Queen of the Fahrradschlüssel

Meine spezielle, geheime Superkraft: Niemand mag mein Fahrrad klauen. Münster, Hauptstadt des Fahrraddiebstahls zumindest in Westdeutschland, will meine Fahrräder offenbar nicht. Das ist ganz gut, denn ich kombiniere diese Superkraft mit einer großen Schwäche: Ich bin nicht in der Lage, mein Fahrrad regelmäßig abzuschließen.

Tatsache ist, dass mein Fahrrad zwar in der Regel abgeschlossen sein sollte, wenn ich mich nicht in seiner Nähe befinde. Doch oft, wenn ich denke, ich hätte das auch getan, entpuppt sich dieses “hätte” als Bestandteil des so passenden “hätte, hätte, Fahrradkette” und somit als Irrglaube meinerseits. Man sollte meinen, als tägliche Radfahrerin hätte ich eine gewisse Routine entwickelt… Schließlich parke ich mein Rad von Montag bis Freitag täglich an der gleichen Stelle. Doch offenbar gibt es da eine Synapse in meinem Gehirn, die ab und zu ausfällt.


Zu Beginn meiner Karriere als Königin der unabgeschlossenen Fahrräder* sorgte das regelmäßig dafür, dass ich in Panik verfiel, wenn ich mein Rad wiederum aufschließen wollte. Wo zum Kuckuck war mein Fahrradschlüssel? Hektisch wurden Taschen durchwühlt, Oberkörper abgetastet (in der Regel nur mein eigener), Schubladen aufgerissen. Das habe ich sogar vor viele, vielen Jahren mal im Blog dokumentiert – das war 2010! Mittlerweile läuft das ungefähr so ab: “Oh, wo ist denn mein Fahrradschlüssel? *wühl* Ach, der steckt sicher noch.”

Und so ist es dann auch: Wenn die Bürotür hinter mir zufällt, wartet mein Fahrrad draußen auf mich, nicht abgeschlossen oder mit geduldig im Schloss wartendem Schlüssel. Kein Problem. Die Menschen sind gar nicht so schlecht, wie man denkt. Oder es fällt ihnen nicht auf. Oder sie wittern eine Falle. Oder: keiner will mein Rad klauen.

Queen of Fahrrad abschließen, I am.

Ein von Nele (@buntgestreifthuepfig) gepostetes Foto am

Gestern jedoch, da war alles anders. Es fing an wie so oft. Ich steckte die Hand in die Tasche (ein großes “Yay!” für Kleider mit Taschen!) – kein Schlüssel. Ich schaute flüchtig in die Handtasche – kein Schlüssel. Nun denn, also auf nach unten, wo das nicht abgeschlossene Fahrrad sicher auf mich warten würde. So war es auch. Fast. Denn unten wartete mein Fahrrad.

Abgeschlossen.

Öhm. Okay. Ich hatte es also offensichtlich doch abgeschlossen. Mist, dann war der Schlüssel wohl in den Untiefen meiner Handtasche verschwunden, wie blöd. Ordentlich wühlen würde da wohl helfen. Also wühlte ich. Und wühlte. Und wühlte noch ein bisschen. Nichts.

Ach so ein Mist, dann lag der Schlüssel doch noch oben auf dem Schreibtisch. Also: Handtasche wieder vom Fahrrad entfernen, Bürotür aufschließen, Treppen hochflitzen, zweite Bürotür aufschließen, Schreibtisch durchsuchen – nichts.

Langsam wurde ich misstrauisch. Aber hey, irgendwo musste der Schlüssel ja sein! Ich räumte meine riesige Tasche komplett aus (und entsorgte ungefähr 34 alte Kassenzettel, Bonbonpapiere und ein “Erfrischungstuch”). Ich öffnete alle Schubladen, in die ich nie etwas lege. Ich nahm meinen Fahrradhelm ab und prüfte, ob ich den Schlüssel dort hineingelegt und dann beim Aufsetzen nicht bemerkt hätte (mache ich manchmal, aber WTF, das hätte sowas von gedrückt). Ich suchte akribisch den Boden meines Büros ab und das Treppenhaus, schaute in allen Büroräumen, in der Küche und auf dem Klo. Nichts.

Dann dämmerte es mir. Und ein erneuter Blick auf das Fahrrad bestätigte: SO schließe ich mein Fahrrad nicht ab. Oder sollte die Betonung sein “So schließe ICH mein Fahrrad nicht ab”? Jemand anders hatte mein Rad abgeschlossen! Als grenzenlose Optimistin war mir klar: Das waren meine Kollegen. Irgendwer war draußen, stellte fest, dass ich mal wieder mein Rad nicht abgeschlossen hatte, war dann so nett, hatte aber vergessen, mir den Schlüssel zu geben. Doch eine kurze Rundnachricht an alle stellte fest: Nööö. Keiner wusste, wovon ich rede, und ich musste fünf Mal erklären, was passiert war (jedem Kollegen einmal – schwer von Begriff sind sie nun auch wieder nicht!).

