Alltagshüpfer

Schnipsel

19. Januar 2018

Friederike hat Münster erwischt. Bei uns persönlich zum Glück nicht. Ein Blumentopf auf dem Balkon ist zerdeppert – den hätte man natürlich vorher reinstellen können, wäre man ein vorbildlicher Bundesbürger und würde die Warnungen von „Nina“ ernstnehmen. Ich habe Nina nicht einmal installiert, aber der Held schon und er las mir auch die Warnung vor. Tja. Schade um den Blumentopf. Ich bin gestern sogar mit dem Fahrrad gefahren. Vor der Arbeit war noch nichts („Büschen windig heute“ hätte ich an normalen Tagen vielleicht gesagt), nach der Arbeit war schon alles vorbei. Da musste ich dann ein paar Kurven um heruntergefallene Dinge fahren und ab und zu mal auf die Straße ausweichen, da der Bürgersteig samt Radweg wegen herunterfallender Dachziegel abgesperrt war. Alles in allem: keine Sturm-News bei uns.


Freitag haben wir Weihnachtsfeier. Ja, unsere Firma macht die Weihnachtsfeier immer im Januar. Wir nennen sie dann halt Neujahrsfeier. Das entspannt alle ungemein. Die Terminsuche ist einfacher, man bekommt problemlos Tische reserviert für viele Menschen, und wann man feiert, ist ja letzten Endes auch schnuppe. Dieses Jahr machen wir mal was ganz neues und gehen auf ein Konzert. Die Band eines Kollegen spielt. Eine Metal-Band. Ich finde es saucool, die meisten anderen auch, einige maulen. Aber irgendwer hat halt immer was zu meckern. Ich bin jedenfalls sehr gespannt.


Unser regelmäßiger Essensplan funktioniert immer noch. Jeden Abend, wenn ich nach Hause komme und nur noch die Zutaten aus den Schubladen bzw. dem Kühlschrank holen muss, freue ich mich wieder darüber. Wir essen seither früher und sparen sicherlich Unmengen an Sprit, weil der Held nicht mehr nach jedem Arbeitstag einkaufen muss. Dank automatischer Erinnerung per „Wunderlist“ am Sonntagnachmittag planen wir auch den Rest unserer Woche dadurch etwas besser durch (der Held wird beispielsweise nicht mehr Donnerstag Mittag dadurch überrascht, dass ich ihm sage, dass ich abends Buchclub habe – das taucht ja alles schon bei der Essensplanung auf). Der Miracoli-Montag wird selbstverständlich trotzdem beibehalten. Traditionen und so.


Vom Leben gelernt: Mit dem Auto zur Arbeit fahren zu dürfen ist Luxus, der höchstens eine Woche lang richtig toll ist. Zwischen Weihnachten und Mamas Geburtstag Mitte Januar durfte ich ihr Auto ausleihen. Und weil ich es konnte, bin ich damit dann auch täglich zur Arbeit gefahren. Am Anfang war das super. In der ersten Januarwoche war es ja auch noch richtig leer auf den Straßen und ich war in kürzester Zeit am Büro angekommen. Außerdem war Mistwetter. In der zweiten Woche war es langsam nichts besonderes mehr, auf das ich mich jeden Tag freute. Außerdem wurden die Straßen immer voller und ich musste beim Hineinfahren in die Stadt ewig an den Ampeln warten. Mit dem Fahrrad flitze ich immer an diesen Schlangen vorbei und freue mich. Daher war es gar nicht so schlimm, als die Luxuszeit nach zwei Wochen vorbei war.

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Alltagshüpfer

2018 – das Jahr ohne gute Vorsätze

10. Januar 2018

Ein frohes neues Jahr in die Runde! Der Blog hat langsam schon Staub angesetzt, oder? Aber hey, ein kleiner Frühjahrsputz wird ihn schon wieder in Top-Zustand bringen. Zumindest habe ich heute das Problem gelöst, dass in den Kommentaren Jedes Wort Mit Einem Großbuchstaben Anfing. Könnt ihr so etwas auch so schlecht lesen wie ich? Mein Gehirn macht dann beim Lesen vor JEDEM Wort eine kleine Atempause. So entstehen völlig zerhackte Sätze. Leider war die Lösung nur durch ein neues Theme möglich. Aber so richtig gewöhnt hatten wir uns ja vermutlich alle noch nicht an das kleine Zwischen-Theme, das den Blog für ein paar Monate zierte.

Wie ist denn sonst so die Lage der Nation? Also, nicht der gesamten Nation. Aber bei euch und bei mir so? Mein 2018 hat entspannt angefangen, zu Besuch bei Freunden, klassisch mit Raclette und Wunderkerzen. Seither drömmel ich mich so durchs neue Jahr. Ich habe nicht einmal einen Neujahrsvorsatz! Dabei habe ich gute Vorsätze echt gern und es macht mir immer Spaß, darüber nachzudenken. Aber nachgedacht und reflektiert habe ich auch dieses Jahr – um dann festzustellen, dass ich eigentlich sehr zufrieden bin. Alles, woran ich mit guten Vorsätzen wirklich etwas ändern könnte, läuft eigentlich so, wie ich es mir vorstelle. Unglaublich eigentlich: Ich bin zufrieden mit dem, was ich mache, ich bin zufrieden mit meinem Aussehen, mit meinem Verhalten, mit allem, worauf ich selbst Einfluss habe. Wow!

Klar habe ich über Weihnachten wieder zwei Kilo zugelegt, die jetzt runtersollen. Aber das ist kein Vorsatz, sondern ist halt einfach so und wird jetzt eben „erledigt“. Ich weiß ja, wie es geht. Auch der Sport (nun ja, die kleinen Turneinheiten vor der Arbeit 3x die Woche) sind kein Vorsatz, sondern gehören mittlerweile dazu. Gesunde Ernährung? Bewegung? Freizeitverhalten? Läuft rund. Im vergangenen Jahr hatte ich meine „100 x 10.000 Schritte täglich“-Challenge. Vielleicht wiederhole ich so etwas im Laufe des Jahres noch einmal – aber momentan habe ich nicht einmal mehr einen Fitnesstracker! (Ich muss zugeben, er fehlt mir…)

Auch im Haushalt läuft es super, das Ausmisten nach Marie Kondo ist zwar immer noch nicht zu 100% abgeschlossen, aber es ist alles schon viel besser und ich war wirklich positiv überrascht, wie schnell das Nähzimmer wieder aufgeräumt war, nach dem das December Daily fertig war. Es ist wirklich eine echte Arbeitserleichterung, wenn alles von Grund auf organisiert ist und einen festen Platz hat! Das werde ich also weiter beibehalten und die paar Baustellen, die da noch offen sind, sollten schnell abzuhandeln sein. Habt ihr eigentlich Interesse an einem Beitrag zum Konmarie-Thema? Mir und noch einigen anderen, die ich kenne, hat die Methode sehr geholfen!

