Kategorie Archive: Alltagshüpfer

12 von 12 im Dezember 2016

Im Prinzip ist es ein bisschen witzlos, die 12 von 12 zu posten, denn sie sind inhaltlich fast identisch mit dem Tagebuchbloggen vom letzten Montag… Aber hey, dieses Mal gibt’s wenigstens Bilder dazu! Dafür halte ich mich mit dem Text zurück.

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Auch heute begann der Tag mit dem Adventskalender. Der Tannenbaum, den wir gestern aufgestellt haben, eignet sich hervorragend als Fotohintergrund! 🙂

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Im Paket: Eine selbst gestaltete Kerze mit einem Engelchen! Sehr süß. Mal sehen, ob ich sie anzünde. So sieht sie jedenfalls erst einmal hübsch aus!

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Danach schwang ich mich wie immer aufs Fahrrad. Es ist plötzlich wieder warm geworden, sieben Grad zeigte das Thermometer. Da konnte ich endlich mal wieder die dünneren Handschuhe tragen, was doch sehr angenehm war. Vor mir ein Radfahrer, der mich kurz zuvor blitzeschnell überholt hatte – es war aber ein E-Bike, wie ich feststellte. Da macht mir das überhaupt nix!

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So sieht ein Münsteraner Büro-Treppenhaus aus! 😉 Von sechs Kollegen kommen vier mit dem Rad.

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Im Büro kommt als erstes mal Lulu, um sich ihre morgendlichen Streicheleinheiten abzuholen. Gut, noch lieber hätte sie ein Leckerli, aber das gibt’s bei mir nicht, das gibt’s nur bei der Kollegin. Wir teilen uns das auf. 🙂

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Arbeit! Zu den Dehnübungen auf meiner Schreibtischunterlage (die ich mittlerweile ignoriere) habe ich mir den Hinweis “Single Task!” geschrieben. Damit erinnere ich mich selbst daran, nicht immer alles gleichzeitig zu machen, sondern eins nach dem anderen. Sehr hilfreich!

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Ich komme genervt von den Autofahrern zuhause an (1x Vorfahrt genommen, 1x stand ein Auto blöd auf dem Radweg rum) und es ist Zeit für Hausarbeit. Das ist aber unfotogen, daher gibt es stattdessen ein Detailbild vom Weihnachtsbaum.

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Miracoli-Montag! Ich weiß nicht, was den Helden geritten hat, aber ausnahmsweise gibt es heute einmal Original-Miracoli. Kann man mal machen, schmeckt jetzt aber auch nicht groß anders als die Varianten, die wir sonst immer so haben.

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Anschließend schauen wir noch eine Folge “Modern Family”. Verratet es dem Helden nicht, der der Ansicht war, der Tannenbaum könnte eventuell zu groß sein: Wenn man jetzt in der Sofaecke liegt, ist ein bisschen Tannenbaum im Fernsehbild. Aber das kann man einfach ausblenden… 😉

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Dann ist auch schon Zeit für die Chorprobe. Unserem Chorleiter habe ich auf diesem Foto mal elegant den Kopf abgeschnitten. 😉

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Ich erwähnte ja schon – ein unspektakulärer Montag. Jetzt, nach der Probe, sitzen wir auf dem Sofa, ich blogge so vor mich hin und dabei läuft der dritte Harry Potter-Teil. Letzte Woche waren wir in “Fantastische Tierwesen” im Kino und da hat der Held Lust bekommen, die Harry Potter-Filme noch mal anzuschauen. Da sage ich natürlich nicht Nein! Gestern haben wir uns schon einen gemütlichen Sonntag mit den ersten beiden Teilen gemacht. ICH wiederum habe jetzt natürlich mal wieder Lust, die Bücher zu lesen. Zum xten Mal. Mal sehen, ob ich das tun werde. Sieben Teile – das dauert immer so lange! Andererseits denke ich bei den Filmen dauernd “Aber im Buch…” 😉

Mehr 12 von 12 wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Dezember 2015, Dezember 2014, Dezember 2013, Dezember 2012, Dezember 2011)

WMDEDGT? – Tagebuchbloggen am 5. Dezember

Der Adventskalender erinnert mich morgens daran, dass heute der fünfte ist – traditionell der Tag des “WMDEDGT” von Frau Brüllen. WMDEDGT steht – das ist zwar eigentlich absolut selbsterklärend, aber ich schreibe es vielleicht trotzdem noch mal dazu – für “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” und fordert uns quasi höchstoffiziell dazu auf, unseren Tag im Blog zu dokumentieren. Nun denn, dann mache ich das doch mal!

7:00 Uhr. Ich wache auf, weil a) der Wecker klingelt und b) der Held mir einen “Hab einen schönen Tag”-Kuss ins Gesicht drückt. Ich bin leicht verwirrt, denn normalerweise werde ich schon ein bisschen wach, wenn der Heldenwecker klingelt und der Held aufsteht. Heute habe ich das alles geflissentlich verschlafen. Ich drehe mich noch ein bisschen von links nach rechts und snooze, weil meine warme Bettdecke sooo kuschelig-gemütlich ist. Dabei spiele ich ein bisschen mit dem Handy herum. Eigentlich habe ich ja Social Media-Verbot morgens im Bett. Also werden “nur” die Emails gecheckt, der Wetterbericht aufgerufen (-5 Grad! Aber der nächste Regen “voraussichtlich Donnerstagnachmittag”, damit kann ich leben), und höchstens 2, 3, 4, 7 Tweets gelesen. Hüstel. Ich muss noch mal etwas üben, scheint mir.

