Kategorie Archive: Foto-Hüpfer

12 von 12 im Juni 2017 

Jetzt reihen sich hier die 12 von 12 direkt aneinander. Ich will gern mehr bloggen, dann ist es allerdings wieder so: Wenn ich zuhause bin und Zeit habe, dann wende ich die derzeit lieber fürs Nähen, Lesen, Fernsehen, Hausarbeit, Sport auf, als zu bloggen. So stapeln sich in meinem Kopf die Artikelpläne und nichts wird umgesetzt. Blöd für den Blog, aber für mich war es ja immer wichtig, dass dieser ein Hobby und keine lästige Verpflichtung bleibt.

Für die 12 von 12 – zwölf Bilder vom Monatszwölften – habe ich aber mal wieder einen Tag lang mein Smartphone dabeigehabt. Ist ja schon praktisch heute. Früher (damals!!!11einseinself) musste man immer die Kamera mitschleppen. Da habe ich aber auch noch Wert darauf gelegt, dass die Kamera möglichst klein ist. Heute habe ich eine große Kamera und ein Smartphone. Finde ich eine prima Entwicklung.

Heute ist Montag, und der Tag beginnt mit Sport. Wie bitte? Ja, richtig gehört, ich mache nun regelmäßig vor der Arbeit Sport. Das klingt erst einmal sehr widersprüchlich, weil ich doch morgens bekanntermaßen schlecht aus dem Bett komme. Allerdings habe ich festgestellt, dass es doch durchaus geht, wenn ich einen Grund dafür habe. Also quasi einen Termin, den ich erfüllen muss. Und weil ich abends oft keinen Bock oder schlichtweg keine Zeit habe, aktiv zu werden, versuche ich das jetzt morgens vor der Arbeit. Es läuft eigentlich sehr gut – letzte Woche habe ich allerdings ausgesetzt, weil ich früh im Büro sein musste. Übertreiben muss man’s ja auch nicht. Motiviert hat mich übrigens Pia. Nach der Abnahme dachte ich, ein paar Muskeln wären ja auch nett.

Es ist noch früh – offenbar so früh, dass ich mir beim Fotografieren den Kopf abschneiden muss. Auf fünf Fotos ist er nicht einmal komplett drauf! 😉 Dafür präsentiere ich meine Superman-Socken, denn wer vor der Arbeit Sport treibt, ist allemal Superman-würdig.

Man sollte jetzt aber nicht glauben, ich mutiere zur Supersportlerin des Jahres. So fit wie Pia werde ich wahrscheinlich nie werden, ich habe zur Mini-Variante gegriffen und beschlossen, dass acht Minuten reichen müssen. Nachdem ich das hier gerade so großspurig eingeleitet habe, seid ihr jetzt vermutlich enttäuscht. Aber hey. Bei 8 Minuten bleibt es ja doch nicht, man muss sich erst in die Sportsachen werfen, die Matte ausrollen, die DVD einlegen und starten, und dann ist ja auch immer noch eine Pause zwischen den Übungen, und anschließend geht’s unter die Dusche. Da ist man mit 40 Minuten locker dabei, wenn man sich noch die Haare föhnen muss. Ich jedenfalls sitze heute 45 Minuten nach dem Aufstehen auf dem Fahrrad. Ein paar Muskeln bringt’s ja vielleicht doch, das 8-Minuten-Muskel-Workout. Spaß macht’s auch ein bisschen UND ich kann mich dazu überwinden, das ist das wichtigste. Acht Minuten sind besser als null.

Heute ist der einzige Tag der Woche, an dem es “nur” um die 20 Grad sein sollen. Daher werfe ich mich in meine neue, langärmlige Bluse (die trotzdem recht luftig ist). Gestern war verkaufsoffener Sonntag in Haltern am See und ich habe dieses Schnäppchen gemacht. Ist die nicht süß? Neues will ich am liebsten sofort anziehen, also hoffe ich, dass mir nicht zu warm wird.

Im Büro: Arbeit. Symbolbild.

Mein Kollege hat heute wieder seinen Hund mit. Im Gegensatz zu unserem “regulären” Bürohund, der täglich da ist, kommt Monty nur ein oder zwei Mal pro Woche mit. Und ebenfalls im Gegensatz zu unserem regulären Bürohund liebt er Spaziergänge. So darf er dann mit auf meine Mittagspausenschritte. Heute entdecken wir die großen Symbole der Münsteraner Skulpturprojekte 2017 auf der Straße vorm Büro. Da folgen wir doch glatt mal den Pfeilen.

Ich bin ja kein großer Skulpturen-Kenner. Zunächst kommen wir an einem Lagerfeuer vorbei. Das ist eine Skulptur (lese ich gerade nach). Ich halte mit dem Hund lieber Abstand. Für die nächste Skulptur sollen wir in den gegenüberliegenden Schrebergarten einbiegen. Dort spaziere ich zwar mittags sehr gerne mal durch, aber ich weiß nicht, ob Hunde dort erlaubt sind. Also biegen wir zwei Kunstbanausen lieber wieder auf die gewohnte Route ab und genießen noch etwas Natur. Fazit: Ich bin offensichtlich nicht kunstinteressiert genug. Monty wollte ja. Aber ich hab ihn ins Grüne gezerrt. Ich bin so gemein.