Tja. Letzten Endes stellte ich das Fahrrad ins Treppenhaus und machte mich auf den Fußweg (immerhin gut für die Schrittstatistik – Pokemon Go war allerdings down). Heute ließ ich mich vom Helden mit dem Auto ins Büro bringen und habe den Ersatzschlüssel eingepackt.

Nur meine geheime Superkraft, die hat sich wieder bestätigt. Keiner, wirklich keiner, möchte mein Fahrrad klauen. Auch wenn ich es auf dem Präsentierteller hinstelle. Das hat ja auch wieder was, oder?

* Kann man als Königin überhaupt Karriere machen? Oder ist man schon automatisch auf dem Höhepunkt seiner Karriere angekommen? Höher geht’s ja eigentlich kaum…

Cuxhaven 2016

Unser Sommerurlaub führte uns dieses Jahr nach Cuxhaven an die Nordsee. Wir wollten gern ans Meer, und tatsächlich empfahl uns Katja auf Twitter eine wunderbare Ferienwohnung. Quasi ein Luxusdomizil samt Sauna, Badewanne und mehrerer (!) Kronleuchter.

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Zehn Tage durften wir dann dort verbringen. Dabei hatten wir erstaunliches Wetterglück, geregnet hat es nämlich meist nur abends und nachts. So habe ich mir sogar zwei Sonnenbrände (an zwei verschiedenen Tagen) eingefangen, einen aus Unachtsamkeit (T-Shirt-Ränder eincremen, ach was…) und einen aus Überraschung (oh, so sonnig war es?). Wir waren in Bremerhaven im Auswandererhaus und im Klimahaus, wir haben eine Tandem-Tour gemacht (bis dem Helden der Popo zu weh tat, der ist das Radfahren ja nicht so gewohnt wie ich), wir haben Geocaches gesucht und Backfisch gegessen. Außerdem sind wir mit einer Kutsche durchs Watt gefahren – aber das ist eine eigene Geschichte.

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Natürlich hatten wir auch faule Tage – wenn man schon mal eine Ferienwohnung mit allem Pipapo hat, will die natürlich auch genutzt werden. Praktisch, dass wir dafür genau einen völlig verregneten Tag hatten. Da konnte man dann in der Badewanne liegen, bis es Schwimmhäute gab. Außerdem kam natürlich jede Menge Fußball.

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Im Urlaub habe ich wahnsinnig viel zu Fuß gemacht. Ich habe jetzt ein Fitnessarmband, das unter anderem meine Schritte zählt – das hat mich sehr motiviert. Die Tatsache, dass ich mich auf dem Weg in die Innenstadt heillos verlaufen habe, hat zu absurd hohen Schrittzahlen geführt. Sogar zum Joggen am Strand hat mich das Armband motivieren können – ich war selbst etwas schockiert!

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In Cuxhaven findet man einen Grünstrand vor, das ist erst mal vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig. Die Wiese führt bis fast ans Meer, dann kommt in der Regel ein Weg und dann beginnt das Wasser. Oder das Watt, je nachdem. Eigentlich ist das aber gar nicht mal so unangenehm. Vor allem, wenn man keinen Strandkorb mietet, hat man so nicht überall Sand, wenn man wieder nach Hause kommt. Für manche mag das Gefühl dazugehören, ich fand es auch so prima. Und für die, die nicht darauf verzichten mögen, hat Cuxhaven auch einen eigenen Sandstrand. Der ist künstlich und wird jedes Jahr nachgefüllt. Kann man machen.

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Wenn man dann am Strand sitzt, liegt oder verrückterweise joggt, kommen immer wieder riesige Containerschiffe vorbei. Die wollen nach Hamburg. Sie sehen so groß und nah aus, als müsste man nur den Finger ausstrecken, um sie anzustupsen. Stimmt aber gar nicht. Wenn man am Hafen den Anleger “Alte Liebe” besucht und von dort aus die Schiffe ansieht, kann man einer Stimme lauschen, die die Daten jedes Schiffs vorliest. Wo und wann ist es losgefahren? Wann wurde es gebaut? Wo ist der Heimathafen? Wie groß ist es? Das war wirklich sehr interessant und kurzweilig. Dieser Dienst wird übrigens von Freiwilligen übernommen.

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Von mir gibt es sehr wenige Fotos aus diesem Urlaub. Aber bei dieser Serie musste ich sehr lachen. Auf jedem Bild sind meine Haare noch etwas mehr vom Winde verweht. Elegant. Lies sich aber auch nicht verhindern. Überhaupt habe ich nicht viele Fotos gemacht, auch wenn dieser Eintrag anders wirkt. Genossen habe ich den Urlaub trotzdem. Oder gerade deswegen?

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Warum erwachsen sein rockt.