Kurz hatte ich überlegt, das Jahr mal wieder in „Themenmonate“ einzuteilen, wie ich es 2015 mal gemacht habe. Das hat damals eigentlich super geklappt. Aber hey. Nö. Ich mach einfach alles, ganz nach Gefühl. Läuft ja. Never change a running system und so! 🙂

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Alltagshüpfer

5 Sätze, die mehr Ordnung in dein Zuhause bringen

15. Oktober 2017

Aufräumen! Wenige Menschen würden das vermutlich als ihr Hobby bezeichnen. Ich auch nicht. Was mich aber wirklich glücklich machen kann, ist Ordnung. Und vor diese hat der liebe Gott nun einmal das Aufräumen gesetzt. Oder?

Seit wir umgezogen sind, haben wir eine Durchgangsküche. Jeder, der in unser Wohnzimmer möchte, durchquert also erst einmal die Küche. Da ist nichts mehr mit „Tür zu, Chaos weg“ – zumal die Türen auch noch Scheiben haben, durch die man alles unbarmherzig zu Gesicht bekommt. Als wir letztes Jahr eingezogen sind, war also mein fester Vorsatz: Wir räumen jeden Tag die Küche auf. Und was soll ich sagen? 100% geklappt hat das nicht, aber wir sind deutlich ordentlicher geworden als vorher. Und  zwar nicht nur in der Küche, sondern insgesamt. Das gefällt mir sehr gut!

Wie ist es dazu gekommen? Zum einen gebe ich mir mehr Mühe (und der Held natürlich auch, aber ich möchte in diesem Artikel nur über mich selbst schreiben – denn ändern kann man ohnehin nur sich selbst, nicht den Partner oder andere Menschen, mit denen man zusammenwohnt). Zum anderen habe ich eine Menge zu dem Thema gelesen – manches bewusst, manches tauchte in ganz anderen Zusammenhängen auf und blieb irgendwie hängen.

Folgende Sätze haben nachhaltig beeinflusst, wie ich mich zu Hause verhalte:

Complete the cycle

Bringe zu Ende, was du angefangen hast. „Complete the cycle“ bedeutet zum Beispiel, dass du Dinge, die du herausholst, auch wieder zurückbringst – der „Kreis“ des Geschenke einpackens besteht darin, das Geschenkpapier, Schere und Klebeband zu holen, das Geschenk zu verpacken und anschließend das Geschenkpapier, Schere und Klebeband wieder an ihren Platz zu bringen. Erst dann ist der Kreis geschlossen. Der „Kreis“ kann zum Beispiel aber auch die Wäsche sein: Sie will sortiert, in die Maschine gebracht, aufgehängt und weggeräumt werden. Dieser „Cycle“ dauert etwas länger und es gibt Ruhephasen. Dennoch passiert es uns seither deutlich seltener, dass die Wäsche eine Woche trocken auf dem Wäscheständer hängt, oder bereits gefaltet im Korb liegt, aus dem man sich dann morgens ein T-Shirt nimmt. Es ist ein sehr befriedigendes Gefühl, zu denken „Yes! I completed the cycle!“

Do the grown-up thing

Manche Dinge nerven. Und dabei sind es oft Kleinigkeiten, die in wenigen Minuten oder sogar weniger erledigt sind. Klassische Beispiele: Die leere Klorolle ersetzen. Den Müll nicht nur rausbringen, sondern auch einen neuen Müllbeutel einsetzen. Die Armaturen nach dem Duschen eben abwischen. Oder die Gehaltsabrechnung sofort abheften, statt sie ungeöffnet in den Briefständer zu stecken, der irgendwann überquillt. Reiß dich kurz zusammen und treffe die erwachsene Entscheidung, es halt eben hinter dich zu bringen. Irgendwann musst du es schließlich sowieso machen – wieso nicht sofort? Es sind nur Kleinigkeiten, aber es macht einen Unterschied.

Never walk empty-handed

Schon Mama hat’s gewusst: „Nie leer gehen!“ Dann wurde mir etwas in die Hand gedrückt, das in einen Raum musste, durch den ich sowieso kam. Heute halte ich bei jedem Aufstehen aktiv Ausschau nach Dingen, die nicht da sind, wo sie hingehören. Die leere Kaffeetasse kommt schon mal mit in die Küche. Manchmal räume ich sie direkt in die Spülmaschine (Do the grown-up thing and complete the cycle! 😉 ), aber manchmal stelle ich sie auch erst einmal nur auf die Arbeitsplatte. Dennoch ist das Wohnzimmer schon einen Tick ordentlicher und die Hürde ist kleiner. Der Clou ist hier auf jeden Fall das aktive Suchen nach Gegenständen, die mitgenommen werden können. Manchmal bin ich dann schon fast enttäuscht, wenn ich nichts finde.

Keep your sink shiny

Das erste Gebot der „FlyLady“. Die Amerikanerin befasst sich mit Ordnung und Routinen im Haushalt. Ihre Website steckt offensichtlich noch in den 90er Jahren, aber inhaltlich konnte ich dort schon einiges mitnehmen. Ihre erste Regel lautet: Halte dein Spülbecken sauber. Bringe es jeden Abend zum Glänzen. Nun ist es so, dass unsere neue Spüle mattschwarz ist. Glänzen wäre also kontraproduktiv. Allerdings ist meine persönliche Regel, dass abends vor dem Schlafengehen nichts mehr in der Spüle steht und diese ordentlich abgewischt ist. Meist spüle ich daher kurz vor dem Schlafengehen noch ein-zwei Töpfe ab und räume sie weg. Dann sieht es schon wieder so viel ordentlicher aus, dass oft wenige weitere Handgriffe reichen, um die Küche richtig aufgeräumt aussehen zu lassen. Sprich: Die Kaffeetasse, die ich im letzten Schritt schnell aus dem Wohnzimmer vorbeigebracht habe, wandert noch eben in die Spülmaschine, die Schere kommt wieder in die Schublade und zack, sieht’s super aus.

