Kategorie Archive: Alltagshüpfer

Februar.

Der kürzeste Monat bricht an. Ich wünsche mir nichts als Ruhe – der Januar war voll mit (schönen) Terminen und schon gestern habe ich es so sehr genossen, abends einfach nur auf dem Sofa zu liegen, eingekuschelt in die Bettdecke, die ich mir extra aus dem Schlafzimmer geholt hatte, und die zweite Staffel von “The Man in the High Castle” zu starten. Und weil wir sonst gar nichts vorhatten, haben wir gleich drei Folgen hintereinander geschaut. Das war schön.

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Zum Abendbrot gab es überbackene Brote. Am Samstag haben wir Einweihungsparty gefeiert und seither essen wir nur noch Brot. Belegte Brote, überbackene Brote oder am Sonntagmorgen nach der Party auch erst einmal trockenes Brot. 😉

Im Februar steht ein Näh-Tag mit Julia an, auf den ich mich sehr freue. Außerdem steht ein 60. Geburtstag in der Nachbarschaft an (und somit aller Voraussicht nach auch ein 60.-Geburtstags-Geschenk-Vorbereitungsabend mit den anderen Nachbarn). Ansonsten: Dobby is a free elf! (Die Anzahl der einzelnen Socken, die sich mittlerweile in meinem Schrank tummeln, bestätigt das.)

Ich möchte viel lesen (meine aktuelle Lektüre ist wirklich super!), Serien schauen, Lego bauen (unser Weihnachtsgeschenk ist erst zu einem Drittel fertig gebaut) und vielleicht ein bisschen kreativ sein. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, mal etwas zu sticken. Es gibt so viele coole Stickmotive, und ich habe da eine Ecke, die dringend Deko benötigt. Der Gatte weiß das noch nicht, aber spätestens, wenn ich ihm ein Monkey Island-Bild sticke, ist er dabei. Oder vielleicht  macht er sogar mit? Ich kann jedenfalls noch gar nicht sticken, aber ich hoffe, es ist machbar. Und ich hoffe, dass ich darin besser bin als beim Stricken. 😀

Tja, so kehrt bei uns der Alltag ein. Eigentlich ein schönes Gefühl. Uns geht es so gut. Umso erschreckender die Nachrichten, die aus allen Ecken auf uns einprasseln. Trump. AfD. Terror. Ich möchte mich einfach nur in meine Decke einkuscheln und erst wieder aufstehen, wenn das alles vorbei ist. Geht leider nicht. Und so werde ich doch vermutlich nächste Woche gegen die AfD, die eine Veranstaltung in unserem schönen Rathaus abhalten will, demonstrieren gehen, werde mich informieren und widersprechen, wo es geht. “Alle sagen immer ‘Ich hätte nicht mitgemacht’, wenn es um die Nazi-Zeit geht – jetzt habt ihr die Chance, zu beweisen, wie es besser geht”, lese ich vielerorts. Immer mit einem süffisanten Unterton nach dem Motto “IHR habt immer große Töne gespuckt, jetzt zeigt mal, was ihr draufhabt – ich gehe mal davon aus, dass es nicht viel ist”. Und während mir die Leute, die das sagen, gestohlen bleiben können, frage ich mich selbst: Was ist nun zu tun? Was können wir tun, außer unsere Meinung zu vertreten und besorgt über den großen Teich zu schauen?

Vielleicht kuschle ich mich doch lieber wieder mit einem guten Buch in die Decke, frei nach dem Motto “Ignorance is bliss”, und warte, bis der Sturm vorüberzieht. Falls er vorüberzieht. Oder ich warte, dass Batman uns rettet. Was wahrscheinlich nicht passieren wird. Also doch wieder den Mund fusslig reden, retweeten und widersprechen und sich fragen, was man eigentlich tun müsste.

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12 von 12 im Januar 2017

Der Donnerstag beginnt heute mit einem außergewöhnlichen Ausblick. Wo meine Zehen hier hervorlugen, das ist nämlich nicht mein Bett. Nein, es ist unser Schlafsofa im Gästezimmer. Endlich haben wir eins! Ich habe es heute mitten in der Nacht bezogen, so gegen 3 Uhr, weil der erkältete Held im Schlafzimmer so laut vor sich hinschnorchelte, dass ich nicht mehr dort liegenbleiben und ihn alle 30 Sekunden anschubsen wollte. Auf dem Sofa hingegen habe ich dann geschlafen wie ein Baby! Nachts musste ich nur die Rückenkissen vom Sofa schubsen, wie man hier sieht.

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Heute fahre ich erst spät ins Büro. Ich bin abends in der Stadt verabredet, und da macht es wenig Sinn, zwischenzeitlich noch heimzufahren. Normalerweise arbeite ich dann einfach ein Stündchen länger. Da ich aber gestern und vorgestern schon so viele Überstunden gemacht habe, habe ich mich für heute einfach spät angekündigt. Ich wache daher super ausgeschlafen auf und beschließe, noch duschen zu gehen. Normalerweise dusche ich abends, weil es morgens zu knapp ist. Klar, dass es dank dieses Spontanplans dann plötzlich doch noch etwas hektisch wird?

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Nichtsdestotrotz bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Morgen. Ich sortiere noch schnell ein bisschen Wäsche, die der Held später in die Maschine werfen kann, und ziehe ein schon vor Ewigkeiten genähtes Oberteil an, das ich vor kurzem noch mal so abgeändert habe, dass es mir wieder richtig gut gefällt (dazu meine “Spring-Hose” – anders komme ich nicht rein 😀 ). Startklar! Na gut, die Schuhe fehlen noch.

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Draußen ist es wunderbar und herrlich! Das Radfahren macht richtig Laune. Auf den Ohren die Best Of 2016-Folge meines Lieblingspodcasts Dear Hank and John, die mich zum lauten Lachen bringt; zu sehen gibt es blauen Himmel und gelbe Stoppelfelder und erwähnte ich schon, dass ich richtig schön ausgeschlafen bin?

