Rezensionshüpfer

Bücher schenken leicht gemacht – meine Buchtipps im Jahr 2014

18. Dezember 2014

Ihr Lieben, braucht ihr noch dringend Last-Minute-Weihnachtsgeschenke? Bücher passen immer! Wie wäre es also mit der passenden Lektüre für den Liebsten, die Mama, die Patentante oder den Mini-Neffen? Hier findet ihr meine Buch-Highlights des Jahres – fein säuberlich sortiert nach Zielgruppe, damit ihr auch wisst, welches Buch unter welchen Baum gehört.

 

Für die Mama, den Downton Abbey-Fan oder die England-begeisterte Cousine

Eine Klasse für sich von Julian Fellowes. Fellowes ist auch der Drehbuchautor von Downton Abbey – auch in diesem Roman dreht sich alles um das Leben im englischen Adel und der Upperclass. Der Erzähler des Buchs muss in seine Vergangenheit tauchen, um einem alten Freund, der inzwischen zum Feind geworden ist, zu helfen. Dadurch verbinden sich geschickt Erinnerungen aus dem 1960er Jahren mit dem heutigen Zeitalter. Die Handlung ist nett, aber faszinierender ist die treffende und manchmal spitze Beschreibung der Personen und ihrer „Leichen im Keller“.

 

Für den reisebegeisterten Bruder oder die abenteuerlustige Freundin

Mit dem Kühlschrank durch Irland von Tony Hawks. Eine wahre Geschichte und eigentlich schon ein Klassiker (aus dem Jahr 2000). Tony Hawks wettet, dass er mit einem Kühlschrank an seiner Seite durch Irland reisen kann – und das per Anhalter. Nun ist Tony ein fröhlicher Kerl, und so gerät seine Reise zu einem Trip von Pub zu Pub, auf dem er die Menschen manchmal besser kennenlernt, als ihm lieb ist!

 

Für den Mini-Neffen, das Patenkind oder die kleine Nachbarin

Piep, Piep, Piep: Das Buch der Geräusche„. Was aussieht wie ein langweiliges und stinknormales Geräusche-Buch für kleine Kinder, ist ein wirklich lustiger, stabiler und vor allem dicker (über 100 Seiten!) Zeitvertreib. Den Zeichenstil muss man vielleicht mögen, aber ansonsten werden auch die Eltern beim Vorlesen Spaß haben. Die ersten hundert Male jedenfalls, aber danach wird jedes Buch grenzwertig. 😉 Auf jeder Seite ist ein Objekt (oder Tier, etc.) abgebildet, auf der anderen Seite steht dann das zugehörige Geräusch: „Der Esel macht i-Aaah“. Aber eben auch „Die Steckdose macht NEIN!“ oder „Die Schnecke macht gar nichts, bewegt aber elegant ihre Fühler“. Wir haben es dem Neffen zum 1. Geburtstag geschenkt und er liebt es. Und wer ihn fragt, wie die Schnecke macht, der kriegt sich elegant bewegende Finger-„Fühler“ zu sehen. Hach!

 

Für den Teenie, der seine Facebook-Privatsphäreneinstellungen endlich mal anpassen soll

Little Brother von Cory Doctorow. Eine wirklich spannende Geschichte über einen jugendlichen Helden, der den Überwachungsstaat, zu dem die USA nach einem Terroranschlag nach und nach geworden ist, bekämpft. Viel Wissen über Datenschutz, Privatsphäre und „Ich hab doch nichts zu verbergen“. Und dabei absolut korrekt und aktuell von der technischen Seite – Cory Doctorow weiß, wovon er schreibt. Jetzt noch schnell kaufen, in einigen Jahren wird das Buch wohl veraltet sein. Hier könnt ihr übrigens meine ausführliche Rezension zu dem Buch lesen, das man auch als Erwachsener noch sehr gut lesen kann.

 

Für den Papa, den geschichtsinteressierten Freund oder die Kollegin mit dem schwarzen Humor

Mr. Chartwell“ von Rebecca Hunt. Mister Chartwell ist ein großer, schwarzer und an sich ausgesprochen unangenehmer Hund. Er möchte zur Untermiete bei der jungen Esther einziehen, und irgendwie kann sie nicht ablehnen. Beruflich ist er den ganzen Tag bei Winston Churchill zu Besuch… Irgendwann kreuzen sich Esthers und Churchills Wege. Winston Churchill hat seine Depressionen als „schwarzen Hund“ bezeichnet und so ist dieses Buch auch nicht wörtlich zu verstehen. Trotz des ernsten Themas eine Geschichte mit typisch britischem Humor und skurrilen Ideen.

 

Als Mitbringsel zum Weihnachtsessen

Oberst von Huhn bittet zu Tisch – Speisekartendeutsch für Anfänger. Axel Hacke kennt ihr vielleicht schon vom „weißen Neger Wumbaba“ und den Handbüchern des Verhörens. Ich finde ihn urkomisch, und während die falsch übersetzten Speisekarten vielleicht an sich gar nicht besonders witzig wären, lache ich mich jedes Mal schlapp über Axel Hackes wunderbare Kommentare dazu.

 

Da ist doch bestimmt auch für eure Weihnachtseinkäufe noch DAS Buch dabei, das ihr noch gesucht habt – oder? Was waren eure Buch-Highlights des Jahres?

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