You can do anything for 15 minutes – and sometimes for 2 hours

Manchmal sieht die Wohnung aus wie sonst was, aber man hat einfach sowas von keinen Bock. Dann kremple ich die Ärmel hoch und sage zum Helden „Komm! Eine Viertelstunde, das schaffen wir!“ Und dann stellen wir die Eieruhr und flitzen los. Einfach das machen, was man gerade so sieht, ohne großen Plan. Es ist erstaunlich viel, was man in fünfzehn Minuten geschafft kriegt!
Aber auch dem großen „Hausputz“ tut ein Zeitlimit gut. Samstag ist unser Hausarbeitstag. In der Regel haben wir da eine To-Do-Liste, die abgearbeitet wird. Der Held und ich haben manchmal unsere Differenzen, weil ich gern Pause mache, er aber alles möglichst schnell abhandeln will, und wir teilweise unsere Aufgaben auch nicht zeitgleich erledigen, und so weiter. Vor ein paar Wochen haben wir etwas neues probiert, und beschlossen: Heute machen wir für zwei Stunden Hausarbeit. Ein paar Punkte sind ein Muss (Bad putzen zum Beispiel), und sonst schauen wir einfach, was so zu tun ist. Anschließend ist Feierabend – Zeit, das Wochenende zu genießen!
Es hat mich sehr glücklich gemacht, wie gut das funktioniert hat. Zwei Stunden lang sind wir durch die Wohnung gewirbelt und haben dies und jenes gemacht. Am Ende war noch etwas Zeit übrig, da wurden dann mal die Lichtschalter und Steckdosen gereinigt – was ich sonst NIE mache (NIE-NIE-NIE!), aber dann sehe ich zwischendurch immer, wie staubig sie sind, und ärgere mich etwas. Jetzt sind so kleine Aufgaben, die ich niemals auf die To-Do-Liste schreiben würde (weil sie mir nicht wichtig genug vorkommen), auch mal erledigt. Und vielleicht reaktivieren wir demnächst ja mal wieder das To-Do-Listen-Glas zu diesem Zwecke?

Weitere schlaue Ordnungssätze nehme ich gern entgegen! Perfekt ist es bei uns nämlich noch lange nicht. Aber wenn man ehrlich ist, wird es das vermutlich auch nie sein… 😉

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Alltagshüpfer | Erlebt | Foto-Hüpfer

Schnipsel

7. Oktober 2017

Heute war ich Wandern. Es regnete, die Sicht war neblig, das Thermometer im Auto zeigte zehn Grad. Egal, Wald. Zwanzig Minuten mit dem Auto von hier und dann ging es auf und ab. Unter anderem war ich zum ersten Mal überhaupt am Longinus-Turm. Dieser Aussichtsturm steht auf der höchsten Erhebung des Münsterlands: dem immerhin 187,6 Meter hohen Westerberg. Überrascht war ich davon, wie unfassbar hässlich dieser Turm ist. Mir wurde dann auf Instagram mitgeteilt, dass man ja auch nicht den Turm fotografieren soll, sondern daraufsteigen und von dort aus dann die Aussicht bewundern. Bei dem heutigen Regenwetter habe ich mir das aber mal gespart.

So bin ich aber immerhin mal wieder auf 16.000 Schritte gekommen. Seit ich meine persönliche Challenge, 100 Tage am Stück jeweils 10.000 Schritte zu gehen, geschafft habe, dümpelt meine Schrittzahl nämlich so ziemlich am Boden vor sich hin. Das ist etwas traurig. Und da ich die letzten Tage auch noch krank war und auf dem Sofa Rückenschmerzen von zu viel Liegen bekam, tat die Bewegung auch bei schlechtem Wetter richtig gut.

Außerdem dieses Wochenende bzw. in der Krankenwoche zu berichten: eine lange im Regal vor sich hin staubende Serie in den DVD-Player geschoben und sofort gefesselt gewesen. Boardwalk Empire spielt in den USA der 20er und 30er Jahre und fängt an zum Beginn der Prohibition. Spannend! Leider nirgendwo zu streamen, aber ich habe mir direkt die Komplettbox bestellt, die zu dem Zeitpunkt im Angebot war und nur 27 Euro gekostet hat (statt – wie jetzt – 99!).

Unser Buchclub hat sein Schicksal endlich eingesehen. Wir sind jetzt offiziell ein Dystopien-Buchclub. Nein, nicht wirklich, aber wir haben festgestellt, dass wir wirklich oft Dystopien lesen, und diese zählen dann meist zu den Büchern, die allen am besten gefallen. Ein paar habe ich ja hier auch schon besprochen (Die Berufene und Ein Jahr voller Wunder), es standen aber noch mehr auf dem Programm. Das Licht der letzten Tage war das vorletzte Buch, und dieses Mal haben wir eine ganz besondere Lektüre ausgewählt: Der Bericht der Magd von Margaret Atwood. Nicht wenige hatten die Autorin für den Literaturnobelpreis auf dem Schirm (den hat ja letzten Endes dann mal wieder ein Mann gewonnen – aber bei einem Verhältnis von mittlerweile 100 Männern zu 14 Frauen sind Männer wohl einfach die besseren Autoren *husthust*) und zu dem Buch, das schon mehrfach verfilmt wurde, gibt es auch aktuell eine sehr gehypte Serie (The Handmaid’s Tale nach dem Originaltitel), die man hierzulande leider nicht ansehen kann. Also, außer auf obskuren PayTV-Sendern, die niemand hat. Das Buch war jedenfalls unglaublich gut. Da steht wohl mal eine ausführliche Rezension an. Da hab ich allerdings noch mehrere Bücher auf der Liste.

Mehr Zeit wäre also schön – also alles wie immer. Nebenbei nähe ich, habe die ersten Weihnachtsgeschenkideen, und entrümpele fröhlich die Wohnung nach Konmari. Es wird nicht langweilig!

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Alltagshüpfer

Gerade jetzt #4

19. Juli 2017

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich? Und was um alles in der Welt sollen wir heute zu Abend essen?

Gerade jetzt…

denke ich an die vielen schönen Pläne und Termine in den nächsten Wochen – Geburtstage, Sommerfeste, Spieleabende und in ziemlich exakt einem Monat haben wir auch schon Urlaub!

mag ich den Sommer. Die Hitze.

mag ich nicht die tägliche Überlegung, was wir essen sollen. Ich denke an die Familie, die einen festen Essensplan für eigentlich immer hat, der sich alle vier Wochen wiederholt, und frage mich, ob wir das nicht auch brauchen. Es würde vieles so viel einfacher machen!

fühle ich meine neuen Ohrringe mit Legosteinen, wenn ich den Kopf drehe. Hihi! Ein super Mitbringsel vom Flohmarkt im Berliner Mauerpark.

trage ich Kleider, Röcke, Sandalen.

brauche ich mehr Zeit! Und ein Putzmensch wäre schön, der uns die ganze doofe Hausarbeit einfach abnimmt. Vor allem das Fensterputzen.

höre ich mal wieder das Musical „Elisabeth“ in Dauerschleife.