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Es folgt: Arbeit. Unterbrochen von Kaffee, der mir momentan besonders gut schmeckt. Ich muss mal nachfragen, welche Sorte der Kollege gekauft hat. Auf der Schreibtischunterlage habe ich mir wichtige Dinge notiert: Der Hinweis, auf meine Haltung zu achten, und der noch dringendere Hinweis, nur eine Sache gleichzeitig zu machen. Hilft nur mäßig an der Stelle, vielleicht brauche ich einen aufdringlicheren Platz. Oder ein Popup am Computer.

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Nach der Arbeit habe ich ein Treffen vom Buchclub. Zuletzt haben wir “Alles Licht, das wir nicht sehen” gelesen – das war richtig toll und kann ich nur weiterempfehlen. Als neue Lektüren haben wir heute dann “Des Nebels Kinder” ausgesucht, darauf bin ich schon gespannt. Auf dem Weg muss ich noch kurz Geld abheben, damit ich meine Pizza später auch bezahlen kann. Das schöne Wetter ist allerdings verschwunden; dass es dunkel ist, ist natürlich keine Überraschung, aber es ist auch nass und kalt geworden.

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Da es morgens so schön draußen war, hatte ich die Schnapsidee, für die relativ kurze Strecke – von der Arbeit zum Geldautomaten und von da aus in die Stadt – die dicken Handschuhe in der Tasche zu lassen. Kann man machen. Wenn man Eisfinger haben möchte.

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Nachdem ich das Fahrrad ein Weilchen durch die Fußgängerzone geschoben habe (vorbildlich wie ich bin), stelle ich es ab. Direkt unter dem “Bitte keine Fahrräder abstellen”-Schild. Man kann nicht immer nur vorbildlich sein. Aber hey, mittlerweile regnet es und diese Stelle ist überdacht. Außerdem soll man da nur keine Räder abstellen, weil es zum Karstadt-Gelände gehört und da in Münster die Bürgersteige um 19 Uhr schon hochgeklappt werden, muss hier nun eh keiner mehr lang.

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Mit dem Buchclub gehen wir heute zum Italiener. Alle bestellen Pizza. Auf dem Bild sieht man: Ich habe keine Pizza. Jedenfalls noch nicht. Die Bedienung kommt kreuzunglücklich mit allen Pizzen außer meiner an den Tisch und entschuldigt sich, das sei ihr wirklich noch nie passiert, aber meine Pizza sei ihr in der Küche vom Teller gerutscht und ich sei jetzt obere Priorität des Kochs und ob ich schon mal ein paar Pizzabrötchen aufs Haus möchte. Da sag ich nicht Nein, genieße meine Pizzabrötchen mit vorzüglicher Kräuterbutter und bekomme bald nach den anderen meine Pizza. Die Bedienung hat sich dann noch ungefähr fünf Mal entschuldigt. Aber hey, sowas passiert.

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Der Held bietet mir zwar an, mich abzuholen, aber ich möchte meinen Podcast zu Ende hören und bin außerdem bewegungsmotiviert. Also schmeiße ich mich in die Regenhose und fahre durch den mittlerweile strömenden Regen nach Hause. Dort will dann noch die Wäsche aufgehängt werden. Zusammen mit dem Helden dauert das aber nur ungefähr 3 Minuten. Noch schnell die Tasche gepackt, die 12 von 12 gebloggt und ab ins Bett – morgen geht’s Richtung Elternhaus!

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Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Januar 2015, Januar 2013, Januar 2012)

Mein 2016

Dieses Jahr gibt es meinen kleinen Jahresrückblick erst im neuen Jahr. Aber ich finde, die erste Woche kann man noch zum alten Jahr zählen – mit etwas gutem Willen! 😉 Die Vorlage, die ich schon seit ein paar Jahren verwende, habe ich bei Anna von buntespapier (inzwischen geht der Blog allerdings hier weiter) gefunden.

Dieses Jahr bin ich 32 Jahre alt geworden.

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung war: Bouldern, Wandern und Spazierengehen (danke, Fitnessarmband!), Konzertbesuche

Dieses Jahr habe ich kennengelernt: eine neue Nichte

Das habe ich mir gegönnt: mehr persönliches als materielles

Viel zu oft habe ich: gesnoozt.

Vom Leben gelernt: Bewegung und frische Luft machen tatsächlich glücklich.

Ich habe zum ersten Mal: gebouldert.

Ungefähr so sieht optimistische Verzweiflung aus. 😂 Die #12von12 sind online! #bouldern #monolithmünster

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

Ereignis des Jahres: der Umzug, und diverse Konzerte (müsste ich mich für eins entscheiden, dann die Kapelle Petra Album-Release-Party in Münster zum Jahresbeginn)

Meine beste Entscheidung: die Entscheidung für die neue Wohnung, die Entscheidung zum Arzt zu gehen, die Entscheidung abzunehmen (-17 Kilo, yeah!)

Die größte Veränderung: der Umzug natürlich

Besuchte Orte: Cuxhaven, Bodensee (Meersburg, Konstanz, Ravensburg, Lindau), Karlsruhe (auf Stippvisite), Essen

Das Jahr war (zum Ankreuzen):

[] anstrengend [] das beste Jahr bisher [] enttäuschend
[] durchwachsen [] langweilig [x] aufregend
[] wunderbar [x] lebhaft [] stressig
[] das schlimmste bisher [x] alles neu [] emotional
[] erfolgreich [x] ereignisreich [] ruhig [] nicht erwähnenswert

Meine 9 Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Meine 9 Instagram-Bilder mit den meisten Likes 2016

Dieses Jahr auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super): 7

Meine Wünsche für das nächste Jahr: Zufriedenheit.

Meine Vorsätze für das nächste Jahr: mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Mehr lesen. Mehr mit den Nichten und Neffen unternehmen. Gönnen.

Ich hoffe, auch ihr seid alle bereits gut ins Jahr 2017 gestartet. 2017! Ist das zu fassen? Ich gehe ausnahmsweise ohne große Vorsätze ins Jahr, obwohl ich sonst großer Fan von Neujahrsvorsätzen bin.