Nachmittags geht es mit der Arbeit weiter. Zwischendurch aktualisiere ich die DHL-Website. Ich habe letzten Mittwoch etwas bestellt, das am Freitag geliefert werden sollte. Daher habe ich als Lieferadresse das Büro angegeben. Freitag kam und kam dann aber niemand, ich blieb schon extra lange, bis ich irgendwann ins Tracking schaute. Bei DHL hatte man um 16 Uhr vermutet, wir hätten nun geschlossen, und die Sendung zurückgestellt. Tja, da saß ich nun um 17 Uhr und hätte längst heimgehen können. Hmpf. Samstag wurde die Sendung dann erneut zurückgestellt (sinnvoll) und heute? Passiert gar nichts. Doof!

Die Uhr erinnert mich während des Tages regelmäßig daran, dass ich mich mal wieder bewegen sollte. Auch, um meine 10.000 täglichen Schritte zu schaffen, stehe ich dann immer auf und gehe ein paar Meter. Ein Grund findet sich immer. Neuen Kaffee in der Küche holen? Den Kollegen im Nachbarbüro besuchen, anstatt ihn anzurufen? Den Kalender in der anderen Ecke des Büros auf den neuesten Stand bringen? Oder halt den Hund knuddeln. Ich bin nicht wählerisch.

Nach der Arbeit springe ich noch kurz in den Supermarkt. Es ist schließlich Miracoli-Montag, aber unsere Vorräte sind aufgebraucht. Das geht zum Glück recht fix.

Auf dem Heimweg ist es sooo windig! Ich mag es nicht, wenn es windig ist. Das Radfahren ist einfach so viel anstrengender. Eine frische Brise, gut, aber richtig Wind? Ich werde dann immer ganz fuchsig und schimpfe vor mich hin. Sicher ein lustiger Anblick. Ich erspare ihn euch und teile diese schönere Seitenansicht meines Weges mit euch. Immerhin kann ich am Auto-Stau vorbeifahren.

Zuhause schauen wir eine schnelle Serienfolge, bevor ich zur Chorprobe muss. Wer erkennt anhand des Bildes und des passenden Textes in der Lightbox daneben, welche Serie wir gerade schauen? (Auf Instagram habe ich es natürlich schon verraten…) Heute kommt netterweise eine Folge, die mich NICHT mit verdrehtem Gehirn zurücklässt. Eine erfrischende Abwechslung.

Im Anschluss dann die montägliche Chorprobe. Wir kämpfen mit einigen schwierigen Liedern derzeit. Aber es ist eine sehr erfolgreiche Probe und wir alle haben das Gefühl, dass wir die beiden schwersten Stücke meistern können. Letzte Woche haben wir da noch viel mehr gejammert. 😉

Jetzt bin ich zuhause, muss dummerweise den Rest aus der Weinflasche von gestern trinken und werde noch ein bisschen Dinge von A nach B räumen. Am Wochenende habe ich praktische Aufbewahrungskisten fürs Nähzimmer gekauft und somit steht eine Mini-Umorganisation an.

Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Juni 2015, Juni 2013, Juni 2011)

Eine Wanderung mit Canyon-Blick

Wandern? Ja, kenne ich. Haben wir früher™ gemacht, als ich noch ein Kind war und wir ein Ferienhaus in der Eifel hatten. Gerüchten und Familienlegenden mussten meine Eltern damals Schokolade auf dem Weg verstecken, damit ich ohne Murren mitwanderte. Tatsächlich habe ich aber gute Erinnerung an viele Wanderwege und behaupte jetzt einfach mal frech, dass das wahrscheinlich bei einer Osterwanderung passiert ist.

Tatsache ist jedenfalls, dass ich schon ziemlich lange nicht mehr wandern war. Doch in letzter Zeit juckte es mich in den Fingern. Oder vielmehr in den Füßen. Ich bin ja jetzt stolze Besitzerin eines Fitnessarmbands, das mich sowieso zum Laufen motiviert (ich versuche, jeden Tag 10.000 Schritte zu schaffen). Außerdem haben mich diverse Postings von Frauke inspiriert. Aber aus irgendeinem Grund hatte ich immer einen Wanderurlaub vor Augen. Und erst vor ein paar Wochen, als jemand den Teutoburger Wald erwähnte, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Man muss gar nicht einen ganzen Urlaub lang wandern. Schon gar nicht, wenn man so untrainiert ist wie ich. Man kann auch einfach von Münster aus eine halbe Stunde Auto fahren und schon ist man in herrlicher Landschaft!

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Tatsächlich kann man vermutlich auch im noch näheren Münsterander Umland wandern. Was mich aber motivierte, den TeutoSchleifen-Weg “Canyon-Blick” zu besuchen: Das Versprechen auf einen einwandfrei ausgeschilderten Wanderweg in gutem Zustand. So für den Einstieg wollte ich mich nicht mit Karte, GPS und ähnlichem herumschlagen. Und außerdem natürlich der Canyon! Also mal ehrlich. Ein Canyon? In Lengerich? So ein Quatsch. Das Bild auf der Website hielt ich für übertrieben, aber trotzdem wollte ich das mit eigenen Augen sehen.

