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Buchtipp: 20 Kilo weniger dank “Fettlogik überwinden”

Mir fällt es etwas schwer, diesen Beitrag zu beginnen. Immerhin leben wir irgendwie zwischen zwei Polen. Zwischen Magerwahn und Body Positivity, zwischen Schlank im Schlaf und Fat Acceptance. Das Buch, das ich empfehlen möchte, hat auf Twitter auch in meiner Timeline Staub aufgewirbelt, das Wort “Sektenanhänger” fiel, und der Satz “Ich dachte, übers Kalorienzählen wären wir als Gesellschaft mittlerweile hinaus”. Das ist die eine Seite; auf der anderen Seite lese ich von Menschen, denen nach Jahren plötzlich wieder die Jeans passen und die plötzlich Spaß an der Bewegung haben. Ich habe mich bisher selten dazu geäußert: Das Thema Gewicht ist sehr persönlich, ich habe keine Lust auf Grabenkriege und von mir aus soll jeder nach seiner Fasson glücklich werden. Wer mich nicht fragt, kriegt zumeist auch nichts gesagt und selbst bei meiner Meinung nach offensichtlichem Bullshit seufze ich zumeist nur innerlich und schweige. Der Mensch will ja in der Regel nicht belehrt werden und die Reaktion ist in den seltensten Fällen positiv. Dann sollen die Leute doch glauben, was sie gern glauben möchten; da bin ich mit den Jahren offen gestanden etwas resigniert.

Dieser recht lange Beitrag wird daher vor allem nicht: Anleitung zum Abnehmen. Regeln für alle. Vorschriften darüber, wer welche Figur haben sollte. Leute! Ihr wisst selbst, wie ihr euch am wohlsten fühlt und wenn ihr Menschen, die abnehmen möchten oder Kalorien zählen oder davon erzählen, dass sie zu dick sind,  grundsätzlich blöd findet, solltet ihr jetzt das Browserfenster schließen.

Selbstdiagnose: Huch, ich bin dick!

In unserer Familie bin ich ja so was wie die Fotografin. Bei allen wichtigen Ereignissen schleppe ich die große Kamera an – neulich bekam ich sogar den offiziellen Auftrag, die Taufe der Mini-Nichte festzuhalten. Das hat eine logische Konsequenz, die vermutlich die meisten Bloggerinnen kennen: Auf den meisten Fotos bin ich nicht zu sehen. Viel lieber dokumentiere ich, wie die Kinder groß werden – die sind ja auch viel niedlicher.

Umso erschrockener war ich, als ich Weihnachten 2015 die Kamera doch mal aus der Hand gab. Plötzlich war ich nämlich auch auf den Bildern. Und nicht von mir selbst möglichst vorteilhaft in Pose gesetzt. Denn natürlich war mir aufgefallen, dass ich mir dafür mittlerweile etwas mehr Mühe geben musste. Gewisse Winkel sehen einfach besser aus als andere. Oder man hält sich einfach dekorativ-unauffällig einen Puschel vors Doppelkinn. Aber auf familiären Schnappschüssen klappt das eben nicht. Und so sah ich mich damit konfrontiert:

Ein Schritt auf die Waage bestätigte: Ich kratzte langsam, aber sicher am Rand des starken Übergewichts, wenn man meinen BMI ausrechnete. Die 30 hatte ich nämlich so gerade überschritten. Hallo, Adipositas! Und da der BMI nicht mit dem Alter identisch sein sollte (naja, außer vielleicht, man ist gerade Anfang 20), sollte sich etwas tun.

Fettlogik überwinden? Nadja to the rescue!

Den Blog von Nadja Hermann lese ich schon lange: erzählmirnix. Er steht auch seit Jahren auf meiner Blogroll. Als ich angefangen habe, dort mitzulesen, war Nadja selbst noch stark übergewichtig. Also, deutlich mehr noch als ich. Wenn ich mich recht entsinne, wog sie um die 150 Kilo. Sie postete gelegentlich darüber – eher in Richtung Fat Acceptance denn kritisch. Mir war’s recht, im Grunde genommen war es mir egal, ich mochte ihren Blog eher wegen der politischen, feministischen Grundeinstellung und natürlich der Comics, die zum Lachen bringen und gleichzeitig zum Nachdenken anregen.

Irgendwann jedoch begann Nadja, auf dem Blog Artikel zum Thema Abnehmen einzustreuen. Und sie nahm ab (im Buch erfährt man, dass eine Verletzung und andere Gesundheitsprobleme der Auslöser waren). Und sie beschäftigte sich mit dem Thema, recherchierte, las Studien, las Gegenstudien, und sicherlich gibt es auch Gegen-Gegenstudien, las Bücher, Foreneinträge, Artikel. Und schließlich und endlich veröffentlichte sie ein Buch zum Thema: Fettlogik überwinden.

Aufgrund der regelmäßigen Begleitung des Themas auf ihrem Blog bekam ich das schnell mit. Trotzdem kaufte ich mir das Ebook erst, als es bei mir selbst akut wurde. Und ganz klassisch, am 1. Januar 2016, begann ich: mit dem Abnehmen. Mit der Diät? Mit der Lebensumstellung? Nahrungsumstellung? Von allem etwas, nehme ich an.

Erkenntnisse: Das nehme ich mit

Nun bin ich weder Neuling in Sachen Abnehmen (ich habe vor zehn Jahren schon einmal rund zehn Kilo abgenommen und danach mehrere Jahre mein Gewicht gehalten), noch ernähre ich mich unfassbar ungesund. Tatsächlich ist es bei mir die schiere Menge, die das Übergewicht langsam, aber sicher angefuttert hat. Ein Gummitierchen nach dem anderen, eine Portion Nudeln extra, eine große statt kleiner Pizza, und zum Überbacken die Hand großzügig in die Tüte mit dem Reibekäse.