(20152014, 2013, 2012)

Viertes Advents-Wochenende

Jetzt ist der vierte Advent schon wieder vorbei. In einer Woche ist Weihnachten. Mein Vorhaben, möglichst wenig Pläne und Termine in der Weihnachtszeit zu haben, ist erwartungsgemäß gescheitert. Aber das ist gar nicht so schlimm, irgendwie. Plätzchen habe ich dennoch keine gebacken, und auch keine Weihnachtskarten versendet. Nächstes Jahr wieder. Vielleicht.

Das vierte Advents-Wochenende begann mit einem Besuch des Weihnachtsmarkts auf dem Gelände des Freilichtsmuseums Mühlenhof. Julia und ich schlenderten über das Gelände – es war super entspannt und schön, denn es war noch sehr leer. Es gab einige wenige, ausgewählte Stände mit wirklich anderen Dingen, als man sie sonst auf allen Weihnachtsmärkten Deutschlands zu sehen bekommt. Dazu die stimmungsvolle Beleuchtung und ein echter Nikolaus! Ich futterte mich über den Markt, wir hatten noch eine spannende Unterhaltung am Waffelstand mit einer älteren Münsteranerin, die uns aus der Nachkriegszeit erzählte, und später wärmten wir uns die Hände am Glühwein und die Füße an einer der zahlreichen Feuerschalen. Das hat nicht so gut geklappt, als ich wieder daheim war, kribbelten meine Zehen, als sie langsam wieder auftauten.

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Am Samstag gab es Weihnachtsmarkt-Kontrastprogramm, denn ich war mit meinen Eltern auf dem Weihnachtsmarkt in Essen verabredet. Ich fuhr mit dem Zug dorthin und war etwas schockiert über die Preise. Für eine Strecke von rund einer Stunde erwartet die Bahn, dass ich zwanzig Euro bezahle. ZWANZIG EURO! Immerhin gab es ein Tagesticket, so dass ich mit dreißig Euro für die Hin- und Rückfahrt auskam, aber ich war froh, nicht über Nacht zu bleiben. Für den Preis hätte ich auch mit dem Auto fahren können. Andererseits war die Zugfahrt recht entspannt, ich konnte schön lesen und aus dem Fenster sehen.

In Essen war es voll und ich mag Bahnhöfe einfach nicht (so viele hektische, gereizte, aggressive Menschen). Aber auf dem Weihnachtsmarkt ging es dann sogar, zumal wir nur ein bisschen vor uns hin schlenderten und die meisten Stände links liegen ließen. Nur unsere peruanischen Kartoffeln, die musste natürlich sein. Die gibt es traditionell nur auf dem Essener Weihnachtsmarkt. Ein Rezept habe ich jetzt mal gegoogelt, aber ob ich das ausprobiere, weiß ich noch nicht. So hat man etwas, auf das man sich das ganze Jahr freut und es bleibt etwas besonderes.

Nach dem Weihnachtsmarkt und etwas Shopping (yeah, passende Schuhe zum Weihnachtskleid!) machten wir uns dann auf zur Erlöserkirche. Wie jedes Jahr sahen wir das Weihnachtsoratorium. Eine Tradition, auf die ich nicht verzichten möchte. Es war eine schöne Aufführung und jetzt kann Weihnachten ruhig kommen!

 

Nach dem Konzert scheiterten wir daran, noch etwas zu Essen zu bekommen (am letzten Adventssonntag um 20 Uhr vielleicht nicht so überraschend, dass kein Tisch mehr frei ist), also setzten wir uns in unsere jeweiligen Züge und trennten uns wieder. Kein Problem – in einer Woche sehen wir uns ja schon wieder.

Der vierte Adventssonntag war dann nicht so erfreulich für mich. Ich hatte mir so viel vorgenommen – das Adventstagebuch weiterbasteln, Hausarbeit, schon mal die Geschenke einpacken und was man halt so macht, eine Woche vor Weihnachten. Stattdessen schoss meine Temperatur urplötzlich auf 39 Grad hoch und Schüttelfrost und Gliederschmerzen hatten mich fest im Griff. WTF? Ich befürchtete schon eine veritable Grippe, und das gerade jetzt!

Joah. Und euer vierter Advent so? #dasbrauchtdochjetztkeinmensch

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

 

Glücklicherweise ist der Held ein exzellenter Krankenpfleger, und so verbrachte ich den Sonntag mit kuscheliger Bettdecke auf dem Sofa, trank Tee und schaute DVDs, während der Held den Haushalt schmiss. Geschenke einpacken und Adventstagebuch mussten halt warten. Und heute, einen Tag später, ist der Spuk plötzlich auch schon wieder vorbei. Ein-Tages-Grippe, wer kennt es nicht. Aber da will ich mich natürlich nicht beschweren (und meine Arbeitskollegen sicher auch nicht)! Ich glaube fest daran, dass die Pflege des Helden (und meine absolute Schonung auf dem Sofa) der Genesung geholfen haben. 🙂

Die letzte Arbeitswoche in diesem Jahr hat nun angefangen. Für Weihnachten ist eigentlich alles vorbereitet, nur die Geschenke müssen noch eingepackt werden und fürs Weihnachtsessen müssen wir auch noch einkaufen. Ich freue mich auf die freie Zeit!

12 von 12 im Dezember 2016

Im Prinzip ist es ein bisschen witzlos, die 12 von 12 zu posten, denn sie sind inhaltlich fast identisch mit dem Tagebuchbloggen vom letzten Montag… Aber hey, dieses Mal gibt’s wenigstens Bilder dazu! Dafür halte ich mich mit dem Text zurück.

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Auch heute begann der Tag mit dem Adventskalender. Der Tannenbaum, den wir gestern aufgestellt haben, eignet sich hervorragend als Fotohintergrund! 🙂

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Im Paket: Eine selbst gestaltete Kerze mit einem Engelchen! Sehr süß. Mal sehen, ob ich sie anzünde. So sieht sie jedenfalls erst einmal hübsch aus!

