Erlebt | Foto-Hüpfer

Ich bin verliebt!

4. Juni 2012

Ja, ich muss es zugeben. Es kam unerwartet und überraschend. Aber am letzten Wochenende habe ich mich verliebt! Und es war Liebe auf den ersten Blick. Oder Liebe beim ersten Durchfahren? Wir waren nämlich…

…in Leipzig, genau! Die Stadt hat mir total gut gefallen. Leider waren wir nur 2 Tage dort, aber wir werden bestimmt noch einmal herkommen. Und jetzt folgt hier eine Bilderflut! 😉

Die Stadt wirkte auf mich vor allem eins: Wahnsinnig lebendig. Im Reiseführer würde wohl „pulsierend“ stehen.

Voll von Gegensätzen: modern und alt, grün und städtisch, laut und ruhig.

Wir waren wunderschön untergebracht in einer Pension in der Südvorstadt: schön ruhig in einem alten, schicken Haus mit einem tollen Blick aus dem Fenster, aber ganz dicht an der großartigen Karl-Liebknecht-Straße (KarLi) mit vielen Cafés und Kneipen, wo wir gleich 2 x toll frühstücken konnten.

Leipzig ist einfach bunt! Und trifft bei mir und auch dem Helden damit offenbar genau den Nerv. Hier haben wir uns beide direkt wohlgefühlt und wenn ich daran denke, in was für ein Dorf ich demnächst ziehe, ist der Kontrast doch ziemlich groß. Wenn wir Leipzig jetzt einfach noch ins Münsterland holen könnten… Ich würde sofort einziehen! 😉

Ich finde, die Stadt ist das beste Beispiel dafür, wie man aus Altem etwas ganz Neues entstehen lassen kann.

Definitiv eine Reiseempfehlung vom Helden und mir!

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Erlebt

Bloggertreffen in Münster

25. April 2012

Jetzt muss ich doch auch noch ein paar Fotos vom Bloggertreffen am letzten Samstag posten – bevor das schon wieder quasi verjährt ist! 😉 Fräulein Ordnung hatte es freundlicherweise organisiert und eine wirklich tolle Location ausgewählt, die ich anschließend direkt allen anderen Münsteranern empfohlen habe. Mit so einem Industrie-Ambiente kann man mich alte Ruhrgebietlerin ja immer schnell kriegen! 😉

Wir haben hervorragend geschlemmt (neben Brötchen mit allerlei Belag gab es frischen Obstsalat, Rührei, Würstchen, Bacon, Milchreis, eine Müslibar und bestimmt noch mehr, was ich jetzt vergesse) und Prosecco getrunken. Schlecht war mir am Ende aber eher von den diversen Kaffeespezialitäten – so viel Koffein war ich nicht gewohnt! 😉

Und währenddessen haben wir uns sehr nett über alles mögliche unterhalten – vom Bloggen und Fotografieren übers Heiraten (eines meiner aktuellen Lieblingsthemen 😉 ) und Geschäftsideen bis hin zu – es war ja nicht umsonst Fräulein Ordnungs Treffen! – Entrümpeln und Aufräumen! Und eh man sich’s versah, fragte der Held schon, ob er mich abholen sollte, und wir waren noch nicht einmal beim zweiten Programmpunkt angelangt, sondern saßen immer noch im Frühstückslokal. 😀

Auf dem DesignGipfel anschließend hat es mir gut gefallen, es gab jede Menge tolle Ideen. Beflügelt von meinem aktuellen Sparvorsatz und den vorangegangen Entrümpel-Gesprächen blieb ich aber sehr preiswert. Ein paar Postkarten, Geschenkanhänger und Bügelbilder sind mitgekommen, die großen Dinge habe ich nur betrachtet, begeistert und inspiriert! Und ein paar Visitenkarten habe ich eingepackt – tolle Ideen für Hochzeitseinladungen gab es nämlich auch, aber dafür ist es ja noch viel zu früh.

Es war ein schöner Tag – danke, Denise und alle anderen! 🙂

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Erlebt | Foto-Hüpfer

München im Februar

21. Februar 2012

Der Besuch bei Von Currywurst zu Weißwurst war das perfekte Freundinnen-Wochenende! Alles, was man in so ein (verlängertes) Wochenende packen kann, war dabei. Und das perfekte daran war, dass ich mich als Besucherin nur so halb touristisch fühlte. Immerhin wusste meine werte Gastgeberin ja schon, wo es langging!

So zeigte sie mir nicht nur die schönsten Schnickschnack-Läden und die Highlights der örtlichen Drogerie, sondern wir streiften auch durch die tollsten Buchläden (ja – ich musste etwas dort lassen, damit mein Gepäck nicht zu schwer wurde. Hüstel. 😉 ). Praktisch, wenn man da thematisch auf einer Wellenlänge liegt. Klamotten gucken brauchen wir beide nicht so dringend. (Wobei wir uns trotzdem im Schaufenster in ein Paar Schuhe verliebt haben. Aber wir sind tapfer daran vorbeigegangen!)