mache ich Ordnung. Ich habe den Kleiderschrank entrümpelt – nicht nur Dinge, die nicht mehr passen, sind rausgeflogen, sondern auch Dinge, die mir nicht mehr gefallen/stehen. Im Zuge dessen habe ich gleich alles etwas umorganisiert und bin superglücklich mit meiner neuen Ordnung im Schrank! Grundlage war das Buch Magic Cleaning, was ich aber gar nicht gelesen habe. Diverse Blog-Einträge und Artikel dazu waren völlig ausreichen.

lese ich eigentlich gerade gar nichts. Im Zug auf der Heimfahrt aus Berlin habe ich Jodie Picoults Roman „Bis ans Ende aller Tage“ ausgelesen. Ich mag Picoults Bücher eigentlich ganz gern und bin selten enttäuscht worden, dieses fand ich allerdings sehr langatmig und etwas öde. Die Figuren konnte ich bis zum Ende nur schwer auseinanderhalten. Daher habe ich es im Zug gelassen, in der Hoffnung, vielleicht irgendjemandem doch noch eine lange Fahrt etwas angenehmer gestalten zu können (ich meine – besser als nix war es allemal!). Als nächstes steht „Das Licht der letzten Tage“ für den Buchclub auf dem Programm.

trinke ich stinknormalen Filterkaffee – nach den ganzen fancy Kaffeespezialitäten in den Berliner Coffeeshops sehr entspannend!

vermisse ich Berlin! Wir waren nur vier Tage da und es war so schön. Ich wäre gern länger geblieben.

schaue ich mit dem Helden selbstverständlich die neuen Folgen Game of Thrones! Außerdem läuft die dritte Twin Peaks-Staffel – da gibt es ja auch jede Woche nur eine neue Folge. Die dritte Staffel Gotham läuft daher eher so nebenbei.

träume ich von einer aufgeräumten Wohnung. Hüstel. Das wäre schön. Meldet sich zufällig jemand freiwillig?

Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

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Alltagshüpfer

Podcast-Liebe: Über das glückliche Leben, die Lage der Nation und mehr

3. Juli 2017

Podcasts! Ich bin nach einer langen, langen Zeit, in der ich mit dem gesamten Konzept einfach nicht warmgeworden bin, mittlerweile großer Fan. Podcasts sind super: Man kann sie unterwegs hören, man kann sie hören, während man andere Dinge tut, man lernt im Zweifelsfall noch was. Sie sind nicht so lang wie Hörbücher, sie sind gratis, und es gibt ungefähr eine Million verschiedene davon. Ich habe einfach länger gebraucht, um die passenden Podcasts für mich zu finden! Ich bin nämlich recht wählerisch und gebe dem Ganzen auch keine lange Anlaufzeit. Wenn mich die erste Folge schon langweilt oder nervt, fliegt der Podcast wieder aus meiner Liste. Leider geht es mir so mit den meisten deutschen Podcasts. Leute, die ohne Konzept drauflos labern und blöde Witze reißen, sind leider oft nicht meins. Wie bei „lustigen“ Büchern – es ist offenbar schwer, genau mein Humorzentrum zu treffen. Wenn es aber klappt, bin ich treu und höre „rückwärts“, bis ich alle Episoden durch habe. So kann ich mich dann monatelang mit einem Podcast beschäftigen.

Vielleicht wünscht ihr euch auch noch Podcast-Tipps? Falls ja, dies ist die Playlist mit meinen aktuellen Highlights:

Lage der Nation

Tatsächlich ist die „Lage der Nation“ mein erster deutschsprachiger Podcast, auf den ich mich jede Woche freue (und einer von nur zwei Podcasts, die ich automatisch von meiner App herunterladen lasse). Er erscheint immer am Wochenende, allerdings nicht so 100% zu einem festgelegten Zeitpunkt. Und so klicke ich mich ab Freitag Nachmittag immer mal wieder in meine Podcast-App, um zu gucken, ob „die neue Lage“ schon da ist. Wenn ja, schnappe ich mir die Kopfhörer und verlasse das Haus. Ein Spaziergang oder auch mal laufen gehen macht mit diesem Nachrichtenpodcast auf den Ohren einfach Spaß. Philip Banse, Journalist u.a. beim Deutschlandfunk, und Ulf Buermeyer, Richter am Landgericht Berlin, fassen die Ereignisse der Woche in ca. anderthalb Stunden zusammen, ordnen ein und erklären Hintergründe. Natürlich nicht ohne Meinung, das bleibt nicht aus, aber da gehen wir an den meisten Stellen konform. Dabei geht es, anders als der Name der Sendung vermuten lässt, nicht nur um News aus Deutschland. Einer der Schwerpunkte ist, sicherlich auch aufgrund der persönlichen Hintergrunde der beiden, die Netzpolitik. So weiß ich jetzt vermutlich mehr über Vorratsdatenspeicherung als du. Also, außer du hörst auch die Lage. Bääm. 😀

Klar, dass aufgrund der Länge des Podcasts nicht alle Themen besprochen werden können, die auf der Welt passiert sind. Auch klar, dass nicht alle Themen gleich „gut“ besprochen werden können. Aber mein Eindruck ist, dass Banse & Buermeyer durchaus kritikfähig sind, sie setzen sich mit ihren Hörerinnen und Hörern auseinander und freuen sich über Feedback, und revidieren auch mal ihre Meinung. Sympathisch! Und ich fühle mich definitiv besser informiert, seit ich regelmäßig die „Lage“ höre.

Happier with Gretchen Rubin

Neulich habe ich den Podcast schon in diesem Artikel über ein schönes Lebensmotto erwähnt: Always choose the bigger life. Die Autorin hostet den Podcast gemeinsam mit ihrer Schwester. In handlich verpackten 20-30 Minuten (gern so ungefähr eine Fahrradfahrt zur Arbeit lang – perfekt für mich) stellt Gretchen Methoden vor, mit denen man sein Leben „Happier“ machen kann. Ideen, Leitsätze, Gewohnheiten, Denkanstöße. Dabei gibt es jede Woche ein „Try this at home“ und einen „Happiness Stumbling Block“, also quasi einen Stolperstein fürs Glücklichsein, und wie man damit umgehen kann. Ich habe schon viel mitgenommen daraus! Manches sind wirklich Kleinigkeiten, anderes sind größere Ideen, und manches ist für mich persönlich auch einfach nix. Aber es macht mich fröhlich und viel mehr will ich ja gar nicht im Leben.

