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London: Bunte Häuser und Jean Valjean

19. Juni 2014

Ich habe hin- und herüberlegt, wie ich unseren London-Trip im Blog zeigen möchte. 7 Tage, das bedeutet 1.400 Fotos! Das klingt natürlich massig, aber wenn man es auseinanderrechnet, hat jeder von uns 100 Fotos am Tag gemacht. Nicht mehr sooo viel, oder? (Nun gut, solange man es nicht vergleicht mit den analogen Zeiten, wo man im Normalfall einen oder zwei Filme pro Urlaub verknipst hat. Ich allerdings damals schon gerne bis zu fünf.)

Jedenfalls habe ich einfach beschlossen, dass ihr das ganze jetzt chronologisch lesen und anschauen dürft. Das werden zwar eine Menge Posts mit einem ganzen Haufen Fotos, aber da müsst ihr nun durch (oder die Posts mit „London“ am Anfang in den nächsten Tagen einfach ignorieren)!

Der erste Tag war wirklich lang. Unser Flieger ging um 6.30, wir mussten zeitig vorher da sein und es war der Morgen direkt nach dem großen Unwetter im Ruhrgebiet und Düsseldorfer Raum. All das zusammen führte dazu, dass wir um 3.30 Uhr aufstanden und um 4.15 Uhr ins Taxi zum Flughafen stiegen. Gähn. Glücklicherweise klappte dann aber alles gut und wir waren schon gegen 9 Uhr an „unserer“ U-Bahn-Station: Earl’s Court. Das Hotel hatten wir wegen seiner zentralen Lage ausgesucht (es war ansonsten nicht der Rede wert, daher gibt’s hier auch keine weiteren Details – Steffis Beschreibung klang da zum Beispiel weitaus einladender!), aber schon auf Google Street View war uns das absolute Highlight dieser Lage klargeworden: Jeden Tag kamen wir an der Tardis vorbei, die direkt vor dieser Station „geparkt“ ist!

tardis-mit-nele

Nachdem wir unsere Koffer im Hotel abgeliefert hatten, machten wir uns auf zum ersten „Spaziergang“. Wir orientierten uns dabei an diesem Reiseführer, der insgesamt zehn Spaziergänge genau aufzeichnet. Für die Planung fand ich das ausgesprochen hilfreich, weil man hier auch immer noch gleich eine Zeiteinschätzung bekam. Zu beachten ist dabei, dass die reine Wegzeit gerechnet wird, natürlich. Wenn man unterwegs noch etwas von dem, an dem man so vorbeikommt, besichtigen will, muss man die Zeit entsprechend anpassen. Das wurde uns aber erst am zweiten Tag zum Verhängnis. 🙂 Heute ging es erst einmal bei strahlendem Wetter auf nach Notting Hill.

nottinghill

In Notting Hill und auf der Portobello Road war um diese Tageszeit an einem Mittwoch Vormittag nicht viel los. Das störte uns überhaupt nicht (zumal es glaube ich der einzige Tag ist, von dem wir das wirklich behaupten können), wir waren ziemlich müde und schlenderten nur herum, sahen uns alles an und besuchten das eine oder andere Geschäft, ohne irgendetwas zu kaufen.

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So hatten wir auch genug Zeit, uns an die lokalen Gepflogenheiten zu gewöhnen, um nicht in kürzester Zeit überfahren zu werden. 😉

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Wir spazierten also ganz gemütlich am berühmten Buchladen vorbei (tssss: der Held hat „Notting Hill“ noch nie gesehen, ist das die Möglichkeit?)…

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…und schauten uns die Häuser der Reichen und Schönen an, die noch ihren eigenen Lieferanteneingang haben…

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…und ihre Möbel lediglich dem königlichen Umzugsunternehmen anvertrauen. 😉 (Ja wirklich, unter dem Wappen steht es: „By Appointment to Her Majesty The Queen Removals & Storage Contractor Abels“!) Da wird nicht einfach umgezogen so wie bei unsereins, nein – das ist direkt „die Kunst des Umziehens“!

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Alles in allem war es wirklich schön in Notting Hill, und das eine oder andere Haus hätten wir durchaus auch genommen. 😉

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Nach unserem Spaziergang hielten wir doch noch ein kleines Schläfchen im Hotel ab. Das war dringend nötig, damit wir den Abend überstehen würden. Dort wollte ich definitiv nichts verpassen, denn schon am ersten Abend hatten wir eines meiner persönlichen Urlaubshighlights gebucht!

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Ich bin ein großer Musical-Fan. Les Misérables ist mein absolutes Lieblings-Musical, ich habe es in Deutschland auch schon einige Male live gesehen. In London wollte ich auch unbedingt eine Musical-Aufführung sehen. Mehrere Musicals standen zur Auswahl, aber am Ende ist es doch dieses geworden – und wieso auch nicht, es ist ja auch einfach großartig.

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Während der Aufführung waren Fotos natürlich nicht erlaubt, daher habe ich nur einige Impressionen aus dem Queen’s Theatre mitgebracht. Ich kann aber berichten, dass es einfach großartig war. Schon nach dem ersten Stück hatte ich Gänsehaut und selbst der Held, bekennender Musical-Hasser, flüsterte mir irgendwann zu, so toll habe er es sich ja nicht vorgestellt. Die Singerei fand er zwar immer noch etwas doof, aber die Kulissen waren auch wirklich beeindruckend.

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Und bei so einigen Liedern musste selbst der Held anerkennend mit dem Kopf nicken, beispielsweise als Jean Valjean Gott beschwor, Marius überleben zu lassen (das Lied war nie mein Favorit, aber in dieser Aufführung – wow), oder bei eigentlich jedem Lied der überragenden Eponine (Carrie Hope Fletcher). Ich für meinen Teil habe natürlich das eine oder andere Tränchen vergossen, wie sich das gehört für Les Mis. In der Pause war ich schon äußerst betrübt, dass es ja jetzt schon halb vorbei war, und als es dann tatsächlich zu Ende war, hätte ich am liebsten direkt die Ticktes für den nächsten Abend gekauft. Leider ließen das natürlich weder unser Zeitplan noch unser Konto zu – worüber der Held sicherlich ganz froh war. 😉

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Nach dem Musical machten wir nur noch für einige „London by Night“-Fotos halt und fielen nach diesem langen Tag äußerst erschöpft in unser Hotelbett!

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Erlebt

Back in town

Ihr Lieben! Nach einem wunderbar sonnigen, fröhlichen, lauten Pfingstwochenende und einer absolut aufregenden, sommerlichen und erlebnisreichen Woche in London bin ich wieder im Lande.

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Wir haben wirklich viel gesehen und erlebt. In den nächsten Tagen werde ich sicherlich noch berichten und Fotos zeigen – hier erst einmal nur einige kleine Eindrücke von Instagram, da ich die „richtigen“ Bilder noch nicht von der Kamera übertragen habe. Morgen habe ich noch frei, aber Freitag ruft schon wieder das Büro. Ich mag es, einen Mini-Start nach dem Urlaub zu haben, um sich dann gleich wieder zwei Tage zu erholen. 😉

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