Am schönsten fand ich es, abends in der Wirtschaft zu sitzen. Wir haben lecker gegessen, hervorragendes „Dunkles“ getrunken („Also ich sag dann einfach ‚Ein Dunkles bitte‘ oder muss ich das anders sagen?“ – „Nee, so ist schon richtig“) und geredet und gelacht. Ich fand es super, wie voll es dort war und wie unterschiedlich das Publikum. Junge Leute, die Karten kloppen (wie man bei uns sagt…), ältere Leute an der Theke, Studentinnen mit Laptop am Nachbartisch, bunt gemischte Fußballbegeisterung hinter uns. Das kenne ich so nicht von zuhause. Wir gehen zwar mal essen, aber dann eben zum Essen. Danach gehen wir wieder nach Hause. Ist natürlich auch günstiger. Und ruhiger. Und man muss sich hinterher nicht noch todmüde nach Hause schleppen, so wie wir. Aber… Trotzdem! 🙂

Wir sind wahnsinnig viel U- und S-Bahn gefahren und waren immer schnell vor Ort – und in der Bahn blieb Zeit zum Quatschen oder, später am Tag, Füße ausruhen. Das Tagesticket fand ich mit 5,60 Euro richtig günstig. Und in U-Bahnstationen kann man hervorragend klassische Musik hören, amüsante Passanten beobachten, Faschingskrapfen essen, älteren Menschen beim Fahrkartenkauf helfen und natürlich einen „stechenden Schmerz“ im Bein empfinden, der sich dann doch nur als die ausgelaufene Wasserflasche entpuppte.

Wir haben die Stadt per Geocaching durchquert und dabei noch die „Faschingssause“ amüsiert betrachtet (für uns als Rheinländer bzw. Ruhrgebietler ausgesprochen niedlich, das ganze). Unterwegs gab es jeden Tag einen anderen Faschingskrapfen und später wärmten wir uns kuschelig im gemütlichen Café auf – bei Pancakes. Gegessen haben wir definitiv nicht zu wenig (und auch die Leberkäs-Semmel durfte nicht fehlen)!

Abends haben wir lecker gekocht und dann noch eine DVD geschaut. Tatort, denn den im Fernsehen haben wir verpasst (auch wenn das ein Polizeiruf war). Dass ich mittendrin eingeschlafen bin, lag nicht am Film. 😉 Denn das war ein netter München-Tatort aus dem Jahr 1985. Das lag wohl eher an der vielen frischen Luft im Schneetreiben und dem vielen Laufen.

Praktisch auch, wenn die Freundin weiß, wo es das beste Frühstück der Stadt gibt (ich behaupte mal, dass es das beste der Stadt war – es war jedenfalls hervorragend) und was man dort bestellt (zum Beispiel eine Rhabarberschorle)! Dort kann man dann nämlich noch quasi als Tüpfelchen auf dem I den letzten Vormittag zubringen, bevor es wieder auf zum Flughafen geht.

Besonders schön finde ich übrigens diese Collage! Ich nenne sie: „Blogger fotografieren Blogger beim Fotografieren für ihre Blogs“. 😉

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Erlebt | Foto-Hüpfer

Spectaculum 2011

23. August 2011

Am vergangenen Wochenende waren wir auf dem Spectaculum. Ein Highlight im Jahr, auf das wir uns schon lange freuen.

Das Tolle am Spectaculum? Bis auf die Preise alles. 😉 Die Stimmung, die Atmosphäre. Die Musik. Das Essen und Trinken. Die Menschen. Das Wetter (eigentlich war es bisher immer gut). Das absolute und totale Abschalten, da es so gar nichts mit der aktuellen Welt, mit den persönlichen Problemen, mit Technik, Jobs & Co. zu tun hat.

Musik, die zum Tanzen einlädt… Mein Favorit: Vermaledeyt. Hach… 🙂

Es gibt so viel zu entdecken, zu sehen. Vor allem die Kinder  wirken irgendwie so besonders begeistert und glücklich…

Man muss gar nichts tun. Nur zusehen, staunen, klatschen. Zwischendurch ein bisschen auf der Wiese sitzen. Ein Bier trinken, eine Kleinigkeit essen. Handwerkskunst ebenso bewundern wie starke Schwertkämpfer und faszinierende Feuerkünstler. Und dabei ein kleines bisschen vergessen, dass alles nur Show ist…

Und wenn dann am Abend die Sonne untergeht, die Feuer und Lampen angezündet werden, dann hat das einfach sein ganz besonderes, beeindruckendes Flair… Mitten zwischen den lagernden Menschen, die dort leben – nur für ein Wochenende – wie vor Hunderten von Jahren.