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Danach schwang ich mich wie immer aufs Fahrrad. Es ist plötzlich wieder warm geworden, sieben Grad zeigte das Thermometer. Da konnte ich endlich mal wieder die dünneren Handschuhe tragen, was doch sehr angenehm war. Vor mir ein Radfahrer, der mich kurz zuvor blitzeschnell überholt hatte – es war aber ein E-Bike, wie ich feststellte. Da macht mir das überhaupt nix!

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So sieht ein Münsteraner Büro-Treppenhaus aus! 😉 Von sechs Kollegen kommen vier mit dem Rad.

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Im Büro kommt als erstes mal Lulu, um sich ihre morgendlichen Streicheleinheiten abzuholen. Gut, noch lieber hätte sie ein Leckerli, aber das gibt’s bei mir nicht, das gibt’s nur bei der Kollegin. Wir teilen uns das auf. 🙂

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Arbeit! Zu den Dehnübungen auf meiner Schreibtischunterlage (die ich mittlerweile ignoriere) habe ich mir den Hinweis “Single Task!” geschrieben. Damit erinnere ich mich selbst daran, nicht immer alles gleichzeitig zu machen, sondern eins nach dem anderen. Sehr hilfreich!

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Ich komme genervt von den Autofahrern zuhause an (1x Vorfahrt genommen, 1x stand ein Auto blöd auf dem Radweg rum) und es ist Zeit für Hausarbeit. Das ist aber unfotogen, daher gibt es stattdessen ein Detailbild vom Weihnachtsbaum.

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Miracoli-Montag! Ich weiß nicht, was den Helden geritten hat, aber ausnahmsweise gibt es heute einmal Original-Miracoli. Kann man mal machen, schmeckt jetzt aber auch nicht groß anders als die Varianten, die wir sonst immer so haben.

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Anschließend schauen wir noch eine Folge “Modern Family”. Verratet es dem Helden nicht, der der Ansicht war, der Tannenbaum könnte eventuell zu groß sein: Wenn man jetzt in der Sofaecke liegt, ist ein bisschen Tannenbaum im Fernsehbild. Aber das kann man einfach ausblenden… 😉

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Dann ist auch schon Zeit für die Chorprobe. Unserem Chorleiter habe ich auf diesem Foto mal elegant den Kopf abgeschnitten. 😉

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Ich erwähnte ja schon – ein unspektakulärer Montag. Jetzt, nach der Probe, sitzen wir auf dem Sofa, ich blogge so vor mich hin und dabei läuft der dritte Harry Potter-Teil. Letzte Woche waren wir in “Fantastische Tierwesen” im Kino und da hat der Held Lust bekommen, die Harry Potter-Filme noch mal anzuschauen. Da sage ich natürlich nicht Nein! Gestern haben wir uns schon einen gemütlichen Sonntag mit den ersten beiden Teilen gemacht. ICH wiederum habe jetzt natürlich mal wieder Lust, die Bücher zu lesen. Zum xten Mal. Mal sehen, ob ich das tun werde. Sieben Teile – das dauert immer so lange! Andererseits denke ich bei den Filmen dauernd “Aber im Buch…” 😉

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(Dezember 2015, Dezember 2014, Dezember 2013, Dezember 2012, Dezember 2011)

WMDEDGT? – Tagebuchbloggen am 5. Dezember

Der Adventskalender erinnert mich morgens daran, dass heute der fünfte ist – traditionell der Tag des “WMDEDGT” von Frau Brüllen. WMDEDGT steht – das ist zwar eigentlich absolut selbsterklärend, aber ich schreibe es vielleicht trotzdem noch mal dazu – für “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” und fordert uns quasi höchstoffiziell dazu auf, unseren Tag im Blog zu dokumentieren. Nun denn, dann mache ich das doch mal!

7:00 Uhr. Ich wache auf, weil a) der Wecker klingelt und b) der Held mir einen “Hab einen schönen Tag”-Kuss ins Gesicht drückt. Ich bin leicht verwirrt, denn normalerweise werde ich schon ein bisschen wach, wenn der Heldenwecker klingelt und der Held aufsteht. Heute habe ich das alles geflissentlich verschlafen. Ich drehe mich noch ein bisschen von links nach rechts und snooze, weil meine warme Bettdecke sooo kuschelig-gemütlich ist. Dabei spiele ich ein bisschen mit dem Handy herum. Eigentlich habe ich ja Social Media-Verbot morgens im Bett. Also werden “nur” die Emails gecheckt, der Wetterbericht aufgerufen (-5 Grad! Aber der nächste Regen “voraussichtlich Donnerstagnachmittag”, damit kann ich leben), und höchstens 2, 3, 4, 7 Tweets gelesen. Hüstel. Ich muss noch mal etwas üben, scheint mir.

Dann aber: raus aus dem Kuschelbett, rein ins Bad und anschließend in die Klamotten, die ich ungewohnterweise schon am Vorabend herausgelegt habe. Und dann zum Adventskalender! Mein Tausch-Adventskalender ist wie jedes Jahr toll. In den letzten Tagen habe ich dort schon einen Schlüsselanhänger, niedliche Blumenstecker, einen Gürtel und selbst gemachte Gewürzsalze herausgeholt. Heute gibt es ein besonders großes und schweres Päckchen. Darin versteckt sich eine Plätzchen-Backmischung!

Da trifft es sich gut, dass ich eine Email im Postfach habe. Ich habe bei einem Ersatzteil-Händler angefragt, ob ein bestimmtes Backblech in unser Backofen-Modell passt. Unser Backofen (der jetzt vom Techniker endlich für perfekt funktionsfähig erklärt wurde und im Prinzip die letzte Baustelle in unserer neuen Wohnung war) wurde nämlich ohne Backblech ausgeliefert. Ausstellungsküche halt. Oder sagen wir es mal so: Ich habe nicht die Nerven, mich noch mal mit Alma Küchen auseinanderzusetzen, ob dort eigentlich ein Backblech mitgeliefert hätte werden müssen. Immerhin war ein Rost dabei. Aber ich schweife ab – ich war auf der Suche nach einem passenden Backblech und das ist schwieriger, als man so gemeinhin denken mag, wenn man kein ausziehbares Blech haben möchte. Jetzt haben wir aber endlich ein passendes gefunden und ich schicke dem Helden schnell den Link, damit er es bestellen kann. So kann er es sich ins Büro liefern lassen. Tagsüber sind wir ja  nie zuhause und können daher auch keine Pakete annehmen – wir lassen uns vieles ins Büro schicken, aber größere Pakete darf dann der Held bestellen, damit ich nicht so viel auf dem Fahrrad transportieren muss.