Dann aber: raus aus dem Kuschelbett, rein ins Bad und anschließend in die Klamotten, die ich ungewohnterweise schon am Vorabend herausgelegt habe. Und dann zum Adventskalender! Mein Tausch-Adventskalender ist wie jedes Jahr toll. In den letzten Tagen habe ich dort schon einen Schlüsselanhänger, niedliche Blumenstecker, einen Gürtel und selbst gemachte Gewürzsalze herausgeholt. Heute gibt es ein besonders großes und schweres Päckchen. Darin versteckt sich eine Plätzchen-Backmischung!

Da trifft es sich gut, dass ich eine Email im Postfach habe. Ich habe bei einem Ersatzteil-Händler angefragt, ob ein bestimmtes Backblech in unser Backofen-Modell passt. Unser Backofen (der jetzt vom Techniker endlich für perfekt funktionsfähig erklärt wurde und im Prinzip die letzte Baustelle in unserer neuen Wohnung war) wurde nämlich ohne Backblech ausgeliefert. Ausstellungsküche halt. Oder sagen wir es mal so: Ich habe nicht die Nerven, mich noch mal mit Alma Küchen auseinanderzusetzen, ob dort eigentlich ein Backblech mitgeliefert hätte werden müssen. Immerhin war ein Rost dabei. Aber ich schweife ab – ich war auf der Suche nach einem passenden Backblech und das ist schwieriger, als man so gemeinhin denken mag, wenn man kein ausziehbares Blech haben möchte. Jetzt haben wir aber endlich ein passendes gefunden und ich schicke dem Helden schnell den Link, damit er es bestellen kann. So kann er es sich ins Büro liefern lassen. Tagsüber sind wir ja  nie zuhause und können daher auch keine Pakete annehmen – wir lassen uns vieles ins Büro schicken, aber größere Pakete darf dann der Held bestellen, damit ich nicht so viel auf dem Fahrrad transportieren muss.

Nach ein paar Minuten Instagram auf dem Sofa packe ich mich warm ein. Dann geht’s ab aufs Fahrrad. Erwähnte ich die minus fünf Grad? Brrr, es ist kalt. Als erstes merke ich es im Gesicht, dann an den Daumen, dann an den Füßen (dann bin ich da). Aber die Landschaft ist wunderschön weiß überzogen und die Sonne geht auf (und blendet nur ein bisschen), so dass alles erträglich wird. Ich höre eine Folge “Note to Self” mit einem Interview mit Marina Abramović, eine serbische Performance-Künstlerin. Es geht darum, unser Smartphone mal eine Weile zur Seite zu legen und uns auch mit uns selbst zu beschäftigen. So empfiehlt sie, sich an einem Tag, an dem man sich voller Energie fühlt, einfach mal auf einen Stuhl ans Fenster zu setzen und drei Stunden lang gar nichts zu tun. Oder eine Tüte Linsen oder Reis zu zählen – gerne 6 Stunden lang. Nun ja. Ich finde den Ansatz interessant, nehme mir (wie so oft) fest vor, das Smartphone öfter zuhause zu lassen, aber habe nicht vor, eine Tüte Linsen zu zählen.

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Im Büro angekommen: erst mal das Fahrrad reintragen (nachdem es mehrfach vor der Tür beschädigt wurde, stelle ich es genervt in den Flur), mich auspacken, die Heizung aufdrehen, Kaffee eingießen. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Es ist Montag, da sind es immer besonders viele Emails. Aber es geht eigentlich. Der große Weihnachtsstress ist (noch) nicht angekommen bei mir.

Mittags mache ich einen kleinen Spaziergang zum Bücherschrank. Ich habe gestern Abend ein Buch ausgelesen, was ich okay fand, aber nicht unbedingt behalten möchte. Das stelle ich dort hinein. Es ist wunderbares Wetter, die Sonne scheint und es ist knackig kalt. Ich genieße den Spaziergang. Anschließend machen wir alle Mittagspause. Wir sitzen in der Büroküche – ich mache mir eine Dosensuppe warm (pssst, nicht die beste Ernährung, aber egal). Zwischendurch schicken wir ungefähr 3 mal den Bürohund zurück in den Flur, der lernen soll, dass er nicht (mehr) in die Küche darf. Es klappt ganz gut, dafür, dass er es jahrelang durfte.

Nachmittags: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wie sich das gehört. 🙂 Irgendwann gegen 17:15 habe ich genug und packe mich wieder Schicht für Schicht ein. Draußen ist es mittlerweile schon längst dunkel, ich schwinge mich aufs Fahrrad und mache die nächste Folge von “Note to Self” an. Eigentlich geht es bei diesem Podcast um Technologie und vor allem, wie diese unser Leben beeinflusst. Aber nachdem es heute früh schon um den Abstand zur Technologie (und das Zählen von Linsen) ging, wird auf dem Heimweg ein ehemaliger Google-Mitarbeiter interviewt, der Meditation für IT-Mitarbeiter lehrt. Achtsamkeit ist das Thema… Nun ja, das ist nicht so meins, aber immerhin kann ich dadurch üben, asiatisch gefärbtes American English zu verstehen und 25 Minuten kann man sich das mal anhören. Vielleicht hätte ich die Folge übersprungen, aber mit den dicken Fäustlingen auf dem Fahrrad halte ich ungern an, um das Smartphone zu bedienen – das ist immer so umständlich.

