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Schnipsel

7. Oktober 2017

Heute war ich Wandern. Es regnete, die Sicht war neblig, das Thermometer im Auto zeigte zehn Grad. Egal, Wald. Zwanzig Minuten mit dem Auto von hier und dann ging es auf und ab. Unter anderem war ich zum ersten Mal überhaupt am Longinus-Turm. Dieser Aussichtsturm steht auf der höchsten Erhebung des Münsterlands: dem immerhin 187,6 Meter hohen Westerberg. Überrascht war ich davon, wie unfassbar hässlich dieser Turm ist. Mir wurde dann auf Instagram mitgeteilt, dass man ja auch nicht den Turm fotografieren soll, sondern daraufsteigen und von dort aus dann die Aussicht bewundern. Bei dem heutigen Regenwetter habe ich mir das aber mal gespart.

So bin ich aber immerhin mal wieder auf 16.000 Schritte gekommen. Seit ich meine persönliche Challenge, 100 Tage am Stück jeweils 10.000 Schritte zu gehen, geschafft habe, dümpelt meine Schrittzahl nämlich so ziemlich am Boden vor sich hin. Das ist etwas traurig. Und da ich die letzten Tage auch noch krank war und auf dem Sofa Rückenschmerzen von zu viel Liegen bekam, tat die Bewegung auch bei schlechtem Wetter richtig gut.

Außerdem dieses Wochenende bzw. in der Krankenwoche zu berichten: eine lange im Regal vor sich hin staubende Serie in den DVD-Player geschoben und sofort gefesselt gewesen. Boardwalk Empire spielt in den USA der 20er und 30er Jahre und fängt an zum Beginn der Prohibition. Spannend! Leider nirgendwo zu streamen, aber ich habe mir direkt die Komplettbox bestellt, die zu dem Zeitpunkt im Angebot war und nur 27 Euro gekostet hat (statt – wie jetzt – 99!).

Unser Buchclub hat sein Schicksal endlich eingesehen. Wir sind jetzt offiziell ein Dystopien-Buchclub. Nein, nicht wirklich, aber wir haben festgestellt, dass wir wirklich oft Dystopien lesen, und diese zählen dann meist zu den Büchern, die allen am besten gefallen. Ein paar habe ich ja hier auch schon besprochen (Die Berufene und Ein Jahr voller Wunder), es standen aber noch mehr auf dem Programm. Das Licht der letzten Tage war das vorletzte Buch, und dieses Mal haben wir eine ganz besondere Lektüre ausgewählt: Der Bericht der Magd von Margaret Atwood. Nicht wenige hatten die Autorin für den Literaturnobelpreis auf dem Schirm (den hat ja letzten Endes dann mal wieder ein Mann gewonnen – aber bei einem Verhältnis von mittlerweile 100 Männern zu 14 Frauen sind Männer wohl einfach die besseren Autoren *husthust*) und zu dem Buch, das schon mehrfach verfilmt wurde, gibt es auch aktuell eine sehr gehypte Serie (The Handmaid’s Tale nach dem Originaltitel), die man hierzulande leider nicht ansehen kann. Also, außer auf obskuren PayTV-Sendern, die niemand hat. Das Buch war jedenfalls unglaublich gut. Da steht wohl mal eine ausführliche Rezension an. Da hab ich allerdings noch mehrere Bücher auf der Liste.

Mehr Zeit wäre also schön – also alles wie immer. Nebenbei nähe ich, habe die ersten Weihnachtsgeschenkideen, und entrümpele fröhlich die Wohnung nach Konmari. Es wird nicht langweilig!

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