Nach ein paar Minuten Instagram auf dem Sofa packe ich mich warm ein. Dann geht’s ab aufs Fahrrad. Erwähnte ich die minus fünf Grad? Brrr, es ist kalt. Als erstes merke ich es im Gesicht, dann an den Daumen, dann an den Füßen (dann bin ich da). Aber die Landschaft ist wunderschön weiß überzogen und die Sonne geht auf (und blendet nur ein bisschen), so dass alles erträglich wird. Ich höre eine Folge “Note to Self” mit einem Interview mit Marina Abramović, eine serbische Performance-Künstlerin. Es geht darum, unser Smartphone mal eine Weile zur Seite zu legen und uns auch mit uns selbst zu beschäftigen. So empfiehlt sie, sich an einem Tag, an dem man sich voller Energie fühlt, einfach mal auf einen Stuhl ans Fenster zu setzen und drei Stunden lang gar nichts zu tun. Oder eine Tüte Linsen oder Reis zu zählen – gerne 6 Stunden lang. Nun ja. Ich finde den Ansatz interessant, nehme mir (wie so oft) fest vor, das Smartphone öfter zuhause zu lassen, aber habe nicht vor, eine Tüte Linsen zu zählen.

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Im Büro angekommen: erst mal das Fahrrad reintragen (nachdem es mehrfach vor der Tür beschädigt wurde, stelle ich es genervt in den Flur), mich auspacken, die Heizung aufdrehen, Kaffee eingießen. Arbeit, Arbeit, Arbeit. Es ist Montag, da sind es immer besonders viele Emails. Aber es geht eigentlich. Der große Weihnachtsstress ist (noch) nicht angekommen bei mir.

Mittags mache ich einen kleinen Spaziergang zum Bücherschrank. Ich habe gestern Abend ein Buch ausgelesen, was ich okay fand, aber nicht unbedingt behalten möchte. Das stelle ich dort hinein. Es ist wunderbares Wetter, die Sonne scheint und es ist knackig kalt. Ich genieße den Spaziergang. Anschließend machen wir alle Mittagspause. Wir sitzen in der Büroküche – ich mache mir eine Dosensuppe warm (pssst, nicht die beste Ernährung, aber egal). Zwischendurch schicken wir ungefähr 3 mal den Bürohund zurück in den Flur, der lernen soll, dass er nicht (mehr) in die Küche darf. Es klappt ganz gut, dafür, dass er es jahrelang durfte.

Nachmittags: Arbeit, Arbeit, Arbeit. Wie sich das gehört. 🙂 Irgendwann gegen 17:15 habe ich genug und packe mich wieder Schicht für Schicht ein. Draußen ist es mittlerweile schon längst dunkel, ich schwinge mich aufs Fahrrad und mache die nächste Folge von “Note to Self” an. Eigentlich geht es bei diesem Podcast um Technologie und vor allem, wie diese unser Leben beeinflusst. Aber nachdem es heute früh schon um den Abstand zur Technologie (und das Zählen von Linsen) ging, wird auf dem Heimweg ein ehemaliger Google-Mitarbeiter interviewt, der Meditation für IT-Mitarbeiter lehrt. Achtsamkeit ist das Thema… Nun ja, das ist nicht so meins, aber immerhin kann ich dadurch üben, asiatisch gefärbtes American English zu verstehen und 25 Minuten kann man sich das mal anhören. Vielleicht hätte ich die Folge übersprungen, aber mit den dicken Fäustlingen auf dem Fahrrad halte ich ungern an, um das Smartphone zu bedienen – das ist immer so umständlich.

Zuhause angekommen stelle ich fest, dass ich eine Email vom Fitbit-Support bekommen habe. Ich habe mein neues Armband reklamiert, weil es oft meine Schritte nicht zählt. Nun soll ich hundert Schritte gehen, dabei im Kopf mitzählen und anschließend berichten, was der Tracker anzeigt. Siehe da: Er zeigt nur 60 an. Also schnell dem Support von diesem Ergebnis berichtet. Dann kommt auch der Held nach Hause und während das Wasser für die Nudeln heiß wird, spülen wir schnell das Kochgeschirr vom Vorabend und unterhalten uns über unseren Tag. Während des Essens (es ist Montag – da gibt’s bekanntermaßen Miracoli) schauen wir eine Folge Modern Family, anschließend spielen wir noch ein bisschen was. “Planet Coaster” – früher habe ich “Theme Park” geliebt, da musste man einen Vergnügungspark mit Achterbahnen und Co. bauen. Das neue Spiel ist im Prinzip das gleiche. (Noch besser fand ich nur “Theme Hospital”, ein großartiges Spiel. Davon gibt’s aber meines Wissens keine gute Neuauflage.) Es ist eigentlich ein PC-Spiel, aber weil der Held der Held ist, ist er bestens ausgestattet und wir können das Spiel mit einem Steam Controller am Fernseher spielen. Das macht es natürlich viel entspannter (und ich kann den Argumenten des Helden, wir bräuchten im neuen Wohnzimmer einen neuen Fernseher, schwerer widersprechen, denn wir sitzen so weit weg, dass ich beim Spielen immer häufiger die Schrift nicht lesen kann.*)

Viel Zeit haben wir allerdings nicht, denn montags ist auch Chorprobe. Kurz vor 8 mache ich mich auf die Socken – mein Weg zur Grundschule, in der wir proben, ist zu Fuß nur ungefähr 150 Meter. Das ist machbar. Die Hälfte fehlt heute irgendwie, zum Glück ist meine Altstimme ganz gut besetzt. Wir singen derzeit hauptsächlich kirchliche Lieder und üben neu von Vivaldi “Domine Fili Unigenite” ein. Erst mal ganz schön viele Töne, aber wenn ich es mir jetzt in Originalgeschwindigkeit anhöre, klingt es sehr schön.