Wenn ich unserer Generation einen Namen geben müsste, dann wäre das wahrscheinlich “Generation Peter Pan”. Tatsächlich scheint “erwachsen” fast eine Beleidigung für viele zu sein, und gestandene Mittdreißiger wehren sich mit Händen und Füßen dagegen, “erwachsen zu werden”. Spoiler: Sie sind es trotzdem. Per definitionem.

Ich muss zugeben, dass ich auch einmal so war. Damals. Als Teenager. Uuuh, erwachsen sein. Wie schrecklich. Dann ist doch alles blöd. Und so spießig ist man dann! Und man muss immer nur arbeiten. Und dann geht man heim und ins Bett. Ohgottogottogott. Schröcklich.

Kindsein. Offenbar gar nicht mal so geil.

Kindsein. Offenbar gar nicht mal so geil.

Heute werde ich 32 Jahre alt, und ich würde meinem Teenager-Ich gern zuflüstern: Das ist alles gar nicht wahr. Es wird von jetzt an nur noch besser. Mit jedem Jahr. Die Zwanziger sind besser als die Zehner, die Dreißig piekst erst etwas, aber nur zwei Tage, und dann sind auch die Dreißiger fantastisch. Vermutlich werden auch die Vierziger und Fünfziger großartig sein – zumindest hoffe ich das mal.

Tatsache ist doch, dass man die meisten Dinge, die am Erwachsensein doof sind, sowieso machen muss. Ob man sich nun als “erwachsen” bezeichnet oder dieses Wort vehement von sich weist. Man muss nun mal irgendwie an Geld kommen – dazu muss man sich mit Arbeitgebern oder Ämtern oder Kunden herumschlagen, ist halt so. Man muss seine Miete bezahlen und seinen Haushalt mehr oder weniger schmeißen und selber daran denken, sich die Fußnägel zu schneiden (sorry). Man muss sich von selbst an Mamas Geburtstag erinnern (wenn das nicht die Gattin macht, hüstel) und selbstständig entscheiden, wann es mal wieder Zeit ist, zum Zahnarzt zu gehen.

Also, egal, ob du dich als erwachsen bezeichnen möchtest oder nicht: Diese Dinge wirst du sowieso tun, mehr oder weniger erfolgreich. Da hilft kein weinerliches “Mimimi, ich bin aber nicht erwachsen”. Klar, vielleicht gehst du zu selten zum Zahnarzt oder hast schon mal deine Miete zu spät bezahlt, oder beäugst gerade kritisch deine Zehen und fragst dich, wo die Nagelschere ist (ich hoffe nicht!!!).

Aber die tollen Seiten des Erwachsenseins! Die heben das alles wieder auf! Keine Widerrede – hier sind die Top Ten tollsten Dinge am Erwachsensein:

  1. Du kannst Eis essen, wann immer dir danach ist.
  2. Du kannst solange aufbleiben, wie du möchtest.
  3. Du kannst so viele Videospiele spielen, wie du willst.
  4. Du kannst Auto fahren!
  5. Du kannst vor dem Fernseher essen.
  6. Du kannst den Haushalt auch einfach mal liegenlassen, ohne dass jemand schimpft.
  7. Du kannst selbst entscheiden, wohin der Urlaub geht. Und wie er aussieht.
  8. Du kannst dich tätowieren lassen.
  9. Du musst nie wieder Rosenkohl essen. Es sei denn, du magst Rosenkohl. Dann kannst du auch jeden Tag Rosenkohl essen. Natürlich bist du dann etwas merkwürdig, aber ich mag dich trotzdem.
  10. Wenn du Feierabend hast, hast du Feierabend. Das gilt zumindest für “normale” Arbeitnehmer – für Selbstständige ist das sicher anders, genauso wie für Studenten. Aber sonst: Keine Hausaufgaben, nicht mehr lernen. Frei ist frei. Ein traumhaftes Gefühl!

Und jetzt mal ehrlich: Allein der erste Punkt bringt mich immer wieder in größte Verzückung und ist es absolut wert! Daher blicke ich auch meinem 33. Lebensjahr mit voller Freude und Neugier entgegen. Und außerdem muss ich glaube ich mal wieder Ben & Jerry’s kaufen.

12 von 12 im Mai 2016

Ein sonniger Donnerstag war heute – wunderbare Temperaturen und wohl erst einmal einer der letzten Tage, die so sommerlich sein sollen. Schade, so kurz vor Pfingsten. Aber nun ja, machen wir das beste daraus. Zufällig war auch noch der zwölfte und so gibt es heute mal wieder zwölf Bilder von meinem Tag.

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Um das schöne Wetter noch etwas zu nutzen, habe ich meine liebsten Sommerschuhe angezogen. Ich liebe diese bunten Vans! Dann ging es mit dem Rad zur Arbeit. Das mit der Aufsteh-Challenge klappt übrigens nicht mehr so gut wie anfangs, aber immer noch besser als vorher. Ich werde demnächst mal wieder berichten.

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Der Weg zur Arbeit.

