Kategorie Archive: Alltagshüpfer

12 von 12 im Juni 2017 

Jetzt reihen sich hier die 12 von 12 direkt aneinander. Ich will gern mehr bloggen, dann ist es allerdings wieder so: Wenn ich zuhause bin und Zeit habe, dann wende ich die derzeit lieber fürs Nähen, Lesen, Fernsehen, Hausarbeit, Sport auf, als zu bloggen. So stapeln sich in meinem Kopf die Artikelpläne und nichts wird umgesetzt. Blöd für den Blog, aber für mich war es ja immer wichtig, dass dieser ein Hobby und keine lästige Verpflichtung bleibt.

Für die 12 von 12 – zwölf Bilder vom Monatszwölften – habe ich aber mal wieder einen Tag lang mein Smartphone dabeigehabt. Ist ja schon praktisch heute. Früher (damals!!!11einseinself) musste man immer die Kamera mitschleppen. Da habe ich aber auch noch Wert darauf gelegt, dass die Kamera möglichst klein ist. Heute habe ich eine große Kamera und ein Smartphone. Finde ich eine prima Entwicklung.

Heute ist Montag, und der Tag beginnt mit Sport. Wie bitte? Ja, richtig gehört, ich mache nun regelmäßig vor der Arbeit Sport. Das klingt erst einmal sehr widersprüchlich, weil ich doch morgens bekanntermaßen schlecht aus dem Bett komme. Allerdings habe ich festgestellt, dass es doch durchaus geht, wenn ich einen Grund dafür habe. Also quasi einen Termin, den ich erfüllen muss. Und weil ich abends oft keinen Bock oder schlichtweg keine Zeit habe, aktiv zu werden, versuche ich das jetzt morgens vor der Arbeit. Es läuft eigentlich sehr gut – letzte Woche habe ich allerdings ausgesetzt, weil ich früh im Büro sein musste. Übertreiben muss man’s ja auch nicht. Motiviert hat mich übrigens Pia. Nach der Abnahme dachte ich, ein paar Muskeln wären ja auch nett.

Es ist noch früh – offenbar so früh, dass ich mir beim Fotografieren den Kopf abschneiden muss. Auf fünf Fotos ist er nicht einmal komplett drauf! 😉 Dafür präsentiere ich meine Superman-Socken, denn wer vor der Arbeit Sport treibt, ist allemal Superman-würdig.

Man sollte jetzt aber nicht glauben, ich mutiere zur Supersportlerin des Jahres. So fit wie Pia werde ich wahrscheinlich nie werden, ich habe zur Mini-Variante gegriffen und beschlossen, dass acht Minuten reichen müssen. Nachdem ich das hier gerade so großspurig eingeleitet habe, seid ihr jetzt vermutlich enttäuscht. Aber hey. Bei 8 Minuten bleibt es ja doch nicht, man muss sich erst in die Sportsachen werfen, die Matte ausrollen, die DVD einlegen und starten, und dann ist ja auch immer noch eine Pause zwischen den Übungen, und anschließend geht’s unter die Dusche. Da ist man mit 40 Minuten locker dabei, wenn man sich noch die Haare föhnen muss. Ich jedenfalls sitze heute 45 Minuten nach dem Aufstehen auf dem Fahrrad. Ein paar Muskeln bringt’s ja vielleicht doch, das 8-Minuten-Muskel-Workout. Spaß macht’s auch ein bisschen UND ich kann mich dazu überwinden, das ist das wichtigste. Acht Minuten sind besser als null.

Heute ist der einzige Tag der Woche, an dem es “nur” um die 20 Grad sein sollen. Daher werfe ich mich in meine neue, langärmlige Bluse (die trotzdem recht luftig ist). Gestern war verkaufsoffener Sonntag in Haltern am See und ich habe dieses Schnäppchen gemacht. Ist die nicht süß? Neues will ich am liebsten sofort anziehen, also hoffe ich, dass mir nicht zu warm wird.

Im Büro: Arbeit. Symbolbild.

Mein Kollege hat heute wieder seinen Hund mit. Im Gegensatz zu unserem “regulären” Bürohund, der täglich da ist, kommt Monty nur ein oder zwei Mal pro Woche mit. Und ebenfalls im Gegensatz zu unserem regulären Bürohund liebt er Spaziergänge. So darf er dann mit auf meine Mittagspausenschritte. Heute entdecken wir die großen Symbole der Münsteraner Skulpturprojekte 2017 auf der Straße vorm Büro. Da folgen wir doch glatt mal den Pfeilen.

Ich bin ja kein großer Skulpturen-Kenner. Zunächst kommen wir an einem Lagerfeuer vorbei. Das ist eine Skulptur (lese ich gerade nach). Ich halte mit dem Hund lieber Abstand. Für die nächste Skulptur sollen wir in den gegenüberliegenden Schrebergarten einbiegen. Dort spaziere ich zwar mittags sehr gerne mal durch, aber ich weiß nicht, ob Hunde dort erlaubt sind. Also biegen wir zwei Kunstbanausen lieber wieder auf die gewohnte Route ab und genießen noch etwas Natur. Fazit: Ich bin offensichtlich nicht kunstinteressiert genug. Monty wollte ja. Aber ich hab ihn ins Grüne gezerrt. Ich bin so gemein.

Nachmittags geht es mit der Arbeit weiter. Zwischendurch aktualisiere ich die DHL-Website. Ich habe letzten Mittwoch etwas bestellt, das am Freitag geliefert werden sollte. Daher habe ich als Lieferadresse das Büro angegeben. Freitag kam und kam dann aber niemand, ich blieb schon extra lange, bis ich irgendwann ins Tracking schaute. Bei DHL hatte man um 16 Uhr vermutet, wir hätten nun geschlossen, und die Sendung zurückgestellt. Tja, da saß ich nun um 17 Uhr und hätte längst heimgehen können. Hmpf. Samstag wurde die Sendung dann erneut zurückgestellt (sinnvoll) und heute? Passiert gar nichts. Doof!

Die Uhr erinnert mich während des Tages regelmäßig daran, dass ich mich mal wieder bewegen sollte. Auch, um meine 10.000 täglichen Schritte zu schaffen, stehe ich dann immer auf und gehe ein paar Meter. Ein Grund findet sich immer. Neuen Kaffee in der Küche holen? Den Kollegen im Nachbarbüro besuchen, anstatt ihn anzurufen? Den Kalender in der anderen Ecke des Büros auf den neuesten Stand bringen? Oder halt den Hund knuddeln. Ich bin nicht wählerisch.