Hach. Nun wieder ein Jahr bis zum „großen Tag“. Bis zur 12-Stunden-Auszeit. Der mittelalterliche Weihnachtsmarkt ist zwar auch toll, aber nicht dasselbe.

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Erlebt | Rezensionshüpfer

Der ganz große Traum

22. Februar 2011

Mein Held und ich hatten Kino-Freikarten ergattert: Gestern durften wir die Preview von „Der ganz große Traum“ besuchen. Da ich Daniel Brühl, der die Hauptrolle spielt, sehr gern mag, freute ich mich sehr darauf – zumal auch die Vorschau des Films überzeugend war.

Der Film „Der ganz große Traum“ trägt den Untertitel „Wie der Lehrer Konrad Koch den Fußball nach Deutschland brachte“ – und damit ist auch der Inhalt schon schön beschrieben. Lehrer Koch wird von Daniel Brühl gespielt, er ist noch jung und kommt im Jahr 1874 frisch aus England an ein Jungengymnasium in Braunschweig. An der altehrwürdigen Schule werden militärische Disziplin und Ordnung groß geschrieben, doch der Direktor hat auch neue Ideen und Erziehungsvorstellungen. Beispielsweise hat er einen Jungen aus der Arbeiterklasse aufgenommen. Sein neuester Plan: Englischunterricht. Für die Jungen ist das etwas völlig Neues, dem sie auch eher ablehnend gegenüberstehen, da sie im Geschichtsunterricht und in Völkerkunde nur Negatives über die Engländer gelernt haben. (Ich sag nur – frei aus dem Gedächtnis zitiert: „Wenn wir nach England kommen, brauchen wir Soldaten und Waffen und kein TH!“ – wie schreibt man Tie-Äitsch? ^^) Also ködert Koch sie mit Fußball. Auch da sind die Jungs eher skeptisch, aber schnell überzeugt. Der Förderverein der Schule hingegen ist mit den Erziehungsmethoden des jungen Lehrers überhaupt nicht einverstanden – und auch das Fußballspiel ist ihm ein Dorn im Auge. Die Jungen und ihr Lehrer kämpfen dafür, dass ihr Sport akzeptiert wird…

Eines vorweg: Der Film hat uns beiden sehr gut gefallen! Zwar war eigentlich von Anfang an absehbar, wie sich alles entwickelt. Der schüchterne, kleine Proletarier gegen den reichen, arroganten Klassensprecher mit der großen Klappe? Ratet mal, wie’s ausgeht. Der Dicke, der von seinem sportlichen Vater ausgelacht wird? Ratet mal, wer zuletzt lacht. Der Fußball……? Nun ja, schaut in den Sportteil der Zeitung und ihr wisst, wie’s ausgegangen ist. ABER trotzdem war der Film zu keinem Zeitpunkt langweilig. Im Gegenteil, ich habe sehr viel gelacht, ab und zu wurde man wütend und schüttelte den Kopf über die Sitten und Erziehungsmethoden der damaligen Zeit. Bei Fußballspielen habe ich mitgefiebert (ich fand es sehr enttäuschend, dass ich die einzige war, die nach einem Tor die Arme hochriss und jubelte – mein Held fand es wohl eher peinlich!) und am Ende des Films ging ein kollektives, enttäuschtes „Ooooh…“ durch den Saal.

Daniel Brühl überzeugt in der Rolle als junger, unkonventioneller Lehrer und wirkt für mich erwachsener als je zuvor (so ein leichtes Milchbubi-Image hat er ja immer noch ^^). Auch die Nebenrollen waren gut besetzt, wobei mir Axel Prahl als Vater des dicken Schricker besonders gut gefallen hat. Auch den Schulleiter, der vergebens versucht, seine neuen Ideen durchzusetzen fand ich toll: Burghart Klaussner (nie vorher gehört!) erinnerte mich an einen zerstreuten Professor, sehr passend. Justus von Dohányi als Gegenspieler des Lehrers Koch war auch super! Und erst die Jungs – für mich lauter unbekannte Gesichter, Theo Trebs, Adrian Benjamin Moore, Till Valentin Winter – sie alle sahen in ihrer perfekten Ausstattung so hundertprozentig aus wie Schuljungs im 19. Jahrhundert, das ich begeistert war. Überhaupt fand ich die liebevolle Ausstattung des Films toll, ich fühlte mich richtig ins vorletzte Jahrhundert zurückversetzt.

Ich empfehle den Film auf jeden Fall – auch gerne Eltern mit (größeren) Kindern, er ist definitiv absolut jugendfrei und dürfte auch Kindern gut gefallen (welches Kind mag keine Filme, in denen Lehrern Streiche gespielt werden?). Er war sehr humorvoll, aber nicht platt, und auch wenn die Geschichte halbwegs vorhersehbar war (und ich das Ende etwas unrealistisch fand), war es trotzdem spannend und manchmal doch noch überraschend, diese Entwicklung zu beobachten. Klare Kino-Empfehlung von mir!

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