Zuhause angekommen stelle ich fest, dass ich eine Email vom Fitbit-Support bekommen habe. Ich habe mein neues Armband reklamiert, weil es oft meine Schritte nicht zählt. Nun soll ich hundert Schritte gehen, dabei im Kopf mitzählen und anschließend berichten, was der Tracker anzeigt. Siehe da: Er zeigt nur 60 an. Also schnell dem Support von diesem Ergebnis berichtet. Dann kommt auch der Held nach Hause und während das Wasser für die Nudeln heiß wird, spülen wir schnell das Kochgeschirr vom Vorabend und unterhalten uns über unseren Tag. Während des Essens (es ist Montag – da gibt’s bekanntermaßen Miracoli) schauen wir eine Folge Modern Family, anschließend spielen wir noch ein bisschen was. “Planet Coaster” – früher habe ich “Theme Park” geliebt, da musste man einen Vergnügungspark mit Achterbahnen und Co. bauen. Das neue Spiel ist im Prinzip das gleiche. (Noch besser fand ich nur “Theme Hospital”, ein großartiges Spiel. Davon gibt’s aber meines Wissens keine gute Neuauflage.) Es ist eigentlich ein PC-Spiel, aber weil der Held der Held ist, ist er bestens ausgestattet und wir können das Spiel mit einem Steam Controller am Fernseher spielen. Das macht es natürlich viel entspannter (und ich kann den Argumenten des Helden, wir bräuchten im neuen Wohnzimmer einen neuen Fernseher, schwerer widersprechen, denn wir sitzen so weit weg, dass ich beim Spielen immer häufiger die Schrift nicht lesen kann.*)

Viel Zeit haben wir allerdings nicht, denn montags ist auch Chorprobe. Kurz vor 8 mache ich mich auf die Socken – mein Weg zur Grundschule, in der wir proben, ist zu Fuß nur ungefähr 150 Meter. Das ist machbar. Die Hälfte fehlt heute irgendwie, zum Glück ist meine Altstimme ganz gut besetzt. Wir singen derzeit hauptsächlich kirchliche Lieder und üben neu von Vivaldi “Domine Fili Unigenite” ein. Erst mal ganz schön viele Töne, aber wenn ich es mir jetzt in Originalgeschwindigkeit anhöre, klingt es sehr schön.

Um 21:30 Uhr ist die Probe vorbei. Ich schaue auf meinen Schrittzähler: 7.500 Schritte. Eigentlich hatte ich heute vor, die 10.000 mal wieder zu schaffen. Also gehe ich noch eine Runde um den Block. Ich möchte mir die Weihnachtsbeleuchtung in den Fenstern ansehen, aber die meisten Häuser haben ihre Rolläden schon heruntergelassen. Pfff. Das finde ich ja doof. So ist es kalt und dunkel, und als ich wieder am Haus ankomme und eigentlich noch 500 Schritte fehlen, ist mir das auch egal und ich husche lieber schnell ins Warme.

Jetzt sitze ich mit dem Laptop auf dem Schoß im Nähzimmer auf dem Sofa und habe es gemütlich. Der Fitbit-Support hat noch mal geantwortet und mir einen Neustart des Armbands empfohlen. Ich frage mich, ob man das nicht direkt hätte sagen können, dann hätte ich mir die 100 Schritte sparen können, der Tipp ist ja jetzt nicht gerade revolutionär. Ich probiere es (ja, eigentlich ist das bei Technik immer der erste Schritt – aber diese Armbänder werden eigentlich gar nicht ausgeschaltet) und werde morgen mal testen, ob es jetzt besser ist. Die fehlenden 500 Schritte werde ich heute wohl nicht mehr schaffen. Aber da das Armband ja zu wenig zählt, habe ich eine gute Ausrede. 😉

Heute werde ich nicht mehr viel machen. Vielleicht lese ich noch etwas, oder gehe einfach nur duschen und früh ins Bett. Da ist es schließlich so kuschelig unter der dicken Winterbettdecke mit Bieberbezug. SO kuschelig!!!

* Held, ich weiß, dass du das liest. Nein, wir kaufen keinen neuen Fernseher.

Gerade jetzt #2

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich? Und muss ich heute eigentlich das Altpapier oder den gelben Sack an die Straße stellen?

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Gerade jetzt…

denke ich über Weihnachtsgeschenke nach. Ich habe erst eins, und das auch nur, weil die Person sich explizit etwas bestimmtes gewünscht hat. Außerdem schenken der Held und ich uns wieder gemeinsam ein großes Lego-Gebäude. Aber sonst? Keine Ahnung.

mag ich unsere neue Wohnung so gern! Es ist so gemütlich und ich freue mich sehr, dass jetzt endlich alles fertig ist.

mag ich nicht mehr mich mit Kundendiensten herumschlagen. Jedenfalls soll mir bitte keiner mehr mit dem Wort “Alma-Küchen” kommen.

fühle ich mich gemütlich, adventlich, mit Lust auf Weihnachtsfilme, Tee und Plätzchen.

trage ich Strumpfhose unter der Jeans, weil es echt kalt geworden ist. Außerdem natürlich dicke Schuhe, noch dickere Handschuhe und die super-reflektierende Fahrradjacke.

brauche ich Zeit für mich, und die nehme ich mir auch.

höre ich Weihnachtslieder, das Weihnachtsoratorium und auf dem Fahrrad wie üblich Podcasts – derzeit meist “Note to Self”.

mache ich regelmäßig einen Essensplan! Da ich es einfach nicht schaffe, das wöchtenlich zu machen, hat sich folgender Rhythmus eingebürgert: Der aktuelle Essensplan läuft aus, wir haben keinen neuen, ich bin nach drei Tagen genervt, weil wir nie wissen, was wir kochen sollen. Also setze ich mich hin, habe superviele Ideen, mache einen Essensplan für direkt drei Wochen und hab dann erst mal Ruhe. Dann läuft der Essensplan irgendwann wieder aus und alles geht von vorne los!

lese ich bald das neue Buch für den Buchclub, nämlich “Alles Licht, das wir nicht sehen” von Anthony Doerr.

trinke ich Kaffee. Aber bald ist Glühwein-Zeit – immerhin spielen die Temperaturen da schon mal mit!

vermisse ich Fensterbänke. Die neue Wohnung hat fast keine und das macht das weihnachtliche Dekorieren doch etwas schwieriger!

schaue ich mit dem Helden Modern Family, Babylon 5 und bald die zweite Staffel Gotham. Und für mich selbst jetzt noch die letzten Gilmore Girls-Folgen (auch wenn ich die neuen jetzt schon gesehen habe) und danach vielleicht The Crown?

träume ich von einer weißen Weihnacht… Neeeein, auf gar keinen Fall! 😉 Ich träume von meinem Plänen fürs kommende Jahr, von einem neuen Tattoo (vielleicht), von tollen Urlauben und wen ich alles besuchen möchte.