Nach der Arbeit springe ich noch kurz in den Supermarkt. Es ist schließlich Miracoli-Montag, aber unsere Vorräte sind aufgebraucht. Das geht zum Glück recht fix.

Auf dem Heimweg ist es sooo windig! Ich mag es nicht, wenn es windig ist. Das Radfahren ist einfach so viel anstrengender. Eine frische Brise, gut, aber richtig Wind? Ich werde dann immer ganz fuchsig und schimpfe vor mich hin. Sicher ein lustiger Anblick. Ich erspare ihn euch und teile diese schönere Seitenansicht meines Weges mit euch. Immerhin kann ich am Auto-Stau vorbeifahren.

Zuhause schauen wir eine schnelle Serienfolge, bevor ich zur Chorprobe muss. Wer erkennt anhand des Bildes und des passenden Textes in der Lightbox daneben, welche Serie wir gerade schauen? (Auf Instagram habe ich es natürlich schon verraten…) Heute kommt netterweise eine Folge, die mich NICHT mit verdrehtem Gehirn zurücklässt. Eine erfrischende Abwechslung.

Im Anschluss dann die montägliche Chorprobe. Wir kämpfen mit einigen schwierigen Liedern derzeit. Aber es ist eine sehr erfolgreiche Probe und wir alle haben das Gefühl, dass wir die beiden schwersten Stücke meistern können. Letzte Woche haben wir da noch viel mehr gejammert. 😉

Jetzt bin ich zuhause, muss dummerweise den Rest aus der Weinflasche von gestern trinken und werde noch ein bisschen Dinge von A nach B räumen. Am Wochenende habe ich praktische Aufbewahrungskisten fürs Nähzimmer gekauft und somit steht eine Mini-Umorganisation an.

Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Juni 2015, Juni 2013, Juni 2011)

12 von 12 im Mai 2017

Gestern war der 12. Mai, und ich habe endlich mal wieder daran gedacht, 12 Fotos von meinem Tag zu machen. Es war aber auch ein schöner Tag, da fiel das leicht! Außerdem habe ich entdeckt, dass der Mai tatsächlich einer der wenigen Monate ist, in denen ich seit Jahren die 12 von 12 durchziehe. Eine schöne Dokumentation, finde ich.

Morgens zog ich mich direkt passend an – mit Band-Shirt. Abends sollte es nämlich auf ein Kapelle Petra-Konzert gehen, und es schadet ja nicht, diese Vorfreude schon den ganzen Tag zu demonstrieren!

Der Held ist noch krank, daher konnte ich mit dem Auto fahren. Das traf sich gut, ich bin nämlich selbst noch leicht angeschlagen mit einer blöden Erkältung und da ist Radfahren nun einmal doppelt anstrengend. Auf diesem Foto stehe ich an der Baustellenampel, die ich kürzlich erwähnt habe. Die verlängert meinen Arbeitsweg mal eben um 5-10 Minuten. Was auf einer Strecke von einer Viertelstunde schon eine Menge ist.

Unterwegs halte ich kurz an der Post und werfe meine Unterlagen für die Sozialwahl ein. Das ist ja ein Thema, das mich länger beschäftigt hat. Keiner kennt sich so richtig aus, weiß wirklich, wen er da wählt und wofür. Auf Twitter habe ich einen neuen Podcast entdeckt: Lage der Nation. Jede Woche werden darin die aktuellen Ereignisse der Woche zusammengefasst und eingeordnet. Hier besprechen sie auch die Sozialwahl. Ich habe dabei gelernt, dass ich bei meiner Krankenversicherung gar nicht wählen darf, da dort eine sogenannte “Friedenswahl” stattfindet. Das bedeutet, es stellen sich nicht mehr Leute zur Wahl, als Plätze im Rat vorhanden sind, und somit sind die bereits automatisch “gewählt”. Kommt mir recht undemokratisch vor. Aber bei der Rentenversicherung durfte ich noch wählen. Falls ihr noch nicht gewählt habt und auch so unsicher und verwirrt seid wie ich, hört euch die zehn Minunten des Podcasts auf jeden Fall an (man kann die einzelnen Themen extra anklicken). Mir hat es sehr geholfen.

Es folgt ein unfotogener Arbeitstag.

Eine kurze Runde durch den Park hinterm Büro ist aber natürlich auch drin.

Auf dem Rückweg – habt ihr’s auf dem oberen Foto entdeckt? – halte ich noch kurz an der Tankstelle. Mir kommt der Sprit sehr günstig vor mit 1,11, aber später in Hamm haben wir Tankstellen gesehen, an denen er sogar nur 1,04 kostete. Nun ja, was sein muss, muss sein. Ich ziehe mir einen lustigen Dieselhandschuh an, denn als ich die Zapfpistole (ähm… heißt das so?) einstecke, versaue ich mir schon die Hand. Außerdem ist das Foto so lustiger. 😉

An der Baustelle darf ich natürlich auch wieder stehen. Juchuh!

Zuhause gibt’s Abendbrot und einen Blick auf die Uhr. Naja, das sind ja noch nicht sehr viele Schritte heute. Aber ich habe mich auch nicht so sehr angestrengt, denn erfahrungsgemäß tanze ich auf Konzerten die Schritte schnell und einfach herbei.

Viel Zeit haben wir nicht! Um kurz vor sieben werden wir abgeholt und dann heißt es: “Volles Abteil / Fahrbier dabei / Alle sind glücklich / Denn morgen ist frei!” Man beachte auch unsere signierten “Delücks-Karten”. Wir fühlen uns ein bisschen wie VIPs! 😀

Das Konzert ist im Kurhaus Hamm, die Kapelle wird begleitet vom Sinfonieorchester der Hammer Musikschule. Wir sind gespannt, wie das wohl wird, aber wenn ich ganz ehrlich sein soll, war es jetzt so viel anders als sonst nicht. Was nicht tragisch ist, denn sonst ist es ja immer toll, also ist es auch heute toll! Soweit, so logisch? 😉

Auf dem Heimweg gibt’s noch einen kleinen Zwischenstopp. Wo wir es hier auf dem Blog doch kürzlich mit gesunder Ernährung, Abnehmen und so hatten. 😉 So ein McDonald’s-Besuch ein oder zwei Mal im Jahr wirft das alles nicht um. Ich freue mich schon den ganzen Abend auf einen BigMac und einen Vanille-Milchshake und genieße das dann auch sehr!

