (ich denke da an die R2D2-Schneeflocken, die ich auch spontan abends nachmachen musste und eeewig dafür brauchte) durfte ich dann ein bisschen Freezer Paper ausschneiden… Man denkt immer, so Silhouetten wären gar nicht viel Arbeit, aber das ist ein Irrtum! 😉

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„Bleach“ steht in der Vorlage, also Bleiche. Ich habe mir mal eine meiner Lieblingsjacken mit Schimmelentferner versaut, die hellblaue Jacke hat seither einen weißen Fleck am Ärmel. Die Reinigungsflasche stand noch immer im Schrank, und an die musste ich jetzt auch denken. Zack, ein dunkles T-Shirt aus dem Schrank, was ich nie trage, weil es so langweilig ist… Und los.

Wie man schnell sieht, wurde das Shirt nicht weiß oder hell, sondern ziemlich rot. Was ich jetzt an sich nicht so tragisch finde. Viel tragischer war, dass das Freezer Paper die ganze Flüssigkeit nicht ausgehalten hat. Entweder ich habe es nicht heiß/lange genug aufgebügelt, oder (was ich eher vermute) es ist einfach so durchweicht, dass das Reinigungsmittel „durchgesuppt“ ist. Jetzt habe ich nicht die fliegende Tardis… Sondern eine brennende, was irgendwie auch cool ist, aber mich dann doch etwas ärgert – vor allem, weil ich mir doch das eine oder andere Detail beim Ausschneiden hätte sparen können, zum Beispiel einen Großteil der frickeligen Schrift!

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Fazit? Eigentlich finde ich es immer noch sehr cool. Leider war das Mittel in der Sprühflasche wohl nicht so gut zu dosieren. Nächstes Mal würde ich es versuchen, an den Stellen mit dem Freezer Paper anders aufzutragen. Den Sprüh-Effekt drumherum muss man aber schon haben, sonst sieht’s glaube ich nicht aus. In jedem Fall ist es ein schnelles Projekt – naja, je nach Vorlage 😉 – und das Shirt hat die erste Wäsche schon überstanden (hier ein mäßig gelungenes Beweisfoto). Ich schätze mal, dass das Mittel auf jedem Stoff anders wirkt, einen Versuch ist es also auf alle Fälle wert. Ich werde es definitiv öfter tragen als vorher, und das ist doch auf jeden Fall ein Erfolg! 🙂

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Geek

Ein Serienjunkie lernt vom Leben

4. April 2013

Es gibt Serien, da kann man problemlos den Vorspann wegzappen und gemütlich direkt zum spannenden Teil übergehen. Zum Beispiel hat Six Feet Under einen ziemlich langen Vorspann, den man sich nach den ersten Malen schenken kann. Es gibt aber auch Serien, bei denen man genau das nicht tun sollte. Wenn man das zum Beispiel bei Mad Men versucht, dann überspringt man mit einem Klick nicht nur den 30sekündigen Vorspann, sondern auch die ersten 5 Minuten der Folge. Spannend, wenn einem das erst bei Staffel 2 auffällt. Und es erklärt die manchmal etwas irritierend lückenhafte Handlung!

Man kann ohne Probleme mehrere Serien gleichzeitig gucken. Das ist auch nötig! Fünf sollten parallel schon drin sein, mindestens. Die derzeitige Liste umfasst sogar sechs: Eine aktuelle mit dem Helden, bei der wir wöchentlich auf neue Folgen warten müssen (Game of Thrones); eine mit dem Helden, die wir jederzeit weiterschauen können (Firefly); eine geliehene (Mad Men); eine, die man endlich weitergucken kann, weil man neue Staffeln auf Ebay ergattert hat (Brothers and Sisters); eine, die man online angefangen hat und bei der man auf die neuen Folgen erst mal auf die Lieferung aus England warten muss (Doctor Who); und eine alte, die man statt Mittagsschlaf am Wochenende gucken kann, und bei der es nicht so schlimm ist, wenn man ein paar Minuten wegdöst (Gilmore Girls).

Es ist wichtig, den Serienvorrat nie ausgehen zu lassen, damit man nicht in allzu tiefe Depressionen verfällt, wenn eine Serie zu Ende geht. Aufs Gucken warten bei uns noch: Sopranos, Breaking Bad, True Blood, The Wire, Modern Family, Big Bang Theory, Torchwood.