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Der Wanderweg “Canyonblick” ist ein Rundgang von ungefähr 11 Kilometern. Als ich den Parkplatz endlich erreicht hatte (die Anfahrt war auf der Website nicht so super erklärt – meine einzige Mini-Kritik), hatte ich die Wahl: Wählte ich die “korrekte” Laufrichtung, wäre ich erst nach fast zehn Kilometern am Canyon. Andersherum schon nach 1,5 Kilometern. Also: Belohnung oder Startpunkt? Ich entschied mich dafür, zuerst zum Canyon zu gehen. Erstens wusste ich nicht, wie anstrengend das ganze würde, und zweitens wollte ich natürlich auch Fotos machen und das Wetter versprach eventuellen Regen – und wie lange mein Smartphone-Akku halten würde, war ja auch fraglich. Also: Auf zum Lengericher Canyon!

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Und da war er, der Canyon, und sah genauso aus wie auf den Werbebildern. Das Wetter war nicht so gut, aber ich war trotzdem enorm beeindruckt! Beim “Canyon” handelt es sich um einen ehemaligen Kalksteinbruch, in dem 1977 die Arbeit eingestellt wurde. In die Abbruchgrube wurde Wasser geleitet, die Wände wurden unter anderem bepflanzt, indem Pflanzensamen aus einem Flugzeug geworfen wurden! Seit 1989 ist der Canyon Naturschutzgebiet und darf nicht betreten werden. Ich habe trotzdem einige Mountainbiker dort entlangbrettern sehen… Schade.

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Auch wenn der Wanderweg sich “Canyonblick” nennt, ist der Canyonblick ein ziemlich kurzes Vergnügen. Man steht einmal auf der Aussichtsplattform und kann den oben gezeigten Blick bewundern, aber das war’s auch schon. Schade – aber wirklich gestört hat es auch nicht, denn es gab genug zu gucken und das Gelände war sehr abwechslungsreich. Wald, Felder, Wiesen oder Riesenfarne? Kein Problem.

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Außerdem geht ein Teil der Strecke über eine Weide mit Kühen. Das ist optional – man kann auch über die Straße gehen bzw. muss das sogar, wenn man Hunde dabei hat – aber ich war natürlich Feuer und Flamme. Auf dem Schild stand, die Kühe wären sehr neugierig und würden direkt zu den Wanderern kommen. Nachdem ich endlich das Tor gemeistert hatte, ging ich also genauso neugierig über die Weide. Aber alle Kühe waren ausgeflogen! Schade…

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Etwa einen Kilometer weiter traf ich dann aber doch noch Lengerichs Next Topmodels. Geduldig posierten die vier für ein paar Fotos. Ich habe überhaupt unglaublich viele Fotos gemacht. Gut, dass ich allein unterwegs war. Das war überhaupt sehr entspannend. Es gab so viel zu sehen, dass mir keine Sekunde langweilig war. Ich konnte mein eigenes Tempo gehen und auch mal eben alle zwei Meter stehenbleiben, um ein Foto zu schießen.

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Im sehr, sehr grünen Farngebiet, in das die grüne Treppe führte und in dem man über Wiesen wanderte (sehr angenehm!), summte und brummte es ohne Unterlass. Vor allem in meinem Gesicht. Meh! Doof! Das Gebiet war offenbar Heimat zahlreicher Bienen. Nun, nichts gegen Bienen, und getan haben sie mir auch nichts, aber dieses Gebrumme um meinen Kopf herum hat mich völlig verrückt gemacht. Ich war froh, als ich wieder am Maisfeld entlanglaufen konnte.

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Wald gab es auch zu sehen! Wald mit Aussicht, Wald mit Treppen, ganz egal. Wie gesagt: wirklich abwechslungsreich!

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Zwischendurch zog es sich richtig zu und das Foto sieht fast schon bedrohlich aus. Tatsächlich war es warm, blieb trocken und als ich nach elf Kilometern wieder am Parkplatz war, packte ich meinen Rucksack ins Auto und lief noch mal “eben kurz” zum Canyon, um die Aussicht zu genießen. Und wieder zurück. So standen letzten Endes rund 15 Kilometer auf dem Tageszähler. Und es war toll!

Die TeutoSchleife war wirklich perfekt ausgeschildert, so dass ich nur an einer einzigen Stelle kurz überlegen musste, wo es langgeht. So hatte man den Blick für die interessanten Details und Aussichten! Jetzt bin ich auf jeden Fall motiviert, auch noch die anderen TeutoSchleifen zu wandern. Insgesamt gibt es sieben. Die nächste werde ich mich dem Helden zusammen laufen. Mal sehen, ob wir wanderkompatibel sind! 🙂

Mit der Kutsche zur Insel Neuwerk

Im Urlaub waren wir auch in Hamburg. Von Cuxhaven aus ganz ohne Auto und und innerhalb von kürzester Zeit – wie kann das gehen? Ganz einfach: Hamburg hat sich ein kleines Außengebiet gesichert, in Sichtweite von Cuxhaven. Die Insel Neuwerk ist ziemlich klein, hat ganze 44 Einwohner und ist eigentlich 120 km von der Stadt Hamburg entfernt. Doch seit die Hamburger im 13. Jahrhundert einen Leuchtturm auf Neuwerk errichteten, gehört die Insel nun einmal offiziell zur Hansestadt.