Am Ende des Tages stehen rund 16.000 Schritte auf der Uhr. Geht ja doch ganz gut, so beim Konzert. Ich sollte mehr auf Konzerte gehen… Wir lassen uns nach Hause kutschieren und liegen gegen 1:00 Uhr im Bett. Ein schöner Freitag!

Mehr 12 von 12 findet ihr wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(2016, 2015, 2014, 2013, 2012, 2011)

Bloggerfrühstück und Handy-Ärger – Tagebuchbloggen am 5. Mai {WMDEDGT}

Was machst du eigentlich den ganzen Tag? Das fragt Frau Brüllen zwar an jedem Monatsfünften, aber ich bin nur sporadisch dabei. Aber immerhin habe ich heute mein Buch hochoffiziell als “Tagebuchblog” bezeichnet, da darf das ja kaum fehlen, oder?

Heute ist ein etwas untypischer Freitag. Er fängt schon damit an, dass mein Wecker eine halbe Stunde früher klingelt. Der Held hat heute Abend Firmenfeier und wünscht sich, mit dem Auto zur Arbeit gebracht zu werden, damit er abends nicht zurückfahren muss. Dem Wunsch entspreche ich gern, denn es bedeutet immerhin, dass ich auch nicht Radfahren muss. Es ist wieder unangenehm kühl geworden und den Luxus, ein Auto zu haben, genieße ich immer mal wieder gern.

Pünktlich liefere ich den Helden also im Nachbarort ab und rund 20 Minuten später sitze ich selbst auch schon am Schreibtisch, genieße den ersten Kaffee und knabbere an dem leckeren Honigkuchenriegel, den wir am vergangenen Wochenende in unserem Kurzurlaub in den Niederlanden gekauft haben. Zu viel darf ich aber nicht frühstücken. Nur anderthalb Stunden später verlasse ich das Büro nämlich schon wieder und mache mich auf den Weg in den Hafen. Leila und Hanna, die fabelhaften Gründerinnen der MünsterBlogs-Website, haben nämlich zum Mini-Meeting mit Frühstück geladen. Und mit TV-Begleitung!

Am Hafen suche ich relativ lange einen Parkplatz – ich bin ja sonst nur abends dort und dachte mir, tagsüber findet man sicher locker was. Haha, sehr naiv von mir, denn tagsüber wird dort natürlich gearbeitet! 😉 So musste ich sogar so weit hinten parken wie nie zuvor. Immerhin waren es damit noch ein paar Schritte bis zum Treffpunkt. Mein aktuelles Ziel ist es schließlich, hundert Tage lang täglich 10.000 Schritte zu gehen. Immerhin 33 Tage halte ich das jetzt schon durch!

An der Location angekommen, stelle ich fest, dass man vermutlich auch dort hätte parken können. Aber nun gut. Das wäre ja langweilig und Schritte hätte ich auch keine gemacht! 😉 Das Mini-Meeting mit Frühstück ist dann wunderbar – kommunikativ, informativ, spannend. Und Kaffee und Brötchen gibt’s auch, was will man mehr? Alles wird vom WDR gefilmt, nächste Woche wird vermutlich ein Beitrag in der Lokalzeit erscheinen. Ich durfte auch ein paar Worte sagen und war sehr aufgeregt. Dann habe ich mich vor dem Mikro erschreckt, das von oben in mein Blickfeld ragte. Vermutlich werde ich rausgeschnitten. 😀

Anschließend darf ich zurück ins Büro. Ein Hoch auf die Gleitzeit, die solche spontanen Pausen ab und zu möglich macht! Vormittags hatte ich die meisten Kundenanfragen schon abgearbeitet, so dass ich mich nachmittags mit Übersetzungen beschäftigen kann. Das macht durchaus Spaß, ich probiere eine neue Übersetzungssoftware aus. Außerdem versuche ich, meinem Arbeitskollegen das Konzept Blog zu erklären. Zum wiederholten Male. Er steht dem Internet recht skeptisch gegenüber (obwohl wir eine reine Online-Firma sind 😀 ) und so geht es nach dem heutigen Termin um Blogger-Kooperationen, Authentizität, Münsterblogs im allgemeinen und speziellen. Das ufert etwas aus und irgendwann müssen wir die Diskussion ohne Ergebnis abbrechen, damit die Arbeit auch gemacht wird! 😉

Nach der Arbeit husche ich noch kurz in den Supermarkt. Da der Held nicht da ist, möchte ich Arabische Kichererbsen-Spinat-Suppe kochen. Er steht nicht so auf Spinat und Eintöpfe sind auch nicht sein Favorit, da passt das ja ganz gut und schnell geht es auch. Seit dem Frühstück habe ich nämlich nichts mehr gegessen – mein Magen knurrt!

Auf dem Heimweg fahre ich einen Umweg. In unserem Dörfchen ist eine Baustelle inklusive Baustellenampel und so stehen zur Berufsverkehrszeit immer Massen an Autos Schlange, um die einspurige Durchgangsstraße zu befahren. Ich fahre also so, dass ich aus der anderen Richtung komme – ob sich das lohnt, weiß ich nicht, aber immerhin fahre ich entspannt, statt im Stau zu stehen. Daheim liegt dann ein Wahlprospekt von der CDU im Briefkasten. Sie listet unter anderem alle Erfolge auf, die sie in den letzten Jahren hier im Ort so erreicht hat. Ich muss etwas lachen, denn einer davon ist die Sanierung und der Umbau der Bushaltestellen – der Grund für die aktuelle Baustelle und den täglichen Stau. Sicherlich ein lohnenswertes Projekt, aber ob die Anwohner momentan so dankbar dafür sind?

Mein Plan für heute Abend lautet: das Smartphone neu installieren. Seit Tagen meldet es, dass die SD-Karte defekt sei. Ich kann nicht mehr fotografieren, weil die Fotos nicht gespeichert werden können; und alles, was einen Zugriff auf die Karte erfordert, dauert gefühlte Stunden. Dazu habe ich eine neue SD-Karte bestellt, die heute ankommen soll. Leider finde ich aber außer dem CDU-Prospekt nichts im Briefkasten… So ein Mist!