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Im Büro erst mal: was man so braucht. Verratet es dem Helden nicht, aber ich hatte einen frechen Flirt! 😉 Und eine Allergietablette, denn ich schnufte ganz ordentlich.

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In der Pause gab’s ein Lunchdate mit C. und ich hatte zum ersten Mal seit langem wieder einen richtigen Döner. Yummy! C. hatte Falafel, was irgendwie vertauschte Welt war.

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Auf dem Rückweg ins Büro ging es noch durch den Minipark, wo es hübsche Blumen und fragwürdige Kunstwerke zu sehen gab.

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Nach der Arbeit schwinge ich mich wieder aufs Fahrrad. Hier ein kleiner Eindruck von der Münsteraner Promenade. Alle Wiesen waren belegt, ich mag das ja sehr.

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Abends nach dem Essen packten der Held und ich schon mal unsere Sachen für Pfingsten. Dann waren C. und ich sehr spontan und verabredeten uns noch zum Bouldern. Sonntag werden  wir ja nicht dazu kommen.

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In der Halle war es erstaunlich voll. Aber es verläuft sich zum Glück meistens halbwegs und man lernt ja auch vom Zusehen!

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Liebe Mama, die letztens fragte, ob man die Kletterschuhe auch so tragen könne: Nein. Sie sind nicht bequem und nicht sehr hübsch. Aber dafür gut zum Klettern. Das ist ja auch was Wert!

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Kurz vor Schluss versuchte ich mich noch an diesem Boulder, allerdings leider erfolglos. Wenn man im Nachhinein das Bild betrachtet, denkt man, “Och ist doch ganz leicht, einfach kurz mit dem rechten Bein hochdrücken und mit der linken Hand an den oberen Griff gehen”. Joah. Wenn man an der Wand klebt, fühlt sich das irgendwie anders an. 😉

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Einen hübschen Absturz habe ich heute auch noch hingelegt, auch wenn man es auf dem Foto kaum erkennt. Das ist zum Glück meist nicht schlimm, weil der Boden der Halle dick gepolstert ist. Aber wenn man mit Armen oder Beinen irgendwo gegenhaut, kann’s unangenehm werden. Heute habe ich beide Unterarme leicht aufgeratscht und am einen Arm sieht es aus, als hätte ich einen sehr unprofessionellen Suizidversuch hinter mir. 😱 Keine Sorge! Ich war nur Bouldern!

(Mai 2015, Mai 2014, Mai 2013, Mai 2012, Mai 2011)

Mehr 12 von 12-Einblicke gibt es wie immer bei Draußen nur Kännchen!

Düsseldorf. München. #liebesseeliggoesmunich

Wenn ich an Düsseldorf denke… fällt mir der Medienhafen ein, der Rhein, der Schlossturm, die Altstadt. Karneval und Altbier. Viele wunderbare Parks, die großartige Rollnacht, bei der die Straßen für Inline-Skater gesperrt werden. Abende in der Ratinger Straße bei einem leckeren Alt. Straßenbahn fahren und einen Fahrradhelm kaufen, da man als Radfahrer gefährlich lebt. Gefühlte stundenlange Parkplatzsuche (und ein abgeschlepptes Auto im Halteverbot). Freundliche Menschen, vor allem in den vielen Imbissbuden und Geschäften rund um mein damaliges Zuhause. Eigentlich ist Düsseldorf ein Dorf, hatte ich immer ein bisschen den Eindruck – ein großes, tolles Dorf.

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Wenn ich an München denke… fällt mir der Viktualienmarkt ein, der Marienplatz mit dem Rathaus, und das vermutlich erste Bier meines Lebens im Hofbräuhaus. Das beste Cordon Bleu meines Lebens, als ich etwa zwölf war. Wunderschöne kleine Läden in den Nebenstraßen und dieser großartige Buchladen, in dem alle Bücher nur die Hälfte kosten. U-Bahn fahren, und S-Bahn. Faschingskrapfen in zwanzig verschiedenen Sorten, die hier schon quasi den Höhepunkt des Karnevals markieren. Gemütliche Wirtshäuser mit gutem Essen, alternative Cafés mit köstlichem Frühstück. Karl Valentin und Philipp Lahm. Viele Touristen.

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Düsseldorf und München – zwei Städte, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Was sie verbindet? Nun, da wäre die Tatsache, dass beides Landeshauptstädte sind. Oder dass beide Städte ein “Ü” enthalten (und Städte mit “Ü” sind super, Gruß aus Münster). Zur Zeit fällt mir bei den beiden Städten aber hauptsächlich Sabine von Liebesseelig ein, die ihre alte Heimat Düsseldorf verlässt, um in ihrer neuen Heimat München neue Abenteuer zu erleben. Unter dem Motto #liebesseeliggoesmunich möchten einige Bloggerinnen ihr dafür alles Gute wünschen – ich natürlich auch!