My Dad Wrote A Porno

Der Titel klingt erst mal komisch, oder? Aber genau das ist passiert: Der Vater von Jamie Morton hat einen „erotischen Roman“ verfasst. Und zwar, das stellt sich im Laufe der ersten Staffel des Podcasts heraus, einen wirklich, wirklich, wirklich schlechten erotischen Roman. Jamie liest das Buch Folge für Folge komplett vor – nicht nur uns, sondern vor allem seinen beiden Freunden Alice und James. Was sich daraus ergibt? Nun, unter anderem verwirrte Blicke von Passanten, wenn ich mal wieder auf dem Fahrrad scheinbar unmotiviert in brüllendes Lachen ausbreche. Das Buch an sich ist in erster Linie absurd, aber in Kombination mit den Reaktionen von insbesondere Alice mit ihrem wunderbaren britischen Englisch ergibt sich etwas, das mein Humorzentrum genau trifft. Mittlerweile gibt es schon eine zweite und dritte Staffel, ich höre mich nach und nach durch. Natürlich absolut NSFW. Aber wofür gibt es Kopfhörer?

Oma erzählt vom Krieg

Jetzt wird es etwas ernster. Und eigentlich ist „Oma erzählt vom Krieg“ auch kein klassischer Podcast. Jedenfalls hat er nur fünf Folgen. Und die sind kurz. Aber sie haben es in sich. Die Reihe wird produziert von ze.tt, dem etwas jugendlicheren Portal von Zeit Online, mit dem ich eigentlich so gar nichts am Hut habe. Und tatsächlich finde ich die junge Moderatorin, die zu Beginn und am Ende jeder Folge zwei-drei Sätze sagt, eher nervig und irgendwie unangemessen quietschig. Dazwischen jedoch erzählen Frauen, die den zweiten Weltkrieg als Kinder miterlebt haben, ihre Geschichte. Die fünf Damen aus Berlin erzählen, wie sie Bomben erlebt haben, Nächte im Luftschutzkeller oder die Verschickung aufs Land. Es geht nicht um politische Hintergründe, sondern „einfach nur“ um die Erlebnisse. Am Ende ziehen sie den Vergleich zur Gegenwart, in der auch Kinder in Kriegen aufwachsen müssen, und deshalb auf der Flucht sind. Der „Erziehungsauftrag“ des Formats für junge Hörerinnen und Hörer ist unverkennbar, das Schlusswort der Produzentin manchmal sehr holzschnittartig, aber ich habe in jeder Folge Tränen in den Augen gehabt. Wirklich sehr hörenswert.

 

Meinen Lieblingspodcast „Dear Hank and John“ habe ich euch jetzt schon so oft empfohlen, dass ich ihn nicht schon wieder aufführen wollte. Habt ihr noch Podcast-Vorschläge für mich?

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Alltagshüpfer | Foto-Hüpfer

12 von 12 im Juni 2017 

12. Juni 2017

Jetzt reihen sich hier die 12 von 12 direkt aneinander. Ich will gern mehr bloggen, dann ist es allerdings wieder so: Wenn ich zuhause bin und Zeit habe, dann wende ich die derzeit lieber fürs Nähen, Lesen, Fernsehen, Hausarbeit, Sport auf, als zu bloggen. So stapeln sich in meinem Kopf die Artikelpläne und nichts wird umgesetzt. Blöd für den Blog, aber für mich war es ja immer wichtig, dass dieser ein Hobby und keine lästige Verpflichtung bleibt.

Für die 12 von 12 – zwölf Bilder vom Monatszwölften – habe ich aber mal wieder einen Tag lang mein Smartphone dabeigehabt. Ist ja schon praktisch heute. Früher (damals!!!11einseinself) musste man immer die Kamera mitschleppen. Da habe ich aber auch noch Wert darauf gelegt, dass die Kamera möglichst klein ist. Heute habe ich eine große Kamera und ein Smartphone. Finde ich eine prima Entwicklung.

Heute ist Montag, und der Tag beginnt mit Sport. Wie bitte? Ja, richtig gehört, ich mache nun regelmäßig vor der Arbeit Sport. Das klingt erst einmal sehr widersprüchlich, weil ich doch morgens bekanntermaßen schlecht aus dem Bett komme. Allerdings habe ich festgestellt, dass es doch durchaus geht, wenn ich einen Grund dafür habe. Also quasi einen Termin, den ich erfüllen muss. Und weil ich abends oft keinen Bock oder schlichtweg keine Zeit habe, aktiv zu werden, versuche ich das jetzt morgens vor der Arbeit. Es läuft eigentlich sehr gut – letzte Woche habe ich allerdings ausgesetzt, weil ich früh im Büro sein musste. Übertreiben muss man’s ja auch nicht. Motiviert hat mich übrigens Pia. Nach der Abnahme dachte ich, ein paar Muskeln wären ja auch nett.

Es ist noch früh – offenbar so früh, dass ich mir beim Fotografieren den Kopf abschneiden muss. Auf fünf Fotos ist er nicht einmal komplett drauf! 😉 Dafür präsentiere ich meine Superman-Socken, denn wer vor der Arbeit Sport treibt, ist allemal Superman-würdig.

Man sollte jetzt aber nicht glauben, ich mutiere zur Supersportlerin des Jahres. So fit wie Pia werde ich wahrscheinlich nie werden, ich habe zur Mini-Variante gegriffen und beschlossen, dass acht Minuten reichen müssen. Nachdem ich das hier gerade so großspurig eingeleitet habe, seid ihr jetzt vermutlich enttäuscht. Aber hey. Bei 8 Minuten bleibt es ja doch nicht, man muss sich erst in die Sportsachen werfen, die Matte ausrollen, die DVD einlegen und starten, und dann ist ja auch immer noch eine Pause zwischen den Übungen, und anschließend geht’s unter die Dusche. Da ist man mit 40 Minuten locker dabei, wenn man sich noch die Haare föhnen muss. Ich jedenfalls sitze heute 45 Minuten nach dem Aufstehen auf dem Fahrrad. Ein paar Muskeln bringt’s ja vielleicht doch, das 8-Minuten-Muskel-Workout. Spaß macht’s auch ein bisschen UND ich kann mich dazu überwinden, das ist das wichtigste. Acht Minuten sind besser als null.

Heute ist der einzige Tag der Woche, an dem es „nur“ um die 20 Grad sein sollen. Daher werfe ich mich in meine neue, langärmlige Bluse (die trotzdem recht luftig ist). Gestern war verkaufsoffener Sonntag in Haltern am See und ich habe dieses Schnäppchen gemacht. Ist die nicht süß? Neues will ich am liebsten sofort anziehen, also hoffe ich, dass mir nicht zu warm wird.

Im Büro: Arbeit. Symbolbild.