Innerhalb von 9 Monaten verlor ich ungefähr 15 Kilo. Keine Frage wurde mir seither so oft gestellt wie: Wie hast du das gemacht? Und meine Antwort lautet stets: weniger essen, mehr bewegen. Die meisten sind dann enttäuscht. Sorry, aber das ist das ganze Geheimnis. Weniger essen, als man verbraucht. Das wusste ich auch, bevor ich “Fettlogik überwinden” gelesen habe. Und ja: So revolutionär, wie es oft dargestellt wird, ist das Buch vermutlich nicht. Es stellt im Grunde gängige Ernährungsmythen bzw. übliche Ratschläge und “Allgemeinwissen” zum Thema Gewicht nacheinander auf den Prüfstand und untersucht sie einzeln anhand von Studien. Und ich wette, jeder fühlt sich bei wenigstens einer dieser so genannten “Fettlogiken” irgendwie ertappt. Hier eine Checkliste für alle, die das Buch noch nicht gelesen haben – welchen dieser Aussagen würdet ihr zustimmen:

  • Es ist gefährlich, wenig zu essen, dann hat man keine Energie und baut Muskeln ab!
  • Im Alter nimmt man zu, weil der Stoffwechsel langsamer wird.
  • Leichtes Übergewicht ist sogar gesünder als Normalgewicht!
  • Jojo-Diäten sind viel schädlicher als Dicksein!
  • Wer mit dem Rauchen aufhört, nimmt unweigerlich zu.
  • Von Diätprodukten nimmt man zu!
  • Wer abnehmen will, sollte mehr Obst essen.
  • Kalorien zählen ist essgestört und genussfeindlich.
  • Man sollte maximal ein Pfund pro Woche verlieren.
  • Manche Menschen können nie wirklich schlank sein, dafür sind sie körperlich einfach nicht gebaut.
  • Kalorienzählen funktioniert bei mir nicht. Ich esse nur 1.000 Kalorien am Tag und nehme trotzdem nicht ab! Mein Stoffwechsel ist ruiniert!
  • Bei zu schnellem Abnehmen oder zu viel Gewichtsverlust rutscht man ganz schnell in die Magersucht.
  • Das Idealbild der dünnen Frau ist ein Phänomen unserer Zeit, früher war das ganz anders.
  • Abnehmen ohne Sport geht nicht.
  • Das Übergewichtsproblem ist überbewertet. (Das ist doch noch nicht adipös!)
  • Tägliches Wiegen ist schlecht oder sogar gefährlich.

Und? Also, ich muss zugeben, obwohl ich “weiß, wie es geht” und quasi frei Schnauze schon mal erfolgreich abgenommen hatte, hätte ich einigen dieser Sätze zugestimmt. Vor allem der Aussage, dass man langsam abnehmen soll, damit es gesund bleibt; aber auch, dass leichtes Übergewicht gesünder sei als Normalgewicht oder dass man maximal einmal in der Woche auf die Waage steigen sollte. Tja. Ich werde jetzt nicht Punkt für Punkt widerlegen, aber allen diesen Punkten (und zahlreichen mehr) widerspricht Nadja Hermann in dem Buch. Sämtliche Aussagen untermauert sie dabei mit Studien, bezieht auch Studien ein, die vermeintlich das Gegenteil beweisen, und nimmt diese Studien Schritt für Schritt auseinander, was den Aufbau und die Aussagekraft betrifft.

Jojo-Effekt und Hungerstoffwechsel: Kann man nix machen!

Zum Beispiel der Jojo-Effekt: Das weiß man doch, dass der Körper nach einer Diät froh ist, endlich wieder genug zu essen zu bekommen, und alles einlagert, was er kriegen kann. In Vorbereitung auf die nächste Hungersnot. Der Stoffwechsel fährt runter und man nimmt plötzlich viel schneller zu – gibt’s doch Studien zu und hat auch jeder schon mal erlebt, nach einer Diät wiegt man ganz schnell und quasi urplötzlich wieder mehr als vorher, obwohl man nicht anders isst.

Tja, nun. Das denkt man so. Und ja, es stimmt. Nimmt man ab, verbraucht man weniger Kalorien und kann nicht mehr so viel essen wie vorher. Zudem man ja auch schon vorher mit eben dieser Menge an Nahrung offenbar zugenommen hat, sonst wäre ja die Diät nicht nötig gewesen. Aber ja, auch abgesehen von den Kalorien, die man aufgrund von geringerer Körpermasse weniger verbraucht, benötigen laut einigen (längst nicht allen) Studien einige Menschen nach einer Diät plötzlich weniger Kalorien als erwartet. Und zwar ungefähr 50-80 täglich. Das ist nicht besonders viel. Es ist also nicht so, als dürfte man nach einer Diät keinen Apfel mehr ansehen, ohne zuzunehmen. Und selbst dieser Effekt trat nur bei Menschen auf, die bei der Abnahme völlig auf Sport verzichtet hatten. Warum der Hungerstoffwechsel Unsinn ist, wird im Buch ausführlich und nachvollziehbar erklärt.

Umsetzung: Wiegen, wiegen, wiegen oder Quantifizierung ist alles

Fettlogik überwinden” sagt dem Leser nicht, was er tun soll. Es will keine Anleitung zur Abnahme sein. Nadja erzählt von ihrem eigenen Weg und stellt ansonsten eben die üblichen Mythen auf die Probe. Daraus kann sich jeder selbst mitnehmen, was ihm weiterhilft. Mein Weg war der folgende: Ich habe Kalorien gezählt. Alle. Ich habe mir eine Mini-Waage fürs Büro gekauft und mein Mittagessen abgewogen. Ich habe beim Kochen jede Zutat einzeln auf die Waage gelegt und in die FDDB-App eingetragen. Ich hatte kein festes Kalorienziel; möglichst wenig halt, ohne zu viel Hunger zu haben (und oh Wunder, Hunger kann man manchmal aushalten, wenn man das will). An manchen Tagen war das mehr, an anderen weniger. Ich habe ganz normal auswärts gegessen, wenn es Anlässe gab; aber das Essen dort habe ich dann eben geschätzt und trotzdem in die App eingetragen. So war ich eben manchmal nur knapp unter meinem täglichen Kalorien-Gesamtumsatz und manchmal sehr viel.