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Tatsächlich kann man die kleine Insel vom Festland aus gut sehen und sogar die einzelnen Gebäude ausmachen. Es sieht förmlich aus, als könnte man in zehn Minuten rüberspazieren. Nun ja – rüberspazieren kann man tatsächlich, allerdings dauert das etwas länger und man sollte Vorsicht walten lassen. Bei Ebbe kann man nämlich durchs Watt die Insel besuchen. Entweder zu Fuß – oder mit der Kutsche. Wir haben uns für die “faule” Variante entschieden.

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Neuwerk ist ca. 12 km vom Festland entfernt, und es gibt ein relativ kleines Zeitfenster, in dem man die Insel ohne Schiff besuchen kann. Die Gezeiten geben den Rhythmus vor, und so sind die Abfahrtszeiten jeden Tag anders. In unserer ersten Urlaubswoche hätten wir schon um 7 Uhr aufschlagen müssen. Das wäre sicherlich auch wunderschön gewesen. Wir sind aber nun einmal Langschläfer und so warteten wir eine Woche und schon konnten wir um 11 Uhr losfahren – perfekt!

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Weil das Zeitfenster so klein ist, sind natürlich wirklich viele Menschen unterwegs. Die Kutscher haben ja auch nur diese eine Chance am Tag, ihr Geld zu verdienen! So zogen wir in einer langen Kutschenkarawane los.

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Die Kutschen sind extra hoch gelagert und gefedert. Es holpert nämlich ziemlich hin- und her. Auf dem Weg zur Insel folgt man, wenn man klug ist, den Pricken im Watt. So gerät man nicht vom Weg ab. Es gibt unterwegs aber auch Wegweiser!

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Darauf ist nicht nur Neuwerk ausgeschildert, sondern auch die Rettungsbaken. Wenn man sich doch einmal verirrt oder in der Zeit verschätzt hat, kann man diese Baken hochklettern und ertrinkt wenigstens nicht. Man kann sich dann retten lassen – das kostet ungefähr 400 Euro. Also, wer mal ein bisschen Abenteuer braucht…

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Mit der Kutsche kann man schon etwas eher los als die Wattwanderer und ist natürlich auch schneller. In ungefähr 2 Stunden ist man auf der Insel. Faszinierend, wenn man bedenkt, wie nah es aussieht. Als Wanderer ist man entsprechend länger unterwegs und übernachtet dann entweder auf der Insel, oder man nimmt ein Schiff zurück. Hin- und Rückweg ist direkt hintereinander aufgrund der Gezeiten kaum möglich.

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Die Pferde haben uns übrigens stoisch gezogen und sich von Prielen nicht weiter beeindrucken lassen. Vielleicht war ihnen diese kleine Abkühlung sogar mal ganz recht. Es war nämlich wirklich sonnig. Allerdings wehte dazu auch ein angenehmer Wind. Ich habe mir an dem Tag einen ordentlichen Sonnenbrand eingefangen, da man gar nicht einschätzen konnte, wie warm es tatsächlich ist.

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Auf der Insel hatten wir dann einen kurzen Aufenthalt von ungefähr einer Stunde. Nicht viel Zeit, um die Insel zu erkunden. Wir haben uns daher auf einen Besuch auf dem Leuchtturm beschränkt und danach noch einen kleinen Geocache gefunden.

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Vom Leuchtturm aus hat man natürlich einen guten Überblick über die (niedliche) Insel – hier kann man sehen, wie weitere Kutschen gerade Neuwerk erreichen.

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Ich fand aber etwas anderes viel spannender: Das Dach des Leuchtturms. Der Leuchtturm wurde ja bereits um 1300 errichtet, seit dem 20. Jahrhundert hat er nun ein Kupferdach und dieses Dach eignet sich offenbar ganz hervorrangend, um sich darin zu verewigen! Die älteste Inschrift, die ich entdeckt habe, stammte aus dem Jahr 1956. Faszinierenderweise unterscheiden sich die Kritzeleien aus dem 50ern oder 60ern optisch rein gar nicht von denen aus der aktuellen Zeit. So stand ich die meiste Zeit mit dem Rücken zur Aussicht und habe die Inschriften studiert.

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Inhaltlich hat es sich schon verändert – heute wird wohl niemand mehr seine Adresse einritzen, in der Hoffnung auf einen “Briefwechsel” – im speziellen Fall von Jürgen aber bitteschön nur “mit Mädchen”. Dirk hat zusätzlich seinen Geburtstag eingeritzt – 12. Juli 1940. Ob er sich heute noch daran erinnert? Ob er jemals Post bekommen hat?

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Der Besuch auf dem Leuchtturm hat sich auf jeden Fall gelohnt! Und die Fahrt zur Insel Neuwerk hat uns ebenfalls sehr gut gefallen. Nächstes Mal würde ich eventuell die Wattwanderung in Betracht ziehen, aber die Kutschfahrt ist eine gute – wenn auch leider nicht ganz günstige – Alternative.

12 von 12 im Mai 2016

Ein sonniger Donnerstag war heute – wunderbare Temperaturen und wohl erst einmal einer der letzten Tage, die so sommerlich sein sollen. Schade, so kurz vor Pfingsten. Aber nun ja, machen wir das beste daraus. Zufällig war auch noch der zwölfte und so gibt es heute mal wieder zwölf Bilder von meinem Tag.