Für eine Serienstaffel zahlt man nicht mehr als 10 Euro. Falls doch, muss man sie sich schenken lassen. 😉 Ansonsten hilft es nur, sehr sehr sehr geduldig zu sein (wir warten immer noch auf die fünfte Dexter-Staffel, die mal eben schlappe 35 Euro kosten soll!).

Es ist gefährlich, sich bei Pinterest in der Geek-Section umzusehen, wenn man besonders geliebte Serien noch nicht bis zum aktuellen Stand gesehen hat. Die Spoilergefahr ist insbesondere sehr hoch für Doctor Who und Sherlock, die beide einen riesigen Fankreis haben (letzteres habe ich zum Glück schon zu Ende geschaut, großartig!). Es ist aber auch ganz wunderbar, denn man sieht, wie viele andere Serienverrückte es gibt!

Wenn man einen Mann gefunden hat, der damit leben kann, dass man jede Woche von einem anderen schwärmt („Ohh, der Doctor und sein britischer Akzent, just genius“ – „I believe in Sherlock Holmes!“ – „Ich schwöre, Mr. Bates ist unschuldig!“ – „Oh Mann, von Dexter würde ich mich auch umbringen lassen“) und beim Schlafengehen ständig wirr und zusammenhangslos von den neuesten Serienentwicklungen berichtet („Und dann waren da diese Moleküle, weißt du, die wollten die Leute heilen, aber sie dachten, die Menschen hätten Gasmasken im Gesicht, und dann sind allen Menschen Gasmasken gewachsen“ oder auch „Ist es zu fassen, die hat ihren Selbstmord wirklich so geplant, dass es aussieht, als hätte ihr Mann sie ermordet!“), und der sogar damit leben kann, wenn man die Serien gern wahllos durcheinander wirft („Wieso benutzen die bei Firefly eigentlich nicht auch einen Sonic Screwdriver, das wäre so praktisch“ oder „Also bei Six Feet Under ist Dexter mal überfallen worden, das war sehr dramatisch“), dann sollte man ihn ganz schnell heiraten! 😉

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Geek

Andere Meinungen

11. Oktober 2011

„Wenn ein Film so bombastisch toll ist wie ‚Der Herr der Ringe‘, dann brauche ich das Buch doch gar nicht mehr zu lesen. Das kann sowieso nicht mit dem Film mithalten.“

😯

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Geek

It all ends here.

19. Juli 2011

Jetzt ist es vorbei. Vergangenen Samstag war ich mit dem Helden im letzten Harry Potter-Teil. Freundlicherweise lief er sogar in der Originalversion, was uns sehr entgegenkam. Jetzt haben wir nicht nur die Bücher auf Englisch gelesen, sondern auch alle Filme bis auf 7.1 im Original gesehen.

Und jetzt ist es vorbei. Obwohl es ja eigentlich schon seit Jahren vorbei ist – seit dem letzten Buch im Grunde – war das doch ein komisches Gefühl, da im Kinosessel zu sitzen und den Abspann zu sehen. Zumal ich, im Gegensatz zu den meisten anderen Fans (wie mir scheint!), auch das Ende gut finde. Ebenso wie beim Buch musste ich auch beim Film hier ein paar Tränen verdrücken.

Ansonsten hat mir der Film sehr gut gefallen, auch wenn das Buch natürlich nicht getoppt werden kann, wie üblich. Die 3-D-Effekte fand ich übrigens ganz großartig eingesetzt, sie haben die Handlung unterstützt und waren nicht zum Selbstzweck da. Ich hasse nämlich Filme, in denen Szenen offenkundig nur gedreht wurden, um die tollen Effekte vorzuführen.

Harry Potter ist kein Teil meiner Kindheit. Als ich den ersten Band las, war ich schon 16 Jahre alt. Da waren bereits die ersten drei Bücher erschienen. Ich habe sie verschlungen und von nun an sehnsüchtig auf den jeweils nächsten Band gelesen. Praktisch, dass die auf Englisch immer so früh erschienen. Weil man die Bücher so schön „runterlesen“ kann und einem die ersten Male immer wieder etwas Neues auffällt (und bei den späteren Malen man sich immer schon auf die Lieblingsstellen freut), gehören die Harry Potter-Bände definitiv zu den meistgelesenen Büchern im Regal. Ab Band 5 bin ich so vorgegangen, dass ich den vorherigen Band noch einmal gelesen habe, als Einstimmung. Dann das neue Buch. Und dann, weil’s gerade so schön war, alles ab Band 1 noch einmal bis einschließlich zum neuen Buch. Zwischendurch habe ich sie aber auch noch einmal zur Hand genommen (zum Beispiel, wenn die Filme herauskamen). Band 1 habe ich so bestimmt erschreckende 7 Mal gelesen, wenn nicht öfter! Auch wenn ich andere Bücher ähnlich toll finde, kommen die da zahlenmäßig nicht ran. Herr der Ringe zum Beispiel ist für mich zu anspruchsvoll, um es mal eben zwischendurch zu lesen, auch wenn es toll ist.