Nicht nur mein Essen habe ich gewogen; auch mich selbst. Täglich. So lernte ich, dass Schwankungen ganz normal sind und konnte auch ein bisschen abschätzen, woran sie lagen. Bei bisherigen Abnahme-Aktionen hatte ich mich maximal einmal in der Woche gewogen. Das kann sehr frustrierend sein, wenn die Waage dann genau am Wiegetag einen Ausreißer nach oben hatte. Außerdem gab es mir Routine, sich halt jeden Tag draufzustellen. Wenn mir das Ergebnis gefiel, freute ich mich; wenn nicht, gab ich nicht allzu viel drum.

Die dritte Säule meines “Quantifizierungswahns” kam nach ein paar Monaten hinzu. Ich erstand nämlich günstig ein gebrauchtes Fitbit-Fitnessarmband. Yay, ein Gerät, das alle meine Bewegungen aufzeichnet und auf dubiosen Servern in den USA speichert! Was tut man nicht alles. Das Armband zählte zuverlässig meine Schritte und zeichnete meinen Sport auf. Außerdem rechnete es erstaunlich genau meinen Kalorienverbrauch aus, was natürlich fürs Zählen äußerst hilfreich war. Und das tägliche Schrittziel von 10.000 Schritten zu erreichen – und sich womöglich gar in Wettbewerben mit anderen Nutzern zu messen – hat mich enorm motiviert. Vor allem, weil ich sehen konnte, was ein Tag mit 3.000 Schritten für einen Kalorienverbraucht hat im Vergleich zu einem mit 10.000. Ich verrate nicht zu viel, wenn ich sage: Der Unterschied ist erstaunlich. So ein paar Schritte durch die Wohnung, da erwartet man ja nix. Aber doch, es bringt etwas, definitiv. (Mittlerweile habe ich ein neues Armband, das die Kalorien weitaus ungenauer ausrechnet, aber ich kann den Verbrauch relativ zuverlässig selbst abschätzen.)

Sportlich bin ich also viel gegangen (dazu kam ja auch noch Pokemon Go in der Zeit, yay!). Und mit dem Bouldern habe ich in der Zeit angefangen. Was das so verbraucht, weiß ich aber nicht, doch Muskelaufbau kann ja schließlich auch nicht schaden und der Spaß stand dabei im Vordergrund.

Ein Fazit und zwei Sätze, die ich nicht mehr hören kann


Bis September 2016 hatte ich also 15 Kilo abgenommen. Aber in der Überschrift steht doch 20? Bin ich danach etwa auf meinen ominösen Setpoint gestoßen, ab dem es nicht mehr weitergeht? Nö, es ist viel banaler. Ich habe pausiert. Im Oktober sind wir umgezogen und danach bin ich irgendwie nicht mehr richtig in den Tritt gekommen. Wie sagt Nadja so schön? Es ist nicht schwierig, aber es ist trotzdem schwer. Ungefähr im März habe ich wieder angefangen, und seither sind wieder etwa fünf Kilo runter. Also, keine Sorge: Es klappt. Außerdem keine Sorge: Ich bin weder magersüchtig noch zu dünn, noch werde ich zu dünn, wenn ich mein Gewichtsziel eines mittleren Normalgewichts erreicht haben werde. Denn das ist einer der beiden Sätze, die ich nicht mehr hören kann – in verschiedensten Variationen: Wo willst du denn noch abnehmen? Jetzt ist es aber gut. Das reicht doch jetzt. Vor der Magersucht hat mich noch niemand gewarnt, aber hey, ich schmiere es auch nicht allen aufs Butterbrot, dass ich noch nicht fertig bin. Ich finde dennoch, das muss eigentlich niemand kommentieren. Ich sage ja auch niemandem, dass er unbedingt abnehmen sollte; wieso sollte es besser sein, jemandem zu sagen, dass er das auf keinen Fall tun sollte?

Die zweithäufigste Satzvariation kommt nach meiner Antwort auf die Frage, wie ich das denn gemacht hätte (zur Erinnerung: weniger essen, mehr bewegen). Dann kommt nämlich gefühlt in der Hälfte der Fälle eine Rechtfertigung, wieso das bei mir zwar geklappt hat, aber bei meinem Gegenüber auf keinen Fall so klappen kann: Ach, in deinem Alter geht das ja auch noch. Dafür habe ich keine Zeit. Das klappt bei mir nicht, habe ich schon probiert. Wenn das mal so einfach wäre. Das ist zu kompliziert. Das ist ja auch Typsache. Leute, echt jetzt? Ihr braucht euch nicht zu rechtfertigen. Mir ist das doch egal, was ihr wiegt. Ihr habt mit dem Thema angefangen. Allerdings ist die Hälfte von dem, was ihr sagt, durch Studien widerlegt. In der Regel habe ich aber keine Lust auf Diskussionen und steige aus dem Gespräch aus. Manchmal erwähne ich das Buch – das ich mir mittlerweile gleich zwei Mal als Printversion gekauft habe, weil ich gern darin blättere, es aber auch regelmäßig verleihe.

Gerade jetzt #3

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich? Und was könnte ich mir Ostern von meiner Mama zu Essen wünschen?

