Der Donnerstag beginnt heute mit einem außergewöhnlichen Ausblick. Wo meine Zehen hier hervorlugen, das ist nämlich nicht mein Bett. Nein, es ist unser Schlafsofa im Gästezimmer. Endlich haben wir eins! Ich habe es heute mitten in der Nacht bezogen, so gegen 3 Uhr, weil der erkältete Held im Schlafzimmer so laut vor sich hinschnorchelte, dass ich nicht mehr dort liegenbleiben und ihn alle 30 Sekunden anschubsen wollte. Auf dem Sofa hingegen habe ich dann geschlafen wie ein Baby! Nachts musste ich nur die Rückenkissen vom Sofa schubsen, wie man hier sieht.

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Heute fahre ich erst spät ins Büro. Ich bin abends in der Stadt verabredet, und da macht es wenig Sinn, zwischenzeitlich noch heimzufahren. Normalerweise arbeite ich dann einfach ein Stündchen länger. Da ich aber gestern und vorgestern schon so viele Überstunden gemacht habe, habe ich mich für heute einfach spät angekündigt. Ich wache daher super ausgeschlafen auf und beschließe, noch duschen zu gehen. Normalerweise dusche ich abends, weil es morgens zu knapp ist. Klar, dass es dank dieses Spontanplans dann plötzlich doch noch etwas hektisch wird?

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Nichtsdestotrotz bin ich ziemlich zufrieden mit meinem Morgen. Ich sortiere noch schnell ein bisschen Wäsche, die der Held später in die Maschine werfen kann, und ziehe ein schon vor Ewigkeiten genähtes Oberteil an, das ich vor kurzem noch mal so abgeändert habe, dass es mir wieder richtig gut gefällt (dazu meine „Spring-Hose“ – anders komme ich nicht rein 😀 ). Startklar! Na gut, die Schuhe fehlen noch.

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Draußen ist es wunderbar und herrlich! Das Radfahren macht richtig Laune. Auf den Ohren die Best Of 2016-Folge meines Lieblingspodcasts Dear Hank and John, die mich zum lauten Lachen bringt; zu sehen gibt es blauen Himmel und gelbe Stoppelfelder und erwähnte ich schon, dass ich richtig schön ausgeschlafen bin?

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Es folgt: Arbeit. Unterbrochen von Kaffee, der mir momentan besonders gut schmeckt. Ich muss mal nachfragen, welche Sorte der Kollege gekauft hat. Auf der Schreibtischunterlage habe ich mir wichtige Dinge notiert: Der Hinweis, auf meine Haltung zu achten, und der noch dringendere Hinweis, nur eine Sache gleichzeitig zu machen. Hilft nur mäßig an der Stelle, vielleicht brauche ich einen aufdringlicheren Platz. Oder ein Popup am Computer.

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Nach der Arbeit habe ich ein Treffen vom Buchclub. Zuletzt haben wir „Alles Licht, das wir nicht sehen“ gelesen – das war richtig toll und kann ich nur weiterempfehlen. Als neue Lektüren haben wir heute dann „Des Nebels Kinder“ ausgesucht, darauf bin ich schon gespannt. Auf dem Weg muss ich noch kurz Geld abheben, damit ich meine Pizza später auch bezahlen kann. Das schöne Wetter ist allerdings verschwunden; dass es dunkel ist, ist natürlich keine Überraschung, aber es ist auch nass und kalt geworden.

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Da es morgens so schön draußen war, hatte ich die Schnapsidee, für die relativ kurze Strecke – von der Arbeit zum Geldautomaten und von da aus in die Stadt – die dicken Handschuhe in der Tasche zu lassen. Kann man machen. Wenn man Eisfinger haben möchte.

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Nachdem ich das Fahrrad ein Weilchen durch die Fußgängerzone geschoben habe (vorbildlich wie ich bin), stelle ich es ab. Direkt unter dem „Bitte keine Fahrräder abstellen“-Schild. Man kann nicht immer nur vorbildlich sein. Aber hey, mittlerweile regnet es und diese Stelle ist überdacht. Außerdem soll man da nur keine Räder abstellen, weil es zum Karstadt-Gelände gehört und da in Münster die Bürgersteige um 19 Uhr schon hochgeklappt werden, muss hier nun eh keiner mehr lang.

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Mit dem Buchclub gehen wir heute zum Italiener. Alle bestellen Pizza. Auf dem Bild sieht man: Ich habe keine Pizza. Jedenfalls noch nicht. Die Bedienung kommt kreuzunglücklich mit allen Pizzen außer meiner an den Tisch und entschuldigt sich, das sei ihr wirklich noch nie passiert, aber meine Pizza sei ihr in der Küche vom Teller gerutscht und ich sei jetzt obere Priorität des Kochs und ob ich schon mal ein paar Pizzabrötchen aufs Haus möchte. Da sag ich nicht Nein, genieße meine Pizzabrötchen mit vorzüglicher Kräuterbutter und bekomme bald nach den anderen meine Pizza. Die Bedienung hat sich dann noch ungefähr fünf Mal entschuldigt. Aber hey, sowas passiert.

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Der Held bietet mir zwar an, mich abzuholen, aber ich möchte meinen Podcast zu Ende hören und bin außerdem bewegungsmotiviert. Also schmeiße ich mich in die Regenhose und fahre durch den mittlerweile strömenden Regen nach Hause. Dort will dann noch die Wäsche aufgehängt werden. Zusammen mit dem Helden dauert das aber nur ungefähr 3 Minuten. Noch schnell die Tasche gepackt, die 12 von 12 gebloggt und ab ins Bett – morgen geht’s Richtung Elternhaus!

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Mehr 12 von 12 gibt’s wie immer bei Draußen nur Kännchen!

(Januar 2015, Januar 2013, Januar 2012)

Post Author: Nele

7 Replies to “12 von 12 im Januar 2017”

  1. Dein selbstgenähter Pulli ist ja toll, steht dir super!
    Und das Münster im Regen-Foto sieht auch toll aus!
    Ich bin abends auch noch voll nass geworden. Erst hatte ich überlegt, ob ich überhaupt die Regenhose anziehen soll. Hab ich dann aber zum Glück gemacht 🙂 Am nervigsten (besonders im Dunkeln) finde ich ja den Regen auf den Brillengläsern. Kann da nicht irgendjemand mal irgendwas erfinden?
    Liebe Grüße, Denise

    1. So kleine Mini-Scheibenwischer! *träum*
      Der Pulli ist übrigens eher ein Longsleeve (aus Jersey) und eine Lucille von Jolijou – hab ich im Original sicher schon 2010 oder so genäht!

  2. Ein neues Jahr und eine neue/alte Besucherin.
    Ich gelobe Besserung und werde nun öfter wieder vorbei schauen. Aber Du weißt ja selbst, wie das Leben ist…

    Dir ein wundervolles Wochenende liebe Nele
    Susi

  3. Hallo Nele,

    Danke für die coolen Buchtipps. Da ich auch in einem Buchclub bin, bin ich immer auf der Suche nach neuen Idee. 🙂 Wie läuft das denn bei deinem Buchclub? Wo trefft ihr euch? Wir treffen uns immer in einem anderen Restaurant und essen dann da, während wir über das Buch quasseln. 🙂

    Liebe Grüße
    Nika

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