Schon im Urlaub habe ich Trix Solier – Zauberlehrling voller Fehl und Adel“ von Sergej Lukianenko gelesen und war begeistert! Da der Held es ebenfalls gut fand und sogar mein Papa das Buch verschlungen hat, wird es endlich einmal Zeit für eine Buchvorstellung. Ich kann euch gleich sagen: Wenn ihr humorvolle Fantasygeschichten a la Terry Pratchett oder Walter Moers mögt, dann legt euch dieses Buch zu. Denn die Geschichte hat alles: Abenteuer! Magie! Zauberwesen! Edelleute und Prinzessinnen! Und alles versehen mit einer ordentlichen Dosis Spannung, aber vor allem: Humor.

Unser Titelheld, der junge Trix, ist der Erbe eines Herzogtums (genauer gesagt: der Erbe eines Co-Herzogtums, denn so einfach ist das alles nicht in seiner Welt) und langweilt sich fürchterlich. Doch dann wird er plötzlich das Opfer eines Putsches und findet sich auf der Flucht wieder. Natürlich schwört er auf Rache! Aber das ist nicht so einfach, wenn man erst 14 Jahre alt ist, als junger Adliger bisher nicht besonders viele lebenspraktische Fähigkeiten gelernt hat und mit keinerlei Möglichkeit ausgestattet ist, zu beweisen, dass man tatsächlich der echte Trix Solier ist. Nach einigen Abenteuern beginnt er schließlich eine Zaubererlehre beim großen Zauberer Radion Sauerampfer. Und als er plötzlich durch einen Zufall erfährt, dass die Prinzessin Tiana zur Zwangsheirat auf die Kristallenen Inseln entführt werden soll, beschließt er, sie auf jeden Fall zu retten …

trixsolier

So erleben wir also mit Trix diverse Abenteuer und lernen märchenhafte Figuren kennen – den lustigen kleinen Klaro, die etwas verwirrte und meist nicht besonders hilfreiche Fee Annette (die es immer nur gut meint), natürlich den großen Zauberer Sauerampfer, die edle Prinzessin und sogar den einen oder anderen minderbemittelten Minotaurus. Dabei werden zahlreiche sarkastische und äußerst amüsante Anspielungen auf die heutige Zeit gemacht. Diese Ebene wird Kindern bei dem Buch wohl entgehen, Erwachsene genießen sie umso mehr! Neben dem großartigen Humor wartet der Roman auch mit neuen Ideen auf, was ja bei Fantasy immer sehr erfreulich ist. Die Methode, nach der hier die Magie funktioniert, ist ausgeklügelt, stimmig und mir dabei vollkommen neu!

In einem zweiten Teil taucht unser Held übrigens erneut auf: Trix Solier – Odysee im Orient heißt der nächste Band, der bereits bei uns im Regal steht und ungeduldig darauf wartet, dass er endlich an der Reihe ist.

Auf das Buch bin ich übrigens in der Münsteraner Buchhandlung meines Vertrauens (lediglich für Bilderbücher habe ich eine andere – beide sind uneingeschränkt empfehlenswert!) gestoßen, als ich nach einem Geschenk für den Helden suchte. Die Beratung war wirklich exzellent und bisher war jede Buchempfehlung der netten Mitarbeiterinnen ein Volltreffer! Ich gehe einfach mit ein paar Favoriten des zu Beschenkenden hin und bekomme etwas in die Hand, von dem ich vorher noch nie gehört habe (der Beschenkte auch nicht – perfekt!) und das großartig ist! Also, Leute: Geht mehr in Buchhandlungen!

Post Author: Nele

3 Replies to “Buchtipp: Trix Solier von Sergej Lukianenko”

  1. Den Titel habe ich mir direkt notiert. Bisher kannte ich von Lukianenko nur die mehr ins Philosophische abdriftenden Romane. Da ich allerdings Pratchett liebe, liebe, liebe – wer eine Oma Wetterwachs erfindet, den muß man einfach lieben – klingt das sehr vielversprechend.

    Ist ja bald Weihnachten und ich werde jetzt schon gefragt, was ich mir wünsche. Wie jedes Jahr 😉

    1. Ich muss ja zugeben: Ich bin mit Pratchett nie warm geworden. Hüstel. Ich habe ein Buch aber auch nur gelesen und fand den Humor zu erzwungen. Ich will ihm schon seit Ewigkeiten eine zweite Chance geben, aber es gibt sooo viele Bücher und sooo wenig Zeit! 😉

      Aber viele haben das Buch mit Pratchett verglichen, und ich habe Moers ergänzt, denn ich liebe liebe liebe Walter Moers‘ Bücher (mein Favorit: Rumo und die Wunder im Dunkeln)!!! Falls du die noch nicht kennst, würde ich sie Trix sogar vorziehen. 😉

      Liebe Grüße
      Nele

  2. Ich lese seit zwanzig Jahren Pratchett und ich halte auch nicht alle seiner Bücher für unbedingt gelungen 😉
    Insgesamt mag ich aber seinen doch sehr britischen Humor. Die Bücher von Moers habe ich auch zum Teil gelesen, ich fand die sehr erfrischend.

    Ansonsten hätte ich da noch „Wilt“ von Tom Sharpe. Aus eigener Erfahrung kann ich bei diesem Buch allerdings nur raten es nicht in der Öffentlichkeit zu lesen – normale Menschen reagieren immer so merkwürdig wenn man aus heiterem Himmel lautstark anfängt zu lachen 😉

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