Schnell schmeiße ich eine Maschine Wäsche an und dann koche ich erst einmal, den knurrenden Magen erwähnte ich ja schon. Währenddessen schaue ich nach, was der Händler zur Lieferung der Speicherkarte zu sagen hat. Tja. Nun. Er hat folgendes zu sagen: Die Sendung wurde zugestellt. An der angegebenen Lieferadresse. Nämlich, wie zwei weitere Klicks schnell zu Tage bringen, am Büro. So ein Mist! Ich war mir so sicher, dass ich Zuhause als Lieferadresse angegeben hatte! Ich ringe kurz mit mir. Kann ich das Wochenende noch so überstehen? Ich könnte wahrscheinlich, aber ich will nicht. Grummel. Also steige ich nach zwei Tellern Suppe und der letzten Folge “Freaks and Geeks” auf Netflix wieder ins Auto und düse zum Büro. Schnell mit Warnblinker in der Busspur halten, zum Briefkasten flitzen (in den ich sonst immer nach Feierabend einen Blick werfe – außer heute!), den Umschlag schnappen, und wieder heim.

Währenddessen hat das Smartphone am Computer Bilder und Daten gesichert. Ich hänge noch schnell die Wäsche auf und setze mich an den Tisch, um zu bloggen. Das mache ich auch gerade. 😉 Ich sitze im Wohnzimmer bzw. am Esstisch, weil ich sowieso allein bin und in meinem Nähzimmer derzeit beide Nähmaschinen auf dem Schreibtisch stehen. Da ist es hier doch etwas gemütlicher. Außerdem kann man so schön aus dem Fenster gucken und schauen, wer alles vorbeikommt. Dabei trinke ich einen schönen heißen Tee und bin eigentlich ganz zufrieden mit der Welt.

Das Smartphone lädt vor sich hin und sobald der Akku voll ist, werde ich mich daran begeben, es neu aufzusetzen. Das wird ein Spaß! (Ihr kennt das ja mit dem So-tun-als-ob, oder?) Ich hoffe, das wird nicht den ganzen Abend dauern, dann kann ich noch ein paar Blogbeiträge vorbereiten. Währenddessen warte ich auf Nachricht vom Helden, der eigentlich meinte, ich müsste ihn vermutlich nicht abholen, aber vielleicht kommt ja alles anders. Ich hoffe es allerdings nicht, denn ich habe schon meinen Onesie an. 😉

Euch allen wünsche ich noch einen wunderbaren Abend und schaut mal bei Frau Brüllen rein, die die aktuelle Liste mit allen Teilnehmern an der WMDEDGT-Aktion hat!

Gerade jetzt #3

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich? Und was könnte ich mir Ostern von meiner Mama zu Essen wünschen?

Gerade jetzt…

denke ich tatsächlich und ernsthaft darüber nach, ob wir uns einen Hund anschaffen. Der Held wäre dabei, allerdings wissen wir nicht, was unsere Vermieter davon halten und außerdem ist unser Bürohund nicht mit anderen Hunden kompatibel und daher wüssten wir nicht so recht, wohin tagsüber.

mag ich den Sonnenschein!

mag ich nicht die Tatsache, dass so viele meiner Kollegen krank sind und ich somit morgens extra früh im Büro sein muss.

fühle ich mich aktiv, energiegeladen und voller Pläne. Das muss der Frühling sein!

trage ich endlich wieder Chucks!

brauche ich Geduld und Optimismus.

höre ich ziemlich viel Irish Folk-Rock – hat dieses Genre einen offiziellen Namen?

mache ich geheime Kleinigkeiten im Näh- und Bastelzimmer – Überraschungen für die verschiedensten Menschen! Währenddessen schiebe ich Möbel von links nach rechts, die optimal-perfekte Einrichtung für das Zimmer habe ich nämlich noch nicht gefunden.

lese ich schon wieder ein Buchclub-Buch: “Die Berufene” von M. R. Carey. Das ist wirklich unglaublich spannend und ich werde noch einen Artikel dazu schreiben!

trinke ich Kaffee mit aufgeschäumter Milch, zumindest am Wochenende. Beim Umzug ist mir ja der Induktionsmilchaufschäumer wieder in die Hände gefallen und ich genieße es, selbst gemachten Latte Macchiato zu schlürfen und dabei noch ein, zwei, siebenundzwanzig Seiten in meinem Buch zu lesen.

vermisse ich Münsteraner, die mit mir Bouldern wollen. Anyone?! Ich bin einfach so wenig ehrgeizig, wenn ich allein in der Halle bin! Dann gebe ich nach dem 3. erfolglosen Versuch einer Route auf. Obwohl man doch weiß, dass das beste Gefühl ist, wenn man nach zahllosen Fehlversuchen endlich den Top erreicht!

schaue ich mit dem Helden Modern Family, Babylon 5 und die neue Staffel Broadchurch auf ITV. Für mich selbst habe ich gerade die 3. Staffel Mr. Selfridge beendet und weiß noch nicht ganz, was als nächstes kommen soll.

träume ich von einem neuen Tattoo (Terminanfrage ist gestellt – aber beim letzten Mal habe ich keinen Termin bekommen, das heißt also nichts) und vom Sommerurlaub!

Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

April.

Und plötzlich ist es schon April. Das erste Quartal des Jahres 2017 vorbei. Frühling in vollem Gange – das hätte ich zumindest gestern noch geschrieben. Heute hingegen habe ich tatsächlich nach zwei Wochen wieder die Handschuhe auf dem Fahrrad angezogen und die Heizung im Büro auf Stufe 5 gedreht. So war das nicht geplant!

Der März war hingegen fabelhaft – nicht nur, was das Wetter betrifft. Wir sind irgendwie mal wieder vollgepackt mit Terminen und so hatten wir im vergangenen Monat kein einziges freies Wochenende. Dennoch war alles wunderbar – vom doppelten Geburtstagswochenende über den Besuch von Katha bis hin zum Baustellen-Wochenende im Ferienhaus. Dort habe ich wieder einmal festgestellt, wie gern ich so was eigentlich mache – abreißen, renovieren, buddeln. Generell mich anstrengen und am Ende Ergebnisse sehen, das macht doch wirklich glücklich!

Der April fing dann dieses Wochenende so an, wie der März aufhörte: mit Terminen. Unsere jüngste Nichte wurde getauft und so verbrachten wir einen wirklich schöne und entspannten Nachmittag mit der Schwiegerfamilie. Sonntag zog mich das schöne Wetter eigentlich nach draußen – ich hatte eine Wanderung vor Augen. Der Held hatte allerdings seinem Vater versprochen, Computerprobleme zu lösen. Das hat ihn tatsächlich einige Stunden beschäftigt und so habe ich stattdessen mal wieder die Inlineskates aus dem Schrank geholt.