Ach übrigens, es ist das Altpapier. Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

Erstes Advents-Wochenende

Was für ein entspanntes, schönes erstes Advents-Wochenende! Ich war ja vorher schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung und habe meine Weihnachts-Playlist rauf- und runtergehört, aber jetzt bin ich voll und ganz im Adventsrausch angekommen.

Freitagabend hatte der Held eine Weihnachtsfeier – ohne mich. Das hat mich mal so was von gar nicht gestört, denn so hatte ich genug Zeit, zurück nach Stars Hollow zu reisen! Ich hatte eigentlich vor, alle vier neuen Folgen Gilmore Girls direkt am ersten Abend zu schauen. Dann stellte sich allerdings heraus, dass eine Folge anderthalb Stunden dauert und das habe ich dann doch nicht hinbekommen. Aber zwei habe ich geschafft und auch wenn es nicht perfekt war, fühlte es sich doch sehr nach Heimkommen an.

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Am Samstag haben wir das Geburtstagsgeschenk für die große Nichte eingelöst. (“Lieblingsnichte” darf ich jetzt nicht mehr sagen, denn seit einigen Wochen haben wir tatsächlich noch eine zweite Nichte und da gibt es jetzt keine Lieblinge mehr… 😉 ) Wir hatten ihr nämlich zum 6. Geburtstag einen “Kinonachmittag” bei uns zu Hause geschenkt, inklusive Popcorn, Fanta, und natürlich einem spannenden Film. Und das ausnahmsweise mal ganz ohne den nervigen kleinen Bruder! 😉

Vorbereitung auf den Kinonachmittag mit der #lieblingsnichte! 💚😊

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Und natürlich blieb es nicht nur beim Film. Erst haben wir gemeinsam Muffins gebacken, und nach dem Film haben wir noch ein bisschen Lego gebaut, bis sie abgeholt wurde. Es war so faszinierend zu sehen, wie sich ihre Lego-Fähigkeiten in den letzten Monaten, seit wir zuletzt gemeinsam gebaut haben, verbessert haben! Beim letzten Mal mussten wir noch jeden Schritt der Anleitung erklären und zeigen – dieses Mal waren wir eigentlich nur noch zum Raussuchen der Steine nützlich. Mein Tantenherz ging auf! (Und ihre Suche nach Sechsern, “Zweirern” und “Einrern” werde ich niemals korrigieren! <3 ) Außerdem war sie fasziniert von meiner Schreibmaschine und übte ein bisschen Tippen.

Nichten-Tag! 💚

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am


Als die Nichte weg war, kamen dann noch gute Freunde zu Besuch. Sie wohnen nicht mehr in Münster, aber lustigerweise sind wir in die Straße gezogen, in der auch die Mutter des Freundes wohnt. So können sie Besuche im Elternhaus gleich mit einem Treffen mit uns verbinden. Ein Traum! Wir haben Gesellschaftsspiele gespielt und viel geredet und gelacht.

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Der Sonntag war ein ganz entspannter erster Advent. Morgens habe ich zum ersten Mal das Weihnachtsoratorium in den CD-Player geworfen und das Wohnzimmer beschallt. Herrlich! Und die erste Kerze am Adventsgesteck wurde natürlich zum Frühstück auch angezündet. Wir haben dieses Jahr einen Lego-Adventskranz. Das hat sich irgendwie so ergeben und sieht ja auch eigentlich ganz niedlich aus, und außerdem haben wir anderswo ohnehin keinen Platz für unser Weihnachtslego.

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Außerdem war für mich Zeit, die fehlenden zwei Gilmore Girls-Folgen zu schauen, und der Held konnte beim Formel 1-Saisonfinale mitfiebern. Währenddessen habe ich dann ein bisschen weihnachtlich dekoriert und auch den Tausch-Adventskalender vom Goldengelchen endlich aufgestellt. Jetzt bin ich schon richtig gespannt und freue mich auf den 1. Dezember! Der Held hat in diesem Jahr einen Marzipan-Kalender von mir bekommen. Sonst haben wir uns oft einen gemeinsamen Kalender selbst gemacht, aber im Zuge der Stressreduzierung haben wir uns das dieses Jahr einfach gespart. Zum Glück waren wir uns da einig.

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Außerdem habe ich unsere Fenster mit einem Kreidestift bemalt! Nachdem ich den Dreh raushatte, war es ganz einfach und es gefällt mir sehr gut. Von außen sieht es auch sehr hübsch aus, wenn drinnen das Licht an ist. Mal sehen, ob ich davon noch mal ein Foto hinkriege.

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Abends ließen wir den Sonntag dann nach einem leckeren Malzbier-Gulasch mit Knödeln bei einem spannenden Polizeiruf ausklingen. Und nur die Tatsache, dass mein Fotodrucker dann noch den Geist aufgegeben hat und ich somit nicht mit dem Adventstagebuch anfangen konnte, trübte den Sonntag noch ein kleines bisschen. So kann die Weihnachtszeit ruhig weitergehen!

Gilmore Girls, Fahrradlicht und ein paar Blog-Gedanken.