Mein Kollege hat heute wieder seinen Hund mit. Im Gegensatz zu unserem „regulären“ Bürohund, der täglich da ist, kommt Monty nur ein oder zwei Mal pro Woche mit. Und ebenfalls im Gegensatz zu unserem regulären Bürohund liebt er Spaziergänge. So darf er dann mit auf meine Mittagspausenschritte. Heute entdecken wir die großen Symbole der Münsteraner Skulpturprojekte 2017 auf der Straße vorm Büro. Da folgen wir doch glatt mal den Pfeilen.

Ich bin ja kein großer Skulpturen-Kenner. Zunächst kommen wir an einem Lagerfeuer vorbei. Das ist eine Skulptur (lese ich gerade nach). Ich halte mit dem Hund lieber Abstand. Für die nächste Skulptur sollen wir in den gegenüberliegenden Schrebergarten einbiegen. Dort spaziere ich zwar mittags sehr gerne mal durch, aber ich weiß nicht, ob Hunde dort erlaubt sind. Also biegen wir zwei Kunstbanausen lieber wieder auf die gewohnte Route ab und genießen noch etwas Natur. Fazit: Ich bin offensichtlich nicht kunstinteressiert genug. Monty wollte ja. Aber ich hab ihn ins Grüne gezerrt. Ich bin so gemein.

Nachmittags geht es mit der Arbeit weiter. Zwischendurch aktualisiere ich die DHL-Website. Ich habe letzten Mittwoch etwas bestellt, das am Freitag geliefert werden sollte. Daher habe ich als Lieferadresse das Büro angegeben. Freitag kam und kam dann aber niemand, ich blieb schon extra lange, bis ich irgendwann ins Tracking schaute. Bei DHL hatte man um 16 Uhr vermutet, wir hätten nun geschlossen, und die Sendung zurückgestellt. Tja, da saß ich nun um 17 Uhr und hätte längst heimgehen können. Hmpf. Samstag wurde die Sendung dann erneut zurückgestellt (sinnvoll) und heute? Passiert gar nichts. Doof!

Die Uhr erinnert mich während des Tages regelmäßig daran, dass ich mich mal wieder bewegen sollte. Auch, um meine 10.000 täglichen Schritte zu schaffen, stehe ich dann immer auf und gehe ein paar Meter. Ein Grund findet sich immer. Neuen Kaffee in der Küche holen? Den Kollegen im Nachbarbüro besuchen, anstatt ihn anzurufen? Den Kalender in der anderen Ecke des Büros auf den neuesten Stand bringen? Oder halt den Hund knuddeln. Ich bin nicht wählerisch.

Nach der Arbeit springe ich noch kurz in den Supermarkt. Es ist schließlich Miracoli-Montag, aber unsere Vorräte sind aufgebraucht. Das geht zum Glück recht fix.

Auf dem Heimweg ist es sooo windig! Ich mag es nicht, wenn es windig ist. Das Radfahren ist einfach so viel anstrengender. Eine frische Brise, gut, aber richtig Wind? Ich werde dann immer ganz fuchsig und schimpfe vor mich hin. Sicher ein lustiger Anblick. Ich erspare ihn euch und teile diese schönere Seitenansicht meines Weges mit euch. Immerhin kann ich am Auto-Stau vorbeifahren.

Zuhause schauen wir eine schnelle Serienfolge, bevor ich zur Chorprobe muss. Wer erkennt anhand des Bildes und des passenden Textes in der Lightbox daneben, welche Serie wir gerade schauen? (Auf Instagram habe ich es natürlich schon verraten…) Heute kommt netterweise eine Folge, die mich NICHT mit verdrehtem Gehirn zurücklässt. Eine erfrischende Abwechslung.

Im Anschluss dann die montägliche Chorprobe. Wir kämpfen mit einigen schwierigen Liedern derzeit. Aber es ist eine sehr erfolgreiche Probe und wir alle haben das Gefühl, dass wir die beiden schwersten Stücke meistern können. Letzte Woche haben wir da noch viel mehr gejammert. 😉

Jetzt bin ich zuhause, muss dummerweise den Rest aus der Weinflasche von gestern trinken und werde noch ein bisschen Dinge von A nach B räumen. Am Wochenende habe ich praktische Aufbewahrungskisten fürs Nähzimmer gekauft und somit steht eine Mini-Umorganisation an.

Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Juni 2015, Juni 2013, Juni 2011)

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Alltagshüpfer | Erlebt

12 von 12 im Mai 2017

13. Mai 2017

Gestern war der 12. Mai, und ich habe endlich mal wieder daran gedacht, 12 Fotos von meinem Tag zu machen. Es war aber auch ein schöner Tag, da fiel das leicht! Außerdem habe ich entdeckt, dass der Mai tatsächlich einer der wenigen Monate ist, in denen ich seit Jahren die 12 von 12 durchziehe. Eine schöne Dokumentation, finde ich.

Morgens zog ich mich direkt passend an – mit Band-Shirt. Abends sollte es nämlich auf ein Kapelle Petra-Konzert gehen, und es schadet ja nicht, diese Vorfreude schon den ganzen Tag zu demonstrieren!

Der Held ist noch krank, daher konnte ich mit dem Auto fahren. Das traf sich gut, ich bin nämlich selbst noch leicht angeschlagen mit einer blöden Erkältung und da ist Radfahren nun einmal doppelt anstrengend. Auf diesem Foto stehe ich an der Baustellenampel, die ich kürzlich erwähnt habe. Die verlängert meinen Arbeitsweg mal eben um 5-10 Minuten. Was auf einer Strecke von einer Viertelstunde schon eine Menge ist.

Unterwegs halte ich kurz an der Post und werfe meine Unterlagen für die Sozialwahl ein. Das ist ja ein Thema, das mich länger beschäftigt hat. Keiner kennt sich so richtig aus, weiß wirklich, wen er da wählt und wofür. Auf Twitter habe ich einen neuen Podcast entdeckt: Lage der Nation. Jede Woche werden darin die aktuellen Ereignisse der Woche zusammengefasst und eingeordnet. Hier besprechen sie auch die Sozialwahl. Ich habe dabei gelernt, dass ich bei meiner Krankenversicherung gar nicht wählen darf, da dort eine sogenannte „Friedenswahl“ stattfindet. Das bedeutet, es stellen sich nicht mehr Leute zur Wahl, als Plätze im Rat vorhanden sind, und somit sind die bereits automatisch „gewählt“. Kommt mir recht undemokratisch vor. Aber bei der Rentenversicherung durfte ich noch wählen. Falls ihr noch nicht gewählt habt und auch so unsicher und verwirrt seid wie ich, hört euch die zehn Minunten des Podcasts auf jeden Fall an (man kann die einzelnen Themen extra anklicken). Mir hat es sehr geholfen.

Es folgt ein unfotogener Arbeitstag.

Eine kurze Runde durch den Park hinterm Büro ist aber natürlich auch drin.