Schuld daran war vermutlich eigentlich unsere große Nichte, die mich am Wochenende ungefähr zehn Mal fragte, wann wir end-lich mal wieder zusammen Inliner fahren könnten. Aber gestern war ich ganz allein und fuhr einfach drauflos. Wir haben genug Felder und Wiesen um unseren Stadtteil, es fahren kaum Autos auf diesen Straßen und fürs Inliner fahren eignen sie sich super. Ich übte mich ein wenig im “Och, wo geht’s denn wohl hin, wenn ich hierlang fahre?” und verlor tatsächlich kurzzeitig die Orientierung – zumindest hatte ich nicht mehr wirklich eine Idee, in welche Richtung die Heimat lag. Ich überlegte schon, einen der zahlreichen Radfahrer anzuhalten, aber letzten Endes kam ich irgendwann doch noch zu einem Schild und fuhr dann tatsächlich sogar noch einen kleinen Umweg, weil es so schön war. Letzten Endes standen 14 Kilometer auf dem Tacho (meine neue Fitnessuhr hat dankenswerterweise einen eigenen GPS-Empfänger, um das zu messen).

Schade nur, dass ich auf solchen Touren nie mein Handy dabei habe, weil ich in den Sportsachen einfach keine Taschen habe. Ich überlege tatsächlich, mir so einen Gürtel zuzulegen, in dem man Telefon & Co. unterwegs verstauen kann. Und sei es nur, um Fotos zu machen, weil es wirklich einfach so wunderschön ist momentan! Andererseits würde mich das ja doch nur dazu bringen, dauernd anzuhalten und zu fotografieren. Auch nicht der sportliche Sinn der Übung. 😉 So kann ich jedenfalls den Beitrag nicht passend bebildern.

Im April stehen schon wieder gefühlte hundert Termine im Kalender. Kindergeburtstag, eine Verabredung zum “perfekten Dinner” mit Freunden, dann ist Ostern und noch ein Renovierungswochenende. Das Wochenende zum ersten Mai haben wir verlängert und fahren an die Nordsee. Vielleicht ist auch ein Abstecher nach Amsterdam drin. Ich freue mich schon – endlich wieder Meeresluft!

WMDEDGT? – Tagebuchbloggen am 5. März

Spontan dachte ich mir, ich könnte mal wieder bei WMDEDGT mitmachen – Frau Brüllens Aktion, die im langen Namen “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” heißt und jeden 5. des Monats stattfindet. Nun ist zwar eigentlich schon der sechste, aber ich beschreibe natürlich trotzdem meinen fünften März – den gestrigen Sonntag.

Als ich morgens aufwachte und dachte “Uuh, ich könnte mal aufs Klo gehen”, war es sieben Uhr. Ich drehte mich noch ganz kurz auf die Seite und stand dann auf – und als ich im Bad war, zeigte die Uhr schon kurz vor neun an. Upps, das “kurz auf die Seite drehen” war wohl doch noch mal mit Einschlafen verbunden gewesen. So blieb ich gleich auf. Der Held, der am Vorabend erst spät von einem Freund zurückgekommen war, schnorchelte noch sanft vor sich hin.

Ich beschloss, schon mal Brötchen zu holen. Normalerweise macht das immer der Held, aber dieses Wochenende habe ich es gleich an beiden Tagen übernommen. Verrückt! Das Problem war, dass ich noch im Schlafanzug war. Wieder ins Schlafzimmer an den Kleiderschrank wollte ich aber nicht – ich schaffe es selten genug, aufzustehen, ohne den Helden zu wecken. Also musste ich improvisieren. Auf dem Wäscheständer auf dem Balkon hingen eine Unterhose und ein fast trockenes Paar Socken, im Bad fanden sich die Kletterhose und der Sport-BH, und als Oberteil habe ich dann einfach eine Fleece-Jacke angezogen. So ausgestattet ging es los zum Bäcker – und um meine Fitness-Uhr zufriedenzustellen, lief ich sogar eine extra große Runde.

Wieder daheim, war der Held immer noch nicht aus dem Tiefschlaf erwacht. Ich kochte in aller Ruhe eine Kanne Kaffee und deckte den Frühstückstisch. Außerdem erinnerte ich mich an unseren Milchaufschäumer, der seit Ewigkeiten im Küchenschrank verstaubte, und machte mal wieder richtig schönen Milchschaum (so ein Induktionsding, nicht so ein Mini-Stab-Dingsi). Und dann setzte ich mich mit dem ersten Milchschaumkaffee erst mal hin und las ein Weilchen in meinem aktuellen Buch.

Nachdem ich die erste Tasse ausgetrunken hatte, ging ich dann aber doch mal ins Schlafzimmer und weckte den Helden. Anschließend frühstückten wir gemütlich. Das Telefon klingelte irgendwann und ich hielt ein Schwätzchen mit meinen Eltern, wir schmiedeten Wochenend- und Ferienhaus- und Geburtstags- und Renovierungspläne.

Gegen 12 machte ich mich dann auf den Weg in die Boulderhalle. Ich gehe gern recht früh am Wochenende, denn da ist es noch nicht so voll. So auch an diesem Sonntag. Dennoch fand ich fast keinen Parkplatz, weil gegenüber der Halle nämlich Trödelmarkt war. Das ärgerte mich, weil natürlich alle auf dem Boulderhallenparkplatz stehen mussten, obwohl sie gar nicht bouldern waren. Grummel. Ich war dann aber trotzdem recht erfolgreich unterwegs und schaffte ein paar neue Routen und auch eine, die ich bei den vergangenen Malen erfolglos versucht hatte. Dann allerdings rollte ich mich beim Absprung etwas zu schwungvoll ab und bremste mit dem Daumen. Das war etwas blöd. Zum Glück gibt’s in der Halle Coolpads, aber danach war erst mal Schluss und ich war gegen 14 Uhr wieder daheim.

 

Erst mal reparierte (bzw. ersetzte) ich den ausgerissenen Druckknopf meines zweiten Traumanzugs, dann hüpfte ich unter die Dusche und wusch mir Kreide, Schweiß und Staub vom Körper, um anschließend in besagten Traumanzug zu schlüpfen. Sundays are for onesies, Leute!

