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Kulinarische Stadtführung durchs Münsteraner Kreuzviertel

26. April 2015

Habt ihr schon mal an einer Stadtführung teilgenommen? Ich bin mir eigentlich sicher, dass jeder von euch das schon einmal getan hat. Sich eine Stadt ansehen, Details entdecken, die man sonst übersehen hätte, und das Beste: Jemand ist dabei, der sich wirklich auskennt und dir alles erklärt. Nix mehr mit verzweifeltem Blättern im Reiseführer, welche Kirche das nun ist, dann zwei Seiten langweiligen Text lesen und anschließend ein wenig in der Gegend herumirren, bis man den richtigen Weg zur nächsten Sehenswürdigkeit entdeckt hat. Stattdessen steht dir eine ausgewiesene Expertin oder ein erfahrener Profi zur Seite, führt dich fachmännisch auf den besten Wegen von Kirche zu Rathaus und erzählt im besten Fall die interessanten Highlights zur Stadt (und lässt die langweiligen Stellen einfach weg). Man kann sich voll und ganz auf die Sehenswürdigkeiten konzentrieren.

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Stadtführung mit Benefits

Aber habt ihr auch schon mal eine Stadtführung in der eigenen Stadt mitgemacht? Das haben der Held, meine Eltern und ich letztes Jahr im Herbst einmal probiert. Und zwar nicht mit einer gewöhnlichen Führung, sondern viel besser: mit einer kulinarischen Stadtführung! Dabei wird man durch ein Stadtviertel geführt, bekommt einiges erklärt ganz wie bei einer normalen Führung, aber zwischendurch wird Halt gemacht und gefuttert. Klingt nach einer großartigen Idee – war es auch!

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Wir hatten uns für eine Tour durch Münsters Kreuzviertel entschieden – ein Stadtteil in Münsters Mitte mit schönen Häusern, viel Gastronomie und einigem an Geschichte. Natürlich hatten wir vieles schon einmal gehört, aber dennoch war es spannend, und vieles wusste ich auch als Zugezogene noch nicht.

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Fisch, Altbier und süße Köstlichkeiten

Erster kulinarischer Halt war an der Fischbrathalle, wo es seit 1926 Fisch in allen Variationen gibt. Ein Familienbetrieb in der vierten Generation – und ich war noch nie dort! Sollte ich aber bald einmal ausprobieren, denn die Kostprobe, oben auf dem Bild zu sehen, war wirklich gut und hat sogar dem Helden geschmeckt, der zur Fraktion der Fisch-Skeptiker gehört. So wie auf dem Bild gab es übrigens an jedem Stopp kleine Häppchen zum Naschen. Satt wird man aber trotzdem, denn es gibt insgesamt sieben völlig unterschiedliche kulinarische „Haltestellen“.

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Als nächstes ging es zu Pinkus Müller. Die letzte Altbier-Brauerei Münsters! Dieser Name ist wohl auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt – wer mal als Tourist in Münster war, hat zumindest höchstwahrscheinlich auch einmal bei Pinkus gesessen.

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Und bei Pinkus sieht es auch genau so aus, wie es meiner Meinung nach in einer Brauerei einer Studentenstadt auszusehen hat. Urig, gemütlich, mit Geschichte. Nicht elegant und modern. Darum sollen sich die anderen kümmern.

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Wir haben natürlich ein Pinkus-Altbier getrunken. Dabei waren wir ganz erstaunt, dass es helles Altbier gibt. Wir sind ja doch eher das Düsseldorfer Bier gewohnt. Einen typischen Snack gab es natürlich auch wieder. Die Getränke sind übrigens nicht inbegriffen, und an den meisten Stationen ist auch keine Zeit, etwas zu bestellen. Es empfiehlt sich also, eine Flasche Wasser mitzunehmen. Bei Pinkus haben wir uns aber etwas mehr Zeit gelassen und konnten sogar draußen sitzen.

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Weiter ging es über die Promenade (die die Altstadt einmal umschließt, der frühere Befestigungsring um Münster) ins Herz des Kreuzviertels.

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Dort gab es erst einmal etwas Süßes im Café „La Petit Reve“. Ich kann mich zwar nach nun über einem halben Jahr nicht mehr wirklich daran erinnern, was es genau war, aber ich weiß dafür noch genau, dass es für mich das kulinarische Highlight der Tour war – so lecker! Kuchen, eine Kugel Eis und – das weiß ich noch, weil es so außergewöhnlich war) – Walnussöl dazu. Der Besitzer Andreas war dabei übrigens auch sehr sympathisch und hat uns persönlich serviert.

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Das Kreuzviertel zeigte sich derweil so, wie sich ein Münsteraner Vorzeige-Stadtteil nun einmal zu zeigen hat: sonnig, idyllisch, und mit Fahrradreparaturen auf dem Gehweg.

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Ich mag den Stadtteil sehr, die Häuser sind alle wunderschön. Die Mieten entsprechen dem leider aber auch, und einen Parkplatz möchte man dort wirklich auch nicht suchen. 😉

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Im weiteren Verlauf der Tour gab es dann noch Hähnchen, Pizza, Antipasti – alles wild durcheinander, man sollte also einen robusten Magen haben. Aber auch alles ausgesprochen lecker und empfehlenswert!

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Der Abschluss der Tour fand dann am „Nachtisch“ statt – ein Dessertcafé (ob das wirklich noch zum Kreuzviertel gehört, darüber lässt sich vortrefflich streiten)! Wenn es das auf der Welt gibt, kann sie so schlecht nicht sein, oder? 🙂 Übrigens: Es war alles sehr lecker und die Touristen, die mit uns unterwegs waren, konnten einfach nicht warten, bis ich alles fürs Blog fotografiert habe. Wie man hier sieht. Unhöflich, oder? Deshalb gibt es auch nicht von jedem Halt Bilder! 😉

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Ich kann euch jedenfalls nur empfehlen, auch mal in der Heimat eine Stadtführung mitzumachen. Wenn sie dazu noch von Leckereien begleitet wird, umso besser. Das Gute ist ja, dass man hinterher weiß, wo man unbedingt noch einmal hingehen muss. Und das nutzt einem daheim schließlich viel mehr als in der Fremde! 😉

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