Liebe Sabine, ich hoffe, die Umzugszeit läuft halbwegs glatt und du vermisst das schöne Düsseldorf nicht allzu sehr! Für den Neustart in München wünsche ich dir viel Energie und natürlich auch Spaß. Ich hoffe, bei dem einen oder anderen Blogger-Event sehen wir uns bald wieder!

Hier findet ihr die anderen #liebesseeliggoesmunich-Beiträge:

Was mich glücklich macht #18

Es gibt jeden Tag Dinge, für die man dankbar sein kann – und die einen glücklich machen, obwohl sie nur klein und scheinbar unwichtig sind. Die gute Laune machen, wenn man darüber nachdenkt, obwohl der Tag eigentlich grau und irgendwie doof ist. Etwas, worauf man stolz ist, etwas, das jemand anders zu dir sagt oder einfach nur ein Gegenstand, der gute Laune in dir hervorruft. Diese kleinen Dinge möchte ich in unregelmäßigen Abständen aufschreiben, um mich daran zu erinnern und mich auch im Nachhinein noch darüber freuen zu können!

Die Stars des Tages:

  • der Neffe, der auf der Party abends auf meinem Arm einschläft
  • beim Bouldern die ganzganzganz schwierige Route am Ende doch noch schaffen
  • eine Kugel Eis in der Mittagspause – einfach so
  • Radfahren ohne Jacke
  • der Duft von blühendem Flieder
  • kurze Wochen im Mai
  • ein Lied im Chor zum ersten Mal auswendig singen können
  • in der Stadt jemanden mit einem Shirt der Lieblingsband sehen
  • alberne Konversationen auf Telegram, bei denen man sich einfach nur Sticker hin- und herschickt (Hallo Katha!)
  • im Bett liegen und es ist sooo kuschelig

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Menden, 1994/1997.

Menden, 1994

Die Musikbox meines Onkels konnte sicherlich um die 80 Platten abspielen, aber wenn ich da war, wählte ich immer nur zwei aus: “The Sound of Silence” oder “Over in the Glory Land”, denn das waren die einzigen Lieder, die ich mit meinen zehn Jahren kannte. Die Musikbox leuchtete, und ein Greifarm legte automatisch die Platte auf, wenn man eine Zahl und einen Buchstaben drückte.

Der Flipper stand im gleichen Raum. Der Flipper! Ein eigener Flipper, und eine Musikbox. Stundenlang versuchte ich, Flipper-Rekorde zu knacken. Wenn man zu fest gegen den Flipper stieß, ertönte ein lautes Quäken und die Hebel blockierten für kurze Zeit. Ärgerlich. Aber dann das Gefühl, am Metallgriff zu ziehen, bis die Feder zurückschnellte und die schwere Metallkugel nur so ins Spielfeld hineinschoss. Die Knöpfe, weiß aus Kunststoff – ich fühle sie noch unter den Fingern, und höre ihr leises Klacken. Das Blinken und Aufleuchten, die Sonderpunkte und die diebische Freude, wenn die Kugel zwischen den Bumpern gefühlte Ewigkeiten hin- und herprallte, ohne herunterzurollen, und der Punktezähler hochschnellte. Das metallische Klingeln der Bumper.

Die erreichten Punkte notierte ich akribisch in meinem Tagebuch. 29.270, 32.720 und einmal gar 58.700 Punkte, das absolute Highlight. Im Tagebuch zeichnete ich den Flipper auch auf, er war blau und hatte ein Tauchermotiv. Darüber hinaus existiert in unserem Haushalt kein einziges Foto von diesen Geräten. Erstaunlich, wo ich doch sonst so ziemlich alles fotografiert habe.

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Menden, 1997.

Ich verbringe die Ferien immer noch gern bei meiner Tante und meinem Onkel. Ich bewundere meine älteren Cousins, die schon fast erwachsen sind und in deren Freunde ich mich regelmäßig verliebe. Ich darf lange aufbleiben, viel länger als zuhause – eigentlich, solange ich möchte. Und im Gästezimmer steht ein eigener Fernseher, auf dem ich bis spät in die Nacht Filme schaue. Ich bin 13 Jahre alt und sitze mit meiner Tante abends lange im Wohnzimmer. Wir sehen fern, und danach wir unterhalten uns, und regelmäßig sagt sie “Eine rauche ich noch, dann gehe ich ins Bett.” Es ist spät, Mitternacht ist lange vorbei, aber ich halte dem Atem an und hoffe, dass sie es vergisst. Und tatsächlich, eine halbe Stunde später schaut sie auf die Uhr und sagt “So – eine rauche ich noch, dann gehe ich ins Bett.” Zu meinem größten Glück wiederholt sich das mehrfach. Und egal, wie müde ich werde, ich würde an diesem Abend nie freiwillig ins Bett gehen, wenn ich doch stattdessen hier sitzen kann, zwei Erwachsene, die gemeinsam den Abend verquatschen.