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Um das schöne Wetter noch etwas zu nutzen, habe ich meine liebsten Sommerschuhe angezogen. Ich liebe diese bunten Vans! Dann ging es mit dem Rad zur Arbeit. Das mit der Aufsteh-Challenge klappt übrigens nicht mehr so gut wie anfangs, aber immer noch besser als vorher. Ich werde demnächst mal wieder berichten.

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Der Weg zur Arbeit.

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Im Büro erst mal: was man so braucht. Verratet es dem Helden nicht, aber ich hatte einen frechen Flirt! ? Und eine Allergietablette, denn ich schnufte ganz ordentlich.

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In der Pause gab’s ein Lunchdate mit C. und ich hatte zum ersten Mal seit langem wieder einen richtigen Döner. Yummy! C. hatte Falafel, was irgendwie vertauschte Welt war.

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Auf dem Rückweg ins Büro ging es noch durch den Minipark, wo es hübsche Blumen und fragwürdige Kunstwerke zu sehen gab.

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Nach der Arbeit schwinge ich mich wieder aufs Fahrrad. Hier ein kleiner Eindruck von der Münsteraner Promenade. Alle Wiesen waren belegt, ich mag das ja sehr.

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Abends nach dem Essen packten der Held und ich schon mal unsere Sachen für Pfingsten. Dann waren C. und ich sehr spontan und verabredeten uns noch zum Bouldern. Sonntag werden  wir ja nicht dazu kommen.

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In der Halle war es erstaunlich voll. Aber es verläuft sich zum Glück meistens halbwegs und man lernt ja auch vom Zusehen!

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Liebe Mama, die letztens fragte, ob man die Kletterschuhe auch so tragen könne: Nein. Sie sind nicht bequem und nicht sehr hübsch. Aber dafür gut zum Klettern. Das ist ja auch was Wert!

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Kurz vor Schluss versuchte ich mich noch an diesem Boulder, allerdings leider erfolglos. Wenn man im Nachhinein das Bild betrachtet, denkt man, “Och ist doch ganz leicht, einfach kurz mit dem rechten Bein hochdrücken und mit der linken Hand an den oberen Griff gehen”. Joah. Wenn man an der Wand klebt, fühlt sich das irgendwie anders an. ?

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Einen hübschen Absturz habe ich heute auch noch hingelegt, auch wenn man es auf dem Foto kaum erkennt. Das ist zum Glück meist nicht schlimm, weil der Boden der Halle dick gepolstert ist. Aber wenn man mit Armen oder Beinen irgendwo gegenhaut, kann’s unangenehm werden. Heute habe ich beide Unterarme leicht aufgeratscht und am einen Arm sieht es aus, als hätte ich einen sehr unprofessionellen Suizidversuch hinter mir. ? Keine Sorge! Ich war nur Bouldern!

(Mai 2015, Mai 2014, Mai 2013, Mai 2012, Mai 2011)

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12 von 12 im April 2016

Eine kleine Fingerübung: endlich wieder 12 von 12! Also 12 Bilder vom 12. des Monats. In diesem Fall 12 Bilder eines Dienstags im April, auf den der Held schon länger sehnsüchtig wartete. Aber dazu später mehr.

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Der Tag begann wie immer etwas zu spät. Habt ihr Tipps, morgens besser aus dem Bett zu kommen? Ich ärgere mich immer wieder über mich selbst… Jedenfalls höre ich morgens gern Musik übers Handy, damit ich nicht gleich wieder einschlafe. Heute darf mich “Hamilton” wachhalten, ein recht neues Musical im Hiphop-Stil (!) über den amerikanischen Gründungsvater Alexander Hamilton. Ich liebe es!

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Dieses Poster hängt in unserem Schlafzimmer, ich habe es dem Helden letztes Jahr zum Hochzeitstag geschenkt. Obwohl wir uns eigentlich nichts zum Hochzeitstag schenken. Wenn ich ehrlich sein soll, fand ich es selbst so toll, dass ich einen Grund brauchte, es zu bestellen. 😀

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Auf zur Arbeit! Ich habe ein “Poladarium” auf meinem Schreibtisch stehen, einen Abreißkalender mit Polaroid-Bildern. Das heutige Motiv haut mich leider nicht vom Hocker, aber das ist ja bei einem Tageskalender nicht so tragisch.

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Es gibt Kuchen zum Frühstück! Ein Kollege hat Geburtstag.

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In der Mittagspause gehe ich ein paar Schritte. Heute bin ich dabei von Batman begleitet. Ich mag meine Batman-Chucks! Ich habe sie letztes Jahr in England bestellt und sie sind so wunderbar dezent (auf der Seite ist auch noch ein roter Batman, aber da ist meistens die Hose drüber).

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Auf dem Heimweg ist es wunderbar sonnig. Dies ist übrigens mein Sommerfahrrad. Ich habe es geschenkt bekommen und es fährt sich traumhaft, aber zum Herbst hin werde ich mir wohl ein neues kaufen. Dieses hat nämlich nur eine 3-Gang-Schaltung und einen normalen Dynamo. Ich bin mit meinem Nabendynamo doch ein bisschen verwöhnt, und da ich ja immer im Dunkeln fahren muss, möchte ich auch richtig helles Licht haben. Außerdem möchte ich gern wieder eine zweite Handbremse haben. Andererseits fährt sich das Rad bisher erstaunlich gut, also warten wir mal ab!