Auf dem Rückweg – habt ihr’s auf dem oberen Foto entdeckt? – halte ich noch kurz an der Tankstelle. Mir kommt der Sprit sehr günstig vor mit 1,11, aber später in Hamm haben wir Tankstellen gesehen, an denen er sogar nur 1,04 kostete. Nun ja, was sein muss, muss sein. Ich ziehe mir einen lustigen Dieselhandschuh an, denn als ich die Zapfpistole (ähm… heißt das so?) einstecke, versaue ich mir schon die Hand. Außerdem ist das Foto so lustiger. 😉

An der Baustelle darf ich natürlich auch wieder stehen. Juchuh!

Zuhause gibt’s Abendbrot und einen Blick auf die Uhr. Naja, das sind ja noch nicht sehr viele Schritte heute. Aber ich habe mich auch nicht so sehr angestrengt, denn erfahrungsgemäß tanze ich auf Konzerten die Schritte schnell und einfach herbei.

Viel Zeit haben wir nicht! Um kurz vor sieben werden wir abgeholt und dann heißt es: „Volles Abteil / Fahrbier dabei / Alle sind glücklich / Denn morgen ist frei!“ Man beachte auch unsere signierten „Delücks-Karten“. Wir fühlen uns ein bisschen wie VIPs! 😀

Das Konzert ist im Kurhaus Hamm, die Kapelle wird begleitet vom Sinfonieorchester der Hammer Musikschule. Wir sind gespannt, wie das wohl wird, aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, war es jetzt so viel anders als sonst nicht. Was nicht tragisch ist, denn sonst ist es ja immer toll, also ist es auch heute toll! Soweit, so logisch? 😉

Auf dem Heimweg gibt’s noch einen kleinen Zwischenstopp. Wo wir es hier auf dem Blog doch kürzlich mit gesunder Ernährung, Abnehmen und so hatten. 😉 So ein McDonald’s-Besuch ein oder zwei Mal im Jahr wirft das alles nicht um. Ich freue mich schon den ganzen Abend auf einen BigMac und einen Vanille-Milchshake und genieße das dann auch sehr!

Am Ende des Tages stehen rund 16.000 Schritte auf der Uhr. Geht ja doch ganz gut, so beim Konzert. Ich sollte mehr auf Konzerte gehen… Wir lassen uns nach Hause kutschieren und liegen gegen 1:00 Uhr im Bett. Ein schöner Freitag!

Mehr 12 von 12 findet ihr wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011)

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Alltagshüpfer

Bloggerfrühstück und Handy-Ärger – Tagebuchbloggen am 5. Mai {WMDEDGT}

5. Mai 2017

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen zwar an jedem Monatsfünften, aber ich bin nur sporadisch dabei. Aber immerhin habe ich heute mein Buch hochoffiziell als „Tagebuchblog“ bezeichnet, da darf das ja kaum fehlen, oder?

Heute ist ein etwas untypischer Freitag. Er fängt schon damit an, dass mein Wecker eine halbe Stunde früher klingelt. Der Held hat heute Abend Firmenfeier und wünscht sich, mit dem Auto zur Arbeit gebracht zu werden, damit er abends nicht zurückfahren muss. Dem Wunsch entspreche ich gern, denn es bedeutet immerhin, dass ich auch nicht Radfahren muss. Es ist wieder unangenehm kühl geworden und den Luxus, ein Auto zu haben, genieße ich immer mal wieder gern.

Pünktlich liefere ich den Helden also im Nachbarort ab und rund 20 Minuten später sitze ich selbst auch schon am Schreibtisch, genieße den ersten Kaffee und knabbere an dem leckeren Honigkuchenriegel, den wir am vergangenen Wochenende in unserem Kurzurlaub in den Niederlanden gekauft haben. Zu viel darf ich aber nicht frühstücken. Nur anderthalb Stunden später verlasse ich das Büro nämlich schon wieder und mache mich auf den Weg in den Hafen. Leila und Hanna, die fabelhaften Gründerinnen der MünsterBlogs-Website, haben nämlich zum Mini-Meeting mit Frühstück geladen. Und mit TV-Begleitung!

Am Hafen suche ich relativ lange einen Parkplatz – ich bin ja sonst nur abends dort und dachte mir, tagsüber findet man sicher locker was. Haha, sehr naiv von mir, denn tagsüber wird dort natürlich gearbeitet! 😉 So musste ich sogar so weit hinten parken wie nie zuvor. Immerhin waren es damit noch ein paar Schritte bis zum Treffpunkt. Mein aktuelles Ziel ist es schließlich, hundert Tage lang täglich 10.000 Schritte zu gehen. Immerhin 33 Tage halte ich das jetzt schon durch!

An der Location angekommen, stelle ich fest, dass man vermutlich auch dort hätte parken können. Aber nun gut. Das wäre ja langweilig und Schritte hätte ich auch keine gemacht! 😉 Das Mini-Meeting mit Frühstück ist dann wunderbar – kommunikativ, informativ, spannend. Und Kaffee und Brötchen gibt’s auch, was will man mehr? Alles wird vom WDR gefilmt, nächste Woche wird vermutlich ein Beitrag in der Lokalzeit erscheinen. Ich durfte auch ein paar Worte sagen und war sehr aufgeregt. Dann habe ich mich vor dem Mikro erschreckt, das von oben in mein Blickfeld ragte. Vermutlich werde ich rausgeschnitten. 😀

Anschließend darf ich zurück ins Büro. Ein Hoch auf die Gleitzeit, die solche spontanen Pausen ab und zu möglich macht! Vormittags hatte ich die meisten Kundenanfragen schon abgearbeitet, so dass ich mich nachmittags mit Übersetzungen beschäftigen kann. Das macht durchaus Spaß, ich probiere eine neue Übersetzungssoftware aus. Außerdem versuche ich, meinem Arbeitskollegen das Konzept Blog zu erklären. Zum wiederholten Male. Er steht dem Internet recht skeptisch gegenüber (obwohl wir eine reine Online-Firma sind 😀 ) und so geht es nach dem heutigen Termin um Blogger-Kooperationen, Authentizität, Münsterblogs im allgemeinen und speziellen. Das ufert etwas aus und irgendwann müssen wir die Diskussion ohne Ergebnis abbrechen, damit die Arbeit auch gemacht wird! 😉

Nach der Arbeit husche ich noch kurz in den Supermarkt. Da der Held nicht da ist, möchte ich Arabische Kichererbsen-Spinat-Suppe kochen. Er steht nicht so auf Spinat und Eintöpfe sind auch nicht sein Favorit, da passt das ja ganz gut und schnell geht es auch. Seit dem Frühstück habe ich nämlich nichts mehr gegessen – mein Magen knurrt!