Ich bewundere ja immer die Bloggerinnen, die es schaffen, täglich zu bloggen. Frau Brüllen zum Beispiel. Oder ganz generell die, die mich mit ihren ganz normalen Alltagsgeschichten faszinieren. So wie Suomalainen Päiväkirja, Frische Brise oder Leitmedium auf vier plus eins. Alle haben sie kein “festes” Thema, sondern sind eher klassische Tagebuch-Blogs. Vielleicht würde man heute Familienblogs sagen, aber es gibt sicher auch genug Menschen, die ohne Kinder über ihren Alltag schreiben. Ich mag ihren Stil, ich lese gern ihre im Prinzip völlig irrelevanten Geschichten über Kleinigkeiten, die ihnen im Leben halt so begegnen.

Jedenfalls bin ich immer top-motiviert, das auch einfach so zu machen. Euch zu erzählen, dass ich es nicht geschafft habe, in einer Woche 31 Folgen Gilmore Girls zu schauen und somit immer noch 27 Folgen fehlen, bis morgen die neuen Folgen auf Netflix starten. Wie ist das eigentlich? Kommen alle auf einmal? Oder muss man wieder warten zwischen den Folgen, so wie früher, als ich die Folgen alle im Fernsehen geschaut habe? Als ich immer exakt im gleichen Lebensabschnitt wie Rory war und mich so, so verstanden gefühlt habe? Als meine WG-Freundin und ich nach der Uni zusammen im WG-Wohnzimmer saßen und uns, wenn es mal nicht klappte, per SMS auf dem Laufenden gehalten haben (einen Videorecorder hatten wir nicht und so gab es kein “nachträglich schauen”)? Ich erinnere mich noch genau an den Inhalt einer dieser Nachrichten: “LUKE UND LORELAY HABEN SICH GEKÜSST!!!” Es war sehr aufregend.

Ich könnte auch von meinen Fahrradplänen erzählen – ich habe ja momentan ein “Sommerfahrrad” und wollte mir im Herbst eigentlich ein neues kaufen. Nun kam aber ein Umzug mit dem einen oder anderen Kostenpunkt dazwischen, und gleichzeitig meinte ein Kollege: “Wieso willst du dir denn ausgerechnet im Herbst ein neues Rad kaufen? Nimm doch das günstige mit über den Winter, wo es nass und dreckig werden kann, und kaufe dir dann ein neues, wenn’s wieder schön ist draußen?” Und während ich immer noch die Idee eines Sommer- und eines Winterfahrrads mag (und außerdem hoffe, im Winter vielleicht ein günstiges Schnäppchen machen zu können, vielleicht nach Weihnachten, weil es außerhalb der Saison ist), fahre ich also erst mal noch mit meinem Sommerfahrrad. Das Problem: Das Sommerfahrrad hat nur einen stinknormalen Dynamo, das Frontlicht ist ein hübscher Nostalgie-Scheinwerfer, aber etwas funzelig, und wenn es regnet oder matschig ist, geht das Licht nicht. Nicht so hilfreich! Nun habe ich mir ein extra Aufstecklicht besorgt und bin wieder sicher unterwegs. Ein paar Tage war es allerdings ziemlich (viel zu!!!) aufregend. Immerhin habe ich meine Reflex-Jacke wieder an und bin so ziemlich gut von Autos sichtbar. Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass tatsächlich an der Hauptstraße mal ein Autofahrer angehalten hat, ausstieg und auf mich zukam? Ich war sehr irritiert, aber er war ganz begeistert von meiner Jacke. “Ich habe Sie schon öfter gesehen auf dem Heimweg nach Feierabend und MUSS Sie das jetzt fragen: Wo gibt es denn SO eine tolle Jacke?”

Dann könnte ich noch von meinem Ärger mit Alma Küchen, von unserer tollen neuen Wohnzimmerlampe, von der Wichtel-App, die ich für die Schwiegerfamilie ausprobiert habe oder von meinem ersten Besuch eines Poetry Slams erzählen. Vielleicht mache ich das einfach mal. Und bringe Alltagsgeschichten mit. Ohne Fotos. Ich erzähle gern und bearbeite Fotos ungern. Das ist eigentlich ein sehr, sehr gutes Argument. Im Prinzip das beste Argument von allen.

Irgendwas ist immer. Ein Umzugsbericht

Der Umzug ist erledigt. Fertig, finished, vorbei. Das erleichterte Aufatmen hat man vermutlich durch halb Münster gehört, denn ich stand in den Umzugstagen ordentlich unter Strom. Noch an dieses denken, noch eben jenes erledigen. Dann wurden wir in diesen Tagen auch noch erneut Tante und Onkel, verkauften die alte Küche und schlugen uns mit Ebay Kleinanzeigen rum, reklamierten die neue Küche, telefonierten täglich mit Amazon wegen des Termins für die Lieferung des neuen Kühlschranks und, und, und.

Eine Woche vor dem Umzug bauten Eltern und Schwiegereltern die neue Küche auf und stellten neben zahlreicher lösbarer Mängel fest, dass die Spülmaschine nicht zu benutzen war, weil das Anschlusskabel fehlte. Außerdem ging die Heizung in der neuen Wohnung nicht, so dass sie bei 16 Grad arbeiten mussten (sorry!!!).

Fünf Tage vor dem Umzug setzte mich ein dicker Schnupfen außer Gefecht.

Vier Tage vor dem Umzug hatten wir unsere alte Küche immer noch nicht verkauft, obwohl wir schon mehrfach den Preis gesenkt hatten.

Drei Tage vor dem Umzug versuchte ich verzweifelt, herauszufinden, ob unser Kühlschrank überhaupt noch geliefert werden würde.

Zwei Tage vor dem Umzug erlitt ich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, als ich unsere geliebte Batman-Lampe mit dem Staubsaugerkabel von der Fensterbank fegte.