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Auf diesen Tag hatte der Held lange gewartet! Endlich erschien nämlich Dark Souls 3! Jetzt haben wir eine neue Sammelfigur im Regal stehen und der Held ist nicht ansprechbar. Ich selbst habe am Wochenende gerade einmal mit dem ersten Teil des Spiels angefangen. Mal sehen, wie lange ich durchhalte.

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Weil ich total nett bin und so, koche ich Abendessen für uns beide, während der Held sein Spiel installiert und ausprobiert. Es gibt Königsberger Klopse. Eine Zeitlang waren die in unserem Haushalt völlig in Vergessenheit geraten, aber ich mag sie eigentlich sooo gern! Heute war ich aber irgendwie sehr unkonzentriert beim Kochen und habe ständig irgendetwas vergessen. Es hat trotzdem geschmeckt, aber irgendwie nicht so ganz “richtig”.

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Während der Held weiter spielt, versuche ich, unsere neue Wohnung in einer Software nachzubauen, um die Einrichtung auszuprobieren. Leider bin ich mit der Bedienung des Programms ziemlich gefordert. Ich will nicht sagen, ich sei überfordert, aber ich habe versehentlich eine Tür in die Küche gesetzt, die theoretisch direkt in die Dusche führen würde, und jetzt kriege ich sie nicht mehr gelöscht. Ähem. Da werde ich mich jetzt auch noch etwas mit rumschlagen. 😉

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Aus dem Archiv: April 2015, April 2014, April 2012

7 von 12 im Dezember 2015 und eine Blog-Pause

Der 12. Dezember – Zeit, den Tannenbaum zu kaufen, wenn man in die letzten Jahre zurückschaut! Auch heute machten wir uns auf den Weg. Ansonsten war der Tag geprägt von Hausarbeit und einer Geburtstagsparty am Abend. Von beidem habe ich keine Fotos – daher schaffe ich mal wieder nur 7 Bilder vom Monatszwölften, statt der üblichen 12. Schade.

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Der Tag begann mit einem gemütlichen Frühstück mit dampfendem Kaffee aus der gaaar nicht kitschigen Weihnachtstasse, natürlich bei Kerzenlicht vom Adventskranz!

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Dazu lief in unserem neuen Internetradio ein Weihnachtssender. Die Entdeckung, dass es solche Sender gibt, verzückt mich vermutlich gleichermaßen wie es den Helden verzweifeln lässt. 😉

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Nach dem Frühstück spielt der Held ein bisschen mit Lego und einer neuen App herum, die kleine Stop-Motion-Filme erstellen kann. Es macht viel Spaß!

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Der Adventskalender wird immer weniger, aber dafür trudelt nach und nach Weihnachtspost ein, die die Päckchen ersetzen kann – perfekt! Vielen Dank an Nicole und Frauke für die schönen Karten, die bereits ihren Platz gefunden haben.

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In den Tiefen eines Weihnachtspakets finde ich dieses Produktpröbchen und bin ganz hin und weg von der Beschreibung. “Leuchtkraftverleihende Aufwachpflege”? Wunderbar, oder?

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Dann geht es wie bereits angekündigt zum Tannenbaumverkauf. Der wunderschöne Baum passt gut in unser Auto. Leider hat der Gärtner unseres Vertrauens in diesem Jahr zum letzten Mal Tannenbäume. Da müssen wir uns nächstes Jahr wohl anderswo umsehen.

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Am Abend auf dem Weg zur Party tanken wir noch – für weniger als einen Euro pro Liter Diesel! Ich bin so fasziniert, dass ich ein Foto machen muss.

Mehr habe ich in diesem Jahr nicht geschafft, aber bei Draußen nur Kännchen gibt es noch viel mehr Einblicke in den Tag!

(2014, 2013, 2012, 2011)


Und nun noch ein kleiner Hinweis in eigener Sache. Ich werde eine kleine Blog-Pause einlegen. Oder auch eine größere, das weiß ich noch nicht so genau. Ich habe momentan nicht die Energie und auch nicht die Motivation, regelmäßig zu bloggen – man mag es eventuell auch schon bemerkt haben. Es fühlt sich wie eine Verpflichtung an, wo es doch ein Vergnügen sein sollte. Also, außer einem kleinen Jahresrückblick (den ich schon vorbereitet habe) wird hier in nächster Zeit erst einmal nichts passieren. Macht euch keine Sorgen.

Ich will Kühe!

Kann sich außer mir noch jemand an die Werbung erinnern, auf die sich der Titel bezieht? “Ich will Kühe!” rufe ich immer noch gelegentlich, wenn wir an Feldern vorbeifahren. Meist ernte ich damit jedoch nur Verwirrung.

Auf Föhr gab es häufiger die Gelegenheit zu diesem Ausruf. Einige Kühe lebten sogar gleich ums Eck vom Hoftel, in dem wir untergebracht waren. Ehrensache, dass sie am Abend besucht werden mussten!

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Neugierig waren sie, die jungen Tiere! Kaum waren Bine und ich an den Zaun getreten, kamen sie auch schon angelaufen und drängten sich aneinander, um uns besser sehen zu können. Oder hofften sie, dass es bei uns Futter gäbe?

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Einige besonders fotogene Exemplare waren auch dabei. Dieses hübsche Tier heißt “Solo”. Alle Kühe hatten ihren Namen auf dem “Knopf im Ohr” stehen. Eines hieß “Schaf”. Das fand ich sehr verwirrend.