Heute kann ich mich an kein einziges unserer nächtlichen Gespräche mehr inhaltlich erinnern. Das Gefühl, das ist hängen geblieben: ernst genommen werden. Als erwachsener Gesprächspartner behandelt werden.

Gerade jetzt #1

Wie ist das so, gerade jetzt? Eine kleine Momentaufnahme. Zuerst hier aufgeschrieben, ab jetzt vielleicht häufiger mal zwischendurch. Was steht auf der Tagesordnung? Was beschäftigt mich?

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Gerade jetzt…

denke ich eigentlich die ganze Zeit nur an unsere neue Wohnung und wie wir sie einrichten werden! Die Küche haben wir schon ungefähr 5 mal umgeplant und es macht riesig Spaß. Am Wochenende wird es wieder in die Möbelhäuser gehen!

mag ich den Frühling! Es sprießt und wird überall grün, und die Sonne scheint. Das macht mich so glücklich!

mag ich nicht so gern meine Haare, deshalb habe ich am Samstag einen Termin beim Frisör.

fühle ich mich optimistisch, motiviert und topfit. Das macht der Frühling mit mir!

trage ich leider immer noch Handschuhe auf dem Fahrrad morgens. Und meistens auch abends.

brauche ich noch sehr viel Kraft, um morgens pünktlich aus dem Bett zu kommen. Aber ich setze fest darauf, dass Gewohntheit daraus wird.

höre ich immer noch “Hamilton”, das Musical über den amerikanischen Gründungsvater. Außerdem Podcasts – am liebsten “Dear Hank and John” und ganz neu für mich “My brother, my brother and me“.

mache ich mich fit und mir selbst dicke blaue Flecken beim Bouldern. Es macht so viel Spaß! Ich glaube, ich habe endlich den perfekten Sport für mich gefunden.

lese ich bald das neue Buch für den Buchclub: Die Widerspenstigkeit des Glücks von Gabrielle Zevin.

trinke ich jeden Tag eine Kanne Früchtetee im Büro, am liebsten “Persischer Granatapfel” von Teekanne.

vermisse ich Urlaubstage! Aber bald kommt ja der Mai mit seinen vielen Feiertagen und im Juni haben wir dann tatsächlich Urlaub.

schaue ich mit dem Helden die zweite Staffel Better Call Saul, und allein noch mal die alten Gilmore Girls-Folgen durch, bevor ja dann irgendwann die neuen rauskommen sollen. Ich freue mich schon!

träume ich nachts wirre Wohnungsträume und tags … eigentlich auch. Nur nicht ganz so wirr. 😉

Und, wie ist das bei euch so, gerade jetzt? Nachmachen erwünscht!

Die Aufsteh-Challenge – ein Zwischenbericht

Tag 1:

Ich habe abends natürlich keine Klamotten rausgelegt. Ich bin aber schon vor dem Wecker so halbwach. So geht es mir immer, wenn ich weiß, dass ich pünktlich rausmuss. Es ist dann das erste, an das ich morgens denke, und ich schlafe nicht mehr so entspannt. Hilft beim Aufstehen, ist aber für die Schlafqualität wahrscheinlich gar nicht mal so geil.

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Als um 7 Uhr der Wecker klingelt, darf ich noch einmal snoozen, habe ich beschlossen. Es fällt mir schwer, nicht auf Instagram oder Twitter zu klicken, wenn ich doch sowieso schon wach bin. Ich bleibe noch 5 Minuten liegen und stehe dann – noch vor dem Snooze-Klingeln – tatsächlich auf, auch wenn ich matschig bin.

Unter der Dusche fällt mir eine Schwachstelle des Plans auf: Ich finde nichts gemütlicher, als sich nach dem Duschen noch mal ins warme Bett zu kuscheln. Tja, mache ich aber nicht. Ich ziehe mich an und dann kommt die zweite Schwachstelle: Ich muss mir die Haare föhnen. Ich hasse Haare föhnen! Aber auch diese Hürde wird erfolgreich genommen. Ich habe sogar noch Zeit, mir die Nägel zu schneiden und ein bisschen im Wohnzimmer die Unordnung vom Vorabend zu beseitigen.

Eine knappe Stunde früher als sonst komme ich aus dem Haus. Auf dem Weg zur Arbeit halte ich an, um ein paar Fotos für Instagram zu machen. Das habe ich in letzter Zeit immer gelassen, weil ich schon so spät dran war – schön, es jetzt wieder zu können! Um Punkt 8:05 Uhr bin ich am Büro – das ist exakt eine Stunde eher als die letzten Tage! Die Kollegen schauen etwas verwirrt. 😉

 

Tag 2:

Heute fahre ich mit dem Auto zur Arbeit. Das weiß ich schon vorher. Ich werde um 7 Uhr geweckt, blinzle in den Morgen und bleibe noch ein paar Minuten liegen. Mit dem Auto brauche ich ja nicht so lang wie mit dem Fahrrad, denke ich mir.