Einen Tag vor dem Umzug kam der Techniker von UnityMedia und verkündete uns die frohe Botschaft, dass das Internet in der neuen Wohnung wegen einer Leitungsstörung nicht ginge. Der Kühlschrank wurde doch noch geliefert. Abends packte ich Kartons bis Mitternacht, obwohl eigentlich schon alles gepackt war. Am Ende warf ich alles hin und krabbelte ins dreckige Bett (auf dem wurden die Schranktüren auseinandergebaut und staubten alles voll). Der Held machte heldenhaft (wie der Name schon sagt halt) die Wohnung noch für die Umzugshelfer fertig.

Der Umzugstag war erstaunlicherweise der entspannteste und schönste von allen. Wir hatten so viele tolle Helferinnen und Helfer, die ohne große Worte anpackten und trugen und auseinander- und wieder zusammenbauten und am Ende mit uns sogar noch die ersten Kartons ausräumten. Dabei hatten sie noch jede Menge Spaß und es fühlte sich fast gar nicht nach Arbeit an. Dass die Pizzeria, mit der wir die Helfer verpflegen wollten, an dem Tag unvorhergesehen geschlossen hatte, konnte uns da auch nicht mehr aufhalten. Es gibt ja mehr als eine (sogar in unserem Dörfchen). Dass am gleichen Tag die alte Küche abgeholt wurde, war allerdings dann eher wieder Stressfaktor für mich.

Die Liste der Dinge, die in der neuen Wohnung nicht oder nicht richtig funktionierten, war dann aber trotzdem erst einmal lang: Fernsehen. Internet. Telefon. Spülmaschine. Backofen (da flog immer die Sicherung raus). Der Stöpsel vom Spülbecken. Die Duschkabine (da setzte man immer das halbe Bad unter Wasser beim Duschen).

Mittlerweile sind wir jetzt aber schon seit 14 Tagen umgezogen, und die meisten Baustellen konnten in der Zwischenzeit glücklicherweise abgehakt werden. Seit gestern gehen sogar Telefon und Internet. Es wird richtig gemütlich bei uns. Und bald muss ich sicher auch nicht mehr lange überlegen, zu welchem Haus ich jetzt fahren muss, wenn ich Feierabend mache. Dann ist es ein Zuhause!

 

Kartons, Kugelschreiber und andere Umzugsthemen.

Wenn man Kugelschreiber und Kartons essen könnte, würden wir den Welthunger im Alleingang besiegen. Es ist unglaublich! Keine Schublade, die ohne einen gewissen Bodensatz von Kugelschreibern auskommt; und auch an den unmöglichsten Stellen lauern sie, in irgendwelchen Boxen, auf der Ablage unterm Wohnzimmertisch, auf dem Nachttisch, im Kleiderschrank (!). Und aus den Massen an Kartons, die wir im Keller in sämtlichen Ecken und dazwischen gefunden haben, könnten wir uns im Prinzip ein neues Haus bauen. Versandkartons, Produktverpackungen, alles, was man sich so vorstellen kann.

Ja, es ist wieder Umzugszeit im Hause bunt, gestreift und hüpfig. Und schon seit Tagen sind wir fleißig dabei, unsere Einrichtigung in große Kisten zu räumen. Jeden Tag wird es etwas leerer in der Wohnung, aber die Vorfreude steigt gleichermaßen. Wir ziehen gar nicht weit weg – nur ca. 150 Meter die Straße runter – aber ein Abenteuer ist es ja trotzdem, irgendwie. Ich freue mich auf die neue Wohnung, auf das riesige Wohnzimmer, auf die neue Küche, auf das große Nähzimmer statt dem kleinen Mini-Raum (dieses Mal wird auch eine Couch drin Platz finden, die als Gästebett ausgezogen werden kann! Yay! Besucht mich!). Anderes ist natürlich nicht mehr so toll – der Luxus, in einem eigenen, kleinen Häuschen gewohnt zu haben, wird beendet. Jetzt haben wir wieder Menschen, die unter uns wohnen und auf die wir Rücksicht nehmen werden. Ungewohnt, aber machbar.

Dieser Umzug wird ganz anders als der letzte. Wir wechseln nicht die Stadt, wir müssen uns von nichts verabschieden. Selbst vom Haus nicht so richtig, denn dort werden die Schwiegereltern einziehen. Also kein Abschiedsschmerz, dafür hauptsächlich ein Haufen Arbeit, ein Haufen Kosten (denn klar: es gibt dieses und jenes neue Möbelstück – manches braucht man, manches will man einfach nur). Die “letzten Male” sind andere, unspektakuläre: Das letzte Mal in dieser Küche kochen, das letzte Mal ein Paket von den Schwiegereltern annehmen lassen, das letzte Mal mit dem Fahrrad in die Garage fahren.

Die ersten Möbel wurden schon in die neue Wohnung getragen, der große Rest folgt dann in zwei Wochen. Ich freue mich schon so!

Guten Morgen, liebe Sorgen – ein Fazit der Aufsteh-Challenge

Morgens im Bett. Du kuschelst dich noch mal in deine Bettdecke. Sie ist warm, weich, wohlig. Am liebsten würdest du sie über den Kopf ziehen, um das Licht auszusperren. Aber das würde nicht reichen, denn neben dem Licht stört dich noch etwas anderes: Es dudelt auf dem Nachttisch vor sich hin. Mit blinzelnden Augen tastest du danach. Dein Smartphone, dein Wecker. Aufstehen! Zeit, in den Arbeitstag zu starten!

Wie geht die Geschichte bei euch weiter? Für mich gab es bis vor kurzem nur eine Fortsetzung: Snooze. Ja, ich bin bekennende Langzeitsnoozerin, Gleitzeit macht’s möglich. Doch irgendwann nervte mich das ganz enorm und ich rief – nur für mich allein – im April die Aufsteh-Challenge ins Leben. Anfangs war ich hochmotiviert und hielt euch tagesgenau auf dem Laufenden. Das hat nicht lang gehalten. Dennoch hat sich mein Verhalten am frühen Morgen verändert, auch vier Monate später noch. Davon möchte ich heute berichten.