Gerade jetzt…

denke ich tatsächlich und ernsthaft darüber nach, ob wir uns einen Hund anschaffen. Der Held wäre dabei, allerdings wissen wir nicht, was unsere Vermieter davon halten und außerdem ist unser Bürohund nicht mit anderen Hunden kompatibel und daher wüssten wir nicht so recht, wohin tagsüber.

mag ich den Sonnenschein!

mag ich nicht die Tatsache, dass so viele meiner Kollegen krank sind und ich somit morgens extra früh im Büro sein muss.

fühle ich mich aktiv, energiegeladen und voller Pläne. Das muss der Frühling sein!

trage ich endlich wieder Chucks!

brauche ich Geduld und Optimismus.

höre ich ziemlich viel Irish Folk-Rock – hat dieses Genre einen offiziellen Namen?

mache ich geheime Kleinigkeiten im Näh- und Bastelzimmer – Überraschungen für die verschiedensten Menschen! Währenddessen schiebe ich Möbel von links nach rechts, die optimal-perfekte Einrichtung für das Zimmer habe ich nämlich noch nicht gefunden.

lese ich schon wieder ein Buchclub-Buch: “Die Berufene” von M. R. Carey. Das ist wirklich unglaublich spannend und ich werde noch einen Artikel dazu schreiben!

trinke ich Kaffee mit aufgeschäumter Milch, zumindest am Wochenende. Beim Umzug ist mir ja der Induktionsmilchaufschäumer wieder in die Hände gefallen und ich genieße es, selbst gemachten Latte Macchiato zu schlürfen und dabei noch ein, zwei, siebenundzwanzig Seiten in meinem Buch zu lesen.

vermisse ich Münsteraner, die mit mir Bouldern wollen. Anyone?! Ich bin einfach so wenig ehrgeizig, wenn ich allein in der Halle bin! Dann gebe ich nach dem 3. erfolglosen Versuch einer Route auf. Obwohl man doch weiß, dass das beste Gefühl ist, wenn man nach zahllosen Fehlversuchen endlich den Top erreicht!

schaue ich mit dem Helden Modern Family, Babylon 5 und die neue Staffel Broadchurch auf ITV. Für mich selbst habe ich gerade die 3. Staffel Mr. Selfridge beendet und weiß noch nicht ganz, was als nächstes kommen soll.

träume ich von einem neuen Tattoo (Terminanfrage ist gestellt – aber beim letzten Mal habe ich keinen Termin bekommen, das heißt also nichts) und vom Sommerurlaub!

Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

WMDEDGT? – Tagebuchbloggen am 5. März

Spontan dachte ich mir, ich könnte mal wieder bei WMDEDGT mitmachen – Frau Brüllens Aktion, die im langen Namen “Was machst du eigentlich den ganzen Tag?” heißt und jeden 5. des Monats stattfindet. Nun ist zwar eigentlich schon der sechste, aber ich beschreibe natürlich trotzdem meinen fünften März – den gestrigen Sonntag.

Als ich morgens aufwachte und dachte “Uuh, ich könnte mal aufs Klo gehen”, war es sieben Uhr. Ich drehte mich noch ganz kurz auf die Seite und stand dann auf – und als ich im Bad war, zeigte die Uhr schon kurz vor neun an. Upps, das “kurz auf die Seite drehen” war wohl doch noch mal mit Einschlafen verbunden gewesen. So blieb ich gleich auf. Der Held, der am Vorabend erst spät von einem Freund zurückgekommen war, schnorchelte noch sanft vor sich hin.

Ich beschloss, schon mal Brötchen zu holen. Normalerweise macht das immer der Held, aber dieses Wochenende habe ich es gleich an beiden Tagen übernommen. Verrückt! Das Problem war, dass ich noch im Schlafanzug war. Wieder ins Schlafzimmer an den Kleiderschrank wollte ich aber nicht – ich schaffe es selten genug, aufzustehen, ohne den Helden zu wecken. Also musste ich improvisieren. Auf dem Wäscheständer auf dem Balkon hingen eine Unterhose und ein fast trockenes Paar Socken, im Bad fanden sich die Kletterhose und der Sport-BH, und als Oberteil habe ich dann einfach eine Fleece-Jacke angezogen. So ausgestattet ging es los zum Bäcker – und um meine Fitness-Uhr zufriedenzustellen, lief ich sogar eine extra große Runde.

Wieder daheim, war der Held immer noch nicht aus dem Tiefschlaf erwacht. Ich kochte in aller Ruhe eine Kanne Kaffee und deckte den Frühstückstisch. Außerdem erinnerte ich mich an unseren Milchaufschäumer, der seit Ewigkeiten im Küchenschrank verstaubte, und machte mal wieder richtig schönen Milchschaum (so ein Induktionsding, nicht so ein Mini-Stab-Dingsi). Und dann setzte ich mich mit dem ersten Milchschaumkaffee erst mal hin und las ein Weilchen in meinem aktuellen Buch.

Nachdem ich die erste Tasse ausgetrunken hatte, ging ich dann aber doch mal ins Schlafzimmer und weckte den Helden. Anschließend frühstückten wir gemütlich. Das Telefon klingelte irgendwann und ich hielt ein Schwätzchen mit meinen Eltern, wir schmiedeten Wochenend- und Ferienhaus- und Geburtstags- und Renovierungspläne.

Gegen 12 machte ich mich dann auf den Weg in die Boulderhalle. Ich gehe gern recht früh am Wochenende, denn da ist es noch nicht so voll. So auch an diesem Sonntag. Dennoch fand ich fast keinen Parkplatz, weil gegenüber der Halle nämlich Trödelmarkt war. Das ärgerte mich, weil natürlich alle auf dem Boulderhallenparkplatz stehen mussten, obwohl sie gar nicht bouldern waren. Grummel. Ich war dann aber trotzdem recht erfolgreich unterwegs und schaffte ein paar neue Routen und auch eine, die ich bei den vergangenen Malen erfolglos versucht hatte. Dann allerdings rollte ich mich beim Absprung etwas zu schwungvoll ab und bremste mit dem Daumen. Das war etwas blöd. Zum Glück gibt’s in der Halle Coolpads, aber danach war erst mal Schluss und ich war gegen 14 Uhr wieder daheim.

 

Erst mal reparierte (bzw. ersetzte) ich den ausgerissenen Druckknopf meines zweiten Traumanzugs, dann hüpfte ich unter die Dusche und wusch mir Kreide, Schweiß und Staub vom Körper, um anschließend in besagten Traumanzug zu schlüpfen. Sundays are for onesies, Leute!