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Oh je, damit habe ich wohl jemanden auf dem falschen Fuß erwischt. “Hast du mich gerade Schaf genannt?” Nein, auf gar keinen Fall. Ich weiß doch, dass du Sandy bist!

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Hier sieht man die ganze Bande noch einmal. Ich mag die schwarz-weißen Bilder übrigens sehr – auch wenn uns dadurch die wunderbar weichen, warmen rosa Nasen entgehen. Aber da müssen wir jetzt durch. Tschüs, Solo, Sandy, Schaf, Sia, Sparta, Sky, Slade, Sola und Sera! Danke fürs Modeln!

Analogliebe #5: Um mich herum

Ich weiß, ich habe gesagt, ich möchte mit meinen analogen Bildern hauptsächlich dokumentieren und mich später erinnern. Aber manchmal packt es mich. Dann ist etwas so schön, dass ich doch wieder ein unspezifisches Foto mache, von dem ich in zehn Jahren nicht mehr weiß, wo es aufgenommen wurde. Egal. Schön sind die Bilder trotzdem.

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Borkum und der Strand waren letztes Jahr bei Bloggen mit Herz natürlich prädestiniert für solche Bilder, und tatsächlich konnte ich mich dort auch nicht zurückhalten (warum auch)! Jetzt beschwören diese Bilder jedenfalls absolute Vorfreude auf die diesjährige Ausgabe des Blogger-Workshops, es ist gar nicht mehr lang. Dieses Jahr geht’s nach Föhr.

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Außerdem musste ich natürlich auch beim Herbstspaziergang meiner Jahreszeitenliebe Ausdruck verleihen. Dieses Jahr kann ich dafür ja die neue Canon nehmen, letztes Jahr musste noch die analoge Olympus mit.

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Ich liebe es übrigens auch, einfach “in den Himmel” zu fotografieren.

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Manchmal fotografiere ich auch einfach die Nachbarschaft. Wie wird es hier wohl in ein paar Jahren aussehen? Wir werden nostalgisch an die Autos am Straßenrand zurückdenken (der schwarze ist unserer).

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Und wieso mir dieses Bild so gut gefällt, weiß ich eigentlich selbst nicht:

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Bei schönem Himmel kann ich manchmal auch nicht widerstehen – auch wenn es live meist noch viel besser aussieht als später auf dem Foto, ich kämpfe hier immer sehr mit der Belichtung.

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Das war erst einmal meine kleine Analogliebe-Reihe. Da ich meist Menschen fotografiere, deren Bilder ich hier nicht unbedingt zeigen möchte, sind die meisten Fotos wirklich nur fürs private Album bestimmt. Außerdem hat die Frequenz jetzt doch wieder stark nachgelassen, seit ich die “große” digitale Kamera habe. Es hat aber Spaß gemacht, die analogen Fotos einmal zu sortieren und hier zu zeigen! 🙂

Analogliebe #1: Damals
Analogliebe #2: Zuhause
Analogliebe #3: Alltag
Analogliebe #4: Urlaub

Ostsee-Liebe 2015: Ein Besuch in Lübeck

Kürzlich habe ich euch ja die schönen Türen präsentiert – aus Lübeck. Aber Lübeck hat noch mehr zu bieten als hübsche, blau-graue Türen! Mal abgesehen davon, dass es hier einen Block House gibt (Wir müssen jedes Mal dort essen gehen, wenn wir in der Nähe eines Block House sind. Steht im Ehevertrag. Oder so.), haben wir auch beeindruckende Bauwerke, tolle Geschäfte und sogar einen Chor gesehen. Aber der Reihe nach.

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Dieser Anblick begrüßte uns nach dem Parken. Ich war direkt verliebt, denn Städte mit Flüssen sind einfach was tolles. Ich muss es wissen, schließlich habe ich in Duisburg, Düsseldorf und Nimwegen gewohnt und hier in Münster haben wir zumindest einen Kanal, an dem man entlangspazieren kann und sogar einen Hafen (ob man es glaubt oder nicht). Wir bewunderten also die tolle Skyline der Stadt – Lübeck wird auch die “Stadt der sieben Türme” genannt, weil es von den Türmen der insgesamt 5 gotischen Kirchen überragt wird. Man kennt die Türme beispielsweise auch vom Schwartau-Firmenlogo – drei davon sieht man auf diesem Bild.

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Wir flanierten ein bisschen an der Trave entlang, zählten die Türme und gelangten schließlich zum nächsten Wahrzeichen Lübecks: dem Holstentor. Das ist massig, vor allem wenn man direkt davor steht. Insgesamt geht es aber in der Umgebung doch etwas unter und ist auf beiden Seiten von Straßen umgeben, die man auf Fotos aber gut ausblenden kann. Übrigens wäre das Holstentor einmal beinahe abgerissen worden – 1863 fiel der Entschluss gegen einen Abriss nur mit einer Stimme Mehrheit in der Lübecker Bürgerschaft.

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Direkt neben dem Holstentor befinden sich die historischen Salzspeicher. Wunderschön (und der wolkenlose Himmel dazu)! Wir schauten uns übrigens heute das meiste nur von außen an, weil das Wetter so toll war.