Mit dem ersten Weckerklingeln aus dem Bett springen – das war mein Ziel. Schon im Laufe der ersten paar Tage justierte ich das zu einem freundlichen “1-2 mal kann man schon snoozen, oder?”. Ich schaffe es nicht, direkt hellwach zu sein. Muss ich auch nicht. Wie gesagt, ich will nicht unbedingt zur Frühaufsteherin mutieren. Doch der Wecker klingelt nach wie vor um 7 Uhr und das Snoozen ist auf zwei Versuche begrenzt. Dann erwartet die Wecker-App, dass ich eine kleine Aufgabe löse (Multiplikation vor 8 Uhr ist besonders unangenehm), und schaltet sich ab. Jetzt ist es mein Job, aufzustehen.

Zugegeben: Das mache ich immer noch nicht sofort. Ich mache meist Musik an. Normalerweise hätte ich jetzt Twitter, Instagram oder Facebook gecheckt und so viel Zeit verdaddelt. Das ist nicht mehr so. Soziale Medien im Bett sind verboten! Zumindest morgens. Die Facebook-App habe ich gar nicht mehr. Die Benachrichtigungen von Twitter und Instagram habe ich abgeschaltet. Ich starte eigentlich nur die Wetter-App, um zu überlegen, was ich anziehen soll. (Denn nein, natürlich lege ich mir meine Klamotten für den Tag immer noch nicht am Abend vorher raus!)

Ich stehe nicht jeden Tag zur gleichen Zeit auf, sondern entscheide das jeden Morgen neu. Es regnet, aber laut Wetter-App hört es in einer Stunde auf? Okay, dann wird das mal ein später Tag im Büro, dafür komme ich trocken zur Arbeit. Ich bin heute so müde, dass es keinen Zweck hat? Ok, bleib noch was liegen, aber nicht wieder einschlafen! Und das funktioniert. In der Regel bin ich heute zwischen 8:15 und 8:45 Uhr im Büro, wobei letzteres schon eher eine Ausnahme ist. Vor der “Challenge” war es 9 Uhr. Das klingt nicht viel. Aber trotzdem: Ich fühle mich besser, weil ich kein schlechtes Gewissen habe und mich tatsächlich morgens nicht mehr hetzen muss. Ich fühle mich trotzdem nicht gequält, weil ich weiß, im Zweifel bleibe ich halt noch eine halbe Stunde liegen. 9 Uhr GEHT ja immer noch, es ist nur nicht mehr die Regel, sondern eine Ausnahme.

Fazit: Es ist erheblich besser. Die zwei Hauptgründe sind das Snooze-Limit und das Social Media-Verbot. Ich bin eher wach, weil ich nicht noch fünfzehn Mal snoozen kann. Und ohne Twitter oder Instagram ist es morgens einfach langweilig im Bett! Dazu noch Musik und schon kann der Tag starten.

Düsseldorf. München. #liebesseeliggoesmunich

Wenn ich an Düsseldorf denke… fällt mir der Medienhafen ein, der Rhein, der Schlossturm, die Altstadt. Karneval und Altbier. Viele wunderbare Parks, die großartige Rollnacht, bei der die Straßen für Inline-Skater gesperrt werden. Abende in der Ratinger Straße bei einem leckeren Alt. Straßenbahn fahren und einen Fahrradhelm kaufen, da man als Radfahrer gefährlich lebt. Gefühlte stundenlange Parkplatzsuche (und ein abgeschlepptes Auto im Halteverbot). Freundliche Menschen, vor allem in den vielen Imbissbuden und Geschäften rund um mein damaliges Zuhause. Eigentlich ist Düsseldorf ein Dorf, hatte ich immer ein bisschen den Eindruck – ein großes, tolles Dorf.

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Wenn ich an München denke… fällt mir der Viktualienmarkt ein, der Marienplatz mit dem Rathaus, und das vermutlich erste Bier meines Lebens im Hofbräuhaus. Das beste Cordon Bleu meines Lebens, als ich etwa zwölf war. Wunderschöne kleine Läden in den Nebenstraßen und dieser großartige Buchladen, in dem alle Bücher nur die Hälfte kosten. U-Bahn fahren, und S-Bahn. Faschingskrapfen in zwanzig verschiedenen Sorten, die hier schon quasi den Höhepunkt des Karnevals markieren. Gemütliche Wirtshäuser mit gutem Essen, alternative Cafés mit köstlichem Frühstück. Karl Valentin und Philipp Lahm. Viele Touristen.

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Düsseldorf und München – zwei Städte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Was sie verbindet? Nun, da wäre die Tatsache, dass beides Landeshauptstädte sind. Oder dass beide Städte ein “Ü” enthalten (und Städte mit “Ü” sind super, Gruß aus Münster). Zur Zeit fällt mir bei den beiden Städten aber hauptsächlich Sabine von Liebesseelig ein, die ihre alte Heimat Düsseldorf verlässt, um in ihrer neuen Heimat München neue Abenteuer zu erleben. Unter dem Motto #liebesseeliggoesmunich möchten einige Bloggerinnen ihr dafür alles Gute wünschen – ich natürlich auch!

Liebe Sabine, ich hoffe, die Umzugszeit läuft halbwegs glatt und du vermisst das schöne Düsseldorf nicht allzu sehr! Für den Neustart in München wünsche ich dir viel Energie und natürlich auch Spaß. Ich hoffe, bei dem einen oder anderen Blogger-Event sehen wir uns bald wieder!

Hier findet ihr die anderen #liebesseeliggoesmunich-Beiträge:

Die Aufsteh-Challenge – ein Zwischenbericht

Tag 1:

Ich habe abends natürlich keine Klamotten rausgelegt. Ich bin aber schon vor dem Wecker so halbwach. So geht es mir immer, wenn ich weiß, dass ich pünktlich rausmuss. Es ist dann das erste, an das ich morgens denke, und ich schlafe nicht mehr so entspannt. Hilft beim Aufstehen, ist aber für die Schlafqualität wahrscheinlich gar nicht mal so geil.