Das Wetter war inzwischen traumhaft sonnig, ich schnappte mir mein Buch und setzte mich auf den Balkon in die Sonne. Noch ein Kaffee dabei, der Held leistete mir auch Gesellschaft. So lässt es sich aushalten! Wenn auch nicht sehr lange, dann verschwand die Sonne wieder hinter einer einzelnen, aber riesigen Wolke. Hmpf. Dann halt nicht. Zum (späten) Mittag gab es Waffeln nach Münstermamas Rezept. Die wollen wir nämlich nächstes Wochenende der Helden-Familie vorsetzen, wenn wir den Heldengeburtstag feiern, und vorher muss das Rezept natürlich erst einmal probiert werden! 😉 Es war ganz hervorragend lecker, muss fürs Familienfrühstück aber wohl verdoppelt werden.

Der Held räumte die Küche auf und kümmerte sich um die Wäsche, während ich mich ins Nähzimmer zurückzog und seine neu erstandenen Jeanshosen für ihn kürzte. Dabei sind mir gleich zwei Nähnadeln abgebrochen und ich muss wohl dringend mal ein Sortiment neuer Nadeln besorgen, bevor ich irgendwann ganz ohne dastehe.

Die Zeit bis zum Tatort überbrückten wir dann mit “The Witness”. Das ist ein Computerspiel, bei dem man Logikrätsel lösen muss. Im Prinzip muss man immer nur eine Linie durch ein Raster ziehen, vom Eingang bis zum Ausgang. Allerdings gibt es dabei zahlreiche Regeln zu beachten, die man teilweise auch erst einmal selbst herausfinden muss, und so kommt man ziemlich ins Grübeln. Mir macht es aber riesig Spaß. Und deswegen schalteten wir nach einer Stunde Langeweile auch den Tatort wieder aus und spielten weiter.

Gegen 22:30 wechselte ich dann vom Onesie Nummer 2 in Onesie Nummer 1 und verkrümelte mich ins Bett. Dort las ich noch schnell mein Buch zu Ende und versank dann schlummernd ins Land der Träume… Um von Leberwurstbroten, leuchtenden Linien (The Witness!) und der aktuellen Lieblingsserie zu träumen.

Die feine Kunst der Unproduktivität

“Brrrrrt”, brummt das Smartphone. “Brrrt-brrrt-brrrrrrrt”, vibriert analog der neue Fitnesstracker, der sich mit “Smartwatch-Features” rühmen kann. Immerhin muss ich das Handy nun nicht extra zur Hand nehmen, um festzustellen, dass ich einen Termin habe. Den dritten diese Woche. Oder vierten? Kommt drauf an, was man alles als Termin zählt, nehme ich an. Bouldern, Stammtisch, eine Geburtstagseinladung – alles Spaß, alles Stress. Freizeitstress. Dazwischen kommen die ganzen “Eigentlichs”. Eigentlich müsste man mal wieder. Da fällt ja so ungefähr alles drunter, von “zum Zahnarzt gehen” über “alte Freunde anrufen” bis hin zu “früher ins Bett gehen”.

Ein voller Terminkalender ist mittlerweile Standard, das merke ich, wenn ich mich mit jemandem verabreden will. Wie mit der Freundin, die ich im Oktober treffen wollte, dann im November, mittlerweile ist das Treffen auf unbestimmte Zeit verschoben (ich winke hier mal unauffällig rüber – es ist immer noch Saunazeit, meine Liebe!). Aktivität ist positiv, Produktivität ist Alltag. Selbst beim Seriengucken wird es doch heutzutage produktiv – schnell, die neue Staffel von der Lieblingsserie rein-bingen, damit wir den Anschluss bei der anderen Serie nicht verpassen, und einen Haken dranmachen können! Ich nehme mich da nicht aus, gerade bei Serien leide ich unter einem schweren Fall von #Fomo, mir fällt es wirklich schwer, Serien abzubrechen oder als “Interessiert mich nicht” abzulegen, insbesondere, wenn alle Welt begeistert ist. Und die ständige Verfügbarkeit von ganzen Staffeln ist zwar ganz schön, setzt aber auch unter Druck. Angst vor Spoilern! Mitreden können! Aber ich schweife ab.

Denn eigentlich geht es mir um Unproduktivität und das Gefühl, wie gut es tun kann, einmal völlig absichtlich gar nichts zu tun. Oder etwas, das kein Ziel hat. Zeit mit sich allein zu verbringen. Zeit nicht effizient zu nutzen – wie wir es tun, wenn wir in der Schlange im Supermarkt eben Instagram checken oder auf dem Weg ins Büro ein Hörbuch hören, das wir sonst nie gelesen kriegen würden, weil die Zeit fehlt. Sondern im Gegenteil: Zeit zu verschwenden, indem wir sie eben nicht nutzen. Denn diese Zeit ist nicht verschwendet, und wir tun nicht “gar nichts”. Wir laden unseren Akku auf, gewinnen vielleicht Selbsterkenntnis oder Ruhe. Ich persönliche verspüre nach solch “verschwendeter Zeit” oft ein wohliges Gefühl von Zufriedenheit und bemerke plötzlich ein Lächeln in meinem Gesicht – ob ich mir nun fünf Minuten oder eine Stunde gegönnt habe, oder auch mal einen ganzen Tag. “Mental Health Day” habe ich kürzlich gelesen – klingt ja auch besser als “schluffiger, fauler Sonntag”! 😉 Jedenfalls tut es mir gut, nichts zu tun. Eindeutig ein Grund, es weiterzuempfehlen!