Um 21:30 Uhr ist die Probe vorbei. Ich schaue auf meinen Schrittzähler: 7.500 Schritte. Eigentlich hatte ich heute vor, die 10.000 mal wieder zu schaffen. Also gehe ich noch eine Runde um den Block. Ich möchte mir die Weihnachtsbeleuchtung in den Fenstern ansehen, aber die meisten Häuser haben ihre Rolläden schon heruntergelassen. Pfff. Das finde ich ja doof. So ist es kalt und dunkel, und als ich wieder am Haus ankomme und eigentlich noch 500 Schritte fehlen, ist mir das auch egal und ich husche lieber schnell ins Warme.

Jetzt sitze ich mit dem Laptop auf dem Schoß im Nähzimmer auf dem Sofa und habe es gemütlich. Der Fitbit-Support hat noch mal geantwortet und mir einen Neustart des Armbands empfohlen. Ich frage mich, ob man das nicht direkt hätte sagen können, dann hätte ich mir die 100 Schritte sparen können, der Tipp ist ja jetzt nicht gerade revolutionär. Ich probiere es (ja, eigentlich ist das bei Technik immer der erste Schritt – aber diese Armbänder werden eigentlich gar nicht ausgeschaltet) und werde morgen mal testen, ob es jetzt besser ist. Die fehlenden 500 Schritte werde ich heute wohl nicht mehr schaffen. Aber da das Armband ja zu wenig zählt, habe ich eine gute Ausrede. 😉

Heute werde ich nicht mehr viel machen. Vielleicht lese ich noch etwas, oder gehe einfach nur duschen und früh ins Bett. Da ist es schließlich so kuschelig unter der dicken Winterbettdecke mit Bieberbezug. SO kuschelig!!!

* Held, ich weiß, dass du das liest. Nein, wir kaufen keinen neuen Fernseher.

Gerade jetzt #2

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich? Und muss ich heute eigentlich das Altpapier oder den gelben Sack an die Straße stellen?

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Gerade jetzt…

denke ich über Weihnachtsgeschenke nach. Ich habe erst eins, und das auch nur, weil die Person sich explizit etwas bestimmtes gewünscht hat. Außerdem schenken der Held und ich uns wieder gemeinsam ein großes Lego-Gebäude. Aber sonst? Keine Ahnung.

mag ich unsere neue Wohnung so gern! Es ist so gemütlich und ich freue mich sehr, dass jetzt endlich alles fertig ist.

mag ich nicht mehr mich mit Kundendiensten herumschlagen. Jedenfalls soll mir bitte keiner mehr mit dem Wort “Alma-Küchen” kommen.

fühle ich mich gemütlich, adventlich, mit Lust auf Weihnachtsfilme, Tee und Plätzchen.

trage ich Strumpfhose unter der Jeans, weil es echt kalt geworden ist. Außerdem natürlich dicke Schuhe, noch dickere Handschuhe und die super-reflektierende Fahrradjacke.

brauche ich Zeit für mich, und die nehme ich mir auch.

höre ich Weihnachtslieder, das Weihnachtsoratorium und auf dem Fahrrad wie üblich Podcasts – derzeit meist “Note to Self”.

mache ich regelmäßig einen Essensplan! Da ich es einfach nicht schaffe, das wöchtenlich zu machen, hat sich folgender Rhythmus eingebürgert: Der aktuelle Essensplan läuft aus, wir haben keinen neuen, ich bin nach drei Tagen genervt, weil wir nie wissen, was wir kochen sollen. Also setze ich mich hin, habe superviele Ideen, mache einen Essensplan für direkt drei Wochen und hab dann erst mal Ruhe. Dann läuft der Essensplan irgendwann wieder aus und alles geht von vorne los!

lese ich bald das neue Buch für den Buchclub, nämlich “Alles Licht, das wir nicht sehen” von Anthony Doerr.

trinke ich Kaffee. Aber bald ist Glühwein-Zeit – immerhin spielen die Temperaturen da schon mal mit!

vermisse ich Fensterbänke. Die neue Wohnung hat fast keine und das macht das weihnachtliche Dekorieren doch etwas schwieriger!

schaue ich mit dem Helden Modern Family, Babylon 5 und bald die zweite Staffel Gotham. Und für mich selbst jetzt noch die letzten Gilmore Girls-Folgen (auch wenn ich die neuen jetzt schon gesehen habe) und danach vielleicht The Crown?

träume ich von einer weißen Weihnacht… Neeeein, auf gar keinen Fall! 😉 Ich träume von meinem Plänen fürs kommende Jahr, von einem neuen Tattoo (vielleicht), von tollen Urlauben und wen ich alles besuchen möchte.

Ach übrigens, es ist das Altpapier. Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

Erstes Advents-Wochenende

Was für ein entspanntes, schönes erstes Advents-Wochenende! Ich war ja vorher schon ein bisschen in Weihnachtsstimmung und habe meine Weihnachts-Playlist rauf- und runtergehört, aber jetzt bin ich voll und ganz im Adventsrausch angekommen.

Freitagabend hatte der Held eine Weihnachtsfeier – ohne mich. Das hat mich mal so was von gar nicht gestört, denn so hatte ich genug Zeit, zurück nach Stars Hollow zu reisen! Ich hatte eigentlich vor, alle vier neuen Folgen Gilmore Girls direkt am ersten Abend zu schauen. Dann stellte sich allerdings heraus, dass eine Folge anderthalb Stunden dauert und das habe ich dann doch nicht hinbekommen. Aber zwei habe ich geschafft und auch wenn es nicht perfekt war, fühlte es sich doch sehr nach Heimkommen an.