Das Wetter war inzwischen traumhaft sonnig, ich schnappte mir mein Buch und setzte mich auf den Balkon in die Sonne. Noch ein Kaffee dabei, der Held leistete mir auch Gesellschaft. So lässt es sich aushalten! Wenn auch nicht sehr lange, dann verschwand die Sonne wieder hinter einer einzelnen, aber riesigen Wolke. Hmpf. Dann halt nicht. Zum (späten) Mittag gab es Waffeln nach Münstermamas Rezept. Die wollen wir nämlich nächstes Wochenende der Helden-Familie vorsetzen, wenn wir den Heldengeburtstag feiern, und vorher muss das Rezept natürlich erst einmal probiert werden! 😉 Es war ganz hervorragend lecker, muss fürs Familienfrühstück aber wohl verdoppelt werden.

Der Held räumte die Küche auf und kümmerte sich um die Wäsche, während ich mich ins Nähzimmer zurückzog und seine neu erstandenen Jeanshosen für ihn kürzte. Dabei sind mir gleich zwei Nähnadeln abgebrochen und ich muss wohl dringend mal ein Sortiment neuer Nadeln besorgen, bevor ich irgendwann ganz ohne dastehe.

Die Zeit bis zum Tatort überbrückten wir dann mit “The Witness”. Das ist ein Computerspiel, bei dem man Logikrätsel lösen muss. Im Prinzip muss man immer nur eine Linie durch ein Raster ziehen, vom Eingang bis zum Ausgang. Allerdings gibt es dabei zahlreiche Regeln zu beachten, die man teilweise auch erst einmal selbst herausfinden muss, und so kommt man ziemlich ins Grübeln. Mir macht es aber riesig Spaß. Und deswegen schalteten wir nach einer Stunde Langeweile auch den Tatort wieder aus und spielten weiter.

Gegen 22:30 wechselte ich dann vom Onesie Nummer 2 in Onesie Nummer 1 und verkrümelte mich ins Bett. Dort las ich noch schnell mein Buch zu Ende und versank dann schlummernd ins Land der Träume… Um von Leberwurstbroten, leuchtenden Linien (The Witness!) und der aktuellen Lieblingsserie zu träumen.

Februar.

Der kürzeste Monat bricht an. Ich wünsche mir nichts als Ruhe – der Januar war voll mit (schönen) Terminen und schon gestern habe ich es so sehr genossen, abends einfach nur auf dem Sofa zu liegen, eingekuschelt in die Bettdecke, die ich mir extra aus dem Schlafzimmer geholt hatte, und die zweite Staffel von “The Man in the High Castle” zu starten. Und weil wir sonst gar nichts vorhatten, haben wir gleich drei Folgen hintereinander geschaut. Das war schön.

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Zum Abendbrot gab es überbackene Brote. Am Samstag haben wir Einweihungsparty gefeiert und seither essen wir nur noch Brot. Belegte Brote, überbackene Brote oder am Sonntagmorgen nach der Party auch erst einmal trockenes Brot. 😉

Im Februar steht ein Näh-Tag mit Julia an, auf den ich mich sehr freue. Außerdem steht ein 60. Geburtstag in der Nachbarschaft an (und somit aller Voraussicht nach auch ein 60.-Geburtstags-Geschenk-Vorbereitungsabend mit den anderen Nachbarn). Ansonsten: Dobby is a free elf! (Die Anzahl der einzelnen Socken, die sich mittlerweile in meinem Schrank tummeln, bestätigt das.)

Ich möchte viel lesen (meine aktuelle Lektüre ist wirklich super!), Serien schauen, Lego bauen (unser Weihnachtsgeschenk ist erst zu einem Drittel fertig gebaut) und vielleicht ein bisschen kreativ sein. Ich habe mir in den Kopf gesetzt, mal etwas zu sticken. Es gibt so viele coole Stickmotive, und ich habe da eine Ecke, die dringend Deko benötigt. Der Gatte weiß das noch nicht, aber spätestens, wenn ich ihm ein Monkey Island-Bild sticke, ist er dabei. Oder vielleicht  macht er sogar mit? Ich kann jedenfalls noch gar nicht sticken, aber ich hoffe, es ist machbar. Und ich hoffe, dass ich darin besser bin als beim Stricken. 😀

Tja, so kehrt bei uns der Alltag ein. Eigentlich ein schönes Gefühl. Uns geht es so gut. Umso erschreckender die Nachrichten, die aus allen Ecken auf uns einprasseln. Trump. AfD. Terror. Ich möchte mich einfach nur in meine Decke einkuscheln und erst wieder aufstehen, wenn das alles vorbei ist. Geht leider nicht. Und so werde ich doch vermutlich nächste Woche gegen die AfD, die eine Veranstaltung in unserem schönen Rathaus abhalten will, demonstrieren gehen, werde mich informieren und widersprechen, wo es geht. “Alle sagen immer ‘Ich hätte nicht mitgemacht’, wenn es um die Nazi-Zeit geht – jetzt habt ihr die Chance, zu beweisen, wie es besser geht”, lese ich vielerorts. Immer mit einem süffisanten Unterton nach dem Motto “IHR habt immer große Töne gespuckt, jetzt zeigt mal, was ihr draufhabt – ich gehe mal davon aus, dass es nicht viel ist”. Und während mir die Leute, die das sagen, gestohlen bleiben können, frage ich mich selbst: Was ist nun zu tun? Was können wir tun, außer unsere Meinung zu vertreten und besorgt über den großen Teich zu schauen?

Vielleicht kuschle ich mich doch lieber wieder mit einem guten Buch in die Decke, frei nach dem Motto “Ignorance is bliss”, und warte, bis der Sturm vorüberzieht. Falls er vorüberzieht. Oder ich warte, dass Batman uns rettet. Was wahrscheinlich nicht passieren wird. Also doch wieder den Mund fusslig reden, retweeten und widersprechen und sich fragen, was man eigentlich tun müsste.

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12 von 12 im Januar 2017

Der Donnerstag beginnt heute mit einem außergewöhnlichen Ausblick. Wo meine Zehen hier hervorlugen, das ist nämlich nicht mein Bett. Nein, es ist unser Schlafsofa im Gästezimmer. Endlich haben wir eins! Ich habe es heute mitten in der Nacht bezogen, so gegen 3 Uhr, weil der erkältete Held im Schlafzimmer so laut vor sich hinschnorchelte, dass ich nicht mehr dort liegenbleiben und ihn alle 30 Sekunden anschubsen wollte. Auf dem Sofa hingegen habe ich dann geschlafen wie ein Baby! Nachts musste ich nur die Rückenkissen vom Sofa schubsen, wie man hier sieht.