Inspiriert von diesem Blogpost habe ich aufgeschrieben, was ich gern so unproduktives mache. Manches davon könnt ihr jetzt direkt, right now, einfach mal ausprobieren -anderes dauert etwas länger:

  1. Einen Spaziergang machen
  2. Ohne Kopfhörer
  3. Und ohne zu fotografieren, wenn dir ein Motiv über den Weg läuft
  4. Aus dem Fenster schauen
  5. Die Musik ausschalten
  6. Eine Zeitschrift durchblättern
  7. Das Fenster öffnen und die frische Luft einatmen
  8. Ein Buch lesen, das man schon kennt
  9. Oder einen Film schauen, denn man schon oft gesehen hat
  10. Ohne Smartphone-Ablenkung
  11. Ein Foto bewusst nicht machen
  12. Eine Email an Freunde schreiben – noch besser einen Brief, aber wir wollen realistisch bleiben
  13. Aufstehen und eine Runde durch die Wohnung gehen
  14. Auf dem Sofa sitzen. Die Wohnung anschauen.
  15. Eine Tasse Kaffee trinken
  16. Deine/n Liebste/n umarmen
  17. Atmen
  18. Bewusst Musik hören
  19. Eine Liste mit Ideen aufschreiben, was man schon lange mal machen wollte
  20. Nichts davon heute machen
  21. Oder nur etwas, was wirklich Freude macht

Wie nutzt ihr eure Zeit am liebsten unproduktiv?

Mein 2016

Dieses Jahr gibt es meinen kleinen Jahresrückblick erst im neuen Jahr. Aber ich finde, die erste Woche kann man noch zum alten Jahr zählen – mit etwas gutem Willen! 😉 Die Vorlage, die ich schon seit ein paar Jahren verwende, habe ich bei Anna von buntespapier (inzwischen geht der Blog allerdings hier weiter) gefunden.

Dieses Jahr bin ich 32 Jahre alt geworden.

Meine absolute Lieblingsbeschäftigung war: Bouldern, Wandern und Spazierengehen (danke, Fitnessarmband!), Konzertbesuche

Dieses Jahr habe ich kennengelernt: eine neue Nichte

Das habe ich mir gegönnt: mehr persönliches als materielles

Viel zu oft habe ich: gesnoozt.

Vom Leben gelernt: Bewegung und frische Luft machen tatsächlich glücklich.

Ich habe zum ersten Mal: gebouldert.

Ungefähr so sieht optimistische Verzweiflung aus. 😂 Die #12von12 sind online! #bouldern #monolithmünster

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

Ereignis des Jahres: der Umzug, und diverse Konzerte (müsste ich mich für eins entscheiden, dann die Kapelle Petra Album-Release-Party in Münster zum Jahresbeginn)

Meine beste Entscheidung: die Entscheidung für die neue Wohnung, die Entscheidung zum Arzt zu gehen, die Entscheidung abzunehmen (-17 Kilo, yeah!)

Die größte Veränderung: der Umzug natürlich

Besuchte Orte: Cuxhaven, Bodensee (Meersburg, Konstanz, Ravensburg, Lindau), Karlsruhe (auf Stippvisite), Essen

Das Jahr war (zum Ankreuzen):

[] anstrengend [] das beste Jahr bisher [] enttäuschend
[] durchwachsen [] langweilig [x] aufregend
[] wunderbar [x] lebhaft [] stressig
[] das schlimmste bisher [x] alles neu [] emotional
[] erfolgreich [x] ereignisreich [] ruhig [] nicht erwähnenswert

Meine 9 Instagram-Bilder mit den meisten Likes

Meine 9 Instagram-Bilder mit den meisten Likes 2016

Dieses Jahr auf einer Skala von 1 (schlecht) bis 10 (super): 7

Meine Wünsche für das nächste Jahr: Zufriedenheit.

Meine Vorsätze für das nächste Jahr: mich auf die wichtigen Dinge konzentrieren. Mehr lesen. Mehr mit den Nichten und Neffen unternehmen. Gönnen.

Ich hoffe, auch ihr seid alle bereits gut ins Jahr 2017 gestartet. 2017! Ist das zu fassen? Ich gehe ausnahmsweise ohne große Vorsätze ins Jahr, obwohl ich sonst großer Fan von Neujahrsvorsätzen bin.

(20152014, 2013, 2012)

Vom Gönnen.

“Gönnen Sie sich was”, sagt die Ärztin zu mir. Ich bin zu ihr gegangen, weil es mir nicht gut geht. An der (Ur-)Sache können wir nichts ändern – nur an meinem Umgang damit. “Gönnen Sie sich etwas – belohnen Sie sich, kümmern Sie sich um sich selbst.”

Ein paar Monate ist das jetzt schon her. Und der Satz blieb hängen. Vor allem, weil es mir erst einmal so schwer fiel, mir etwas zu überlegen, was ich mir gönnen könnte. Alles, was mir einfiel, war Essen. Pizza, Weingummi, Lasagne und dazu ein leckerer Wein? Aber ich habe die Erfahrung gemacht: Wenn man nicht innerhalb eines Monats wie ein kleiner Kürbis auf Beinen durch die Gegend rollen will, sollte man diese Art des Gönnens auf Ausnahmefälle beschränken.

Das zweite, was mir einfiel: mir Dinge kaufen. Geld ausgeben für Sachen, die nicht wirklich nötig sind. Das habe ich auch probiert. So bin ich an ein wunderbares neues Fitness-Armband gekommen, eine neue Handyhülle durfte einziehen, und generell hab ich im Laden häufiger mal “was soll’s” gesagt und die Schuhe, die Zeitschrift, die Hose halt einfach gekauft. Die Strategie funktioniert – kurzfristig und wenn man nicht zu sehr auf das Bankkonto guckt.

Letzten Endes ist es aber so: Nachhaltig hilfreich sind nicht die materiellen Dinge, die ich mir gegönnt habe. Aufbauend, glücklich machend, ablenkend und motivierend ist eine neue Einstellung. Ich gönne mir die Zeit, das zu tun, was ich tun möchte. Ohne nach Ausreden zu suchen oder etwas generell als zu schwierig oder unmöglich abzutun. Ich habe mir Konzertkarten einfach gekauft, auch wenn das Konzert noch so weit in der Zukunft lag, dass es mir absurd vorkam (jetzt sind es nur noch 3 Wochen!). Ich habe nicht gebloggt, wenn mir nicht nach Bloggen war. Ich habe früh Feierabend gemacht und bin in die Stadt gefahren, habe mir ein Eis geholt und bin durch die Geschäfte gebummelt – einfach so, mitten in der Woche. Ich habe im Urlaub keine Fotos gemacht, nicht darüber gebloggt, und kein Album gestaltet (womit auch?). Ich habe nicht einmal Postkarten geschrieben (sorry!). Ich bin Wandern und Spazieren gegangen, bin in neue Innenstädte gefahren, war in der Sauna, habe neue Rezepte ausprobiert (mit wechselndem Erfolg) und das Bouldern als neue Sportart für mich entdeckt.