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Am Samstag haben wir das Geburtstagsgeschenk für die große Nichte eingelöst. (“Lieblingsnichte” darf ich jetzt nicht mehr sagen, denn seit einigen Wochen haben wir tatsächlich noch eine zweite Nichte und da gibt es jetzt keine Lieblinge mehr… 😉 ) Wir hatten ihr nämlich zum 6. Geburtstag einen “Kinonachmittag” bei uns zu Hause geschenkt, inklusive Popcorn, Fanta, und natürlich einem spannenden Film. Und das ausnahmsweise mal ganz ohne den nervigen kleinen Bruder! 😉

Vorbereitung auf den Kinonachmittag mit der #lieblingsnichte! 💚😊

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

Und natürlich blieb es nicht nur beim Film. Erst haben wir gemeinsam Muffins gebacken, und nach dem Film haben wir noch ein bisschen Lego gebaut, bis sie abgeholt wurde. Es war so faszinierend zu sehen, wie sich ihre Lego-Fähigkeiten in den letzten Monaten, seit wir zuletzt gemeinsam gebaut haben, verbessert haben! Beim letzten Mal mussten wir noch jeden Schritt der Anleitung erklären und zeigen – dieses Mal waren wir eigentlich nur noch zum Raussuchen der Steine nützlich. Mein Tantenherz ging auf! (Und ihre Suche nach Sechsern, “Zweirern” und “Einrern” werde ich niemals korrigieren! <3 ) Außerdem war sie fasziniert von meiner Schreibmaschine und übte ein bisschen Tippen.

Nichten-Tag! 💚

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Als die Nichte weg war, kamen dann noch gute Freunde zu Besuch. Sie wohnen nicht mehr in Münster, aber lustigerweise sind wir in die Straße gezogen, in der auch die Mutter des Freundes wohnt. So können sie Besuche im Elternhaus gleich mit einem Treffen mit uns verbinden. Ein Traum! Wir haben Gesellschaftsspiele gespielt und viel geredet und gelacht.

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Der Sonntag war ein ganz entspannter erster Advent. Morgens habe ich zum ersten Mal das Weihnachtsoratorium in den CD-Player geworfen und das Wohnzimmer beschallt. Herrlich! Und die erste Kerze am Adventsgesteck wurde natürlich zum Frühstück auch angezündet. Wir haben dieses Jahr einen Lego-Adventskranz. Das hat sich irgendwie so ergeben und sieht ja auch eigentlich ganz niedlich aus, und außerdem haben wir anderswo ohnehin keinen Platz für unser Weihnachtslego.

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Außerdem war für mich Zeit, die fehlenden zwei Gilmore Girls-Folgen zu schauen, und der Held konnte beim Formel 1-Saisonfinale mitfiebern. Währenddessen habe ich dann ein bisschen weihnachtlich dekoriert und auch den Tausch-Adventskalender vom Goldengelchen endlich aufgestellt. Jetzt bin ich schon richtig gespannt und freue mich auf den 1. Dezember! Der Held hat in diesem Jahr einen Marzipan-Kalender von mir bekommen. Sonst haben wir uns oft einen gemeinsamen Kalender selbst gemacht, aber im Zuge der Stressreduzierung haben wir uns das dieses Jahr einfach gespart. Zum Glück waren wir uns da einig.

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Außerdem habe ich unsere Fenster mit einem Kreidestift bemalt! Nachdem ich den Dreh raushatte, war es ganz einfach und es gefällt mir sehr gut. Von außen sieht es auch sehr hübsch aus, wenn drinnen das Licht an ist. Mal sehen, ob ich davon noch mal ein Foto hinkriege.

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Abends ließen wir den Sonntag dann nach einem leckeren Malzbier-Gulasch mit Knödeln bei einem spannenden Polizeiruf ausklingen. Und nur die Tatsache, dass mein Fotodrucker dann noch den Geist aufgegeben hat und ich somit nicht mit dem Adventstagebuch anfangen konnte, trübte den Sonntag noch ein kleines bisschen. So kann die Weihnachtszeit ruhig weitergehen!

Gilmore Girls, Fahrradlicht und ein paar Blog-Gedanken.

Ich bewundere ja immer die Bloggerinnen, die es schaffen, täglich zu bloggen. Frau Brüllen zum Beispiel. Oder ganz generell die, die mich mit ihren ganz normalen Alltagsgeschichten faszinieren. So wie Suomalainen Päiväkirja, Frische Brise oder Leitmedium auf vier plus eins. Alle haben sie kein “festes” Thema, sondern sind eher klassische Tagebuch-Blogs. Vielleicht würde man heute Familienblogs sagen, aber es gibt sicher auch genug Menschen, die ohne Kinder über ihren Alltag schreiben. Ich mag ihren Stil, ich lese gern ihre im Prinzip völlig irrelevanten Geschichten über Kleinigkeiten, die ihnen im Leben halt so begegnen.

Jedenfalls bin ich immer top-motiviert, das auch einfach so zu machen. Euch zu erzählen, dass ich es nicht geschafft habe, in einer Woche 31 Folgen Gilmore Girls zu schauen und somit immer noch 27 Folgen fehlen, bis morgen die neuen Folgen auf Netflix starten. Wie ist das eigentlich? Kommen alle auf einmal? Oder muss man wieder warten zwischen den Folgen, so wie früher, als ich die Folgen alle im Fernsehen geschaut habe? Als ich immer exakt im gleichen Lebensabschnitt wie Rory war und mich so, so verstanden gefühlt habe? Als meine WG-Freundin und ich nach der Uni zusammen im WG-Wohnzimmer saßen und uns, wenn es mal nicht klappte, per SMS auf dem Laufenden gehalten haben (einen Videorecorder hatten wir nicht und so gab es kein “nachträglich schauen”)? Ich erinnere mich noch genau an den Inhalt einer dieser Nachrichten: “LUKE UND LORELAY HABEN SICH GEKÜSST!!!” Es war sehr aufregend.