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Heute fahre ich erst spät ins Büro. Ich bin abends in der Stadt verabredet, und da macht es wenig Sinn, zwischenzeitlich noch heimzufahren. Normalerweise arbeite ich dann einfach ein Stündchen länger. Da ich aber gestern und vorgestern schon so viele Überstunden gemacht habe, habe ich mich für heute einfach spät angekündigt. Ich wache daher super ausgeschlafen auf und beschließe, noch duschen zu gehen. Normalerweise dusche ich abends, weil es morgens zu knapp ist. Klar, dass es dank dieses Spontanplans dann plötzlich doch noch etwas hektisch wird?

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Nichtsdestotrotz bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Morgen. Ich sortiere noch schnell ein bisschen Wäsche, die der Held später in die Maschine werfen kann, und ziehe ein schon vor Ewigkeiten genähtes Oberteil an, das ich vor kurzem noch mal so abgeändert habe, dass es mir wieder richtig gut gefällt (dazu meine “Spring-Hose” – anders komme ich nicht rein 😀 ). Startklar! Na gut, die Schuhe fehlen noch.

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Draußen ist es wunderbar und herrlich! Das Radfahren macht richtig Laune. Auf den Ohren die Best Of 2016-Folge meines Lieblingspodcasts Dear Hank and John, die mich zum lauten Lachen bringt; zu sehen gibt es blauen Himmel und gelbe Stoppelfelder und erwähnte ich schon, dass ich richtig schön ausgeschlafen bin?

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Es folgt: Arbeit. Unterbrochen von Kaffee, der mir momentan besonders gut schmeckt. Ich muss mal nachfragen, welche Sorte der Kollege gekauft hat. Auf der Schreibtischunterlage habe ich mir wichtige Dinge notiert: Der Hinweis, auf meine Haltung zu achten, und der noch dringendere Hinweis, nur eine Sache gleichzeitig zu machen. Hilft nur mäßig an der Stelle, vielleicht brauche ich einen aufdringlicheren Platz. Oder ein Popup am Computer.

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Nach der Arbeit habe ich ein Treffen vom Buchclub. Zuletzt haben wir “Alles Licht, das wir nicht sehen” gelesen – das war richtig toll und kann ich nur weiterempfehlen. Als neue Lektüren haben wir heute dann “Des Nebels Kinder” ausgesucht, darauf bin ich schon gespannt. Auf dem Weg muss ich noch kurz Geld abheben, damit ich meine Pizza später auch bezahlen kann. Das schöne Wetter ist allerdings verschwunden; dass es dunkel ist, ist natürlich keine Überraschung, aber es ist auch nass und kalt geworden.

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Da es morgens so schön draußen war, hatte ich die Schnapsidee, für die relativ kurze Strecke – von der Arbeit zum Geldautomaten und von da aus in die Stadt – die dicken Handschuhe in der Tasche zu lassen. Kann man machen. Wenn man Eisfinger haben möchte.

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Nachdem ich das Fahrrad ein Weilchen durch die Fußgängerzone geschoben habe (vorbildlich wie ich bin), stelle ich es ab. Direkt unter dem “Bitte keine Fahrräder abstellen”-Schild. Man kann nicht immer nur vorbildlich sein. Aber hey, mittlerweile regnet es und diese Stelle ist überdacht. Außerdem soll man da nur keine Räder abstellen, weil es zum Karstadt-Gelände gehört und da in Münster die Bürgersteige um 19 Uhr schon hochgeklappt werden, muss hier nun eh keiner mehr lang.

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Mit dem Buchclub gehen wir heute zum Italiener. Alle bestellen Pizza. Auf dem Bild sieht man: Ich habe keine Pizza. Jedenfalls noch nicht. Die Bedienung kommt kreuzunglücklich mit allen Pizzen außer meiner an den Tisch und entschuldigt sich, das sei ihr wirklich noch nie passiert, aber meine Pizza sei ihr in der Küche vom Teller gerutscht und ich sei jetzt obere Priorität des Kochs und ob ich schon mal ein paar Pizzabrötchen aufs Haus möchte. Da sag ich nicht Nein, genieße meine Pizzabrötchen mit vorzüglicher Kräuterbutter und bekomme bald nach den anderen meine Pizza. Die Bedienung hat sich dann noch ungefähr fünf Mal entschuldigt. Aber hey, sowas passiert.

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Der Held bietet mir zwar an, mich abzuholen, aber ich möchte meinen Podcast zu Ende hören und bin außerdem bewegungsmotiviert. Also schmeiße ich mich in die Regenhose und fahre durch den mittlerweile strömenden Regen nach Hause. Dort will dann noch die Wäsche aufgehängt werden. Zusammen mit dem Helden dauert das aber nur ungefähr 3 Minuten. Noch schnell die Tasche gepackt, die 12 von 12 gebloggt und ab ins Bett – morgen geht’s Richtung Elternhaus!

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Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Januar 2015, Januar 2013, Januar 2012)

Mein 2016

Dieses Jahr gibt es meinen kleinen Jahresrückblick erst im neuen Jahr. Aber ich finde, die erste Woche kann man noch zum alten Jahr zählen – mit etwas gutem Willen! 😉 Die Vorlage, die ich schon seit ein paar Jahren verwende, habe ich bei Anna von buntespapier (inzwischen geht der Blog allerdings hier weiter) gefunden.

Dieses Jahr bin ich 32 Jahre alt geworden.

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung war: Bouldern, Wandern und Spazierengehen (danke, Fitnessarmband!), Konzertbesuche

Dieses Jahr habe ich kennengelernt: eine neue Nichte

Das habe ich mir gegönnt: mehr persönliches als materielles

Viel zu oft habe ich: gesnoozt.

Vom Leben gelernt: Bewegung und frische Luft machen tatsächlich glücklich.

Ich habe zum ersten Mal: gebouldert.

Ungefähr so sieht optimistische Verzweiflung aus. 😂 Die #12von12 sind online! #bouldern #monolithmünster

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

Ereignis des Jahres: der Umzug, und diverse Konzerte (müsste ich mich für eins entscheiden, dann die Kapelle Petra Album-Release-Party in Münster zum Jahresbeginn)

Meine beste Entscheidung: die Entscheidung für die neue Wohnung, die Entscheidung zum Arzt zu gehen, die Entscheidung abzunehmen (-17 Kilo, yeah!)