Am hilfreichsten war für mich nämlich die Erkenntnis, dass man gar nicht lange planen muss. Es ist gar nicht immer so leicht, zu erkennen, was einem wirklich gut tut. Aber was mir nicht gut tut, sind vollgepackte Wochenenden und jeden Abend ein neuer Termin. Hingegen spontan am Wochenende zu entscheiden, irgendwo hinzufahren – das ist was ganz anderes. Und deswegen ist mein Vorsatz für die nahende Weihnachtszeit auch: Möglichst wenig Termine. Vielleicht versende ich spontan ein paar Weihnachtskarten – vielleicht auch nicht. Vielleicht backe ich Plätzchen – vielleicht nicht. Mal sehen, worauf ich Lust  habe – und was ich mir gönnen möchte.

12 von 12 im Mai 2016

Ein sonniger Donnerstag war heute – wunderbare Temperaturen und wohl erst einmal einer der letzten Tage, die so sommerlich sein sollen. Schade, so kurz vor Pfingsten. Aber nun ja, machen wir das beste daraus. Zufällig war auch noch der zwölfte und so gibt es heute mal wieder zwölf Bilder von meinem Tag.

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Um das schöne Wetter noch etwas zu nutzen, habe ich meine liebsten Sommerschuhe angezogen. Ich liebe diese bunten Vans! Dann ging es mit dem Rad zur Arbeit. Das mit der Aufsteh-Challenge klappt übrigens nicht mehr so gut wie anfangs, aber immer noch besser als vorher. Ich werde demnächst mal wieder berichten.

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Der Weg zur Arbeit.

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Im Büro erst mal: was man so braucht. Verratet es dem Helden nicht, aber ich hatte einen frechen Flirt! ? Und eine Allergietablette, denn ich schnufte ganz ordentlich.

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In der Pause gab’s ein Lunchdate mit C. und ich hatte zum ersten Mal seit langem wieder einen richtigen Döner. Yummy! C. hatte Falafel, was irgendwie vertauschte Welt war.

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Auf dem Rückweg ins Büro ging es noch durch den Minipark, wo es hübsche Blumen und fragwürdige Kunstwerke zu sehen gab.

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Nach der Arbeit schwinge ich mich wieder aufs Fahrrad. Hier ein kleiner Eindruck von der Münsteraner Promenade. Alle Wiesen waren belegt, ich mag das ja sehr.

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Abends nach dem Essen packten der Held und ich schon mal unsere Sachen für Pfingsten. Dann waren C. und ich sehr spontan und verabredeten uns noch zum Bouldern. Sonntag werden  wir ja nicht dazu kommen.

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In der Halle war es erstaunlich voll. Aber es verläuft sich zum Glück meistens halbwegs und man lernt ja auch vom Zusehen!

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Liebe Mama, die letztens fragte, ob man die Kletterschuhe auch so tragen könne: Nein. Sie sind nicht bequem und nicht sehr hübsch. Aber dafür gut zum Klettern. Das ist ja auch was Wert!

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Kurz vor Schluss versuchte ich mich noch an diesem Boulder, allerdings leider erfolglos. Wenn man im Nachhinein das Bild betrachtet, denkt man, “Och ist doch ganz leicht, einfach kurz mit dem rechten Bein hochdrücken und mit der linken Hand an den oberen Griff gehen”. Joah. Wenn man an der Wand klebt, fühlt sich das irgendwie anders an. ?

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Einen hübschen Absturz habe ich heute auch noch hingelegt, auch wenn man es auf dem Foto kaum erkennt. Das ist zum Glück meist nicht schlimm, weil der Boden der Halle dick gepolstert ist. Aber wenn man mit Armen oder Beinen irgendwo gegenhaut, kann’s unangenehm werden. Heute habe ich beide Unterarme leicht aufgeratscht und am einen Arm sieht es aus, als hätte ich einen sehr unprofessionellen Suizidversuch hinter mir. ? Keine Sorge! Ich war nur Bouldern!

(Mai 2015, Mai 2014, Mai 2013, Mai 2012, Mai 2011)

Mehr 12 von 12-Einblicke gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen!

Was mich glücklich macht #18

Es gibt jeden Tag Dinge, für die man dankbar sein kann – und die einen glücklich machen, obwohl sie nur klein und scheinbar unwichtig sind. Die gute Laune machen, wenn man darüber nachdenkt, obwohl der Tag eigentlich grau und irgendwie doof ist. Etwas, worauf man stolz ist, etwas, das jemand anders zu dir sagt oder einfach nur ein Gegenstand, der gute Laune in dir hervorruft. Diese kleinen Dinge möchte ich in unregelmäßigen Abständen aufschreiben, um mich daran zu erinnern und mich auch im Nachhinein noch darüber freuen zu können!

Die Stars des Tages:

  • der Neffe, der auf der Party abends auf meinem Arm einschläft
  • beim Bouldern die ganzganzganz schwierige Route am Ende doch noch schaffen
  • eine Kugel Eis in der Mittagspause – einfach so
  • Radfahren ohne Jacke
  • der Duft von blühendem Flieder
  • kurze Wochen im Mai
  • ein Lied im Chor zum ersten Mal auswendig singen können
  • in der Stadt jemanden mit einem Shirt der Lieblingsband sehen
  • alberne Konversationen auf Telegram, bei denen man sich einfach nur Sticker hin- und herschickt (Hallo Katha!)
  • im Bett liegen und es ist sooo kuschelig

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Gerade jetzt #1

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Zuerst hier aufgeschrieben, ab jetzt vielleicht häufiger mal zwischendurch. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich?