Ich könnte auch von meinen Fahrradplänen erzählen – ich habe ja momentan ein “Sommerfahrrad” und wollte mir im Herbst eigentlich ein neues kaufen. Nun kam aber ein Umzug mit dem einen oder anderen Kostenpunkt dazwischen, und gleichzeitig meinte ein Kollege: “Wieso willst du dir denn ausgerechnet im Herbst ein neues Rad kaufen? Nimm doch das günstige mit über den Winter, wo es nass und dreckig werden kann, und kaufe dir dann ein neues, wenn’s wieder schön ist draußen?” Und während ich immer noch die Idee eines Sommer- und eines Winterfahrrads mag (und außerdem hoffe, im Winter vielleicht ein günstiges Schnäppchen machen zu können, vielleicht nach Weihnachten, weil es außerhalb der Saison ist), fahre ich also erst mal noch mit meinem Sommerfahrrad. Das Problem: Das Sommerfahrrad hat nur einen stinknormalen Dynamo, das Frontlicht ist ein hübscher Nostalgie-Scheinwerfer, aber etwas funzelig, und wenn es regnet oder matschig ist, geht das Licht nicht. Nicht so hilfreich! Nun habe ich mir ein extra Aufstecklicht besorgt und bin wieder sicher unterwegs. Ein paar Tage war es allerdings ziemlich (viel zu!!!) aufregend. Immerhin habe ich meine Reflex-Jacke wieder an und bin so ziemlich gut von Autos sichtbar. Habe ich eigentlich mal erwähnt, dass tatsächlich an der Hauptstraße mal ein Autofahrer angehalten hat, ausstieg und auf mich zukam? Ich war sehr irritiert, aber er war ganz begeistert von meiner Jacke. “Ich habe Sie schon öfter gesehen auf dem Heimweg nach Feierabend und MUSS Sie das jetzt fragen: Wo gibt es denn SO eine tolle Jacke?”

Dann könnte ich noch von meinem Ärger mit Alma Küchen, von unserer tollen neuen Wohnzimmerlampe, von der Wichtel-App, die ich für die Schwiegerfamilie ausprobiert habe oder von meinem ersten Besuch eines Poetry Slams erzählen. Vielleicht mache ich das einfach mal. Und bringe Alltagsgeschichten mit. Ohne Fotos. Ich erzähle gern und bearbeite Fotos ungern. Das ist eigentlich ein sehr, sehr gutes Argument. Im Prinzip das beste Argument von allen.

Irgendwas ist immer. Ein Umzugsbericht

Der Umzug ist erledigt. Fertig, finished, vorbei. Das erleichterte Aufatmen hat man vermutlich durch halb Münster gehört, denn ich stand in den Umzugstagen ordentlich unter Strom. Noch an dieses denken, noch eben jenes erledigen. Dann wurden wir in diesen Tagen auch noch erneut Tante und Onkel, verkauften die alte Küche und schlugen uns mit Ebay Kleinanzeigen rum, reklamierten die neue Küche, telefonierten täglich mit Amazon wegen des Termins für die Lieferung des neuen Kühlschranks und, und, und.

Eine Woche vor dem Umzug bauten Eltern und Schwiegereltern die neue Küche auf und stellten neben zahlreicher lösbarer Mängel fest, dass die Spülmaschine nicht zu benutzen war, weil das Anschlusskabel fehlte. Außerdem ging die Heizung in der neuen Wohnung nicht, so dass sie bei 16 Grad arbeiten mussten (sorry!!!).

Fünf Tage vor dem Umzug setzte mich ein dicker Schnupfen außer Gefecht.

Vier Tage vor dem Umzug hatten wir unsere alte Küche immer noch nicht verkauft, obwohl wir schon mehrfach den Preis gesenkt hatten.

Drei Tage vor dem Umzug versuchte ich verzweifelt, herauszufinden, ob unser Kühlschrank überhaupt noch geliefert werden würde.

Zwei Tage vor dem Umzug erlitt ich einen mittelschweren Nervenzusammenbruch, als ich unsere geliebte Batman-Lampe mit dem Staubsaugerkabel von der Fensterbank fegte.

Einen Tag vor dem Umzug kam der Techniker von UnityMedia und verkündete uns die frohe Botschaft, dass das Internet in der neuen Wohnung wegen einer Leitungsstörung nicht ginge. Der Kühlschrank wurde doch noch geliefert. Abends packte ich Kartons bis Mitternacht, obwohl eigentlich schon alles gepackt war. Am Ende warf ich alles hin und krabbelte ins dreckige Bett (auf dem wurden die Schranktüren auseinandergebaut und staubten alles voll). Der Held machte heldenhaft (wie der Name schon sagt halt) die Wohnung noch für die Umzugshelfer fertig.

Der Umzugstag war erstaunlicherweise der entspannteste und schönste von allen. Wir hatten so viele tolle Helferinnen und Helfer, die ohne große Worte anpackten und trugen und auseinander- und wieder zusammenbauten und am Ende mit uns sogar noch die ersten Kartons ausräumten. Dabei hatten sie noch jede Menge Spaß und es fühlte sich fast gar nicht nach Arbeit an. Dass die Pizzeria, mit der wir die Helfer verpflegen wollten, an dem Tag unvorhergesehen geschlossen hatte, konnte uns da auch nicht mehr aufhalten. Es gibt ja mehr als eine (sogar in unserem Dörfchen). Dass am gleichen Tag die alte Küche abgeholt wurde, war allerdings dann eher wieder Stressfaktor für mich.

Die Liste der Dinge, die in der neuen Wohnung nicht oder nicht richtig funktionierten, war dann aber trotzdem erst einmal lang: Fernsehen. Internet. Telefon. Spülmaschine. Backofen (da flog immer die Sicherung raus). Der Stöpsel vom Spülbecken. Die Duschkabine (da setzte man immer das halbe Bad unter Wasser beim Duschen).

Mittlerweile sind wir jetzt aber schon seit 14 Tagen umgezogen, und die meisten Baustellen konnten in der Zwischenzeit glücklicherweise abgehakt werden. Seit gestern gehen sogar Telefon und Internet. Es wird richtig gemütlich bei uns. Und bald muss ich sicher auch nicht mehr lange überlegen, zu welchem Haus ich jetzt fahren muss, wenn ich Feierabend mache. Dann ist es ein Zuhause!