Die größte Veränderung: der Umzug natürlich

Besuchte Orte: Cuxhaven, Bodensee (Meersburg, Konstanz, Ravensburg, Lindau), Karlsruhe (auf Stippvisite), Essen

Das Jahr war (zum Ankreuzen):

[] anstrengend [] das beste Jahr bisher [] enttäuschend
[] durchwachsen [] langweilig [x] aufregend
[] wunderbar [x] lebhaft [] stressig
[] das schlimmste bisher [x] alles neu [] emotional
[] erfolgreich [x] ereignisreich [] ruhig [] nicht erwähnenswert

Meine 9 Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Meine 9 Instagram-Bilder mit den meisten Likes 2016

Dieses Jahr auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super): 7

Meine Wünsche für das nächste Jahr: Zufriedenheit.

Meine Vorsätze für das nächste Jahr: mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Mehr lesen. Mehr mit den Nichten und Neffen unternehmen. Gönnen.

Ich hoffe, auch ihr seid alle bereits gut ins Jahr 2017 gestartet. 2017! Ist das zu fassen? Ich gehe ausnahmsweise ohne große Vorsätze ins Jahr, obwohl ich sonst großer Fan von Neujahrsvorsätzen bin.

(20152014, 2013, 2012)

Viertes Advents-Wochenende

Jetzt ist der vierte Advent schon wieder vorbei. In einer Woche ist Weihnachten. Mein Vorhaben, möglichst wenig Pläne und Termine in der Weihnachtszeit zu haben, ist erwartungsgemäß gescheitert. Aber das ist gar nicht so schlimm, irgendwie. Plätzchen habe ich dennoch keine gebacken, und auch keine Weihnachtskarten versendet. Nächstes Jahr wieder. Vielleicht.

Das vierte Advents-Wochenende begann mit einem Besuch des Weihnachtsmarkts auf dem Gelände des Freilichtsmuseums Mühlenhof. Julia und ich schlenderten über das Gelände – es war super entspannt und schön, denn es war noch sehr leer. Es gab einige wenige, ausgewählte Stände mit wirklich anderen Dingen, als man sie sonst auf allen Weihnachtsmärkten Deutschlands zu sehen bekommt. Dazu die stimmungsvolle Beleuchtung und ein echter Nikolaus! Ich futterte mich über den Markt, wir hatten noch eine spannende Unterhaltung am Waffelstand mit einer älteren Münsteranerin, die uns aus der Nachkriegszeit erzählte, und später wärmten wir uns die Hände am Glühwein und die Füße an einer der zahlreichen Feuerschalen. Das hat nicht so gut geklappt, als ich wieder daheim war, kribbelten meine Zehen, als sie langsam wieder auftauten.

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Am Samstag gab es Weihnachtsmarkt-Kontrastprogramm, denn ich war mit meinen Eltern auf dem Weihnachtsmarkt in Essen verabredet. Ich fuhr mit dem Zug dorthin und war etwas schockiert über die Preise. Für eine Strecke von rund einer Stunde erwartet die Bahn, dass ich zwanzig Euro bezahle. ZWANZIG EURO! Immerhin gab es ein Tagesticket, so dass ich mit dreißig Euro für die Hin- und Rückfahrt auskam, aber ich war froh, nicht über Nacht zu bleiben. Für den Preis hätte ich auch mit dem Auto fahren können. Andererseits war die Zugfahrt recht entspannt, ich konnte schön lesen und aus dem Fenster sehen.

In Essen war es voll und ich mag Bahnhöfe einfach nicht (so viele hektische, gereizte, aggressive Menschen). Aber auf dem Weihnachtsmarkt ging es dann sogar, zumal wir nur ein bisschen vor uns hin schlenderten und die meisten Stände links liegen ließen. Nur unsere peruanischen Kartoffeln, die musste natürlich sein. Die gibt es traditionell nur auf dem Essener Weihnachtsmarkt. Ein Rezept habe ich jetzt mal gegoogelt, aber ob ich das ausprobiere, weiß ich noch nicht. So hat man etwas, auf das man sich das ganze Jahr freut und es bleibt etwas besonderes.

Nach dem Weihnachtsmarkt und etwas Shopping (yeah, passende Schuhe zum Weihnachtskleid!) machten wir uns dann auf zur Erlöserkirche. Wie jedes Jahr sahen wir das Weihnachtsoratorium. Eine Tradition, auf die ich nicht verzichten möchte. Es war eine schöne Aufführung und jetzt kann Weihnachten ruhig kommen!

 

Nach dem Konzert scheiterten wir daran, noch etwas zu Essen zu bekommen (am letzten Adventssonntag um 20 Uhr vielleicht nicht so überraschend, dass kein Tisch mehr frei ist), also setzten wir uns in unsere jeweiligen Züge und trennten uns wieder. Kein Problem – in einer Woche sehen wir uns ja schon wieder.

Der vierte Adventssonntag war dann nicht so erfreulich für mich. Ich hatte mir so viel vorgenommen – das Adventstagebuch weiterbasteln, Hausarbeit, schon mal die Geschenke einpacken und was man halt so macht, eine Woche vor Weihnachten. Stattdessen schoss meine Temperatur urplötzlich auf 39 Grad hoch und Schüttelfrost und Gliederschmerzen hatten mich fest im Griff. WTF? Ich befürchtete schon eine veritable Grippe, und das gerade jetzt!

Joah. Und euer vierter Advent so? #dasbrauchtdochjetztkeinmensch

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

 

Glücklicherweise ist der Held ein exzellenter Krankenpfleger, und so verbrachte ich den Sonntag mit kuscheliger Bettdecke auf dem Sofa, trank Tee und schaute DVDs, während der Held den Haushalt schmiss. Geschenke einpacken und Adventstagebuch mussten halt warten. Und heute, einen Tag später, ist der Spuk plötzlich auch schon wieder vorbei. Ein-Tages-Grippe, wer kennt es nicht. Aber da will ich mich natürlich nicht beschweren (und meine Arbeitskollegen sicher auch nicht)! Ich glaube fest daran, dass die Pflege des Helden (und meine absolute Schonung auf dem Sofa) der Genesung geholfen haben. 🙂

Die letzte Arbeitswoche in diesem Jahr hat nun angefangen. Für Weihnachten ist eigentlich alles vorbereitet, nur die Geschenke müssen noch eingepackt werden und fürs Weihnachtsessen müssen wir auch noch einkaufen. Ich freue mich auf die freie Zeit!