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Nanu, wer bist denn du?

11. April 2013

Andere haben es vorgemacht. Zuletzt Frollein Pfau. Bine von „was eigenes“ hat ihre Gedanken dazu öffentlich aufgeschrieben. Und jetzt bin auch ich soweit. Ich oute mich! Kurz, schmerzlos und in Farbe – wir sind hier schließlich bunt, gestreift und hüpfig:

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Ich spiele schon länger mit dem Gedanken, mich hier mal „so richtig“ öffentlich zu präsentieren. Es macht auch die Bildauswahl einfacher, wenn man nicht immer so fürchterlich „zensieren“ muss. Und ich selbst bin doch auch immer so neugierig, wenn ich auf anderen Blogs unterwegs bin. Weder schreibe ich über Peinlichkeiten (na gut – manchmal schon, aber keine dramatischen), noch habe ich Geheimnisse hier stehen (na gut – manchmal schon, aber nur, wenn es um Geschenke für den Helden geht, und der kriegt dann ein paar Tage Blogverbot).

Genauer gesagt habe ich sogar schon ein paar Mal mein Gesicht gezeigt, hier im Blog. Allerdings nur sehr selten, und meist verborgen in einem Haufen anderer Fotos. Einmal habe ich es in die 12 von 12 „geschafft“, und ab und zu war ich auf den beliebten so-ein-bisschen-schräg-von-oben-links-dass-man-eigentlich-nichts-erkennen-kann-Fotos zu sehen. 😉

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Jetzt ist Bloggen ja nun nichts Schlimmes, und nichts Peinliches. Wieso habe ich also kein Bild auf meiner About-Seite, und wieso ist mein Avatar und Bloglogo dieser hübsche Ballon und nicht mein Gesicht? Am Anfang war mein Blog „geheim“. Ich schreibe schon seit Ewigkeiten online, und zu Beginn war es ein richtiges Tagebuch, und damit bin ich etwas auf die Nase gefallen. Tja, so ist das manchmal mit Sweet Little Sixteen. Es blieb hängen, und ich erzählte lieber niemandem davon. Nur der Held wusste davon. Es hat ja auch ein bisschen was, diese Anonymität, und das Wissen, dass man offenbar von Wildfremden gelesen wird.

Inzwischen ist es nicht mehr geheim – aber ich hänge es auch nicht an die große Glocke. Ich würde nicht lügen, um den Blog geheimzuhalten, aber ich gehe auch nicht auf Leute zu, stelle mich vor und sage, ich blogge. Manchmal gerate ich dadurch in schwimmend-schwammige Aussagen, wenn ich zum Beispiel beim Bloggerfrühstück bin und meiner Schwiegermama in spe erzähle, dass ich mich mit „Freundinnen aus dem Internet“ treffe. 😉 Oder ich habe die 12von12-Fotos ausgedruckt im Fotoalbum und erwähne im winzigen Nebensatz, dass sie aus dem Blog stammen – und keiner fragt nach, und ich bin etwas erleichtert. Wieso? Eigentlich finde ich das etwas bekloppt, und ich werde versuchen, das ab jetzt anders zu handhaben. Wenn irgendetwas von dem, was ich mache, mit dem Bloggen zu tun hat, werde ich das auch sagen. Denn ich blogge gern und schäme mich nicht dafür!

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Ach übrigens … Der genaue Anlass, mich ausgerechnet heute zu „outen“, ist natürlich, dass ich endlich auch die passenden Fotos dazu habe. Diese hat unser großartiger Hochzeitsfotograf bei seinem „Vor-Shooting“ gemacht. Was ich toll finde, ist es doch ein Shooting, bei dem wir schon mal „üben“ können, Fotomodels zu sein, ohne so schrecklich aufgeregt wie bei der Hochzeit selbst zu sein. (Aber seien wir ehrlich: Ich war natürlich trotzdem total aufgeregt. Hüstel. Aber wenn ich das mit der Hochzeitsaufregung multipliziert hätte, wäre ich wahrscheinlich vor Aufregung gestorben.) Ich hatte überlegt, etwas tolles beim Fotoshooting zu machen. Zum Beispiel, es auf der Kirmes zu machen, was sicherlich total tolle Motive gegeben hätte, aber zeitlich  nicht passte. So habe ich dem Fotografen freie Hand gelassen, und er hat eine großartige Fotolocation ausgewählt, die super zu uns passte.

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