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Als um 7 Uhr der Wecker klingelt, darf ich noch einmal snoozen, habe ich beschlossen. Es fällt mir schwer, nicht auf Instagram oder Twitter zu klicken, wenn ich doch sowieso schon wach bin. Ich bleibe noch 5 Minuten liegen und stehe dann – noch vor dem Snooze-Klingeln – tatsächlich auf, auch wenn ich matschig bin.

Unter der Dusche fällt mir eine Schwachstelle des Plans auf: Ich finde nichts gemütlicher, als sich nach dem Duschen noch mal ins warme Bett zu kuscheln. Tja, mache ich aber nicht. Ich ziehe mich an und dann kommt die zweite Schwachstelle: Ich muss mir die Haare föhnen. Ich hasse Haare föhnen! Aber auch diese Hürde wird erfolgreich genommen. Ich habe sogar noch Zeit, mir die Nägel zu schneiden und ein bisschen im Wohnzimmer die Unordnung vom Vorabend zu beseitigen.

Eine knappe Stunde früher als sonst komme ich aus dem Haus. Auf dem Weg zur Arbeit halte ich an, um ein paar Fotos für Instagram zu machen. Das habe ich in letzter Zeit immer gelassen, weil ich schon so spät dran war – schön, es jetzt wieder zu können! Um Punkt 8:05 Uhr bin ich am Büro – das ist exakt eine Stunde eher als die letzten Tage! Die Kollegen schauen etwas verwirrt. 😉

 

Tag 2:

Heute fahre ich mit dem Auto zur Arbeit. Das weiß ich schon vorher. Ich werde um 7 Uhr geweckt, blinzle in den Morgen und bleibe noch ein paar Minuten liegen. Mit dem Auto brauche ich ja nicht so lang wie mit dem Fahrrad, denke ich mir.

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Wieder habe ich nicht daran gedacht, mir Kleidung rauszulegen. Aber es geht ja auch so. Die Hoffnung mit dem Auto erweist sich als Trugschluss, da um diese Zeit sehr viel Verkehr ist und ich etwa genauso lange wie  mit dem Rad brauche. Gut ist es trotzdem, denn es regnet wie aus Kübeln. Ich bin wieder gegen kurz nach 8 Uhr im Büro, und die Kollegen sind wieder verwirrt. Nachmittags gönne ich mir einen frühen Feierabend. Schließlich war ich jetzt schon 2 Tage lang früh da.

 

Tag 3:

Heute – Montag. Ich schlafe nicht sehr gut, und irgendwann bin ich wach und weiß, jetzt muss ich aufstehen. Ich versuche verzweifelt, mich wachzuhalten, bis der Wecker wieder snoozt, aber es ist sehr schwer. Ich stehe auf und gehe ins Bad, und wundere mich, dass der Held noch schläft. Sonst steht er vor mir auf. Ein Blick aufs Handy: Es ist 4.30 Uhr. Uaah, schnell wieder einkuscheln! Es ist schön, noch etwas schlafen zu können. Es zeigt mir aber auch, dass mich das Thema offenbar ziemlich beschäftigt und eine gewisse innere Anspannung verursacht. 😉

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Um 7 Uhr dann klingelt tatsächlich der Wecker und holt mich aus wirren Träumen über neue Wohnungen (wir mussten unter anderem einen Klimaanlagen-Makler beauftragen). Heute muss ich nicht duschen und bleibe daher tatsächlich noch ein paar Minuten liegen. Aber um 7.20 Uhr muss es auch genug sein. Und das Handy habe ich nicht angefasst. Stattdessem habe ich dem Helden, während er sich anzog, von meinem verrückten Traum erzählt. Sehr erstaunlich, denn eigentlich finde ich nichts schlimmer, als morgens zu reden. Oder generell zu reden, wenn ich müde bin.

Ratet mal, ob ich mir Klamotten rausgelegt habe? Natürlich nicht. Vielleicht wird das mein Ziel für die kommende Woche. Jedenfalls bin ich wieder zeitig im Büro und vielleicht muss ich den Kollegen doch irgendwann einmal erzählen, woran das eigentlich liegt. Auf dem Weg zur Arbeit will ich eigentlich noch ein Rezept in der Apotheke abholen – aber die hat noch geschlossen! Das ist mir bisher glaube ich noch nie passiert (sie öffnet um 8.15 Uhr).

 

Erstes Fazit

Unglaublich, aber wahr: Es geht! Und es macht mir immer noch Spaß. Nicht das Aufstehen an sich, natürlich. Aber so früh fertig zu sein und vor dem Losfahren sogar noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Nix dolles. Ich mache unsere Betten. Ich räume etwas zusammen. Heute früh wollte ich meine am Wochenende gekaufte neue Klingel ans Fahrrad montieren (bin aber an der Schraube der alten Klingel gescheitert). Das ist schön! Nicht so schön ist natürlich, wenn ich um 4.30 Uhr aufwache und meine, ich muss dringend aufstehen. Das zeigt mir aber auch, dass die Challenge noch neu ist in meinem Kopf und keine Routine. Mal sehen, ob die sich in den nächsten Tagen oder Wochen einstellt.

Ich bin dennoch jeden Tag etwas später aufgestanden. Immer noch viel früher als sonst, aber. Das sollte jetzt nicht einreißen… Morgen geht’s spätestens beim ersten Snoozeklingeln um zehn nach sieben aus den Federn.

Vielen Dank an euch alle für die vielen lieben Kommentare und Tipps zum ersten Beitrag. Ich denke über einen Lichtwecker nach – meint ihr, der ist die Investition wert?