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Wieder habe ich nicht daran gedacht, mir Kleidung rauszulegen. Aber es geht ja auch so. Die Hoffnung mit dem Auto erweist sich als Trugschluss, da um diese Zeit sehr viel Verkehr ist und ich etwa genauso lange wie  mit dem Rad brauche. Gut ist es trotzdem, denn es regnet wie aus Kübeln. Ich bin wieder gegen kurz nach 8 Uhr im Büro, und die Kollegen sind wieder verwirrt. Nachmittags gönne ich mir einen frühen Feierabend. Schließlich war ich jetzt schon 2 Tage lang früh da.

 

Tag 3:

Heute – Montag. Ich schlafe nicht sehr gut, und irgendwann bin ich wach und weiß, jetzt muss ich aufstehen. Ich versuche verzweifelt, mich wachzuhalten, bis der Wecker wieder snoozt, aber es ist sehr schwer. Ich stehe auf und gehe ins Bad, und wundere mich, dass der Held noch schläft. Sonst steht er vor mir auf. Ein Blick aufs Handy: Es ist 4.30 Uhr. Uaah, schnell wieder einkuscheln! Es ist schön, noch etwas schlafen zu können. Es zeigt mir aber auch, dass mich das Thema offenbar ziemlich beschäftigt und eine gewisse innere Anspannung verursacht. 😉

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Um 7 Uhr dann klingelt tatsächlich der Wecker und holt mich aus wirren Träumen über neue Wohnungen (wir mussten unter anderem einen Klimaanlagen-Makler beauftragen). Heute muss ich nicht duschen und bleibe daher tatsächlich noch ein paar Minuten liegen. Aber um 7.20 Uhr muss es auch genug sein. Und das Handy habe ich nicht angefasst. Stattdessem habe ich dem Helden, während er sich anzog, von meinem verrückten Traum erzählt. Sehr erstaunlich, denn eigentlich finde ich nichts schlimmer, als morgens zu reden. Oder generell zu reden, wenn ich müde bin.

Ratet mal, ob ich mir Klamotten rausgelegt habe? Natürlich nicht. Vielleicht wird das mein Ziel für die kommende Woche. Jedenfalls bin ich wieder zeitig im Büro und vielleicht muss ich den Kollegen doch irgendwann einmal erzählen, woran das eigentlich liegt. Auf dem Weg zur Arbeit will ich eigentlich noch ein Rezept in der Apotheke abholen – aber die hat noch geschlossen! Das ist mir bisher glaube ich noch nie passiert (sie öffnet um 8.15 Uhr).

 

Erstes Fazit

Unglaublich, aber wahr: Es geht! Und es macht mir immer noch Spaß. Nicht das Aufstehen an sich, natürlich. Aber so früh fertig zu sein und vor dem Losfahren sogar noch einige Kleinigkeiten zu erledigen. Nix dolles. Ich mache unsere Betten. Ich räume etwas zusammen. Heute früh wollte ich meine am Wochenende gekaufte neue Klingel ans Fahrrad montieren (bin aber an der Schraube der alten Klingel gescheitert). Das ist schön! Nicht so schön ist natürlich, wenn ich um 4.30 Uhr aufwache und meine, ich muss dringend aufstehen. Das zeigt mir aber auch, dass die Challenge noch neu ist in meinem Kopf und keine Routine. Mal sehen, ob die sich in den nächsten Tagen oder Wochen einstellt.

Ich bin dennoch jeden Tag etwas später aufgestanden. Immer noch viel früher als sonst, aber. Das sollte jetzt nicht einreißen… Morgen geht’s spätestens beim ersten Snoozeklingeln um zehn nach sieben aus den Federn.

Vielen Dank an euch alle für die vielen lieben Kommentare und Tipps zum ersten Beitrag. Ich denke über einen Lichtwecker nach – meint ihr, der ist die Investition wert?

Der frühe Vogel oder Morgens um sieben ist die Welt noch in Ordnung

Bei meinen letzten 12 von 12 erwähnte ich es, und sicher habe ich es hier öfter schon mal anklingen lassen: Ich bin schlecht darin, morgens aufzustehen. Morgens ist das Bett einfach zehnmal kuscheliger als abends; und die Decke ist so schön warm; und der Traum so entspannt; und es gibt einfach kaum ein besseres Gefühl, als sich einfach noch mal umdrehen zu können.

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Wenn ich dann einmal wach bin, ist es aber auch nicht wirklich besser. Ich stehe nicht auf, nein! Ich nehme das Smartphone zur Hand. “Kurz mal eben” Twitter, Instagram, Facebook checken. Das kann dann durchaus eine halbe Stunde dauern. Und obwohl ich es mir jeden Morgen vornehme, komme ich nur schwer davon los. Nun könnte man hier natürlich auf die Smartphones schimpfen. Aber wenn ich ehrlich bin: Früher habe ich Radio gehört und mir gedacht “Nur noch eben den Beitrag zu Ende hören… Nur noch eben das eine Lied…” – das war auch nicht besser!