Ich habe übrigens nur Teil 1, 2 und die letzten beiden im Kino gesehen. Die anderen nur auf DVD. Und selbst die nur aus der Bücherei. Die Filme sind nett, aber kein Muss. Trotzdem war der letzte Teil wirklich gut. Und ich bin jetzt wieder ein bisschen im Harry Potter-Fieber und habe gemerkt, dass ich den letzten Teil definitiv noch nicht oft genug gelesen habe. Auf geht’s – wieder einmal! 😉

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Geek

Inglorious Basterds

8. September 2009

Gestern waren mein Held und ich im Kino. „Held“, hatte ich zu ihm gesagt, „montags kostet das Kino nur 4,50 Euro Eintritt, lass uns einen Film ansehen.“ Ausgewählt wurde „Inglorious Basterds“, denn mein Held ist Tarantino-Fan. Ich bin das nicht so, aber ich bin vielem gegenüber offen. „Pulp Fiction“ fand ich z.B. blöd, aber Four Rooms fand ich gut. Dann habe ich noch „Reservoir Dogs“ von Tarantino gesehen, da kann ich mich aber eigentlich nur an die Szene mit dem Ohr erinnern. Für den Rest war ich zu, naja, sagen wir, ich habe ihn in Holland im Fernsehen gesehen. 🙄 Aber ich meinte, mich erinnern zu können, dass er ganz gut war ansonsten.

Jedenfalls ging mein Held dann schon mittags die Kinokarten kaufen. So hatten wir Plätze in der letzten Reihe mittig, das war super. Allerdings kosteten die Tickets statt 4,50 dank diverser Aufschläge (Loge und zwei Mal Überlänge :shock:) 7 Euro pro Person. Naja, lässt sich auch verkraften… Auf dem Weg hüpften wir noch fix in den Supermarkt, eine Flasche Cola und etwas Schoki kaufen. 😀 Dort ergab sich an der Kasse folgender Dialog:

Ich so: „Hallo“
Kassierer so: „Guten Abend… Haben Sie was gesagt?!“
Ich so: „Ähm… Ja… Hallo…“
Kassierer so: „Oh.“ *rot wird* 😉 Fand ich niedlich.

Jedenfalls waren wir dann auch endlich im Kino irgendwann angekommen, ganz pünktlich. Vorschau hat mir wie immer Spaß gemacht und zahlreiche neue Filme gezeigt, die ich sehen will („Oben“) und noch mehr, die ich nicht sehen will („2012“ zum Beispiel). Und irgendwann ging dann auch tatsächlich mal der Film los.

Ich fand ihn super. Die Story war klasse, die Besetzung fand ich gut. Ich muss mal meine Kollegin fragen – sie hat den Film in England im Kino gesehen – ob dort auch immer das ganze Publikum lachen musste, sobald Til Schweiger im Bild war. 😆 Er hatte aber ja keine große Sprechrolle, was vermutlich besser war. Ganz oft habe ich mich fast zu Tode erschreckt – und ganz oft kamen Ohr-ähnliche Szenen vor, bei denen ich lieber fest die Augen zugekniffen habe. Trotzdem hört man ja noch die Geräusche. Von meinem Helden auf dem Nebensitz kam dann immer so was wie „Iiih, uuuh“ und ich habe ihn dann mit zusammengekniffenen Augen angestupst „Hey – du musst hingucken, damit du mir sagen kannst, wann ich wieder gucken kann!!“ 😆 Hat er auch brav gemacht.

Nach dem Film war ich ganz aufgekratzt, aber wir sind dann nach Hause gelaufen und dort angekommen war ich nur noch todmüde. Ging ja doch ganz schön lang, der Film. Um 19.45 Uhr startete die Vorführung (also, es kam natürlich erst noch Werbung etc.) und um 23 Uhr waren wir wieder draußen.

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