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Gerade jetzt…

denke ich eigentlich die ganze Zeit nur an unsere neue Wohnung und wie wir sie einrichten werden! Die Küche haben wir schon ungefähr 5 mal umgeplant und es macht riesig Spaß. Am Wochenende wird es wieder in die Möbelhäuser gehen!

mag ich den Frühling! Es sprießt und wird überall grün, und die Sonne scheint. Das macht mich so glücklich!

mag ich nicht so gern meine Haare, deshalb habe ich am Samstag einen Termin beim Frisör.

fühle ich mich optimistisch, motiviert und topfit. Das macht der Frühling mit mir!

trage ich leider immer noch Handschuhe auf dem Fahrrad morgens. Und meistens auch abends.

brauche ich noch sehr viel Kraft, um morgens pünktlich aus dem Bett zu kommen. Aber ich setze fest darauf, dass Gewohntheit daraus wird.

höre ich immer noch “Hamilton”, das Musical über den amerikanischen Gründungsvater. Außerdem Podcasts – am liebsten “Dear Hank and John” und ganz neu für mich “My brother, my brother and me“.

mache ich mich fit und mir selbst dicke blaue Flecken beim Bouldern. Es macht so viel Spaß! Ich glaube, ich habe endlich den perfekten Sport für mich gefunden.

lese ich bald das neue Buch für den Buchclub: Die Widerspenstigkeit des Glücks von Gabrielle Zevin.

trinke ich jeden Tag eine Kanne Früchtetee im Büro, am liebsten “Persischer Granatapfel” von Teekanne.

vermisse ich Urlaubstage! Aber bald kommt ja der Mai mit seinen vielen Feiertagen und im Juni haben wir dann tatsächlich Urlaub.

schaue ich mit dem Helden die zweite Staffel Better Call Saul, und allein noch mal die alten Gilmore Girls-Folgen durch, bevor ja dann irgendwann die neuen rauskommen sollen. Ich freue mich schon!

träume ich nachts wirre Wohnungsträume und tags … eigentlich auch. Nur nicht ganz so wirr. 😉

Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

Zurück in der Zukunft

Wenn man in seinem Blog so lange nicht geschrieben hat wie ich, ist es ein bisschen wie mit einer Freundin, bei der man sich lange nicht gemeldet hat. Manchmal denkt man an sie, und dann sticht das schlechte Gewissen. Ist es jetzt zu spät? Ist sie sauer? Denkt sie auch noch an mich? Wenn ich mich jetzt noch melde, was ist meine Entschuldigung? Haben wir uns überhaupt noch etwas zu sagen?

So stehe ich jetzt hier, in meinem guten alten Blog, und schaue etwas betreten nach links und rechts. Seit Monaten habe ich nichts mehr geschrieben, mich kaum noch eingeloggt. Blog-Müdigkeit, kombiniert mit privatem Stress und generell dem Bedürfnis, mich etwas einzuigeln, waren der Grund. Aber alles ist noch da, so wie ich es zurückgelassen habe. Angefangene Entwürfe, in der Seitenleiste ein Buch, das ich vor Monaten gelesen habe. Was nun?

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Nun, der Freundin würde man vermutlich zunächst einmal erzählen, was man in der letzten Zeit so getrieben hat. Was ist also in den letzten Monaten passiert in meinem Leben? Ich habe Bücher gelesen und nicht aufgeschrieben, welche. Ich habe mein Tattoo nachstechen lassen, jetzt ist es wirklich und wahrhaftig fertig. Ich habe angefangen, regelmäßig zu Bouldern und habe riesigen Spaß dabei. Ich habe einen türkischen Kochkurs besucht und eine Lesung der drei Fragezeichen. Ich habe mich von Kapelle Petra und Elfmorgen überzeugen lassen, mehr auf Konzerte zu gehen – das nächste steht Ende des Monats an. Ich habe gemeinsam mit dem Helden eine kleine emotionale Achterbahnfahrt durchlebt, als wir überlegten, wo und wie wir in Zukunft leben möchten; letzten Endes haben wir aber die perfekte Wohnung für uns gefunden und werden voraussichtlich im Sommer umziehen, wenn der Vermieter mit dem Renovieren fertig ist.

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Wenn ich das alles auf einen Haufen sehe, frage ich mich, woher dieses Gefühl kommt: dass ich eigentlich gar nichts mehr zu erzählen hätte hier im Blog. Dass alles schon gesagt und gezeigt ist, dass ich gar nichts mache und all das sowieso niemanden interessiert. Allerdings frage ich mich dennoch nach wie vor, wo es mit diesem Blog hingehen soll. Ob ich nicht doch mal einen (anderen?) Schwerpunkt setzen sollte. Und ob ich überhaupt Lust habe, wieder anzufangen.

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Tja, hmm. Wie sieht’s aus, worüber wollt ihr denn wieder mal was lesen? Alltag, Bücher, Kreatives? Umzugsgeschichten oder Konzertberichte? Oder mal was ganz anderes, über Serien, Videospiele, übers Bouldern oder …?

So oder so verspreche ich, dass dies der einzige Beitrag in diese Richtung bleiben wird. Egal, wann der nächste Artikel folgt – es gibt ja nichts nervigeres, als in einem Blog fünf Posts hintereinander zu lesen, in denen es nur darum geht, dass sich die Autorin entschuldigt, so lange nicht geschrieben zu haben. Aber es wenigstens einmal zu thematisieren, war mir doch ein Bedürfnis.

Jetzt schaue ich mich etwas verschüchtert um: Was sagt die Freundin, bei der man sich nach Monaten plötzlich wieder meldet? Was sagt der Blog – sind die Leserinnen überhaupt noch da, oder schreibe ich allein auf weiter Flur? Ein ungewohntes Gefühl. Aber ich sag einfach mal ganz optimistisch: Bis bald!