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Wir gingen also auch am Spielzeugmuseum nur vorbei (und kauften hier lediglich eine Postkarte mit dem Räuber Hotzenplotz für unsere Nichte) und schlenderten durch die Gassen, um Details zu entdecken.

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Als nächstes wollte ich unbedingt das Rathaus sehen, weil ich davon im Reiseführer so tolle Bilder gesehen hatte. Leider war das halbe Gebäude gerade eingerüstet – schade, es sah dadurch leider recht unspektakulär aus.

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Dafür war uns das Vergnügen vergönnt, einem schwedischen Chor zu lauschen, der dort einige Lieder zum Besten gab. Und das war auch irgendwie toll.

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Für zwei Euro Eintritt haben wir uns die Lübecker Marienkirche angesehen. Die war wirklich beeindruckend riesig! Ich bin nicht allzu schnell von Kirchen beeindruckt – der ganze Prunk und Gold und Kitsch schrecken mich einfach ab. Das hat man aber in dieser Kirche eher weniger. Dafür gibt es ein fast 40 Meter hohes Gewölbe, das mich echt zum Staunen brachte. Wenn man sich vorstellt, dass man das bereits im Jahr zwölfhundertirgendwas gebaut hat, kann ich die Steine immer nur ehrfürchtig anstarren. Nun ja, in diesem Fall muss man dazu ausblenden, dass die Kirche im 2. Weltkrieg bei einem Luftangriff zerstört und anschließend wieder aufgebaut wurde.

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Die Glocken, die bei diesem Brand im Jahr 1942 herabstürzten, wurden als Mahnmal liegengelassen. Sehr beeindruckend, diese riesigen Glocken dort liegen zu sehen, beide schon mehrere hundert Jahre alt.

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Nach dem Kirchenbesuch sind wir dann wie gesagt durch die kleinen Gassen flaniert (und haben unter anderem Türen fotografiert).

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Blauer Himmel! Sonnenschein! Kein Wölkchen! Ich möchte Lübeck noch einmal dafür loben.

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Hinter dem nächsten Lübecker Stadttor nach dem Holstentor, nämlich dem Burgtor, fanden wir sogar ein bisschen Hafen-Flair. Und ein paar Wolken. Die haben wir erst später auf den Fotos entdeckt und waren ganz überrascht, weil wir uns gar nicht an sie erinnern konnten.

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Vorbei an den vielen kleinen Gängen und Gässchen ging es zurück Richtung Auto. Diese Gänge sind recht bekannt, allerdings haben wir uns in die meisten nicht reingetraut. Man hatte das Gefühl, den Leuten direkt auf dem Hinterhof oder im Garten zu stehen. Und wie schon bei den Türenfotos will ich ja auch wirklich niemanden belästigen, auch wenn es vielleicht erlaubt ist und andere Touristen es einfach machen. Aber hier konnte ich es mir doch nicht verkneifen, weil es einfach so wunderschön idyllisch aussah (und niemand zu sehen war).

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Auf dem Rückweg gingen wir auf der anderen Seite der Trave entlang und hatten so die Gelegenheit, uns noch ein paar der Schiffe aus der Nähe anzusehen – und schon ging es wieder “nach Hause”, denn ein Stündchen mussten wir schon noch mit dem Auto fahren.

In Lübeck hatten wir einen tollen Tag – ich kann euch allen nur ans Herz legen, die Stadt zu besuchen, solltet ihr einmal in der Nähe sein!

Türen {Beauty is where you find it}

Im Urlaub waren wir ja nicht nur am Strand, sondern haben auch die Umgebung erkundet. Unter anderem waren wir Lübeck. Eine wirklich schöne Stadt, die uns mit strahlendem Sonnenschein empfangen hat! Wir hatten keinen großen Plan, sondern spazierten einfach nur durch die Stadt, zwischenzeitlich unterstützt vom GPS-Stadtplan auf dem Smartphone (sehr praktisch), und ließen uns treiben.

So landeten wir in einem Wohnviertel mit vielen kleinen Gassen und Sträßchen. Ich liebe solche verwinkelten Gegenden, und so haben wir einfach nur geschaut und genossen (und fotografiert)!

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Dass mir dabei hauptsächlich Türen vor die Linse geraten sind, war sicher kein Zufall. Türen sind einfach wunderbare Fotomotive, vor allem wenn sie so liebevoll gestaltet und dekoriert sind wie hier. Dass es hingegen ausschließlich blaue und graue Türen waren, ist mir erst heute beim Bearbeiten der Fotos aufgefallen. Blau und Grau scheinen in Lübeck wohl zum guten Türenton zu gehören.

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Ich frage mich bei so etwas ja immer, ob es die Anwohner wohl stört, wenn Touristen Fotos von ihren Haustüren machen. Ich meine – ich bin schon ein bisschen stolz auf unsere eigene Haustür mit ihren coolen Space Invader-Aufklebern, aber ich fände es trotzdem etwas seltsam, wenn ständig Leute stehenblieben, um sie zu fotografieren. Daher spare ich mir Bilder meist, wenn Anwohner gerade in der Nähe des Hauses unterwegs sind. Auch wenn diese das wahrscheinlich schon gewohnt sind.

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Beauty is where you find it ist ein Fotoprojekt von Luzia Pimpinella. Das aktuelle Motto lautete “Türen”. Ein Blick in die Linkliste lohnt sich!