Nun kommt mir meine Gleitzeit bei dieser Geschichte nicht unbedingt entgegen, im Gegenteil. Denn wenn ich wirklich früh aufstehen muss, weil ich einen Termin habe, dann geht das auch. Nicht unbedingt ohne Quengeln und Brummen und Müdigkeit, aber es geht. Aber das Wissen: Ach, ob ich nun fünf  Minuten später im Büro bin, ist ja auch irgendwie egal? Das führt dazu, dass ich regelmäßig länger arbeiten muss, als ich das gern hätte, und immer die letzte morgens im Büro bin. Und das ist ja auch doof.

Nun habe ich bei Was Eigenes diesen tollen Artikel gelesen und fühle mich wieder etwas ertappt und motiviert. Das muss doch auch anders gehen! Ich will nicht unbedingt um 5 Uhr aufstehen. Aber um 7 Uhr sollte doch wirklich machbar sein. Ich weiß, viele von euch werden jetzt lachen. Viele Leute sind um diese Zeit schon bei der Arbeit! Aber da ich nicht muss, klappt es eben nicht. Während ich in vielerlei Hinsicht ein sehr disziplinierter Mensch bin, ist hier wohl meine Achillesferse.

 

Der aktuelle Ablauf

Hier stelle ich mich jetzt etwas bloß: Um 6:45 Uhr klingelt der Wecker. Ich drehe mein Smartphone um, was den Schlummermodus aktiviert. Das mache ich dann bis 7:50 Uhr. Zu der Zeit habe ich dem Wecker gesagt, dass jetzt Schluss ist mit Schlummern. Ich muss eine kleine Aufgabe lösen, um den Wecker auszuschalten. Ich mache mir Musik an und versuche, nicht wieder einzuschlafen. Ich lese meinen Twitter-Feed, scrolle durch die Instagram-Timeline oder schaue, was auf Facebook so passiert ist. Irgendwann zwischen 8:15 und 8:30 Uhr (!!!) stehe ich auf. Eigentlich möchte ich um 8:30 Uhr das Haus verlassen!

Ich brauche morgens tatsächlich nicht lange – ich gehe ins Bad, dann ziehe ich mich an. Wenn es ein Tag ist, an dem unser Staubsaugerroboter Dustin die Wohnung saugen soll, während wir unterwegs sind, räume ich noch schnell ein paar Dinge zur Seite. Dann bin ich im Prinzip schon bereit, mich aufs Fahrrad zu schwingen. Ich frühstücke im Büro. Vielleicht schon ein Fehler?

 

Die Aufsteh-Challenge

So, jetzt gelobe ich hiermit feierlich vor der Blog-Leserschaft: Ich werde mich bessern! Ab sofort werde ich um 7 Uhr aufstehen! Jawollja! (Stellt euch mich bitte an dieser Stelle mit stolzgeschwellter Brust und optimistischem Gesichtsausdruck vor.)

Nun weiß ich ja, dass die meisten Experten empfehlen, jeden Tag zur gleichen Zeit aufzustehen. Also… JEDEN TAG. Auch am Wochenende. Wenn ich das dem Helden vorschlage, erklärt er mich für verrückt! Also werde ich mich der zusätzlichen Herausforderung eines unregelmäßigen Schlafrhythmus stellen… Nicht, dass ich das bisher nicht sowieso gemacht hätte. 😉

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Denn natürlich habe ich mich umgesehen nach den besten Tipps, zum Frühaufsteher zu werden. Leider haben mich die meisten nicht weitergebracht, da es bei mir ja nicht daran liegt, dass ich zu müde bin. Da bringen mir Tipps dazu, wie ich besser einschlafe, herzlich wenig. Am hilfreichsten fand ich noch diese Liste mit 22 Tipps.

Mein Schlachtplan sieht folgendermaßen aus:

  1. Ich lege am Vorabend meine Kleidung für den nächsten Tag heraus.
  2. Ich stelle meinen Wecker auf 7 Uhr. Nicht auf 6:45 Uhr wie bisher.
  3. Ich installiere eine neue Wecker-App oder schalte die Schlummerfunktion bei meiner bisherigen App aus.
  4. Wenn der Wecker klingelt, öffne ich keine Social Media-App. Keine einzige!
  5. Ich stehe auf und gehe duschen. Das mache ich normalerweise abends, weil ich ja morgens keine Zeit habe. Meine Haare sehen dann aber immer schrecklich aus.
  6. Und schon kann ich mich fertigmachen und losfahren!

Ich muss zugeben: Ich freue mich fast ein bisschen drauf! Zumindest jetzt. Morgen früh um 7 sieht das schon ganz anders aus, schätze ich. Ich werde euch auf dem Laufenden halten.

Wie ist das bei euch so? Von einigen weiß ich ja schon, dass es ähnlich ist. Macht ihr mit? 😉