Auf dem Heimweg fahre ich einen Umweg. In unserem Dörfchen ist eine Baustelle inklusive Baustellenampel und so stehen zur Berufsverkehrszeit immer Massen an Autos Schlange, um die einspurige Durchgangsstraße zu befahren. Ich fahre also so, dass ich aus der anderen Richtung komme – ob sich das lohnt, weiß ich nicht, aber immerhin fahre ich entspannt, statt im Stau zu stehen. Daheim liegt dann ein Wahlprospekt von der CDU im Briefkasten. Sie listet unter anderem alle Erfolge auf, die sie in den letzten Jahren hier im Ort so erreicht hat. Ich muss etwas lachen, denn einer davon ist die Sanierung und der Umbau der Bushaltestellen – der Grund für die aktuelle Baustelle und den täglichen Stau. Sicherlich ein lohnenswertes Projekt, aber ob die Anwohner momentan so dankbar dafür sind?

Mein Plan für heute Abend lautet: das Smartphone neu installieren. Seit Tagen meldet es, dass die SD-Karte defekt sei. Ich kann nicht mehr fotografieren, weil die Fotos nicht gespeichert werden können; und alles, was einen Zugriff auf die Karte erfordert, dauert gefühlte Stunden. Dazu habe ich eine neue SD-Karte bestellt, die heute ankommen soll. Leider finde ich aber außer dem CDU-Prospekt nichts im Briefkasten… So ein Mist!

Schnell schmeiße ich eine Maschine Wäsche an und dann koche ich erst einmal, den knurrenden Magen erwähnte ich ja schon. Währenddessen schaue ich nach, was der Händler zur Lieferung der Speicherkarte zu sagen hat. Tja. Nun. Er hat folgendes zu sagen: Die Sendung wurde zugestellt. An der angegebenen Lieferadresse. Nämlich, wie zwei weitere Klicks schnell zu Tage bringen, am Büro. So ein Mist! Ich war mir so sicher, dass ich Zuhause als Lieferadresse angegeben hatte! Ich ringe kurz mit mir. Kann ich das Wochenende noch so überstehen? Ich könnte wahrscheinlich, aber ich will nicht. Grummel. Also steige ich nach zwei Tellern Suppe und der letzten Folge „Freaks and Geeks“ auf Netflix wieder ins Auto und düse zum Büro. Schnell mit Warnblinker in der Busspur halten, zum Briefkasten flitzen (in den ich sonst immer nach Feierabend einen Blick werfe – außer heute!), den Umschlag schnappen, und wieder heim.

Währenddessen hat das Smartphone am Computer Bilder und Daten gesichert. Ich hänge noch schnell die Wäsche auf und setze mich an den Tisch, um zu bloggen. Das mache ich auch gerade. 😉 Ich sitze im Wohnzimmer bzw. am Esstisch, weil ich sowieso allein bin und in meinem Nähzimmer derzeit beide Nähmaschinen auf dem Schreibtisch stehen. Da ist es hier doch etwas gemütlicher. Außerdem kann man so schön aus dem Fenster gucken und schauen, wer alles vorbeikommt. Dabei trinke ich einen schönen heißen Tee und bin eigentlich ganz zufrieden mit der Welt.

Das Smartphone lädt vor sich hin und sobald der Akku voll ist, werde ich mich daran begeben, es neu aufzusetzen. Das wird ein Spaß! (Ihr kennt das ja mit dem So-tun-als-ob, oder?) Ich hoffe, das wird nicht den ganzen Abend dauern, dann kann ich noch ein paar Blogbeiträge vorbereiten. Währenddessen warte ich auf Nachricht vom Helden, der eigentlich meinte, ich müsste ihn vermutlich nicht abholen, aber vielleicht kommt ja alles anders. Ich hoffe es allerdings nicht, denn ich habe schon meinen Onesie an. 😉

Euch allen wünsche ich noch einen wunderbaren Abend und schaut mal bei Frau Brüllen rein, die die aktuelle Liste mit allen Teilnehmern an der WMDEDGT-Aktion hat!

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Alltagshüpfer

Gerade jetzt #3

7. April 2017

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich? Und was könnte ich mir Ostern von meiner Mama zu Essen wünschen?

Gerade jetzt…

denke ich tatsächlich und ernsthaft darüber nach, ob wir uns einen Hund anschaffen. Der Held wäre dabei, allerdings wissen wir nicht, was unsere Vermieter davon halten und außerdem ist unser Bürohund nicht mit anderen Hunden kompatibel und daher wüssten wir nicht so recht, wohin tagsüber.

mag ich den Sonnenschein!

mag ich nicht die Tatsache, dass so viele meiner Kollegen krank sind und ich somit morgens extra früh im Büro sein muss.

fühle ich mich aktiv, energiegeladen und voller Pläne. Das muss der Frühling sein!

trage ich endlich wieder Chucks!

brauche ich Geduld und Optimismus.

höre ich ziemlich viel Irish Folk-Rock – hat dieses Genre einen offiziellen Namen?

mache ich geheime Kleinigkeiten im Näh- und Bastelzimmer – Überraschungen für die verschiedensten Menschen! Währenddessen schiebe ich Möbel von links nach rechts, die optimal-perfekte Einrichtung für das Zimmer habe ich nämlich noch nicht gefunden.

lese ich schon wieder ein Buchclub-Buch: „Die Berufene“ von M. R. Carey. Das ist wirklich unglaublich spannend und ich werde noch einen Artikel dazu schreiben!

trinke ich Kaffee mit aufgeschäumter Milch, zumindest am Wochenende. Beim Umzug ist mir ja der Induktionsmilchaufschäumer wieder in die Hände gefallen und ich genieße es, selbst gemachten Latte Macchiato zu schlürfen und dabei noch ein, zwei, siebenundzwanzig Seiten in meinem Buch zu lesen.

vermisse ich Münsteraner, die mit mir Bouldern wollen. Anyone?! Ich bin einfach so wenig ehrgeizig, wenn ich allein in der Halle bin! Dann gebe ich nach dem 3. erfolglosen Versuch einer Route auf. Obwohl man doch weiß, dass das beste Gefühl ist, wenn man nach zahllosen Fehlversuchen endlich den Top erreicht!

schaue ich mit dem Helden Modern Family, Babylon 5 und die neue Staffel Broadchurch auf ITV. Für mich selbst habe ich gerade die 3. Staffel Mr. Selfridge beendet und weiß noch nicht ganz, was als nächstes kommen soll.

träume ich von einem neuen Tattoo (Terminanfrage ist gestellt – aber beim letzten Mal habe ich keinen Termin bekommen, das heißt also nichts) und vom Sommerurlaub!

Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

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